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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 02.06.2014, 20:51   #76
teddybear
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Standard AW: arbeiten ohne Arbeitsvertrag

Zitat von P123 Beitrag anzeigen
Dann wohl eher nicht. Ich halte die Empfehlung, der Arbeitsstätte fernzubleiben, bis der Arbeitgeber darob fristlos kündigt, für etwas weit daneben.
Ich empfehle nichts, ich schreibe nur nieder, was andere Menschen in dem Fall hier machen würden!

Was soll eigentlich fristlos gekündigt werden? Der ""Arbeitsvertrag"" den bis jetzt immer noch keiner kennt?

Leute die ohne was schriftl. in der Hand zu haben für andere malochen, sind in meinen Augen, um es vorsichtig auszudrücken, extrem blauäugig und mithin auch ideale Betrugsopfer!
teddybear ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2014, 21:18   #77
P123
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Standard AW: arbeiten ohne Arbeitsvertrag

Zitat von teddybear Beitrag anzeigen
Ich empfehle nichts, ich schreibe nur nieder, was andere Menschen in dem Fall hier machen würden!

Was soll eigentlich fristlos gekündigt werden? Der ""Arbeitsvertrag"" den bis jetzt immer noch keiner kennt?
Liest Du auch anderer Leute Beiträge oder nur Deine eigenen? Der Inhalt des Arbeitsvertrages wäre kein Geheimnis, wenn wir die korrekte Branche und die Region kennen würden. Soweit ins Detail zu gehen würde ich dem Fredstarter natürlich nicht empfehlen. Das kann er sich alles im Internet, beim Betriebsrat bzw.der Gewerkschaft holen.

Letztlich läuft es darauf hinaus, daß er ohne AU die außerordentliche Kündigung bekommt (unentschuldigtes Fehlen) und mit AU die ordentliche (Probezeit).

Zitat von teddybear Beitrag anzeigen
Leute die ohne was schriftl. in der Hand zu haben für andere malochen, sind in meinen Augen, um es vorsichtig auszudrücken, extrem blauäugig und mithin auch ideale Betrugsopfer!
Jein. Ich habe schon zwölf Jahre ohne Arbeitsvertrag gearbeitet und damit keine Probleme gehabt und zuletzt trotz Arbeitsvertrag richtig in die Sch... gegriffen. Es kommt da immer auf die konkreten Bedingungen an. Und die kann man nur im jeweiligen Einzelfall einschätzen. Tatsache ist wohl, daß die Unternehmergenerationen, für die ein Handschlag und ein Wort noch etwas galten, nun langsam aber sicher auf den Heiligen Acker wandern ...
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Alt 02.06.2014, 22:39   #78
jockel
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Standard AW: arbeiten ohne Arbeitsvertrag

Zitat von bluemert Beitrag anzeigen
@jockel:

Es ist höchst ungewöhnlich, dass sich jemand mit solchen Reden für andere einsetzt bzw. ihnen Mut macht und ihnen versucht den Rücken zu stärken.

Das machen idR aber nur Menschen, die sich "auskennen" oder mal etwas ähnliches erlebt haben. Hast du (auch) mal schlechte Erfahrungen gemacht? (Nicht, dass ich mir das wünsche, ich frage nur...)
Ich bin seit Aug. 2001 im sächsischen Osten ununterbrochen arbeitslos und jobsuchend. Davor kommen noch an die 3 Jahre Arbeitslosigkeit stückweise. Und das innerhalb 25 Jahren Zwangsvereinigung. Ich sehe die Langzeitarbeitslosigkeit als politisch verordnetes Berufsverbot an.

Diese Riesenlücken in meiner Erwerbsbiographie nach der Wende kann ich durch spätere Arbeit, egal wie sie aussieht, wie lange sie dauern und eintreten mag, nie mehr aufholen und die Lücke ausgleichen. Altersarmut läßt mit Garantie grüßen.

Ich habe 5 Berufsabschlüsse, verteilt über mehrere Wirtschaftsbranchen - auch hochwertige und anspruchsvolle, 2mal bis rauf zum DDR-Fachschulniveau, vergleichbar mit bundesdeutschen FH-Abschluß - überall mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung.

Ich bin ursprünglich Arbeitswissenschaftler und WAO-Fachmann gewesen, weil man von den DDR-Einkünften als Facharbeiter Wirtschaftskaufmann damals nicht leben konnte.

DDR-Wirtschaftskaufmann = bundesdeutscher Industrie- oder Bürokaufmann

Also studierte ich Arbeitsökonomie, eine spezialisierte Fachschulausbildung des sonst gängigen Ingenieurökonomen. Der Ingenieurökonom war eine Zwitterausbildung - Technik- und Technologieausbildung gepaart mit betriebswirtschaftlicher Grundlagenausbildung.

Den reinen Ingenieur fand man in der Wirtschaft als Industrietechnologen, als Techniker und Verfahrensexperten wieder.

Der Arbeitsökonom kannte sich in der Verfahrenstechnologie, in der Arbeitsorganisation, den gestalteten Arbeitsbedingungen und der betriebswirtschaftlichen Abrechnung menschlicher Arbeitsleistung aus und artverwandt streifte er auch etwas den betrieblichen Gesundheits-, Unfall- und Arbeitsschutz und das Arbeitsrecht.

