ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 19.07.2012, 22:20   #1
IchMagDeBurg->Emailproblem
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IchMagDeBurg
Standard Nachfrage zu KdU - Pauschale - was nu?

Guten Tag,

ich wohne in einer Wohnung mit WBS-Notwendigkeit ( " Einen Wohnberechtigungsschein benötigt, wer eine mit öffentlichen Mitteln geförderte Wohnung mieten will." ) Daher ist diese Wohnung etwas speziell. Ich habe einen festen Betrag genannt "Miete", den der Vermieter bekommt und laut Mietvertrag ist der gesplittet in zwei Teile, Grundmiete und "Betriebskostenpauschale". Das heißt ich habe einfach gesagt eine monatliche Miete von 500 € (zahlen sind jetzt einfach mal gewählt um leichter rechnen zu können), 250 sind Grundmiete und 250 sind diese Pauschale. Und ich habe nichts weiter mit Wasser oder Strom, TV-Kosten oder was es noch so gibt zu tun und natürlich auch keine Aufschlüsselung für das JC. Wie wird da vorgegangen? Müssen die es komplett übernehmen? Können sie sich frei einen Beitrag ausdenken, den sie rausrechnen? Hat da jemand schon Erfahrungen mit.

Vielen Dank für eure Antworten
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Alt 20.07.2012, 00:21   #2
Jivan
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Standard AW: Nachfrage zu KdU - Pauschale - was nu?

Zitat von IchMagDeBurg Beitrag anzeigen
Guten Tag,

ich wohne in einer Wohnung mit WBS-Notwendigkeit ( " Einen Wohnberechtigungsschein benötigt, wer eine mit öffentlichen Mitteln geförderte Wohnung mieten will." ) Daher ist diese Wohnung etwas speziell. Ich habe einen festen Betrag genannt "Miete", den der Vermieter bekommt und laut Mietvertrag ist der gesplittet in zwei Teile, Grundmiete und "Betriebskostenpauschale". Das heißt ich habe einfach gesagt eine monatliche Miete von 500 € (zahlen sind jetzt einfach mal gewählt um leichter rechnen zu können), 250 sind Grundmiete und 250 sind diese Pauschale. Und ich habe nichts weiter mit Wasser oder Strom, TV-Kosten oder was es noch so gibt zu tun und natürlich auch keine Aufschlüsselung für das JC. Wie wird da vorgegangen? Müssen die es komplett übernehmen? Können sie sich frei einen Beitrag ausdenken, den sie rausrechnen? Hat da jemand schon Erfahrungen mit.

Vielen Dank für eure Antworten
Na ja, man müsste schon die konkreten Zahlen von Miete und Nebenkostenpauschale kennen und die KDU-Richtlinien Deines Wohn-Ortes um darauf konkret und vernünftig antworten zu können.

Darüber hinaus kann das JC einem Vermieter nicht vorschreiben, wie er seinen Mietvertrag gestaltet.
Denen ist es natürlich lieber, wenn eine NK-Vorauszahlung vereinbart ist - sie können den Vermieter aber nicht zwingen die Pauschale in eine Vorauszahlung umzuwandeln.
Bei mir im Haus ist es z.B. so, dass es gar keine Wasserzähler i.d. Wohnungen gibt, daher habe ich auch eine (nach meiner Einschätzung angemessene) Pauschale.

Bei uns sind die KDU auch so geregelt, dass die Kaltmiete (ohne jegliche NK) ein festgelegter Betrag ist, zusätzlich werden die anfallenden NK bezahlt. Wenn das dann eine feste Pauschale ist, wird die übernommen.

Es braucht also (s.o.) etwas konkretere Info von Dir.
Gruß von Jivan

P.S.: IchMagDeBurg - ich übrigens auch.
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Alt 20.07.2012, 18:55   #3
xyz345
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xyz345 xyz345 xyz345 xyz345
Standard AW: Nachfrage zu KdU - Pauschale - was nu?

Hallo Magdeburger,
mach dich erst mal schlau, ob es zu deiner Wohngegend überhaupt einen amtlichen Mietspiegel gibt.
Ich wette, dass es NICHT so ist.
Mach dich dann schlau bei anderen Elos, die vielleicht eine vergleichbare Wohnung haben, ob deren Miete voll übernommen wird oder ob die auf eine angebliche Angemessenheitsgrenze runtergeprügelt werden. Dann weißt du, was dir blüht oder nicht blüht.

