ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 26.04.2013, 16:58   #51
sumse
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Standard AW: ärztlicher dienst (au )

möchte mal gern die gesetzliche grundlage zuer WUB sehen^^

das BSG urteil sagt aus bei missbrauch im wiederhollungsfall das dann eine WUB verlangt werden kann aber nicht wenn man schon AU Ist und im AU zeitraum eingeladen wird das man dann diese verlangt auch mit hinweiss halte ich das für rechtlich nicht standhaft was das JC dort betreibt
auch das vorschreiben was diese WUB zu kosten hat ist nicht rechtens
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Alt 26.04.2013, 22:07   #52
UAllgaeuer
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UAllgaeuer Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ärztlicher dienst (au )

Hat jetzt nur entfernt was mit dem thema zu tun.

Könnte man die Schweigepflichtsentbindung nicht so weit abändern das nur zum zwecke dieser einer Untersuchung giltet?

Die Zweite schweigepflichtentbindung geben und nachdem alles durch ist diese wieder aufheben?
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Alt 27.04.2013, 08:56   #53
Bird of Pray
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Standard AW: sanktion wg. wegeunfähigkeitsbescheinigung ( wub )

Moin,

ich möchte noch folgendes nach schieben und hoffe das dies dem Aktuellen stand entspricht, grade die Langzeit Kranken werden sich immer wieder fragen wie verhält es sich den eigentlich mit Bewerbungen.. insbesondere dann wenn ein Melde Termin ansteht an dem man seine Bemühungen nachweisen soll, das Thema passt eigentlich gut hier rein wenn mal jemand die Suche benutzt.

Hartz IV: Keine Sanktion bei Krankheit

Zitat:
Hartz IV: Keine Sanktion bei Krankheit Hartz IV Empfänger darf nicht wegen mangelnden Bewerbungsbemühen sanktioniert werden, wenn wegen Krankheit die Übernahme der Tätigkeit ausgeschlossen ist.
Der Senat stimmt mit dem SG darin überein, dass die Antragstellerin noch in der Lage gewesen sein dürfte, die in der Einigungsvereinbarung festgelegte Mitwirkungsobliegenheit an sich zu erfüllen, weil nicht erkennbar ist, dass der Antragstellerin auch das bloße Sich-Bewerben (und nicht die vollschichtige Beschäftigung selbst) gesundheitlich nicht mehr möglich war. Die Regelung des § 65 Abs. 1 Nr. 2 Erstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB I) gelangt damit unmittelbar nicht zur Anwendung, wonach die Mitwirkungsobliegenheit nicht besteht, soweit ihre Erfüllung dem Betroffenen aus einem wichtigen Grund nicht zugemutet werden kann (zur grundsätzlich bestehenden subsidiären Anwendbarkeit der §§ 60 ff. SGB I im Grundsicherungsrecht des SGB II Bundessozialgericht (BSG), Urteil vom 19 September 2008, B 14 AS 45/07 AR, Juris).

Einem hilfebedürftigen Arbeitsuchenden kann ein Bewerbungsbemühen nach der Rechtsauffassung des erkennenden Senats jedoch auch dann nicht zugemutet werden, wenn nachgewiesen bzw. im einstweiligen Rechtsschutzverfahren glaubhaft gemacht ist, dass er die Tätigkeit, um deren Ausübung er sich bemühen soll, aus körperlichen oder seelischen Gründen (derzeit) gar nicht ausüben kann; jedenfalls darf die Nichterfüllung dieser Mitwirkungsobliegenheit dann nicht (mehr) sanktioniert werden. Denn die Sanktionsregelung des § 31 SGB II fußt erkennbar auf der Annahme, dass eine Sanktion deshalb angezeigt ist, weil Hilfebedürftige unter den dort genannten Voraussetzungen nicht alle "Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen" (so allgemein § 2 Abs. 1 Satz 1 SGB II). Stehen diese "Möglichkeiten" einem Hilfebedürftigen jedoch vorübergehend oder dauerhaft gar nicht offen, kann ihm eine mangelhafte Mitwirkung auch nicht vorgehalten werden (vgl. für das Zivilrecht und für Rechtspflichten im engeren Sinne die Regelung des § 275 Abs. 1 Bürgerliches Gesetzbuch über die Leistungsbefreiung bei insbesondere subjektiver Unmöglichkeit).
So lass ich das erst mal stehen bis ich eines besseren belehrt werde.