WAO nannte man Wissenschaftliche Arbeitsorganisation mit den Teildisziplinen
  • Arbeitsstudium
  • maßliche, ergonometrische Arbeitsplatzgestaltung
  • meßtechnische Ermittlung und Bewertung von gesundheitlichen Belastungs- und Gefährdungsfaktoren aus der Arbeitsumwelt auf den arbeitenden Menschen
  • Arbeitsnormung
  • Arbeitsklassifizierung (Eingruppierung der Arbeitsaufgaben in Lohn- und Gehaltsgruppen)
  • Arbeitsrecht
Ein sehr kleiner Bruchteil dieser WAO-Arbeit fällt heutzutage den REFA-Fachleuten (REFA-Ingenieure oder REFA-Techniker) zu.

Der REFA-Fachverband hieß mal Reichsfachausschuß für Arbeit und wurde in den 30er Jahre des 20. Jh. in Darmstadt gegründet. Die Vorläufer dieses Fachverbandes gab es schon 1921.

Die REFA ist Teil des VDI - des Vereins Deutscher Ingenieure.

In der DDR wurde die WAO durch die KdT - die Kammer der Technik fachlich betreut und angeleitet. Das Gegenstück zum westdeutschen VDI.

Dazu kamen bei mir 13 Jahre lang bis zur Wende noch gesellschaftliche, unbezahlte Ehrenamtsarbeit in Kommissionen im Bereich des DDR-Gesundheits- und Arbeitsschutzes, Kranken-, Unfall- und Rentenversicherungsrechts und der dazugehörigen DDR-Rechtsprechung - unten an der Basis zu den Berufstätigen und Bürgern.

Sowas prägt die eigene sozialorientierte Einstellung zur Arbeit, zum menschenwürdigen Umgang mit den Berufstätigen und zwar zu humanen, soziokulturellen Bedingungen.

Welcher westdeutsche Unternehmer will so einen Arbeitsspezialisten im Unternehmen?

Der kontrolliert ja kritisch den Unternehmer und fährt ihm störend in die Parade, wenn der Unternehmer maßlos Profite scheffelt. Arbeitsökonomen haben Humanitätsduseleien an sich und gestalten Arbeitsbedingungen möglichst menschenfreundlich, aber auch leistungsorientiert in den Grenzen menschlicher Leistungsfähigkeit.

Ich bin demnach nicht bildungsfern, nicht weltfremd, sondern noch sozial stabilisiert - genau das Gegenteil von dem, was uns westliche Politiker, Amtsbürokraten und Unternehmer diskriminierend unterstellen.

Ergebnis: Die eigene Lebenslage verschlechtert sich zusehends. Es entstanden Mehrfacheinstellungshemmnisse, trotz guter Leistungsfähigkeit.
  • Langzeitarbeitslosigkeit
  • dadurch schrittweise Abwertung der Berufsabschlüsse retour bis aufs Niveau zum Un- oder Angelernten
  • vorhandene Körperbehinderung
  • unternehmerkritische Einstellung - es fehlt das demutsvolle Untertanenbuckeln und mit den Hufen scharren
Ich muß aufpassen, gesundheitlich nicht vor die Hunde zu gehen, denn Arbeitslosigkeit und niedrigerer Alg-II-Regelsatz weit unter dem pfändungsfreien Existenzminimum von ca. 1.099 für Alleinstehende machen krank. Die Sozialkontakte nach außen ins Wohnumfeld sind eingeschränkt, man spart auf Teufel komm an allem, auch an der Nahrung, trägt jahrzehntealte, abgerissene Sachen und wartet auf den nächsten technischen Ausfall irgendeines Haushaltgegenstands, der lebenswichtig ist.

Das ist kein Leben mehr, sondern politisch gewolltes Dahinsiechen und Verrotten bis in die Friedhofsgrube.

Arbeitslosigkeit kann in den Alkohol oder Drogenkonsum führen, um sich zu betäuben, weil diese aufgezwungenen Lebensverhältnisse nicht auf Dauer zu ertragen sind oder man wir aggressiv, militant, wütend, hasserfüllt und gewaltbereit oder versinkt ins Gegenteil - in Depressionen und Antriebslosigkeit. Je nach Lebenslage schlägt das Pendel mal von einer zur anderen Seite aus.

Auf Dauer hält man aufgezwungene Langzeitarbeitslosigkeit und Armut nicht aus.

Ich kann mich mit dem bundesdeutschen Gesellschafts- und Machtsystem nicht anfreunden, weil ich vorher unter DDR-Bedingungen als Mench und Berufstätiger respektiert und gewürdigt wurde. Meine Arbeitsergebnisse waren was wert, wurden gebraucht und leistungsgerecht bezahlt.

Reichtümer konnte man sich nicht zulegen, aber vom Verdienten leben und sich was leisten, sein Leben gestalten. Erspartes wurde nicht amtlich kontrolliert und dessen Verwendung nicht vorgeschrieben.

Was nutzt Dir im Westen die Meinungs-, Rede-, Versammlungs- und Reisefreiheit, wenn Du systematisch hilfebedürftig gemacht wirst und unten zu bleiben hast?

Im Westen zählt nicht der Mensch, sondern nur Kapital und Profit.
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Alt 02.06.2014, 22:57   #79
jockel
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Standard AW: arbeiten ohne Arbeitsvertrag

Zitat von P123 Beitrag anzeigen
... Tatsache ist wohl, daß die Unternehmergenerationen, für die ein Handschlag und ein Wort noch etwas galten, nun langsam aber sicher auf den Heiligen Acker wandern ...
Den ehrbaren Kaufmann mit all seinen wünschenwerten Eigenschaften und seiner menschenbeseelten Einstellung zur Belegschaft mußt Du mit der Lupe suchen.

