ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 22.08.2012, 18:43   #1
nowayhose
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nowayhose nowayhose nowayhose nowayhose nowayhose
Standard Anhörung (Sanktion)

Hallo Leute!

Ich habe eine Anhörung zu einer möglichen Sanktion bekommen.
Wie soll ich mich verhalten, was soll ich schreiben? Ich möchte antworten, aber nicht mehr als nötig dazu sagen, denn meine Befürchtung ist, wenn ich zuviel sage, könnte das Jobcenter etwas konstruieren.
Zu den Tatsachen:

1. Ich bekam einen Vermittlungsvorschlag von der Firma „Argentur für Arbeit Spandau“. Diese Firma existiert nicht (ist dieser Vermittlungsvorschlag dann hinfällig?).

2. Ich nahm teil an der Bewerberrunde am 30.08.12 im Jobcenter.
Dort wurde uns gesagt, dass es sich um ein Arbeitsangebot im Auftrag von MyBrands Zalando GmbH u. Co KG handelt.

3. Nach fünf Minuten Vortrag wurde uns gesagt, dass ein 9 tägiges Praktikum unentgeltlich in der Firma zu leisten sei, bevor man einen Arbeitsvertrag bekommen könnte. Dieses Praktikum sei freiwillig, man könne es auch abbrechen ohne Sanktionen vom Amt befürchten zu müssen. Zu diesem Zeitpunkt verließ eine Person den Raum. Es wurde gesagt, dass es 25 Praktikastellen geben würde, von denen 9 schon belegt sind. So bräuchten sie nun noch 16 Leute.

4. Nach 35 Minuten war der Vortrag zuende. Ungefähr 50 bis 60 % der Teilnehmer verließen
daraufhin den Raum. (Anfangs waren ca. 30 Menschen da.)

5. Daraufhin sagte ich den Vortragenden, dass ich mich gern die auf angebotene Stelle bewerben möchte von der Firma „Argentur für Arbeit Spandau“. Die Antwort war: es gäbe kein Angebot von der „Argentur für Arbeit Spandau“, aber eines von MyBrand Zalando GmbH.

Ich wollte mich dann auf dieses Angebot von MyBrand Zalando bewerben.
Man sagte mir: dass ginge nur, wenn ich das 9 tägige unentgeltliche Praktikum vorher machen würde. Allerdings wäre nicht garantiert, dass man danach die Arbeitsstelle auch bekommen würde.

Ich habe dann den Raum verlassen, weil ich kein Praktikum sondern eine Arbeitsstelle haben wollte. Für 9 Tage unentgeltlich arbeiten möchte ich nicht. Wer arbeitet, soll auch entlohnt werden. Der Vortragende meinte: Sie bekommen doch noch ALG 2 und eine Fahrkarte dazu!

6. Im Schreiben des Jobcenter zur Anhörung (13.08.) wird das Beschäftigungsverhältnis als „Helfer Lagerwirtschaft / Transport“ bezeichnet, im Vermittlungsvorschlag (31.07.) hieß es „Lagerarbeiter“.


Gruß


nowayhose

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Alt 22.08.2012, 18:55   #2
kelebek
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kelebek kelebek kelebek kelebek kelebek kelebek
Standard AW: Anhörung (Sanktion)

Einen allerersten Vorschlag reiche ich mal ein mit:
"Ich lehnte das infrage stehende Beschäftigungsverhältnis nicht ab. Eine Entlohnung eines Probearbeitens wurde mir im vornhinein versagt. Insofern wurde ein Zustandekommen eines Beschäftigungsverhältnisses verhindert, weil dies ausschliesslich unter der Voraussetzung angeboten wurde, zuvor neun Tage unentgeltlich zur Probe zu arbeiten."
Das geht für das Anhörungsschreiben für eine mögliche Sanktion wohl noch viel besser, dient aber hoffentlich als Einstieg für eine hübsche, angemessene Formulierung für die Anhörung.
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Alt 22.08.2012, 19:52   #3
Laribum
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Standard AW: Anhörung (Sanktion)

Informiere dich mal zum Thema "Einfühlungsverhältnis".

