Impressum Stichwortsuche Spenden Strafanzeigen Verfahrensrecht Registrieren Hilfe Interessengemeinschaften Kalender Suchen Alle Foren als gelesen markieren

Start > > -> Hausbesuch verweigert -- Kein Geld, nichts Schriftliches


ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


:  63
Antwort

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 07.08.2012, 19:40   #51
Speedport
Foren-Moderator/in
 
Benutzerbild von Speedport
 
Registriert seit: 15.05.2007
Beiträge: 3.338
Speedport Speedport Speedport Speedport Speedport Speedport Speedport Speedport Speedport Speedport
Standard AW: Hausbesuch verweigert -- Kein Geld, nichts Schriftliches

Zitat von jockel Beitrag anzeigen
..........................................

Meine Begründung steht doch eindeutig für jeden nachvollziehbar da, ohne jegliche "Ideologie", aber mit eindeutigem Klassenstandpunkt, ...................................................................... ......................
Lassen wirs gut sein. Wer so eine Aussage macht, lebt in einer anderen Welt, den erreichen keine Argumente mehr.
__

Gruß
speedport

Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht Dich auf sein Niveau herab und schlägt Dich da mit seiner Erfahrung.

Reiche und Schweine werden nach ihrem Tod besonders geschätzt.


Speedport ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2012, 11:51   #52
jockel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 26.11.2006
Ort: Riesa/Sachsen
Beiträge: 5.994
jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel
Standard AW: Hausbesuch verweigert -- Kein Geld, nichts Schriftliches

Zitat von Speedport Beitrag anzeigen
Lassen wirs gut sein. Wer so eine Aussage macht, lebt in einer anderen Welt, den erreichen keine Argumente mehr.
Ich habe 2 Welten durchlebt und durchlebe sie noch, die 2. Welt wird von Tag zu Tag unerträglicher und existenzvernichtend:

Die des Sozialismus und die des beschissenen, bundesdeutschen Nachwendekapitalismus. Und der Nachwendekapitalismus strotzt nur so vor stetig zunehmenden Menschenverachtung, Staats- wie Amtsterror.

Am Wendeanfang bist Du abwartend skeptisch und durch den Geschichts- und Staatsbürgerkundeunterricht der DDR vorgewarnt. Mal sehen, was da auf Dich zukommt. Integriere Dich und lasse Dich auf die neuen Verhältnisse ein, ... um ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft zu werden. Kannst dem sowieso nicht entfliehen. Eine kolossale soziale Veränderung um 180 Grad.

Für den Bürger aus den Altländern keine soziale Umstellung, sondern nur nach Kohls Aussage einheitsmäßig aus der Portokasse bezahlbar. Es bezahlen aber nicht alle sozialen Klassen und Schichten entsprechend ihrer vermögenden Belastbarkeit die Einheit verhältnismäßig gleich, sondern nur die Untertanenmichel. Nach einer Weile schwant dem Altländeruntertanenmichel, daß da mit der Einheitsfinanzierung was nicht stimmen kann und er sieht seine kleinen Vermögensfelle davonschwimmen, wogegen bei den Bessersortierten die Vermögen erhalten bleiben bzw. noch gewachsen sind. Es baut sich bei ihm langsam Hass und Wut auf - nicht aber gegen die Bessersortierten gerichtet, sondern dank der Klassenmedien der Bessersortierten gelenkt, gegen die Neuländeruntertanenmichel.

Die politische und wirtschaftliche Macht der Bessersortierten bleibt unangetastet erhalten, wenn sie so eine Politik des Teilens und Herrschens betreiben. Das lenkt von ihrer diktatorischen Macht und Herrschaft ab und läßt das soziale Teilen und Spalten nur bei den Untertanenmicheln zu.

Das Teilen und Herrschen nach alter Sitte funktioniert für ausschließlich Unten gedacht so:

Gibt dem einen Untertanenmichel ein wenig mehr als dem anderen Untertanenmichel und sie werden gegeneinander streiten. Auf der Zuschauertribüne sitzt der diesen Streit gesellschaftspolitisch organisiert hat und amüsiert sich köstlich. Er kommt gar nicht ins Blickfeld der Untertanenmichel.

Wirkt wie im alten Rom bei den Brot-und-Spiele-Veranstaltungen:

Oben der Kaiser mit seinem Hofstaat, dann die reichen Patrizier, dann die freien Bürger und ganz unten in der Arena die versklavten Gladiatoren, die sich gegenseitig abschlachten sollen oder eben die Opfer, die von wilden, halbverhungerten Raubtieren verspeist werden sollen.

Diesen Mißstand kann der Altländeruntertanenmichel auch gar nicht selbstständig erkennen, weil man dem Untertanenmichel nicht genügend gesellschaftspolitische Bildung verabreicht. So ist nunmal das bundesdeutsche Bildungswesen organisiert - sozial ständeorientiert. Jeder erhält grade mal soviel Bildung verabreicht wie es nötig ist, damit er in dieser Gesellschaftsordnung nicht aufmuckend funktioniert.

Um aufmucken zu können, braucht's nunmal mehr gesellschaftspolitischen Überblick wie eine Klassengesellschaft, die soziale Unterschiede durch Privateigentum an Produktionsmitteln schafft - mehr und erweiterte Bildung.

Merkt ihr nun, warum die Führer einer sozial unterdrückten Klasse in der Regel nicht aus dieser Klasse selbst hervorgehen, sondern mindestens aus einer sozial privilegierten Klasse darüber?

Friedrich Engels und Karl Marx waren keine Arbeiter und Bauern, sondern eingefleischte Vertreter der ausbeutenden Klasse der Bourgeoisie, nur mit einem "wönzigen" Unterschied zu Ihresgleichen:

Sie hatten ein soziales Gewissen und gesundes Gerechtigkeitsempfinden, was in der theoretischen Ausgestaltung einer besseren, gerechteren Gesellschaft mündete!

Privatwirtschaft ist das im Grundgesetz der BRD verankerte Fundament der ausbeutenden und unterdrückenden Herrschaftsform.