Ein Handschlag - ein verläßliches Wort - gibt es nicht mal mehr im Viehhandel.

Die Nordreportage - Handel mit Handschlag | NDR Fernsehen - YouTube
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Alt 03.06.2014, 07:39   #80
Snickers
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Standard AW: arbeiten ohne Arbeitsvertrag

Zitat von Dark Vampire Beitrag anzeigen
Und ganz schnell wäre der Job wieder weg wenn man nun krankfeiert bis der Vertrag da ist....

Man kann dem AG schon eine angenehme Frist verpassen.
Wozu?

Wenn du einkaufst, bezahlst du deine Ware auch erst nachdem du sie gegessen oder ge- verbraucht hast?

Bei jedem Arzt musst du vor der Behandlung deine Versicherungskarte abgeben....

Verträge sind dafür da, das man etwas hat wenn man sich nicht mehr verträgt. Wer ohne Vertrag arbeitet macht sich das Leben unnötig schwer.

Und wer anderen das empfehlt, sollte mal lieber die XXX halten.
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Alt 03.06.2014, 11:49   #81
Dark Vampire
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Standard AW: arbeiten ohne Arbeitsvertrag

Komisch bei EGV kanns nicht lang genug sein was.

Und wenn sie ohne arbeitet gelten ohnhin die gesetzlichen Regelungen.

Und sobald man anfängt zu arbeiten geht man eh einen mündlichen AV ein.
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Alt 03.06.2014, 12:08   #82
Maxenmann
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Maxenmann Maxenmann Maxenmann Maxenmann Maxenmann Maxenmann
Standard AW: arbeiten ohne Arbeitsvertrag

Früher kam das Wort Vertrag von vertragen, heute ist es die Grundlage zum streiten

Verträge dienen als Grundlage dafür wenn man sich streiten will, sowas gibt es nur im Mutterland der Bürokratie, in Deutschland

In jedem anderen Land auf der Welt gilt das Wort oder der Handschlag, nur hier geht es nicht weil man hinter jedem Geschäft gleich einen Prozesshansel vermuten muss
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Alt 03.06.2014, 12:58   #83
Domino
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gelöscht
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Alt 03.06.2014, 12:59   #84
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Standard AW: arbeiten ohne Arbeitsvertrag

Zitat von Maxenmann Beitrag anzeigen
Früher kam das Wort Vertrag von vertragen, heute ist es die Grundlage zum streiten

Verträge dienen als Grundlage dafür wenn man sich streiten will, sowas gibt es nur im Mutterland der Bürokratie, in Deutschland

In jedem anderen Land auf der Welt gilt das Wort oder der Handschlag, nur hier geht es nicht weil man hinter jedem Geschäft gleich einen Prozesshansel vermuten muss

Bist Du eigentlich blond?

Ein mündliches Wort hat in einem eventuellem Rechtsstreit keinen Wert, wenn Aussage gegen Aussage steht.

Ich glaube mittlerweile, dass Du es selber bist, der sich nach seinen Antworten einen runterholt.
Scheinst ziemlich heiß zu sein, dass Du es so oft am Tag brauchst.
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Alt 03.06.2014, 13:19   #85
P123
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Standard AW: arbeiten ohne Arbeitsvertrag

Zitat von jockel Beitrag anzeigen
Den ehrbaren Kaufmann mit all seinen wünschenwerten Eigenschaften und seiner menschenbeseelten Einstellung zur Belegschaft mußt Du mit der Lupe suchen.
Hatte ich mehr als zehn Jahre. Nur war der Mann nun schon etwas älter. Man darf meine Beiträge (auch den, auf den Du hier antwortest) gerne wörtlich so nehmen, wie ich sie geschrieben habe.
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Alt 03.06.2014, 13:23   #86
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bluemert
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Es hat sich etwas neues ergeben.

Heute teilte mir die Lohnbuchhaltung aus der Firma mit, dass der Chef bestreitet, mich gestern im Büro gesehen zu haben, um meinen Arbeitsvertrag abzuholen. Ich war natürlich NACHWEISLICH dort und konnte die Sache erst einmal nicht nachvollziehen. Wieso sollte der Arbeitgeber behaupten, ich wäre nicht dort gewesen, um mir den Vertrag abzuholen, obwohl ich doch so sehnsüchtig darauf warte?

Ein Anruf bei meinem Sachbearbeiter brachte etwas licht ins Dunkel:

Im Hintergrund scheinen zwischen Arbeitgeber und Jobcenter Verhandlungen über einen Eingliederungszuschuss zu laufen. Da ich mit GdB 50 den grünen Schein habe, käme eine solche Förderung wohl in Frage (ich kann meinen Beruf als Industriekauffrau uneingeschränkt ausüben!!!). Das Jobcenter ist allerdings der Ansicht, mit dem unbezahlten 6-wöchigen Praktikum im letzten Jahr genügend Eingliederungshilfe gezahlt zu haben.

Bis man hier auf einen Nenner kommt, kann man mir keinen Arbeitsvertrag aushändigen, denn sobald ich über die Firma angemeldet bin, ist es mit den erwarteten Fördermitteln vorbei. Daher geht der Arbeitgeber von einem kostenlosen Probearbeiten meinerseits aus und möchte den Vertrag hinauszögern. (Wirklich toll! - Hätte man mir das mit der Probearbeit gleich gesagt, hätte ich zumindest einen Fahrtkostenzuschuss beim Jobcenter stellen können!)

