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Start > > -> Klage vor Arbeitsgericht, Vergleich möglich, wie verhalten??

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 15.06.2014, 16:45   #51
Harte Sau
 
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Harte Sau Harte Sau Harte Sau Harte Sau Harte Sau Harte Sau
Standard AW: Klage vor Arbeitsgericht, Vergleich möglich, wie verhalten??

Zitat von Tina123 Beitrag anzeigen

15.3. - 15. 11 und je etwa 1766 gerundet 10.000EUR wobei dies noch untersetzt sein dürfte

Schau mal in #20 nach da ist Text vom Anwalt drin
Ganz schön gerundet von 14120€ auf 10000€

Und vorsicht das nicht noch im das JC drauf kommt,das Du ein Jobangebot abgelehnt hast.
Harte Sau ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2014, 21:08   #52
martinS
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martinS Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Klage vor Arbeitsgericht, Vergleich möglich, wie verhalten??

Er ist schwerbehindert mit einem Grad der Behinderung (GdB) von 60 und erhielt Leistungen zur Grundsicherung nach dem SGB II ("Hartz 4"). Er unterrichtete das Jobecenter davon, dass er aus verschiedenen Vergleichen in arbeitsgerichtlichen Verfahren Entschädigungen nach dem allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) empfangen habe, weil seine Bewerbungen bei mehreren öffentlich-rechtlichen Körperschaften abgelehnt worden seien, ohne dabei seinen Status als Schwerbehinderter hinreichend zu berücksichtigen.
Diese Summe rechnete das Jobcenter als Einkommen des Klägers auf seine Grundsicherung an. Hiergegen wandte sich der Kläger vor dem Sozialgericht.

Dabei gab das Bundessozialgericht dem Kläger Recht. Der Kläger konnte insoweit die erhaltenen Entschädigungen anrechnungsfrei behalten.


vom 22.10.2012 im Internet zu finden. Euer Urteil ist ja stein alt von 2005 / 2006, gibt bald Denkmalschutz dafür ;-)
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Alt 15.06.2014, 21:24   #53
Tina123->Emailproblem
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Tina123
Standard AW: Klage vor Arbeitsgericht, Vergleich möglich, wie verhalten??

Zitat von Barrit Beitrag anzeigen
Danke @Tina aber Du hast meine Frage übersehen wegen Bewerbungsschreiben ob es das kopierte Original ist oder.... ?

Und sonst:
wenn das bei der Verhandlung rauskommt was Du eben geschrieben hast wegen dem Lebenslauf dann gute Nacht...
Ist original
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Alt 15.06.2014, 21:26   #54
Tina123->Emailproblem
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Tina123
Standard AW: Klage vor Arbeitsgericht, Vergleich möglich, wie verhalten??

Zitat von Harte Sau Beitrag anzeigen
Ganz schön gerundet von 14120€ auf 10000€

Und vorsicht das nicht noch im das JC drauf kommt,das Du ein Jobangebot abgelehnt hast.

Wenn es evtl. hilft die Kosten zu drücken, warum nicht. Für 10.000 zahlt man evtl. weniger Gebühren als für 14120. Außerdem war es ja "das erste Angebot"
Tina123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2014, 21:34   #55
P123
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Standard AW: Klage vor Arbeitsgericht, Vergleich möglich, wie verhalten??

Zitat von schweizer Beitrag anzeigen
sollte sie den prozess gewinnen hat sie ja auch nichts davon da es als einkommen zählt
Na und? Das zählt nur in dem Monat als Einkommen, in dem es ihr zufließt. Und auch nur das, was ihr zufließt. Dann hat sie vielleicht eine Weile Ruhe vorm JC. Ein Zustand, den sich hier einige scheinbar nicht mal mehr erträumen können ...
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Alt 15.06.2014, 21:44   #56
P123
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Standard AW: Klage vor Arbeitsgericht, Vergleich möglich, wie verhalten??