LG
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Alt 02.05.2013, 09:42   #54
bac123
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bac123
Standard AW: sanktion wg. wegeunfähigkeitsbescheinigung ( wub )

kann man das so schreiben ?


Sehr geehrte XXX,

hiermit lege ich fristgerecht Widerspruch gegen ihr Schreiben ( Minderung 10% ) v. 18.04.2013 ein.

da weder die fachlichen Hinweise, noch das SGB II ein ärztliches Attest - auch "Wegeunfähigkeitsbescheinigung" genannt - vorsehen, bitte ich Sie mir vor einer Stellungnahme gemäß Ihrer Auskunfts -und Beratungspflicht §§ 13-15 SGB I um Nennung der Rechtsgrundlage nach der ein ärztliches Attest verlangt werden darf.

Der alleinige Hinweis auf das Urteil vom BSG (AZ....) ist unzulässig, da es sich um eine Einzelfallentscheidung handelt, bei der jede Vorladung ins JC mit einer AU entschuldigt wurde.

In meinem Fall liegen dem JC durchgehende AU vor.


Desweiteren möchte ich Sie nochmals darauf aufmerksam machen, dass
ich Ihr Schreiben v. 13.03.2013, am 15.03.2013 erhalten habe.
Meine AU Ihnen aber bereits am 11.03.2013 per Einschreiben geschickt wurde.

Anmerken möchte ich noch, dass der Einladungsgrund ( Einladung v 13.03.2013/ Termin 21.03.2013 )
„ … über die gesundheitliche Situation sprechen „
Keinen zulässigen Meldegrund darstellt.

Bitte bestätigen Sie mir den Widerspruch schriftlich.


Mit freundlichen Grüßen
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Alt 02.05.2013, 09:56   #55
bac123
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Standard AW: ärztlicher dienst (au )

update:

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Alt 02.05.2013, 09:59   #56
Couchhartzer
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Standard AW: sanktion wg. wegeunfähigkeitsbescheinigung ( wub )

Zitat von bac123 Beitrag anzeigen
kann man das so schreiben ?
Ja, so ist das absolut gut geschrieben und sollte in der inhaltlichen Deutlichkeit auch vollkommen ausreichend sein.
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Alt 02.05.2013, 10:35   #57
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Standard AW: sanktion wg. wegeunfähigkeitsbescheinigung ( wub )

Einfach eine EA anhängig machen.

Zum benannten Zeitpunkt war ich nachweislich arbeitsunfähig.

Ein Pflichtverstoss (Meldeversäumniss) liegt nicht vor.


hochachtungsvoll

Hoeness
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Alt 02.05.2013, 10:47   #58
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Standard AW: ärztlicher dienst (au )

Schweigepflichtsentbindungen sind Datenschutzrechtlich mit nichts zu begründen.

Sollte eine Amtsärtzliche Untersuchung erforderlich sein ist der Zuweisung natürlich Folge zu leisten und die Untersuchung ist vom Jobcenter zu finanzieren.

Eine pauschale Erhebungsermächtigung schliesst sich nach SGB2 aus.

[LOL Code] JobCenter Unterlassungserkla?rung BDSG - Pastebin.com
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Alt 02.05.2013, 15:40   #59
Anna B.
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Standard AW: ärztlicher dienst (au )

Hallo,

Wir wissen das alles ... scheinbar aber AfA und JC nicht.
Ich musste klagen....Grund für die Einstellung meines Alg 1 war.....fehlende Schweigepflichtentbindungen!!!!!!


Das Sozialgericht braucht noch bis zu einem Urteil......obwohl eigentlich alles glasklar ist....
__

Gruß
Anna

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Alt 28.10.2013, 12:59   #60
bac123
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Standard AW: ärztlicher dienst (au )

neues ...

hab jetzt ( 06.08.13 ) untätigkeitsklage beim sozialgericht eingereicht.
( klage wurde angenommen az ... )

...leider bis keine rückmeldungmeldung
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Alt 16.11.2013, 11:38   #61
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bac123
Standard AW: sanktion wg. wegeunfähigkeitsbescheinigung ( wub )

neues ...