Bedeutet bezogen auf dein Beispiel: Wenn du eine vergleichbare große Wohnung findest in einer vergleichbaren qualitativen Wohngegend, dann schaue, ob du mindestens einen Elo findest, der eine Wohnung mit 250 Kaltmiete plus 250 Pauschal-Nebenkosten = 500 Euro insgesamt von deinem örtlichem JC bezahlt bekommt.

Dann bist du schlauer.

Gruß
xyz345 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2012, 23:51   #4
Jivan
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Standard AW: Nachfrage zu KdU - Pauschale - was nu?

Zitat von xyz345 Beitrag anzeigen
Hallo Magdeburger,
mach dich erst mal schlau, ob es zu deiner Wohngegend überhaupt einen amtlichen Mietspiegel gibt.
Ich wette, dass es NICHT so ist.
Mach dich dann schlau bei anderen Elos, die vielleicht eine vergleichbare Wohnung haben, ob deren Miete voll übernommen wird oder ob die auf eine angebliche Angemessenheitsgrenze runtergeprügelt werden. Dann weißt du, was dir blüht oder nicht blüht.

Bedeutet bezogen auf dein Beispiel: Wenn du eine vergleichbare große Wohnung findest in einer vergleichbaren qualitativen Wohngegend, dann schaue, ob du mindestens einen Elo findest, der eine Wohnung mit 250 Kaltmiete plus 250 Pauschal-Nebenkosten = 500 Euro insgesamt von deinem örtlichem JC bezahlt bekommt.

Dann bist du schlauer.

Gruß
... richtig!, so habe ich auch mal ein Kostensenkungsverlangen vom JC abschmettern können ... mehr dazu auf Anfrage.
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Alt 21.07.2012, 17:40   #5
kleindieter
 
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kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter
Standard AW: Nachfrage zu KdU - Pauschale - was nu?

Mietspiegel ist im sozialen Wohnbau ohne Bedeutung.
Sozialer Wohnbaumieten sind auch nicht Teil des Mietspiegels.
Sozialer Wohnbaumieten sind immer angemessen, sofern die Fläche passt. Sozialer Wohnbau eben.
Sozialer Wohnbau und Betriebskostenpauschale sind höchst unüblich.
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Alt 02.08.2012, 18:06   #6
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IchMagDeBurg
Standard AW: Nachfrage zu KdU - Pauschale - was nu?

Hi,

also ich habe jetzt mir mal die genauen Werte vom Vermieter per Formular geben lassen (seit dem Einzug wurden leichte Veränderungen vorgenommen) (erstmal gerundet auf ganze Zahlen)

Gesamtmiete: 497 €
Grundmiete : 256 € (entspricht fast den lokalen Höchstwert von 230 + 10%)
Der Restbetrag ist dann eben die diese Betriebskostenpauschale und enthält also alles anfallende, wie analoge Kabelgebühr, Wasser, Strom und halt die Nebenkosten.

Ich habe nun auch die Werte bekommen, die die Arge zahlt:
Für die Grundmiete sind es eben diese 230 € und dann sagte sie mir noch zwei weitere Zahlen, aber ich weiß nicht mehr welche für was war 97 und 128 € so dass sie also 455 € übernehmen und knapp 40 € müsste ich aus der Regelleistung übernehmen. Ich weiß leider nicht, woher diese 97 und 128 € kommen, denn es gab vom Vermieter auch keine Aufsplittung der Pauschale.

Edit während des Schreibens: Ich lese gerade in der Unterkunftsrichtlinie von Magdeburg ( http://www.magdeburg.de/PDF/Unterkun..._ts=1339395948 ), dass "Soweit der Vermieter nur eine einheitliche Vorauszahlung für Betriebs- und Heizungskosten
erhebt, ist die Aufteilung nach der letzten Nebenkostenabrechnung vorzunehmen. Ist dies
nicht möglich, erfolgt die Aufteilung mit 42,5 % auf die Heizungs- und Warmwasserkosten
und 57,5 % auf die Betriebskosten (Quelle: Betriebskostenspiegel für Deutschland 2009 des Deutschen Mieterbundes e.V., Werte für Bundesländer Ost)".
Wenn ich also das Geld für den Rundfunk abziehe (das war der einzige Posten der noch augeschlüsselt war) sind diese 42,5 % diese 97 und die 57,5 % die 128 € (somit ist jetzt auch klar, dass 97 € die Heizungs und Warmwasserkosten und 128 € die Betriebskosten sein müssten ). So sind also die 40 € die überbleiben der Rest Grundmiete und die Kabelgebühren.

