ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 20.12.2016, 22:19   #26
yukiko
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yukiko yukiko yukiko yukiko yukiko yukiko yukiko yukiko
Standard AW: Muss man sich bei Aufforderung online bewerben?

Gentleman483, joa, shit happens but such is life.. so ist das halt dann . Genauso mach ich das auch.

wenn sowas einen nervt und man genügend Lust und Zeit übrig hat, könnte man ja mal einen "Antrag" stellen....

und hoffentlich wird damit nicht beim JC "rumgeprahlt", sowas verkneife ich mir nach Möglichkeit, denn sonst binden sie einem ggf noch die luxuriöse Zwangsbenutzung ihrer leerstehenden Drecksschleudern an, die sie als "Jobpoint" oder "SIS" o.Ä. bezeichnen, per Verwaltungsakt. ~> also ein wenig Vorsicht ist geboten
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Das ist nur meine Meinung ohne Gewähr
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2 Nicht provozieren lassen, stets nach Rechtsgrundlagen fragen
3 Auf "heikle" Fragen mit Gegenfragen antworten
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Alt 20.12.2016, 22:27   #27
Glatze
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Standard AW: Muss man sich bei Aufforderung online bewerben?

Dann mal ne Frage an Gentleman and yukiko:

Wie lange handhabt ihr das schon so?
Habt ihr in der Zeit gültige VV´s mit RFB bekommen mit ausschliesslicher online-bewerbung?
Ohne Sanktion schriftlich darauf beworben?
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Alt 20.12.2016, 22:45   #28
yukiko
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Standard AW: Muss man sich bei Aufforderung online bewerben?

Zitat von Glatze Beitrag anzeigen
Dann mal ne Frage an Gentleman and yukiko:

Wie lange handhabt ihr das schon so?
Habt ihr in der Zeit gültige VV´s mit RFB bekommen mit ausschliesslicher online-bewerbung?
Ohne Sanktion schriftlich darauf beworben?
also ich kann nur für mich sprechen. Ich handhab das immer schon so. Und VVs mit RFB hab ich ich sogar schon mit bevorzugter "Online-Bewerbung" bekommen.

Da handelte es sich dann i.d.R. um solche Online-Portale, bei denen man sich erstmal registrieren darf, um sich dann dort per Online-Formular mitsamt seiner Daten bewerben zu "dürfen". Ich hab ins "Impressum" dieser geguckt und mir dort die Adresse rausgesucht, und mich dann dort schriftlich beworben.

Wenn das nicht möglich war, habe ich mich per E-Mail beworben bei der E-Mail-Adresse "info@scheißladen.de", weil´s die i.d.R. als Domainbetreiber per Standard gibt. Mit einer "Wegwerf-E-Addi" wohlgemerkt. Und meine eigene e-Addi ins BCC (Blind-Copy) gesetzt, so, dass ich die Bewerbung zeitgleich erhalte, und den Versand somit nachweisen kann, für den "Ernstfall". Und anschließend den "Mailkontakt" selbstverständlich "gesichert" aufbewahrt...

das war bis jetzt immer relativ problemfrei.


Nachtrag: ich habe inzwischen gelernt, dass VVs, in denen keine "seriösen" Kontaktdaten angegeben sind, pauschal auch selbst in keinerlei Hinsicht seriös sind. Und ich habe zudem "gelernt", dass das JC das selbst ganz genau weiss, und es ihm sogar völlig egal ist.

Ich hab mal meinen vorletzten SB gefragt, wie das denn sei, dass man da ab und zu VVs erhält, und sich dann dort bewirbt, und als Antwort kommt "Hülfe, wir wissen nicht mehr ein noch aus vor lauter Bewerbungen"... und der SB meinte, aha. Ich dann "ja, wie kann das denn sein, wissen sie denn nicht, an wieviel Leute Sie Ihre VVs verschicken?" er so "nein, leider nicht. Wir bekommen kein Feedback, wenn die Stelle vergeben ist. "

...also "laut und deutlich" handelt es sich eh oftmals um Karteileichen und die SBs hauen sie halt raus, weil sie was raushauen müssen!
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Alt 20.12.2016, 22:58   #29
Glatze
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Standard AW: Muss man sich bei Aufforderung online bewerben?