So viel zum Thema mündlicher/konkluder Arbeitsvertrag. Jetzt hilft mir nicht mal die Stechuhr weiter, mit der ich nur meine bloße Anwesenheit beweisen kann. Es steht Aussage gegen Aussage, was das Zustandekommen eines Arbeitsvertrages angeht.

Mein Sachbearbeiter hat mir gesagt, er stellt es mir frei, ob ich mich weiterhin um diese Stelle bemühe. Allerdings darf ich nicht mehr dort arbeiten, bis ich einen Vertrag habe, weil er unter anderem
  • weder ein Probearbeiten genehmigt hat und ich deshalb
  • im Betrieb durch die fehlende Sofortmeldung nicht unfallversichert bin
  • ich auf Grund fehlender Qualifikation die teilweise ausgeübte Tätigkeit entgegen der Stellenbeschreibung (Warenbegleitpapiere für Gefahrgüter und gefährliche Stoffe ausstellen) von Seiten des Gesetzgebers nicht ausüben darf
  • es für mich nicht zumutbar ist, mich evtl. monatelang durch ein Arbeitsgerichtsverfahren mit ungewissem Ausgang zu kämpfen (Stichwort angebliche Probearbeit: Aussage gegen Aussage)
  • nicht verstehen kann, dass ich nach Laune des Chefs einfach mal einen Tag zu Hause bleiben soll wie es letzten Freitag geschehen ist

Außerdem hat er gesehen, dass ich mich nicht vorm Arbeiten drücke, sondern beim Jobcenter und von früheren Arbeitgebern her als zuverlässig gelte. Klar, ich muss arbeiten, aber er hat mir freigestellt, ob ich mich um diesen speziellen Job in dieser Firma weiterhin bemühen möchte. Falls nicht, unterstützt er mich weiterhin bei der Stellensuche (Anmerkung: ich befinde mich gerade in einem speziellen Jobcenter-Projekt).

Bis morgen habe ich Zeit, darüber nachzudenken, ob ich dort arbeiten möchte bzw. dort nach einem wirksamen Vertrag anklingle.
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Alt 03.06.2014, 13:31   #87
Charlot
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Zitat von Maxenmann Beitrag anzeigen
Früher kam das Wort Vertrag von vertragen, heute ist es die Grundlage zum streiten

Verträge dienen als Grundlage dafür wenn man sich streiten will, sowas gibt es nur im Mutterland der Bürokratie, in Deutschland

In jedem anderen Land auf der Welt gilt das Wort oder der Handschlag, nur hier geht es nicht weil man hinter jedem Geschäft gleich einen Prozesshansel vermuten muss
Ach, hier gilt auf einmal der mündliche Vertrag.
In einem anderen Thread bist Du der Meinung, das man dem JC einen Mietvertrag vorlegen muss.

Du schreibst immer so, wie es Dir bzw. einem JC gerade am besten passt.
__

Alle meine Beiträge stellen lediglich meine persönliche Meinung dar
Charlot ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2014, 13:33   #88
Domino
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@ bluemert,
das ist ja wieder ein ganz mieser Arbeitgeber.
Blöd, dass es so läuft.
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Alt 03.06.2014, 13:44   #89
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bluemert
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Offtopic für @jockel:

Ich bin auch der Ansicht, das Sprichwort „Jeder ist seines Glückes Schmied“ nicht mehr 100%ig gilt. Zumindest nicht im beruflichen Bereich, wenn es um eine lohnabhängige Beschäftigung geht.

Vor ein paar Tagen hat mir ein Verwandte gesagt, er sei froh, in Rente zu sein, weil er die unsicheren Arbeitsbedingungen nicht mehr nachvollziehen kann. Er hat nicht von mir gesprochen, sondern allgemein von den Niedriglöhnern, die noch wirklich hart schuften und trotzdem kaum über die Runden kommen. Dagegen sind meine derzeitigen Probleme purer Luxus.

Deinen Beitrag fand ich deshalb spannend, weil mir vor ein paar Jahren das Buch „Faktor Vier“ in die Hände gefallen ist. (Dem Club of Rome stehst du wohl auch kritisch gegenüber?) Hier geht es nicht nur um Umwelt, sondern auch darum, den arbeitenden Menschen mitzunehmen. Usw. und so fort...

Du kannst gut schreiben. Du verfügst über interessantes Hintergrundwissen und hast eigene Erfahrungen gemacht. Dein Wissen ist gefragt. Vielleicht schreibst du ein Buch darüber? Ich wäre dein erster Kunde.
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Alt 03.06.2014, 13:56   #90
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bluemert
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Zitat von Charlot Beitrag anzeigen
Ach, hier gilt auf einmal der mündliche Vertrag.
In einem anderen Thread bist Du der Meinung, das man dem JC einen Mietvertrag vorlegen muss.

Du schreibst immer so, wie es Dir bzw. einem JC gerade am besten passt.
Hallo Charlot, sei mir bitte nicht böse, ich glaube, hier liegt ein Irrtum vor.

Arbeitsverträge, Kaufverträge usw. kann man mündlich wirksam schließen. Aber Quittungen und Nachweise werden mitunter in Schriftform benötigt. Nicht nur beim Jobcenter ist das der Fall, sondern auch Finanzämter usw. möchten gerne Papiere sehen. Sonst wären doch all die schönen dicken Aktenordner leer. ;-)

Das liegt daran, dass es unterschiedliche Vorgänge unterschiedliche Rechtsbereiche berühren.
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Alt 03.06.2014, 14:00   #91
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Zitat von Domino Beitrag anzeigen
Ein mündliches Wort hat in einem eventuellem Rechtsstreit keinen Wert, wenn Aussage gegen Aussage steht.
Das kommt drauf an. Es steht ja oft nicht nur einfach nur Aussage gegen Aussage, sondern es gibt meist aus der Vergangenheit Anhaltspunkte, daß etwas (und oft auch was) vereinbart wurde.

