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Start > > -> Zahlung des Arbeitslohnes von vielen Monaten auf einmal - Gilt das Zuflussprinzip?

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 12.06.2011, 07:50   #1
juergen1958
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juergen1958
Standard Zahlung des Arbeitslohnes von vielen Monaten auf einmal - Gilt das Zuflussprinzip?

Hallo,
angenommen, ein ALG2-Empfänger hat einen Minijob, wo er knapp 100,-- im Momat verdient. Wie sieht es nun aus, wenn der Arbeitgeber den Lohn nicht monatlich zahlt, sondern z.B. für 6 Monate oder gar 3 Jahre auf einmal? (Der Arbeitgeber möchte nicht monatlich zahlen). Besteht die Chance, daß dies Geld anrechungsfrei bleibt? Oder muss er sich damit zufrieden geben, dass er letztendlich nur kanpp 20,--/Monat verdient hat?
Normalerweise gilt ja das Zuflussprinzip, aber ich habe hier im Forum gelesen, dass es davon auch Ausnahmen gibt,

Viele Grüsse
Jürgen
juergen1958 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.06.2011, 08:09   #2
Reiner Zufall
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Standard AW: Zahlung des Arbeitslohnes von vielen Monaten auf einmal - Gilt das Zuflussprinzip

Dieser AG scheint mir aber nicht sauber zu sein!

Er muß Dich doch auch bei der Knappschaft melden u. die Pauschalbeträge dort regelmäßig abführen.

Wie soll das denn dort gehen???
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Alt 12.06.2011, 08:20   #3
juergen1958
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juergen1958
Standard AW: Zahlung des Arbeitslohnes von vielen Monaten auf einmal - Gilt das Zuflussprinzip

Hallo Rainer,
da kann etwas dran sein. Ob er es woanders meldet oder nicht ist doch nicht das Problem des Arbeitnehmers, oder?
Aber wie sieht es aus, wenn der Arbeitgeber das Geld auf einmal zahlt? Kann man da eine Ausnahme vom Zuflussprinzip geltend machen, da das Geld ja monatlich "erwirtschaftet" wurde?
Liebe Grüsse
Jürgen
juergen1958 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.06.2011, 08:31   #4
sumse
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Standard AW: Zahlung des Arbeitslohnes von vielen Monaten auf einmal - Gilt das Zuflussprinzip

Zitat von juergen1958 Beitrag anzeigen
Hallo Rainer,
da kann etwas dran sein. Ob er es woanders meldet oder nicht ist doch nicht das Problem des Arbeitnehmers, oder?
Aber wie sieht es aus, wenn der Arbeitgeber das Geld auf einmal zahlt? Kann man da eine Ausnahme vom Zuflussprinzip geltend machen, da das Geld ja monatlich "erwirtschaftet" wurde?
Liebe Grüsse
Jürgen

es gillt in den monat wo das geld zufliest
als zufluss
ist völlig egal ob das lohnansprüche aus der vergangenheit waren oder nicht

bekommst du alg2 und bekommst im selben monat die nachzahlung vom lohn
wird das mit diversen abzügen auf dein alg2 verechnet
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Alt 12.06.2011, 08:33   #5
Reiner Zufall
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Standard AW: Zahlung des Arbeitslohnes von vielen Monaten auf einmal - Gilt das Zuflussprinzip

Ich denke, in der von Dir geschilderten Konstellation, würde trotzdem das Zuflußprinzip gelten.

Wenn der AG nun so ein Typ mit kreativer Buchführung sein sollte............ warum dann nicht gleich (Teil-)Entlohnung nach Tarif BAT (Bar auf Tatze )?
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Alt 12.06.2011, 08:46   #6
juergen1958
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juergen1958
Standard AW: Zahlung des Arbeitslohnes von vielen Monaten auf einmal - Gilt das Zuflussprinzip

Hallo,
Danke für eure Antworten. Ja, der Arbeitgeber hat eine "kreative Buchführung" (das Wort gefällt mir), möchte wohl aber eigentlich gar nicht zahlen und der Lohn müsste wohl eingeklagt werden. Dann fließt der gesamte Betrag auf einmal. Forderungen kann man ja verkaufen (Factoring), und wenn der ALG2-Bezieher jemand findet, der die Kaufsumme in monatlichen Raten zahlt, wäre er dann aus dem Schneider?
Viele Grüsse
Jürgen
juergen1958 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.06.2011, 08:55   #7
Reiner Zufall
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Standard AW: Zahlung des Arbeitslohnes von vielen Monaten auf einmal - Gilt das Zuflussprinzip

Du bist der eigentliche Kreative!