hab jetzt ( 06.08.13 ) untätigkeitsklage beim sozialgericht eingereicht.
( klage wurde angenommen az ... )

...leider bis keine rückmeldungmeldung
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Alt 16.11.2013, 11:41   #62
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Standard AW: sanktion wg. wegeunfähigkeitsbescheinigung ( wub )

update

hab jetzt wieder eine einladung erhalten ... berufliche situation besprechen. ( mit dem zusatz bettlägrigkeits-bescheinigung )
ich bin nach wie vor au geschrieben.

sieht nach einer 2 klage aus ...
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Alt 16.11.2013, 11:43   #63
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update ...

http://www.elo-forum.org/alg-ii/1092...ml#post1528634
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Alt 16.11.2013, 12:44   #64
DieFrettchen
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Standard AW: ärztlicher dienst (au )

Ich habe die beiden Themenstränge zusammengeführt, da sie offenbar zusammengehören.
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Alt 16.11.2013, 18:34   #65
Magie57
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Standard AW: ärztlicher dienst (au )

Zitat von bac123 Beitrag anzeigen
hallo zusammen,
hatte heute folgendes schreiben des jc im briefkasten ( siehe anhang )

ärztlicher dienst bzgl. au

kurz zu meiner geschichte ...
hatte anfang des jahres sehr starke kopfschmerzen und war deswegen in neurolgischer behandlung ( cluster kopfschmerz !? konnte nicht genau diagnostiziert werden )

kurze zeit später bekam ich eine gesichtsrose ( gürtelrose )
die insgesamt 3 x zum ausbruch kam.
seit diesem zeitpkt. habe ich extreme schmerzen und bin nach einer odysee ( hausarzt, hautarzt, orthopäden, internist ... ) nun bei einem neurolgen / pschologen in behandlung.
ich bekomme z.zt. sehr starke medikamente ( gabapentin 2400 mg/tag + quetiapin actavis 50-100 mg/tag ) um von meinen zuvor verordneten schmerzmitteln ( tramadol, novalgin, tetrazepam ) wegzukommen...

ich hatte in der vergangenheit schon öfters ärger mit dem sb, mal sind meine au nicht angekommen,
musste eine wegeunfähigkeistbescheinigung vorlegen
und zuletzt kamen stellenangebote paketzusteller ( gefordert, körperl. fitness ) die ich zur zeit definitiv nicht habe.
ich bin au - 06.01.13 ...

hatte mich in den
http://www.elo-forum.org/schwerbehin...ienst-aed.html
schon etwas eingelesen...

habe aber noch einige fragen ...
1: der fragebogen geht direkt an ärztl. dienst und nicht an meinen sb, oder irre ich mich ?
2:moniert werden anscheinend die letzten au's ( 05.11.12 - 06.01.13 ) von meinem neurologen !?
sollte ich nur diesen arzt nennen ?
3: informationsblatt ärztl.d. steht das etwas mit mir besprochen wurde, was definitiv nicht der fall ist.
4: abgabe bis 28.12.12, ist unverschämt ...da ist doch keiner mehr zu erreichen ...

freue mich über euere antworten ! ( vielen dank vorab ! )
Bezüglich der "WUB" verweise ich auf dies:


LSG-NRW Aktenzeichen: L 7 AS 108/13 B vom 03. April 2013, darin heißt es

Zitat:


LSG Nordrhein-Westfalen Datum: 3. April 2013Aktenzeichen: L 7 AS 108/13 B

Typ: Beschluss

Fundstelle: openJur 2013, 20922



Verfahrensgang:

Tenor

Auf die Beschwerde des Klägers wird der Beschluss des Sozialgerichts Düsseldorf vom 31.10.2012 geändert. Dem Kläger wird für das Klageverfahren Prozesskostenhilfe bewilligt und Rechtsanwalt T aus N beigeordnet. Kosten sind nicht zu erstatten.
Gründe

Die zulässige Beschwerde ist begründet.


Nach § 73a Abs. 1 Sozialgerichtsgesetz (SGG) in Verbindung mit § 114 Zivilprozessordnung (ZPO) erhält ein Beteiligter, der nach seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen die Kosten der Prozessführung nicht, nur zum Teil oder nur in Raten aufbringen kann, auf Antrag Prozesskostenhilfe, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet und nicht mutwillig erscheint.