Stück um Stück bekommst Du die sozialen Niederträchtigkeiten dieser Gesellschaft zu spüren - in den Arbeitsbedingungen - wenn Du die Ehre hast - arbeiten zu dürfen, in Deinem sozialen Umfeld - es wird kühler und distanzierter - jeder lebt zunehmend für sich allein zurückgezogen in seiner sozialen (Wohnungs-)Nische, im Umgang mit öffentlichen Einrichtungen und Behörden. Das wächst sich im Laufe der Zeit bis zur Unerträglichkeit aus und wirkt deprimierend und depressiv auf Dich. Um die Unerträglichkeit nicht ständig spüren zu müssen, versinken viele im Alkohol oder im Drogenkonsum. Ich bin von beiden Betäubungen nicht abhängig und will es auch nicht, aber ich kann die Motivation dieser Leute nachvollziehen.

Wenn ich mir die Arbeitsverhältnisse und die soziale Sicherheit von beiden Gesellschaftssystemen vergleiche und ich war unten an der Betriebsbasis tätiger, berufserfahrener Arbeitswissenschaftler und Betriebswirt, dann ziehe ich mir die erlebte Welt des Sozialismus vor - um Galaxien besser - für solche Menschen wie mich - körperbehinderte Arbeitskräfte.

Man muß kein Sozialist oder Kommunist sein, um zu diesem Schluß zu kommen, sondern nur ein Mensch mit sozialem Gerechtigkeitsgefühl und gesunden Menschenverstand. Aber eins ist sicher - mit hoher Wahrscheinlichkeit - wirst Du mit so einer Einstellung nach der Wende - zum Sozialisten oder Kommunisten!

Im Kapitalismus ist die Welt für Polit-, Verwaltungs-, Unternehmer-, Juristen-Gauner, Ganoven, Verbrecher und deren Verwaltungsbüttel in Ordnung - alles Angehörige der Bourgeoisie, mindestens aber dem Spießbürgertum zugehörig - der Bessersortierten. Sie müssen, im Kern gesehen, nur gekonnt Lügen und Betrügen können und auf ihre Privilegien orientiert sein. Andere Fähigkeiten und Softskills brauchen sie nicht zu haben.

Für einen Menschen, der redlich arbeitet, arbeiten will, ist das Leben in dieser 2. Welt eine Qual. Man muß ständig aufpassen diesen Gaunern, Ganoven, Verbrechern oder Verwaltungsbütteln nicht ausgeliefert zu sein und nicht in ihr Visier zu kommen. Und man braucht Vitamin B - funktionierende Seilschaften, um sich sozial über Wasser halten zu können.

Wie sollen zwischenmenschliche Beziehungen unten an der Gesellschaftsbasis funktionieren, wenn jeder sozial zusehen muß, halbwegs um die Runden zu kommen, wenn eine Atmosphäre des gegenseitigen Belauerns und Denunzierens an die Obrigkeit, an die Bessersortierten, geschaffen wird und am Funktionieren gehalten wird?

Aus Dir, Speedport, spricht die mangelnde Lebenserfahrung diesem Unternehmer- und Beamtenterrorstaat noch keine 10 Jahre ununterbrochen ausgeliefert zu sein.

Wenn man sich bei diesen Unternehmer-Knallköppen um seriöse Arbeit bewirbt, dann erntest Du zu 98% Ignoranz und zu 2% rumeiernde Absagen (es wird von Jahr zu Jahr immer schlimmer),

wenn Du Dich an Ämter wendest und Anträge stellst, dann bekommst Du ein Bündel Formulare in die Hand gedrückt, die in unserem Fall
  • die Bundesagentur für Arbeit plus
  • die Deine Arbeitsagentur plus
  • die Dein Jobcenter
jeder für sich entworfen haben.

Die können alle zusammen die gleiche oder in Nuancen etwas variierte Inhalte besitzen, aber müssen komplett ausgefüllt sein, keine Lücken enthalten,

sonst wird der Antrag als solches, der hinter diesem Formularbündel steckt, nicht angenommen, geschweige denn bearbeitet.

Ja, jede Instanz erfindet das Rad nochmal neu, um seine Existenzberechtigung und die Möglichkeit der sinnlosen, überflüssigen Selbstbeschäftigung nachweisen zu können.

Von Rationalisierung keine Spur!!! Beamte werden nicht arbeitslos, sondern auf des Steuerzahlers Kosten angemessen wohlhabend frühpensioniert (bei passenden Amtsarzt). In der Phase der Prüfung der Fühpensionierung wirken sie sehr zerbrechlich und verschlissen, danach rennen die aber rum wie die Wiesel und brüsten sich wie sie den Steuerzahler unnötig auf der Tasche liegen statt bis zum Pensionseintrittsalter zu arbeiten.

Von Bürokratieabbau in der Arbeitslosenverwahrlosung keine Spur.

Nee, doch nicht so ganz: Es werden feine Unterschiede zwischen Beamter und Sachbearbeiter im Amt gemacht. Die vollerwerbstätig und berufserfahren waren, denen wird gekündigt und ersetzt durch kettenmäßig befristete, berufsunerfahrene Arbeitskräfte aus völlig anderen Ämtern zusammengewürfelt (Bahn, Post, Telekom, etc. pp.). Sind die eingearbeitet, dann endet ihr befristetes Arbeitsverhältnis und der wieder unerfahrene Arbeitskräftenachschub rückt nach, der sich wieder von vorn einarbeiten muß.

Das hat zur Folge, daß die ausgegebenen Bescheide voller Fehler gespickt sind - nachteilig für den antragstellenden Arbeitslosen. Ist auch beabsichtigt. Entweder hat der Arbeitslose die S c h n a u z e gestrichen voll und nimmt die amtlich produzierten Nachteile hin - dann hat die Verarmungs- und Verelendungsabsicht wieder mal Erfolg - oder es beginnt der Rechtsweg - der Widerspruch oder noch 'ne Spur schärfer - die Klage - eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme mit Ewigkeitsgarantie - für juristische Beamte, nicht für Arbeitslose - organisierte Planwirtschaft im Kapitalismus als Dankbarkeit des Terrorstaats BRD an seine juristisch dienenden Büttel und Lakaien.

Sind die Formularlücken teilweise oder vollständig vorhanden oder hat Dir eine zuarbeitende Einrichtung, Amt oder Unternehmen aus dem Formularbündel Teile nicht rechtzeitig zugearbeitet, hast Du die gesetzte Frist verschuldet oder unverschuldet überschritten und alle verfügbaren, abgearbeiteten Formulare abgegeben, ...