...und fragst?
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Alt 12.06.2011, 09:00   #8
juergen1958
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juergen1958
Standard AW: Zahlung des Arbeitslohnes von vielen Monaten auf einmal - Gilt das Zuflussprinzip

Hallo Rainer,
ja, auf Kreativität versuche ich auch kreativ zu reagieren. Würde ich denn mit meiner Kreativität im gesetzlichen Rahmen liegen?
Viele Grüsse
Jürgen
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Alt 12.06.2011, 09:24   #9
Reiner Zufall
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Standard AW: Zahlung des Arbeitslohnes von vielen Monaten auf einmal - Gilt das Zuflussprinzip

Da warten wir lieber noch auf Antworten anderer............
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Alt 12.06.2011, 10:02   #10
hellucifer
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Standard AW: Zahlung des Arbeitslohnes von vielen Monaten auf einmal - Gilt das Zuflussprinzip

Der Lohn in dieser Höhe ist nicht mehr als eine Mehraufwandsentschädigung, wie beim Ein-Euro-Job. Wenn dein Arbeitgeber dir den Lohn nicht monatlich auszahlt, sondern nur alle sechs Monate, so musst du in den vorangegangenen fünf Monate deine Auslagen aus dem Regelsatz decken.

Du trägst dann zudem noch das Risiko, dass dein Arbeitgeber pleite geht und du überhaupt kein Geld erhalten wirst oder nur auf sehr schwierigem Wege.

Ansonsten spricht nichts dagegen, dass du dem Jobcenter schriftlich meldest, dass du den Job machst - und das musst du sogar melden. Bei der Gelegenheit kannst du auch darauf hinweisen, dass die Zahlungsweise alle sechs Monate ist, und für die Anrechnung der Zahlung das Zuflussprinzip insofern nicht gilt, was ich mir aber vom Jobcenter zur Sicherheit bestätigen lassen würde, um Ärger vorzubeugen.

Auf mehr als sechs Monate würde ich mich mit dem Arbeitgeber nicht einlassen. Wie gesagt, den jobbedingten Mehraufwand musst du dann fünf Monate lang aus dem Regelsatz tragen.
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Alt 12.06.2011, 12:31   #11
gast_
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Standard AW: Zahlung des Arbeitslohnes von vielen Monaten auf einmal - Gilt das Zuflussprinzip

Zitat von juergen1958 Beitrag anzeigen
Wie sieht es nun aus, wenn der Arbeitgeber den Lohn nicht monatlich zahlt, sondern z.B. für 6 Monate oder gar 3 Jahre auf einmal?
Wer 3 Jahre auf seinen Lohn wartet, sorry, aber der kann nicht ganz dicht sein

Um deine Frage zu beantworten: Dann sollte er zusehen, daß er in der Zwischenzeit aus dem ALG II raus kommt - sonst wird er von seinem Lohn nicht viel haben...
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Alt 12.06.2011, 13:36   #12
gerda52
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Standard AW: Zahlung des Arbeitslohnes von vielen Monaten auf einmal - Gilt das Zuflussprinzip

Zitat von juergen1958 Beitrag anzeigen
Hallo,
angenommen, ein ALG2-Empfänger hat einen Minijob, wo er knapp 100,-- im Momat verdient. Wie sieht es nun aus, wenn der Arbeitgeber den Lohn nicht monatlich zahlt, sondern z.B. für 6 Monate oder gar 3 Jahre auf einmal? (Der Arbeitgeber möchte nicht monatlich zahlen).

Gibts auch einen sachlichen Grund dafür? Um was für eine Arbeit gehts?

Andere Frage: Was möchtest Du? Die Frage solltest Du Dir vorab völlig unabhängig von der ALG II Anrechnerei beantworten.

Besteht die Chance, daß dies Geld anrechungsfrei bleibt? Oder muss er sich damit zufrieden geben, dass er letztendlich nur kanpp 20,--/Monat verdient hat?

Letzteres wird vll. passieren. Es kommt unter Umständen auf die Plausibilität der vertraglichen Vereinbarung an. Abstruse Wünsche fallen da aber nicht drunter.

Normalerweise gilt ja das Zuflussprinzip, aber ich habe hier im Forum gelesen, dass es davon auch Ausnahmen gibt,

Viele Grüsse
Jürgen
Die gibts in der Tat, Deine Angaben reichen m.E. aber für die endgültige Beurteilung nicht aus. Der Vertrag muss sich mit ähnlichen Beschäftigungsverhältnissen messen lassen und das in Deinem eigenen Interesse.

