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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 25.07.2012, 22:08   #1
Glaubensfrage->Emailproblem
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Beiträge: 6
Glaubensfrage
Böse Leistungen vorläufig eingestellt.

Hallo,

ohne mich groß vorzustellen und meine Begeisterung über dieses Forum zu äußern möchte ich gleich zu meiner Geschichte kommen:

Wir sind eine 5 Köpfige Familie und unsere zum 31.07 ablaufende Leistungsgewährung wurde am Freitag 20.07. zum 1.8.2012 erneut bewilligt. Dem Antrag hatte ich Formlos ein Schreiben beigefügt, in dem ich bekunde, daß ich eine Aussicht auf eine Arbeitsstelle habe, um eine Unterstützung für mindestens den nächsten Monat nicht drumherum komme und deshalb den Antrag auf Wiederbewilliging stellen muss.
Ein Praktikum wurde für 2 Wochen gewährt, welches ich per Email und Telefon kurzfristig beantragt habe und der Arbeitgeber auch zügig die Unterlagen vom Jobcenter erhalten hatte. Zudem sagte mir die Jobcenter Dame ich könne dem Arbeitgeber anbieten die ersten 3 Monate bezuschusst zu werden.

Den Arbeitsvertrag zu bekommen war mit einem mindestens 80% zu bestehenden erfolgreichen Test verknüpft, vorher gab es keinen Vertrag. Um diesen Test zu bestehen habe ich mich in diverse Unterlagen eingelesen, ein paar mal Schulungen erhalten und trotz Unsicherheit beim ersten mal erfolgreich bestanden.

Dadurch erhielt ich den Vertrag unvorhergesehener Weise am Montag den 23.07. - Mein Arbeitgeber wollte sich bereits am 20.07. erkundigen ob die Bezuschussung in irgendeiner Weise beeinträchtigt würde, wenn er den Vertrag jetzt schon mit mir machen würde. Er erreichte nur eine Vertretung die nicht 100%iges sagen konnte und bat tatsächlich um Aufschub zum Montag um es mit der Kollegin abzuklären.
Geld gibts übrigens dann immer zum 15.

Am Dienstag 24.07. erhielt ich einen Antrag auf Gewährung einer Förderung aus dem Vermittlungsbudget für die Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung ...

Heute erhalten wir ein Schreiben mit der Überschrift "Berücksichtigung von Einkommen" in dem Wortwörtlich steht:

"Nach meinen Feststellungen steht Ihr Ehegatte ab 23.07. in einem Beschäftigungsverhältnis bei der Firma XYZ in XYZ.
Da das hieraus erzielte Einkommen Einfluss auf die Höhe der Leistungsgewährung hat und diese sogar wegfallen kann, habe ich bis zur endgültigen Klärung Ihre Leistungen vorläufig eingestellt.
Bitte lassen Sie die beigefügte Einkommensbescheinigung durch den Arbeitgeber ausfüllen und reichen Sie diese umgehend ein."
Natürlich nur mit dem Name der Sachbearbeiterin. Keine Email oder Durchwahl.

Leute ich kann Euch garnicht sagen wie mir das den Tag vermiest hat seit ich das heute von meiner Frau am Telefon erfahren habe. Absolut demotivierend das ganze.

Ich planen nun morgen alles mit zum Arbeitgeber zu nehmen und mit der Dame Rücksprache zu halten die mit ihm Kontakt hatte.

Was meint Ihr?
Sollte ich ein Schreiben aufsetzen, wenn ja was darf/soll/kann ich Schreiben damit die Sperre aufgehoben wird. Reicht es auch dann zu Faxen oder nur Persönlich abgeben oder Einschreiben/Rückschein ?

So, jetzt ists`s mal draußen und ich muss erstmal aufm Balkon einen Schluck zu mir nehmen :)
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Alt 26.07.2012, 06:40   #2
Janis
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Beiträge: n/a
Standard AW: Leistungen vorläufig eingestellt.