... zerreißt der Sachbearbeiter das abgegebene Formularbündel und beginnt das Spiel von vorm. Und das im Beisein einer in diesem Fach erfahrenen, mir zugewiesenen Diakonie-Begleitperson in der Sozial- und Arbeitslosenberatung, die unberührt dabeisteht und zusieht.

Gestern hautnah wieder mal im örtlichen Jobcenter erlebt. Das prägt die Arbeitslosen und hinterläßt bei ihnen soziale Narben.
jockel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2012, 18:01   #53
aufwachen
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Hausbesuch verweigert -- Kein Geld, nichts Schriftliches

Zitat von jockel Beitrag anzeigen
... zerreißt der Sachbearbeiter das abgegebene Formularbündel und beginnt das Spiel von vorm. Und das im Beisein einer in diesem Fach erfahrenen, mir zugewiesenen Diakonie-Begleitperson in der Sozial- und Arbeitslosenberatung, die unberührt dabeisteht und zusieht.
"Strafgesetzbuch (StGB)§ 133 StGB(Gesetz)Verwahrungsbruch
(1) Wer Schriftstücke oder andere bewegliche Sachen, die sich in dienstlicher Verwahrung befinden oder ihm oder einem anderen dienstlich in Verwahrung gegeben worden sind, zerstört, beschädigt, unbrauchbar macht oder der dienstlichen Verfügung entzieht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Dasselbe gilt für Schriftstücke oder andere bewegliche Sachen, die sich in amtlicher Verwahrung einer Kirche oder anderen Religionsgesellschaft des öffentlichen Rechts befinden oder von dieser dem Täter oder einem anderen amtlich in Verwahrung gegeben worden sind.

(3) Wer die Tat an einer Sache begeht, die ihm als Amtsträger oder für den öffentlichen Dienst besonders Verpflichteten anvertraut worden oder zugänglich geworden ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

§ 133 StGB, Verwahrungsbruch - Gesetze des Bundes und der Länder



"Verwaltungsverfahrensgesetz:
§ 71b Verfahren
(1) Die einheitliche Stelle nimmt Anzeigen, Anträge, Willenserklärungen und Unterlagen entgegen und leitet sie unverzüglich an die zuständigen Behörden weiter.
(2) Anzeigen, Anträge, Willenserklärungen und Unterlagen gelten am dritten Tag nach Eingang bei der einheitlichen Stelle als bei der zuständigen Behörde eingegangen. Fristen werden mit Eingang bei der einheitlichen Stelle gewahrt.
(3) Soll durch die Anzeige, den Antrag oder die Abgabe einer Willenserklärung eine Frist in Lauf gesetzt werden, innerhalb deren die zuständige Behörde tätig werden muss, stellt die zuständige Behörde eine Empfangsbestätigung aus. In der Empfangsbestätigung ist das Datum des Eingangs bei der einheitlichen Stelle mitzuteilen und auf die Frist, die Voraussetzungen für den Beginn des Fristlaufs und auf eine an den Fristablauf geknüpfte Rechtsfolge sowie auf die verfügbaren Rechtsbehelfe hinzuweisen.
(4) Ist die Anzeige oder der Antrag unvollständig, teilt die zuständige Behörde unverzüglich mit, welche Unterlagen nachzureichen sind. Die Mitteilung enthält den Hinweis, dass der Lauf der Frist nach Absatz 3 erst mit Eingang der vollständigen Unterlagen beginnt. Das Datum des Eingangs der nachgereichten Unterlagen bei der einheitlichen Stelle ist mitzuteilen.
(5) Soweit die einheitliche Stelle zur Verfahrensabwicklung in Anspruch genommen wird, sollen Mitteilungen der zuständigen Behörde an den Antragsteller oder Anzeigepflichtigen über sie weitergegeben werden. Verwaltungsakte werden auf Verlangen desjenigen, an den sich der Verwaltungsakt richtet, von der zuständigen Behörde unmittelbar bekannt gegeben.
(6) Ein schriftlicher Verwaltungsakt, der durch die Post in das Ausland übermittelt wird, gilt einen Monat nach Aufgabe zur Post als bekannt gegeben. § 41 Abs. 2 Satz 3 gilt entsprechend. Von dem Antragsteller oder Anzeigepflichtigen kann nicht nach § 15 verlangt werden, einen Empfangsbevollmächtigten zu bestellen."

VwVfG - Einzelnorm



"§ 71c Informationspflichten
(1) Die einheitliche Stelle erteilt auf Anfrage unverzüglich Auskunft über die maßgeblichen Vorschriften, die zuständigen Behörden, den Zugang zu den öffentlichen Registern und Datenbanken, die zustehenden Verfahrensrechte und die Einrichtungen, die den Antragsteller oder Anzeigepflichtigen bei der Aufnahme oder Ausübung seiner Tätigkeit unterstützen. Sie teilt unverzüglich mit, wenn eine Anfrage zu unbestimmt ist.
(2) Die zuständigen Behörden erteilen auf Anfrage unverzüglich Auskunft über die maßgeblichen Vorschriften und deren gewöhnliche Auslegung. Nach § 25 erforderliche Anregungen und Auskünfte werden unverzüglich gegeben."

VwVfG - Verwaltungsverfahrensgesetz
  Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2012, 21:16   #54
teddybear
Elo-User/in
 
Registriert seit: 10.04.2011
Beiträge: 3.577
teddybear teddybear teddybear teddybear teddybear teddybear teddybear teddybear teddybear teddybear teddybear
Standard AW: Hausbesuch verweigert -- Kein Geld, nichts Schriftliches

Zitat von archer Beitrag anzeigen

Ein spezieller Gruß @teddybaer:
Mit Deinem Tonfall und der von Dir angeführten Anzahl an Klagen und e.A. in Subthreas #31wird mir einmal mehr klar, dass man sehr aufpassen muss, auf wen man hört, sei es nun ein Profi oder ein "erfahrener Benutzer". Alles Weitere bezüglich Deiner Person spare ich mir. Nur eins noch: MEIN Hobby ist Modellbau...
Tja dann hoffe ich mal für dich, dass das Jobcenter dir auch weiterhin ermöglicht, dass du deinem Hobby nachgehen kannst und ganz spannend deine Modelleisenbahn beobachten kannst, wie sie sich ständig im Kreise dreht!

Anzunehmen, dass hier einer aus Hobby klagt, scheint auch dem Irrglaube unterlegen zu sein, dass er durch tägliches futtern von Stroh intelligenter wird!