Zitat von yukiko Beitrag anzeigen
Und VVs mit RFB hab ich ich sogar schon mit bevorzugter "Online-Bewerbung" bekommen.
Bevorzugte Online Bewerbung heisst du hattest alternativen?

Ich rede von "bewerben sie sich umgehend per Email". Und die Stellenbeschreibung beinhaltet oft noch den Hinweis dass schriftliche Bwerbungen nicht berücksichtigt werden können.

Wie gesagt, mir derzeit zu heiss....
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Alt 20.12.2016, 23:08   #30
yukiko
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Standard AW: Muss man sich bei Aufforderung online bewerben?

Zitat von Glatze Beitrag anzeigen
Ich rede von "bewerben sie sich umgehend per Email".
Das soll die ausschließliche Bewerbungsart sein? Und das ist ein VV mit RFB? Glaub ich ja kaum.

Ja dann gib denen Saures, hab ja oben beschrieben, wie´s geht
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Alt 20.12.2016, 23:12   #31
R8X6
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R8X6 R8X6
Standard AW: Muss man sich bei Aufforderung online bewerben?

Ausschließliche Onlinebewerbung als VV mit RFB gibts mit Foto in meinem ersten Beitrag hier im Thread. Die Formulierung ist dann "Bewerben Sie sich bitte umgehend über arbeitsagentur.de, per E-Mail oder über das Internet."

Wenn damit schon jemand Erfahrungen hat, wäre es schön wenn er das hier mitteilen würde.
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Alt 20.12.2016, 23:21   #32
yukiko
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Standard AW: Muss man sich bei Aufforderung online bewerben?

ich hab dein Foto schon gesehen und ich traue mir zu, aus "Erfahrung" zu sprechen. Wenn das da so steht, bewirbst du dich so, wie dir das genehm ist . Ich sehe da keinerlei Verbot für irgendwas in dem schlecht-deutsch-geschriebenen Text. Und eine Sanktion für eine falsche Bewerbungs-ART hab ich bis jetzt noch nirgendwo gesehen oder gelesen.

Eigentlich heisst der "reguläre" Satz "schriftliche Bewerbungsmappen können nicht zurückgeschickt werden", denn das ist der Ursprung dieses ganzen Kauderwelschs. Den haben sie halt "unterschlagen", aus welchen Gründen auch immer.

Also mach dich ran und hau das Teil raus. Auf die "Formulierung" kommt es an
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Alt 21.12.2016, 11:29   #33
Hart(z)erBrocken
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Hart(z)erBrocken
Standard AW: Muss man sich bei Aufforderung online bewerben?

Zitat von R8X6 Beitrag anzeigen
Ausschließliche Onlinebewerbung als VV mit RFB gibts mit Foto in meinem ersten Beitrag hier im Thread. Die Formulierung ist dann "Bewerben Sie sich bitte umgehend über arbeitsagentur.de, per E-Mail oder über das Internet."

Wenn damit schon jemand Erfahrungen hat, wäre es schön wenn er das hier mitteilen würde.
Ich habe damit Erfahrungen. Als ich in "Intensivbetreuung" gesteckt wurde habe ich weit über 20 VV in knapp 3 Monaten erhalten (danach war ich aus der Betreuung raus, da ich mich gewehrt hatte).
Ich habe mich auf alle schriftlich beworben, ohne Ausnahme. Auch die mit Angabe von Bewerbungswünschen, die schriftliche Bewerbung nicht auflisteten. Auch auf die mit Vorauswahl durch das Jobcenter, schließlich war selbst dort die Adressse der Firma angegeben.
Alle Bewerbungen wurden erstattet und es gab auch sonst keine Probleme. SB hat zwar rumgebrüllt, dass ich Telefon, Email und Foto angeben solle, was ich natürlich nicht getan habe. Da SB mir nichts anhaben konnte, blieb wohl nur noch der Wutausbruch (und mich anschließend aus der Intensivbetreuung zu werfen).