Zitat von Barrit Beitrag anzeigen
Es wird versucht ihr die Sachlage klar zu machen, wie es juristisch laufen kann/wird - sie hat somit Gelegenheit , sich Gedanken zu machen und sich vorzubereiten.
Du lenkst vom Thema ab. Ihre Frage war ... Könntest Du selber nachlesen, wenn es Dich interessieren würde.
Gehn wir mal davon aus, daß sie noch nicht losging und wie Bolle auf Rechnung eingekauft hat. Worauf soll sie sich vorbereiten? Allerschlimmstenfalls kriegt sie vom Anwalt eine Rechnung und muß die abstottern. Schließlich wußte der von Anfang an, wie dicke es seine Mandantin hat.

Zitat von Barrit Beitrag anzeigen
Es wurde Ihr eine Chance gegeben, die sie fallen lies ...
Das war die Chance für den Stadtkämmerer, die Angelegenheit ohne Kosten aus der Welt zu schaffen. Eine Schutzbehauptung, weiter nichts.

Zitat von Barrit Beitrag anzeigen
Fakt ist und bleibt, dass sich @Tina selbst durch Ihr Verhalten in arger Erklärungsnot gebracht hat ...
Du bist uns noch die Antwort schuldig, wer Dich für Deinen Senf bezahlt.
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Alt 15.06.2014, 21:52   #57
Tina123->Emailproblem
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Tina123
Standard AW: Klage vor Arbeitsgericht, Vergleich möglich, wie verhalten??

dass angeblich ein Versehen vorgelegen
ha be und die Mitteilung vom 26..2014 missverstanden worden sei, als dass im Gästehaus
1 zwar keine Stelle zur Verfügung steht, jedoch nach wie vor die Stelle auf
offen stünde. Ferner teilte man mit, dass dem K nunmehr ein Gespräch
an ge boten wird.

Das spätere Angebot lässt die
Be nach tei li gung gerade nicht rückwirkend entfallen, so dass dieser Verfahrensfehler bei der ursprüng
li chen Ablehnung durch das spätere Angebot auf ein Bewerbungsgespräch auch nicht
ge heilt werden kann, BAG 8 AZR 563/12. Es ist vorliegend auch keineswegs so, dass die Absa
ge des Beklagten hier in irgendeiner Form missverstanden werden konnte.

Die Ablehnung
vom .xx .xx war definitiv und ließ hier auch gar keinen anderen Schluss zu. Eine Aus legungs
mög lich keit, wie der Beklagte in einem späteren Schreiben dann suggerierte, gibt das
Ab leh nungs schrei ben vom 02.2014 nicht her.

Es ist vorliegend auch keineswegs so, dass die Absa
ge des Beklagten hier in irgendeiner Form missverstanden werden konnte. Die Ablehnung war definitiv und ließ hier auch gar keinen anderen Schluss zu.
Hier kann auch nur davon aus gegan
gen werden, dass der Beklagte nach der anwaltlichen Aufforderung festgestellt hat, dass er
ei nem Schadensersatzanspruch ausgesetzt ist und durch das wohl auch nicht in der Sache
ernst ge mein te Schreiben vom 04.2014 lediglich versucht hat, aus der Sache her aus zu kommen.
Im übrigen wird bestritten, dass zum damaligen Zeitpunkt überhaupt noch die aus geschrie
be ne Stel le verfügbar gewesen ist. Selbst wenn, bestünde ein Anspruch auf Scha den ersatz,
weil je den falls die ausgeschriebene Stelle in besetzt worden ist, ohne
zu einem Vor stel lungs ge spräch einzuladen. Insofern kommt es auf eine etwaig noch freie
Stel le 2 gar nicht mehr an.
Tina123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2014, 22:14   #58
Barrit
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Barrit Barrit Barrit
Standard AW: Klage vor Arbeitsgericht, Vergleich möglich, wie verhalten??

Zitat von P123 Beitrag anzeigen
Du lenkst vom Thema ab. Ihre Frage war ... Könntest Du selber nachlesen, wenn es Dich interessieren würde.

gilt wohl für Dich selbst hm?!


Du bist uns noch die Antwort schuldig, wer Dich für Deinen Senf bezahlt.
Barrit ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2014, 00:18   #59
P123
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Standard AW: Klage vor Arbeitsgericht, Vergleich möglich, wie verhalten??

Auch wenn man Trolle nicht füttern soll:
Im Gegensatz zu Dir habe ich mich schon vor ein paar Tagen zur Frage der Frederstellerin geäußert. Alt und grau kannst Du werden, aber nicht frech.
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Alt 16.06.2014, 00:29   #60
P123
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Standard AW: Klage vor Arbeitsgericht, Vergleich möglich, wie verhalten??

