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ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 19.03.2013, 21:05   #1
DonPancho
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Standard ALG I Schikanen, mehrmonatige Sperre, Inkompetenz

Hallo zusammen :)

Ich "erzähle" mal der Reihe nach. Wird zwar viel, aber es ist notwendig.

Meine Frau hat im Oktober 2012 ihre unbefristete Vollzeitstelle aufgrund eines besseren Arbeitsangebots gekündigt.
Die neue Stelle hat sie zum 17. November 2012 angetreten.
Sie war dort sehr glücklich, hat (für unsere Verhältnisse) richtig gutes Geld verdient und war das erste mal in ihrer Arbeitslaufbahn richtig glücklich mit ihrem Job.

Leider, das hat sich erst später herausgestellt, ändert der Chef seine Meinung öfter mal. So kam es, dass all die, die zusammen mit meiner Frau angefangen haben, kurz nach Weihnachten ihre Kündigung im Briefkasten hatten.

Meine Frau hat in der letzten Dezemberwoche gefragt, ob sie die ersten beiden Januarwochen Urlaub haben kann. Das war kein Problem, wurde jedoch nur mündlich abgesprochen (in dem Betrieb war das so üblich).

Nun sind wir am 3. Januar fröhlich in den Urlaub gefahren, kommen am 15. Januar wieder nach Hause und haben ihre Kündigung mit Wirkung zum 15.01.2013 im Briefkasten.
Ausgestellt am 31.12.2012, zugestellt am 03.01.2013.

Nun sind wir direkt am nächsten Tag zur Agentur für Arbeit gefahren, sie hat sich arbeitssuchend gemeldet, uns wurden allerhand Unterlagen mitgegeben etc...

Die Arbeitsbescheinigung für die letzten beiden Arbeitgeber hat sie abgeschickt. Von der alten Firma die Unterlagen hat sie eine Woche später zurückbekommen, von der "neuen" Firma kam nichts zurück.
Auch ein erneutes Einschreiben mit Fristsetzung wurde ignoriert.
Versucht man in der Firma anzurufen, lässt sich der Chef verleugnen.
Fährt man dort hin, wird man des Hauses verwiesen.

Jetzt kam heute erneut ein Schreiben von der Agentur, dass meine Frau erst ab dem 16.04.2013 Anspruch auf ALG hat.

Zitat:
In der Zeit vom 16.01.2013 bis 09.04.2013 wird Ihr Anspruch vorläufig um 90 Tage gemindert. Dies wird noch abschließend geprüft.
Zitat:
In der Zeit vom 10.04.2013 bis 16.04.2013 wird Ihr Anspruch vorläufig um 7 Tage gemindert. Dies wird noch abschließend geprüft.
Geschockt davon haben wir heute direkt da angerufen und man teilte uns mit, dass die 90 Tage Sperrzeit daher kommen, weil meine Frau den Job gekündigt hat.
Ääääh Hallo?
Die Sachbearbeiterin hat sich sogar noch eine Kopie der Kündigung gemacht...
Dann hieß es plötzlich, die Sperrzeit sei, weil der Kündigungsgrund unklar ist. In der Kündigung steht kein Grund für die Kündigung (Sie war noch in der Probezeit, in der beide Parteien das Beschäftigungsverhältnis mit einer Frist von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen beenden können).
Die zweite Sperrzeit soll wohl sein, weil noch keine Arbeitsbescheinigung von dem Arbeitgeber vorliegt. Oder aber wegen der verspäteten Meldung bei der Agentur. Ganz genau konnte uns das aber keiner sagen. Wir würden die Tage noch mal Post bekommen, da steht das dann alles genau drin.

Außerdem sagte man uns, dass es keinen Sinn hat, gegen eine vorläufige Entscheidung Einspruch einzulegen, wir sollen uns an einen Anwalt wenden. So oder so würde das jetzt alles dauern, weil Nachforschungen angestellt werden müssen und in den nächsten 8-10 Wochen brauchen wir auch gar nicht mit einem neuen Bescheid, geschweige denn einer Auszahlung rechnen.