Übrigens ist die zitierte Formulierung keinesfalls eine ausschließende Aufforderung zur Onlinebewerbung. Es ist eine Bitte, siehe "Bewerben Sie sich bitte umgehend..."
Bitten muss man nicht nachkommen, nur den gesetzlichen Bestimmungen um einer Sanktion zu entgehen. Es gibt kein Gesetz, dass besagt, dass AlgII-Empfänger den Bewerbungswünschen der Firmen Folge leisten zu haben.
Sonst hätte das Jobcenter längst einen Deal mit Zeitarbeitsfirmen, in denen zur Bewerbung in fehlerfreier mesopotamischer Keilschrift aufgefordert würde...
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Alt 21.12.2016, 12:24   #34
R8X6
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R8X6 R8X6
Standard AW: Muss man sich bei Aufforderung online bewerben?

Interessanter Beitrag (das mit der Bitte leuchtet ein), Frage dazu:

Wie hast Du die Bewerbungen denn auf solche Fälle verschickt? Normaler Brief oder Einschreiben?
Kann mir gut vorstellen das wenn ZAF nur Onlinebewerbungen wollen, dann bei nicht nachweisbarem Brief gelegentlich einfach mal sagen man hätte sich nicht beworben.

Ich habe meine jedenfalls jetzt mit normalem Brief verschickt und Datenschutzklausel unter Anschreiben und Lebenslauf. Habe mir gedacht um die Chancen zu "verbessern" setze ich die Klausel halt auch direkt mal unter Lebenslauf und habe die Überschriften jeweils in roter Farbe geschrieben.

Ob dann nacher behauptet wird ich hätte mich nicht beworben, wird sich dann ja zeigen..


Nachtrag:

Ach ja, ich habe die Bewerbung auch aufgrund dessen als günstigste Variante verschickt, da ich meine Bewerbungen mit Einschreiben nicht erstattet bekommen habe. Hier heißt es für die Erstattung muss ich Eingangsbestätigungen, Absagen oder Kopien der Anschreiben nachweisen.

Nun ist es in meinem Fall aber so, dass ich weder Eingangsbestätigungen noch Absagen bekommen habe (schriftliche Bewerbungen). Und die Anschreiben sehe ich als meine Privatkorrespondenz an, welche das JC nichts angeht. (Ich habe aber meine Liste "Nachweise der Eigenbemühungen" vorgelegt und dem JC auch überlassen, wo drin steht das ich mich dort beworben habe.) Daher kann ich meine Kostenerstattung wohl nicht geltent machen. Finde ich persönlich eine Unverschämtheit.

Hier mal das Schreiben vom SB im Anhang.

Miniaturansicht angehängter Grafiken (Klicken = große Ansicht)
antrag-abgelehnt.jpg  
R8X6 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.12.2016, 12:42   #35
Hart(z)erBrocken
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Hart(z)erBrocken
Standard AW: Muss man sich bei Aufforderung online bewerben?

Zitat von R8X6 Beitrag anzeigen
Interessanter Beitrag (das mit der Bitte leuchtet ein), Frage dazu:

Wie hast Du die Bewerbungen denn auf solche Fälle verschickt? Normaler Brief oder Einschreiben?
Mit normalem 70 Cent-Brief. Ich habe so viele VV erhalten (immer samstags, vermutlich aus 'Rache, da ich mich gewehrt habe), dass per Einschreiben auch viel zu teuer gewesen wäre.

Sollte eine Firma jemals behaupten, dass eine Zwangsbewerbung nicht angekommen sei, so hätte ich bei Anhörung einfach das Anschriebn als Beweis zugefügt. Dies muss als Anscheinsbeweis ausreichen, da normalerweise Bewerbungen nicht gerichtsfest verschickt werden.

Bei der Erstattung hatte ich ähnliche Probleme, das Jobcenter wollte auch unbedingt Kopien der Anschreiben. Hab nach mehreren Briefwechseln diese dann auch beigefügt, da es um genug Geld ging und meine Bewerbungen wurden problemlos erstattet. Keine Versuche sie als Antibewerbungen auszulegen oder sonstige Tricks.
Außerdem wäre ich mir bei den ZAFs nicht sicher, ob diese nicht sowieso standradmäßig alles ans Jobcenter weiterleiten. Sprich, die haben das Anschreiben eh schon. In meinem Fall hatte SB auch sowas angedeutet, wodurch ich dann ziemlcih bereut habe Zeugniskopien mitgeschickt zu haben, da diese das Jobcenter nun wohl auch hat.
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Alt 21.12.2016, 14:28   #36
Imaginaer
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Standard AW: Muss man sich bei Aufforderung online bewerben?

