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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 09.12.2007, 13:20   #26
MrsSmith->Emailproblem
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MrsSmith
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Hallo Nemezis,

also ich bin neu hier im Forum und hab noch nicht alle Themen durch, die mir im Magen liegen, so auch die Tafel. Deswegen bin ich sehr froh, hier Informationen zu bekommen, nörgeln ist das nicht, sondern Erfahrungen der anderen Betroffenen, die das schon hinter sich haben, wenngleich auch mit negativen.

Ehrlich gesagt, hab ich ziemlich Angst zur Tafel zu gehen, und da möchte ich schon auf alle Eventualitäten vorbereitet sein, um nicht heulend da rauszurennen. z.B. dass ich mir, wie Demosthenes schreibt, keine Gedanken wegen dem MHD machen muss.

Wenn meine Eltern nicht mehr sind, und ich auf den Kosten des Zwangsumzugs sitzen bleibe, dann wird die Tafel wohl ein wichtiger wöchentlicher Bestandteil meines Lebens werden.#

MrsSmith
__

Monitor, Journalistencredo: Wer will, dass ich was glaube, und aus welchem Grund?
MrsSmith ist offline  
Alt 09.12.2007, 13:22   #27
Speedport
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Speedport EnagagiertSpeedport EnagagiertSpeedport EnagagiertSpeedport EnagagiertSpeedport EnagagiertSpeedport EnagagiertSpeedport EnagagiertSpeedport EnagagiertSpeedport EnagagiertSpeedport Enagagiert
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Zitat von Demosthenes Beitrag anzeigen
Also, was die Gesetzmäßigkeit angeht: Wenn ein MHD abgelaufen ist, darf entsprechende Ware nicht mehr verkauft werden, nicht mal verbilligt - verschenkt werden darf es allerdings. In den "Verbilligt"-Kisten findet sich allerdings idR Ware, die innerhalb der nächsten Woche abläuft.
Die Tafel, die ich kenne verkauft schon längst abgelaufene Lebensmittel!

...................................................

Gruß
speedport
Speedport ist offline  
Alt 09.12.2007, 13:34   #28
Demosthenes->Emailproblem
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Demosthenes
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sie verkauft? Ich denke, sie verschenkt... und das ist nicht verboten.
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"Wisset, daß das Geheimnis des Glücks die Freiheit, die Voraussetzung der Freiheit aber der Mut ist!"
Demosthenes ist offline  
Alt 09.12.2007, 13:48   #29
Eka->Emailproblem
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Eka
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Wenn manche Tafeln 1 Euro oder 2 Euro nehmen, dann ist das wohl ein Verkauf und kein Geschenk.



Gruß
Eka
Eka ist offline  
Alt 09.12.2007, 14:20   #30
Arania->Emailproblem
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Wenn Lebensmittel verdorben sind gilt auch bei den Tafeln, Gesundheitsamt, Ordnungsamt informieren
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 09.12.2007, 14:52   #31
Debra
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Debra
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Zitat von Arania Beitrag anzeigen

Tafeln hat es schon im Mittelalter gegeben und die Reichen haben den Armen immer etwas gespendet, wer es nicht annehmen will wird dazu nicht gezwungen
Also heißt das Motto jetzt: Deutschland zurück ins Mittelalter?!
Debra ist offline  
Alt 09.12.2007, 15:01   #32
Debra
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Debra
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Zitat von bert62 Beitrag anzeigen
Da habe ich ja was los getreten, was vielleicht gar niemandem hilft.
Das war nicht meine Absicht.

Aber ich denke das es wehrlosen Kindern, die in Deutschland lt. Berichten sogar VERHUNGERN und Familien die vor sozialem Elend nicht mehr ein und aus wissen,
Achtung! Ich habe noch nicht gehört/gelesen, dass wehrlose Kinder VERHUNGERT sind, weil ihre Eltern HartzIV-Bezieher sind! Allerdings ist ein Lernbehinderter verhungert, da er zu 100% sanktioniert wurde und die Tafel auch nicht helfen wollte!

Zitat von bert62 Beitrag anzeigen
völlig egal ist, ob sich hinter solchen Vereinen vielleicht politische Verstrickungen irgendwelcher Vorstände, Schleichwerbung oder eine andere "Philosophie" verbirgt.
Wenn man am Sozialabbau fleißig mithelfen möchte, dann ist es natürlich egal.

Zitat von bert62 Beitrag anzeigen
kommt mir so etwas wie die Tafel ja schon wie ein hygienisches Paradies vor.
Das kann nicht sein, wenn man das Zeug nur auf eigene Gefahr mampfen darf.

Zitat von bert62 Beitrag anzeigen
Ich habe schon OFT für teures Geld (also keine Sonderangebote) im Supermarkt "Frisch"-Gemüse GEKAUFT, wo drum herum alles schön frisch aussah und ich zu Hause dann fast die Hälfte weg werfen musste.
Dass Du Dir hier total widersprichst, fällt Dir wohl gar nicht auf, oder? Woher kommen noch mal die Lebensmittel für die Tafel?

