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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 18.08.2011, 17:14   #1
Daniel81
Elo-User/in
 
Registriert seit: 31.12.2009
Beiträge: 92
Daniel81 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Durschnittseinkommen / Arbeitsunfall

Hallo,

folgender Sachverhalt: Meine Lebensgefährtin hat einen Teilzeitjob bei einer Tochter der Deutschen Post. Überstunden fallen eigentlich immer an und diese werden auch vergütet.

Nun hatte sie am 04.07. einen Arbeitsunfall (Schlüsselbeinbruch). Da sie ein schwankendes Einkommen hat und mal Anspruch auf aufstockendes ALG II und mal nicht, hat das Job Center für ihren Bewilligungszeitraum ein Durschnitt ermittelt. Nun zahlt das Amt noch 68,00 Euro. Jetzt ist aber dieser Unfall passiert und meine Freundin bekommt wesentlich weniger da keine Überstunden anfallen. Also nur ca 650,00 Euro netto. Das Job Center hat einen Durschnitt von 900,00 Netto ermittelt.

Aus diesem Grund fehlen uns seit zwei Monaten die Mieteinnahmen die das Job Center denn immer bezahlt hätte. Inzwischen ist die 2 Mahnung eingetrudelt mit Drohung der Mahnbescheides. Inzwischen sind 378,00 Euro Miete offen. Das Job Center wurde jetzt schon 3 mal darauf hingewiesen, wann schrieb mir aber immer wieder.

"Ich weise darauf hin, dass eine erneute Berechnung erst nach ihrem Bewilligungszeitraum Ende September durchgeführt wird"

Sie wollen also erst im September alle Monatsabrrechnungen der letzten 6 Monate sammeln und denn schauen was sie insgesamt verdient hat und denn wird gegengerechnet. Entweder bekommt sie was zurück oder muss was zurückzahlen. Ich weiß schon das alleine wegen dem Unfall, wir auf jeden Fall ein paar Hundert nachgezahlt bekommen würden.

Gibt es einen Paragraphen oder eine Answeisung das in bestimmten Ausnahmen auch jetzt schon berechnet werden muss ??
Wir haben das Geld jetzt vorbezahlt für die Miete das es keinen weiteren Ärger gibt, dafür haben wir keines mehr!

Vielen Dank.
Daniel81 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2011, 19:33   #2
Arbeitssuchend
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Durschnittseinkommen / Arbeitsunfall

Hallo,

ich würde erst einmal prüfen, ob die Durchschnittslohnberechnung der Post richtig ist, bzw. ob die Post überhaupt die Fehlzeiten mit Durchschnittslohn bezahlt. Denn eine Zahlung von Durchschnittslohn ist nicht unbedingt rechtlich vorgeschrieben. Evtl. gibt es im Tarifvertrag eine solche Vorschrift. Es wäre also sinnvoll, wenn Ihr den für Euch gültigen Tarifvertrag diesbezüglich durchforstet.

So macht man eine Durchschnittslohnberechnung:

Du ermittelst erst einmal die arbeitsvertraglichen Monatsarbeitsstunden.
Das machst Du folgendermaßen:
z.B. im Arbeitsvertrag stehen 40 Wochenstunden.

40 Wochenstunden x 52 Wochen ./. (geteilt durch) 12 Monate
= 173,33 Soll-Arbeitsstunden im Monat.

Dann nimmst Du die letzten 3 Monatseinkommen von den Monaten, wo Du nicht krank warst (brutto) und zählst sie zusammen.
z.B. Juni 3000 € + Mai 2300 € + April 2500 € = 7800 €

Nun nimmst Du die Summe dieser letzten 3 Monatseinkommen, teilst sie durch die Soll-Arbeitsstunden und dann durch 3 Monate
Beispiel: 7800 € geteilt durch 173,33 Soll-Stunden geteilt durch 3 = 15 €.

Damit hast Du den Durchschnitts-Stundenlohn.

Den Durchschnitts-Stundenlohn nimmst Du mal mit den Soll-Arbeitsstunden:
15 € x 173,33 = 2600 Euro.
Also ist 2600 Euro das monatliche Durchschnittsgehalt, das als Basis für Zahlungen während der aktuellen Fehlzeiten dient.

Manche Firmen ziehen für die Durchschnittsermittlung anstatt der letzten 3 Monate die letzten 6 Monate heran.
Dies müsstet Ihr noch prüfen, falls die Post überhaupt Durchschnittslohn zahlt.

Prüft also einfach mal anhand der letzten Gehaltsabrechnungen, ob in der aktuellen Gehaltsabrechnung für die Fehlzeit Durchschnittslohn oder nur der reine Stundenlohn gezahlt wird.

Evtl. könnt Ihr Euch von der Post schriftlich geben lassen, wie sie das Einkommen für die Fehlzeiten ermittelt.
Mit diesem Schrieb könnt Ihr beim Jobcenter argumentieren.
Ansonsten dienen die Gehaltszettel und die Durchschnittslohnberechnung (gemäß meinem Beispiel - so wird in der Lohnabrechnung der Durchschnittslohn ermittelt) als Argumentationshilfe.

Gegen den Bescheid vom Jobcenter solltet Ihr auf jeden Fall erst einmal Widerspruch einlegen!
Widerspruchsfristen beachten!!!!
Falls die Widerspruchsfrist bereits um ist, Überprüfungsantrag stellen.
Die Begründung reicht Ihr nach, bzw. nehmt mein Beispiel - natürlich dann mit Euren Zahlen - als Begründung.

Ich meine, dass das Jobcenter nicht willkürlich irgendwelche Durchschnitte ansetzen darf.
1. Das JC muss erst mal prüfen, ob die Post überhaupt mit Durchschnittslohn rechnet und wenn ja ob mit 3 oder 6 Monaten.
2. Das JC kann anhand der vorliegenden Gehaltsbelege sehr einfach den Durchschnittslohn direkt ermitteln und einen korrekten Bescheid erstellen.

Hier wird imho wieder mal versucht, den Elo zu besch****

Ich nehme mal an, dass da in der Leistungsabteilung keiner wirkliche Ahnung von Gehaltsabrechnung und Ermittlung von Durchschnittslöhnen hat ...

Grüße
Arbeitssuchend
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