Wir kommen uns, gelinde gesagt, ganz schön verarscht vor.

Wie stellen die sich das vor? Mit meinem Gehalt alleine können wir gerade mal die Miete samt Nebenkosten zahlen. Da ist noch kein Auto getankt, keine Rechnung bezahlt und nicht eingekauft. Hier stapeln sich bald die Zahlungserinnerungen und wir sollen jetzt noch 8-10 Wochen warten?
Bis dahin hatte ich schon 3x den Gerichtsvollzieher hier!

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Alt 19.03.2013, 21:18   #2
Hartzeola
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Standard AW: ALG I Schikanen, mehrmonatige Sperre, Inkompetenz

Zitat:
Wie stellen die sich das vor? Mit meinem Gehalt alleine können wir gerade mal die Miete samt Nebenkosten zahlen. Da ist noch kein Auto getankt, keine Rechnung bezahlt und nicht eingekauft. Hier stapeln sich bald die Zahlungserinnerungen und wir sollen jetzt noch 8-10 Wochen warten?
ALG II beantragen, dieses wird allerdings um 30% gemindert wegen ALG I Sperre.
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Alt 19.03.2013, 21:27   #3
DonPancho
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Standard AW: ALG I Schikanen, mehrmonatige Sperre, Inkompetenz

Die sind allem Anschein nach schon verwirrt genug. Wenn wir da jetzt noch einen ALG II Antrag hinterherschieben, wird das doch dieses Jahr gar nichts mehr.

Und mal angenommen, so rein hypothetisch, das ALG II wird mit 30% Kürzung bewilligt. Was ist dann, wenn die Sperre dann doch wieder aufgehoben wird (wovon wir ja irgendwo ausgehen). Wird das dann verrechnet? Muss man das zurückzahlen?

Da weiß doch schon jetzt nicht mal der eine, was der andere macht.

Ich hab da kein gutes Gefühl bei. Aber klar, wenns keine andere Lösung gibt, stiften wir eben noch mehr Verwirrung ;)

Meine Spontanidee war ja, sich mit einem Schild "ICH HABE HUNGER" an die Heizung zu ketten. So lange, bis mal einer vorbeikommt der Ahnung hat und sich der Materie annimmt. Aber bei meinem Glück endet das dann vom Kadi.
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Alt 19.03.2013, 21:45   #4
Hartzeola
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Standard AW: ALG I Schikanen, mehrmonatige Sperre, Inkompetenz

Zitat:
Und mal angenommen, so rein hypothetisch, das ALG II wird mit 30% Kürzung bewilligt. Was ist dann, wenn die Sperre dann doch wieder aufgehoben wird (wovon wir ja irgendwo ausgehen). Wird das dann verrechnet? Muss man das zurückzahlen?
Eher verrechnet, sobald das JC über Aufhebung informiert wird, § 102 bis 105 SGB X, hier m.M.n. § 103 SGB X.

Gegen 1 Woche Sperre kann man hier kaum etwas unternehmen, da verspätete Meldung vorliegt und Gründe schwer/nicht nachweisbar sind.

Gegen 90 Tage -Sperre würde ich auf jeden Fall vorgehen. Eine Kündigung ist eine Kündigung. Es gibt auch ein Urteil, wann eine Sperre nicht eintreten darf. Nimm Dir evtl. einen RA.
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Alt 19.03.2013, 22:04   #5
DonPancho
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Standard AW: ALG I Schikanen, mehrmonatige Sperre, Inkompetenz

Zitat:
und Gründe schwer/nicht nachweisbar sind.
Ich hätte Urlaubsfotos, die Zeugenaussage derer, die wir besucht haben und jede Menge Tankbelege, Restaurantrechnungen, Kontoabbuchungen, Bargeldabhebungen am Automaten aus Österreich auf dem Konto meiner Frau. Das sollte wohl reichen.

Zitat:
Nimm Dir evtl. einen RA.
Würd ich ja gern. Aber der macht ja auch nichts ehrenamtlich...

