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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 28.01.2011, 16:46   #1
mich_a->Emailproblem
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Registriert seit: 28.01.2011
Beiträge: 2
mich_a
Standard Unterhalt durch Eltern nach Studium

Hallo zusammen,
nach etwas Internetrecherche bin ich hier im Forum gelandet. DIE Antwort auf meine Fragen und Bedenken konnte ich leider nicht finden. und die Unsicherheit im Umgang mit den Behörden bzw. das Gefühl dem Wohlwollen anderer ausgeliefert zu sein und einseitig informiert zu werden verursacht bei mir großen Stress.

mein Fall:
Ich, Ü25, noch eine kurze Zeit Student, lebe seit letzten Sommer nicht mehr am Studienort, sondern im meinem Zimmer in der Wohnung meiner Oma und meines Onkels (kleine Rente, ALG2).
Meine Eltern leben in einem getrennten Haushalt im selben Haus.
Weil ich weder Miete noch Strom zahlen und auch nicht für Essenskosten aufkommmen muss, habe ich angegeben mit Oma und Onkel in einer Haushaltsgemeinschaft zu leben, allerdings ohne Geldleistungen zu erhalten (Strom und Essen habe ich im Antrag angegeben). Dass mir damit keine Leistungen für die Unterkunft zustehen ist mir klar, aber erwartet meine Oma noch Post von der BA?

Nach Auslaufen von Bafög, Anfang 2010, haben meine Eltern die Mietkosten am Studienort übernommen und mich monatlich finanziell unterstützt.
Nach Abgabe der Abschlussarbeit, bin ich wieder nach Hause gezogen. Schließlich wollte ich meine Eltern nicht mehr als notwendig belasten, hatte jetzt mehr Zeit und konnte die noch offenen Angelegeneheiten pendelnd (3h) erledigen.

Unterstützung erhielt ich bis jetzt weiter, wenn auch unregelmäßig. Zuletzt einige hundert Euro Anfang Januar (Verwendungszweck immer "Unterhalt..."), davor Anfang Oktober.

Heute war ich (alleine, habe hier aber niemanden) bei der BA. (Leistungsstelle, die Eingliederungsvereinbarung hatte ich schon an einem Termin davor unterschrieben)
Die Zahlungen meiner Eltern waren aus den Kontoauszügen der letzten drei Monate ersichtlich. Den Sachverhalt habe ich wie beschrieben oben geschildert und es wurde ein Aktenvermerk erstellt.
Darin steht, ich habe mitgeteilt seit Anfang 2010 unregelmäßig Zahlungen von 200-300€ von meinen Eltern erhalten zu haben, weil in der Zeit meine Förderungshöchstdauer überschritten war. Und dass für die Zukunft nach dem Studium keine weiteren Zahlungen zu erwarten sind.

Das ist ja auch richtig so. Ich habe Unterschrieben, soll es jetzt noch von meinen Eltern unterschreiben lassen und mit den kompletten Antragsunterlagen zeitnah in den Briefkasten werfen. (Die Antragsannahme heute wurde abgelehnt, weil der BAFÖG-Aufhebungsbescheid fehlte)

Jetzt habe ich Angst, dass meine Eltern weiter zahlen sollen, obwohl das weiter an ihr Erspartes geht.
Zählt ihr Wille mir nach dem Studium nichts mehr zahlen zu wollen überhaupt?
An ihren Finanzen hat sich ja nichts geändert und unregelmäßig haben sie mir ja bis zuletzt "Unterhalt" gezahlt.
Von irgendwelchen Erklärungen an das Amt halten sie nicht viel, von weiteren Zahlungen aber auch nicht. Im Antrag habe ich deshalb angegeben kein Einkommen zu haben. Soweit ich bisher informiert war, dachte ich eigentlich meine Eltern hätten nach meinem Studium mit der Sache nichts mehr zu tun, zumal ich ja faktisch bei meiner Oma wohne. Aber die Überweisungen ändern wohl den Sachverhalt.

Was soll ich denn nun am besten machen?
Mache ich mir vielleicht nur zu große Sorgen und das hat so schon alles sein Richtigkeit? Also Unterschrift holen, abgeben und gut ist?

Das ich mir die Antragsabgabe bestätigen lassen, mich nicht auf Briefkästen verlassen soll, habe ich schon gelesen. In Begleitung hingehen fällt leider aus. Komplett misstrauisch dem Sachbearbeiter gegenüber auftreten und mir alles gesagte quitieren lassen wäre mir sehr unangenehm. Hier war ich eigentlich positiv überrascht und will ja auch nur das was mir vom Gesetz her zusteht.

