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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 01.01.2011, 16:14   #1
Perle26
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Perle26
Standard Brauche mal einen Rat

Hallo!

Ich bräuchte mal einen Rat. Und zwar geht es um Folgendes bei uns. Wir sind als Bedarfsgemeinschaft schon etwas länger im ALG2-Bezug und wurden nun zur Senkung der Unterkunftskosten aufgefordert und sollen bis Ende 2/2011 Ergebnisse vorlegen, da ansonsten die KDU zum übernächsten Bewilligungszeitrum (12/2011) gekürzt werden.

Soweit so gut, auch wurde da auf mögliche Hinterungsgründe bzw. 10% Erhöhung der KDU-Übernahme hingewiesen bzw. belehrt. Nun sind mein Mann und ich selber auch beide schwerbehindert und er ist teilweise so krank, dass ich ihn versorgen muß, da er sich zeitweise kaum bewegen kann und starke Schmerzen hat, was Nebenwirkungen von seiner derzeitigen Infusionstherapie ist, die noch Monate, möglicherweise einige Jahre fortgeführt werden soll lt. seinem Arzt.

Nun meine Frage, wären dies solche Gründe, die einen Umzug verhindern würden, also wo die meinen, dass sie dann 10% mehr übernehmen würden? Und die andere Frage... er ist nun schon seit Wochen, eigentlich seit Juni krankgeschrieben... es kommt aber keine Aufforderung der ARGE für den Amtsarzt oder sowas... Kann er selber einen Antrag auf ERwerbsminderungsrente oder sowas stellen oder gar Grundsicherung oder gibt es noch andere Möglichkeiten? Dem Arbeitsmarkt steht er so ja nicht zur Verfügung.

Ich kaue seit Wochen an diesem Problem und google und find aber nichts, was ich tun könnte, bin ja froh, dass ich selber die Stellung hier halten kann, da wir noch ein kleines kind haben von 1 Jahr, was die Sache nicht einfacher macht. Habe ja schon dran gedacht, dass wir für ihn einen Verschlimmerungsantrag wenigstens beim Versorgungsamt stellen sollten, was sich aber ggü. der Arge nicht auswirken wird.

Hat jemand einen guten Rat für mich?

LG Perle26
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Alt 01.01.2011, 16:41   #2
doggysfee78
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Beiträge: n/a
Ausrufezeichen AW: Brauche mal einen Rat

Ich habe mit solchen Themen nicht all soviel Erfahrung ,--doch Eure Idee mitdem Versorgungsamt da zusammenzuarbeiten erscheint mir in Eurer Situation am plausibelsten!!!Würde ich aufjedenfalll so machen!Doch sicherlich wissen andere User hier mehr zu diesem Thema!
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Alt 01.01.2011, 16:57   #3
Seepferdchen
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Seepferdchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Brauche mal einen Rat

Hallo Perle,
so wie du das schreibst, folgender Gedanke:
"Bei gesundheitsbedingtem Umzugshindernis besteht behördliche Verpflichtung, überhöhte Unterkunftskosten zu tragen, hierfür noch ein paar § zum nachlesen!
§ 20 SGB X - Sozialgesetzbuch Zehntes Buch - Sozialverwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz
§ 22 SGB II Leistungen für Unterkunft und Heizung
Für die EM-Rente ein paar wichtige Tips und Hinweise
http://80.237.212.1/shared/contents-...f%C3%A4lle.pdf

In bestimmten Fällen, z.B. bei Alleinerziehenden, Schwangeren, Menschen über 60 Jahren können bei bestehenden Wohnungen die Richtwerte bis zu 10% überschritten werden. Siehe hierzu auch Neuanmietung von Wohnraum
2. Wann kann eine Senkung der Wohnungskosten nicht verlangt werden?
Die Senkung der Wohnungskosten wird in der Regel nicht verlangt werden können bei
a) schwerer Krankheit oder Behinderung des/der Hilfebedürftigen,
b) einmaligen oder kurzfristigen Hilfen oder
c) Alleinerziehenden mit zwei oder mehr Kindern
Nun Perle, vieleicht hilft das einwenig und es kommen noch mehr Hinweise!
Ein gesundes neue Jahr!
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
Seepferdchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.01.2011, 17:06   #4
Seepferdchen
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Seepferdchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Brauche mal einen Rat

