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Start > > -> Widerspruchsfrist gegen Bescheid abgelaufen - nun chancenlos?

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 03.12.2011, 14:51   #1
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Birramen
Standard Widerspruchsfrist gegen Bescheid abgelaufen - nun chancenlos?

Guten Tag zusammen. Eine Freundin hat mir gestern dieses Forum hier empfohlen. Und nachdem, was ich so alles gelesen habe, habe ich wohl so richtig beim Jobcenter die Arschkarte gezogen. Ich bin seit ein paar Jahren arbeitslos und bekomme Hartz4. Es war und ist immer eng, manchmal kann ich nicht heizen, weil das Geld fehlt. Für Kosten der Unterkunft bekomme ich 71,66 Euro. Strom kostet mich schon 43,00 Euro. Für Holz, ich habe einen Kaminofen, bleibt da nicht viel. Den letzten Bewilligungsbescheid habe ich am 24.10.2011 bekommen. Jetzt habe ich gelesen, und meine Freundin sagte mir das, daß die tatsächlichen Kosten übernommen werden müssen. Die Einspruchsfrist ist aber abgelaufen. Hab ich nun keine Chance mehr? Ich kann maximal am Abend zweimal einen Holzscheit in den Ofen tun. Für mehr reicht es nicht. Oder ist doch noch ein Widerspruch möglich? Und wenn ja, wie formuliere ich den? Vielen dank, Birgit!
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Alt 03.12.2011, 14:56   #2
Schnuckelche
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Schnuckelche
Standard AW: Widerspruchsfrist gegen Bescheid abgelaufen - nun chancenlos?

Im Sozialrecht § 44 SGB X können unzutreffende Bescheide auch nach Bestandskraft aufgehoben und verändert werden. Der Weg dahin ist aber ein wenig steiniger und schwieriger.
Ein Grund für eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand ist wohl nicht gegeben, Krankheit usw.?

Die Frage ist eben, ob das für Dich auch zutrifft.
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Alt 03.12.2011, 15:01   #3
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Birramen
Standard AW: Widerspruchsfrist gegen Bescheid abgelaufen - nun chancenlos?

Ich wußte bisher einfach nicht, daß ich mehr Ansprüche habe. Hat mir meine Sachbearbeiterin auch nicht gesagt. Dabei weiß sie, daß ich mit Holz heizen muß und ständig friere.
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Alt 03.12.2011, 15:03   #4
Magie57
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Standard AW: Widerspruchsfrist gegen Bescheid abgelaufen - nun chancenlos?

Hallo @Birramen,

einen Überprüfungsantrag stellen :

§ 44 Rücknahme eines rechtswidrigen nicht begünstigenden Verwaltungsaktes

(1) Soweit sich im Einzelfall ergibt, dass bei Erlass eines Verwaltungsaktes das Recht unrichtig angewandt oder von einem Sachverhalt ausgegangen worden ist, der sich als unrichtig erweist, und soweit deshalb Sozialleistungen zu Unrecht nicht erbracht oder Beiträge zu Unrecht erhoben worden sind, ist der Verwaltungsakt, auch nachdem er unanfechtbar geworden ist, mit Wirkung für die Vergangenheit zurückzunehmen. Dies gilt nicht, wenn der Verwaltungsakt auf Angaben beruht, die der Betroffene vorsätzlich in wesentlicher Beziehung unrichtig oder unvollständig gemacht hat.
(2) Im Übrigen ist ein rechtswidriger nicht begünstigender Verwaltungsakt, auch nachdem er unanfechtbar geworden ist, ganz oder teilweise mit Wirkung für die Zukunft zurückzunehmen. Er kann auch für die Vergangenheit zurückgenommen werden.
(3) Über die Rücknahme entscheidet nach Unanfechtbarkeit des Verwaltungsaktes die zuständige Behörde; dies gilt auch dann, wenn der zurückzunehmende Verwaltungsakt von einer anderen Behörde erlassen worden ist.
(4) Ist ein Verwaltungsakt mit Wirkung für die Vergangenheit zurückgenommen worden, werden Sozialleistungen nach den Vorschriften der besonderen Teile dieses Gesetzbuches längstens für einen Zeitraum bis zu vier Jahren vor der Rücknahme erbracht. Dabei wird der Zeitpunkt der Rücknahme von Beginn des Jahres an gerechnet, in dem der Verwaltungsakt zurückgenommen wird. Erfolgt die Rücknahme auf Antrag, tritt bei der Berechnung des Zeitraumes, für den rückwirkend Leistungen zu erbringen sind, anstelle der Rücknahme der Antrag.

