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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 05.04.2012, 17:55   #1
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Beiträge: 3
Tivo
Standard Ein Recht auf Menschlichkeit ?!

Hallo Elo-Forum.

Ich fasse meine momentane Situation einmal zusammen:
  • Ich habe eine schwerkranke Mutter die an Lymphdrüsenkrebs leidet.
  • Ich beziehe seit 6 Monaten ALG 2 da ich über keinerlei Rücklagen mehr verfüge.
  • Ich musste direckt nach der Antragstellung eine Maßnahme antreten was ich auch machte.(EGV unterschrieben da ich leider zu spät diese Forum entdeckte)


Die Zeit in der Maßnahme war sehr hart für mich wegen der besagten Krankheit meiner Mutter.


In den letzten Monaten haben sich nach vielen Operation wieder neue Tumore gebildet die weitere Operationen nötig machen.

Da diese Operationen im bereich Gesicht / Hals stadtfinden sind sie sehr enstellend ( Grosses Loch am Unterkiefer , Grosser Schnitt am Hals von Ohr zu Ohr mit grossflächiger Gewebeentnahme, grossflächige Gewebeentnahme im Mund, entfernen der halben Zunge etc. ).

Dies sorgt für eine deutlich angeschlagene Psyche und Probleme bei der Nahrungsaufnahme sowie zu Schluck und Atembeschwerden.

Und jetzt steht als letztes Mittel nur noch eine Bestrahlungstheraphie und/oder Chemotherapie an.

Sie braucht meinen Seelischen Beistand da sie sonst niemanden mehr hatt und ein Psychologe kann hier auch nicht helfen.


Nun zu meinen eigentlichen Fragen:

  • Habe ich ein Recht darauf meiner Mutter Seelischen Beistand zu leisten und mich so für die nächsten Monaten voll um sie zu kümmern ohne vom Amt Sanktioniert oder in sinnlose Maßnahme gesteckt zu werden ?
  • Wenn es eine möglichkeit auf diese Art Beistand gibt welche Unterlagen muss ich dem Amt vorlegen (Attest der Onkologie, Schreiben meiner Mutter das sie mich als Beistand will, Attest vom Psychologen) ?


Danke im voraus und entschludigt bitte meinen Schreibstiel ich bin wegen der Situation momentan völlig daneben.

Falls ihr Fragen habt werde ich sie schnellstmöglich beantworten.

Mfg. Tivo
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Alt 05.04.2012, 18:01   #2
wolliohne
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Standard AW: Ein Recht auf Menschlichkeit ?!

Zitat von Tivo Beitrag anzeigen
Hallo Elo-Forum.

Ich fasse meine momentane Situation einmal zusammen:
  • Ich habe eine schwerkranke Mutter die an Lymphdrüsenkrebs leidet.
  • Ich beziehe seit 6 Monaten ALG 2 da ich über keinerlei Rücklagen mehr verfüge.
  • Ich musste direckt nach der Antragstellung eine Maßnahme antreten was ich auch machte.(EGV unterschrieben da ich leider zu spät diese Forum entdeckte)
Die Zeit in der Maßnahme war sehr hart für mich wegen der besagten Krankheit meiner Mutter.


In den letzten Monaten haben sich nach vielen Operation wieder neue Tumore gebildet die weitere Operationen nötig machen.


Da diese Operationen im bereich Gesicht / Hals stadtfinden sind sie sehr enstellend ( Grosses Loch am Unterkiefer , Grosser Schnitt am Hals von Ohr zu Ohr mit grossflächiger Gewebeentnahme, grossflächige Gewebeentnahme im Mund, entfernen der halben Zunge etc. ).


Dies sorgt für eine deutlich angeschlagene Psyche und Probleme bei der Nahrungsaufnahme sowie zu Schluck und Atembeschwerden.


Und jetzt steht als letztes Mittel nur noch eine Bestrahlungstheraphie und/oder Chemotherapie an.


Sie braucht meinen Seelischen Beistand da sie sonst niemanden mehr hatt und ein Psychologe kann hier auch nicht helfen.