Die (teils) endlos Diskussion würde ich im Keim ersticken. E-Mail, Online sowie telefonische Bewerbungen gibt es nicht. Bewerbungen mit Postversand sind ausreichend um den Bewerbungsprozess in Gang zu bringen.

Zudem ist die postalische Versendung durch das Briefgeheimnis am effektivsten geschützt vor unbefugten Zugriff von Dritten. Also neben Dir und dem Empfänger als Berechtigte. Im Versand ist der Postzusteller, je nach Fall, haftbar.

Aber wer ist haftbar bei E-Mail bzw. Onlinebewerbungen wenn dort Dritte die Daten abgreifen? Hier wird es auf den Absender zurückfallen, da der Empfänger jegliche Mitschuld bestreiten wird und auf die Verbrecher verweist. Oder man verschickt unwissend Schadsoftware an einen AG? Thema Haftungsfrage.

Cyber Kriminalität nimmt zu! Aber habe noch nie gehört das ein Postbote überfallen wurde um Daten abzugreifen. Oder hattet ihr schon Trojaner/Virus im Briefkasten?

Habe gerade hier das Spielchen mit Jobcenter/SB die bei den Bewerbungskosten auf E-Mail Bewerbungsversand pocht und 4 Bewerbungen abgelehnt hat, wo AG um E-Mail Bewerbung "bittet".

Richtig ist, das sich Gerichte nicht wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Den da wäre ganz schnell die Haftungsfrage aufgetaucht.
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Alt 21.12.2016, 14:58   #37
Glatze
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Standard AW: Muss man sich bei Aufforderung online bewerben?

Ok, dass die Bitte eben nur eine solchige ist, hatte ich irgendwie glatt verkannt :)
Danke fürs Gehirnankurbeln. Wenigstens bei euch funktionerts noch.
Dann werd ich das beim nächsten passenden VV auch mal so angehen.


Letzte Frage (bei Bedarf öffne ich ein neues Thema?):

Wenn in einem VV nicht um eine Bewerbung, sondern um "umgehende persönliche Vorstellung" oder "umgehende Vereinbarung eines Vorstellungstermines" gebeten wird, kann ich dies eurer Meinung nach ebenfalls ignorieren und eine schriftliche Bewerbung abschicken?

Edit: Bei Bedarf scanne ich solche VV´s noch ein, sollten Zweifel am Bestand solchiger bestehen.
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Alt 21.12.2016, 15:28   #38
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Standard AW: Muss man sich bei Aufforderung online bewerben?

Es kommt immer auf den Einzelfall an. Und dabei immer ein Blick auf die aktuelle EGV, ob da solche Passagen stehen wie "bewerben sie sich so, wie es der Vermittlungsvorschlag vorgibt" oder ähnlichen Formulierungen.

Sehe ich allerdings als Verstoß gegen das Selbstbestimmungsrecht


Oder was hat das mit Selbstbestimmung zu tun, wenn ich zu einer gewissen Versandart (E-Mail) gezwungen werden per EGV bzw. EGV/VA? Noch dazu gibt es die Alternative der schriftlichen Bewerbung per Post, die wie oben beschrieben das Briefgeheimnis noch bewahrt.

Wenn um "umgehende Vereinbarung eines Vorstellungstermines" gebeten wird, kann man das machen MUSS es aber nicht. Gebeten kommt von bitte. Auch wenn die Worte telefonisch oder per E-Mail beinhalten, ist es schlussendlich eine Bitte.

Und bei Vereinbarungen zu Vorstellungsterminen, muss vorab die Fahrtkosten geklärt sein. Wenn man keine Bestätigung hat, kann man nichts beantragen. Und am Ende nicht hinfahren.

Seriöse Arbeitgeber vergeben Terminen mit genug Puffer um sich darauf vorzubereiten. Und wirklich Interessierte AG´s übernehmen sogar Fahrtkosten.
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Alt 21.12.2016, 20:06   #39
Gentleman483
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Gentleman483
Lächeln AW: Muss man sich bei Aufforderung online bewerben?