Wir warten seit 8 Wochen, unsere Ersparnisse sind aufgebraucht, beide Konten hängen voll im Dispo und die nächsten 4 Wochen leben wir von der Kreditkarte.
Wenn dann in 4 Wochen die Kreditkartenabrechnung zurückgebucht wird, gehen hier die Lichter aus.
Die Autoversicherung ist nächsten Monat fällig. Zahle ich die nicht, komme ich nicht mehr zur Arbeit. Rattenschwanz ohne Ende. Die haben doch ne Macke!

Tolle Aussichten. Uns steht das Wasser wirklich Oberkannte Unterlippe.

Da muss es doch so was wie einen Eilantrag oder Dringlichkeit geben. Kann doch nicht sein, dass man monatelang seine Rechnungen nicht zahlen kann, weil die das nicht auf die Reihe bekommen.

Da fällt man echt vom Glauben ab.
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Alt 19.03.2013, 22:12   #6
Hartzeola
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Standard AW: ALG I Schikanen, mehrmonatige Sperre, Inkompetenz

Zitat:
Würd ich ja gern. Aber der macht ja auch nichts ehrenamtlich...
Nimm Deine letzte Gehaltsabrechnung sowie einen Kontoauszug, geh' zum Amtsgericht Deiner Stadt (i.d.R. morgen früh)und beantrage einen Beratungsschein. Beim RA wirst Du 10 € Selbstbeteiligung zahlen müssen.
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Alt 19.03.2013, 22:17   #7
DonPancho
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Standard AW: ALG I Schikanen, mehrmonatige Sperre, Inkompetenz

Ach ja, das gab es ja auch noch. Danke für die Erinnerung :)

Welche Fachrichtung? Arbeitsrecht? Sozialrecht?

edit: Den Antrag muss ja meine Frau stellen, korrekt? Gehaltsabrechnung hat sie ja keine mehr. Also dann die Unterlagen vom Arbeitsamt mitnehmen!?
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Alt 19.03.2013, 22:34   #8
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Zitat:
Welche Fachrichtung? Arbeitsrecht? Sozialrecht?
Ich denke, eher Arbeitsrecht. Man findet allerding heutzutage kaum noch einen, der nicht auch auf einem anderen Gebiet tätig ist.

Zitat:
Den Antrag muss ja meine Frau stellen, korrekt? Gehaltsabrechnung hat sie ja keine mehr. Also dann die Unterlagen vom Arbeitsamt mitnehmen!?
Ja, Deine Frau. Unterlagen kann man sicherheitshalber mitnehmen, in der Regel erkündigt sich Rechtspfleger, worum es geht und es ist klar, dass sie keine Gehaltsabrechnungen mehr haben kann.
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Alt 19.03.2013, 22:46   #9
DonPancho
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Prima. Danke für die schnelle Hilfe. Ich werde dann berichten, sobald es Neuigkeiten gibt.
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Alt 19.03.2013, 22:47   #10
kelebek
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Ist folgendes korrekt?:
  • Ihr seit vom 03. - 15.01.2013 in den Urlaub gefahren. Diesem Urlaub hatte der AG zugestimmt.
  • Am 15.01.2013 erreichte Euch (Deine Frau) die Kündigung des AG, datiert vom 30.12.2013, in Eurem Briefkasten gelangt frühestens am 03.01.2013, zu Eurer Kenntnis gelangt am 15.01.2013. Diese Kündigung wurde zum 15.01.2013 ausgesprochen. Der 15.01.2013 war auch der letzte Urlaubstag; d. h., am darauffolgenden Arbeitstag hätte Deine Frau wieder bei diesem AG gearbeitet.
  • Zuvor wurde zu keinem Zeitpunkt eine Kündigung dieses AG ggü. Deiner Frau ausgesprochen.
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Alt 20.03.2013, 00:06   #11
DonPancho
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So ist es.
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Alt 20.03.2013, 06:59   #12
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Dann ist doch selbst die Kündigungsfrist im Rahmen der Probezeit nicht eingehalten, da die AN (Arbeitnehmerin) das Kündigungsschreiben nicht fristgemäß erreichte. Die Kündigung hätte ihr spätestens am 31.12.2012 zugehen müssen, um zum 15.01.2013 Wirkung entfalten zu können.