Nun zu meinen eigentlichen Fragen:

  • Habe ich ein Recht darauf meiner Mutter Seelischen Beistand zu leisten und mich so für die nächsten Monaten voll um sie zu kümmern ohne vom Amt Sanktioniert oder in sinnlose Maßnahme gesteckt zu werden ?
  • Ich sehe hier gute Chancen,mit KK und nächster Beratungsstelle reden.
  • Wenn es eine möglichkeit auf diese Art Beistand gibt welche Unterlagen muss ich dem Amt vorlegen (Attest der Onkologie, Schreiben meiner Mutter das sie mich als Beistand will, Attest vom Psychologen) ?
Am Besten ALLE Unterlagen in Kopi zum JC mit der Bitte um schnelle Bearbeitung (Frist 14 Tage) sonst direkt zum RA bzw.SG.



Danke im voraus und entschludigt bitte meinen Schreibstiel ich bin wegen der Situation momentan völlig daneben.


Falls ihr Fragen habt werde ich sie schnellstmöglich beantworten.


Mfg. Tivo
Wir wünschen alles gute!
__

"10 Jahre Unrechtsregime Bundesrepublik
Deutschland"
Im Namen der BRD-Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Nebenwirkung Tot

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.
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Alt 05.04.2012, 18:08   #3
Seepferdchen
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Standard AW: Ein Recht auf Menschlichkeit ?!

Hallo Tivo und willkommen.

Bekommt deine Mutter eine Pflegestufe?????

Und natürlich ein Attest vom Arzt, wenn möglich von beiden Ärzten.

Ich stelle dir mal hier was rein!

Az. S55 AS 24521/10 ER

Wer seine Eltern pflegt, muss nicht Vollzeit arbeiten!
Hier die Urteilsbegründung!

Pflege der Mutter

S 55 AS 24521/10 ER · SG B · Beschluss vom 01.09.2010 · rechtskräftig

§ 10 Abs. 1 Nr. 4 SGB II

52 - Eine Arbeit ist unzumutbar, wenn die „Ausübung“ der Arbeit, also ihre konkreter Vollzug einschl der zeitlichen Inanspruchnahme, mit der Pflege eines Angehörigen nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann. „Pflege“ meint jede Art der auf Grund körperlicher, seelischer oder geistiger Krankheit oder Behinderung erforderlich werdenden Hilfe bei der Alltagsgestaltung, die sich auf Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftliche Versorgung (vgl insoweit § 14 Abs 1 u 4 SGB XI) sowie die kommunikativ-emotionale Zuwendung bezieht. Der Begriff des Angehörigen, den das Gesetz nicht weiter definiert, ist weit zu verstehen; er darf nicht biologistisch verengt ausgelegt werden. Angehörige sind nach den Wertungen des SGB II zumindest all solche Personen, die einer Bedarfs- (§ 7 Abs 3 SGB II) oder einer Haushaltsgemeinschaft (§ 9 Abs 5 SGB II) zugehören können (Gagel/Hämlein SGB II § 10 Rn 28). Als weiterer Anhaltspunkt kommt § 16 Abs 5 SGB X in Betracht (Brühl LPK-SGB II 2. Aufl (2007) § 10 Rn 27). Es geht um eine qualifizierte Nähebeziehung, die jedenfalls Verwandtschaft und Schwägerschaft, aber zB auch Pflege- und Stiefkinderbeziehungen umfasst. Soweit die idS zu verstehende

53 - „Pflege“ muss nicht zwingend unter Inanspruchnahme der Leistungen der sozialen Pflegeversicherung erbracht werden (Hauck/Noftz/Voelzke/Valgolio SGB II § 10 Rn 20), insbes muss der erwerbsfähige Hilfebedürftige, der den Angehörigen pflegt, keine förmliche Pflegeperson iSd § 19 S 1 SGB XI sein oder gar Leistungen zur sozialen Sicherung nach § 44 SGB XI erhalten. Pflege „eines“ Angehörigen meint Pflege „von“ Angehörigen, denn es ist nicht selten, dass eine Person mehrere Personen pflegt, etwa beide (Schwieger-)Elternteile; wenn bereits die Pflege eines Angehörigen zur Unzumutbarkeit führt, dann erst recht die Pflege mehrerer Angehöriger. Die „Pflege“, also das Gesamt der konkret erbrachten Pflegeleistungen, darf mit der konkreten Arbeit nicht vereinbar sein, dh, die Pflege muss, wenn die Arbeit aufgenommen wird, nicht mehr wie bisher realisiert werden können.