Arbeitnehmer geht (im Idealfall vor Antritt des Jobs) zu seiner Krankenkasse und teilt ihr mit, daß er ab dem ... bei ... beschäftigt sein wird. Dann ist das Thema Schwarzarbeit und Tauchstation schon von vornherein erledigt. Denn die Krankenkasse schickt dem Arbeitgeber dann eine Mitgliedsbescheinigung, in der steht daß ... bei ihr versichert ist und daß der Arbeitgeber bitte eine Meldung nach § 28a Abs. 1 Nr. 1 SGB IV bzw. nach § 28a Abs. 4 SGB IV (Sofortmeldung) SGB 4 - Einzelnorm
übermitteln möge. Zudem schaut man auch darauf, daß die Jahresentgeltmeldung (§ 28a Abs. 2 SGB IV) bzw. die Abmeldung (§ 28a Abs. 1 Nr. 2 SGB IV) erfolgt. Ersteres geschieht durch die Vollständigkeitsprüfung, das Zweite (die Abmeldung) entlastet den Arbeitgeber von weiteren Beitragsforderungen, die notfalls per Schätzung festgesetzt und zwangsvollstreckt werden.

Ein verständiger Arbeitnehmer wird auch, wenn er hierbei berechtigte Zweifel hat, bei der Krankenkasse nach einer erfolgten Anmeldung fragen. Die wird spätestens mit dem ersten Lohnzahlungslauf, bei dem er dabei ist, übermittelt. Und damit gibt es spätestens zu diesem Zeitpunkt kein "Aussage gegen Aussage" mehr zu der Frage, ob ein Arbeitsverhältnis bestanden hat und welcher Lohn gezahlt werden sollte. In der Regel streitet man sich ja mit dem Arbeitgeber nicht schon vor dem ersten Lohnzahlungstag, so daß die erste Abrechnung meistens noch in der "Wohlverhaltensphase" des Arbeitgeber liegt und daher aussagekräftig ist.

Freilich, Ausnahmen bestätigen diese Regeln. Und bei diesen Ausnahmen ist auch recht bald Druck auf dem Kessel und das Ende der Gemeinsamkeiten absehbar. Da reagiert dann auch der Arbeitgeber auf eine AU wunschgemäß. Und zwar schriftlich: § 623 BGB Schriftform der Kündigung - dejure.org
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Alt 03.06.2014, 14:19   #92
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Zitat von bluemert Beitrag anzeigen
Es hat sich etwas neues ergeben.

Heute teilte mir die Lohnbuchhaltung aus der Firma mit, dass der Chef bestreitet, mich gestern im Büro gesehen zu haben, um meinen Arbeitsvertrag abzuholen. Ich war natürlich NACHWEISLICH dort und konnte die Sache erst einmal nicht nachvollziehen. Wieso sollte der Arbeitgeber behaupten, ich wäre nicht dort gewesen, um mir den Vertrag abzuholen, obwohl ich doch so sehnsüchtig darauf warte?

Ein Anruf bei meinem Sachbearbeiter brachte etwas Licht ins Dunkel:

Im Hintergrund scheinen zwischen Arbeitgeber und Jobcenter Verhandlungen über einen Eingliederungszuschuss zu laufen. Da ich mit GdB 50 den grünen Schein habe, käme eine solche Förderung wohl in Frage (ich kann meinen Beruf als Industriekauffrau uneingeschränkt ausüben!!!). Das Jobcenter ist allerdings der Ansicht, mit dem unbezahlten 6-wöchigen Praktikum im letzten Jahr genügend Eingliederungshilfe gezahlt zu haben.
Siehe Beitag #76 ...

Zitat von bluemert Beitrag anzeigen
Bis man hier auf einen Nenner kommt, kann man mir keinen Arbeitsvertrag aushändigen, denn sobald ich über die Firma angemeldet bin, ist es mit den erwarteten Fördermitteln vorbei. Daher geht der Arbeitgeber von einem kostenlosen Probearbeiten meinerseits aus und möchte den Vertrag hinauszögern. (Wirklich toll! - Hätte man mir das mit der Probearbeit gleich gesagt, hätte ich zumindest einen Fahrtkostenzuschuss beim Jobcenter stellen können!)

So viel zum Thema mündlicher/konkluder Arbeitsvertrag. Jetzt hilft mir nicht mal die Stechuhr weiter, mit der ich nur meine bloße Anwesenheit beweisen kann. Es steht Aussage gegen Aussage, was das Zustandekommen eines Arbeitsvertrages angeht.
Nicht wirklich. Denn die Schutzbehauptung "Probearbeiten" hört kein Arbeitsrichter zum ersten Mal. Die Arbeitgeber sind in ihren Ausreden durchaus nicht so kreativ, wie man das von einem Unternehmer annehmen sollte. Also sei mal froh, daß der Laden Stechuhren hat. Und erinnere Dich draran, daß Du dem Arbeitgeber "lediglich" Deine Arbeitskraft und Deine Zeit schuldest, nicht aber irgendein konkretes Arbeitsergebnis.