Zitat von Tina123 Beitrag anzeigen
Wenn es evtl. hilft die Kosten zu drücken, warum nicht. Für 10.000 zahlt man evtl. weniger Gebühren als für 14.120.
Sicher ist das so, aber der Unterschied macht bei weitem keine 4.000 Euro aus:

RVG - Rechtsanwaltsvergütungsgesetz
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Alt 16.06.2014, 01:18   #61
Babbelfisch
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Babbelfisch Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Klage vor Arbeitsgericht, Vergleich möglich, wie verhalten??

Zitat:
fakt aber ist dir iszt NACHTRäGLICH ein vorstellungsgespräch angeboten worden,was von deiner seite abgelhnt worden ist.warum und wieso musst du dem gericht erklären.
Nein, eben dies muß sie nicht, da nach dem bereits zitierten BAG-Urteil (BAG 8 AZR 563/12) eine nachträgliche Einladung den Schaden nicht heilt.

Allerdings: Ich finde schon, dass die TE einen - vorsichtig ausgedrückt - bescheidenen Anwalt hat. Eine pauschale "Strafforderung" in Höhe von 10 Tsd. läuft - imho - ins Leere. Gerade in diesem Urteil - der Kläger war besser qualifiziert und bewarb sich auf eine höher dotierte Stelle - belief sich die geforderte Summe mal knapp auf die Hälfte und orientierte sich am entgangenen tarifl. Einkommen. Und für drei Monate.

Mehr wird nicht drin sein - denn

Zitat:
An dieser Stelle weise ich der guten Ordnung halber darauf hin, dass eine Begrenzung nach § 15 Abs. 2 AGG nicht stattfindet, denn diese Vorschrift sieht die Höchstgrenze von drei
Monats bruttogehältern nur dann vor, wenn mein Mandantin auch ohne die Benachteiligung nicht eingestellt worden wäre. Dies ist schon aufgrund der oben genannten Verpflichtung öffentlicher Arbeit geber jedoch ausgeschlossen.
Es gibt kein Gesetz der Welt, der einen AG - auch keinen öffentlichen - zwingt, einen Bewerber nur aufgrund seines Handicaps einzustellen. Und: Es gibt immer Bwerber, die besser qualifiziert oder geeignet sind und dies dann auch begründet werden kann.

Im Fall der TE (überbetriebliche Ausbildung und dem sich anschließenden beruflichen Werdegangs) wäre dies eine einfache Übung....(Sorry, bitte nicht falsch verstehen, ist nicht gegenüber der TE abwertend gemeint), da gab es genügend BewerberInnen mit mehr Berufserfahrung etc..

Ich denke schon, dass es eine Chance gibt, da etwas zu holen. Die Kommune hat Sch... gebaut. Allerdings - dieser Anwalt wird es mit hochqualifizierten Anwälten der Kommune zu tun haben, die mehr kosten werden, als dann für die TE herausspringen wird... und bei diesem Anwalt wäre ich mir sehr unsicher.

Angerechnet werden darf - falls es zu einer Entschädigungszahlung kommen sollte - lt. Weisungen der BA zu §§ 11, 11a, 11b SGB II dies nicht:

Zitat:
5.3 Entschädigung gem. § 253 BGB

(1) Leistungen, die wegen eines immateriellen Schadens gezahlt werden, sind nicht als Einkommen zu berücksichtigen. Hierunter fällt insbesondere das Schmerzensgeld nach § 253 BGB (soweit kein Vermögen), das aufgrund einer Verletzung des Körpers, der Gesundheit, der Freiheit oder der sexuellen Selbstbestimmung gewährt wird.