Einfühlungsverhältnis kann schnell zur Falle werden - GeVestor.de
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Alt 22.08.2012, 20:00   #4
angeditscht->Emailproblem
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angeditscht angeditscht
Standard AW: Anhörung (Sanktion)

Hier geht es um Probearbeiten. Das ist etwas anderes als ein Einfühlungsverhältnis.
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Alt 22.08.2012, 20:07   #5
Ein Hartzianer
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Ein Hartzianer Ein Hartzianer Ein Hartzianer Ein Hartzianer Ein Hartzianer Ein Hartzianer Ein Hartzianer
Standard AW: Anhörung (Sanktion)

Irrsinn, daß die sogar schon Spandauer nach Brieselang schaufeln wollen...

Also grundsätzlich:
Arbeit hat ihren Wert, unbezahlte Arbeit ist (nach dem gesunden
Menschenverstand) ein *absolutes* Unding.
Wenn du dich bei Z. diplomatisch gut rausgewunden hast, ist bis dahin alles Paletti.
Jetzt sei nur noch bei der Anhörung diplomatisch und unmißverständlich.
Einfachste Stellungnahme "(Lohn-, Arbeitszeit-, etc.) Verhandlungen gescheitert".
Aber mal sehn, was die anderen Kollegen dazu noch sagen.
__

Ihr seid beim Jobcenter Kunde.
Der Kunde ist König.
Der König wünscht eine reguläre, auskömmlich bezahlte Arbeit !

Probearbeit und Praktika sind abzulehnen.
Dafür gibt es die Probezeit (bis 6 Monate) bei voller Bezahlung.

Arbeit hat ihren Wert ! Seht in den Lohnspiegel !
Der Westlohn für Männer ist maßgebend.

Meine Beiträge enthalten Spuren von Ironie und Sarkasmus.
Sie sind mit Vorsicht zu genießen !
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Alt 22.08.2012, 20:15   #6
Paolo_Pinkel
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Standard AW: Anhörung (Sanktion)

Einfach kurz und schmerzlos. Natürlich bist du an einem leidensgerechten Arbeitsplatz interessiert. Allerdings bist du nicht bereit eine 9-tägige "Arbeitserprobung" durchzuführen, die darüber hinaus auch noch unentgeltlich ist. Zum einen, weil du keine 16 Jahre mehr bist, weißt wie man arbeitet und zu anderen, weil ein Praktikum, dass eine Anstellung vage in Aussicht stellt, vom Gesetzgeber unzulässig ist, denn dafür gibt es ja die Probezeit. Zusätzlich könnte man auch noch die Entlohnung auf rechtswidrig prüfen. Das genannte dürfte aber reichen.
Zitat:
Bei einem unentgeltlichen Praktikum handelt es sich nicht um eine Arbeit, Ausbildung oder Arbeitsgelegenheit im Sinne des § 31 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. c) SGB II , so dass dem Gericht nicht der Auffassung der Antragsgegnerin folgt, wonach der Hilfebedürftige sich durch den Abbruch des Praktikums geweigert hat , eine Arbeit, Ausbildung oder Arbeitsgelegenheit fortzuführen.

Nach der Wertung des § 10 Abs. 1 und des § 2 Abs. 2 S. 2 SGB II ist “Arbeit” in diesem Sinne jede (lohn-)abhängige Erwerbstätigkeit, die sozialversicherungsrechtlich ein (sozialversicherungspflichtiges) Beschäftigungsverhältnis konstituiert (Rixen in Eicher/Spellbrink, SGB II, 2. Auflage 2008, § 10 Rn. 25). Ein Praktikum, für das kein Entgelt oder Lohn gezahlt wird, erfüllt diese Kriterien nicht. Dies folgt bereits aus § 2 Abs. 2 S. 2 SGB II , der bestimmt, dass erwerbsfähige Hilfebedürftige ihre Arbeitskraft zur Beschaffung ihres Lebensunterhalts einzusetzen haben. Da unentgeltliche Tätigkeiten diesen Zweck (unmittelbar) nicht zu erreichen vermögen, sind sie insofern auch nicht als “Arbeit” i.S.d. §§ 10 und 31 SGB II zuu qualifizieren.
Ein Praktikum ist auch keine Ausbildung im oben genannten Sinne. Denn der Begriff der Ausbildung betrifft die Berufsausbildung . - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen - L 7 B 321/07 AS ER - 02.05.2008 rechtskräftig
__