Mein Hobby ist nun einmal zwangsläufig der Schutz meiner Familie vor der brutalen staatlichen JC Gewalt!

Sammle erstmal die Erfahrungen mit meinem Freakcenter und wir sprechen uns wieder mein lieber Eisenbahner-Freund! Ich wollte helfen aber dass kapierst du leider nicht! Liegt vielleicht auch an deinem """Hobby"""!
teddybear ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2012, 01:34   #55
jockel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 26.11.2006
Ort: Riesa/Sachsen
Beiträge: 5.994
jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel
Standard AW: Hausbesuch verweigert -- Kein Geld, nichts Schriftliches

Zitat von aufwachen Beitrag anzeigen
"Strafgesetzbuch (StGB)§ 133 StGB(Gesetz)Verwahrungsbruch
(1) Wer Schriftstücke oder andere bewegliche Sachen, die sich in dienstlicher Verwahrung befinden oder ihm oder einem anderen dienstlich in Verwahrung gegeben worden sind, zerstört, beschädigt, unbrauchbar macht oder der dienstlichen Verfügung entzieht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Dasselbe gilt für Schriftstücke oder andere bewegliche Sachen, die sich in amtlicher Verwahrung einer Kirche oder anderen Religionsgesellschaft des öffentlichen Rechts befinden oder von dieser dem Täter oder einem anderen amtlich in Verwahrung gegeben worden sind.

(3) Wer die Tat an einer Sache begeht, die ihm als Amtsträger oder für den öffentlichen Dienst besonders Verpflichteten anvertraut worden oder zugänglich geworden ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

§ 133 StGB, Verwahrungsbruch - Gesetze des Bundes und der Länder



"Verwaltungsverfahrensgesetz:
§ 71b Verfahren
(1) Die einheitliche Stelle nimmt Anzeigen, Anträge, Willenserklärungen und Unterlagen entgegen und leitet sie unverzüglich an die zuständigen Behörden weiter.
(2) Anzeigen, Anträge, Willenserklärungen und Unterlagen gelten am dritten Tag nach Eingang bei der einheitlichen Stelle als bei der zuständigen Behörde eingegangen. Fristen werden mit Eingang bei der einheitlichen Stelle gewahrt.
(3) Soll durch die Anzeige, den Antrag oder die Abgabe einer Willenserklärung eine Frist in Lauf gesetzt werden, innerhalb deren die zuständige Behörde tätig werden muss, stellt die zuständige Behörde eine Empfangsbestätigung aus. In der Empfangsbestätigung ist das Datum des Eingangs bei der einheitlichen Stelle mitzuteilen und auf die Frist, die Voraussetzungen für den Beginn des Fristlaufs und auf eine an den Fristablauf geknüpfte Rechtsfolge sowie auf die verfügbaren Rechtsbehelfe hinzuweisen.
(4) Ist die Anzeige oder der Antrag unvollständig, teilt die zuständige Behörde unverzüglich mit, welche Unterlagen nachzureichen sind. Die Mitteilung enthält den Hinweis, dass der Lauf der Frist nach Absatz 3 erst mit Eingang der vollständigen Unterlagen beginnt. Das Datum des Eingangs der nachgereichten Unterlagen bei der einheitlichen Stelle ist mitzuteilen.
(5) Soweit die einheitliche Stelle zur Verfahrensabwicklung in Anspruch genommen wird, sollen Mitteilungen der zuständigen Behörde an den Antragsteller oder Anzeigepflichtigen über sie weitergegeben werden. Verwaltungsakte werden auf Verlangen desjenigen, an den sich der Verwaltungsakt richtet, von der zuständigen Behörde unmittelbar bekannt gegeben.
(6) Ein schriftlicher Verwaltungsakt, der durch die Post in das Ausland übermittelt wird, gilt einen Monat nach Aufgabe zur Post als bekannt gegeben. § 41 Abs. 2 Satz 3 gilt entsprechend. Von dem Antragsteller oder Anzeigepflichtigen kann nicht nach § 15 verlangt werden, einen Empfangsbevollmächtigten zu bestellen."

VwVfG - Einzelnorm



"§ 71c Informationspflichten
(1) Die einheitliche Stelle erteilt auf Anfrage unverzüglich Auskunft über die maßgeblichen Vorschriften, die zuständigen Behörden, den Zugang zu den öffentlichen Registern und Datenbanken, die zustehenden Verfahrensrechte und die Einrichtungen, die den Antragsteller oder Anzeigepflichtigen bei der Aufnahme oder Ausübung seiner Tätigkeit unterstützen. Sie teilt unverzüglich mit, wenn eine Anfrage zu unbestimmt ist.
(2) Die zuständigen Behörden erteilen auf Anfrage unverzüglich Auskunft über die maßgeblichen Vorschriften und deren gewöhnliche Auslegung. Nach § 25 erforderliche Anregungen und Auskünfte werden unverzüglich gegeben."

VwVfG - Verwaltungsverfahrensgesetz
Danke für den Rechtshinweis.
jockel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2012, 04:49   #56
gast_
Elo-User/in
 
Registriert seit: 12.10.2008
Beiträge: 22.613
gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_
Standard AW: Hausbesuch verweigert -- Kein Geld, nichts Schriftliches

Zitat von teddybear Beitrag anzeigen
Kiwi ich muss auch hin und wieder mal so richtig abkotzen können! Sicher verstehst du das!
Natürlich versteh ich das - nur das sollte man besser im offtopic tun als im Hilfebereich -

ich versuch übrigens immer da meinen Ärger loszuwerden wo ich zuviel kriege...

z.B. heute hab ich mich über ne SB bei der Elterngeldstelle geärgert - die hat Kontra von mir bekommen und durfte die email von mir ihrem Chef weiterleiten - und der mir antworten

Hab mal wieder klargestelt: Mit mir nicht... in der Sache um die es ging und auch ihr Verhalten mir gegenüber, weil ich ihre Entscheidung hinterfragt hatte legte sie einfach den Hörer auf.
Nicht mir mir...
gast_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2012, 04:52   #57
gast_
Elo-User/in
 
Registriert seit: 12.10.2008
Beiträge: 22.613
gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_
Standard AW: Hausbesuch verweigert -- Kein Geld, nichts Schriftliches