Weitere Beispiele sind:

• Ersatz von Sachleistungen,
• Aufwendungen infolge eines Unfalles,
• Mehrleistungen zur Verletztenrente durch die Berufsgenossenschaft für bestimmte Personengruppen, vornehmlich Personen, die ehrenamtlich tätig waren,
• Soforthilfe aus dem Fonds „ Humanitäre Soforthilfe für HIV-Infizierte“.
• in analoger Anwendung des § 253 BGB die einmaligen Entschädigungsleistungen für den Soldaten oder die Soldatin bzw. die Angehörigen nach §§ 63a, 63e SVG.
• Entschädigungen wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts (z. B. Ausgleichszahlungen nach § 15 Abs. 2 AGG)
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Alt 16.06.2014, 09:32   #62
martinS
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martinS Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Klage vor Arbeitsgericht, Vergleich möglich, wie verhalten??

Zitat von Babbelfisch Beitrag anzeigen

Es gibt kein Gesetz der Welt, der einen AG - auch keinen öffentlichen - zwingt, einen Bewerber nur aufgrund seines Handicaps einzustellen. Und: Es gibt immer Bwerber, die besser qualifiziert oder geeignet sind und dies dann auch begründet werden kann.

Einzustellen gibt es keine Pflicht aber EINZULADEN schon ( wenn Eignung nicht offensichtlich fehlt).

Anforderungen waren ja auch auf Grund der Tatsache das ungelernte es auch hätten sein können, eher überschaubar.

Eignung wäre also da.

An dieser Stelle weise ich der guten Ordnung halber darauf hin, dass eine Begrenzung nach § 15 Abs. 2 AGG nicht stattfindet, denn diese Vorschrift sieht die Höchstgrenze von drei
Monats bruttogehältern nur dann vor, wenn mein Mandantin auch ohne die Benachteiligung nicht eingestellt worden wäre. Dies ist schon aufgrund der oben genannten Verpflichtung öffentlicher Arbeit geber jedoch ausgeschlossen.

Evtl. zielt das auf die Schiene Schwerbehinderte bei gleicher Eignung zu bevorzugen und so weiter...

Und wieviele Schwerbehinderte bzw. Bewerber gab es, Inseln sind ja jedes Jahr lange an suchen nach Personal und nicht grade für dicke Lohntüten bekannt( wenn es nicht grade TVÖD ist)
martinS ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2014, 10:07   #63
schweizer
 
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schweizer schweizer schweizer
Standard AW: Klage vor Arbeitsgericht, Vergleich möglich, wie verhalten??

Ich finde dieses Gesetz unmöglich.Hier wird Missbrauch betrieben.Selbst wenn das vom BSG manche Klagen gerechtfertigt sind.Aber nicht hierbei.

Angenommen sie bekommt Recht und erhält von der Stadt die 10.000 EUR.Aber was macht die Stadt in Zukunft? Sie wird dieses Geld bei anderen Arbeitsstellen einsparen wollen.Nur weil jemand bei einem Vorstellungsgespräch nicht eingeladen worden ist.Ich behaupte mal selbst wenn sie eingeladen worden wäre,hätte sie null changen mit ihrem Lebenslauf gehabt.
Aber dieses ist Deutschland.
schweizer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2014, 11:20   #64
Babbelfisch
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Babbelfisch Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Klage vor Arbeitsgericht, Vergleich möglich, wie verhalten??

Zitat:
Einzustellen gibt es keine Pflicht aber EINZULADEN schon ( wenn Eignung nicht offensichtlich fehlt).
Das ist wohl wahr und wurde ja auch von niemanden bezweifelt....

Zitat:
Evtl. zielt das auf die Schiene Schwerbehinderte bei gleicher Eignung zu bevorzugen und so weiter...
Nicht nur eventuell, genau das ist ja der Sinn und Zweck des Gesetzes.

Aber - und das ist der Knackpunkt: bei gleicher Eignung und Qualifikation. Und nur dann. Und da wird es schwierig, denn in vielen Fällen gibt es eben BewerberInnen, bei denen dies der Fall ist.

Zitat:
Ich finde dieses Gesetz unmöglich.Hier wird Missbrauch betrieben.
Das Gesetz ist schon wichtig - Menschen mit Behinderung müssen die gleichen Chancen habe. Und leider ist in unserer Gesellschaft so ein Gesetz nötig, damit dies der Fall ist.

Und ja, es wird auch Missbrauch getrieben - es gibt Menschen, die bewerben sich genau aus diesem Grund, in der Hoffnung, bei den Einladungen nicht berücksichtigt zu werden und - einige machen dies wohl auch erfolgreich.