Zitat von bluemert Beitrag anzeigen
Mein Sachbearbeiter hat mir gesagt, er stellt es mir frei, ob ich mich weiterhin um diese Stelle bemühe. Allerdings darf ich nicht mehr dort arbeiten, bis ich einen Vertrag habe, weil er unter anderem
  • weder ein Probearbeiten genehmigt hat und ich deshalb
  • im Betrieb durch die fehlende Sofortmeldung nicht unfallversichert bin
  • ich auf Grund fehlender Qualifikation die teilweise ausgeübte Tätigkeit entgegen der Stellenbeschreibung (Warenbegleitpapiere für Gefahrgüter und gefährliche Stoffe ausstellen) von Seiten des Gesetzgebers nicht ausüben darf
  • es für mich nicht zumutbar ist, mich evtl. monatelang durch ein Arbeitsgerichtsverfahren mit ungewissem Ausgang zu kämpfen (Stichwort angebliche Probearbeit: Aussage gegen Aussage)
  • nicht verstehen kann, dass ich nach Laune des Chefs einfach mal einen Tag zu Hause bleiben soll wie es letzten Freitag geschehen ist
Es gibt also noch vernünftige Menschen in einem JC. Schau mal, daß Du das von ihm so schriftlich bekommst. Und dann geht Dein nächster Weg damit zum Arbeitsgericht, um den Lohn für die bisher geleistete Arbeit einzuklagen. Denn mit dem Verbot seitens des JC, Deine Arbeitskraft anzubieten, ist zweifellos der Anlaß für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses gesetzt.

Laß diese Truppe nicht davonkommen! Auch eine Handvoll Arbeitstage in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis sind für Dich in vielerlei Hinsicht von Bedeutung. Die werden im JC noch über Jahre hinweg positiv zur Kenntnis genommen. Sofern es sich um mehr als sieben handelt, hast Du Deinen SB zudem zum Verbündeten: Da kann er sich für die Vermittlung ein Bienchen eintragen lassen.

Zitat von bluemert Beitrag anzeigen
Bis morgen habe ich Zeit, darüber nachzudenken, ob ich dort arbeiten möchte bzw. dort nach einem wirksamen Vertrag anklingle.
Deine Entscheidung. Ich wüßte aber nicht, woraus Du schließen könntest, mit diesem Chef dauerhaft auf einen Nenner zu kommen. Der schickt Dir doch sowieso bei erstbester Gelegenheit eine fristlose.
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Alt 03.06.2014, 15:14   #93
Charlot
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Zitat von Maxenmann Beitrag anzeigen
[...]

Wie wäre es, wenn Du mal sachlich argumentierst und nicht nur beleidigst ?
__

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Alt 03.06.2014, 20:14   #94
Snickers
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@bluemert

Zitat:
Arbeitsverträge, Kaufverträge usw. kann man mündlich wirksam schließen.
Das sieht man ja bei dir was dabei raus kommt! Nichts hast du!
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Alt 03.06.2014, 20:21   #95
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bluemert
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Zitat von Snickers Beitrag anzeigen
@bluemert



Das sieht man ja bei dir was dabei raus kommt! Nichts hast du!
Entschuldigung, warum so unfreundlich? Natürlich kann man auf die Nase fallen.

Dennoch gibt es Bereiche, in denen der Gesetzgeber nicht zwingend die Schriftform vorschreibt. In anderen Bereichen dagegen schon (zB Immobilienerwerb etc.).
bluemert ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2014, 20:35   #96
Snickers
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Zitat von bluemert Beitrag anzeigen
Entschuldigung, warum so unfreundlich? Natürlich kann man auf die Nase fallen.

Dennoch gibt es Bereiche, in denen der Gesetzgeber nicht zwingend die Schriftform vorschreibt. In anderen Bereichen dagegen schon (zB Immobilienerwerb etc.).
Es geht doch nicht um den Gesetzgeber sondern um den Menschen der keinen Vertrag hat! Gehe mal mit deinem mündlichen Vertrag zum SG............worauf soll sich ein Gericht oder ein RA beziehen?

Wozu dieses unnötige Risiko? Und ausbleibendes Gehalt ist noch das kleinste Übel........keinen Arbeitsvertrag keine Krankenkasse und dann?

Wenn Du dir das antun magst........nur zu, kannst da nun morgen wieder umsonst arbeiten gehen........der Chef, deiner ist es ja nicht, hast ja keinen Arbeitsvertrag.......ist ein Ausbeuter unf Lügner! So zumindest beschreibst du ihn........erzählst hier aber was von gültigen mündlichen Verträgen..........wie beweist man einen mündlichen Vertrag eigentlich ohne Zeugen?

Und weshalb ich so unfreundlich bin? Weil ich Ratschläge verabscheue die andere in Gefahr bringen und ausschließlich Nachteile haben.

Und Du scheinst daraus:

Zitat:
weder ein Probearbeiten genehmigt hat und ich deshalb
im Betrieb durch die fehlende Sofortmeldung nicht unfallversichert bin
ich auf Grund fehlender Qualifikation die teilweise ausgeübte Tätigkeit entgegen der Stellenbeschreibung (Warenbegleitpapiere für Gefahrgüter und gefährliche Stoffe ausstellen) von Seiten des Gesetzgebers nicht ausüben darf
es für mich nicht zumutbar ist, mich evtl. monatelang durch ein Arbeitsgerichtsverfahren mit ungewissem Ausgang zu kämpfen (Stichwort angebliche Probearbeit: Aussage gegen Aussage)
nicht verstehen kann, dass ich nach Laune des Chefs einfach mal einen Tag zu Hause bleiben soll wie es letzten Freitag geschehen ist
0,- gelernt zu haben!............