Zitat von jockel Beitrag anzeigen
Habe ich speziell heute im örtlichen Jobcenter Riesa erlebt wie man sich berechtigter Leistungsansprüche entledigt, indem diese Amtsperson vor Deinen Augen gültige Antragsformulare, die geltende Leistungsansprüche enthielten einfach durch Zerreißen entsorgte.
Wie hast du reagiert?
gast_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2012, 12:10   #58
jockel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 26.11.2006
Ort: Riesa/Sachsen
Beiträge: 5.994
jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel
Standard AW: Hausbesuch verweigert -- Kein Geld, nichts Schriftliches

Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
Natürlich versteh ich das - nur das sollte man besser im offtopic tun als im Hilfebereich -

ich versuch übrigens immer da meinen Ärger loszuwerden wo ich zuviel kriege...

z.B. heute hab ich mich über ne SB bei der Elterngeldstelle geärgert - die hat Kontra von mir bekommen und durfte die email von mir ihrem Chef weiterleiten - und der mir antworten

Hab mal wieder klargestelt: Mit mir nicht... in der Sache um die es ging und auch ihr Verhalten mir gegenüber, weil ich ihre Entscheidung hinterfragt hatte legte sie einfach den Hörer auf.
Nicht mir mir...
Siehste Kiwi = so die Eigenbezeichnung der Ureinwohner Neuseelands (abgeleitet von dem flugunfähigen Vogel Neuseelands),
Du hast noch Biss.

Den muß man auch haben, wenn man existentiell mit dem Rücken zur Wand steht. Das man uns jobsuchende Erwerbslose erst in diese auswegslose, bissige Lage bringt (der Unternehmer mit seiner Entlassungspolitik aus Profitgründen und die Verwaltungsschikane sich anschließt, weil Unternehmerverbände auch ihre dreckigen, kontrollierenden Pfoten in Aufsichtsrats-, Vorstands- und Verwaltungsratsetagen der Verwaltungsbehörden wie eben den Arbeitslosenverwahrlosungsämtern haben und die Umgangsformen der Sachbearbeiter / Beamte mit uns und die dazu einzusetzenden Finanzen vorschreiben), folgt daraus. Es geht einfach ums Überleben, nicht mehr und nicht weniger, erst recht wenn alle "Notgroschen" = Ersparnisse zum Lebensunterhalt (auch eine verordnete Auflagenerfindung gegen Arbeitslose von Unternehmerbänden und ihren angeschlossenen Berater-/Lobbyistenhorden) auch verbraucht wurden.

Ich hatte in den 10 Jahren abgelaufener Arbeitslosigkeit immer wieder gehofft, das man diesen Torturen durch eigeninitiatives Bewerben bei Arbeitgebern entrinnen kann. Es kann doch nicht sein, daß alle davon kaltschnäuzig und abweisend sind, zumal man sich von Unternehmerseite immer mit dem Nimbus eines sozialen, christlich eingestellten, abendländisch zivilisierten Unternehmers umgibt, der betriebliche Sozialpartnerschaften pflegt. Die paar anständigen, vertrauenswürdigen Unternehmer mit der alten kaufmännischen Ehrbarkeit mag's zwar in der kapitalistischen Welt geben, die mit ihren Belegschaften vernünftig umgehen. Die sind aber die berühmten Stecknadeln im großen Heuhaufen. Und die zu finden, und ausgerechnet in Deiner Wohnortnähe, ist so gut wie aussichtslos. Erst recht, wenn Dir das Vitamin B fehlt. Solche ehrbaren Kaufleute werden bei Zeiten von der Bildfläche verschwinden, weil sie gegen ihre skrupellosen Unternehmerkonkurrenten nicht gegenhalten können. Einen geschäftlichen Ehrenkodex zwischen den Unternehmen gibt es nicht in deren Haifischbecken. Das sollten endlich auch mal die kleinen Existenzgründer begreifen. Sie kämpfen von Anfang an als kleiner räuberischer Piranha auf verlorenem Posten.

In diesen 10 Jahren klammerst Du Dich an diese Hoffnung, Erfolg mit Bewerbungen zu haben und machst immer wieder auf Stehaufmännchen. In den 10 Jahren bekommst Du aber mit jeder vergeblich verlaufenen Bewerbung zu spüren, daß Dein und das soziale Schicksal von Millionen Menschen nebensächlich ist. Dieses Ausgrenzen und Abschieben hat gesellschaftspolitische Methode.

Irgendwann ist die Luft raus und Du willst nicht mehr. Soll da kommen, was und wer da will. An diesen Punkt bin ich. Es gibt in dieser kapitalistischen Gesellschaft unten an der Basis keinen Zusammenhalt, weil jeder sozial und vor allem finanziell vereinzelt und isoliert wird.

Die Politiker und Unternehmer wollen diese Machtverhältnisse, um bei Bedarf jederzeit auf billig gemachte Fachkräfte zugreifen zu können und sie instruieren ihre Verwaltungsbüttel, wie diese mit uns umzugehen haben. Denn Politiker und Unternehmer scheuen den direkten Kontakt mit erwerbslosen Untertanen. Ihre feinen Fingerchen müssen sauber bleiben. Für die Drecksarbeit und den schäbigen Umgang hat man die Verwaltungs- und Juristenbüttel und man überträgt ihnen die Verfügungsgewalt und den Spaßfaktor über die Lebensbedingungen der Arbeitslosen mit dem Ziel, einen sozialen Wiederaufstieg mit allen legalen und illegalen Mitteln und Tricks zu unterbinden. Deshalb verwende ich nicht mehr den Begriff Arbeitslosenverwaltung, sondern Arbeitslosenverwahrlosung. Man ist kein Mensch mit Würde und Menschenrechten. Man ist erklärter Sondermüll, um den sich keiner mehr zu kümmern hat.

Wichtig ist eins:

Die unbegrenzete sichere Funktionsweise von Kapital und Profit durch eine Politik der platzenden Unternehmerbrieftaschen auf Kosten von Millionen Menschen. Kapital und Profit wird in immer weniger Hände konzentriert und durch Zinseszinswirtschaft (eben Profit) akkumuliert (= angehäuft). Das nennt man Monopolisierung in imperialen (= globalen) Dimensionen. So entsteht im Verlauf der Zeit aus einer kleinen örtlichen kapitalistischen Wirtschaftsfabrik und kleiner örtlichen Pfandleihe ein regionales, später landesweites und noch weiter ein länderübergreifendes bis kontinentales wechselseitiges Wirtschafts-Finanz-Filzgeflecht, was man Konzern nennt. Konzerne greifen auf kommunale und staatliche Strukturen zu und werden so zum Staatsmonopolismus. Überschreitet es Kontinente, dann spricht man vom Imperialismus (Imperium = Weltreich).