Nachtrag, sorry habe ich vergessen, mit den genannten Gründen Widerspruch einlegen!
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
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Alt 01.01.2011, 17:10   #5
ingo s.
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Standard AW: Brauche mal einen Rat

Zitat von Perle26 Beitrag anzeigen
Habe ja schon dran gedacht, dass wir für ihn einen Verschlimmerungsantrag wenigstens beim Versorgungsamt stellen sollten, was sich aber ggü. der Arge nicht auswirken wird.
hallo perle,

die sache mit einem verschlechterungsantrag wenigstens aktuell zu halten, ist bestimmt nicht verkehrt --- auch wenn du sagst, dass es gegenüber der arge relativ wirkungslos ist, so zeigt es doch, dass ihr darauf bedacht seid, in dieser hinsicht alle fronten zu klären...

einen verschlechterungsantrag stellt man ja nicht mal einfach eben so, da steckt schliesslich ein gewisses motiv dahinter...

mir hat es seinerzeit den vorteil eingebracht, dass seitens der arge meine unmöglichkeit, einen umzug selber durchzuführen, besser dokumentiert werden konnte - dazu noch ein passendes attest (aktuell vom hausarzt), und schon war es mir leider nicht möglich, den umzug selber durchzuführen.

eine gewisse aussagekraft hat es daher schon, wenn man versucht, eine verschlechterung des gesundheitszustandes in der weise zu etablieren, dass eine erhöhung der prozente dabei heraus kommt.

falls dies nicht möglich ist, so ist dann doch gegenüber der entsprechenden stelle wenigstens die allgemeine verschlechterung damit fest gehalten, was auch wieder sinn macht, wenn es mal darum geht, irgendwen von der schweigepflicht zu entbinden...

dann könnt ihr wenigstens sagen...: ja, ok, ihr könnt ja mal beim versorgungsamt anfragen, dann seht ihr ja, wieviel anträge bei denen auf halde liegen - umsonst werden die ja wohl nicht gestellt worden sein...


von daher...: lieber einen antrag zu viel stellen als nur einen zu wenig - schaden kann's ja nicht... und ihr dokumentiert damit, dass ihr schon dahinter seid, dass die dafür anzusetzenden prozentwerte rollen...


viele grüsse

ingo s.
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Man sollte sich im Flugzeug nach Möglichkeit stets einen Platz in den vorderen Reihen suchen...

(Im Falle eines Absturzes kommt dann immer noch mal der Getränkewagen vorbei...)
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Alt 01.01.2011, 17:22   #6
ingo s.
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Standard AW: Brauche mal einen Rat

Zitat von Perle26 Beitrag anzeigen
Nun sind mein Mann und ich selber auch beide schwerbehindert (.....)

und...: Kann er selber einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente oder sowas stellen oder gar Grundsicherung oder gibt es noch andere Möglichkeiten? Dem Arbeitsmarkt steht er so ja nicht zur Verfügung.
nochmal hallo perle,

von wieviel prozentwerten anerkannter schwerbehinderung sprechen wir denn... (bei ihm bzw. dir)?

und: einen antrag auf erwerbsminderungsrente kann er jederzeit stellen, dann kommt wenigstens auf diese weise bewegung in die sache...


hab ich seinerzeit auch so gemacht, schliesslich entscheide ich immer noch selber, wann es für was zeit ist, und wann nicht...

seitens der arge hat man bei bekanntwerden dieser tatsache ziemlich dämlich aus der wäsche geschaut und mich gefragt, was das denn solle...?

meine antwort darauf war nur, dass ich diesen schritt für notwendig erachtete... - und feierabend, ende der diskussion.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

und auch hier gilt wieder....: auch wenn's im ersten moment nicht den gewünschten erfolg bringt, so zeigt es doch, dass ihr bestrebt seid, die sache geklärt zu bekommen, das hat schliesslich auch eine gewisse wirkung...