Nur: Man sollte von einem öffentlichen AG schon erwarten können, dass er a) die Gesetze kennt und b), sich auch daran hält.
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Alt 16.06.2014, 11:25   #65
schweizer
 
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schweizer schweizer schweizer
Standard AW: Klage vor Arbeitsgericht, Vergleich möglich, wie verhalten??

Nur was hat sie davon wenn die Klage gewonnen wird.Das wird sich im Umkreis herumsprechen.Und kein Arbeitgeber im Umkreis wird ihr jemals eine Stelle anbieten wollen.Da kann man wirklich nur weit wegziehen
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Alt 16.06.2014, 12:03   #66
Babbelfisch
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Da hast Du schon Recht... allerdings denke ich, die Stadt wird dies nicht an die große Glocke hängen.
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Alt 16.06.2014, 14:03   #67
martinS
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Zitat von schweizer Beitrag anzeigen
Ich finde dieses Gesetz unmöglich.Hier wird Missbrauch betrieben.Selbst wenn das vom BSG manche Klagen gerechtfertigt sind.Aber nicht hierbei.

Angenommen sie bekommt Recht und erhält von der Stadt die 10.000 EUR.Aber was macht die Stadt in Zukunft? Sie wird dieses Geld bei anderen Arbeitsstellen einsparen wollen.Nur weil jemand bei einem Vorstellungsgespräch nicht eingeladen worden ist.Ich behaupte mal selbst wenn sie eingeladen worden wäre,hätte sie null changen mit ihrem Lebenslauf gehabt.
Aber dieses ist Deutschland.
Ich behaupte ja eher dass diese Begründung nach hinten los geht.

1. Sparen will eine Stadt(und jede andere Firma) IMMER

2. ob die Anforderungen mit schlechtem Lebenslauf usw. unüberwindbar wären wenn ungelernte es können ist auch die Frage.
Jemandem der etwas gelernt hat sollte in der Regel die besseren Karten haben gegenüber dem ungelernten. Eine ungelernte Kraft könnte gegenüber der Kraft mit Lehrbrief (unabhängig von Noten) nur schwer glaubhaft machen besser zu sein.
Und ob das vergleichbar ist(und wenn ja wie) sei auch mal dahingestellt

Ich behaupte mal selbst wenn sie eingeladen worden wäre,hätte sie null chancen mit ihrem Lebenslauf gehabt.

möglich, aber kein Grund sich nicht an das zu halten was der Gesetzgeber vorgesehen hat, wie war das noch mit dem guten Beispiel? Einer muss mit gutem Beispiel vor gehen, wer soll es denn vormachen wenn nicht die Städte in Deutschland?
Ablehnen ist immer möglich, im Rahmen des erlaubten.

Man muss ja heute schon froh und dankbar sein das es überhaupt noch Stellen und Verträge gibt die gut bezahlt werden, und jeder von uns weiß das Fehler Geld kosten.
Hier liegt Fehler vor, und es kostet wohl etwas.

man könnte auch sagen "der kleine Mann zeigt dem Großen wo es lang geht." Evtl. führt das auch zur vorsorglichen Einladung von ALLEN behinderten Bewerbern und damit zu mehr Chancen für diese Gruppe.
Wehren gegen das was einem schadet war noch nie schlecht, wenn es aussicht auf Erfolg hat.
Und das dürfte der Fall sein, sonst hätte man es wohl nicht durch bekommen bei Beratungskosten Rechtsschutz usw.
Denke mal nicht das Tina da mit hunderten von Euro in Vorkasse gegangen ist.

Kenn das eher so das große Summen dann wenn sie zu Recht zugesprochen wurden dann zum Teil mit Kosten, die die Staatskasse aufzubringen hätte verrechnet werden, und Summe X bleibt dann über. Immer noch ein Zuverdienst bzw. ein MEHR als vor dem ganzen( wenn es klappt)
martinS ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2014, 10:14   #68
schweizer
 
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ich bin ja nur mal gespannt wie sie dem jc erklären will warum sie sich dort nicht vorgestellt hat,obwohl man das ihr angeboten hat.denn diese tatsache wird sicherlich auch vor gericht behandelt und steht auch im urteil drinne.das urteil wird sie ja wohl beim jv vorzeigen müssen wenn sie die klage gewinnt.
schweizer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2014, 11:01   #69
martinS
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Zitat von schweizer Beitrag anzeigen
ich bin ja nur mal gespannt wie sie dem jc erklären will warum sie sich dort nicht vorgestellt hat,obwohl man das ihr angeboten hat.denn diese tatsache wird sicherlich auch vor gericht behandelt und steht auch im urteil drinne.das urteil wird sie ja wohl beim jv vorzeigen müssen wenn sie die klage gewinnt.
Warum denn gleich alles vorzeigen?