Die Einstellung der Leistung ist in jedem Fall rechtswidrig.

Schau dir mal die angehängte PDF Datei an. Bitte alles ab dem Absatz "bei Arbeitsaufnahme" lesen !!!

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Plagiat_Ratgeber_Leistungspflicht_des_Leistungstraegers-1.pdf (276,5 KB, 183x aufgerufen)
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Alt 26.07.2012, 17:46   #3
Glaubensfrage->Emailproblem
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Beiträge: 6
Glaubensfrage
Standard AW: Leistungen vorläufig eingestellt.

Update:

Ich habe alles meinem Arbeitgeber erzählt der mir Kopfschüttelnd erzählte, dass er nun ein zweites mal negative Erfahrungen mit dem Arbeitsamt gemacht hat. Beim anderen mal wurde ein SGB II empfänger für zwei tage unangemeldete Schulung für einen Monat gesperrt.

Es war gut dass mein Chef den Kontakt telefonisch aufnahm, ich hatte bereits ein Schreiben verfasst in dem ich meinen Unmit dem Jobcenter mitteilen wollte.
Beim Gespräch mit der Dame die auch das OK für den Vertrag und die Bewilligung des Zuschusses zuständig war, durfte ich nach Nachfrage über Lautsprecher zuhören.

Der ungefähre Wortlaut war so:
Jobcenter: "... Ja, der Herr XXX hat dieses Schreiben Standardmäßig erhalten, das geht immer Automatisch raus, sobald Aussicht auf Einnahmen durch Vertragsaufnahme sind, die sich mit folge Zahlungen überdecken können."

Chef: "gehe ich nun richtig von der Annahme aus, dass durch diese Maßnahme eine Finanzielle Versorgungslücke entsteht?"

Jobcenter "Leider ja, hier befinden wir uns in einer Gesetzeslücke, wir haben schon öfters solche Meldungen gehabt. Es muss erst abgewartet werden wie hoch der Betrag ist, er könnte ja auch so hoch sein, daß ein Anspruch völlig entfällt, oder Wohngeld und Kindergeldzuschuss beantragt werden müsste. Manchmal kann auch der Arbeitgeber einen Vorschuss gewären."

Chef: "Das klingt äusserst unzufrieden zumal durch die Finanzielle Lücke sogar der Fahrtweg zur Arbeitsstelle gefährdet wäre, zudem hängt eine ganze Familie hinten dran."

Jobcenter: "Am besten gehe ich kurz zu meiner Kollegin die dieses Schreiben verschickt hat und werde Sie bitten gleich zurückzurufen. Sie sitzt gleich ein paar Zimmer weiter"

Interessant ist hier, das das eine Schreiben von einer ganz anderen Stadt kommt und die Rufnummern auch unterschiedliche Vorwahlen haben.

Chef gibt die Rückrufnummer durch und wir warten ein paar minuten.

Bei dem nächsten Gespräch habe ich nur seine Worte mitbekommen wie nach fast gleicher Erzählung seinerseit eine Email Adresse von der Sachbearbeiterin durchgegeben wurde und eine Lohnprognose zum 15.8. verlangt wurde.
Man würde dies dann mit der Abteilungsleiterin noch einmal durchsprechen und versprach auf Nachfrage eine 90%ige Wahrscheinlichkeit, dass die Sperre aufgehoben wird.



Wenn ich nun das obige Schreiben (Plagiat_Ratgeber_Leistungspflicht_des_Leistungstraegers-1.pdf‎) durchlese, klingt das ganze schon sehr kurios. Hat sich evtl. etwas an der Vorgehensweise geändert das dies nun Rechtens ist, oder lenken die Mitarbeiter erst durch Drohung der Paragraphen oder Rechtsanwalt ein ?


Ich warte nun auf eine Antwort vom Jobcenter und werde dementsprechend Meldung geben.
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Alt 27.07.2012, 08:30   #4
Janis
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Standard AW: Leistungen vorläufig eingestellt.