Wenn Du vor Vertragsabschluss schon davon ausgehst, dass der AG eigentlich gar nicht freiwillig zahlen will, dann verstehe ich Deine Frage in diesem Forum erst recht nicht.





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Alt 12.06.2011, 13:46   #13
Reiner Zufall
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Standard AW: Zahlung des Arbeitslohnes von vielen Monaten auf einmal - Gilt das Zuflussprinzip

Frage mich, ob ein solcher Arbeitsvertrag überhaupt rechtliche Wirkung hätte, denn offensichtlich wäre er sittenwidrig, würde er eine derartige Klausel bzgl. der Lohnzahlung enthalten.
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Alt 12.06.2011, 14:09   #14
Martin Behrsing
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Standard AW: Zahlung des Arbeitslohnes von vielen Monaten auf einmal - Gilt das Zuflussprinzip

verstehen muss man das alles nicht?

Gehaltsnachzahlungen werden immer als Einkommen angerechnet, da gibt es auch keine Ausnahmen.
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Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Alt 12.06.2011, 18:55   #15
juergen1958
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juergen1958
Standard AW: Zahlung des Arbeitslohnes von vielen Monaten auf einmal - Gilt das Zuflussprinzip

Hallo,
ich versuche mal etwas Klarheit hereinzubringen, da wohl einige Informationen fehlten.
der Arbeitsvertrag wurde schon vor Jahren - Nach einer positiven Referenz - mündlich! abgeschlossen. Damals wurde davon ausgegangen, dass alles ordnungsgemäß läuft. Es ging auch einige Zeit gut. Dies hat sich nun geändert und der noch nicht gekündigte Arbeitnehmer muss wohl um den Lohn klagen. Nach den Gesetzten und Gerichtswesen dauert dies seine Zeit, bis der Arbeitnehmer dann sein Geld bekommt, wenn er die Klage gewinnt. Dann bekommt er das Geld auf einmal und muß fast 80% davon ans Jobcenter abführen. Diese Frage wurde mit eurer Hilfe geklärt. Danke!

Dass der ALG2-Empfänger durch dies Verhalten des Arbeitgebers fast 80% an das Jobcenter abführen soll, gefällt ihm natürlich nicht und die eigentliche weitergehende Frage ist jetzt, ob er nicht die Forderung aus den Arbeitsvertrag verkaufen (Factoring) kann und sich den Verkäufselös ratenweise ( z.B. 100 Euro/Monat) auszahlen lassen kann. Dann wäre doch das Zuflussprinzip wieder gewahrt, ohne dass der Arbeitnehmer - ausser Zeitverzug - grosse Nachteile hätte. Gibt es ein Gesetz was hiergegen spricht?
Nochmals vielen Dank für eure Mühe!
Viele Grüsse
Jürgen
juergen1958 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.06.2011, 19:07   #16
schlumpfine
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Standard AW: Zahlung des Arbeitslohnes von vielen Monaten auf einmal - Gilt das Zuflussprinzip

Zitat von juergen1958 Beitrag anzeigen
die eigentliche weitergehende Frage ist jetzt, ob er nicht die Forderung aus den Arbeitsvertrag verkaufen (Factoring) kann und sich den Verkäufselös ratenweise ( z.B. 100 Euro/Monat) auszahlen lassen kann. Dann wäre doch das Zuflussprinzip wieder gewahrt, ohne dass der Arbeitnehmer - ausser Zeitverzug - grosse Nachteile hätte. Gibt es ein Gesetz was hiergegen spricht?
Nochmals vielen Dank für eure Mühe!
Viele Grüsse
Jürgen
geht nicht, da bleiben nur 10€ im monat anrechnungsfrei. nur wenn das geld eindeutig aus arbeitslohn stammt hast du einen freibetrag von 100€ monatlich... "meine oma" durfte mir auch nur 10€ im monat schenken...
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Alt 12.06.2011, 19:21   #17
hellucifer
Forumnutzer/in
 
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hellucifer Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zahlung des Arbeitslohnes von vielen Monaten auf einmal - Gilt das Zuflussprinzip

Zitat von juergen1958 Beitrag anzeigen
Hallo,
ich versuche mal etwas Klarheit hereinzubringen, da wohl einige Informationen fehlten.
der Arbeitsvertrag wurde schon vor Jahren - Nach einer positiven Referenz - mündlich! abgeschlossen. Damals wurde davon ausgegangen, dass alles ordnungsgemäß läuft. Es ging auch einige Zeit gut. Dies hat sich nun geändert und der noch nicht gekündigte Arbeitnehmer muss wohl um den Lohn klagen. Nach den Gesetzten und Gerichtswesen dauert dies seine Zeit, bis der Arbeitnehmer dann sein Geld bekommt, wenn er die Klage gewinnt. Dann bekommt er das Geld auf einmal und muß fast 80% davon ans Jobcenter abführen. Diese Frage wurde mit eurer Hilfe geklärt. Danke!