Irre ich mich?

Leider, selbst wenn ich richtig liege, ist die dreiwöchige Frist nach Zugang der Kündigung, in der gegen eine Kündigung vorgegangen werden kann, heute (20.03.2013) verstrichen (sie ist sogar ziemlich rum). (Oder irre ich hier?)


Nun ist Deine Frage ja auch auf die Sperre des ALG I (und die Euch damit bedrohend Zahlungsunfähigkeit) bezogen und nicht auf die Rechtmäßigkeit der Kündigung ...
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Alt 20.03.2013, 08:53   #13
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Onkel Melker
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Wann hat sich denn Deine Frau persönlich bei der Arbeitsagentur arbeitssuchend und wann arbeitslos gemeldet? Vielleicht kommt die Sperre von einem Terminversäumnis?
__

  • Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung - die könnte ich selber brauchen.
  • Dieser Beitrag ist keine Rechtschreibberatung - die könnte ich auch selber brauchen.
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Alt 20.03.2013, 09:13   #14
DonPancho
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Zitat von Onkel Melker Beitrag anzeigen
Wann hat sich denn Deine Frau persönlich bei der Arbeitsagentur arbeitssuchend und wann arbeitslos gemeldet? Vielleicht kommt die Sperre von einem Terminversäumnis?
Beides am 16.01, direkt am nächsten Tag, als wir aus dem Urlaub zurück sind.

Kann auch sein, dass sie sich erst arbeitslos gemeldet hat und dann einen Termin bekommen hat wg. arbeitssuchend. Sie war auf jeden Fall 2x da und hat all das gemacht, was ihr aufgetragen wurde.

Laut der Dame am Telefon kommt die Sperre entweder davon weil der Kündigungsgrund unklar ist/nicht auf der Kündigung vermerkt ist oder aber weil sie erst am 16.01 zur Agentur gegangen ist, obwohl die Kündigung am 31.12.12 datiert wurde. Genau konnte sie das nicht sagen, wir sollen jetzt erst mal abwarten bis das nächste Schreiben ankommt.

"Abwarten" ist in dieser Situation ein Begriff, auf den ich so langsam allergisch reagiere.

@kelebek: selbst wenn die Kündigung bzw die Frist unrechtmäßig war, gibt es keinen Weg zurück. Selbst wenn das Amt deswegen auf Wiedereinstellung pochen sollte (keine Ahnung ob die das entscheiden dürfen oder diesbezüglich irgendeine Handhabe gegen den AG haben), würde es ja keine lange Zeit dauern, bis die neue Kündigung vorliegt.

Eine ehemalige Kollegin (die auch gekündigt wurde) sagte ihr, dass der Chef wohl viel zu viel Personal im letzten Quartal eingestellt hat und aufgrund stagnierender Auftragslage mussten die eben wieder alle weg.
Aber schriftlich gibt es darüber nichts.
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Alt 20.03.2013, 09:26   #15
kelebek
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Zitat von DonPancho Beitrag anzeigen
... selbst wenn die Kündigung bzw die Frist unrechtmäßig war, gibt es keinen Weg zurück. Selbst wenn das Amt deswegen auf Wiedereinstellung pochen sollte (keine Ahnung ob die das entscheiden dürfen oder diesbezüglich irgendeine Handhabe gegen den AG haben
Nein, diese Möglichkeit hat die AfA nicht.

