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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 02.09.2011, 11:07   #1
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Standard Fragen zum ersten ALG-II-Antrag

Moin zusammen,

ich habe schon versucht, meine Fragen durch Lesen im Forum selbst zu beantworten. Allerdings sind noch einige übriggeblieben;)

Kurz zu meiner Situation:
Ich bin 28, Student im 14. Fachsemester – zum 30.09. erfolgt die Exmatrikulation, durch die Abschlussprüfung bin ich im Sommer durchgefallen, im Februar/März 2012 will ich es noch einmal versuchen.
Die letzten 4 Semester habe ich vom Studienkredit, von Wohngeld und einem Minijob gelebt. Ich habe jetzt im September zum letzten Mal den Studienkredit bekommen. Durch diesen Wegfall endet auch der Anspruch auf Wohngeld. Den Minijob habe ich allerdings noch.

Um die Zeit bis zur nächsten Prüfung zu überbrücken, bin ich auch bereit, zu arbeiten. Auf meine bisherigen Bewerbungen habe ich jedoch nur Absagen erhalten. Der Versuch, mich von 400-Euro-Basis auf Teilzeit hochstufen zu lassen, war bisher auch nicht erfolgreich.

Da ich ab Oktober nur noch den Minijob habe und derzeit kein anderer Job in Aussicht ist, werde ich wohl oder übel ALG II beantragen müssen.

Ich habe gelesen, dass man den Antrag so früh wie möglich stellen sollte.

Dazu habe ich zunächst folgende Fragen:

1.) Auf welchen Zeitpunkt muss man im Antrag abstellen? Jetzt bin ich noch Student und habe noch einmal die o.g. Zahlungen erhalten. Ab Oktober, also der Zeitpunkt ab dem ich Geld brauche, ist die Situation eine ganz andere.

2.) Sollte man den Antrag besser per Post einreichen oder persönlich abgeben?

3.) Muss ich mich arbeitslos melden?

4.) Gibt es sonst noch Dinge, die man bei der ersten Antragstellung dringend beachten sollte?


Vielen Dank schon mal im voraus!
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Alt 02.09.2011, 11:32   #2
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frankfurterin
Standard AW: Fragen zum ersten ALG-II-Antrag

Bei mir war es so, dass sie das ganze erst mit Einreichen der Exmatrikulationsbescheinigung bearbeiten konnten, da man bis dahin halt Student ist und sowieso keine Leistungen erhält.

Arbeitslos melden ist generell "Unsinn", da dir nach dem Studium eh kein Arbeitslosengeld (I) zusteht und du direkt in ALG II fällst. Ob das rein aus bürokratischen Gründen zuerst gemacht werden MUSS, weiß ich jedoch nicht. Aber dass dir von der Agentur für Arbeit kein Geld zusteht, dürften die Mitarbeiter des Jobcenters auch so wissen.

Ich würde alles ausfüllen und vor Ort abgeben bzw einwerfen. Ist immer sicherer, als es per Post zu schicken. Oder halt persönlich bei einem Sachbearbeiter abgeben. Bei mir war es wie gesagt so, dass ich die Unterlagen gar nicht abgeben "durfte", als ich noch studiert habe. Am Tag nach der Exmatrikulation hat man meinen Antrag dann angenommen.
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Alt 02.09.2011, 13:45   #3
Krypteia
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Standard AW: Fragen zum ersten ALG-II-Antrag

Zitat von frankfurterin Beitrag anzeigen
Bei mir war es so, dass sie das ganze erst mit Einreichen der Exmatrikulationsbescheinigung bearbeiten konnten, da man bis dahin halt Student ist und sowieso keine Leistungen erhält.

Arbeitslos ERWERBSLOS melden ist generell "Unsinn", da dir nach dem Studium eh kein Arbeitslosengeld (I) ERWERBSLOSENGELD zusteht und du direkt in ALG II fällst. Ob das rein aus bürokratischen Gründen zuerst gemacht werden MUSS, weiß ich jedoch nicht. Aber dass dir von der Agentur für Arbeit kein Geld zusteht, dürften die Mitarbeiter des Jobcenters auch so wissen.