Dass der ALG2-Empfänger durch dies Verhalten des Arbeitgebers fast 80% an das Jobcenter abführen soll, gefällt ihm natürlich nicht und die eigentliche weitergehende Frage ist jetzt, ob er nicht die Forderung aus den Arbeitsvertrag verkaufen (Factoring) kann und sich den Verkäufselös ratenweise ( z.B. 100 Euro/Monat) auszahlen lassen kann. Dann wäre doch das Zuflussprinzip wieder gewahrt, ohne dass der Arbeitnehmer - ausser Zeitverzug - grosse Nachteile hätte. Gibt es ein Gesetz was hiergegen spricht?
Nochmals vielen Dank für eure Mühe!
Viele Grüsse
Jürgen
Insolvenzgeld, Steuererstattung und andere Lohnnachzahlungen muss man leider zur Bestreitung seines Lebensunterhaltes einsetzen. - Gerecht ist das natürlich nicht. Das Geld hätte man auch zur Vermögensbildung verwenden können. Und dann würde die Anrechnung erst stattfinden, wenn der persönliche Vermögensfreibetrag überschritten wird.

Ich befürchte, dein Freund kann das Geld abschreiben. Er sollte einen Bausparvertrag abschließen und veranlassen, dass die Lohnnachzahlung auf das Bausparkonto eingezahlt wird; im Zweifelsfall kann das immer noch liquidiert werden. (An ein Bausparguthaben kommt man erst einmal nicht so leicht heran.)

(Noch besser ist, das Geld wird auf irgendjemandes Bausparkonto eingezahlt, der vertrauenswürdig ist und dem Jobcenter keine Rechenschaft über seine Vermögensverhältnisse pflichtig ist.)

Das ist nicht koscher, aber jemanden um seine Lohnnachzahlungen zu betrügen, das ist auch nicht in Ordnung.

Wie schafft man es eigentlich zu arbeiten, und trotzdem nur den Regelsatz zur Verfügung zu haben?
hellucifer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.06.2011, 21:35   #18
gerda52
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Zitat von hellucifer Beitrag anzeigen
Insolvenzgeld, Steuererstattung und andere Lohnnachzahlungen muss man leider zur Bestreitung seines Lebensunterhaltes einsetzen. - Gerecht ist das natürlich nicht. Das Geld hätte man auch zur Vermögensbildung verwenden können. Und dann würde die Anrechnung erst stattfinden, wenn der persönliche Vermögensfreibetrag überschritten wird.

Wer denkt denn bei ausbleibendem Lohn an Vermögensbildung, Du bist mir vll. lustig.
Die meisten AN, die Monate auf ihren Lohn warten müssen, führen derweil ein Leben auf Pump und durch die spätere Anrechnung bleiben sie auch noch auf ihren Verbindlichkeiten sitzen.

Ich befürchte, dein Freund kann das Geld abschreiben.

So wie es aussieht, nur einen großen Teil davon. Das heißt aber nicht, dass er den Kampf um die eigentlichen Freibeträge vorschnell aufgeben sollte. Widerspruch und ggf. spätere Klärung durch ein SG ist das Mindeste, was mMn an Gegenwehr erfolgen sollte.

Er sollte einen Bausparvertrag abschließen und veranlassen, dass die Lohnnachzahlung auf das Bausparkonto eingezahlt wird; im Zweifelsfall kann das immer noch liquidiert werden. (An ein Bausparguthaben kommt man erst einmal nicht so leicht heran.)

Sorry, aber das ist Blödsinn. Zufluss bleibt Zufluss, egal wie das Konto sich schimpft.

xxxxxxxx

Wie schafft man es eigentlich zu arbeiten, und trotzdem nur den Regelsatz zur Verfügung zu haben?
Der weggeixte Absatz fiel der Zensur zum Opfer. Die dort gegebenen Ratschläge können umgesetzt ganz schön nach hinten losgehen.
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gerda52 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2011, 07:04   #19
Reiner Zufall
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Ich hätte dann von dem Lohn gar nichts angegeben u. ihn auf ein schufafreies Konto überweisen lassen.