Zitat von bert62 Beitrag anzeigen
Bei der steigenden Inflation und Berichten die ich in solchen Foren wie diesem schon gelesen habe, denke ich trotzdem, das solche Einrichtungen für richtig in Not geratene Menschen eine Hilfe sind und es "Politikern" egal ist, ob Menschen dort hin gehen oder nicht.
Wenn es den Politikern egal wäre, dann würden sie keine Verdienstorden an die Tafelmuttis und -omas vergeben und mit ihnen Abendgesellschaften veranstalten.

Zitat von bert62 Beitrag anzeigen
Ich für mich fände es auch diskreter in eine Einrichtung wie die Tafel zu gehen, als in meinem Wohnumfeld in Geschäften nach "Restern" zu fragen.
Nu sieh mal einer kuck! Also Tafel ist diskret (dann sehen die Normalos das Elend nicht so und man kann schön weiterhin so tun, als sei alles im "grünen" Bereich mit HartzIV), aber Dich in Deiner nächsten Nachbarschaft als bedürftig zu outen, das wäre Dir dann doch zu peinlich? - Für mich ist Dein Schamgefühl aber kein Grund, dass es von daher Tafeln geben sollte, und andere deshalb an die Tafel verwiesen werden, wenn sie nach Resten fragen.

Das Zeug muss schließlich weiterhin gelagert und auch transportiert werden. Den Transport könnte man sich sparen.
Debra ist offline  
Alt 09.12.2007, 15:07   #33
Debra
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Debra
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Zitat von nemesiz Beitrag anzeigen
denn alles was nicht wirklich kostenlos ist und einem buchstäblich in den A. geschoben wird... wird hier gleich als böse abgestempelt.
Du widersprichst Dir auch. Da es Bedürftigen zusteht, latscht man da also hin und holt sich was ab. Ich finde, Leute, die da hinlatschen lassen sich "was in den A**** schieben", anstatt selbst Initiative zu entwickeln.
Debra ist offline  
Alt 09.12.2007, 15:29   #34
Debra
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Debra
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Zitat von MrsSmith Beitrag anzeigen
z.B. dass ich mir, wie Demosthenes schreibt, keine Gedanken wegen dem MHD machen muss.
Nun, so würde ich das mit dem MHD nicht deuten, was Demosthenes geschrieben hat. Du kannst Glück haben und etwas ist noch über das MHD hinaus genießbar (von Keimen vielleicht abgesehen). Es gab mal eine Untersuchung über Lachs. Nur einer wurde mit Sehr Gut bewertet, in allen anderen hatte die Keimzahl am Tag des Ablaufs des MHD die zulässige Grenze schon weit überschritten. Das kann leicht passieren, wenn die Kühlkette unterbrochen wird.

Auch ansonsten hab ich leider gegenteilige Erfahrungen gemacht. Grad neulich wieder, hab ich mir ein eingeschweißtes Ciabatta gekauft, soll ja bekanntlich ein bißchen länger halten. Als ich es drei Tage später am Sonntag aufbacken wollte, stellte ich fest, dass das MHD schon seit einer Woche abgelaufen war. Sehr oft muss ich auch Brot wegwerfen, obwohl es lt. MHD noch gut sein müsste, ist es aber nicht.
Gerade mit Fisch und Fleisch muss man besonders aufpassen, und Obst und Gemüse verarbeitet man auch am besten an dem Tag, an dem man es gekauft hat, nach meiner Erfahrung. Man muss verflucht aufpassen im Supermarkt und bei jedem Artikel nachschauen, wie lange es noch haltbar ist, manchmal sind das nämlich nur noch drei Tage oder es ist schon abgelaufen. Somit kannst Du Dir vorstellen, was bei manchen dann im Billig-Körbchen landet und was davon wiederum übrig bleibt!

Wenn die Tafel ihr Eingesammeltes selbst verarbeiten würde, wie früher, Suppe verteilen an Obdachlose oder eben einmal am Tag eine warme Mahlzeit bieten würde - dafür dann aber auch garantiert, dass das Angebotene gesundheitlich unbedenklich ist, dann ist das ok. Aber eine breite Bevölkerungsschicht mit abgelaufenen Lebensmitteln ernähren zu wollen, geht mir doch etwas zu weit.

Viel sinnvoller würde ich es finden, wenn überall Kleiderkammern entstünden mit wirklich brauchbaren Sachen. Dass die also auch verbrauchte Stücke wirklich aussortieren. Denn Kleidung ist teuer und Kinder wachsen schnell raus aus allem. Und jetzt komme mir niemand mit dem Roten Kreuz. Ich meine Kleiderkammern oder -läden, die auch ohne "Elends" oder "Schmuddel"-Atmosphäre auskommen. Eine große Tüte brauchbare Kleidung für einen EUR halte ich für besser, als eine große Tüte voller abgelaufener Lebensmittel. Denn Kleidung macht mit den größten Batzen an Ausgaben aus. So könnte man auch Spielzeug, Bücher, Spiele und dergleichen sammeln. Oder Haushaltsgegenstände.
Debra ist offline  
Alt 09.12.2007, 15:37   #35
MrsSmith->Emailproblem
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Registriert seit: 02.11.2007
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MrsSmith
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Hallo Deborah,
ich werde dann besonders darauf achten, falls ich demnächst hingehen muss.