Benutze bitte mal die Suchfunktion hier im Forum da gibt es Vorlagen
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(Johann Christoph Friedrich von Schiller)

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Alt 03.12.2011, 15:08   #5
Lecarior
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Lecarior Lecarior Lecarior Lecarior Lecarior Lecarior
Standard AW: Widerspruchsfrist gegen Bescheid abgelaufen - nun chancenlos?

Zitat von Magie57 Beitrag anzeigen
§ 44 Rücknahme eines rechtswidrigen nicht begünstigenden Verwaltungsaktes

[...]

(4) Ist ein Verwaltungsakt mit Wirkung für die Vergangenheit zurückgenommen worden, werden Sozialleistungen nach den Vorschriften der besonderen Teile dieses Gesetzbuches längstens für einen Zeitraum bis zu vier Jahren vor der Rücknahme erbracht. Dabei wird der Zeitpunkt der Rücknahme von Beginn des Jahres an gerechnet, in dem der Verwaltungsakt zurückgenommen wird. Erfolgt die Rücknahme auf Antrag, tritt bei der Berechnung des Zeitraumes, für den rückwirkend Leistungen zu erbringen sind, anstelle der Rücknahme der Antrag.
§ 40 SGB II - Anwendung von Verfahrensvorschriften

(1) Für das Verfahren nach diesem Buch gilt das Zehnte Buch. Abweichend von Satz 1 gilt § 44 Absatz 4 Satz 1 des Zehnten Buches mit der Maßgabe, dass anstelle des Zeitraums von vier Jahren ein Zeitraum von einem Jahr tritt.

Gruß,
L.
Lecarior ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2011, 15:10   #6
Schnuckelche
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Schnuckelche
Standard AW: Widerspruchsfrist gegen Bescheid abgelaufen - nun chancenlos?

Ah Danke Lecarior, wieder eine wichtige Vorschrift kennen gelernt.
Muss im Sozialrecht noch viel lernen :)
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Alt 03.12.2011, 15:18   #7
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Birramen
Standard AW: Widerspruchsfrist gegen Bescheid abgelaufen - nun chancenlos?

Ich bin nicht ganz doof, aber mit diesen Sachen wenig vertraut. Ich hab also Hoffnungen? Die ganzen Texte werde ich mir gleich mal ordentlich durchlesen. *Brille such*

Und vielen, vielen Danke für eure Postings.

Noch eine Frage: Dürfen die Jobcentermitarbeiter eigentlich jemanden belügen? Ich finde das ja unerhörlich. Oder wissen die selbst nicht was sie tun?
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Alt 03.12.2011, 15:36   #8
Magie57
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Standard AW: Widerspruchsfrist gegen Bescheid abgelaufen - nun chancenlos?

Zitat von Lecarior Beitrag anzeigen
§ 40 SGB II - Anwendung von Verfahrensvorschriften

(1) Für das Verfahren nach diesem Buch gilt das Zehnte Buch. Abweichend von Satz 1 gilt § 44 Absatz 4 Satz 1 des Zehnten Buches mit der Maßgabe, dass anstelle des Zeitraums von vier Jahren ein Zeitraum von einem Jahr tritt.

Gruß,
L.
Hallo @Lecarior,

vielen Dank für den Hinweis.

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Magie57 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2011, 15:43   #9
Caruso->Emailproblem
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Caruso
Standard AW: Widerspruchsfrist gegen Bescheid abgelaufen - nun chancenlos?

Zusätzlich zum Überprüfungsantrag hast Du noch folgende Möglichkeit: Du leihst Dir von jemandem etwas Geld und kaufst davon dann erst mal Heizmaterial. Dann stellst Du beim JC einen Antrag auf Übernahme der Kosten (formloses Anschreiben genügt) und fügst eine Kopie des Kaufbelegs bei. Den Antrag dann am besten persönlich beim JC abgeben.
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Alt 03.12.2011, 15:46   #10
doppelhexe
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Standard AW: Widerspruchsfrist gegen Bescheid abgelaufen - nun chancenlos?



nich erst kaufen und dann den antrag, um gottes willen...

immer erst beantragen, notfalls auf barauszahlung gleich bestehen... am besten zu zweit hin aaaaargh...

also: antrag schreiben, freundin schnappen, zum jobcenter, dringend machen und notfalls vorschuss auf zu erwartende leistungen gleich mitnehmen... niemals umgekehrt, dann hast du ja deine "heizung" also keine notwendigkeit mehr...
doppelhexe ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2011, 15:51   #11
Caruso->Emailproblem
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Caruso
Standard AW: Widerspruchsfrist gegen Bescheid abgelaufen - nun chancenlos?