Alles Gute trotzdem....


Immobilienerwerb........Du meinst die Anmietung einer Wohnung? Also Mietvertrag? Oder meinst du mit erwerben ......kaufen, das ist nämlich erwerben.

Mietvertrag und Maxemann.......

Charlot

Zitat:
Ach, hier gilt auf einmal der mündliche Vertrag.
In einem anderen Thread bist Du der Meinung, das man dem JC einen Mietvertrag vorlegen muss.

Du schreibst immer so, wie es Dir bzw. einem JC gerade am besten passt.
:danke:

Genau so ist es..........das einzigeste worauf man sich bei den Ratschlägen von bei Maxemann verlassen kann ist, dass man dann verlassen ist!
Snickers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2014, 21:28   #97
P123
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Standard AW: arbeiten ohne Arbeitsvertrag

Zitat von Snickers Beitrag anzeigen
Es geht doch nicht um den Gesetzgeber sondern um den Menschen der keinen Vertrag hat! Gehe mal mit deinem mündlichen Vertrag zum SG............worauf soll sich ein Gericht oder ein RA beziehen?
Das ist natürlich Unsinn. Was sollte eine Lohnzahlungsklage gegen einen Ex-Arbeitgeber mit dem Sozialrecht zu tun haben? Das SG schmeißt einen mit so etwas achtkantig raus - egal, was Du da vorzutragen und in der Hand hast oder auch nicht.
Beim Arbeitsgericht zahlt in der ersten Instanz jeder seinen Antwalt selbst. Kannst Du Dich gerne finanziell engagieren, wenn Du meinst, daß die Fredstarterin unbedingt Geld aus dem Fenster werfen soll. Fredstarterin hat die Stechprotokolle, der SB weiß von der Beschäftigung und auch, daß sich die Geschichte auf einen Betrugsfall hinbewegt. Was willst Du noch?

Zitat von Snickers Beitrag anzeigen
Wozu dieses unnötige Risiko? Und ausbleibendes Gehalt ist noch das kleinste Übel........keinen Arbeitsvertrag keine Krankenkasse und dann?
Du liest auch nur Deine eigenen Beiträge? Fredstarterin hätte diese Beschäftigung bei der Krankenkasse anzeigen müssen. Was sie im Übrigen immer noch machen kann. Denk mal drüber nach, wozu man diese Verpflichtung - die gab es schon in den neunziger Jahren - wohl eingeführt haben könnte.

Zitat von Snickers Beitrag anzeigen
Und weshalb ich so unfreundlich bin? Weil ich Ratschläge verabscheue die andere in Gefahr bringen und ausschließlich Nachteile haben.
Dann solltest Du wenigstens bei der Sache bleiben und nicht in der Rage alles durcheinanderwürfeln.
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Alt 03.06.2014, 21:39   #98
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bluemert
Standard AW: arbeiten ohne Arbeitsvertrag

Mensch @Snickers, du bringst hier etwas durcheinander. Vielleicht habe ich mich nicht deutlich ausgedrückt.

Das mit dem schriftlichen Kaufvertrag über eine Immobilie war nur ein Beispiel dafür, dass der Gesetzgeber für gewisse Geschäfte die Schriftform vorschreibt, im Gegensatz dazu aber in anderen Bereichen des täglichen Lebens ein Handschlag, Kopfnicken oder ein überzeugendes "jawollja" als übereinstimmende Willenserklärung gilt. In diese Kategorie gehört nunmal auch ein Arbeitsverhältnis. Da ist so ein "Theorie und Praxis"-Ding. Ich _empfehle_ auch niemandem, einen Job ohne ein Stückchen Papier anzunehmen.

Aber wenn wie in Charlots Fall das Jobcenter was Schriftliches dafür verlangt, dass es gewisse Kosten übernimmt, kann ich das einfach nachvollziehen. Kohle gegen Nachweis. Ist doch eigentlich eine faire Regelung, oder?

Zu mir nochmal:

Natürlich bin ich krankenversichert. Ich war nur im Betrieb nicht unfallversichert. Das wusste ich allerdings vorher nicht. Da bin ich eben auf die Nase gefallen. Ja, da war ich halt ein bisschen blöd. Sowas passiert. Einmal.

Mit meinem nicht-oder-ungültigen wie-auch-immer-Arbeitsverhältnis renne ich auch nicht zum Sozial-, sondern zum Arbeitsgericht. Dazu haben mir u.a. die User P123 #94 Caso #68 Indeclinabilis #24 usw. ... etwas geschrieben.

#94 ist meiner Ansicht nach das sinnvollste, was ich nun tun kann.

Ich bin neu hier im Forum und möchte mich mit niemandem anlegen. PEACE PEACE PEACE :-)
bluemert ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.06.2014, 04:55   #99
jockel
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Standard AW: arbeiten ohne Arbeitsvertrag

Zitat von bluemert Beitrag anzeigen
Mensch @Snickers, du bringst hier etwas durcheinander. Vielleicht habe ich mich nicht deutlich ausgedrückt.