Sorry hatte keine Zeit zu antworten
@ glatze mehrere Jahre mache ich das so ach ja und ich schicke auch kein Foto mit denn das ist ebenfalls kein muss ! bei mir weiß das Jobcenter genau das ich kein Internet und kein Telefon oder Handy habe und ja habe schon Bewerbungen bzw vv mit rfb gehabt das ich mich Nur online bewerben kann ja ööhhh ohne Internet schlecht also postalisch beworben keine Sanktion bekommen warum auch ich habe kein Internet

Und Internet Café kostet Geld habe ich nicht da hartz4 zum Leben ist und nicht für Bewerbungen
Und selbst wenn ich 30 Sekunden vom Jobcenter weg wohnen würde ist es fraglich ob man verlangen kann das ich da ins Internet gehe ich gehe mal davon aus das es nicht ich nenne es mal rechtlich ok ist zu sagen das Jobcenter hat Internet sie müssen sich im jc online bewerben ich glaube nicht denn das hat meines Erachtens was mit Selbstbestimmung zu tun aber wie gesagt rechtlich ist immer so ne Sache aber erstmal würde ich sagen kann das Jobcenter nicht so reagieren

@ glatze als Hinweis es gilt meines Erachtens immer briefbewerbung egal was steht ,hatte ich alles schon bitte vereinbaren sie umgehend ein Vorstellungstermin telefonisch aahhhmmm ok wie ohne Telefon also normale Bewerbung rausgehauen fertig
Und ja ich weiß nicht genau wie die Rechtslage dazu ist , aber wie schon geschrieben ich bin nicht verpflichtet nen Telefon , Handy, Internet zu haben
Und mal so nebenbei habe seit Oktober keine egv hatte Hilfe bei zwei wiedersprüche und ich glaube die haben gesessen
Mit freundlichen Grüßen
Gentleman483 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2016, 02:09   #40
Kerstin_K
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Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K
Standard AW: Muss man sich bei Aufforderung online bewerben?

Irgendwie kommt das doch auch wieder auf das Berufsfeld an. Wenn sich jemand im IT Bereich bewirbt und der erzaehlt er hat kein Internet, dann ist das nicht gerade glaubwuerdig. Bei einem Handwerker sieht das ganz anders aus.

Und wenn jemand angibt, er hat die Anzeige im Internet gelesen und bewirbt sich dann nicht online wie gewuenscht, dann wird es absurd.
Kerstin_K ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2016, 12:46   #41
Glatze
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Zitat von Gentleman483 Beitrag anzeigen
Und ja ich weiß nicht genau wie die Rechtslage dazu ist , aber wie schon geschrieben ich bin nicht verpflichtet nen Telefon , Handy, Internet zu haben
Schon klar, hat man ja auch tausendmal gehört. Du musst aber eben auch keine Briefumschläge haben, und die Postabgabestelle ist auch nicht in deiner Wohnung. Trotzdem musst du Briefmarken kaufen wenn du keine hast usw...


Ich find eure Argumentationen, zumal noch nie von irgendwas belegt/unterstützt, zu wacklig...
Glatze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2016, 17:14   #42
0zymandias
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Zitat von R8X6 Beitrag anzeigen
Der Auffassung bin ich ebenfalls. Daher reiche ich meine Bewerbung auch trotz der verlangten Onlinebewerbung, schriftlich ein. Allerdings per Einschreiben, ist zwar teurer aber so besteht wenigstens Sicherheit, dass die ZAF nacher nicht aus Hinterlistigkeit sagt, meine Bewerbung haben sie nicht erhalten.
[...]
Da würde ich mal drüber nachdenken.

Meiner Meinung nach ist ein Versand via Einschreiben unnötig und erfüllt seinen Zweck so nicht.

