ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 29.04.2013, 09:54   #1
pferdchen81->Emailproblem
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pferdchen81 pferdchen81 pferdchen81 pferdchen81
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Hallo,

ich komme nicht so richtig weiter und wende mich daher mal an euch.

(vorweg Studium und knapp 1 Jahr in Bewerbungsphase ohne Hilfe durch AfA, auf Kosten Ehemann gelebt, kein ALGII Bezug erwünscht gewesen)

Ich habe von 26.07.2011 bis 26.12.2011 gearbeitet
dann gekündigt wegen AG Wechsel (wegen Verzicht auf ALGII und neuem AG hat AfA keine Meldung von mir angenommen), d.h. 5 Tage garnichts
von 01.01.2012-30.06.2012 gearbeitet
vorher zum Ende Probezeit gekündigt wurden wegen Krankheit
bei AfA sofort telefonisch arbeitslos gemeldet
seit 01.07.2012 bis jetzt und fortdauernd in KG-Bezug

Ich bin krank geschrieben wegen chronischem Schmerzsyndrom Bandscheiben HWS. Nun wurde ich auch zum MDK zitiert, als Psycho abgestempelt (bin erst 31 und da bildet man sich fortdauernd schmerzende Bandscheibenvorfälle nur ein) und muss binnen 10 Wochen einen Reha-Antrag stellen. Gegen MDK-Gutachten lege ich Widerspruch ein und die Reha-Antragsfrist werde ich auch ausreizen, weil die DRV mich in die Klapsmühle statt zum Rehasport schicken soll.

Weil ich jetzt nicht sterbenskrank bin, wollte ich die 78 Wochen nicht voll ausreizen sondern mir ca. 3 Monate aufsparen, falls mich doch noch unerwartet der Bus anfährt man weiß ja nie. Vielleicht find ich wieder eine Arbeit und stelle fest, dass ich doch nicht wirklich so kann wie ich gern wöllte; wieder AU dann gibts wenigstens erstmal KG.

Ich habe folgende Fragen, die mir vielleicht jemand beantworten kann:

1. Kann ich mich einfach so gesund schreiben lassen und dann zur AfA und ALGI beantragen oder soll ich die AU ohne Gesundschreibung auslaufen lassen?
2. Was sagt die AfA zu letzterem, schicken die mich dann auch erstmal wieder zum MDK?
3. Bei der Anwartschaftszeit auf ALGI, gilt da aktuell nun ein Zeitraum von 2,3 oder 5 Jahren in denen Zeiten gezählt werden?
4. KG-Zeiten gelten ja auch als Anwartschaftszeiten. Ich komm nicht so richtig klar, ob ich es bei Krankschreibung bis 31.07.2013 "schaffe" auf 12 Monate ALGI zu kommen? Soweit ich gelesen hatte braucht man 24 Monate Beitragszahlungen AV, was aber nur 720 Kalendertagen entspricht und nicht 2x365 Tage. Insbesondere hab ich denkmäßig Probleme mit den 5 Tagen von 27.12.-31.12.2011 wo ich ja praktisch nirgends gemeldet war.

Vielen Dank schonmal für eure Hilfe!
pferdchen81 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2013, 12:00   #2
JohnThompson
 
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Zitat von pferdchen81 Beitrag anzeigen
Hallo,

ich komme nicht so richtig weiter und wende mich daher mal an euch.

(vorweg Studium und knapp 1 Jahr in Bewerbungsphase ohne Hilfe durch AfA, auf Kosten Ehemann gelebt, kein ALGII Bezug erwünscht gewesen)

Ich habe von 26.07.2011 bis 26.12.2011 gearbeitet
dann gekündigt wegen AG Wechsel (wegen Verzicht auf ALGII und neuem AG hat AfA keine Meldung von mir angenommen), d.h. 5 Tage garnichts
von 01.01.2012-30.06.2012 gearbeitet
vorher zum Ende Probezeit gekündigt wurden wegen Krankheit
bei AfA sofort telefonisch arbeitslos gemeldet
seit 01.07.2012 bis jetzt und fortdauernd in KG-Bezug

Ich bin krank geschrieben wegen chronischem Schmerzsyndrom Bandscheiben HWS. Nun wurde ich auch zum MDK zitiert, als Psycho abgestempelt (bin erst 31 und da bildet man sich fortdauernd schmerzende Bandscheibenvorfälle nur ein) und muss binnen 10 Wochen einen Reha-Antrag stellen. Gegen MDK-Gutachten lege ich Widerspruch ein und die Reha-Antragsfrist werde ich auch ausreizen, weil die DRV mich in die Klapsmühle statt zum Rehasport schicken soll.