Das mit dem schriftlichen Kaufvertrag über eine Immobilie war nur ein Beispiel dafür, dass der Gesetzgeber für gewisse Geschäfte die Schriftform vorschreibt, im Gegensatz dazu aber in anderen Bereichen des täglichen Lebens ein Handschlag, Kopfnicken oder ein überzeugendes "jawollja" als übereinstimmende Willenserklärung gilt. In diese Kategorie gehört nunmal auch ein Arbeitsverhältnis. Da ist so ein "Theorie und Praxis"-Ding. Ich _empfehle_ auch niemandem, einen Job ohne ein Stückchen Papier anzunehmen.

Aber wenn wie in Charlots Fall das Jobcenter was Schriftliches dafür verlangt, dass es gewisse Kosten übernimmt, kann ich das einfach nachvollziehen. Kohle gegen Nachweis. Ist doch eigentlich eine faire Regelung, oder?

Zu mir nochmal:

Natürlich bin ich krankenversichert. Ich war nur im Betrieb nicht unfallversichert. Das wusste ich allerdings vorher nicht. Da bin ich eben auf die Nase gefallen. Ja, da war ich halt ein bisschen blöd. Sowas passiert. Einmal.

Mit meinem nicht-oder-ungültigen wie-auch-immer-Arbeitsverhältnis renne ich auch nicht zum Sozial-, sondern zum Arbeitsgericht. Dazu haben mir u.a. die User P123 #94 Caso #68 Indeclinabilis #24 usw. ... etwas geschrieben.

#94 ist meiner Ansicht nach das sinnvollste, was ich nun tun kann.

Ich bin neu hier im Forum und möchte mich mit niemandem anlegen. PEACE PEACE PEACE :-)
Ein ganz simples Beispiel für mündliche Verträge, wo allerdings die denkbaren Verlustrisiken erträglich und verschmerzbar sind:

Lebensmittel in Supermärkten einkaufen

Allerdings bei Arbeitsverhältnissen mit Langzeitauswirkungen - bitte immer die Schriftform - sonst ist schnell mal die Existenzgrundlage im Eimer!!!

Weil Du zu einem friedlichen Verhalten aufrufst - in verschiedenen Versionen - in gesellschaftlichem Ausmaß bis runter in der Zweierbeziehung.

Der Mensch sollte nach innerer Ruhe, Ausgeglichenheit und Harmonie im Großen wie im Kleinen suchen, sonst geht er in dieser Ganovengesellschaft schnell vor die Hunde!!!

John Lennon - Imagine (official video) - YouTube

Simon and Garfunkel- America - YouTube

A Heart in New York - Art Garfunkel - YouTube

Phil Collins - Another Day in Paradise HD ( Live at Montreux 2004 ) - YouTube

Sinead'O'Connor Nothing Compares to you Deutsch übersetzt - YouTube

Roxette - It Must Have Been Love - YouTube

A-ha - Take On Me Official Music video - YouTube

Sportfreunde Stiller - Ein Kompliment (Unplugged in New Yor - YouTube

Lass Mich Nie Mehr Los Sportfreunde Stiller - YouTube

Sportfreunde Stiller - Rock'n Roll Queen (MTV Unplugged) - YouTube

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Martin Luther King - I Have A Dream Speech - August 28, 1963 - YouTube

Paul Robeson - Ol' Man River (Showboat - 1936) J.Kern O. Hammerstein II - YouTube

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Lee Marvin - Wand'rin Star (ReMastered Audio) (1969) (HD) - YouTube

RIO BRAVO My Rifle, My Pony, and Me/Cindy - Dean Martin, Ricky Nelson and Walter Brennan (legendado) - YouTube

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Moon River - Breakfast at Tiffany's - YouTube

Joni James - When I Fall In Love (Sleepless In Seattle) - YouTube

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Johnny Cash Hurt - YouTube
jockel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.06.2014, 08:20   #100
Aras
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Aras Aras
Standard AW: arbeiten ohne Arbeitsvertrag

Der Thread hat sich wirklich unschön entwickelt, es ist echt ärgerlich, dass er nicht schon lange geschlossen wurde.

Hier werden zwei Dinge verwechselt:

Die Rechtslage auf der einen und die Erfahrungen, die manche Leute gemacht haben, auf der anderen Seite.

Die Rechtslage ist eindeutig: Unbefristeter AV inklusive allen anderen zugehörigen Regelungen des BGB.

Genau für solche Fälle - wo eben nicht explizit vertraglich was anderes geregelt wird - ist das BGB nämlich da.

Die andere Sache ist das, was durch Jobcenter gefördert wird, dass man in jeden Schei§§ reingezwungen wird und so Misstrauen in alle Gesetze entwickelt. Aber es ist nicht das BGB sondern in erster Linie das SGBII, das hierzu führt. Für das SGBII wurde ja sogar das Grundgesetz geändert.

Die Sache mit der Krankenkasse und Unfallversicherung etc., hier hat der AG lange genug Zeit, das ganze anzumelden. Wir zahlen einmal jährlich die Beiträge für die BG auf Basis der Vorjahresgehälter. Damit ist automatisch auch der Praktikant, der sich an seinem ersten Tag beim Abheben des Telefonhörers den Arm gebrochen hat, versichert.

Es macht durchaus Sinn, sich über Kommunikation mit der Krankenkasse, dem JC oder was weiß ich wem, selbst noch abzusichern. Aber Ratschläge zu Arbeitsverweigerung und Krankmeldung bis der AV kommt, sowas ist äußerst kontraproduktiv.

In einem anderen x-beliebigen Forum, das nicht ausschließlich von schlechten Erfahrungen geprägt ist, so wie dieses, würde sich so eine emotional-unsachliche Diskussion gar nicht entwickeln.
Aras ist offline   Mit Zitat antworten
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