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Start > > -> Erstantrag auf Unterstützung und Umzug von Bayern nach Bremen

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 29.09.2011, 21:09   #1
mja1985->Emailproblem
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Registriert seit: 29.09.2011
Ort: Bayern
Beiträge: 3
mja1985
Frage Erstantrag auf Unterstützung und Umzug von Bayern nach Bremen

Hallo liebe Forengemeinde,

ich bin neu hier und wende mich nun mit meinem Problem einmal an euch, da ich einfach nicht mehr weiter weiß und im Moment recht ratlos bin.

Zu meiner Person: Ich bin eine 26 Jahre alte Frau, die seit einigen Jahren verheiratet ist und gemeinsam mit ihrem Ehemann in seinem Haus lebt. Wir haben keine Kinder und lebten bislang von seinem Gehalt und ein paar Euros, die ich mit einem Kleingewerbe verdient habe, welches ich aber erst kürzlich aufgeben musste, da es sich einfach nicht mehr rentierte (keine schwere Tätigkeit, es ging nur darum eins-/zweimal im Monat eine CD zu brennen und zu verschicken).

Seit meinem 19. Lebensjahr leide ich unter einer Autoimmunerkrankung und habe einen Schwerbehindertengrad von 50. Meine Ärzte halten mich für erwerbsunfähig.


Zur aktuellen Situation:

Mein Mann und ich möchten uns trennen, wobei ich von Bayern gerne nach Bremen ziehen möchte. Aufgrund von mehreren Krediten hat er eine Schuldnerberatung aufgesucht um sich über die finanzielle Seite der neuen Lebenssituation schlau zu machen. Dabei kam heraus, dass mir nach der Trennung 370 Euro Unterhalt zustünden. Das Problem dabei ist, dass er nach der Trennung in der Steuerklasse wieder zurückgestuft würde und zu dem ohnehin bereits so stark verschuldet ist, dass wir auch schon gemeinsam kaum klar kommen. Als letzter Ausweg wurde ihm eine Lohnpfändung vorgeschlagen.

Ich hingegen, bin gänzlich unverschuldet und habe mir in Bremen eine Wohnung angesehen, die ich gerne beziehen würde. Von der Miete her entspricht sie dem Satz, welcher von der Arge übernommen werden würde und die Baugenossenschaft hat mir nun ein Infoblatt geschickt, dass ich dort vorlegen soll, um mir bescheinigen zu lassen, dass mir diese Räumlichkeiten auch tatsächlich bezahlt würden. Die Dame von der Genossenschaft meinte aber auch, dass ich vielleicht zuerst hier in Bayern zur Arge müsse.

Nun bin ich ganz verwirrt und weiß auch nicht sicher, welches Amt denn jetzt für mich zuständig ist. Zum einen bin ich ja erwerbsunfähig, dann kommt noch die Unterhaltsverpflichtung hinzu, sodass ich annehme, dass mir wahrscheinlich ohnehin nur Wohngeld zustünde... Und was muss ich auf der Arge in Bayern regeln, wenn ich nach Bremen ziehen will? Darf ich überhaupt nach Bremen ziehen oder kann mir das die Arge dort verbieten, indem sie die Miete nicht übernimmt?

Es ist das erste Mal, dass ich auf staatliche Unterstützung angewiesen bin und wäre deshalb für ein paar Ratschläge sehr dankbar!

Gruß

mja1985
mja1985 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.09.2011, 22:50   #2
Justician
 
Registriert seit: 18.07.2011
Ort: An der 3. Kreuzung links, an der A3
Beiträge: 722
Justician Justician Justician
Standard AW: Erstantrag auf Unterstützung und Umzug von Bayern nach Bremen

Zitat von mja1985 Beitrag anzeigen
Hallo liebe Forengemeinde,

ich bin neu hier und wende mich nun mit meinem Problem einmal an euch, da ich einfach nicht mehr weiter weiß und im Moment recht ratlos bin.

Zu meiner Person: Ich bin eine 26 Jahre alte Frau, die seit einigen Jahren verheiratet ist und gemeinsam mit ihrem Ehemann in seinem Haus lebt. Wir haben keine Kinder und lebten bislang von seinem Gehalt und ein paar Euros, die ich mit einem Kleingewerbe verdient habe, welches ich aber erst kürzlich aufgeben musste, da es sich einfach nicht mehr rentierte (keine schwere Tätigkeit, es ging nur darum eins-/zweimal im Monat eine CD zu brennen und zu verschicken).

Seit meinem 19. Lebensjahr leide ich unter einer Autoimmunerkrankung und habe einen Schwerbehindertengrad von 50. Meine Ärzte halten mich für erwerbsunfähig.


Zur aktuellen Situation:

Mein Mann und ich möchten uns trennen, wobei ich von Bayern gerne nach Bremen ziehen möchte. Aufgrund von mehreren Krediten hat er eine Schuldnerberatung aufgesucht um sich über die finanzielle Seite der neuen Lebenssituation schlau zu machen. Dabei kam heraus, dass mir nach der Trennung 370 Euro Unterhalt zustünden. Das Problem dabei ist, dass er nach der Trennung in der Steuerklasse wieder zurückgestuft würde und zu dem ohnehin bereits so stark verschuldet ist, dass wir auch schon gemeinsam kaum klar kommen. Als letzter Ausweg wurde ihm eine Lohnpfändung vorgeschlagen.