Zu den Kleidernkammern: ich finde das auch richtig und gut, aber ich habe mit einer ehrenamtlich mal zu tun gehabt, und dort Sachen erlebt, die ich gar nicht lustig fand.

Dort waren viele gutsituierte Frauen - auch ehrenamtlich - die sich die besten Sachen selbst rausgepickt haben. Habe mich damals nicht getraut, was zu sagen, aber ich fand es eine Sauerei. Das haben auch viele Spender mitbekommen, als die dann in deren Kleidern rumgelaufen sind.
Jetzt haben die eine Art Kleiderbasar selbst ins Leben gerufen, wo die Kleider recht günstig angeboten werden und das eingenommene Geld wird gespendet.
__

Monitor, Journalistencredo: Wer will, dass ich was glaube, und aus welchem Grund?
MrsSmith ist offline  
Alt 09.12.2007, 15:52   #36
Rounddancer
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Standard Nein, nicht wirklich

Zitat von Demosthenes Beitrag anzeigen
Also, was die Gesetzmäßigkeit angeht: Wenn ein MHD abgelaufen ist, darf entsprechende Ware nic ht mehr verkauft werden, nicht mal verbilligt
Tut mir leid, aber als Lebensmittelkaufmann kann ich Dir sagen: Das ist nach dem Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz so nicht richtig.
Denn: MHD= Mindesthaltbarkeitsdatum. Dieses MHD ("mindestens haltbar bis", oder "Bei Lagerung bis xy Grad mindestens haltbar bis") bedeutet KEINE Verkaufsbeschränkung, kein Verkaufsverbot, sondern nur den Haftungsübergang vom Hersteller/Importeur auf den Händler.

Das bedeutet: Ist Ware (bei ordnungsgemäßer Lagerung) vor dem MHD schlecht, bzw. nicht (mehr) verkaufsfähig, also z.B. schimmlig oder so, dann kriegt Hersteller den Ärger und haftet.
Ist Ware nach dem MHD noch im Handel, und nicht verkaufsfähig, also z.B. schimmlig, -als nicht verkaufsfähig gilt z.B. auch, wenn Ware >50 Prozent der normalerweise darin befindlichen Vitamine, etc. abgebaut hat, dann kriegt der Händler Ärger und haftet.
Passiert das im Einzelfall und unbemerkt, dann kriegt er wegen Fahrlässigkeit weniger Bußgeld aufgebrummt,- hat er diese schlechte, nicht verkaufsfähige Ware jedoch wegen des abgelaufenen MHDs aussortiert, aber noch, und sei es zum reduzierten Preis oder gratis im Regal, - dann kriegt er verschärften Ärger, weil dann hat er das ja bewußt, d.h. vorsätzlich getan und es wäre seine Pflicht gewesen, da selbst durch eingehende, regelmäßige Kontrollen sicherzustellen, daß die Ware noch nicht schlecht ist. (Da aber kaum ein Händler ein Lebensmittellabor hat, um die Nährstoffe nachzuweisen, der Nachweis also nicht geführt werden kann, hätte der Händler diese Ware aus dem Verkehr ziehen müssen).
Dies wiederum bedeutet: Solange die Ware ok ist, ist alles ok, aber wenn nicht, dann gibts Ärger.

ABER: Einige wenige Lebensmittel, und hier fallen mir Hackfleisch und rohe Hackfleischprodukte ein, müssen von Natur aus statt des MHD ein VERFALLDATUM ("zu verbrauchen bis") tragen. Diese Ware darf dann nach dem Verfalldatum nicht mehr verkauft werden,- egal, ob gut oder schon kaputt.

Heinz
Rounddancer ist offline  
Alt 09.12.2007, 16:57   #37
Rounddancer
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Ausrufezeichen Kleiderkammern

Zitat von Debra Beitrag anzeigen
Viel sinnvoller würde ich es finden, wenn überall Kleiderkammern entstünden mit wirklich brauchbaren Sachen. Dass die also auch verbrauchte Stücke wirklich aussortieren.
Die gibt es z.B. bei Ortsverbänden des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB),- oft nicht nur für Kindersachen.

Heinz
Rounddancer ist offline  
Alt 10.12.2007, 10:20   #38
Tinkalla
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Demosthenes Aussage kann ich vollständig unterschreiben. Wir haben uns, an der von ihm genannten Tafel, kennengelernt, daher kann ich seine Worte bestätigen.

Ergänzen möchte ich seine Aussage aber noch um zwei Punkte:
1. wird erkannt, dass zu wenig Ware für die Ausgabe bereitsteht, setzt sich unmittelbar ein Fahrzeug in Richtung Grossmarkt in Bewegung und kauft Gemüse zu. Ja, sie kaufen es!
2. Die Brotausgabe am Samstag besteht aus frischem Brot und Kuchen, sowie Teilchen, welche kurz vor der Ausgabe angeliefert wird. Es handelt sich hier um Brot, welches am gleichen Tag im Geschäft nicht mehr verkauft wurde und ist mit Sicherheit frischer, als eine Tüte Brot vom Vortag beim Bäcker.