Zitat von Glaubensfrage Beitrag anzeigen
Wenn ich nun das obige Schreiben (Plagiat_Ratgeber_Leistungspflicht_des_Leistungstraegers-1.pdf‎) durchlese, klingt das ganze schon sehr kurios. Hat sich evtl. etwas an der Vorgehensweise geändert das dies nun Rechtens ist, oder lenken die Mitarbeiter erst durch Drohung der Paragraphen oder Rechtsanwalt ein ?
Nein es hat sich nichts geändert und der Leistungsträger ist weiterhin bis zum Eingang des ersten Gehalts
voll in der Leistungspflicht. Alles was dort erzählt wurde sind nur vorgeschobene Begründungen die jeder
rechtlichen Grundlage entbehren.


Jetzt legt Ihr ersteinmal Widerspruch gegen den Einstellungsbescheid ein. Solltet Ihr wirklich am 31.07.2012
keine Leistungen erhalten müßt Ihr sofort einen Antrag auf eine EA beim Sozialgericht stellen damit das JC zahlt !
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Alt 27.07.2012, 20:15   #5
Glaubensfrage->Emailproblem
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Glaubensfrage
Standard AW: Leistungen vorläufig eingestellt.

Ruckzuck kam heute ein neuer Leistungsbescheid an, in dem der vom Arbeitgeber angegebene Lohn (zum glück ohne evtl. Bonis) der immer erst zum 15. eines Monats kommt und im August ja nicht mal der volle Lohn ist, angerechnet wurde.

Ich halte jetzt lieber die Füße still, bis wenigstens dieses Geld auf dem Konto ist und werde es dann noch einmal mit Widerspruch versuchen. Ehrlich gesagt stresst mich aber mein Arbeitsplatz momentan schon genug, dass mir dieser Hickhack echt an die Substanz geht. Kann ich sowas nicht per Berater-schein über einen Anwalt erfolgreich regeln lassen ?
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Alt 27.07.2012, 20:31   #6
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Standard AW: Leistungen vorläufig eingestellt.

Du hättest dir von deinem Chef schriftlich geben lassen sollen, daß du deinen ersten Lohn erst im Monat nach Arbeitsaufnahme ausgezahlt bekommst... dann würde dein ALG II für den Monat der Arbeitsaufnahme nicht zurück gezahlt werden müssen...
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Alt 27.07.2012, 20:44   #7
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Standard AW: Leistungen vorläufig eingestellt.

Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
Du hättest dir von deinem Chef schriftlich geben lassen sollen, daß du deinen ersten Lohn erst im Monat nach Arbeitsaufnahme ausgezahlt bekommst... dann würde dein ALG II für den Monat der Arbeitsaufnahme nicht zurück gezahlt werden müssen...
Bei dem Gespräch Chef - Jobcenter, hat er das ja angesprochen. Dadurch kam dann die Idee der Arbeitgeber könne ja Vorschuss zahlen.

Das unglückliche an dem ganzen ist, dass zum 31.07 der alte Bescheid abgelaufen ist und die Neubewilligung 1 Woche vor Vertrag kam. Desweiteren wurde der Sachbearbeiter gewechselt und der alte ist in Urlaub gefahren und wollte das ursprünglich noch schnell erledigen. Der Wechsel entstand unter anderm auch weil ich meine Selbständigkeit abgemeldet habe.
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Alt 28.07.2012, 00:14   #8
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Zitat:
Dadurch kam dann die Idee der Arbeitgeber könne ja Vorschuss zahlen.
Muß er aber nicht - nutzt dir auch nichts, denn das fehlt dann ja im nächsten Monat!
Chef sollte einfach erst Anfang des Monats überweisen, nach der Zuflußtheorie ist der Geldeingang entscheidend, nicht daß SB auf Vorschuß verweist.
gast_ ist offline   Mit Zitat antworten

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