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Start > > -> ALGII Erstantrag u. Auszug aus Elternhaus (Alter>25)

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 25.03.2011, 08:51   #1
Max123->Emailproblem
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Max123
Standard ALGII Erstantrag u. Auszug aus Elternhaus (Alter>25)

Hallo, da ich ab dem 01.04. exmatrikuliert bin (Studienabbruch) möchte/muss ich einen ALGII Erst Antrag stellen.

Meine derzeitige Situation ist wie folgt:

Ich hab ein Zimmer im Haus meiner Eltern in ländlicher Gegend (mit wenig Erfolgsaussichten auf Beschäftigung, kaum öffentliche Verkehrsmittel etc.) und denke das die einzig vernünftige Sache ein Auszug/Umzug mit Haushaltsneugründung in einer Lage mit besserer Infrastruktur ist.

Wie gehe ich da jetzt am besten vor?

Umzugsziel sind näher gelegene Städte Wolfsburg oder Braunschweig.
Soll ich mit meinem jetzigen Wohnsitz einen ALGII antrag Stellen und im nachhinein versuchen umzuziehen?
Kann ich ALGII/Auszug/Haushaltsneugründung irgendwie in einem "Komplettpaket" abwickeln?
Muss ich zur ARGE/Jobcenter meines derzeitigen Wohnbereichs oder wo ich hinziehen will?
Wo gibt es gute Anlaufstellen für ALGII taugliche 1 personen Wohnungen in Niedersachsen (bzw. für betreffende Städte Braunschweig/Wolfsburg)?
Max123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2011, 10:13   #2
esbe->Emailproblem
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esbe esbe esbe
Standard AW: ALGII Erstantrag u. Auszug aus Elternhaus (Alter>25)

Und wie wäre es, sich erstmal vom Wohnort aus ganz intensiv zu bewerben und wenn du eine Stelle in BS/WOB sicher hast, DANN umzuziehen?

Ansonsten erstmal bei der jetzt zuständigen Arge/Jobcenter beantragen, wenn du jetzt Geld brauchst, dann eine Wohnung suchen und zustimmen lassen, damit die Kosten auch vom neuen Jobcenter getragen werden und parallel in BS/WOB Erstantrag stellen.

§ 22(3)SGB II: Wohnungsbeschaffungskosten und Umzugskosten können bei vorheriger Zusicherung durch den bis zum Umzug örtlich zuständigen kommunalen Träger übernommen werden; eine Mietkaution kann bei vorheriger Zusicherung durch den am Ort der neuen Unterkunft zuständigen kommunalen Träger übernommen werden. Die Zusicherung soll erteilt werden, wenn der Umzug durch den kommunalen Träger veranlasst oder aus anderen Gründen notwendig ist und wenn ohne die Zusicherung eine Unterkunft in einem angemessenen Zeitraum nicht gefunden werden kann. Eine Mietkaution soll als Darlehen erbracht werden.
__

Ich will mich aus eigener Kraft bewähren, ich will das Risiko meines Lebens selbst tragen, will für mein Schicksal verantwortlich sein. Sorge du, Staat, dafür, dass ich dazu in der Lage bin.
Ludwig Erhard, Bundeskanzler 1963-1966
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Alt 25.03.2011, 11:07   #3
Max123->Emailproblem
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Max123
Standard AW: ALGII Erstantrag u. Auszug aus Elternhaus (Alter>25)

Zitat von esbe Beitrag anzeigen
Und wie wäre es, sich erstmal vom Wohnort aus ganz intensiv zu bewerben und wenn du eine Stelle in BS/WOB sicher hast, DANN umzuziehen?
Das klingt zwar in der Theorie schlüssig, aber als Studienabbrecher kurzfristig eine Aussicht auf sichere Anstellung zu finden halte ich für wenig realistisch.
Ich kann hier nicht mehr ewig wohnen bleiben, da ich meinen Eltern die finanzielle Zusatzbelastung nicht weiter aufbürden kann.
Wenn ich mir nicht glücklicherweise ab und an mal ein Fahrzeug borgen könnte sässe ich hier aufgrund keines eigenen PKWs und keiner Öffentlicher Verkehrsmittel fest.