viele grüsse

ingo s.
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Alt 01.01.2011, 17:32   #7
ingo s.
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ingo s. ingo s. ingo s. ingo s. ingo s.
Standard AW: Brauche mal einen Rat

auf ein neues,

bei mir war es so, dass ich das formular für den verschlechterungsantrag meinem hausarzt in die hände gedrückt habe, und er hat es ausgefüllt und weggeschickt...

ich sehe es so, dass er das kaum gemacht hätte, wenn er nicht auch einen entsprechenden anlass dafür gesehen hätte...

von daher könnt ihr der arge einfach erklären, dass der verschlechterungsantrag auf anraten des arztes gestellt worden wäre (hüstel, hüstel...), und schon ist ende mit der dummfragerei...



viele grüsse

ingo s.
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Alt 01.01.2011, 17:36   #8
pigbrother
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pigbrother pigbrother pigbrother pigbrother pigbrother pigbrother
Standard AW: Brauche mal einen Rat

Leute nich immer auf ANTWORT gehen ....

es gibt eine EDIT -Funktion unter Ändern
__

HARTZ 4 muss weg ! Die Regierung sowieso

Wehrt Euch und geht zu Demos

Wer nichts unternimmt unterstützt das System
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Alt 01.01.2011, 17:44   #9
esbe->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
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esbe esbe esbe
Standard AW: Brauche mal einen Rat

Zitat von Perle26 Beitrag anzeigen
Nun meine Frage, wären dies solche Gründe, die einen Umzug verhindern würden, also wo die meinen, dass sie dann 10% mehr übernehmen würden?
Meinst du, dass der Umzug selbst nicht möglich wäre oder dass ihr die jetzige Wohnung aus gesundh. Gründen weiterhin braucht. Was ich meine: ist die Wohnung zB aufgrund eurer Erkrankung besser geeignet als eine andere Wohnung (z.B. breite Türen für Rollator, großes Schlafzimmer für Spezialbett, großzügig geschnittenes Bad, ebenerdig, Fahrstuhl usw. usf. - das wären alles gute Argumente dafür, dass euch weiterhin eine "unangem." Wohnung bezahlt wird und von der Norm abgewichen werden kann.

Oder geht es um den Umzug selber - dass ihr die Kartons nicht packen, Möbel heben könnt usw usf., aber grundsätzlich einem Umzug zustimmen würdet? Dann könnte man bei bewiesener erkrankung (Atteste usw.) die Umzugskosten durch ein entspre. Unternehmen in anderer Höhe übernehmen als bei Gesunden, wo viel mehr Selbsthilfe in Form von Kartons-selber-tragen usw. vorausgesetzt werden kann.

So steht es auch im Gesetz:

§ 22 Abs 1 SGB II: Soweit die Aufwendungen für die Unterkunft den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang übersteigen, sind sie als Bedarf des allein stehenden Hilfebedürftigen oder der Bedarfsgemeinschaft so lange zu berücksichtigen, wie es dem allein stehenden Hilfebedürftigen oder der Bedarfsgemeinschaft nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken, in der Regel jedoch längstens für sechs Monate."


Zitat:
Kann er selber einen Antrag auf ERwerbsminderungsrente oder sowas stellen
Klar! Wenn er noch jahrelang - lt. Arzt - erheblich eingeschränkt sein wird, wie du schreibst. Wie schätzt sein Arzt es denn ein? Darüber würde ich mit ihm nochmal reden, weil er ja u.U. auch Unterlagen an die Rentenversicherung schicken wird und vielleicht abschätzen kann, ob die Erkrankung für eine Rente "ausreicht". Da wird seitens der RV ziemlich streng geprüft, oftmals unverständlich genug. Den Rentenantrag aber bitte bei der Arge mitteilen - ist wichtig, da diese dann einen Erstattungsanspruch an die RV stellen, damit - sofern eine rente bewilligt wird - die vorgeleisteten Gelder erstattet werden können und es zu keiner Rückzahlungsforderung euch gegenüber kommt.
esbe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.01.2011, 18:01   #10
Perle26
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Perle26
Standard AW: Brauche mal einen Rat

Zitat von ingo s. Beitrag anzeigen
nochmal hallo perle,

von wieviel prozentwerten anerkannter schwerbehinderung sprechen wir denn... (bei ihm bzw. dir)?