Sagt jemanden der Begriff "Orientierungsphase" etwas? Aus einem Gespräch im Jobcenter meines Studienortes vor einigen Wochen, steht der wohl in meinen Unterlagen. Ist damit vielleicht das hier gemeint:
http://www.elo-forum.org/alg-ii/4562...pflichtig.html

Ich habe echt Angst das Thema ALG2 total zu vermasseln und wenn es mit der Jobsuche nicht so funktioniert wie geplant, weiter meinen Eltern auf der Tasche liegen zu müssen.

Gerade dreht sich in meinem Denken alles nur noch um das Thema, dabei sollte ich eigentlich alle Kraft in Bewerbungen stecken.
Für ein paar gute/ beruhigende Ratschläge wäre ich wirklich dankbar.
mich_a ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.01.2011, 20:51   #2
Speedport
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Standard AW: Unterhalt durch Eltern nach Studium

Zitat von mich_a Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,
nach etwas Internetrecherche bin ich hier im Forum gelandet. DIE Antwort auf meine Fragen und Bedenken konnte ich leider nicht finden. und die Unsicherheit im Umgang mit den Behörden bzw. das Gefühl dem Wohlwollen anderer ausgeliefert zu sein und einseitig informiert zu werden verursacht bei mir großen Stress.

mein Fall:
Ich, Ü25, noch eine kurze Zeit Student, lebe seit letzten Sommer nicht mehr am Studienort, sondern im meinem Zimmer in der Wohnung meiner Oma und meines Onkels (kleine Rente, ALG2).
Meine Eltern leben in einem getrennten Haushalt im selben Haus.
Weil ich weder Miete noch Strom zahlen und auch nicht für Essenskosten aufkommmen muss, habe ich angegeben mit Oma und Onkel in einer Haushaltsgemeinschaft zu leben, allerdings ohne Geldleistungen zu erhalten (Strom und Essen habe ich im Antrag angegeben). Dass mir damit keine Leistungen für die Unterkunft zustehen ist mir klar, aber erwartet meine Oma noch Post von der BA?

Nach Auslaufen von Bafög, Anfang 2010, haben meine Eltern die Mietkosten am Studienort übernommen und mich monatlich finanziell unterstützt.
Nach Abgabe der Abschlussarbeit, bin ich wieder nach Hause gezogen. Schließlich wollte ich meine Eltern nicht mehr als notwendig belasten, hatte jetzt mehr Zeit und konnte die noch offenen Angelegeneheiten pendelnd (3h) erledigen.

Unterstützung erhielt ich bis jetzt weiter, wenn auch unregelmäßig. Zuletzt einige hundert Euro Anfang Januar (Verwendungszweck immer "Unterhalt..."), davor Anfang Oktober.

Heute war ich (alleine, habe hier aber niemanden) bei der BA. (Leistungsstelle, die Eingliederungsvereinbarung hatte ich schon an einem Termin davor unterschrieben)
Die Zahlungen meiner Eltern waren aus den Kontoauszügen der letzten drei Monate ersichtlich. Den Sachverhalt habe ich wie beschrieben oben geschildert und es wurde ein Aktenvermerk erstellt.
Darin steht, ich habe mitgeteilt seit Anfang 2010 unregelmäßig Zahlungen von 200-300€ von meinen Eltern erhalten zu haben, weil in der Zeit meine Förderungshöchstdauer überschritten war. Und dass für die Zukunft nach dem Studium keine weiteren Zahlungen zu erwarten sind.

Das ist ja auch richtig so. Ich habe Unterschrieben, soll es jetzt noch von meinen Eltern unterschreiben lassen und mit den kompletten Antragsunterlagen zeitnah in den Briefkasten werfen. (Die Antragsannahme heute wurde abgelehnt, weil der BAFÖG-Aufhebungsbescheid fehlte)

Jetzt habe ich Angst, dass meine Eltern weiter zahlen sollen, obwohl das weiter an ihr Erspartes geht.
Zählt ihr Wille mir nach dem Studium nichts mehr zahlen zu wollen überhaupt?
An ihren Finanzen hat sich ja nichts geändert und unregelmäßig haben sie mir ja bis zuletzt "Unterhalt" gezahlt.
Von irgendwelchen Erklärungen an das Amt halten sie nicht viel, von weiteren Zahlungen aber auch nicht. Im Antrag habe ich deshalb angegeben kein Einkommen zu haben. Soweit ich bisher informiert war, dachte ich eigentlich meine Eltern hätten nach meinem Studium mit der Sache nichts mehr zu tun, zumal ich ja faktisch bei meiner Oma wohne. Aber die Überweisungen ändern wohl den Sachverhalt.