Zitat:
), würde es ja keine lange Zeit dauern, bis die neue Kündigung vorliegt
Auf eine tatsächliche Wiedereinstellung wollte ich auch gar nicht hinaus, sondern darauf, Zeit zu gewinnen. M.E. seit Ihr (genauer: ist Deine Frau) unverschuldet in diese Situation geraten. Deswegen darf Ihr bzgl. des ALG I auch kein Nachteil (hier: Sperre) entstehen.
Prüfen, ob ER am SG möglich. Dann abwägen, ob hier sinnvoll. Daraus ergäbe sich eine bindende (vorläufige) Entscheidung durch das Gericht innerhalb von i.d.R. weniger als vier Wochen. (Wenn ER möglich, wie gesagt.) [Legende: ER, Antrag auf: Einstweiliger Rechtsschutz; SG: Sozialgericht]

Zitat:
Eine ehemalige Kollegin (die auch gekündigt wurde) sagte ihr, dass der Chef wohl viel zu viel Personal im letzten Quartal eingestellt hat und aufgrund stagnierender Auftragslage mussten die eben wieder alle weg.
Aber schriftlich gibt es darüber nichts.
Das ist m.E. hier für Euch sowohl sozialrechtlich (ALG I-Anspruch), als auch arbeitsrechtlich (unkorrekte aber durch Fristablauf anerkannte(?) Kündigung in der arbeitsvertraglich vereinbarten Probezeit) irrelevant. Dennoch interessantes Hintergrundwissen; allerdings m.E. nicht für Eure (ihre) Zwecke verwertbar.
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Alt 20.03.2013, 10:02   #16
echt machtlos
 
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echt machtlos echt machtlos echt machtlos echt machtlos
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Zitat von DonPancho Beitrag anzeigen

Und mal angenommen, so rein hypothetisch, das ALG II wird mit 30% Kürzung bewilligt. Was ist dann, wenn die Sperre dann doch wieder aufgehoben wird (wovon wir ja irgendwo ausgehen). Wird das dann verrechnet? Muss man das zurückzahlen?
Wird verrechnet ( ALG 2 ).

Die Arbeitsbescheinigung zu besorgen ist grundsätzlich Aufgabe vom AA.

Wenn ihr den Exchef wenigstens einmal aufgefordert habt diese auszustellen
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Alt 20.03.2013, 10:19   #17
DonPancho
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Wenn sie den Betatungsschein nicht bekommt, hat sie ein Recht darauf, die Ablehnung schriftlich zu bekommen?
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Alt 20.03.2013, 11:03   #18
kelebek
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Zitat von DonPancho Beitrag anzeigen
Wenn sie den Betatungsschein nicht bekommt, hat sie ein Recht darauf, die Ablehnung schriftlich zu bekommen?
Wenn sie darauf besteht und sich nicht abwimmeln lässt, dann wird man ihr auch eine Ablehnung schriftlich bestätigen müssen. Zumindest insofern hat sie das Recht, dass ihr Antrag auf einen Beratungshilfeschein schriftlich beschieden wird, auch wenn die Bescheidung negativ (=kein Beratungshilfeschein) ist.
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Alt 20.03.2013, 19:25   #19
DonPancho
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Wie erwartet hat sie keinen bekommen. Schriftliche Ablehnung gibt es nur bei schriftlichem Antrag.
Der Rechtspfleger war aber ganz nett und meinte, gegen den vorläufigen Bescheid kann man eh nichts machen, da müssen wir den endgültigen Bescheid mit der Sperre und der Begründung abwarten, erst dann kann man rechtlich dagegen Vorgehen.
Und damit der Bescheid möglichst bald eintrifft, hat er uns geraten eine Dienstaufsichtsbeschwerde einzuleiten, damit mal etwas Schwung in die Sache kommt. Es bleibt spannend.
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Alt 20.03.2013, 19:33   #20
Purzelina
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Purzelina Purzelina Purzelina Purzelina Purzelina Purzelina Purzelina Purzelina Purzelina Purzelina Purzelina
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Wenn es finanziell gar nicht mehr geht, solltest Du dich schon mal mit ALG2 beschäftigen, Anträge, Unterlagen, Vermögensfreigrenzen.
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Alt 21.03.2013, 03:29   #21
Doppeloma
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Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Frage AW: ALG I Schikanen, mehrmonatige Sperre, Inkompetenz

Hallo DonPanco,

mal zusätzlich zu allem was dir schon geschrieben wurde, wie lange ist das her mit den Schreiben wegen der "vorläufigen Sperre", sind das reguläre Bescheide oder was soll das darstellen ???