Es stört mich gewaltig, wenn hier gesagt wird, man solle sich lieber eine Tüte Brot beim Bäcker vom Vortag holen, oder beim Doscounter reduzierte, abgelaufene Ware kaufen, als bei der Tafel zu betteln. Erklärt mir bitte den Unterschied???!!!

Warum kann man es einfach nicht lassen, sich über andere Leidensgenossen zu erheben und sie zu erniedrigen, indem man sie als Bettler bezeichnet? DAS und genau DAS ist der Grund, warum man mit uns machen kann, was man macht. Denn, wir halten nicht zusammen, wir stampfen uns noch gegenseitig in den Dreck. Und das nur, weil man sich dann nicht * so tief gesunken'*fühlt.
Fazit ist aber : die Politik der letzten Jahre hat uns alle in den Dreck gestampft, wir sind alle auf dem selben Level, viele wollen es einfach nur nicht wahrhaben. Und darum kommt NIE ein gemeinsamer Kampf und ein gemeinsames Wehren zustande!

Leute, ich denke einmal, dass niemand gerne und mit Freuden zur Tafel geht. Meine Nervosität schlägt jedenfalls jedesmal Purzelbäume, aber ich wüsste sonst auch nicht, wie ich mich einigermassen gesund ernähren sollte. Oder besser gesagt, wie ich satt werden sollte.

Wenn man nun hier schreibt, dass ihre Kinder gutes und frisches Obst und Gemüse essen sollten, frage ich mich, wie man das von unserem HungerRS realisieren sollte?!?!
Ich schreibe Euch nur einmal, was an Obst und Gemüse meine Tasche gestern von der Tafel hergegeben hat:
2 Ananas, Trauben, Mandarinen, Äpfel, Sharon, Zitronen, 2 grosse Auberginen, Blumenkohl, Brokkoli, Kopfsalat, Lollo Rosso, ca.5 Pfd.Kartoffel und Kohlrabi.
Daneben noch 1/2Pfd.Butter,Yoghurt, Brot, Wurst,saure Sahne, Actimel und Schokolade.
Und: es war gute Qualität, glaubt es mir.

Noch einmal: natürlich wäre es wesentlich besser, der Regelsatz würde so angepasst, dass man sich in etwa ausgewogen ernähren könnte, ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen,so ist es aber z.Zt. nicht.

Was also?
Ihr verurteilt die Hungerstreiker vehement, fordert aber in diesem Thema genauso vehement, dass man hungert, nur um die Tafeln nicht zu konsultieren.
Was also?
Beantwortet mir bitte diesen Widerspruch.
 
Alt 10.12.2007, 10:30   #39
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Eka
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@Tinkalla: Dann scheint 'Eure' Tafel einer von denen zu sein, die Ausnahmen in Sachen Nahrungsmittel, Brot etc. haben.
Es ist aber leider nicht überall so wie bei 'Euch'.

Jemanden der zur Tafel geht, würde ich nicht verurteilen. Wenn es so ein tolles Sortiment mit Frischnahrungsmittel bzw. gute Qualität wie bei euch gibt, würden wohl mehr zur Tafel gehen, aber wie gesagt, die Tafeln sind nicht überall gleich. Warum, wieso, weshalb, bleibt fraglich. Vielleicht liegt es tatsächlich in den jeweiligen Städten wo die Tafeln liegen, ob Großstadt, oder Kleinstadt macht wohl doch einen Unterschied, wenn die Supermärkte in dem Maße wie in Großstädten nicht vorhanden sind.


Gruß
Eka
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Alt 10.12.2007, 10:39   #40
Martin Behrsing
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Wir verurteilen niemanden, der zur Tafel geht. Nur Werbung wollen wir für diese Art von Einrichtung nicht betreiben. Dann können wir alles privatisieren und sind in Zukunft von den milden Spendern völlig abhängig. Genau das ist ja auch so gewollt. Und die ach sovilen mildtätigen Tafelvereine weisen leider genau diese Tendenz auf. Es lohnt sich schon, sich einmal mit den Leuten zu bechäftigen, die sich in solchen Projekten engagieren. Und dabei gibt es auch eine bestimmte Art von Menschen, die alles andere als Sozial sind. Wie pervers das ganze ist kann man hier nachlesen:

Leipziger Allerlei – Hartz IV-Betroffene werden für Tafelgesellschaft missbraucht http://www.elo-forum.net/hartz-iv/ha...070401217.html
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Alt 10.12.2007, 11:10   #41
Eka->Emailproblem
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Das ist ja der Hammer, mir fehlen da die Worte.
Da bin ich mal gespannt, wie lange es noch dauert, bis der Regelsatz gekürzt wird.....