Ich würde alles ausfüllen und vor Ort abgeben bzw einwerfen. Ist immer sicherer, als es per Post zu schicken. Oder halt persönlich bei einem Sachbearbeiter abgeben. Bei mir war es wie gesagt so, dass ich die Unterlagen gar nicht abgeben "durfte", als ich noch studiert habe. Am Tag nach der Exmatrikulation hat man meinen Antrag dann angenommen.
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Ich habe genug arbeit mt Bewerbungen, Haushalt, Jobcenter usw. obwohl ich
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Alt 02.09.2011, 13:58   #4
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frankfurterin
Standard AW: Fragen zum ersten ALG-II-Antrag

Steht auf den Seiten der Agentur für Arbeit aber so:

Zitat:
Die Arbeitslosmeldung dient der Sicherung Ihrer finanziellen Ansprüche. Sie ist eine unverzichtbare Voraussetzung für den Bezug von Arbeitslosengeld und muss spätestens am ersten Tag der Beschäftigungslosigkeit (frühestens drei Monate vorher) persönlich bei der für Ihren Wohnort zuständigen Agentur für Arbeit erfolgen
In so fern ist arbeitslos melden, wie es der TS im ersten Post schrieb, schon nicht falsch. Nur dass man als ehemaliger Student sowieso keine Leistungen der Agentur für Arbeit erwarten kann.

Aber wahrscheinlich reden wir hier nur aneinander vorbei. Mir gings nur darum, dass er wohl direkt zum Jobcenter gehen kann, da ihm kein Arbeitslosengeld zusteht. Ich war nur unsicher, ob man es schriftlich haben muss, dass kein Anspruch besteht, um beim JC etwas zu beantragen. Oder ob er da auch einfach so hingehen kann.
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Alt 02.09.2011, 14:38   #5
Caye
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Caye Caye Caye Caye Caye
Standard AW: Fragen zum ersten ALG-II-Antrag

Zitat:
Ich habe jetzt im September zum letzten Mal den Studienkredit bekommen. Durch diesen Wegfall endet auch der Anspruch auf Wohngeld.
Das ist falsch. Als dem Grunde nach nicht Bafög-berechtigter Student hast du immer Anspruch auf Wohngeld.

Das Problem ist, dass Wohngeld nur einen Zuschuss darstellt, d.h. man muss selbst das Existenzminimum aufbringen, um Wohngeld zu erhalten.
Das wirst du allein mit einem 400€-Job nicht schaffen, es sei denn du wohnst in einem sehr günstigen Wohnheim, was sich ja mit der Exmatrikulation auch erledigt haben dürfte.

Abhängig von deinen Mietkosten fehlt dir aber soviel Geld nicht (ich habe 600€ im Monat, ne relativ teure Wohnung und bekomme Wohngeld). Gäbe es eine Möglichkeit, die Monate anders zu überbrücken, z.B. über Erspartes oder durch einen Zuschuss / ein Darlehen der Eltern?

Allerdings sollte dann die Frage der Krankenversicherung auf jeden Fall noch geklärt werden, wenn du nicht mehr immatrikuliert bist, wird die eine ganze Ecke teurer.

Warum lässt du dich exmatrikulieren? Der Studentenstatus bringt dir doch Vorteile - auch bei der Jobsuche.
Und wieso kannst du die Prüfung nochmal machen, wenn du schon exmatrikuliert bist?
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Alt 02.09.2011, 15:22   #6
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Standard AW: Fragen zum ersten ALG-II-Antrag

@ frankfurterin: Danke für die schnelle Antwort. Habe schon mit der Uni wegen der Ex gesprochen. Da sie gerade die ganzen Neubewerber bearbeiten, bekomme ich die Ex-Bescheinigung wohl nicht so schnell...

@ Krypteia: ok, erwerbslos ;)

Zitat von Caye
Das ist falsch. Als dem Grunde nach nicht Bafög-berechtigter Student hast du immer Anspruch auf Wohngeld.