Der Kläger ist nach seinen wirtschaftlichen Verhältnissen nicht in der Lage, die Kosten der Rechtsverfolgung aufzubringen. Die Klage hat hinreichende Aussicht auf Erfolg. Die Anforderungen an die tatsächlichen und rechtlichen Erfolgsaussichten dürfen nicht überspannt werden. Es genügt, wenn nach den gesamten Umständen des Falles eine gewisse Wahrscheinlichkeit des Erfolges besteht.


Der Klage kann die Erfolgsaussicht nicht von vorneherein versagt werden. Zwar sind die Voraussetzungen des § 32 Abs. 1 S. 1 Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) gegeben. Danach mindert sich das Arbeitslosengeld II jeweils um 10% des nach § 20 maßgebenden Regelbedarfs, wenn Leistungsberechtigte trotz schriftlicher Belehrung über die Rechtsfolgen oder deren Kenntnis einer Aufforderung des zuständigen Trägers, sich bei ihm zu melden oder bei einem ärztlichen oder psychologischen Untersuchungstermin zu erscheinen, nicht nachkommt. Der Kläger hat den Meldeaufforderungen des Beklagten vom 14.02.2012 und 02.03.2012 zum 28.02.2012 bzw. zum 20.03.2012 nicht Folge geleistet.


Jedoch ist die Rechtmäßigkeit der Minderung davon abhängig, ob der Kläger für sein Verhalten einen wichtigen Grund darlegen und nachweisen kann. Hierzu bedarf es weiterer Ermittlungen.



Ein wichtiger Grund liegt allgemein vor, wenn dem erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ein Erscheinen unmöglich ist oder so erschwert wird, dass ein anderes Verhalten bei einer Abwägung seiner Interessen gegenüber den Interessen der Allgemeinheit unzumutbar erscheint. Die Beweislast hierfür trägt der Leistungsempfänger. Bei einer Erkrankung kommt es nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG) darauf an, ob der Betroffene krankheitsbedingt daran gehindert war, den Meldetermin wahrzunehmen.


Als Nachweis für die Unfähigkeit, aus gesundheitlichen Gründen beim Leistungsträger zu erscheinen, kommt regelmäßig die Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung in Betracht. Arbeitsunfähigkeit ist nach der Rechtsprechung des BSG jedoch nicht in jedem Fall gleichbedeutend mit einer krankheitsbedingten Unfähigkeit, zu einem Meldetermin zu erscheinen. Da es sich bei dem Begriff der Arbeitsunfähigkeit zudem um einen Rechtsbegriff handelt, dessen Voraussetzungen anhand ärztlich erhobener Befunde - ggf. auch durch eine expost-Beurteilung - festzustellen sind (BSG, Urteil vom 26.02.1992 - 1/3 RK 13/90), besteht im Streitfall schon keine Bindung an die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.


Daher ist von den Sozialgerichten zu überprüfen, ob der Leistungsempfänger den Meldetermin aus gesundheitlichen Gründen nicht wahrnehmen konnte (BSG, Urteil vom 09.11.2010 B 4 AS 27/10 R Rn. 31 f.).


Ausgehend hiervon führt der Hinweis des Beklagten,(hier das JC) dass eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung als Nachweis für einen wichtigen Grund nicht akzeptiert wird, sondern eine Wegeunfähigkeitsbescheinigung notwendig ist (Fachliche Hinweise BA zum SGB II § 32 S. 2) NICHT dazu, dass ein wichtiger Grund zu verneinen ist.

Zum einen fehlt in dem Hinweis des Beklagten,(hier das JC) dass einerseits der Nachweis nicht nur durch ein Attest des behandelnden Arztes, sondern auch durch Zeugenbeweis möglich (Berlit in LPK-SGB II, 4. Auflage 2011, § 32 Rn. 15) und andererseits eine eidesstattliche Erklärung nicht ausreichend ist.

Anmerkung:

Demnach muss das JC m.E.a. auch in der Melde-Einladung nicht nur auf das (unsägliche) EinzelFall BSG-Urteil hinweisen, es muss auch den LB darauf hinweisen, dass auch ein Zeugenbeweis möglich ist.