und: einen antrag auf erwerbsminderungsrente kann er jederzeit stellen, dann kommt wenigstens auf diese weise bewegung in die sache...


hab ich seinerzeit auch so gemacht, schliesslich entscheide ich immer noch selber, wann es für was zeit ist, und wann nicht...

seitens der arge hat man bei bekanntwerden dieser tatsache ziemlich dämlich aus der wäsche geschaut und mich gefragt, was das denn solle...?

meine antwort darauf war nur, dass ich diesen schritt für notwendig erachtete... - und feierabend, ende der diskussion.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

und auch hier gilt wieder....: auch wenn's im ersten moment nicht den gewünschten erfolg bringt, so zeigt es doch, dass ihr bestrebt seid, die sache geklärt zu bekommen, das hat schliesslich auch eine gewisse wirkung...


viele grüsse

ingo s.
Hallo Ingo,

danke dir erst einmal für deine ausführlichen Antworten und den Mut, den du mir damit machst.

Bei mir handelt es sich um schwer erkämpfte 40% (habe damals noch eine Gleichstellung beantragt gehabt, als ich gekündigt wurde) wg. MS und bei meinem Mann haben wir nach einem langwierigem Widerspruchsverfahren 50% durchbekommen wg. einer schweren Darmerkrankung, wo er zum damaligem Zeitpunkt über 1 Jahr dauerhafte Durchfälle hätte, welche jetzt zwar durch die Infusionstherapie weg sind, er aber dafür fürchterliche Nebenwirkungen hat, die soweit gehen, dass er sich halt kaum bewegen kann, teilweise nicht mit Besteck essen, da er die Hände nicht richtig bewegen kann, er selber nur schlecht laufen kann etc. Von den Schmerzen gar nicht erst zu reden, er nimmt dauerhaft Schmerzmittel und teilweise noch zusätzlich Kortison, damit es überhaupt auszuhalten ist. Manche Tage geht es ihm ganz gut für einige Stunden, dann geht das wieder los und er liegt nur noch, kann teilweise nicht schlafen, aber der Amtsarzt meinte damals, so schlimm isses ja nicht, ist ja nur Durchfall und von daher gab es auch kein Merkzeichen, obwohl wir es damit begründet hatten, dass er dadurch kaum das Haus verlassen kann, da er ständig eine Toilette in der Nähe haben muß. Nun gut, nun hat sich die Sache ja gedreht, die Durchfälle sind zwar weg, aber dafür das andere, was meiner Ansicht nach und so wie ich es tagtäglich erlebe, viel schlimmer ist und mir echt manche Tage sehr an die eigene Substanz und Psyche geht. Wie lange es mir noch gut geht mit meiner Krankheit, steht in den Sternen und die Dauerbelastung aufgrund des Gesundheitszustandes meines Mannes ist sicherlich nicht gerade förderlich.

Ich hoffe, ich konnte dich etwas aufklären, auch wenn die Zahlen nicht wirklich für sich sprechen, aber das Versorgungsamt ist da sehr streng geworden.

LG Perle
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Alt 01.01.2011, 18:36   #11
ingo s.
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Zitat von Perle26 Beitrag anzeigen
Hallo Ingo,

danke dir erst einmal für deine ausführlichen Antworten und den Mut, den du mir damit machst.