Das Problem ist, dass Wohngeld nur einen Zuschuss darstellt, d.h. man muss selbst das Existenzminimum aufbringen, um Wohngeld zu erhalten.
Das wirst du allein mit einem 400€-Job nicht schaffen, es sei denn du wohnst in einem sehr günstigen Wohnheim, was sich ja mit der Exmatrikulation auch erledigt haben dürfte.
Genau das meinte ich auch. Wollte mich nur etwas kürzer fassen.

Zitat von Caye
Abhängig von deinen Mietkosten fehlt dir aber soviel Geld nicht (ich habe 600€ im Monat, ne relativ teure Wohnung und bekomme Wohngeld). Gäbe es eine Möglichkeit, die Monate anders zu überbrücken, z.B. über Erspartes oder durch einen Zuschuss / ein Darlehen der Eltern?
Soviel ich weiß, benötigt man für den Wohngeldanspruch Einkommen in Höhe des ALG-II-Satz zuzüglich der Mietkosten. Würde in meinem Fall grob 720 Euro machen. Selbst wenn ich 20% davon abziehe (habe irgendwo im Netz gelesen, daß Wohngeld auch bei Vorliegen von 80% des erforderlichen Betrags bewilligt werden kann), bräuchte ich noch knapp 580 Euro. Mit meinem Minijob erziele ich aber lediglich um die 320 Euro monatlich. Die Differenz kann ich leider weder aus Erspartem noch durch die Familie "aufbringen".

Zitat von Caye
Allerdings sollte dann die Frage der Krankenversicherung auf jeden Fall noch geklärt werden, wenn du nicht mehr immatrikuliert bist, wird die eine ganze Ecke teurer.
Die würde auch als Student für mich deutlich teurer werden, weil ich gerade das 14. FS beende.

Zitat von Caye
Warum lässt du dich exmatrikulieren? Der Studentenstatus bringt dir doch Vorteile - auch bei der Jobsuche.
Und wieso kannst du die Prüfung nochmal machen, wenn du schon exmatrikuliert bist?
Ich lasse mich exmatrikulieren, weil die Jobsuche bislang erfolglos war. Wenn ich bis zum 01.10. nichts finde, bin ich auf Hilfe angewiesen, die ich aber nicht erhalten würde, wenn ich noch eingeschrieben wäre.

Die Prüfung kann ich auch nach der Exmatrikulation wiederholen, weil ich zur Anmeldung des ersten Versuchs eingeschrieben war. Für den Wiederholungsversuch ist das nicht mehr notwendig. Das habe ich extra doppelt & dreifach mit dem Prüfungsamt abgeklärt.

Ansonsten bringt mir der Studentenstatus leider gar nichts mehr...
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Alt 02.09.2011, 17:11   #7
Caye
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Standard AW: Fragen zum ersten ALG-II-Antrag

Okay, stimmt, das 14. Fachsemester habe ich vergessen...

Theoretisch könntest du dich auch beurlauben lassen. Ich meine es ist je nach Bundesland verschieden, wie es geregelt ist, ob man Prüfungen im Urlaubsemester absolvieren darf, in der Hinsicht müsstest du nochmal recherchieren.

Wenn das ginge (und wenn du nen Arzt findest, der dir attestiert dass du aus gesundheitlichen Gründen dieses Semester nicht studieren kannst), hättest du in diesem Zeitraum auch HartzIV-Anspruch.

Der Studentenstatus bringt dir insofern Vorteile, als dass bei einem Job bis zu 20Std/Woche weniger Sozialabgaben geleistet werden müssen. Das macht dich für Arbeitgeber interessanter, weil billiger.
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Alt 02.09.2011, 18:50   #8
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Standard AW: Fragen zum ersten ALG-II-Antrag

Beurlaubung wäre kein Problem. Hatte ich sowieso beantragt, um keine (Langzeit-)Studiengebühren zahlen zu müssen.