Lohnt sich da was zu machen? In der Unterkunftsrichtlinie heißt es weiter unten
"Stehen jedoch die Kabelanschlussgebühren nicht zur Dispositi-
on des Leistungsempfängers, kann er sie also nicht im Einvernehmen mit dem Vermieter als
Mietnebenkosten ausschließen, so gehören sie nicht zu den persönlichen Bedürfnissen des
Hilfeempfängers, sondern sind Kosten der Unterkunft"
Damit kann ich nun garnichts anfangen - was muss da gegeben sein, bzw. mit dem Vermieter ausgemacht werden, dass sie zu den Kosten der Unterkunft zählen?
Ferner habe ich das mit den 10% bei der Grundmiete irgendwo gelesen (halt nicht in dieser Unterkunftsrichtlinie) weiß da einer mehr?

Viele Grüße und Dank im voraus

IM
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Alt 04.08.2012, 14:48   #7
kleindieter
 
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kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter
Standard AW: Nachfrage zu KdU - Pauschale - was nu?

Die Grundmiete im öffentlich geförderten Wohnbau ist keine Nettokaltmiete
Bei den kleine Beträgen, die JC nicht übernehmen mag, würde ich doch sofort Umzug beantragen.
Die Werte die SB für Betriebs- und Heizkosten nennt, sind auch nicht zulässig.
Unterstelle ich mal Relevanz so sind die werte aus 2009 auf heutige Werte zu berichtigen. Beisp.:Öl kostet 2009 55 Cent pro Liter, in 2011 waren das 84 Cent, akt. 90 Cent.
Dein Vermieter stellt tatsächliche Werte in Rechnung. Da gibt es für SB kein Raterecht.
45 € mtl. reichen auch für EA beim SG
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Alt 04.08.2012, 15:44   #8
juhei->Emailproblem
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juhei
Standard AW: Nachfrage zu KdU - Pauschale - was nu?

Schau mal hier: http://www.harald-thome.de/media/fil...08.11.2011.pdf

Seite 16 und 17

Ist die aktuell gültige Fassung für angemessenen Wohnraum explizit für Magdeburg!!

LG
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Alt 04.08.2012, 20:57   #9
gast_
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gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_ gast_
Standard AW: Nachfrage zu KdU - Pauschale - was nu?

Zitat:
Lohnt sich da was zu machen?
Ja, denn auch Kleinvieh macht Mist

Frage: Strom zahlt du nichts selbst an einen Versorger?
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Alt 05.08.2012, 20:04   #10
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IchMagDeBurg
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Hallo.

@Juhei Genau diese Datei habe ich oben in meinem zweiten Posting schon verlinkt (beim Original) und da auch meine Werte her genommen.
@Kiwi Nein, um Strom brauche ich mich auch nicht kümmern, das ist alles enthalten.
@KleinDieter Ich glaube da ist was nicht richtig angekommen, es geht ja hier nicht um die Preissteigerungen im Energiesektor, das hat hiermit nichts zu tun:
Also nochmal laut der Datei stehen einem hier 50 qm, maximal 230 € Kaltmiete, und 2,30 € für Betriebs- UND Heizungskosten je qm (also 50*2,3 = 115 Euro) zu. Wären also 345 €. Daher sehe ich es schonmal als vorteilhaft, dass sie mir 225 € von dieser Betriebs-und Heizkosten-Strom-Pauschale bezahlen und ich "nur" noch 45 € selber zahlen muss für diese größere Wohnung (eigentlich für zwei Personen). Und diese Werte stammen von der Pauschale, die Prozent!werte verändern sich ja auch nicht, und solange sie Summe 100 % sind, ist mir egal, ob sie als Werte 1 € für Betriebskosten und 224 für Heizungskosten annehmen oder nicht. Und da diese voll übernommen wurden sind diese nicht weiter wichtig.


Wichtiger wäre die Frage nach dem Kabelanschluss

Zitat:
(Zitat von oben:

"Stehen jedoch die Kabelanschlussgebühren nicht zur Dispositi-
on des Leistungsempfängers, kann er sie also nicht im Einvernehmen mit dem Vermieter als
Mietnebenkosten ausschließen, so gehören sie nicht zu den persönlichen Bedürfnissen des
Hilfeempfängers, sondern sind Kosten der Unterkunft"
Damit kann ich nun garnichts anfangen - was muss da gegeben sein, bzw. mit dem Vermieter ausgemacht werden, dass sie zu den Kosten der Unterkunft zählen?
)
und halt die Frage, wenn da in dem Spiegel 230 € Grundmiete steht, ob es da nicht irgendwo eine Regelung/Gesetz gibt, dass eine gerinfügige Überschreitung der Summe auch übernommen werden kann.
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