Es fällt auf:

Der Kapitalismus ist von kleinen zu immer größeren Einheiten gewachsen, hat sich örtlich, regional, landesbezogen und global politisch, wirtschaftlich, militärisch und juristisch vernetzt und untereinander absichernd organisiert.

Im Gegenzug:

Die werktätige Bevölkerung, die Arbeitslosen und Hilfebedürftigen bleiben örtlich und finanziell vereinzelt. Es besteht zwischen Beiden keine ausgleichende Waffengleichheit.

Wo sind denn die werktätige Bevölkerung, die Arbeitslosen und Hilfebedürftigen globalisiert vernetzt und organisiert?

Das Internet fängt die bestehende Waffenungleichheit nicht ab.
jockel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2012, 13:35   #59
jockel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 26.11.2006
Ort: Riesa/Sachsen
Beiträge: 5.994
jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel
Standard AW: Hausbesuch verweigert -- Kein Geld, nichts Schriftliches

Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
Wie hast du reagiert?
Ich war baff und meine im Sozialrecht versierte Begleitperson von der Diakonie interessiert das nicht.

Ich bin noch!!! Gewerkschaftsmitglied in der IG Bau und versuche über die DGB Rechtsschutz GmbH diesen verlorenen Alg-II-Anspruch, der durchs Zerreißen entstanden ist, zu bekämpfen.

Ich fürchte nur, für die Anwendung des § 133 StGB und §§ 71 b und c VwVfG gibt es keine juristische Handhabe. Es liegt kein ablehnender Bescheid zugrunde, um den üblichen Verfahrensweg in Sinne des Sozialrechts einzuschlagen.

Die Diakonie-Begleitperson wird einen Teufel tun, das Zerreißen der Antragsformulare zu bestätigen. Die Diakonie ist abhängig von den Fördermitteln und Zuschüssen der Arbeitsagentur und des Jobcenters (z.B. geförderte Beratungsdienste, Behindertenwerkstätten, Fahrdienste). Die wird wohl eher diese Mitarbeiterin entlassen, falls sie mir beisteht, als auf die amtlichen Fördermittel für die Diakoniedienstleistungen zu verzichten. Die Diakoniesachbearbeiterin ließ durchblicken, daß sie nur 75% ihrer eigentlichen Bezüge erhält und ihre Familie durchzubringen hätte.

Wenn ich diesen Fall der Gewerkschaft vortrage, habe ich evtl. eine Chance der zerreißwütigen Jobcenter-Mitarbeiterin an die Karre zu fahren. Das Jobcenter gibt für jeden Formularsatz zwei amtlich gleichdatierte Belege aus (das Anschreiben und den ausgestempelten Hauptantrag auf ALG II). Den Hauptantrag und das Anschreiben hat sie zerrissen, ... Ich habe das Vorgänger-Anschreiben als Duplikat eingescannt auf meinen PC. Anschreiben und Hauptantrag gibt es immer als datiertes Doppel, damals und heute wieder.

So könnte ich meinen Alg-II-Anspruch rückwirkend im Analogieschluß begründen.

Auch den juristischen Einwand des Gerichtes kann ich bekämpfen, warum ich zum damaligen Zeitpunkt (18.01.2012) unter der gesetzten Abgabefrist von 14 Tagen nicht alle Belege im ausgefüllten Zustand zur Antragsbearbeitung abgegeben hatte. Denn wenn man nicht zügig diese Unterlagen abgibt, dann ist man nicht hilfebedürftig.

Ich war schon damals hilfebedürftig und hatte längst die Schonvermögensgrenze durch normalen Verbrauch der Ersparnisse weit unterschritten. Das wird aus der Historie der Kontoauszüge ersichtlich.

Ich hatte damals und habe noch immer die S c h n a u z e gestrichen voll, von diesem Wust an auszufüllenden Formularen, wo sich eine ganze Reihe davon nur in Nuancen voneinander unterscheiden.

Jetzt kommt noch hinzu, daß sich paar Krankheiten ansammeln, die ich nicht aus eigener Kraft auskurieren kann und die lebensbedrohlich werden können. Also muß ich zwingend in den Alg-II-Leistungsbezug zurück, weil die andere Schiene Jobbewerbung und damit Rückkehr in die Krankenversicherung nicht funktioniert. Ich kann mir eine fachärztliche Behandlung aus eigener Kraft nicht leisten.

Ein Beispiel:

Der auszufüllende KdU-Schein

Landratsamt Meissen, Jobcenter, Übersichtsseite downloadbare Formulare

Anlage KdU (Download, *.pdf, 016 MB)

Es ist unschwer zu erkennen, daß der KdU-Schein ein bundesweit einheitlich verbindliches Antragsformular ist, was die Bundesagentur für Arbeit entworfen hat.

Was macht das Jobcenter Meissen?

Es erfindet das Rad nochmals neu und bastelt sich eine eigene Mietbescheinigung entwurfsmäßig zusammen, neben dem KdU-Schein der Bundesagentur für Arbeit. Man muß sein eigenes Süppchen kochen und die Arbeit ein zweites Mal unsinnig wiederholen, nur damit das Amt seine Existenzberechtigung zur Selbstbeschäftigung nachweist.

Die Mietbescheinung gab es auch zum Download unter www.kreis-meissen.org/download/.../Mietbescheinigung0111.pdf . Der Link ist aber tot.

Und alle halbe Jahre wird die Formularstruktur nur optisch etwas variiert, aber inhaltlich bleibt alles beim alten. Schwupps, ist das Formular der Vorgänger-Mietbescheinigung ungültig.

Hier die passende KdU-Verwaltungsvorschrift des Landkreises Meissen mit Uralt-Datum 01.01.2009 im Internet:

Verwaltungsvorschrift des Landkreises Meißen zur Angemessenheit der Kosten für Unterkunft und Heizung (VwV KdU) nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) und Zwölftes Buch (SGB XII) - Neufassung ab 01.01.2009 [Download,*.doc, 0,07 MB]

Die Mietbescheinigung darf nicht der Hauptmieter und auch nicht der arbeitslose Untermieter ausfüllen, sondern nur der Vermieter. Dabei stehen alle Daten im Mietvertrag des Hauptmieters und in der Betriebskostenabrechnung des Hauptmieters drin.