Quelle: Kapp in Beck'scher Online-Kommentar
Hrsg: Rolfs/ Giesen/ Kreikebohm/ Udsching
§ 10 SGB II Rz. 52, 53


Also wenn deine Mutter die Pflegestufe 2 hat mußt du dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen, also auch keine Maßnahme oder EGV!!!!

Gruß Seepferdchen und für dich und deine Mutter alles Gute und viel Kraft
für die OP!
__

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Alt 05.04.2012, 18:22   #4
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Tivo
Standard AW: Ein Recht auf Menschlichkeit ?!

Hallo.

Danke euch beiden für die sehr schnellen Antworten.

@ Seepferdchen
Meine Mutter hatt keine Pflegestufe.
Sie benötigt zum glück keine hilfe bei der Grundpflege.(Sie ist nicht bettlägerig)
Ich mache lediglich die Hausarbeit und helfe beim einkaufen.

Das wichtige ist hier der Seelische Beistand.
Ich habe auf der Onkologischen Station schon viele Menschen gesehen die keinerlei Seelischen beistand bekommen und das ist fatal in einer so schweren Zeit.

Mfg. Tivo
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Alt 05.04.2012, 18:30   #5
Seepferdchen
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Standard AW: Ein Recht auf Menschlichkeit ?!

Gut, dennoch würde ich über den Arzt die Pflegestufe 1 beantragen.

Ansonsten alle Atteste in Kopie mit Anschreiben ab zum JC und das bitte nachweislich
entweder persönliche Abgabe auf die Kopie Stempel und Unterschrift vom JC.

Wie "Wolliohne" schreibt die Aussichten dafür stehen gut!

Gruß
__

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Alt 05.04.2012, 18:37   #6
gila
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Standard AW: Ein Recht auf Menschlichkeit ?!

Hat deine Mutter einen Psychiater oder ähnlich arbeitenden Arzt? Dann könnte der ein Attest ausstellen, dass deine Mutter Hilfe im Haushalt benötigt und jemand, der sich regelmäßig und täglich um sie kümmert und auch seelischen Beistand leistet. Dass er dich als nächsten Angehörigen hier für am geeignetsten hält und eine fremde Person hier nicht angezeigt ist.

Der Psychiater meiner Tochter hat uns mit einem Attest unterstützt, dass sie mindestens 1 x wöchentlich mich, ihre Mutter als besondere Vertrauensperson für häusliche Unterstützung sowie Erledigung alltäglicher Dinge etc. benötigt. Das half auch, weiter Kindergeld zu erhalten, da diese Fahrten mit hohen Kosten verbunden sind.

Auch ohne Pflegestufe könnte viell. ein konkretes Attest hier helfen. (siehe Tipp Seepferdchen)

Und um deine Frage aufzugreifen: selbstverständlich hast du das RECHT auf Menschlichkeit - nur von wem will man das heutzutage bekommen, wenn man sich die vielen Stories hier mit "Menschenmaterial" auf den Ämtern hier anschaut.

Du musst es wohl oder übel "einfordern" - mit allen Mitteln.
Wenn ich in deiner Situation wäre mit dieser Belastung, würde ich mich als letztes Mittel selber krank schreiben lassen um in der letzten Zeit meiner Mutter da zu sein.
__

Wer berühmt genug ist, muss nicht fürchten, zur Vernunft gebracht zu werden.
aus: "Altersglück" - Vom Segen der Vergesslichkeit
Autor: Dietmar Bittrich (Gummibärchenorakel)
gila ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.04.2012, 18:45   #7
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Tivo
Standard AW: Ein Recht auf Menschlichkeit ?!

Hallo.

@gila
Meine Mutter hatt keinen Psychiater / Psychologen.
Diese kommen wenn man auf der Onkologischen Station liegt von alleine auf die Patienten zu.
Damals lehnte meine Mutter es ab mit der Psychologin zu sprechen.
Zu der Zeit verfügte ich auch noch über genügend Rücklagen und ein Attest war nicht nötig.
Ich werde meine Mutter jetzt bitte sich ein Attest wie du es vorschlägst von der Psychologin ausstellen zu lassen.

Mfg. Tivo
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