Gruß
Eka
Eka ist offline  
Alt 10.12.2007, 11:28   #42
Jenie
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Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Wir verurteilen niemanden, der zur Tafel geht. Nur Werbung wollen wir für diese Art von Einrichtung nicht betreiben. Dann können wir alles privatisieren und sind in Zukunft von den milden Spendern völlig abhängig. Genau das ist ja auch so gewollt. Und die ach sovilen mildtätigen Tafelvereine weisen leider genau diese Tendenz auf. Es lohnt sich schon, sich einmal mit den Leuten zu bechäftigen, die sich in solchen Projekten engagieren. Und dabei gibt es auch eine bestimmte Art von Menschen, die alles andere als Sozial sind. Wie pervers das ganze ist kann man hier nachlesen:

Leipziger Allerlei – Hartz IV-Betroffene werden für Tafelgesellschaft missbraucht http://www.elo-forum.net/hartz-iv/ha...070401217.html
Mh ok den Artikel habe ich gerade gelesen. Das was du da schreibst klingt auch einleuchtent. Jedoch übrlege ich mir gerade...

Was ist wenn die Wirtschaftskrise so weit geht das die Zeit kommt in der kein Geld da ist?
Die Getreidevorräte in der EU sind nicht gerade berauschent. da man sich in der heutigen Zeit nicht gerade auf sowas eingerichtet hat.
Ist es dann nicht ich meine ausdrücklich dann... besser vorbereitet zu sein in Form von eigenanbau?

Wenn natürlich diese Wirtschaftskrise keine echte ist -- was ja auch gerne verdächtigt wird - sind derart wege wie die Tafeln - der eigenanbau zu verurteilen.

Aber wer weis das den schon wirklich. die andere Seite ist - Mit eingeanbau koppelt man die Unterschicht ja auch gänzlich immer mehr von der Wirtschaft ab und überlässt sie immer mehr sich selbst und somit schleicht sich die Wirtschaft samt der Bundesregierung immer mehr aus der Verantwortung.
__

Auch ein Tritt in das Hinterteil, ist ein Schritt nach vorn.
Jenie ist offline  
Alt 10.12.2007, 11:58   #43
a f a
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Zitat:
Für die Tafelentwicklung erleichtert das Wissen um die intensive Einflussnahme von McKinsey das Erkennen ihrer teilweise noch verborgenen Intention: dass sie genau auf den Turnaround zusteuert, den McKinsey immer wieder fordert, nämlich die massive Einschränkung des staatlichen Geldtransfers auf der Grundlage von Bürgerrechten. Statt Geld mit Bürgerrechtsanspruch gibt es großzügige private Spenden an die Bedürftigen auf Grundlage der Menschenrechte.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20576/1.html

Gruss
Norbert

alles für alle
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Alt 10.12.2007, 12:14   #44
Martin Behrsing
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vielleicht auch mal die Liste der Sponsoren der "Tafel" anschauen. Toll ist so etwas wahrlich nicht mehr. Eventuell sollten wir uns für nächstes Jahr überlegen, ob wir nicht wirklich mal eine Kampagne gegen eben diese Tafeln und die Sponsoren machen. Sind es nicht genau diese, die zu Hartz IV keine Alternative sehen?

Hier mal die Liste der Hauptsponsoren

Zitat:
http://www.tafel.de/
Sponsoren



"Jeder gibt, was er kann". Nach diesem Leitspruch engagieren sich zahlreiche Unternehmen für die Tafel. Lebensmittelunternehmen spenden in erster Linie Lebensmittel. Doch auch aus anderen Branchen bekommen die Tafeln wirksame Unterstützung. Folgende Unternehmen unterstützen die Tafeln in Deutschland auf bundesweiter Ebene:

Lebensmittelbranche



METRO Group

unterstützt als finanzieller Hauptsponsor des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V. den Aufbau der Geschäftsstelle in Berlin.

Als größtes deutsches Handelsunternehmen spendet die METRO Group seit vielen Jahren mit ihren Metro Cash & Carry-, Real- und Extra-Märkten sowie Galeria Kaufhof vielen örtlichen Tafeln Lebensmittel.


REWE Group

Die REWE Group hilft den Tafeln als einer der ältesten Förderer mit Lebensmitteln aus ihren rund 3.000 REWE- und 2.000 Penny-Märkten. Das Unternehmen unterstützt zudem das jährliche Bundestafeltreffen.

Aldi-Süd

unterstützt die Tafeln mit seinen Märkten im Süden und Westen Deutschlands.

Edeka-Gruppe

Der Lebensmitteleinzelhändler bietet den lokalen Tafeln mit Edeka, Netto, Spar und Marktkauf ebenfalls in großem Stil Lebensmittel an.

Schwarz-Gruppe

Das Handelsunternehmen stellt mit seinen LIDL- und Kaufland-Filialen den Tafeln vor Ort regelmäßig Lebensmittel zur Verfügung.

Tengelmann-Gruppe

Die Gruppe engagiert sich mit 2.700 Plus-Märkten und 700 „Kaiser’s Tengelmann“-Märkten für die Tafeln.

Maggi GmbH

Die Maggi GmbH spendet in Abständen Großmengen ihrer Produkte.

Sodexho Catering und Services GmbH

engagiert sich im Rahmen ihres internationalen Programms „Stop Hunger" seit Jahren für die Tafeln und unterstützt den Bundesverband finanziell.