Unnötig, weil:
Zitat:
Nachweis der Bewerbung
2.8 SG Lüneburg, Urteil vom 13.11.2013 - S 37 AS 844/10
Sanktion rechtswidrig - Zugang der Bewerbung beim Arbeitgeber
Leitsätze (Autor):
Eine Sanktion ist rechtswidrig, denn der nicht nachgewiesene Zugang erfüllt im vorliegenden Fall nicht den Tatbestand der "Weigerung".
Insbesondere ist keine konkludente Weigerung aus den Umständen abzuleiten, da ein misslungener Zugang auf unterschiedlichen Ursachen beruhen kann, die auch außerhalb des Einflussbereichs des Absenders liegen können. Der Zugangsnachweis eines postalisch versandten Schriftstücks kann i. d. R. nur geführt werden, wenn die Zustellung - relativ kostenintensiv - mit Einschreiben/Rückschein erfolgt. Dies wurde jedoch von den Beteiligten bei Bewerbungen üblicherweise so nicht praktiziert.
Nach dem in allen Bereichen des Sozialrechts geltenden Grundsatz der objektiven Beweis- und Feststellungslast sind die Folgen der Nicht-Aufklärbarkeit einer Tatsache von demjenigen zu tragen, der aus dieser Tatsache ein Recht herleiten will. Für das Tatbestandsmerkmal der „Weigerung“ i. S. d. § 31 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 b und c SGB II trifft die Beweislast daher das Jobcenter.
Eine Verlagerung der Beweislast auf den Leistungsbezieher ist gesetzlich ausdrücklich nur für den Fall normiert, in denen eine Weigerung bereits positiv festgestellt ist, der Leistungsbezieher jedoch einen wichtigen Grund für sein Verhalten nicht darlegen und nachweisen kann (§ 31 Abs. 1 S. 2 SGB II). Da es sich bei der Verhängung einer Sanktion um einen Eingriff in eine geschützte Rechtsposition im Rahmen der existenziellen Grundsicherung handelt, ist keine rechtliche Grundlage zuerkennen, um eine entsprechende Umkehr der Beweislast auch auf das Tatbestandsmerkmal der Weigerung zu erstrecken, zumal der Antragsteller - ohne dass die Kosten für ein Einschreiben mit Rückschein vom Jobcenter übernommen würden - in einen Beweisnotstand hinsichtlich des Zugangs der Bewerbung geraten würde.
Quelle: Rechtsprechung der niedersächsischen Justiz

Antwortschreiben des Arbeitgebers keine Pflicht zum Bewerbungsnachweis
Nachweis bedeutet substanziierte, nachprüfbare Angabe über vorgenommene Bemühungen, nicht den Vollbeweis (Sonnhoff in jurisPK SGB II § 15 Rn 100, 102)[...] Die Nachweismodalitäten dürfen das Leistungsvermögen des Hilfesuchenden nicht übersteigen und müssen berücksichtigen, dass bei Initiativbewerbungen oftmals keine Eingangsbestätigungen oder formelle Absagen ergehen. Regelmäßig ausreichend sind Angaben, die im Bedarfsfall eine gezielte Überprüfung der Angaben des Leistungsberechtigten ermöglichen (Spellbrink in Eicher / Spellbrink SGB II § 15 Rn 27).
==> Quelle: Berlit in LPK-SGB II, 4. Aufl, § 15, Rn 28
http://nomos-shop.de/M%C3%BCnder-Soz...?product=12324
http://www.elo-forum.org/eingliederu...ml#post1216403

Vergleiche auch fachliche Hinweise § 15 SGB II ("Antwort")
(Quelle: http://www.harald-thome.de/media/fil...20.08.2012.pdf, S. 26)

Zitat:

4.1 Bemühungen der erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person

Um den Ansprüchen des § 15 Abs. 1 Nr. 2 an die Rechtmäßigkeit
und -wirksamkeit der EinV zu entsprechen, muss sie weiterhin be-
stimmen, welche Bemühungen erwerbsfähige Leistungsberechtigte
in welcher Häufigkeit zur Eingliederung in Arbeit mindestens unter-
nehmen müssen und in welcher Form diese Bemühungen nachzu-
weisen sind. Dies ist individuell auf die Person und die vorliegenden
Umstände - insbesondere auch die Aufnahmefähigkeit des Arbeits-
marktes - abzustimmen. (vgl. Fachliche Hinweise § 15 – RZ 15.22)
Es empfiehlt sich deshalb eine sinnvolle Eingrenzung der Anzahl
der Bewerbungen auf Initiative der erwerbsfähigen leistungsberech-
tigten Person in einem bestimmten Marktsegment. Anhaltspunkt
kann z. B. die Anzahl der unterbreiteten Vermittlungsvorschläge
sein. Als Nachweis für Bewerbungen kann das Anschreiben dienen,
ein Antwortschreiben oder Stempels des Arbeitgebers ist nicht not-
wendig.