Ich glaube nicht, daß ich einen solchen Arzt finden würde. Ich meine, ein ganzes Semester krankgeschrieben zu werden, ist bestimmt nicht so einfach. Und so ein guter Schauspieler bin ich nicht;)

Ja, über die Werkstudentenregelung habe ich auch bereits nachgedacht. Nur würde der Lohn daraus vermutlich nicht reichen, so daß ich also aufstocken müsste. Dem würde doch wieder die Immatrikulation entgegenstehen oder?
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Alt 02.09.2011, 19:34   #9
Caye
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Standard AW: Fragen zum ersten ALG-II-Antrag

Na ja, jein. In dem Fall würde ja wieder Wohngeld greifen.

Das Attest für die Beurlaubung ist für den Arzt recht "harmlos", davon kriegt die Krankenkasse ja z.B. nichts mit, es ist nur für die Uni und es muss keine Diagnose rein.
Ich würde auch nicht lügen können, habe aber ein Attest mit der Wahrheit problemlos bekommen (ging um nen Wechsel FH -> Uni, wegen der unterschiedlichen Semesterzeiten wäre ich einen Monat nicht immatrikuliert gewesen). Wenn du nen Hausarzt oder Facharzt hast, den du einigermaßen kennst, wäre das schon einen Versuch wert.

Würdest du denn eher eine Stelle kriegen, wenn du noch immatrikuliert wärest? Das hängt ja auch immer ein wenig davon ab, was man studiert.
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Alt 02.09.2011, 20:09   #10
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Standard AW: Fragen zum ersten ALG-II-Antrag

Zitat von incomplete Beitrag anzeigen
Beurlaubung wäre kein Problem. Hatte ich sowieso beantragt, um keine (Langzeit-)Studiengebühren zahlen zu müssen.

Ich glaube nicht, daß ich einen solchen Arzt finden würde. Ich meine, ein ganzes Semester krankgeschrieben zu werden, ist bestimmt nicht so einfach. Und so ein guter Schauspieler bin ich nicht;)

Ja, über die Werkstudentenregelung habe ich auch bereits nachgedacht. Nur würde der Lohn daraus vermutlich nicht reichen, so daß ich also aufstocken müsste. Dem würde doch wieder die Immatrikulation entgegenstehen oder?
Hatte einen ähnlichen Fall in meiner Beratung - gerichtet auf das Thema Beurlaubung!!
Fall: Studentin, verheiratet, ein Kind, Mann erwerbslos und ALG II-Bezieher.
Ehe in der Tonne, Mann weg.
Studentin hat sich beurlauben lassen und solange ALG II bezogen, bis die Kinderbetreuung gesichert war.

Dabei stießen wir übrigens auf verschiedene Studienstiftungen gestolpert, die bezahlte Praktika im Programm haben.
Vielleicht auch ne Möglichkeit?
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Alt 02.09.2011, 20:09   #11
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Standard AW: Fragen zum ersten ALG-II-Antrag

Das nennt man dann wohl Dilemma

Entweder melde ich mich jetzt noch schnell zurück, um der Exmatrikulation zu entgehen und brauche dann aber auf jeden Fall rechtzeitig einen (neuen) Job

oder

ich lasse es einfach laufen, um gleich in den "Genuß" von ALG II zu kommen.

Beides nicht so recht zufriedenstellend. Wenn ich mich doch zurückmelde, laufe ich halt Gefahr, mich - trotz der Zahlung des Semesterbeitrags - alsbald exmatrikulieren zu müssen, d.h. mein gezahlter Beitrag wäre dann futsch... Geht immerhin um über 200 Euro.
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Alt 02.09.2011, 20:12   #12
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Standard AW: Fragen zum ersten ALG-II-Antrag

Wenn ich mich jetzt zurückmelde, um Student zu bleiben, bin ich für das Wintersemester automatisch "beurlaubt", um halt nicht die Studiengebühren zahlen zu müssen.

Die Beurlaubung an sich führt aber nicht zum ALG-II-Anspruch oder? Bin leider gerade etwas durcheinander
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Alt 02.09.2011, 20:59   #13
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Standard AW: Fragen zum ersten ALG-II-Antrag

Also, zunächst mal der Semesterbeitrag - bei uns muss man den nicht zahlen, wenn man beurlaubt ist. Nur Studentenwerksbeitrag und Verwaltungsgebühren, das sind unter 50€.
Sicher, dass du den kompletten Semesterbeitrag zahlen musst?