Es ist nicht korrekt, dass man auf vorläufige Bescheide keinen Widerspruch einlegen kann, das habe ich schon mehrfach gemacht, wenn der Grund für die "Vorläufigkeit" nicht nachvollziehbar gewesen ist... "wir wollen da erst irgendwas klären, warten Sie mal ein Weilchen" ist für mich kein rechtlich zulässiger Grund.

Wenn auf diesen Bescheiden KEINE Rechtsbehelfbelehrung ("Gegen diesen Bescheid können Sie Widerspruch einlegen..." oder so ähnlich) darauf steht, dann kann dagegen ein ganzes Jahr lang Widerspruch eingelegt werden, ansonsten beträgt die Frist einen Monat ab Zugang.

Den Urlaub könnt ihr beweisen, also ist deiner Frau die Kündigung erst am 15.01. (bei eurer Rückkehr !!!) zugegangen, vorher konnte sie sich also deswegen NICHT bei der AfA melden...

Damit gibt es keine berechtigte Sperre wegen Meldeversäumnis ...PUNKT...

Die Kündigung durch den (2.) AG erfolgte während der Probezeit, da ist die gesetzliche Kündigungsfrist 2 Wochen und eine Begründung ist nicht erforderlich.

Lass jetzt mal dahingestellt, ob es (eigentlich) erst ab Zugang laufen würde und der AG ja wußte, dass sie nicht zu Hause ist.

Das würde nur eine weitere Baustelle öffnen.

Zitat:
Und damit der Bescheid möglichst bald eintrifft, hat er uns geraten eine Dienstaufsichtsbeschwerde einzuleiten, damit mal etwas Schwung in die Sache kommt. Es bleibt spannend.
Ja, dann ganz bestimmt, denn so eine Beschwerde kreist im Amt, bis sie irgendwo "verschimmelt ist" ...

Damit der Bescheid möglichst bald eintrifft schreibst du den ganzen Vorgang (so wie du es hier gemacht hast) per Mail an das Kundenreaktionsmanagement in Nürnberg, fügst direkt die Widersprüche gegen diese Schreiben "Marke merkwürdig" bei und forderst dort dazu auf, den Herrschaften die für euch zuständig sind mal ganz fix "die Sporen zu geben" ....

Aus deiner Beschreibung finde ich überhaupt KEINEN Berechtigten Grund für eine Sperre, wenn der AG keine Lohnbescheinigung rüberrückt, dann MUSS sich die AfA selber darum kümmern ihn auf seine gesetzlichen Pflichten aufmerksam zu machen.

Deine Frau hat doch hoffendlich Lohnabrechnungen, wo drauf steht was sie monatlich verdient hat, zur Not sollen die erst mal das Einkommen vom vorherigen AG nehmen, den Rest später nachprüfen /nachzahlen, sowas ist durchaus üblich, wenn die nur WOLLEN.

Die sind doch nicht ganz dicht da bei eurer AfA, macht denen Feuer unter dem Hintern, das Geld steht euch zu und zwar ab dem 16.01.2013

Also umgehenden Leistungsbescheid und Nachzahlung der ausstehenden Beträge fordern !!!

Alle AfA-Unterlagen (Schreiben von denen) einscannen und als Anhang mitsenden, hartnäckig bleiben, da reagieren auch manchmal "Schnarchnasen" aber meist innerhalb 2 - 3 Tagen.

E-Mail: Nuernberg.Kundenreaktionsmanagement@arbeitsagentur.de

Zur Not "Nachschlag" direkt an den Antworter, das hilft schneller als irgendwelche schriftlichen "Dienstaufsichtsbeschwerden", das reichen die doch nur zum" Ablachen" durch ...

Viel Erfolg und berichte bitte weiter!