Auch die Wohnungsgröße in qm und ihre Zimmeraufteilung und getrennte Nutzung nach Hauptmieter und Untermieter oder die Ableseprotokolle der Heizkörper, des Stromzählers, der Frisch- und Abwasserzähler sind allen Beteiligten bekannt.

Die Sachbearbeiterin in der Dresdner Wohnungsverwaltung greift sich an den Kopf und sagt den Wisch könne man selber ausfüllen
jockel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.08.2012, 11:12   #60
Christi
Elo-User/in
 
Benutzerbild von Christi
 
Registriert seit: 22.04.2010
Beiträge: 481
Christi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Hausbesuch verweigert -- Kein Geld, nichts Schriftliches

Zitat von jockel Beitrag anzeigen
Sage das mal einem Amtsmenschen ins Gesicht und er wird sich diese Verleumdung verwahren. Die sind blind, die Realitäten bewußt wahrnehmen zu wollen.

Habe ich speziell heute im örtlichen Jobcenter Riesa erlebt wie man sich berechtigter Leistungsansprüche entledigt, indem diese Amtsperson vor Deinen Augen gültige Antragsformulare, die geltende Leistungsansprüche enthielten einfach durch Zerreißen entsorgte. So schnell kannst Du gar nicht sehen wie sie Deine Beweismittel vernichten. Man muß von allen Belegen nochmals Kopien machen, die Originalbelege behalten und nur die Kopien zur Antragsbearbeitung abgeben.

Menschenwürde für Arbeitslose ist nicht vorgesehen. Wir sind lästige Bittsteller, die man arm machen und entrechten muß.

Dreistfreches Amtspersonal siegt!!!

Die andere Masche: Sie übergeben Dir ein dickes Bündel von Formularen, die Du zum angesetzten Bearbeitungstermin vollständig ausgefüllt zu übergeben hast. Wehe es gibt in diesen Bündel paar nicht ausgefüllte Einzelposten. Da wird der Antrag nicht bearbeitet und alle bereits ausgefüllten Formulare werden für ungültig erklärt und Du kannst das Spiel mit dem Ausfüllen solcher Formularbündel von vorn beginnen.

So drücken sich Jobcenter vor der Antragsbearbeitung und schinden Zeit auf Kosten des Arbeitslosen.

Wenn man sowas sieht und erlebt, denkst Du Dein Recht gewaltsam mit Schußwaffe durchsetzen zu müssen.

Diese Amtswillkür muß man immer mit gut versteckter Kamera dokumentieren, sonst glaubt das Dir kein Mensch.

Nun erklärt sich mir auch der medizinische Dienst des Amtes. Die müssen widerstandsbereite Arbeitslose für unmündig erklären, so daß Du reif für die Geschlossene wirst.

Asterix hat doch recht: Es gibt Ämter, die Menschen verrückt machen und nicht nur im alten Rom, sondern in der heutigen bundesdeutschen Herrenmenschenherrlichkeit.

Asterix erobert Rom - Das Haus, das Verrückte macht - YouTube
Ja am Besten von jedem Dokument eine Kopie machen!!!
__

Niemals aufgeben
Christi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.08.2012, 10:51   #61
archer->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 02.08.2012
Beiträge: 11
archer
Standard AW: Hausbesuch verweigert -- Kein Geld, nichts Schriftliches

Aktueller Sachstand:
Mein RA hat Anfang des Monats (August 2012) der ARGE eine Frist von 3 Tagen gegeben, die Zahlungen wieder aufzunehmen. Begründung: Da ich einen gültigen BewBesch habe, darf die Zahlung nicht eingestellt werden, dies sei rechtswidrig. Ein paar belehrende Worte zum Thema Hausbesuch haben die Kollegen ebenfalls noch mit auf den Weg bekommen. Da die ARGE wie erwartet nicht reagierte (mein RA sinngemäß etwa so: "Die reagieren nie, die sind viel zu lahmarschig, das ist eine reine Massenverwaltung. Ich hab im Moment über 100 Fälle mit denen am Laufen. Mit Logik hat da nichts, was die machen, irgendetwas zu tun". Nun ja, wer hättes das gedacht...
Nach Ablauf der Frist erfolgte der Antrag auf Einstw. Anordnung ans zuständige Sozialgericht, u.A. mit der Begründung, daß ich meine Miete nicht zahlen könne (was den Tatsachen entspricht).

Mitte diesen Monats (August 2012) hatte ich plötzlich meinen "Sold" auf dem Konto. Über meinen RA bekam ich ein Fax der ARGE an das zuständige Sozialgericht, daß die Zahlungen wieder aufgenommen werden und die Antragsgegnerin (ARGE) grundsätzlich bereit ist, alle aussergerichtlichen Kosten zu übernehmen.

Was letztendlich genau hinter der Sache steckt, kann ich nur vermuten. Sollte die ARGE auf die Idee kommen, meinen nächten Antrag nicht zu bewilligen, weil ich den Hausbesuch nicht zugelassen habe oder sich irgend eine andere absurde Idee einfallen lassen, bin ich sofort wieder im Büro meines RAs, das hat er mir auch empfohlen, mein gesteigerter Argwohn gegenüber dem rechtsstaatlich orientierten sensiblen Fachpersonal "meiner" Leistungsabteilung tut sein Übriges, extremst auf der Hut zu sein. Meinen Folgeantrag werde ich besser selber mit Zeugen abgeben, ich trau den Experten keinen Nanometer mehr über den Weg.