Ich hingegen, bin gänzlich unverschuldet und habe mir in Bremen eine Wohnung angesehen, die ich gerne beziehen würde. Von der Miete her entspricht sie dem Satz, welcher von der Arge übernommen werden würde und die Baugenossenschaft hat mir nun ein Infoblatt geschickt, dass ich dort vorlegen soll, um mir bescheinigen zu lassen, dass mir diese Räumlichkeiten auch tatsächlich bezahlt würden. Die Dame von der Genossenschaft meinte aber auch, dass ich vielleicht zuerst hier in Bayern zur Arge müsse.

Nun bin ich ganz verwirrt und weiß auch nicht sicher, welches Amt denn jetzt für mich zuständig ist. Zum einen bin ich ja erwerbsunfähig, dann kommt noch die Unterhaltsverpflichtung hinzu, sodass ich annehme, dass mir wahrscheinlich ohnehin nur Wohngeld zustünde... Und was muss ich auf der Arge in Bayern regeln, wenn ich nach Bremen ziehen will? Darf ich überhaupt nach Bremen ziehen oder kann mir das die Arge dort verbieten, indem sie die Miete nicht übernimmt?

Es ist das erste Mal, dass ich auf staatliche Unterstützung angewiesen bin und wäre deshalb für ein paar Ratschläge sehr dankbar!

Gruß

mja1985
Erstmal: Willkommen im Forum!

Der Sachverhalt ist komplizierter als er beim ersten Lesen erscheint.

Das GG garantiert Dir Grundrechte freie Berufswahl und freie Wohnsitzname im Geltungsbereich des GG.

Kann nur aus meiner Erfahrung berichten und schlage folgende Vorgehensweise vor:

Du gehst zum Bürgeramt und erklärst dort das Scheitern der Ehe und damit "getrennt leben"
Dies hat zur Folge, dass Dein Noch-Mann und Du fiskalisch Singles seid.

Aufgrund des geringen Unterhaltsanspruchs bist Du hilfebedürftig.
Da die Erwerbsunfähigkeit noch nicht amtsärztlich bestätigt ist, hast Du dann ggf. Anspruch nach dem 2. Sozialgesetzbuch.

Sofern ein Leistungsanspruch besteht, prüft die ARGE in Bayern die Notwendigkeit eines Umzugs und bestätigt diese.

Mit dieser Bestätigung gehst Du zum JC bzw. der ARGE in Bremen und beantragst dort Leistungen und die Zustimmung zur Anmietung.

Bayern ist happy, Dich loszuwerden - und Bremen muss bis zur Festellung der tatsächlichen Erwerbs(un)fähigkeit zahlen.

Umzugskosten müssen dann von der Mutter-ARGE, Kautionszahlung von der zukünftigen ARGE, gezahlt werden.

Und: Nie alleine zum Amt!
Justician ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.09.2011, 23:21   #3
Babbelfisch
Elo-User/in
 
Registriert seit: 07.07.2010
Beiträge: 557
Babbelfisch Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Erstantrag auf Unterstützung und Umzug von Bayern nach Bremen

Ich denke nicht, dass es so einfach laufen wird. So kann zum Bsp. im Trennungsjahr die Lohnsteuerklasse beibehalten werden. In solchen Fällen sollte man vorher einen Anwalt konsultieren. Auch der Umzug nach Bremen wird selbst bei festgestellter Bedürftigkeit nicht ohne stichhaltigen Grund gewährt werden. Umziehen kann TE selbstverständlich, muß aber riskieren, alle Kosten selbst tragen zu müssen. Auch was die Kredite angeht, ist es nicht klar (zu wenige Infos), ob diese während der Ehe abgeschlossen wurden und tatsächlich nur der Ehemann haftbar ist.... Aber genug der Unkerei... es werden sich sicher noch einige Profis zu Wort melden...
Babbelfisch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.10.2011, 13:15   #4
mja1985->Emailproblem
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Registriert seit: 29.09.2011
Ort: Bayern
Beiträge: 3
mja1985
Standard AW: Erstantrag auf Unterstützung und Umzug von Bayern nach Bremen

Ich danke für eure Antworten!

Ich war mit meinem Mann auf dem Bürgeramt und wir haben dort eine Getrennt lebend Erklärung unterschrieben, allerdings meint die Arge in Bayern, dass ich gleich nach Bremen aufs Amt soll. Die Feststellung der Notwendigkeit des Umzugs sei laut deren Aussage nicht nötig, da es mein Erstantrag sei.

Hm, was jetzt? Ich habe jedenfalls keine Lust nächste Woche in Bremen auf der Arge zu stehen und die fordern dann eben doch diese Feststellung aus Bayern....
mja1985 ist offline   Mit Zitat antworten
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bayern, bremen, erstantrag, umzug, unterstützung

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