Bei mir handelt es sich um schwer erkämpfte 40% (habe damals noch eine Gleichstellung beantragt gehabt, als ich gekündigt wurde) wg. MS und bei meinem Mann haben wir nach einem langwierigem Widerspruchsverfahren 50% durchbekommen wg. einer schweren Darmerkrankung, wo er zum damaligem Zeitpunkt über 1 Jahr dauerhafte Durchfälle hätte, welche jetzt zwar durch die Infusionstherapie weg sind, er aber dafür fürchterliche Nebenwirkungen hat, die soweit gehen, dass er sich halt kaum bewegen kann, teilweise nicht mit Besteck essen, da er die Hände nicht richtig bewegen kann, er selber nur schlecht laufen kann etc. Von den Schmerzen gar nicht erst zu reden, er nimmt dauerhaft Schmerzmittel und teilweise noch zusätzlich Kortison, damit es überhaupt auszuhalten ist. Manche Tage geht es ihm ganz gut für einige Stunden, dann geht das wieder los und er liegt nur noch, kann teilweise nicht schlafen, aber der Amtsarzt meinte damals, so schlimm isses ja nicht, ist ja nur Durchfall und von daher gab es auch kein Merkzeichen, obwohl wir es damit begründet hatten, dass er dadurch kaum das Haus verlassen kann, da er ständig eine Toilette in der Nähe haben muß. Nun gut, nun hat sich die Sache ja gedreht, die Durchfälle sind zwar weg, aber dafür das andere, was meiner Ansicht nach und so wie ich es tagtäglich erlebe, viel schlimmer ist und mir echt manche Tage sehr an die eigene Substanz und Psyche geht. Wie lange es mir noch gut geht mit meiner Krankheit, steht in den Sternen und die Dauerbelastung aufgrund des Gesundheitszustandes meines Mannes ist sicherlich nicht gerade förderlich.

Ich hoffe, ich konnte dich etwas aufklären, auch wenn die Zahlen nicht wirklich für sich sprechen, aber das Versorgungsamt ist da sehr streng geworden.

LG Perle
hallo perle,

na, dann ist ja ein verschlechterungsantrag für deinen männe mehr als pflicht...


tut mir sehr leid, wenn ich das jetzt mal so hart darstellen muss, aber mit dem armen kerl ist ja wohl gar nichts mehr machbar...

es hilft alles nix --- startet die grosse reise...: von einem arzt zum anderen, überall atteste und gutachten sammeln, und dann ab damit zum versorgungsamt...

du kannst auch einer bewertung vom versorgungsamt widersprechen, wenn du der meinung bist, dass neu hinzu gekommene erkrankungen nicht ausreichend berücksichtigt wurden...

hab ich auch schon so gemacht --- meiner meinung nach war eine krankheit nicht ausreichend erfasst worden -- einspruch eingelegt, ein paar links und auszüge aus wikipedia mit reingesetzt --- schon gab's 10 % nachschlag...

manchmal ist es aber auch wirklich zum kreischen...: ich kenne das, hab selber ne chronische krankheit, die ich höchstens mit opiathaltigen medis in den griff bekomme, aber das versorgungsamt stellt sich immer noch stur, weil über diese krankheit zu wenig bekannt ist (als ob das was ändern würde)...

im nachhinein wird man also auch noch als simulant hingestellt --- bloss weil die nix wissen, kann ich es nicht haben - seltsame logik sowas...

aber grundsätzlich bist du schon auf dem richtigen weg --- lass dich bloss nicht unterkriegen von irgendeinem amtsschimmel oder sonstigen schreibtischtäter, versuchen wollen sie es alle...

...aber du lässt dich ja wohl nicht von denen auf die rolle nehmen, oder...?




viele grüsse

ingo s.
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Alt 01.01.2011, 19:01   #12
Perle26
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Perle26
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Hallo Ingo,

nein, ich selber lasse mich nicht so leicht ins Boxhorn jagen, kämpfe eigentlich immer soweit es mir möglich ist, aber ich merke schon, dass mich das jetzt oftmals sehr an meine Grenzen bringt. Psychisch bin ich oftmals nicht belastbar, gerade wenn es um wichtige Termine geht oder gar Antragstellungen, was für mich dann in dem Moment wie ein riesiger Berg ist, den ich überwinden soll und nicht kann. Es geht dann teilweise soweit, dass ich mich total hilflos fühle und mich der Kram zu erdrücken anfängt. Hatte damit schon mit meiner Neurologin gesprochen, aber sie meinte, das ist normal, ist halt anders, wenn man den ganzen Tag zu hause ist. Will mich damit aber nicht abfinden und bin persönlich der Meinung, dass es bedingt durch meine Krankheit und der momentane Zustand mit meinem Mann etc. ist und werde sehen, dass ich, sofern meine WArtezeit von 2 J. im Mai endlich um ist, wieder in Therapie gehen kann und im gleichen Zuge wie mein Mann einen Verschlimmerungsantrag stellen.