Formlose Mitteilung:

Weil ich ohne Einladung abgelehnt wurde. Ablehnungsschreiben in Kopie bei. Fertig.

nach den § usw. ist mir X Euro zugesprochen worden.
Evtl. setzt der Anwalt ja auch noch ein Schreiben auf für JC

Warum sollte man selbst gleich alle Karten auf Tisch legen, wenn etwas dabei ist was einem falsch ausgelegt werden könnte? Evtl. klappt es ja so und man schluckt den Köder
martinS ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2014, 12:06   #70
schweizer
 
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Zitat von martinS Beitrag anzeigen
Warum denn gleich alles vorzeigen?

Formlose Mitteilung:

Weil ich ohne Einladung abgelehnt wurde. Ablehnungsschreiben in Kopie bei. Fertig.

nach den § usw. ist mir X Euro zugesprochen worden.
Evtl. setzt der Anwalt ja auch noch ein Schreiben auf für JC

Warum sollte man selbst gleich alle Karten auf Tisch legen, wenn etwas dabei ist was einem falsch ausgelegt werden könnte? Evtl. klappt es ja so und man schluckt den Köder
behaupten kann man ja vieles.bin mir aber jetzt nicht sicher ob es ein urteil gibt das man arbeitsgerichtsurteile vorzeigen muss.
ich musste das auf jeden fall vor 20 jahren beim arbeitsamt
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Alt 17.06.2014, 12:10   #71
Barrit
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Zitat von schweizer Beitrag anzeigen
behaupten kann man ja vieles.bin mir aber jetzt nicht sicher ob es ein urteil gibt das man arbeitsgerichtsurteile vorzeigen muss.
ich musste das auf jeden fall vor 20 jahren beim arbeitsamt
ich musste bei Arbeitslosenmeldung angeben, was ich unternahm um Arbeitslosigkeit zu verhindern und ob ein Verfahren deswegen läuft wenn ja unter welchem Az...

Die Kündigung alleine war nicht ausschlaggebend sondern das was ich unternahm um die Arbiet nicht zu verlieren....
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Alt 17.06.2014, 12:54   #72
ela1953
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Fakt ist, dass ein Behinderter bei voraussichtlicher Eignung eingeladen werden muss.
Wie sich jetzt eine Spastik in den Beinen mit der Helferstelle in einer Küche verträgt mag ich nicht zu beurteilen.
Allerdings kann ein Spastiker aus meinem Bekanntenkreis keine nur stehende und gehende Arbeit ausüben.
Mir mit meinen Knie- und Rückenproblemen wird so eine Arbeit erst gar nicht mehr angeboten.
Denn dieTätigkeit in einer Küche ist schwere körperliche Arbeit.
Selbst meine junge und gesunde Tochter, die als Spülerin in einer Hotelküche gearbeitet hat, hat sich schnell eine leichtere Arbeit gesucht. Dabei handelte es sich sogar nur um einen Minijob.
Ich war mal zu einem Infovortrag über die Tätigkeiten in einen Cafe eingeladen. Es wurden Köche, Hauswirtschafter und Hilfen gesucht.
Die Arbeit wurde da auch als stressig und nur für körperlich belastbare Menschen geschildert.

Vielleicht wären die Chancen größer gewesen, wenn nicht bereits in der Bewerbung auf die Spastik in den Beinen hingewiesen worden wäre.
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Alt 17.06.2014, 13:37   #73
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Man muss wirklich stark zweifeln ob sie wirklich eine Arbeit sucht.Siehe hier ein anderes Thema von ihr.:

AW: psychologische Begutachtung Termin ist da
Also ruhig alle Hebel selbst in Bewegung bringen bzw. in Bewegung halten, weil ich ja Antrag schon gestellt hab.??