Was soll ich denn nun am besten machen?
Mache ich mir vielleicht nur zu große Sorgen und das hat so schon alles sein Richtigkeit? Also Unterschrift holen, abgeben und gut ist?

Das ich mir die Antragsabgabe bestätigen lassen, mich nicht auf Briefkästen verlassen soll, habe ich schon gelesen. In Begleitung hingehen fällt leider aus. Komplett misstrauisch dem Sachbearbeiter gegenüber auftreten und mir alles gesagte quitieren lassen wäre mir sehr unangenehm. Hier war ich eigentlich positiv überrascht und will ja auch nur das was mir vom Gesetz her zusteht.

Sagt jemanden der Begriff "Orientierungsphase" etwas? Aus einem Gespräch im Jobcenter meines Studienortes vor einigen Wochen, steht der wohl in meinen Unterlagen. Ist damit vielleicht das hier gemeint:
http://www.elo-forum.org/alg-ii/4562...pflichtig.html

Ich habe echt Angst das Thema ALG2 total zu vermasseln und wenn es mit der Jobsuche nicht so funktioniert wie geplant, weiter meinen Eltern auf der Tasche liegen zu müssen.

Gerade dreht sich in meinem Denken alles nur noch um das Thema, dabei sollte ich eigentlich alle Kraft in Bewerbungen stecken.
Für ein paar gute/ beruhigende Ratschläge wäre ich wirklich dankbar.
Deine Eltern haben Dir ein Studium finanziert, Du bist über 25. Damit sind sie meiner Meinung nach aus dem Schneider.

Ein paar sporadischer Geschenke wegen (vor Deiner Bedürftigkeit) ergibt sich nicht automatisch eine Unterhaltsverpflichtung.

Du machst Dir zu viel Gedanken. Jetzt beginnt die Praxis.
Wenn Du nur das willst, was Dir von Gesetzes wegen zusteht, wirst Du früher oder später mit der ARGE Probleme bekommen.

Deshalb folgende Ratschläge:

1. Grundsätzlich nichts sofort und in den Räumen der ARGE unterschreiben. Solche Unterlagen nimmt man mit nach Hause und stellt sie hier anonymisiert ein. Dann wird Dir geholfen.

2. Keine mündliche Versprechungen glauben und entsprechende Vereinbarungen treffen, immer auf schriftlicher Ausfertigung bestehen.
Das gilt auch für Kontakte am Telefon. Evtl. der ARGE bekannte Telefonnummern und Mailadressen läßt Du am Besten löschen und Dir die Löschung schriftlich bestätigen.

3. Halte Dich bei Deinen Kontakten mit der ARGE, was Aussagen betrifft, immer bedeckt. Keine Aussagen (s.o.), keine langen Erklärungen, keine Verteidigungsreden usw.
Mit jeder Deiner Äußerungen gibst Du auch Informationen über Dich preis.

4. Wenn Du keinen Beistand mit zu Deinen Terminen nehmen kannst, fertige von jedem Termin ein Gedächtnisprotokoll an. Dafür notierst Du Dir alles Wesentliche während des Termins.
Das Gedächtnisprotokoll sendest Du dem SB per Einschreiben mit dem Tenor: Das wurde in diesem Termin besprochen. Dann kann er widersprechen oder nicht reagieren. Nichtreaktion ist Zustimmung. Widerspruch muß dann schriftlich geklärt werden.
__

Gruß
speedport

Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht Dich auf sein Niveau herab und schlägt Dich da mit seiner Erfahrung.

Reiche und Schweine werden nach ihrem Tod besonders geschätzt.


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Alt 29.01.2011, 23:19   #3
mich_a->Emailproblem
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Registriert seit: 28.01.2011
Beiträge: 2
mich_a
Standard AW: Unterhalt durch Eltern nach Studium

Hallo Speedport,

danke für die Antwort und Ratschläge!

Dann versuche ich mal meine Eltern davon zu überzeugen die Aussage zu unterschreiben, gebe Montag die Unterlagen ab und warte dann einfach mal ab.
mich_a ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.01.2011, 01:22   #4
gast_
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Standard AW: Unterhalt durch Eltern nach Studium

Wegen der Eingliederungsvereinbarung, die du unterschrieben hast: Scan die mal ein und stell sie im Forum Eingliederungsvereinbarungen ein, schwärze aber alles, was Name/Adresse/Tel/BG Nummer betrifft.
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