"Hartz-IV ist die arbeitsmarktpolitische Endlösung der Erwerbslosenfrage." - Ich -
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Alt 22.08.2012, 20:18   #7
teddybear
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teddybear teddybear teddybear teddybear teddybear teddybear teddybear teddybear teddybear teddybear teddybear
Standard AW: Anhörung (Sanktion)

In Sachen:
Sanktionsanhörung

BG-Nummer: 0815-BG XYZ

stelle ich fest, dass im Vermittlungsvorschlag als Arbeitgeber die Agentur für Arbeit Spandau genannt wird.

Ich stellte weiter fest, dass ich mich am 13.08.2012 um 9:00 Uhr wunschgemäß persönlich vorstellte. Dort stellte sich heraus, dass nicht die Agentur für Arbeit einen Lagerarbeiter sucht, sondern vielmehr angeblich die MyBrands Zalando GmbH u. Co KG diverse neue Helfer für Lagerwirtschaft und Transport sucht.

Der im Vermittlungsvorschlag vorgetäuschte Arbeitgeber (Agentur für Arbeit) suchte also selbst keinen Lagerarbeiter! Mithin habe auch nicht ich gegen Pflichten verstoßen, sondern vielmehr Sie, in dem Sie gezielt den wahren Arbeitgeber verschleiert haben.

Auch kann ich aus dem Grunde schon gegen keine Pflichten verstoßen haben, weil die MyBrands Zalando GmbH u. Co KG keinen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz angeboten hatte, sondern einen solchen lediglich nur unter der Erpressung einer längeren kostenlosen Arbeit im Vorfeld in Aussicht gestellt hatte.

Bei einer Probearbeit handelt es sich jedoch bereits um ein Arbeitsverhältnis, da sich der Bewerber dem Weisungsrecht des Arbeitgebers unterwirft und eine Arbeitsleistung erbringen muss. Für Arbeitsverhältnisse besteht jedoch immer eine Vergütungspflicht. Anderslautende Vereinbarungen sind nichtig.

Mithin wäre eine kostenlose Arbeit, in welche Sie mich hier auch noch "vermitteln" wollten, nicht nur nicht zumutbar, sondern auch ganz klar rechtswidrig!

Um einer Fehlentscheidung Ihrerseits vorzubeugen, verweise ich hiermit auf folgende Rechtsprechung:

LSG NRW, L 7 B 321/07 AS ER, 02.05.08
SG Dortmund Az.: S 31 AS 317/07

Sollten Sie die Rechtslage hier ignorieren, um irgendwelche Sanktionsquoten erfüllen zu müssen, so werde ich unverzüglich den Rechtsweg beschreiten!

gez.
Ich
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Alt 22.08.2012, 20:53   #8
Annabella
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Ausrufezeichen AW: Anhörung (Sanktion)

MyBrands Zalando GmbH u. Co KG

Hab ich doch gewußt, MyBrands ist eine Tochter von Zerlando - gleich Dumpinglohn - gleich miese Arbeitsbedingungen! Hatte da einige miese Sachen gelesen.

Zalando

Beim Eingeben von Zelando/Dumpinglohn hat mein Läppi mir dann auch was ausgespuckt und das dürfte als Argument beim JC hilfreich sein. Ein Link , sehr interessant, kann noch zum Schreiben gelegt werden.