Wie es dann mit Hartz IV aussieht, kommt auf dein Bundesland an, da die Richtlinien, was man als beurlaubter Student alles darf, in jedem Land anders sind.
Hartz IV bekommt man nur, wenn man tatsächlich nicht mehr studieren darf/kann.
In meinem Bundesland ist man sofort und ohne große Diskussionen Hartz IV-berechtigt (auch wenn einige SBs das natürlich anders sehen und einen erst wegschicken wollen, aber das ist ja normal).

Ich denke, einen ersten Anhaltspunkt dazu, wie das in deinem Bundesland aussieht, sollte google liefern können.
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Alt 03.09.2011, 10:08   #14
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Standard AW: Fragen zum ersten ALG-II-Antrag

Leider müsste ich auch während der Beurlaubung den kompletten Semesterbeitrag bezahlen.

Ich habe ein bißchen wegen des Anspruchs auf ALG II während der Beurlaubung gegoogelt. Scheint ja ziemlich kontrovers zu sein. Die Argen lehnen wohl grundsätzlich erst mal ab. Allerdings konnte ich nicht herausfinden, wie es in Bremen aussieht.
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Alt 03.09.2011, 14:14   #15
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Standard AW: Fragen zum ersten ALG-II-Antrag

Das ist doof.

Eine Freundin von mir hatte im Urlaubssemester Hartz IV beantragt, musste sich erst ein wenig durchboxen, bis man ihren Antrag angenommen hat (was aber das Übliche ist), dann wurde es anstandslos und recht schnell bewilligt.

Lustigerweise bekam sie direkt einige Vermittlungsvorschläge für 1€-Jobs, die jeweils über ein Jahr gehen sollten (bei viereinhalb restlichen Monaten, die sie noch Hartz IV bekommen sollte) und die sie nicht hätte machen können, da sie nicht schwer heben darf. Das hat die Arge dann auch irgendwie eingesehen und haben nach diesem ersten Aktivitätsausbruch Ruhe gegeben.

Wie ist es denn in Bremen geregelt, darfst du im Urlaubssemester Kurse besuchen? Prüfungen ablegen (abgesehen von der Abschlußprüfung, die du ja offensichtlich machen darfst)?

In meinem Bundesland ist beides nicht möglich, daher ist hier der Anspruch auf Hartz IV relativ unstrittig. Woanders weiß ich leider auch nicht weiter....
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Alt 03.09.2011, 18:36   #16
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Standard AW: Fragen zum ersten ALG-II-Antrag

Ich habe nochmal recherchiert: grundsätzlich dürfen wir während der Beurlaubung weder Studien- noch Prüfungsleistungen erbringen, aber: bei Scheinfreiheit (liegt bei mir vor) darf man es wohl ausnahmsweise doch

Hinzu kommt im übrigen, daß ich meine Abschlußprüfung nicht an der Uni, sondern beim "Staat" mache...
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Alt 04.09.2011, 21:00   #17
Caye
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Okay, dann solltest du Hartz IV-berechtigt sein im Urlaubssemester.

Die Frage ist halt, wie die Arge das sieht und ob das dann auch so klappt... Falls du keinen Job findest.
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Alt 04.09.2011, 21:31   #18
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Standard AW: Fragen zum ersten ALG-II-Antrag

Ich denke, daß ich per Telefon sicherlich eine andere Aussage vom Amt bekommen würde oder?!

Zusammenfassend:
Okay, wenn ich mich zurückmelde und weiterhin Student bleibe, könnte ich ALG II bekommen. Und wenn nicht, müsste ich mich schnell exmatrikulieren und würde 200 Euro (= Semesterbeitrag) verlieren?

