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ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 28.10.2013, 00:27   #1
shalome->Emailproblem
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Registriert seit: 27.10.2013
Beiträge: 9
shalome
Standard ALG I / Kündigung / berufliche Reha

Hallo,

ich bin sehr froh dieses Forum gefunden zu haben. Viele nützliche Informationen habe ich schon aus den anderen Beiträgen erhalten.

Jedoch, und ich bin im Voraus sehr dankbar für jede Antwort, benötige ich spezifische Hilfe für meine Situation von den erfahrenen Nutzern in diesem Forum.

Ich, 43 (3 Kinder) war lange krank und erhalte seit dem 20.05.13 ALG I weil ich vom Krankengeld ausgesteuert wurde.

Mein Arbeitsverhältnis welches mich u.a. sehr krank gemacht hat besteht seit 10 Jahren und ist noch ungekündigt. Mein Arbeitgeber hat mir im August bei einem Gespräch nahegelegt das ich doch kündigen soll denn er kann, und hat mir das auch bescheinigt, mich aufgrund meiner gesundheitlichen Einschränkungen nicht beschäftigen.

Ich habe mich von einer Anwältin beraten lassen. Sie hat von meinem Arbeitgeber statt der Kündigung einen leidensgerechten Arbeitsplatz gefordert oder einen Aufhebungsvertrag incl. üblicher Abfindungszahlung. Wurde von der Firma abgelehnt.

Die Anwältin riet mir zu einer Rechtsschutzversicherung und nach Ablauf der Wartefrist von 3 Monaten wollte sie rechtliche Schritte einleiten, ggf. Klage einreichen.

Bei der AfA wurde zwischenzeitlich ein ärztliches Gutachten erstellt, welches von einem weiteren Einsatz an meinem Arbeitsplatz abrät, sowie eine Arbeitsplatzaufgabe befürwortet. Bei Berücksichtigung meiner Leistungseinschränkungen bestehen in Bezug auf andere Tätigkeiten keine Bedenken.

Ich wünsche eine berufliche Perspektive und habe bereits vor 2 Jahren bei der Rentenversicherung einen Antrag auf berufliche Rehabilitation gestellt welcher nur nach Aktenlage und selbst nach Widerspruch abgelehnt wurde. Eine Klage vor dem Sozialgericht habe ich nicht eingereicht.

Meiner SB habe ich meinen Wunsch bezüglich einer Umschulung besprochen und sie hat eine Psychologische Begutachtung veranlasst.

Nach meiner Psychologischen Begutachtung/ Test am 11.09.2013 habe ich vorab von der Psychologin bei der Testauswertung die Information bekommen, dass meine kognitiven Fähigkeiten überdurchschnittlich sind jedoch dauerhaft die psychische Belastbarkeit eingeschränkt ist. Deshalb soll die weitere Betreuung durch die Reha-Abteilung veranlasst werden, welche mich dann bei Umschulung betreut. Es gibt dann dort die Möglichkeit zunächst eine Arbeitserprobung zu absolvieren um im Anschluss die geeignete Maßnahme zu finden, und ich möchte diese Chance nutzen.

Allerdings habe ich noch keinen neuen Ansprechpartner in der Reha-Abteilung oder eine schriftliche Auswertung des Tests erhalten.

Nun erhielt ich letzte Woche die Information das meine Firma plötzlich doch eine Tätigkeit für mich hat und mich ab dem 01.11.13 wieder einsetzen will.

Die Anwältin sagte mir wenn ich am 01.11. nicht erscheine, ich mich rechtzeitig krankmelden sowie eine AU vorlegen muss.

Ich bin total verwirrt und habe Angst, was soll ich denn jetzt machen?

Ich möchte diesen alternativen Arbeitsplatz nicht!

Muss ich die AfA darüber informieren das mir die Firma eine alternative Beschäftigung anbietet? Wird mir dann das ALG I gestrichen und ist es möglich das die AfA mir am Ende deshalb nicht die berufliche Reha genehmigt?

Schlaf- und ratlose Grüße

shalome
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Alt 28.10.2013, 06:09   #2
wolliohne
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Ort: Bonndeshauptstadt
Beiträge: 14.825
wolliohne Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ALG I / Kündigung / berufliche Reha

Zitat von shalome Beitrag anzeigen
Hallo,

ich bin sehr froh dieses Forum gefunden zu haben. Viele nützliche Informationen habe ich schon aus den anderen Beiträgen erhalten.

Jedoch, und ich bin im Voraus sehr dankbar für jede Antwort, benötige ich spezifische Hilfe für meine Situation von den erfahrenen Nutzern in diesem Forum.

Ich, 43 (3 Kinder) war lange krank und erhalte seit dem 20.05.13 ALG I weil ich vom Krankengeld ausgesteuert wurde.

Mein Arbeitsverhältnis welches mich u.a. sehr krank gemacht hat besteht seit 10 Jahren und ist noch ungekündigt. Mein Arbeitgeber hat mir im August bei einem Gespräch nahegelegt das ich doch kündigen soll denn er kann, und hat mir das auch bescheinigt, mich aufgrund meiner gesundheitlichen Einschränkungen nicht beschäftigen.

Ich habe mich von einer Anwältin beraten lassen. Sie hat von meinem Arbeitgeber statt der Kündigung einen leidensgerechten Arbeitsplatz gefordert oder einen Aufhebungsvertrag incl. üblicher Abfindungszahlung. Wurde von der Firma abgelehnt.

Die Anwältin riet mir zu einer Rechtsschutzversicherung und nach Ablauf der Wartefrist von 3 Monaten wollte sie rechtliche Schritte einleiten, ggf. Klage einreichen.