Was meinen Mann angeht, hast du recht, wir müssen es unbedingt angehen, damit wir auch mehr in den Händen haben und auch etwas Sicherheit, denn so bringt es nichts, wenn er Jobangebote auf dem Bau oder ewige Vorladungen via Jobberatung bekommt. Seine Ärztin meinte zwar beim letzten Termin, sie können ihn nicht weiter krankschreiben, da seine eigentliche Krankheit verbessert wurde durch die Infusionen, aber die Nebenwirkungen können ja auch nicht sein. Von daher müssen wir uns eh eine 2. Meinung einholen und auch noch mal mit der Hausärztin sprechen, ob sie noch Möglichkeiten sieht. Selbst wenn er die WEiterbehandlung mit den Infusionen ablehnt, sofern die Ärztin mitspielt, läuft er Gefahr, dass sich seine Darmkrankheit verschlimmert und er schlimmstenfalls den Darm herausgenommen bekommt. Aber das weiß nur ein Arzt genauer, wir sind nur Laien und können uns nur belesen, aber das ist nicht das Gleiche.

So ist das jedoch kein Dauerzustand für unsere Familie, die 3 Kinder leiden ja auch darunter. Habe vorhin mal geschaut, wir haben so eine Beraterin hier in der Nähe, die in Rentensachen berät, die werde ich mal anrufen und einen unverbindlichen Termin machen, schaden kann es ja nicht.

Was die Widersprüche beim Versorgungsamt angeht, kenn ich das sehr gut, meine 40% waren ursprünglich 20%, also ein Witz und bei meinem Mann warens 30% und jetzt wenigstens die 50% mit Hängen und Wirken, obwohl die Begutachtung bei ihm echt merkwürdig war, kurzes Gespräch, Mini-Untersuchung die nichts mit seiner Krankheit zu tun hat und das wars... Bei mir war die wenigstens im Bezug auf die Krankheit und ein sehr gutes Beratungsgepräch im Anschluß, wo die Dame meinte, wenn ich arbeite, soll ich sehen, dass ich einen ruhigen Bürojob ohne Stress bekomme, aber wo find ich den, liegt aber nun schon wieder bald 4 jahre her. Bei der Arbeitsagentur wurde schriftlich aufgrund eines Gesundheitsfragebogens entschieden, dass ich max. 6 std. arbeiten könne. Das war in 6/08. Damals ging es mir besser als heute...drum denke ich, wäre ich mit einem Verschlimmerungsantrag für mich selbst nicht auf dem falschem Wege.

LG Perle

PS: Wenn du magst, können wir uns gern privat ein wenig austauschen.
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Alt 01.01.2011, 19:19   #13
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hallo perle,

grundsätzlich kannst du alle 6 monate einen verschlechterungsantrag stellen --- macht beim versorgungsamt auch einen entsprechenden eindruck, als wenn du nur eben einmal einen antrag stellst und dann nix mehr von dir hören lässt...

die denken sich ja auch was dabei, wenn da regelmässig was reinkommt... hinterlässt eben spuren (frei nach dem motto: irgendwann haben sie's begriffen, auch wenn's dauert...).

den hausarzt entsprechend instruieren, damit der bescheid weiss, wenn das versorgungsamt nachfragt...: anfälle häufen sich, dauern länger, schmerzen werden intensiver, usw, usw, eben das gesamte krankheitsbild kontinuierlich um einige prozente 'nach oben' anheben...

sollte der arzt eines tages nicht mehr mitspielen --- wechseln --- so lange, bis ihr den gefunden habt, der in eurem sinne funktioniert...


viele grüsse

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Alt 01.01.2011, 19:23   #14
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hallo perle,

ZITAT: PS: Wenn du magst, können wir uns gern privat ein wenig austauschen.


das können wir gerne machen - allerdings sollten wir den anderen usern hier im forum auch nicht unbedingt informationen vorenthalten - vielleicht kann das ein oder andere auch für andere leute wissenswert/hilfreich sein...

aber wenn du magst --- schreib mir mal ne pn, dann können wir die addies austauschen... -- mal sehen, was dabei herauskommt...



viele grüsse

ingo s., der schon wieder weihnachtsschokolade futtert, und dazu auch noch in der nachbarwohnung die weihnachtsteller der kinder überfallen hat
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