Zitat von doppelhexe Beitrag anzeigen


nich erst kaufen und dann den antrag, um gottes willen...

immer erst beantragen, notfalls auf barauszahlung gleich bestehen... am besten zu zweit hin aaaaargh...

also: antrag schreiben, freundin schnappen, zum jobcenter, dringend machen und notfalls vorschuss auf zu erwartende leistungen gleich mitnehmen... niemals umgekehrt, dann hast du ja deine "heizung" also keine notwendigkeit mehr...

Ich bin bei meiner Antwort davon ausgegangen, daß in den bewilligten KdU ein Anteil an Heizkosten bereits berücksichtigt worden ist. Insofern sind die Heizkosten ja grundsätzlich schon mal beantragt und zum Teil bewilligt worden.

Wie hier im Forum in einem anderen Thread nachzulesen ist:

"BSG, Urteil vom 22.03.2010 - B 4 AS 62/09 R
Wie das BSG (vgl Urteile vom 2.7.2009 - B 14 AS 36/08 R und vom 16.5.2007 - B 7b AS 40/06 R) bereits entschieden hat, gehören diese Kosten, die nach regelmäßiger Übernahme der Betriebs- und Heizkostenvorauszahlungen der jeweiligen Monate entstehen, als einmalig geschuldete Zahlungen zum aktuellen Bedarf im Fälligkeitsmonat. Da die Beklagte den Klägern im Zeitpunkt des vom Vermieter bestimmten Fälligkeitstermins der Nachforderung (30.4.2007) laufend Leistungen ua für Unterkunft und Heizung bewilligt hatte, begründete die Nachforderung der Betriebs- und Heizkosten eine wesentliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse iS des § 48 SGB X. Eines gesonderten Antrags der Kläger auf Übernahme dieser Kosten bedurfte es nicht, weil der Antrag auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts, welcher der laufenden Bewilligung zu Grunde lag, bereits Kosten für Unterkunft und Heizung umfasste. Mit der Vorlage der Heiz- und Betriebskostennachforderung haben die Kläger die Höhe dieses Bedarfs lediglich weiter konkretisiert. "
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Alt 03.12.2011, 15:52   #12
esbe->Emailproblem
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esbe esbe esbe
Standard AW: Widerspruchsfrist gegen Bescheid abgelaufen - nun chancenlos?

Zitat von Birramen Beitrag anzeigen
Noch eine Frage: Dürfen die Jobcentermitarbeiter eigentlich jemanden belügen? Ich finde das ja unerhörlich. Oder wissen die selbst nicht was sie tun?
Was genau ist denn die Lüge? Was genau hast du gefragt?
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Ich will mich aus eigener Kraft bewähren, ich will das Risiko meines Lebens selbst tragen, will für mein Schicksal verantwortlich sein. Sorge du, Staat, dafür, dass ich dazu in der Lage bin.
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Alt 03.12.2011, 16:30   #13
Maxenmann
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Maxenmann Maxenmann Maxenmann Maxenmann Maxenmann Maxenmann
Standard AW: Widerspruchsfrist gegen Bescheid abgelaufen - nun chancenlos?

Zitat von Birramen Beitrag anzeigen
Noch eine Frage: Dürfen die Jobcentermitarbeiter eigentlich jemanden belügen? Ich finde das ja unerhörlich. Oder wissen die selbst nicht was sie tun?

Lügen dürfen die nicht, aber eine mündliche Anfrage so beantworten das man einen eigentlich zulässigen Antrag überhaupt nicht stellt

Die SB müssen ja jedes Jahr ene Summe X einsparen, oder sie werden selbst eingespart wie bei uns in der Arge wo zum Jahresende 35 Leute die Seite vom Schreibtisch wechseln, und das hauptsächlich im Bereich Leistung, gleichzeitig werden die Öffnungszeiten verkürzt
Maxenmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2011, 17:25   #14
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esbe esbe esbe
Standard AW: Widerspruchsfrist gegen Bescheid abgelaufen - nun chancenlos?

Zitat von Maxenmann Beitrag anzeigen
Die SB müssen ja jedes Jahr ene Summe X einsparen, oder sie werden selbst eingespart wie bei uns
So ein Quatsch, wer erzählt denn sowas? Die Anzahl der SB richtet sich nach der Anzahl der Bedarfsgemeinschaften, nicht nach dem ausgezahlten Betrag. Wenn z.B. wieder der Regelbedarf erhöht wird, werden die Leistungen ja automatisch wieder mehr.
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Ich will mich aus eigener Kraft bewähren, ich will das Risiko meines Lebens selbst tragen, will für mein Schicksal verantwortlich sein. Sorge du, Staat, dafür, dass ich dazu in der Lage bin.
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Alt 03.12.2011, 19:10   #15
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Birramen
Standard AW: Widerspruchsfrist gegen Bescheid abgelaufen - nun chancenlos?