Wagner Tiefkühlprodukte GmbH

Das Unternehmen spendet regelmäßig Großmengen ihrer Produkte an die Tafeln.

andere Branchen



Daimler AG

Die Daimler AG ist seit 1998 einer der Hauptsponsoren der deutschen Tafeln. Mit einer einmaligen Spende von 100 gebrauchten Fahrzeugen des Typs Mercedes-Benz Vito inkl. Service-Vertrag fing alles an. Seit 2000 unterstützt die Daimler AG die Tafeln mit einem Zuschuss beim Kauf eines Mercedes-Benz Sprinter oder Vito (optional mit Kühlausbau).

ADAC

Der ADAC stellt den Tafeln einen Fuhrparkschutzbrief mit Pannenhilfe sowie eine Verkehrsrechtschutzversicherung zur Verfügung.

Cision Deutschland GmbH

Die Cision Deutschland GmbH erledigt unentgeltlich das Presse-Monitoring für den Bundesverband.

Continental

Conti stellt den Tafeln alle 12 Monate Reifengutscheine zur Verfügung.

D+S europe AG

Die D+S europe AG gewährt den Bundesverband unentgeltlich Call Center-Leistungen.

econ Steuerberatungs GmbH Hannover und Celle

unterstützen und beraten den Bundesverband Deutsche Tafel e.V. seit 2001 in Fragen des Steuerrechts.

Greive Sozialsponsoring

Mit dem Unternehmen Greive Sozialsponsoring & Marketing haben inzwischen eine Reihe von Tafeln gute Erfahrungen gemacht. Greive Sozialsponsoring organisiert den Tafeln vor Ort ein Fahrzeug Ihrer Wahl durch die Vermittlung von Sponsoren. Vertraglich abgesichert und im Gegensatz zu manch anderen Anbietern erfolgt die direkte Übereignung des Fahrzeugs an die Tafel.

Gruner + Jahr

Der Verlag Gruner + Jahr schaltet kostenlose Anzeigen für die Tafeln in den Magazinen „Capital“, „Impulse“ und „Börse Online“.

IBIS - Hotel Berlin-Mitte

Das IBIS-Hotel in Berlin-Mitte gewährt den Mitgliedern des Bundesverbands sowie den ehrenamtlichen Helfern der Tafeln Sonderkonditionen.

Kirchhoff Consult AG

Die Werbeagentur unterstützt den Bundesverband bei der Erstellung der Zeitschrift „Feedback", die sich an Förderer, Freunde und Mitarbeiter richtet.

Lebensmittel Praxis Verlag

Der Verlag leistet für den Bundesverband vielfältige Unterstützung, u.a. in Form von kostenlosen Anzeigen in den Verlags-Medien „Lebensmittel Praxis“, „Küche“, „Convenience Shop“ und ermöglicht Präsentationen des Bundesverbandes auf vom Verlag initiierten Branchen-Veranstaltungen.

McKinsey

McKinsey unterstützt die Tafeln mit Beratungsleistungen.

Müller-Boré & Partner

Die Kanzlei Müller-Boré & Partner, München berät den Bundesverband in Fragen des Patentrechtes.

Trefz GmbH

Das Familienunternehmen liefert seit 1997 Informationsmaterial des Bundesverbands sowie Sachspenden an sämtliche lokalen Tafeln. Im November 2007 versandte die Trefz GmbH die 100.000ste kostenlose Sendung an eine Tafel.

vodafone D2 GmbH

Das Telekommunikationsunternehmen erlässt seit 1996 jeder Tafel für zwei Handys die Grundgebühren und unterstützte mehrfach das Bundestafeltreffen.
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Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Martin Behrsing ist offline  
Alt 10.12.2007, 14:22   #45
Arania->Emailproblem
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Registriert seit: 05.09.2005
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Zitat von Tinkalla Beitrag anzeigen
Demosthenes Aussage kann ich vollständig unterschreiben. Wir haben uns, an der von ihm genannten Tafel, kennengelernt, daher kann ich seine Worte bestätigen.

Ergänzen möchte ich seine Aussage aber noch um zwei Punkte:
1. wird erkannt, dass zu wenig Ware für die Ausgabe bereitsteht, setzt sich unmittelbar ein Fahrzeug in Richtung Grossmarkt in Bewegung und kauft Gemüse zu. Ja, sie kaufen es!
2. Die Brotausgabe am Samstag besteht aus frischem Brot und Kuchen, sowie Teilchen, welche kurz vor der Ausgabe angeliefert wird. Es handelt sich hier um Brot, welches am gleichen Tag im Geschäft nicht mehr verkauft wurde und ist mit Sicherheit frischer, als eine Tüte Brot vom Vortag beim Bäcker.

Es stört mich gewaltig, wenn hier gesagt wird, man solle sich lieber eine Tüte Brot beim Bäcker vom Vortag holen, oder beim Doscounter reduzierte, abgelaufene Ware kaufen, als bei der Tafel zu betteln. Erklärt mir bitte den Unterschied???!!!