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 21.03.2013, 11:05   #22
DonPancho
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Hallo Doppeloma,

wirklich einen großen und herzlichen Dank für diesen langen, hilfreichen sowie gleichermaßen ermutigenden Beitrag von Dir.

Mir scheint, als ginge bei diesem Antrag wirklich alles schief, was nur irgendwo schiefgehen kann.

Auch die Berechnung des ALG scheint mir nicht korrekt zu sein.

Beim Termin zur Abgabe der Unterlagen hat die Frau von der AfA einen monatlichen Betrag von 632,40 Euro ausgerechnet. Meiner Ansicht nach viel zu wenig.
Vorläufig, da diese Berechnung noch auf den Zahlen des alten AG gemacht ist, weil vom neuen AG ja keine Unterlagen vorhanden sind.

In dem Bewilligungsbescheid vom 15.03.13 (erhalten am 19.03.13) sind es dann plötzlich nur noch 462,90 Euro .. ab dem 17.04.13 versteht sich.

Naja, ich werde dann Deiner Empfehlung mit dem Kundenreaktionsmanagement nachkommen und wieder berichten.
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Alt 22.03.2013, 11:41   #23
DonPancho
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Antwort aus Nürnberg

Zitat:
Sehr geehrte Frau XYZ,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

In dieser beanstanden Sie die Bearbeitung Ihrer Leistungsangelegenheit durch Ihre zuständige Agentur für Arbeit und bitten um zügige Bearbeitung.

Ich bitte Sie um Verständnis, dass mir eine Beurteilung der Sachlage von hier aus nicht möglich ist, weil dem zentralen Kundenreaktionsmanagement der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg die betreffenden Leistungsunterlagen im Einzelfall nicht vorliegen. Die Führung der betreffenden Unterlagen und Entscheidung in leistungsrechtlichen Angelegenheiten obliegt ausschließlich den örtlich zuständigen Agenturen für Arbeit.

Damit Ihr Anliegen geklärt werden kann, habe ich die zuständige Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Ihrer Stadt eingeschaltet und gebeten, dies eingehend zu prüfen. Von dort erhalten Sie zeitnah Antwort. Über das Ergebnis werde ich ebenfalls informiert.

Für Ihre berufliche und persönliche Zukunft wünsche ich Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
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Alt 22.03.2013, 11:52   #24
kelebek
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Na. ist doch fein.

Nun gibst Du Ihnen drei Werktage Zeit und trittst dann - ob der Dringlichkeit der Angelegenheit - umgehend nach.
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Alt 22.03.2013, 15:28   #25
DonPancho
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Es geht weiter.

Heute, am 22.03.2013 kam ein vom 15.03.2013 datiertes Schreiben.
Poststempel vom 21.03.2013.

Die haben doch echt nicht mehr alles Brekkies in der Schale!!
Zu Verdeutlichung, die AfA ist keine zwei Kilometer von uns entfernt.

In dem Schreiben steht:
Zitat:
Über Ihren Antrag vom 16. Januar kann ich erst entscheiden wenn alle notwendigen Fragen beantwortet sind und mir die zu Entscheidung erforderlichen Unterlagen vollständig vorliegen. Dies ist leider noch nicht der Fall, weil folgende Nachweise fehlen:

- Arbeitsbescheinigung der Firma BlaBla für die Zeit vom 19. November 2012 bis 15. Januar 2013, diese wurde bereits von mir bei Ihrem ehem. Arbeitgeber angefordert.

- Urlaubsnachweis (z.B. Buchungsunterlagen) und einen Nachweis, dass Ihr Urlaub zuvor von Ihrem Arbeitgeber genehmigt wurde.
Wir haben denen schon 100x gesagt, dass es keinen Nachweis gibt, dass der Urlaub genehmigt wurde, weil der Urlaub unter mündlicher Absprache genehmigt wurde!

Sind die eigentlich nur blöd?

Da wundern die sich, wenn es in den Ämtern zu übergriffen kommt.
Mich wundert da gar nichts mehr.

Was ein Affenverein!
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inkompetenz, mehrmonatige, schikanen, sperre

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