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Start > > -> Bafög - Überschreiten der Förderungshöchstdauer - Arge

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 05.02.2011, 19:19   #1
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P.Stu
Standard Bafög - Überschreiten der Förderungshöchstdauer - Arge

Hallo zusammen,

ich fange gleich mal an, folgender Sachverhalt: Bin Student, Partnerin und Sohn beziehen zur Zeit ALG2.

Konnte dieses Semester meine Abschlussarbeit nicht schreiben, der Antrag auf Weiterförderung wurde jedoch abgelehnt. Werde jetzt nächstes Semester die Arbeit schreiben.

Meine Frage ist jetzt etwas kompliziert ...

Bisher wurde mein Einkommen wie folgt berücksichtigt:

597 Bafög
-119,4 20 % Ausbildungsanteil
240 Gehalt
-100 Grundfreibetrag
-28 20 Prozent von 140
589,6
dagegen der Regelsatz + KDU gerechnet.

Nur wie es jetzt weitergeht bin ich mir nicht sicher, da ich verschiedene Forenbeiträge nicht nachvollziehen kann:

Fällt BaföG jetzt "einfach" weg? Also könnte ich in meinem Nebenjob mehr arbeiten - also Quasi den Regelsatz "auffüllen" (Dass ich kein ALG2 als Student bekomme weiss ich, das ist auch nicht Ziel meiner Fragestellung)

Oder sagt die Arge, dass ich ja "dem Grunde nach" Förderberechtigt bin und rechnet fiktiv mit dem BaföG-Einkommen auch wenn ich das tatsächlich nicht erhalte?

Vielen Dank (:
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Alt 06.02.2011, 10:50   #2
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Myri Myri
Standard AW: Bafög - Überschreiten der Förderungshöchstdauer - Arge

Weil Du dem Grunde nach Anspruch hast bekommst Du kein ALG II, angerechnet darf aber nur tatsächlich zufließendes Einkommen werden.

bye Myri
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Alt 06.02.2011, 18:13   #3
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P.Stu
Standard AW: Bafög - Überschreiten der Förderungshöchstdauer - Arge

Hallo Myri,

nicht ganz, das ist leider das Problem:

Ich bekomme vom BaföG-Amt nur 307 EUR - da von meinen Eltern 290 EUR Einkommen angerechnet wird - meine Eltern zahlen mir aber keinen Unterhalt

Bei der Arge wird trotzdem der volle BAföG-Satz als zu berücksichtiges Einkommen zugerechnet, da meine Eltern ja zum Unterhalt verpflichtet sind. (Verständlich und darüber beklage ich mich auch nicht)

Aber meine "Angst" ist eben, dass wenn ich die Förderungshöchstdauer überschreite die Arge trotzdem sagt, ich hätte dem Grunde nach Anspruch auf BAföG, also trotzdem die 597 EUR als fiktives Einkommen ranziehen und darauf verweisen, dass das ja meine Eltern zahlen könnten oder sonstiges.

Weil ansonsten hätte ich eben gesagt, dass ich auf 400 EUR Basis arbeite und den Rest über ein vollverzinsliches Darlehen aufstocke.

Frage am Rande: Gilt ein vollverzinsliches Darlehen als Einkommen?
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Alt 06.02.2011, 18:17   #4
esbe->Emailproblem
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esbe esbe esbe
Standard AW: Bafög - Überschreiten der Förderungshöchstdauer - Arge

Studienkredit u.ä. sind zweckgebunden.
400 Euro-Job klingt gut.
So lange du immartikuliert bist, greift § 7 Abs 5 SGB II.
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Alt 06.02.2011, 18:31   #5
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P.Stu
Standard AW: Bafög - Überschreiten der Förderungshöchstdauer - Arge

Ah, das klingt schonmal gut :)

Vielen Dank!

Wenn ich schon dabei bin kann ich noch ein bisschen fragen ... :)

Ich bin Ü25, also selbst Krankenversichert - werden diese Kosten (und zum Beispiel Semesterbeiträge) bei dem anzurechnenden Einkommen in irgend einer Weise berücksichtigt? Weil habe mal ein nettes Kommentar einer SB bekommen á la "Das Studium ist ihre Privatsache!"
P.Stu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2011, 18:39   #6
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Myri Myri
Standard AW: Bafög - Überschreiten der Förderungshöchstdauer - Arge

Ein Darlehen ist kein Einkommen, Deinem Vermögen fließt nichts zu.