Weil ich jetzt nicht sterbenskrank bin, wollte ich die 78 Wochen nicht voll ausreizen sondern mir ca. 3 Monate aufsparen, falls mich doch noch unerwartet der Bus anfährt man weiß ja nie. Vielleicht find ich wieder eine Arbeit und stelle fest, dass ich doch nicht wirklich so kann wie ich gern wöllte; wieder AU dann gibts wenigstens erstmal KG.

Ich habe folgende Fragen, die mir vielleicht jemand beantworten kann:

1. Kann ich mich einfach so gesund schreiben lassen und dann zur AfA und ALGI beantragen oder soll ich die AU ohne Gesundschreibung auslaufen lassen?
Bist du denn gesund? Im Hinblick auf den MDK Befund und den laufenden Widerspruch keine gute Idee.
2. Was sagt die AfA zu letzterem, schicken die mich dann auch erstmal wieder zum MDK? Nein. Zuständig ist der Ärztliche Dienst der Arbeitsagentur. Nach so langer Krankheit wirst du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vorstellig werden müssen. Kannst du nämlich weniger als 15 Stunden/Woche arbeiten entfällt z.B. der Anspruch auf ALG I. Im Hinblick auf das MDK Gutachten, den Widerspruch usw. kommt es sicher nicht gut an, dass du jetzt plötzlich wieder arbeitsfähig bist nach eigener Aussage
3. Bei der Anwartschaftszeit auf ALGI, gilt da aktuell nun ein Zeitraum von 2,3 oder 5 Jahren in denen Zeiten gezählt werden?
Rahmenfrist sind 2 Jahre. In diesen 2 Jahren musst du 12 Monate versicherungspflichtig gearbeitet haben, um überhaupt einen Anspruch auf ALG I zu haben. Ist diese Voraussetzung erfüllt wird die Dauer deines Anspruchs geprüft. Hier kommt der Zeitraum von 5 Jahren ins Spiel. Derzeit hast du 10 Monate ALG I Anspruch.
4. KG-Zeiten gelten ja auch als Anwartschaftszeiten. Ich komm nicht so richtig klar, ob ich es bei Krankschreibung bis 31.07.2013 "schaffe" auf 12 Monate ALGI zu kommen?
Ja, sind 732 Tage
Soweit ich gelesen hatte braucht man 24 Monate Beitragszahlungen AV, was aber nur 720 Kalendertagen entspricht und nicht 2x365 Tage. Insbesondere hab ich denkmäßig Probleme mit den 5 Tagen von 27.12.-31.12.2011 wo ich ja praktisch nirgends gemeldet war. Die 5 Tage sind irrelevant

Vielen Dank schonmal für eure Hilfe!
Gute Besserung
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Alt 29.04.2013, 13:12   #3
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Nun mal aufdröseln...


Du warst beim MDK und dieser hat dich anscheinend nicht "gesund" geschrieben sondern eher die AU bestätigt sonst hättest du die Aufforderung zur Reha nicht bekommen, dies ist ein normaler Vorgang und hat absolut nichts mit dir zu tun.

Die DRV schickt dich bestimmt nicht zur Psychokur, die macht ihre eigenen Gutachten und entscheiden selber, da du mit Sicherheit auch Befunde hast, wirst du ne Reha für deinen Rücken bekommen.

Gesundschreibung gibt es nicht.

AU auslaufen lassen und die restlichen AU-Zeit sparen wegen Krankengeld ist blöd, dieses ist später dann nämlich niedriger als jetzt und deine Glaubwürdigkeit sinkt noch tiefer als sie jetzt schon zu sein scheint.

und richtig die AfA wird wohl auch ein Gutachten machen wollen, da WÜRDE ich aber erst die Reha machen und WENN dieses positiv für dich ausfällt müssen sich die Amtsärzte an dieses Gutachten halten, ansonsten läufst du wieder Gefahr dass die dich gesünder darstellen als du bist.

Aber so wie du das vorhast verrennst du dich in was, was vollkommen unnötig zu Stress führt.
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Alt 03.05.2013, 08:40   #4
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Hallo,

zunächst danke JohnThompson für deine fachlichen Antworten. Das hat mir sehr weiter geholfen!

@Kaffeesäufer
Ich weiß nicht ob das hier so richtig passt, weil es ja die KK betrifft. Die hat mir die Aufforderung zum Rehaantrag geschickt auf Basis des Gutachtens. Bei dem Antrag hat die Hälfte gefehlt, am Telefon total unfreundlich und ich soll den Antrag ja an die KK zurück schicken und nichts selbst unternehmen. Die würden das alles machen

Ich habe mich letztes Jahr "überreden" lassen zum Psychiater zu gehen und der hat mich überredet in amb. Psychiatrie zu gehen, dort könne man meine Schmerzen stark verbessern. In Verzweiflung habe ich nach dem Strohhalm gegriffen, mich aber nach 4 Wochen entlassen weil es völliger Blödsinn war. Seitdem bin ich in der Psychoschiene und komme dort nicht mehr raus.