Warum kann man es einfach nicht lassen, sich über andere Leidensgenossen zu erheben und sie zu erniedrigen, indem man sie als Bettler bezeichnet? DAS und genau DAS ist der Grund, warum man mit uns machen kann, was man macht. Denn, wir halten nicht zusammen, wir stampfen uns noch gegenseitig in den Dreck. Und das nur, weil man sich dann nicht * so tief gesunken'*fühlt.
Fazit ist aber : die Politik der letzten Jahre hat uns alle in den Dreck gestampft, wir sind alle auf dem selben Level, viele wollen es einfach nur nicht wahrhaben. Und darum kommt NIE ein gemeinsamer Kampf und ein gemeinsames Wehren zustande!

Leute, ich denke einmal, dass niemand gerne und mit Freuden zur Tafel geht. Meine Nervosität schlägt jedenfalls jedesmal Purzelbäume, aber ich wüsste sonst auch nicht, wie ich mich einigermassen gesund ernähren sollte. Oder besser gesagt, wie ich satt werden sollte.

Wenn man nun hier schreibt, dass ihre Kinder gutes und frisches Obst und Gemüse essen sollten, frage ich mich, wie man das von unserem HungerRS realisieren sollte?!?!
Ich schreibe Euch nur einmal, was an Obst und Gemüse meine Tasche gestern von der Tafel hergegeben hat:
2 Ananas, Trauben, Mandarinen, Äpfel, Sharon, Zitronen, 2 grosse Auberginen, Blumenkohl, Brokkoli, Kopfsalat, Lollo Rosso, ca.5 Pfd.Kartoffel und Kohlrabi.
Daneben noch 1/2Pfd.Butter,Yoghurt, Brot, Wurst,saure Sahne, Actimel und Schokolade.
Und: es war gute Qualität, glaubt es mir.

Noch einmal: natürlich wäre es wesentlich besser, der Regelsatz würde so angepasst, dass man sich in etwa ausgewogen ernähren könnte, ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen,so ist es aber z.Zt. nicht.

Was also?
Ihr verurteilt die Hungerstreiker vehement, fordert aber in diesem Thema genauso vehement, dass man hungert, nur um die Tafeln nicht zu konsultieren.
Was also?
Beantwortet mir bitte diesen Widerspruch.
Prima Tinkalla
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 10.12.2007, 15:03   #46
Tinkalla
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Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
vielleicht auch mal die Liste der Sponsoren der "Tafel" anschauen. Toll ist so etwas wahrlich nicht mehr. Eventuell sollten wir uns für nächstes Jahr überlegen, ob wir nicht wirklich mal eine Kampagne gegen eben diese Tafeln und die Sponsoren machen. Sind es nicht genau diese, die zu Hartz IV keine Alternative sehen?

Hier mal die Liste der Hauptsponsoren
Ja, Martin, mir ist der Thread mit dem von Dir verlinkten Thema noch gut in Erinnerung und nicht in guter.

Martin, Du kennst mittlerweile meine Einstellung zu Deiner Person und zu dem, was Du alles für uns tust, aber hier kann ich nicht mit Dir einig gehen.

Eine Kampagne gegen die Tafeln und deren Sponsoren, würde bedeuten: das Pferd vom Schwanz her aufzäumen. Die Tafeln sind eine Folge der menschenverachtenden Politik. Bisher hast Du genau an diesem Punkt ''menschenverachtende Politik '' angesetzt und gekämpft und DAS war richtig.

Für einen höheren RS zu kämpfen ( wie Du es auch tust), ist der richtige Ansatz, denn dann erledigen sich die Tafelgänge ja von alleine. Gegen die Tafeln ansich anzugehen, würde bedeuten, vielen Menschen das Hungern zu erleichtern. Denn, nicht jeder hat noch Eltern oder Familie, die einmal einspringen können, wenn Not am Mann ist.

Wäre die Politik der letzten Jahre nicht so verlaufen, wie sie verlaufen ist, hätten die Unternehmen gar keine Handhabe und Berechtigung so zu handeln, wie sie handeln und das in jeder Hinsicht : Lohndumping, Erpressen von AN, Ein-Euro-Job in regulären Arbeitsstellen usw.

Ich will hier kein Verfechter der Tafeln oder der - von der Steuer abzusetzenden- Spenden sein, mir wäre es auch lieber, es müsse es erst gar nicht geben und H4 wäre Geschichte.

Ich versuche aber, objektiv zu bleiben. Ich sehe die Hilfe, die dahintersteht und zwar vor allem von den Menschen, die bei der Tafel arbeiten und für uns, die sie leider dringend brauchen, da sind.

Vielleicht ist da unsere Tafel wieder einmal die Ausnahme. Die Menschen, welche in der Ausgabe arbeiten, sind Ehrenamtliche, welche uns immer mit ausgesuchter Höflichkeit und Hilfsbereitschaft behandeln.
 
Alt 10.12.2007, 15:20   #47
Lothenon->Emailproblem
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Lothenon
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Hintergrund einiger "Förderer":

Metro, dazu gehören auch Saturn und MediaMarkt. Letztere sind durch Massenabmahnungen bekannt geworden.