Bei der AfA wurde zwischenzeitlich ein ärztliches Gutachten erstellt, welches von einem weiteren Einsatz an meinem Arbeitsplatz abrät, sowie eine Arbeitsplatzaufgabe befürwortet. Bei Berücksichtigung meiner Leistungseinschränkungen bestehen in Bezug auf andere Tätigkeiten keine Bedenken.

Ich wünsche eine berufliche Perspektive und habe bereits vor 2 Jahren bei der Rentenversicherung einen Antrag auf berufliche Rehabilitation gestellt welcher nur nach Aktenlage und selbst nach Widerspruch abgelehnt wurde. Eine Klage vor dem Sozialgericht habe ich nicht eingereicht.

genau hier hättest du nachhaken sollen!

Meiner SB habe ich meinen Wunsch bezüglich einer Umschulung besprochen und sie hat eine Psychologische Begutachtung veranlasst.

Nach meiner Psychologischen Begutachtung/ Test am 11.09.2013 habe ich vorab von der Psychologin bei der Testauswertung die Information bekommen, dass meine kognitiven Fähigkeiten überdurchschnittlich sind jedoch dauerhaft die psychische Belastbarkeit eingeschränkt ist. Deshalb soll die weitere Betreuung durch die Reha-Abteilung veranlasst werden, welche mich dann bei Umschulung betreut. Es gibt dann dort die Möglichkeit zunächst eine Arbeitserprobung zu absolvieren um im Anschluss die geeignete Maßnahme zu finden, und ich möchte diese Chance nutzen.

Allerdings habe ich noch keinen neuen Ansprechpartner in der Reha-Abteilung oder eine schriftliche Auswertung des Tests erhalten.

Nun erhielt ich letzte Woche die Information das meine Firma plötzlich doch eine Tätigkeit für mich hat und mich ab dem 01.11.13 wieder einsetzen will.

Die Anwältin sagte mir wenn ich am 01.11. nicht erscheine, ich mich rechtzeitig krankmelden sowie eine AU vorlegen muss.

ist richtig,sonst Kündigung.

Ich bin total verwirrt und habe Angst, was soll ich denn jetzt machen?

Ich möchte diesen alternativen Arbeitsplatz nicht!

Warum nicht?

Muss ich die AfA darüber informieren das mir die Firma eine alternative Beschäftigung anbietet? Wird mir dann das ALG I gestrichen und ist es möglich das die AfA mir am Ende deshalb nicht die berufliche Reha genehmigt?

Nein, musst du nicht, ist auch kein Grund ALG1 zu streichen (da Rechtsanspruch)
Nur was möchtest du wirklich erreichen, ist mir nicht ganz klar.
Am Ende landest du in ALG2


Schlaf- und ratlose Grüße

shalome
Gruß und herzlich willkommen
ww
__

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Deutschland"
Im Namen der BRD-Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Nebenwirkung Tot

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.
wolliohne ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2013, 08:59   #3
shalome->Emailproblem
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Registriert seit: 27.10.2013
Beiträge: 9
shalome
Standard AW: ALG I / Kündigung / berufliche Reha

Guten Morgen Wolliohne,

vielen Dank für deinen Willkommensgruß und deine Antwort!

Du hast selbstverständlich Recht, ich hätte die Klage beim Sozialgericht einreichen sollen. Leider war ich während der Zeit in der die Eingabe zu erfolgen hat gesundheitlich dazu nicht in Lage. Das ist natürlich mehr als ungünstig und unglücklicherweise nachträglich nicht mehr möglich.

Deshalb ist es mir jetzt umso wichtiger, dass nach den Bemühungen durch die Gutachten, die berufliche Rehabilitation durch die AfA möglich ist.

Da ich aber nach der psychologischen Begutachtung im September nur mündlich von der Psychologin informiert wurde und bis jetzt noch keine schriftliche Rückmeldung weder von meiner SB als auch der Reha-Abteilung erhalten habe bin ich sehr verunsichert.

Da ich mich aber unbedingt beruflich qualifizieren möchte ist die aktuell angebotene Tätigkeit sowie jeglicher anderer Einsatz in der Firma keine Perspektive für mich. So wie es scheint, ist der Arbeitsplatz aus einem kurzfristigen Arbeitsaufkommen entstanden und vermutlich nach 2-3 Monaten der Abarbeitung ohnehin nicht mehr existent. Wenn mir danach, was auch sehr wahrscheinlich passieren wird keine leidensgerechte Tätigkeit mehr angeboten werden kann, was mach ich dann?

Desweiteren befürchte ich, wenn ich jetzt tatsächlich in die Firma zurückkehre, dass ich auch dieser angeboten Tätigkeit nicht gewachsen bin und eben dadurch die angestrebte berufliche Rehabilitation durch AfA verwirke weil ich ja einen Arbeitsplatz habe und sei es auch nur vorübergehend.

Eigentlich möchte die Firma mich loswerden und zwar so günstig wie möglich, deshalb hat man mir auch zuvor nahegelegt zu kündigen. Das Verhältnis zur Firma ist ohnehin mehr als zerrüttet und der Umgang mit mir als Mitarbeiterin sehr respektlos.

Um es zu verdeutlichen, meine Priorität ist unbedingt die berufliche Rehabilitation aus dem Grunde nachher deutlich qualifizierter einen Arbeitsplatz zu finden.

Zudem auch meine behandelnde Ärztin eine Rückkehr in die Firma überhaupt nicht befürwortet und ohne Umschweife eine AU austellen würde bleibt die Frage, wenn ich die AU abgebe, ich doch wieder in die Lohnfortzahlung gerate. Das muss ich doch der AfA melden, dann ruhen doch automatisch die Bezüge, oder?


Liebe Grüße

shalome
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