Habe nun Angst, dass die DRV nach dem MDK Gutachten geht bzw. mich auch als Psycho abstempelt. Deshalb auch irgendwie die Flucht in ALGI, damit nicht am Ende noch meine Krankenversicherung gekündigt wird und ich ganz ohne Geld da stehe, weil ich eine psychoReha ablehne.
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Alt 03.05.2013, 09:40   #5
JohnThompson
 
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Was sagt denn dein behandelnder Arzt zu dem Gutachten? Ist er auch der Ansicht, dass es keine physische Ursache gibt, sondern die Schmerzen psychisch bedingt sind?
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Alt 03.05.2013, 10:00   #6
Anna B.
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Anna B. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Hallo,

du bist im KG-Bezug und die KK hat ein MDK-Gutachten veranlasst mit der Frage, ob die Erwerbsfähigkeit bedroht ist...(ist im SGB so vorgesehen)...

der MDK hat dieses bejaht...

die KK darf dich nicht zu einem Rentenantrag auffordern..

sie darf aber lt. Gesetz dich auffordern einen REHA-Antrag zu stellen...dazu muß sie dir 10 !!! Wochen Zeit geben...

du hast also 10 Wochen Zeit, diesen Antrag zu stellen...!!!

du solltest die ganzen Antragsunterlagen nicht über die KK laufen lassen..die könnten sich sonst schön an deinen gesundheitlichen Unterlagen satt sehen und womöglich noch Punkte heraussuchen, die dein KG gefährden...

also den Antrag kurz vor Ablauf der 10 Wochen fertig machen...KK muß auch noch was ausfüllen...alles wieder mit nach Hause nehmen...wenn sie brummen, dann erzähl einfach, du mußt noch etwas vom Arzt holen und dazu legen...

dann ca. 2 Wochen vor Ablauf der 10 Wochen den ganzen Kram an die DRV senden, du bekommst dann eine Eingangsbestätigung der DRV und die legst du der KK vor....
oder den Einschreibzettel, wo ja drauf steht, wohin das Einschreiben ging...

dann hast du deine Pflicht erfüllt...

es wird dann die DRV entscheiden, ob und welche Maßnahme erforderlich ist...

wenn du überhaupt nicht rehafähig bist oder dich nicht rehafähig fühlst, dann muß dein beh. Arzt dir das ca. 4 Tage vor Antritt der Maßnahme bestätigten...dazu erhälst du bei den Bewilligungsformularen einen entsprechenden Vordruck...
der Arzt kann das dann bestätigen ...oder auch nicht...

du bist mit der Aufforderung der KK in deiner Wahlfreiheit eingeschränkt..du mußt den Antrag stellen...und darfst den Antrag nicht zurückziehen...

aber, sie müssen dir, wie gesagt, 10 Wochen Zeit lassen....
__

Gruß
Anna

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Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.05.2013, 10:05   #7
Anna B.
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Anna B. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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im übrigen habe ich auch eine chron. Schmerzkrankheit...

und sie ist sowohl physisch wie auch psychisch...

zuerst waren die Rückenschmerzen da, die unerträglichen, die einen zermürbten..kein Arzt glaubte einem....

bis man dann 'Ärzte gefunden hat, die alle unterschiedlicher Meinung waren....
von sofortiger OP bis "da is nix"...wurde alles genannt...

dann endlich ein Orthopäde, dem ich vertrauen konnte...der noch eine weitere Diagnose (außer sehr schmerzhafter Bandscheibenvorfällen und Gleitwirbel)...stellte und somit waren die Schmerzen erklärbar...

die Psyche litt natürlich unter dieser unglücklichen Situation....man wollte ja einfach keine Schmerzen mehr...

eine fast 2jährige Verhaltenstherapie hat mir gut getan....ich habe gelernt auf mich und meinen Körper zu hören und nicht mehr den Wünschen der anderen Vorrang zu geben....

Anti-Depressiva konnten nach kurzer Zeit abgesetzt werden.....
Amitriptylin 25 mg..welches in der Schmerztherapie eingesetzt wird, beginne ich jetzt auszuschleichen..ich war bei 50 mg derzeit bei 25 mg....abends genommen...

Ami wird als Anti-Depressiva in der Depressions-Therapie in höheren Dosen eingesetzt...hier in der Schmerztherapie soll es schlafanstoßend wirken und der Abstand (der innere Abstand) zum Schmerz soll sich erhöhen...
das hat auch geklappt...

also, du bist nicht allein...die Erfahrungen, die du gemacht hast, machen andere auch..lass dich nicht unterkriegen...Kopf immer schön hoch und zeig denen, wer du bist...
__

Gruß
Anna

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Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
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