Zitat von http://de.wikipedia.org/wiki/Metro_AG
In verschiedenen Verfahren versucht die Metro AG, ihre Nutzungsrechte für den Begriff „Metro“ zu sichern. Die niedersächsische Eisenbahngesellschaft MetroRail musste sich in metronom Eisenbahngesellschaft mbH umbenennen, darf ihre Züge jedoch weiterhin metronom nennen. Auch der Metrorapid-Nachfolger MetroExpress wurde nach Klageandrohung umbenannt. In Nabburg (Oberpfalz) wurde die Diskothek Metro verklagt und musste sich umbenennen. Klagen gegen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die Hamburger Hochbahn (HHA), den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) wegen des Namens Metro-Bus für einige Hauptbuslinien wurde in erster Instanz abgewiesen. Die zweite Instanz hat die Urteile zwar bestätigt, jedoch die Nutzungsmöglichkeiten der Verkehrsbetriebe für den Namen Metro deutlich eingeschränkt. Ebenso wurden Privatpersonen abgemahnt, wie beispielsweise ein 17-jähriger U-Bahn-Fan, der die Domain nuernberg-metro.de besaß.
Schwarz-Gruppe: Siehe auch http://handel.bawue.verdi.de/einzelhandel/betriebe/lidl

Continental: Siehe auch http://www.kritischeaktionaere.de/Ko...onti-2004.html

McKinsey: Siehe auch http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20576/1.html
__

Kapitalismus ist Egoismus zum System erhoben. (Gerald Dunkl)

Aktuelle Rechtsprechung des BSG zu § 22 SGB II - Leistungen für Unterkunft und Heizung (PDF)
von Wolfgang Eicher, Vorsitzender Richter am Bundessozialgericht
Lothenon ist offline  
Alt 10.12.2007, 15:29   #48
Rote Socke->Emailproblem
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Rote Socke Rote Socke
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Bahn ist/wird privatisiert.
Post ist privatisiert.
Ver- und Entsorgung wird prvatisiert.

Und der Sozialstaat?
Der wird auch privatisiert. Das nennt sich dann Tafel.

Der Staat entzieht sich mit diesem Instrument immer mehr der Verantwortung gegenüber dem Bürger.

Habe oft schon in Diskussionsrunden gehört, bei denen der Regelsatz für Nahrung und Bekleidung als zu niedrig angemarkelt war:
"Da gibt es doch die Tafel. Was wollen die Arbeitslosen eigentlich"
__

1989 wurde der Sozialismus abgeschafft...nicht mehr und nicht weniger.
Rote Socke ist offline  
Alt 10.12.2007, 15:40   #49
Jenie
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Beiträge: 2.139
Jenie
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Für was haben wir eigenltich dann noch den Staat ?

oder ist die Klausel das der Bundestag sich nun selbst auflösen darf dafür gedacht?
__

Auch ein Tritt in das Hinterteil, ist ein Schritt nach vorn.
Jenie ist offline  
Alt 10.12.2007, 15:51   #50
Rounddancer
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Ausrufezeichen "Tafel-Läden" sind Almosenverteiler

Die "Tafel-Läden" sind real gesehen Almosenverteiler.
Wer da hinkommt, der bettelt/bittet,- und wenn was da ist und er/sie schön brav ist (siehe "Heilsarmee"), dann kriegt er/sie auch etwas ab. Aber eben ohne jeden Rechtsanspruch, und das ist dann wie z.B. in den USA, wo bei den einen Beten, bei den anderen Mitsingen, bei den nächsten Mithilfe erwartet, und wenn man Lebensmittelmarken des Staates haben will, gar Drogentest und ggf. regelmäßige Teilnahme an einer Drogentherapie verlangt wird.

Ein Rechtsanspruch jedoch, erst recht, ein verfassungsmäßiger, einen Rechtsanspruch kann man/frau einfordern, einklagen.

Früher hat man uns Kindern geraten, keinem Bettler etwas zu geben, da die sich sonst vermehrten,- man sagte uns, "die sollen aufs Sozialamt, oder zur Bahnhofsmission!".

Auch wenn von den Einzelnen, die sich da mit Mitarbeit, etc. einbringen, ganz gewiß nichts böse gemeint ist:
Je mehr "Tafeln", "Archen", "Vesperkirchen", etc. es gibt, desto größer ist die Gefahr, daß
a) die "Mitwelt" die weitere Notwendigkeit und die laufende Aktualisierung des Rechtsanspruchs auf ein menschenwürdiges Existenzminimum nicht mehr einsieht,- und die Langzeitarbeitslosen und Sozialhilfeempfänger stattdessen zu diesen mildtätigen Resteentsorgern schickt; und

b) daß die Betroffenen untereinander (Motto: "Teile und herrsche!") streiten, und nicht mehr genug Kraft und Solidarität mehr aufbringen können, um für den Erhalt, besser noch den Ausbau des Rechtsanspruchs "wie ein Mann" einzustehen, zu kämpfen.
Eines ist nämlich klar: Wer ein Recht nicht nutzt, wer nötigenfalls um (s)ein Recht nicht kämpft, dem geht es verloren.

Und dies darf nicht passieren!
Rounddancer ist offline  
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