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Wie gesagt, das soll keine Aufforderung zum Rechtsbruch an andere sein, sondern stellt nur das dar, was ich gemacht hätte.



Einen wundervollen Pfingstmontag.

Gruß...

RZ

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Alt 13.06.2011, 08:56   #20
warpcorebreach
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wenn ich einmal meinen lohn nicht bekomme würde ich so lange keinen handschlag mehr machen bis die kohle da ist.
warpcorebreach ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2011, 09:28   #21
gerda52
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Zitat von Reiner Zufall Beitrag anzeigen
Ich hätte dann von dem Lohn gar nichts angegeben u. ihn auf ein schufafreies Konto überweisen lassen.

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Wie gesagt, das soll keine Aufforderung zum Rechtsbruch an andere sein, sondern stellt nur das dar, was ich gemacht hätte.



Einen wundervollen Pfingstmontag.

Gruß...

RZ

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Auch Du übersiehst bei Deinem dollen Tipp, dass der AG einer gewissen Meldepflicht unterliegt. Über den Datenaustausch mit den Sozialversicherungsträgern fliegt die Schieberei dann eben zeitversetzt auf. Dann sind schnell die eigentlich sicher geglaubten 20% auch noch futsch.

Wenn ihr für Euch selbst solche Praktiken in Erwägung zieht, ist das Eure Sache. Als adäquate Hilfe kann man die Tipps mal nicht bezeichnen, im Forum selbst sind sie inakzeptabel.

Der Bekannte von juergen1958 hat es schlicht verpennt, seinem AG rechtzeitig auf die Füße zu treten. Punkt!

Dir auch einen schönen Feiertag wünsche
__

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gerda52 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2011, 09:36   #22
juergen1958
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juergen1958
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Hallo,
danke für eure Antworten. Dann sieht es wohl nicht so gut aus. Vielleicht noch eine Idee: Weiss jemand, ob man auf Zahlung des Gesamtbetrages klagen muss oder geht es auch, dass man drauf klagt, dass der Beklagte z.B. 12 Monate á 100 Euro zahlt?
Viele Grüsse
Jürgen
juergen1958 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2011, 09:37   #23
Reiner Zufall
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Standard AW: Zahlung des Arbeitslohnes von vielen Monaten auf einmal - Gilt das Zuflussprinzip

Bei einem Minijob werden die (Mini-)Pauschalbeträge abgeführt und............... was gibt es da noch für großartigen Datenabgleich?

Warum müssen HE sich ständig damit herumbalgen, irgendwelche Unterlagen/Nachweise beizuschaffen, wenn doch der Datenabgleich zu 100% stattfindet u. niemand diesem Perfektionismus entgehen kann?
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Alt 13.06.2011, 09:43   #24
Purzelina
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Purzelina EnagagiertPurzelina EnagagiertPurzelina EnagagiertPurzelina EnagagiertPurzelina EnagagiertPurzelina EnagagiertPurzelina EnagagiertPurzelina EnagagiertPurzelina EnagagiertPurzelina EnagagiertPurzelina Enagagiert
Standard AW: Zahlung des Arbeitslohnes von vielen Monaten auf einmal - Gilt das Zuflussprinzip

Zitat:
Bei einem Minijob werden die (Mini-)Pauschalbeträge abgeführt und............... was gibt es da noch für großartigen Datenabgleich?
Jede angemeldete Beschäftigung eines ALG2-Kunden wird dem JC mittels Datenabgleich gemeldet.

Danach gleicht der SB ab, ist die Beschäftigung bekannt?

Ja, dann erledigt.

Nein, dann weitere Prüfungen einleiten.
Purzelina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2011, 09:49   #25
Reiner Zufall
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Zitat von Purzelina Beitrag anzeigen
Jede angemeldete Beschäftigung eines ALG2-Kunden wird dem JC mittels Datenabgleich gemeldet.

Danach gleicht der SB ab, ist die Beschäftigung bekannt?

Ja, dann erledigt.

Nein, dann weitere Prüfungen einleiten.
Wenn SB in jedem Fall immer umgehend informiert ist, auch noch von amtlicher Stelle, warum dann noch Einkommensnachweise, Lohnabrechnungen, Kontoauszüge u. weiß der Geier, was die manchmal noch alles wollen?

Trauen die vielleicht anderen Behörden (mit "Zuträgerfunktion") nicht über den Weg?
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