Arbeitsbedingungen im Groß- und Einzelhandel allgemein

Schrei vor Schreck

jungle-world.com - Archiv - 32/2012 - Inland - Schlechte Arbeitsbedingungen bei Zalando

Internethändler Zalando am Pranger



Internethändler: Zalando am Pranger | FTD.de


Vielleicht hilft es! Ausdrucken und dem SB unter die Nase halten, was für Stellen die vermitteln. Echt was die anbieten!
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Alt 22.08.2012, 20:59   #9
stummelbeinchen
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stummelbeinchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Anhörung (Sanktion)

Schreib das genauso in die Anhörung rein

Zitat von nowayhose Beitrag anzeigen
1. Ich bekam einen Vermittlungsvorschlag von der Firma „Argentur für Arbeit Spandau“.
2. Ich nahm teil an der Bewerberrunde am 30.08.12 im Jobcenter.
Dort wurde uns gesagt, dass es sich um ein Arbeitsangebot im Auftrag von MyBrands Zalando GmbH u. Co KG handelt.

3. Nach fünf Minuten Vortrag wurde uns gesagt, dass ein 9 tägiges Praktikum unentgeltlich in der Firma zu leisten sei, bevor man einen Arbeitsvertrag bekommen könnte. Dieses Praktikum sei freiwillig, man könne es auch abbrechen ohne Sanktionen vom Amt befürchten zu müssen. ... Es wurde gesagt, dass es 25 Praktikastellen geben würde, von denen 9 schon belegt sind. So bräuchten sie nun noch 16 Leute.

4. Nach 35 Minuten war der Vortrag zuende.

5. Daraufhin sagte ich den Vortragenden, dass ich mich gern die auf angebotene Stelle bewerben möchte .
Man sagte mir: dass ginge nur, wenn ich das 9 tägige unentgeltliche Praktikum vorher machen würde. Allerdings wäre nicht garantiert, dass man danach die Arbeitsstelle auch bekommen würde.
Vielleicht noch mit einer Ergänzung, dass Du im guten Glauben auf die Äußerung des Vortragenden gehandelt hast und Du bereit warst, nach einer Bewerbung eine Arbeitsstelle anzunehmen. Das wurde abgelehnt, das Zustandekommen der Arbeitsstelle wurde daher von Deinem Gegenüber verhindert.
stummelbeinchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2012, 05:13   #10
Laribum
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Standard AW: Anhörung (Sanktion)

Zitat von angeditscht Beitrag anzeigen
Hier geht es um Probearbeiten. Das ist etwas anderes als ein Einfühlungsverhältnis.
Es handelt sich sehr wohl um ein "Einfühlungsverhältnis". Hier nochmal der Unterschied genau erklärt:

Was ist ein Einfühlungsverhältnis? « Rechtsanwalt Arbeitsrecht Berlin Blog

Probearbeitszeitverhältnis


Bei einem Probearbeitszeitverhältnis handelt es sich um ein echtes Arbeitsverhältnis. Der Arbeitnehmer wird hier – obwohl eine Probezeit vereinbart ist – bereits, wie ein Arbeitnehmer, beschäftigt mit den entsprechenden Rechten und Pflichten. Er hat einen Lohnzahlungsanspruch gegen den Arbeitgeber.

Einfühlungsverhältnis

Anders ist aber die Situation beim sog. Einfühlungsverhältnis. Beim Einfühlungsverhältnis liegt noch kein “richtiges” Arbeitsverhältnis vor. Der “Arbeitnehmer” wird langsam an das Arbeitsverhältnis herangeführt. Es besteht noch kein Lohnzahlungsanspruch. Der “Arbeitnehmer” soll hier faktisch angelernt werden. Vergleichbar ist das sog. Einfühlungsverhältnis mit einem unbezahlten Praktikum.
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Alt 23.08.2012, 06:02   #11
Red Bull
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Standard AW: Anhörung (Sanktion)

Zitat von Laribum Beitrag anzeigen
Es handelt sich sehr wohl um ein "Einfühlungsverhältnis". Hier nochmal der Unterschied genau erklärt:

Was ist ein Einfühlungsverhältnis? « Rechtsanwalt Arbeitsrecht Berlin Blog

Probearbeitszeitverhältnis


Bei einem Probearbeitszeitverhältnis handelt es sich um ein echtes Arbeitsverhältnis. Der Arbeitnehmer wird hier – obwohl eine Probezeit vereinbart ist – bereits, wie ein Arbeitnehmer, beschäftigt mit den entsprechenden Rechten und Pflichten. Er hat einen Lohnzahlungsanspruch gegen den Arbeitgeber.