Zitat:
Ansonsten erstmal bei der jetzt zuständigen Arge/Jobcenter beantragen, wenn du jetzt Geld brauchst, dann eine Wohnung suchen und zustimmen lassen, damit die Kosten auch vom neuen Jobcenter getragen werden und parallel in BS/WOB Erstantrag stellen.
Wie soll ich denn in meinem Antrag meine jetzige Wohnsituation beschreiben? Das wäre ja dann im Prinzip eine Hausgemeinschaft mit derzeitigen Unterkunfts- und Nebenkosten von 0€.
Ich habe Angst das die Arge dann sagt: "Ja dann bleiben sie doch dort erstmal wohnen und bekommen die Grundsicherung" was mich weder beruflich noch bzgl. Finanzentlastung meiner Eltern weiterbringt.
Die einzige Möglichkeit die ich da noch sehe ist mir von der Grundsicherung ein Fahrzeug zu unterhalten um erstmal wieder Mobilität zu erlangen hinterliesse aber weiterhin das Problem das ich meine Eltern finanziell belaste (Nebenkosten etc.).
Max123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2011, 12:03   #4
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esbe esbe esbe
Standard AW: ALGII Erstantrag u. Auszug aus Elternhaus (Alter>25)

Aber wenn die bessere berufliche Aussicht das Umzugsargument sein soll, dann sollte in der Richtung auch etwas passieren - Bewerbungen etc.
Oder meinst du, die Chancen sind immens größer, wenn du da erstmal wohnst? Oder willst du wg einer Bildungsmaßnahme dorthinziehen, dort weiter studieren?
__

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Alt 25.03.2011, 13:03   #5
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Max123
Standard AW: ALGII Erstantrag u. Auszug aus Elternhaus (Alter>25)

Zitat von esbe Beitrag anzeigen
Aber wenn die bessere berufliche Aussicht das Umzugsargument sein soll, dann sollte in der Richtung auch etwas passieren - Bewerbungen etc.
Brauch ich diesbezüglich für die ARGE überhaupt ein Argument?
Faktisch sind meine Eltern nicht mehr unterhaltspflichtig und ich liege ihnen auf der Tasche da ich bei ihnen gemeldet bin.

Warum sollte ich nicht ausziehen?

Zitat:
Oder meinst du, die Chancen sind immens größer, wenn du da erstmal wohnst? Oder willst du wg einer Bildungsmaßnahme dorthinziehen, dort weiter studieren?
Zumindest hätte ich eher die Möglichkeit bzw. Verkehrsanbindung irgendeine Beschäftigung Aufzunehmen, im Jetztzustand hängt es sogar vom wohlwollen anderer ab ob ich persöhnlich irgendwo Vorstellig werden kann (d.h. PKW ausborgen).
Bzgl. Bildungsmaßnahme muß ich sehen inwieweit sich mir geförderte Möglichkeiten auftun, weiterstudieren jedenfalls nicht (aus finanziellen Gründen und weil ich an der Dipl./Masterarbeit scheiterte).
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Alt 25.03.2011, 16:38   #6
hans wurst
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hans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagierthans wurst Enagagiert
Standard AW: ALGII Erstantrag u. Auszug aus Elternhaus (Alter>25)

Hallo

Du bildest mit deinen Eltern erst einmal eine WG, eine HG bildest du nur, wenn dies die Arge/Jobcenter nachweisen kann. Als Kosten der Unterkunft und Heizung kannst du deinen Kopfanteil geltend machen oder deine Eltern schließen mit dir einen Mietvertrag ab.

Und dann kannst du mit 25 Jahren, ohne Begründung ausziehen.

Zitat:
Bundessozialgericht B 14 AS 6/08 R

Leben Hilfsbedürftige in Haushaltsgemeinschaft mit Verwandten oder Verschwägerten zusammen, so wird nach § 9 Abs. 5 SGB II vermutet, dass sie von ihnen Leistungen erhalten, soweit dies nach deren Einkommen und Vermögen erwartet werden kann. 