Nicht gezahlter Unterhalt kann auch nicht als Einkommen angerechnet werden. Sofern Dein Einkommen der BG angerechnet wurde, würde ich Überprüfungsantrag stellen.

Du hast alle Absetzbeiträge auf Einkommen wie jeder andere auch, also auch die Krankenversicherung. Kosten des Studiums sind mit den 20 % abgegolten, da kannst Du keine tatsächlich abweichenden Beträge geltend machen.

bye Myri
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Alt 06.02.2011, 18:44   #7
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P.Stu
Standard AW: Bafög - Überschreiten der Förderungshöchstdauer - Arge

Ich hatte ein längeres Gespräch mit einer SB und war auch in einem anderen Forum mit der Fragestellung in der mir gesagt worden ist, dass ich einen Anspruch gegenüber meinen Eltern habe und wenn ich diesen nicht durchsetze bin ich selbst schuld ...

Also würde das als Einkommen gesehen und ich solle zur Not meine Eltern vor Gericht zerren um meinen Anspruch durchzusetzen.

Bist du dir sicher mit dem nicht gezahlten Unterhalt? Und wenn ja, was genau ist ein Überprüfungsantrag? :)
P.Stu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2011, 18:45   #8
SchnuffyPurzel->Emailproblem
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SchnuffyPurzel
Standard AW: Bafög - Überschreiten der Förderungshöchstdauer - Arge

wenn Du vom Bafögamt wegen überschreiten der Höchstförderungsdauer kein Bafög mehr bekommst kannst Du mit diesem Bescheid auch zum Wohngeldamt gehen und dort Wohngeld beantragen auch wenn Deine partnerin ALG2 bezieht. Wichtig ist nur das Du keine Leistung von Alg2 beziehst. Ich hab das so gemacht nach überschreiten der Höchstförderungsdauer und mein Mann bezog zur gleichen Zeit ALg2.

Dem Grunde nach hast du dann auch keinen Anspruch mehr auf Bafög. Das schreibt das Bafögamt auch in ihren Bescheid. Deswegen muss dann ja zum Beispiel auch Wohngeld gezahlt werden.

Was man noch versuchen könnte, da Du ja wirklich kurz vor Abschluß stehst einen Härtefall geltend zu machen und für die letzten Monate des Studiums trotzdem ALG2 zu bekommen.

Musst Du denn überhaupt immatrikuliert sein für deine Abschlußarbeit? An meiner Uni kann man die auch im Urlaubssemester schreiben und sich auch nach der Anmeldung exmatrikulieren wenn man will. Sobald man im Urlaubssemester ist oder exmatrikuliert hast man auch Anrecht auf ALG2. Das Problem ist dann nur, dass die SB einen mit Jobvorschlägen und Maßnahmen dichtschmeißen kann wenn sie will.

Viel Erfolg für die Abschlußarbeit! Mir fehlt noch die mündliche und dann bin ich endllich komplett fertig
__

"Die Freiheit eines Menschen liegt nicht darin,
dass er tun kann was er will, sondern darin, dass er nicht tun muss, was er nicht will."
Jean-Jacques Rousseau.
SchnuffyPurzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2011, 18:59   #9
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Beiträge: 493
Myri Myri
Standard AW: Bafög - Überschreiten der Förderungshöchstdauer - Arge

Ein Überprüfungsantrag überprüft nach Ablauf der Widerspruchsfrist einen Bescheid auf Richtigkeit, das geht derzeit noch 4 Jahre rückwirkend.

Richtig ist, daß Du keinen Anspruch auf BAFöG für nicht von den Eltern geforderten Unterhalt hast. Allerdings ergibt sich daraus nicht, daß das Jobcenter Dir nicht gezahlten Unterhalt anrechnen kann und ich wüßte nicht wie die Dich dazu zwingen sollten Unterhalt zu fordern. Frau und Kind zwingen Dich zu verklagen die Eltern zu verklagen, neee, das geht zu weit. Im ALG II kann immer nur tatsächliches zufließendes Einkommen angerechnet werden.

bye Myri
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