Also ist der Nachweis der Bewerbung nötig, nicht aber der Beweis.
(Und man könnte mit maliziöser Diabologik hinzufügen, dass eine Bewerbung via Einschreiben doch Einiges an Misstrauen gegenüber dem Empfänger kommuniziert, unüblich ist und so nicht vielleicht doch eher die Sanktion wahrscheinlicher macht.
Das für den Fall, dass ein SB vielleicht mal die Sprache darauf bringen möchte.)

Der unerfüllte Zweck:
Für das sichere Übermitteln ist hier ein Zeuge nötig, der den Inhalt des Schreibens, das Eintüten und Verbringen zur Post bezeugen kann.
Der ideale Zeuge ist ein aufrechter Mensch mit makellosem Leumund und kann von seiner Aussage nicht profitieren.
Das macht noch so gute Mitmenschen aus der BG weniger gut geeignet.

Mit der Quittung des Einschreibens kann man einen Versand belegen, nicht aber den Inhalt.
Überspitzt dargestellt könnte die ZAF behaupten, eine mehrseitige Aneinanderreihung von wüsten Beschimpfungen erhalten zu haben.

Was die Ursprungsfrage nach dem Zwang zur Onlinebewerbung anbelangt:
Für mich habe ich es immer so gehalten, dass ich bei gewissen Angeboten prinzipiell schriftliche Bewerbungen auf den Weg bringe.
Das hat auch in den Fällen, in denen eine solche ausgeschlossen wurde, nicht zu einer Sanktion geführt.

Mögliche Argumente:
  • Unter Arbeitgeberkontakt findet sich eine physikalische Adresse. Also wird diese Kontaktvariante offensichtlich nicht ausgeschlossen.
  • Towaritsch Router hatte eine recht ominöse Drei-Tages-Grippe. Spannungsschwankungen im Stromnetz wegen Bauarbeiten oder was auch immer dem Kuckuck einfällt. (Die Telekom/o2/anderer Provider ist auch immer sehr hervorragend für die Schuldzuweisung geeignet. )
  • Um eine Bewerbungsverpflichtung möglichst sanktionsfrei zu handeln, benötige ich den bestmöglichen Nachweis und das ist eben das Schriftliche. "Bedrohen Sie mich bitte nicht, dann kann ich auch in diesem Punkt viel freier entscheiden."
  • Ich habe gerade bei dieser Art von Unternehmen ein drastisches und nicht zu leugnendes signifikantes Ansteigen von Gewinnspielanrufen und Spam-Mails festgestellt, was mein System gefährdet.
  • Es gibt ein sogenanntes CV-Parsing, also das automatisierte Einpflegen von Doc- und PDF-Dateien in Datenbanken, womit ich nicht einverstanden bin und worin mich der Gesetzgeber durchaus unterstützt, siehe Bundesdatenschutzgesetz.

Noch zusätzlich kann man sich überlegen, dass im Thread (und keinem dieser Art von Threads) ein einziges Urteil genannt wurde, in dem eine Sanktionierung rein aufgrund der Wahl der Schriftform als Recht erkannt wurde.

Noch weiter zusätzlich ist das JC wegen der umgekehrten Beweislast im Rechtskreis des SGB II in der Pflicht, den subjektiv vorwerfbaren Sanktionstatbestand zu beweisen.
Das wäre hier die Absicht, mit der Wahl einer schriftlichen Bewerbung eine Arbeitsaufnahme zu verhindern.
Angesichts der genannten möglichen Argumente und der monatlich ziemlich vielen schriftlichen Bewerbungen in diesem Lande ein durchaus herausforderndes Unternehmen.
__

"Alles, was man zum Leben braucht, ist Unwissenheit und Selbstvertrauen, dann ist der Erfolg sicher." - Mark Twain

"Things fall apart; the jobcenter cannot hold;
Mere anarchy is loosed upon the world"
"The best lack all conviction, while the worst
Are full of passionate intensity." - William Butler Yeats
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Alt 22.12.2016, 17:45   #43
R8X6
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Danke für den Beitrag. Ich habe die Bewerbung inzwischen verschickt und zwar schriftlich und ohne Einschreiben, also genau so, wie Du sagst. Deine Ausführungen waren natürlich nochmal informativ, ich sehe das genau so.
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