Ist es also nicht umbedingt Nachteil wenn es z.B. in 6-8Monaten vom Amt gefordert wird Rentenantrag zu stellen und ich wäre mit DEM Antrag, der schon jetzt(freiwillig) gestellt wurde dann evtl. gescheitert?!

Vor Gericht und auf hoher See sind wir in Gottes Hand.

Im Moment bin ich im "entspann dich"- Programm und lass mich so treiben.

Ändern kann ich zur Zeit nix, also warten was kommt auch wenn DAS nicht zu meinen Stärken gehört. Will wissen was jetzt Sache ist mit mir und meiner beruflichen Laufbahn.
Muss der Kampf weiter gehen oder geh ich zur Abwechslung mal OHNE Probleme und Hindernisse als Sieger vom Platz.

Mein Ziel ist im Moment: "Lasst mich in Ruhe mit Arbeit, das klappt eh nicht seit Jahren". Rente wäre da wohl eher was und dann die permanente Ruhe(Kein SB der mir ständig "gute Stellen" zukommen lässt)
Wenn das Ziel dauerhaft erreicht ist mach ich mir Gedanken mit was ich meine viele Freizeit dann verbringe. Muss dann ja wohl nicht mehr täglich Briefkasten bewachen, oder?! ;)
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Alt 17.06.2014, 14:23   #74
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Selten so einen Mumpitz gelesen wie hier.

Zu § 15 I AGG:

Der potenzielle AG muss beweisen, dass er die Diskriminierung nicht vorgenommen hat, weil nur dann hat er sie nicht zu vertreten (§ 15 Abs. 1 S. 2 AGG).

Der Bewerber muss dahingehend nichts beweisen.

Ferner ist Ausschlaggebend: Lesen und Verstehen. Mangelt es nämlich an letzterem, so bringt das um sich werfen mit Urteilen nämlich auch nichts.

Siehe:

Zitat von Tina123 Beitrag anzeigen
Meine Mandantin sandte Ihnen ihre Bewerbungsunterlagen zu und bewarb
sich auf die Stelle. Mit Schreiben vom 26.02.2014 teilten Sie mit,
dass die oben genannte Stelle zwischenzeitlich anderweitig besetzt
worden ist
und Sie die Bewerbungsunterlagen meiner Mandantin an
die sen zurückgesandt haben. [...]
In diesem Verhalten lässt sich bereits eine klare Absage erkennen (§§ 133, 157 BGB). Weshalb es nahe liegt, dass sich die Behörde in Schutzbehauptungen aalt.

Als Indiz für eine Schutzbehauptung lässt sich dies hier heranziehen:

Zitat von Tina123 Beitrag anzeigen
Kurz nachdem ich Anwalt eingeschaltet hatte (also weit nach der Absage, die ja ohne vorherige Einladung raus ging) kam dann Schreiben von Betrieb was aussagte "Stelle ist plötzlich wieder frei, möchten sie diese noch? können gerne eingeladen werden, rufen sie uns kurz an" [...]
Wenn der TE einen fähigen Anwalt hat, dürfte der Anspruch daher ohne große Probleme durchgehen.

m.M

__

"Beati monoculi in regione caecorum".

"Zitat aus 300"
Leonidas: "Du hast viele Sklaven, Xerxes, aber wenig Krieger. Es wird nicht lange dauern, bis sie meine Speere mehr fürchten, als Deine Peitschen."
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Alt 17.06.2014, 16:14   #75
Barrit
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nun der AG hat ja die Bewerbung samt Lenenslauf und einige Zeugnisse bekommen und daraus seine Schlüsse gezogen und in einer Küche kann es rauf und runter gehen da muss man auf die Uhr schauen alles läuft nach Plan und wenn dann jemand da ist der dauernd pausieren und oder die Arbeitshaltung durch sitzen, stehen ständig wechseln muss da kann sehr wohl von "ungeeignet" ausgegangen werden und hinzu kommt dann auch nocht, dass sich viele andere qualifizierte beworben haben die rund um die Uhr belastbar sind.... nichts für ungut - natürlich wünsche ich @Tina das sie es schafft und mit der Klage Erfolg hat und anerkannt wird.
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