Guten Abend ihr Lieben.

Mit lügen meine ich: Ich war bei der Sachbearbeiterin, die mir dann vorrechnete: Betrag 1,xx Euro mal maximal 45 qm = Summe x. Ich fragte: Nicht mehr? Damit komme ich niemals hin. Dann sagte sie mir: Nein, mehr darf nicht bewilligt werden.

Nochmal zum Verständnis: Ich stelle einen Überprüfungsantrag, gehe aber dennoch zum Jobcenter und bitte um einen Vorschuss für Heizmaterial? Rechnungen kann ich ja noch am gleichen Tag reinreichen. Man kann auch gerne bei mir gucken kommen. Habe nichts zu verbergen.
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Alt 03.12.2011, 21:54   #16
Maxenmann
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Standard AW: Widerspruchsfrist gegen Bescheid abgelaufen - nun chancenlos?

Zitat von esbe Beitrag anzeigen
So ein Quatsch, wer erzählt denn sowas? Die Anzahl der SB richtet sich nach der Anzahl der Bedarfsgemeinschaften, nicht nach dem ausgezahlten Betrag. Wenn z.B. wieder der Regelbedarf erhöht wird, werden die Leistungen ja automatisch wieder mehr.

Ich habe diese Infos von 2 ehemaligen SB unserer ARGE, unabhängig voneinander bekommen..........liegt am GF der ARGE
Maxenmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.12.2011, 11:19   #17
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esbe esbe esbe
Standard AW: Widerspruchsfrist gegen Bescheid abgelaufen - nun chancenlos?

[QUOTE=Birramen;994367]Dann sagte sie mir: Nein, mehr darf nicht bewilligt werden. /QUOTE]

Naja, lügen direkt ist das nicht - sie hat sicherlich so ihre Anweisung gemäß einer internen Richtlinie. Sie allein kann nicht mal eben so mehr gewähren. Aber wenn ein Überprüfungsantrag kommt, müsste sie den Einzelfall nochmal prüfen. Lehnt sie den Überprüfungsantrag ab, kannst du gegen den Bescheid übrigens wieder binnen 4 Wochen Widerspruch einlegen!


Zitat von Maxenmann Beitrag anzeigen
Ich habe diese Infos von 2 ehemaligen SB unserer ARGE, unabhängig voneinander bekommen..........liegt am GF der ARGE
Das ist dann aber längst nicht bundesweit überall so. So las sich das aber in deinem Beitrag.
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Ludwig Erhard, Bundeskanzler 1963-1966
esbe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.12.2011, 20:30   #18
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Birramen
Standard AW: Widerspruchsfrist gegen Bescheid abgelaufen - nun chancenlos?

Nochmal ich.

Gestern habe ich erneut Post vom Jobcenter bekommen. Mit einem Änderungsbescheid für den Zeitraum vom 01.01.2012 - 30.04.2012.

Könnte ich nun gegen diesen neuen (Änderungs) Bescheid Einspruch einlegen? Oder nur nach wie vor gegen den alten mit Überprüfungsantrag? Was geht schneller?

Danke euch!!!
Birramen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.12.2011, 13:40   #19
gelibeh
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Standard AW: Widerspruchsfrist gegen Bescheid abgelaufen - nun chancenlos?

Du willst doch das Geld für die Vergangenheit auch zurück haben, oder? Also Du kannst einen Überprüfungsantrag für alle Bescheide ab dem 1.1.2010 stellen, wenn die Dich schon so lange beschummeln. Für 2010 muss Du das aber noch dieses Jahr machen.

Dann haben die maximal 6 Monate Zeit um den Überprüfungsantrag zu bearbeiten. Kommt dann eine ablehnende Antwort, kannst Du dagegen Widerspruch einlegen. Den zu bearbeiten haben die wieder max. 3 Monate Zeit. Dann geben die entweder Deinem Widerspruch statt oder Du musst klagen.

Gegen den neuen Bescheid kannst Du Widerspruch einlegen. Wenn die Dir durch den fehlerhaften Bescheid jetzt sehr viel Geld fehlt, kannst Du parallel zum Widerspruch auch beim Sozialgericht eine EA beantragen.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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