Bedankt
archer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.08.2012, 12:28   #62
Christi
Elo-User/in
 
Benutzerbild von Christi
 
Registriert seit: 22.04.2010
Beiträge: 481
Christi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Hausbesuch verweigert -- Kein Geld, nichts Schriftliches

Zitat von archer Beitrag anzeigen
Aktueller Sachstand:
Mein RA hat Anfang des Monats (August 2012) der ARGE eine Frist von 3 Tagen gegeben, die Zahlungen wieder aufzunehmen. Begründung: Da ich einen gültigen BewBesch habe, darf die Zahlung nicht eingestellt werden, dies sei rechtswidrig. Ein paar belehrende Worte zum Thema Hausbesuch haben die Kollegen ebenfalls noch mit auf den Weg bekommen. Da die ARGE wie erwartet nicht reagierte (mein RA sinngemäß etwa so: "Die reagieren nie, die sind viel zu lahmarschig, das ist eine reine Massenverwaltung. Ich hab im Moment über 100 Fälle mit denen am Laufen. Mit Logik hat da nichts, was die machen, irgendetwas zu tun". Nun ja, wer hättes das gedacht...
Nach Ablauf der Frist erfolgte der Antrag auf Einstw. Anordnung ans zuständige Sozialgericht, u.A. mit der Begründung, daß ich meine Miete nicht zahlen könne (was den Tatsachen entspricht).

Mitte diesen Monats (August 2012) hatte ich plötzlich meinen "Sold" auf dem Konto. Über meinen RA bekam ich ein Fax der ARGE an das zuständige Sozialgericht, daß die Zahlungen wieder aufgenommen werden und die Antragsgegnerin (ARGE) grundsätzlich bereit ist, alle aussergerichtlichen Kosten zu übernehmen.

Was letztendlich genau hinter der Sache steckt, kann ich nur vermuten. Sollte die ARGE auf die Idee kommen, meinen nächten Antrag nicht zu bewilligen, weil ich den Hausbesuch nicht zugelassen habe oder sich irgend eine andere absurde Idee einfallen lassen, bin ich sofort wieder im Büro meines RAs, das hat er mir auch empfohlen, mein gesteigerter Argwohn gegenüber dem rechtsstaatlich orientierten sensiblen Fachpersonal "meiner" Leistungsabteilung tut sein Übriges, extremst auf der Hut zu sein. Meinen Folgeantrag werde ich besser selber mit Zeugen abgeben, ich trau den Experten keinen Nanometer mehr über den Weg.

Bedankt
Die wo die wirklichen Fäden ziehen das sind die Stadträte und
Bürgermeister was die Willkür gegen Harz 4 Empfänger betrift.
__

Niemals aufgeben
Christi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2012, 09:08   #63
CanisLupusGray
Elo-User/in
 
Benutzerbild von CanisLupusGray
 
Registriert seit: 22.12.2007
Ort: Hinter den Sieben Bergen
Beiträge: 792
CanisLupusGray CanisLupusGray CanisLupusGray CanisLupusGray CanisLupusGray CanisLupusGray CanisLupusGray
Standard AW: Hausbesuch verweigert -- Kein Geld, nichts Schriftliches

Herzlichen Glückwunsch zum (Teil-)Erfolg.

und lasst mich raten:

Strafrechtlich Relevantes Verhalten seitens der Amtsträger ist nicht erkenn- / nachweisbar?

Warum tun DIE das ungestraft? - Weil Sie ´s können

Und die Lämmer schweigen ...
__

Wenn ich Politiker wäre, würde ich jetzt für meine Meinungsäußerungen keine Verantwortung übernehmen.
CanisLupusGray ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2012, 17:09   #64
Christi
Elo-User/in
 
Benutzerbild von Christi
 
Registriert seit: 22.04.2010
Beiträge: 481
Christi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Hausbesuch verweigert -- Kein Geld, nichts Schriftliches

Zitat von CanisLupusGray Beitrag anzeigen
Herzlichen Glückwunsch zum (Teil-)Erfolg.

und lasst mich raten:

Strafrechtlich Relevantes Verhalten seitens der Amtsträger ist nicht erkenn- / nachweisbar?

Warum tun DIE das ungestraft? - Weil Sie ´s können

Und die Lämmer schweigen ...
Die Lämmer schweigen nicht und tun ihr Möglichstes
__

Niemals aufgeben
Christi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2012, 18:44   #65
Speedport
Foren-Moderator/in
 
Benutzerbild von Speedport
 
Registriert seit: 15.05.2007
Beiträge: 3.338
Speedport Speedport Speedport Speedport Speedport Speedport Speedport Speedport Speedport Speedport
Standard AW: Hausbesuch verweigert -- Kein Geld, nichts Schriftliches

Zitat von jockel Beitrag anzeigen
..............................................

Die Diakonie-Begleitperson wird einen Teufel tun, das Zerreißen der Antragsformulare zu bestätigen. Die Diakonie ist abhängig von den Fördermitteln und Zuschüssen der Arbeitsagentur und des Jobcenters (z.B. geförderte Beratungsdienste, Behindertenwerkstätten, Fahrdienste). Die wird wohl eher diese Mitarbeiterin entlassen, falls sie mir beisteht, als auf die amtlichen Fördermittel für die Diakoniedienstleistungen zu verzichten. Die Diakoniesachbearbeiterin ließ durchblicken, daß sie nur 75% ihrer eigentlichen Bezüge erhält und ihre Familie durchzubringen hätte.

......................................................
DAnn solltest Du Dir einen anderen Beistand suchen.

Diese Diakoniemitarbeiterin ist mit Sicherheit im JC bekannt und ihre Wurstigkeit auch.

Dann lieber einen schweigsamen Halbidioten mitnehmen, den der SB nicht kennt und einordnen kann. Dann ist er wenigstens vorsichtig.
__

Gruß
speedport

Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht Dich auf sein Niveau herab und schlägt Dich da mit seiner Erfahrung.

Reiche und Schweine werden nach ihrem Tod besonders geschätzt.


Speedport ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Stichwortsuche
geld, hausbesuch, nichts, schriftliches, verweigert

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen

Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Hausbesuch abgelehnt - Kein Geld Toulon Grundsicherung SGB XII 14 20.10.2011 19:58
Kein Geld nach unangekündigtem Hausbesuch Arthur Bedarfs- / Haushalts- u. Wohngemeinschaften / Familie 12 15.08.2009 10:57
Kein Geld vor und nach Hausbesuch EvilMind ALG II 8 26.11.2008 01:02
unbegründeter Hausbesuch ignoriert - kein Geld überwiesen smartie77 ALG II 19 05.04.2007 20:10
Hausbesuch verweigert-Geld gesperrt!! Jimmy11 Allgemeine Fragen 6 02.02.2006 10:42


Es ist jetzt 03:50 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2017 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2017 DragonByte Technologies Ltd.
ELO-Forum by Erwerbslosenforum Deutschland