Einfühlungsverhältnis

Anders ist aber die Situation beim sog. Einfühlungsverhältnis. Beim Einfühlungsverhältnis liegt noch kein “richtiges” Arbeitsverhältnis vor. Der “Arbeitnehmer” wird langsam an das Arbeitsverhältnis herangeführt. Es besteht noch kein Lohnzahlungsanspruch. Der “Arbeitnehmer” soll hier faktisch angelernt werden. Vergleichbar ist das sog. Einfühlungsverhältnis mit einem unbezahlten Praktikum.
Einfühlungsverhältnis
Vom Praktikum streng zu trennen ist auch das Einfühlungsverhältnis, das umgangssprachlich gerne als „Schnupperkurs” oder unverbindliche Kennenlernphase bezeichnet wird und als „verlängertes Bewerbungsverfahren” der Anbahnung eines Arbeitsverhältnisses dienen soll. Zweck ist nicht wie beim Probearbeitsverhältnis die Erprobung der Eignung des Bewerbers,
sondern es soll lediglich dem potentiellen Arbeitnehmer die Möglichkeit gegeben werden, die betrieblichen Gegebenheiten kennenzulernen. Der Arbeitgeber hat im Gegenzug die Möglichkeit festzustellen, ob der Bewerber in den Betrieb passt. Beim
Einfühlungsverhältnis bestehen keine gegenseitigen Verpflichtungen zur Leistung und Gegenleistung. Der Arbeitgeber hat kein Direktionsrecht. Die Arbeitsleistung des Bewerbers wird auf rein freiwilliger Basis erbracht. Auch muss der Bewerber keine
bestimmte Arbeitszeit einhalten. Er ist einzig dem Hausrecht des Arbeitgebers unterworfen. Folglich entsteht hier kein echtes Arbeitsverhältnis. Wenn keine anderweitige Abrede getroffen wird, besteht kein Anspruch auf Arbeitsentgelt. Die Höchstdauer für ein solches Einfühlungsverhältnis beträgt maximal 7 bis 10 Tage.
IHK Rhein Kreis Neckar, Das Praktikum und seine Alternativen: Tipps zur Vermeidung typischer Fehler
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Alt 13.02.2013, 17:17   #12
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Standard AW: Anhörung (Sanktion) SANKTIONIERT!

Hallo Leute

Update

SANKTIONIERT!!!

Also,Klage einreichen, hmmm was soll ich schreiben?





Gruß



nowayhose

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Alt 13.02.2013, 17:22   #13
Paolo_Pinkel
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Standard AW: Anhörung (Sanktion)

Widerspruch gegen den Absenkungsbescheid an das JC und sofort die Anordnung der aufschiebenden Wirkung des Widerspruchs gem. § 86b Abs. 1 Nr 2 SGG i.V.m. § 39 Abs. 1 SGB II beim SG beantragen. Als Begründung kannst du den Text deiner Anhörung nehmen, der auf das Praktikums-Urteil ebenfalls hingewiesen hat. 9 Tage Probearbeiten für lau
__

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Alt 13.02.2013, 17:34   #14
hass4
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Standard AW: Anhörung (Sanktion)

das darf doch wohl nicht wahr sein! ich hab den käse doch auch über leiharbeit gemacht. das ist so eine blöde arbeit, das hatten wir in gruppen zu 6 leuten in 3 stunden von der vorarbeiterin erklärt bekommen was da zu machen ist.

im anschluss sind wir mit der arbeit angefangen. nach 3 tagen kam dann die erste oberaufsicht, die leistung muss sich enorm steigern, nach 7 tagen einarbeitung.

die wollen jetzt die zeit zur einarbeitung bis die leistung kommt auch nicht mehr übernehmen, und wälzen die kosten auf die steuerzahler ab! (ALG II)

das ist doch der selbe käse wie bei docdata.

Mitarbeiter Arbeitsvorbereitung im Lager (m/w) − Potsdam, Großbeeren, Ludwigsfelde und im Süden von Berlin − StepStone
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