Zum anderen obliegt dem Sozialgericht die Verpflichtung, Berichte der behandelnden Ärzte zu der chronischen Polyarthritis und der Hypertonie von Dr. W und von Dr. C, Kliniken N, einzuholen und ggf. ein ärztliches Gutachten einzuholen, um im Rahmen einer expost-Betrachtung zu ermitteln, ob der Kläger gesundheitsbedingt nicht in der Lage war, zu den Meldeterminen zu erscheinen.


Kosten werden im Prozesskostenhilfe-Beschwerdeverfahren nicht erstattet (§ 73a Abs. 1 S. 1 SGG i.V.m. § 127 Abs. 4 ZPO).


Dieser Beschluss ist mit der Beschwerde nicht angreifbar (§ 177 SGG).


Es muss kein "zusatz Attest" oder eine "Bettlägerigkeitsbescheinigung" "Wegeunfähigkeitsbescheinigung" dem JC vorgelegt werden, nur bei berechtigten Zweifeln einer vermeindlichen missbräuchlich ausgestellten AU. Bei Zweifel an einer AU kann das JC den MDK der Krankenkasse zur Abklärung einschalten.


Und es gilt wie gesagt auch der Zeugenbeweis...besonders wenn der behandelnde Arzt sich(meiner Meinung nach zu recht) weigert ein "zusätzliches Attest" oder eine zusätzliche Fantasiebescheinigung auszustellen.


Merke:


Eine krankheitsbedingte Verhinderung kann auch ohne Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung etwa durch Zeugenbeweis nachgewiesen werden (Berlit in LPK-SGB II, 4. Aufl. 2011, § 32 Rn. 13; Sonnhoff in JurisPK-SGB II, 2. Aufl., Stand 24.8.2010, § 32 Rn. 191).

Edit:

Besonders beachtenswert finde ich auch die Anmerkung des Gerichts im Bezug auf die Gewährung von PKH




"Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen."

(Johann Christoph Friedrich von Schiller)
__

"Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen."
(Johann Christoph Friedrich von Schiller)

Die größte Verwundbarkeit ist die Unwissenheit
( Sunzi um 500 v. Chr.)


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Alt 19.11.2013, 13:24   #66
bac123
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bac123
Standard AW: ärztlicher dienst (au )

heute kam post vom sozial-gericht ( siehe anhang )

sehe ich das richtig, dass das jc eingeknickt ist und es keine verhandlung gibt ?
falls ja, kann mir noch jemand einen tipp geben bzgl. meiner auslagen ( kopien, fahrtkosten usw )


vorab :danke:

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Alt 19.11.2013, 13:36   #67
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Standard AW: ärztlicher dienst (au )

Genauso ist es. Das JC will keinen Beschluß auf den sich andere Betroffene berufen könnten
Kleiner Tipp für die Zukunft: Gleich in der Klageerhebung den Antrag auf Kostenerstattung mit einfügen.
Jetzt: Quittungen und Belege für notwendige Auslagen zusammenstellen und dem Jobcenter mit einer Kopie dieses Briefes hinschicken
__

Gruß von
Sonntagsmaja
-------------------
Mach' was das Jobcenter Dir sagt! Damit folgst Du der Ansicht einer Reihe User hier, die damit das Märchen vom problemlosen Umgang mit dem JC verbreiten.
Aber beschwere Dich nicht bei mir wenn Du irgendwann mal eines Tages in einen Zug einsteigen mußt, an dessen Zielort die "neue Arbeit" auf Dich wartet........
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Alt 23.11.2013, 12:58   #68
bac123
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mhm, eine schlacht gewonnen ...
aber anscheinend haben die mich jetzt auf dem kicker

http://www.elo-forum.org/alg-ii/1195...ml#post1534511
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Alt 09.12.2013, 15:03   #69
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Zitat von Sonntagsmaja Beitrag anzeigen
...
Jetzt: Quittungen und Belege für notwendige Auslagen zusammenstellen und dem Jobcenter mit einer Kopie dieses Briefes hinschicken
anscheinend habe ich die belege aus versehen entsorgt ...
besteht trotzdem eine möglichkeit an mein geld zu kommen ?
( es sind 11.-, die ich dem jc eigentlich nicht schenken will )
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Alt 09.12.2013, 15:25   #70
Sonntagsmaja
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Zitat von bac123 Beitrag anzeigen
anscheinend habe ich die belege aus versehen entsorgt ...
besteht trotzdem eine möglichkeit an mein geld zu kommen ?
( es sind 11.-, die ich dem jc eigentlich nicht schenken will )
Nein.
Mensch, solch Sachen hebt man auf solange sowas nicht erledigt ist!
Gerade beim JC wichtig, denn die haben ja "grundsätzlich" nie was gekriegt.....