Hmm, schwierige Entscheidung...
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Alt 05.09.2011, 01:24   #19
Caye
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Standard AW: Fragen zum ersten ALG-II-Antrag

Du würdest wahrscheinlich auch eine andere Aussage bekommen, wenn du deinen Antrag abgeben willst. ;)

Aber - IDEE ^^ - frage doch mal den Zuständigen für Soziales in deinem AStA. Der/die dürfte das wissen. Okay, nicht in jedem AStA (ich kenne mindestens einen Zuständigen, der doof gucken würde und fragen würde, warum dir deine Eltern denn kein Geld geben können.... ), aber im Normalfall sind die kompetent und Bremen hat ja mehr als eine Hochschule, die du notfalls alle abklappern könntest.

Die Möglichkeiten sind also:

1. Direkt exmatrikulieren, einfach Hartz IV-Antrag stellen und hoffen, dass die dir ein halbes Jahr nicht zu sehr auf den Keks gehen.

2. Immatrikuliert bleiben und beurlauben lassen, dafür 200€ investieren (aber evtl. auch noch das Semesterticket "abstauben"?), das Risiko eingehen, dass es mit Hartz IV nicht ganz so reibungslos klappt - aber eine bessere Chance auf einen Job mit höherer Stundenzahl haben.
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Alt 05.09.2011, 11:32   #20
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Vielen Dank für den Tip mit dem AStA! Ich vergesse immer, daß dort eine Sozialberatung angeboten wird.

Ich habe dem zuständigen Referenten soeben mal eine Mail geschrieben und bin gespannt, was ich für eine Antwort bekomme.

Was die Arbeit ("Werkstudent") betrifft:
ist es für ein Unternehmen tatsächlich so viel billiger, einen Studenten auf Teilzeit anzustellen als einen Nichtstudenten? Ich hatte letzte Woche ein Vorstellungsgespräch und glaube mittlerweile, daß ich die Stelle nicht bekommen habe, weil ich gesagt habe, daß ich ab dem 01.10. kein Student mehr bin. War mir in dem Moment nicht bewußt, daß diese Aussage solche Auswirkungen haben könnte
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Alt 05.09.2011, 13:25   #21
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Standard AW: Fragen zum ersten ALG-II-Antrag

Neues Problem:

Zitat:
Beschäftigung während eines Urlaubssemesters
Wird das Studium durch ein oder mehrere Urlaubssemester unterbrochen und während
dieser Zeit eine Beschäftigung ausgeübt, gilt diese - ungeachtet der bestehenden
Immatrikulation - grundsätzlich nicht mehr als während des Studiums ausgeübt. Die
Rechtsvorschriften über die Versicherungsfreiheit sind daher nicht anwendbar.
Beschäftigungen, die in dieser Zeit ausgeübt werden, unterliegen der
Versicherungspflicht in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung

(BSG-Urteil vom 29.9.1992 - 12 RK 24/92).
Sehe ich das jetzt richtig, dass sich eine Rückmeldung für mich gar nicht mehr lohnt?
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Alt 05.09.2011, 18:14   #22
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Autsch. Wenn das Urteil so noch gültig ist und nicht wieder durch irgendwas ausgehebelt wurde, hast du Recht und eine Immatrikulation mit Beurlaubung macht eh keinen Sinn.

Wäre auch ne mögliche Frage für den AStA oder ansonsten vielleicht ein Forum speziell für Studenten. ;)
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Alt 05.09.2011, 19:00   #23
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Standard AW: Fragen zum ersten ALG-II-Antrag

Die Google-Suche (z.B. bei der Krankenkasse und dem DGB) hat leider dasselbe ergeben: während der Beurlaubung ist man auch als Student sozialversicherungspflichtig, d.h. für den potentiellen Arbeitgeber wäre es egal, ob ich noch eingeschrieben bin oder nicht.

Der AStA-Referent konnte mir bezüglich des ALG-II-Anspruchs während der Beurlaubung leider nicht weiterhelfen. Ich solle doch zur Sprechstunde vorbeikommen.

Wenn ich mich trotzdem zurückmelde und bis zum 01.10. keinen neuen Job finde, müsste ich übrigens um die 145 Euro an die Krankenkasse bezahlen
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Alt 05.09.2011, 22:22   #24
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Schade. :( Aber dann gehts wohl nicht anders. Ich drück dir die Daumen dass du noch nen Job findest bzw. zumindest die Prüfung im zweiten Anlauf packst.
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