§ 9 Abs. 5 SGB II enthält die widerlegbare Vermutung, dass der Hilfsbedürftige von seinen Verwandten oder Verschwägerten unterstützt wird (Löns in: Ders. / Herold-Tews, SGB II, 2. A. 2009, § 9 Rn. 31). Bevor die Vermutungsregelung eingreift, muss zunächst eine Haushaltsgemeinschaft im Sinne des § 9 Abs. 5 SGB II zu bejahen sein. Das BSG führt in seiner Entscheidung zutreffend aus, dass das Vorliegen einer Haushaltsgemeinschaft von Amts wegen festzustellen ist.

Dafür, dass eine Haushaltsgemeinschaft bestehe, sei hingegen die Beklagte (Arge) beweispflichtig.

Ein gemeinsames Wirtschaften ("Wirtschaften aus einem Topf") geht über ein gemeinsames Zusammenleben hinaus. Die gemeinsame Nutzung von Bad, Küche und Gemeinschaftsräumen reicht hierfür nicht aus. Unterstützungen zur Behebung einer Notlage, die z.B. durch die Zahlungsunwilligkeit des Grundsicherungsträgers (ARGE) verursacht wird, begründeten noch nicht die Annahme des Wirtschaftens aus einem Topf.

Weitere Kriterien, die unter Berücksichtigung der Gesamtumstände gegen die Annahme einer Wirtschaftsgemeinschaft sprechen können, sind: die getrennte Kontoführung der Bewohner, der getrennte Einkauf von Lebensmitteln und sonstigen Artikeln des täglichen Bedarfs und auf jeweils eigene Rechnung, getrenntes Waschen der Wäsche, jeweils ein eigenes Zimmer der Bewohner innerhalb der Wohnung. Auch der Umstand, dass gelegentlich das Essen gemeinsam gekocht und eingenommen wird, genügt nicht für die Annahme einer Wirtschaftsgemeinschaft.
Zitat:
BSG 18.06.2008 -B 14/11b AS 61/06 R
Sie (Unterkunftskosten) ist vielmehr, sofern nicht besondere vertragliche Abreden bestehen, durch die Aufteilung der tatsächlichen Wohnkosten, ggf nach Kopfzahl, berücksichtigt.
Zitat:
Ob ein Umzug erforderlich ist, bestimmt sich danach, ob für ihn ein plausibler, nachvollziehbarer und verständlicher Grund vorliegt, von dem sich auch ein Nichthilfeempfänger leiten lassen würde
(SG Lüneburg 19.8.2005 - S 24 AS 472/05 ER; OVG HB 24.11.2008 - S2 B 558/08; LSG Hamburg, Az.: L 5 B 18/08 PKH AS (S 31 AS 152/07); LSG BE-BB L 32 AS 612/09 B ER; Berlit in LPK-SGB II, 3. Auflage 2009, § 22 Rn. 84; vgl. ebenso Hessisches LSG, Beschluss vom 19. März 2009 - L 7 AS 53/09 B ER - Rdnr. 19 unter Bezugnahme auf die Beispiele in der amtlichen Begründung der Neuregelung des § 22 Abs. 1 Satz 2 SGB II = BT Drs. 16/1410 Seite 23 zu Nr. 21). Dies ist in Fallkonstellationen der Fall (s.a. Frank in GK-SGB II § 22 Rn 58), in denen der Umzug durch den Wunsch nach einer eigenen Wohnung veranlasst ist, von dem sich auch ein Nichthilfeempfänger leiten lassen würde (z.B. Umzug aus einem Studentenwohnheim in eine eigene Wohnung [LSG BE-BB 30.11.2007 - 32 B 1912/07 AS ER - ZFSH/SGB 2008, 93] oder Erreichen des 25. Lebensjahres, mit dem ohne besondere zusätzliche Gründe der Wunsch anzuerkennen ist, aus dem Elternhaus auszuziehen [LSG MV 22.7.2008 - L 10 B 203/08]).
hans wurst ist offline   Mit Zitat antworten
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algii, alter>25, auszug, elternhaus, erstantrag

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