Verbuche das mal unter "Lehrgeld" und das nächste Mal schmeisst Du nix weg.
Ich habe für solche Fälle einen Schuhkarton; da kommt erst mal alles rein was sich Quittung oder Belege schimpft. Da weiß ich dann wenigstens wo ich wühlen muß wenn ich davon was brauche.
__

Gruß von
Sonntagsmaja
-------------------
Mach' was das Jobcenter Dir sagt! Damit folgst Du der Ansicht einer Reihe User hier, die damit das Märchen vom problemlosen Umgang mit dem JC verbreiten.
Aber beschwere Dich nicht bei mir wenn Du irgendwann mal eines Tages in einen Zug einsteigen mußt, an dessen Zielort die "neue Arbeit" auf Dich wartet........
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Alt 25.02.2014, 10:37   #71
bac123
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update:

mein widerspruch wurde abgelehnt
( siehe anhang )

wie soll ich weiter vorgehen ?

...die themenstränge ( wub ) wurden zusammengeführt, und sind leider jetzt nicht mehr richtig zu verstehen ...schade !!!

trotzdem hoffe ich auf euere hilfe, vielen dank !

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Alt 25.02.2014, 10:41   #72
gelibeh
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Standard AW: ärztlicher dienst (au )

Ich würde Klage einreichen.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.02.2014, 09:11   #73
bac123
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werde klage einreichen ...

kann mir bitte jemand bei der formulierung helfen...
+ antrag auf kostenerstattung und
dass ich keine kürzung bis zum urteil erhalte.

vorab DANKE !!!
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Alt 26.02.2014, 10:38   #74
Anna B.
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Anna B. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ärztlicher dienst (au )

naja..das fällt ja geradezu direkt ins Gesicht:

wie kann ein Arbeitsvermittler eine Erwerbsfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit anhand eines einzelnen Besuches erkennen?

Wenn der Arbeitsvermittler Zweifel an der Erwerbsfähigkeit hat, dann hat er das durch Ärzte feststellen zu lassen...aber doch nicht in einem Gespräch mit dem Erkrankten!!

der AV hätte also ganz einfach einen Termin beim ÄD vereinbaren können und dem Kunden dann die entsprechende Meldeaufforderung übersenden können.

Dann wäre nämlich die Feststellung einer Erwerbsminderung ärztlicherseits bestätigt und erst dann hätte der Arbeitsvermittler mit dem Kunden zusammen unter Berücksichtigung der Einschränkungen ein entsprechendes Gespräch führen können..

Hier ging es mal wieder nur um mißtrauen...der AV glaubt nicht, dass du au bist und wollte dich deswegen einladen und ggf. schikanieren..

ich würde also die Klageschrift entsprechend wie o.g. mit dem Argument aufbauen..

zur Feststellung einer möglichen Erwerbsminderung ist ein Arbeitsvermittler der Agentur nicht geeignet...der ist kein Mediziner....und du als Kunde bist nur krank geschrieben, weil du nicht arbeiten kannst..

der AV hätte auch die Möglichkeit gehabt, bei Zweifeln an der AU, den MD der Krankenkassen einzuschalten..auch das hat er unterlassen...

wie will er als medizinischer Laie, dir sachgerechte Hilfe und Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche geben? er weiß doch gar nicht, welche Erkrankungen vorliegen und über die Einschränkungen und Erkrankungen mußt du nicht mit einem med. Laien reden..

vielleicht gibt es noch jemanden, der das für dich in Schriftform bringen kann, überleg aber vorher mal selber und stelle dann den Brief hier noch ein...
__

Gruß
Anna

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Alt 08.03.2014, 11:31   #75
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hallo zusammen,

kleines update:

heute kam post ...
" anhörung zum möglichen eintritt einer sanktion 10% "
( siehe anhang )

verstehe ich jetzt überhaupt nicht ... ich habe doch schon eine ablehnung erhalten.

bitte um hilfeee !

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