Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum) QR-Code des ELO-Forum
Mach mit. klick mich....
Impressum Stichwortsuche Spenden Strafanzeigen Verfahrensrecht Registrieren Hilfe Interessengemeinschaften Kalender Suchen Alle Foren als gelesen markieren

Start > > -> 5000,- € Gewinn - Kein ALG II! HILFE!!!

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


Danke Danke:  0
Thema geschlossen

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 03.05.2007, 14:24   #51
Katze im Netz
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat von Robinson Beitrag anzeigen
>"Warum diskutiert ihr mit solchen Menschen wie Robin..."
Zitat nicht von mir - kann ich also nichts zu schreiben....

Zitat:
>"Setz das ein und du siehst, dann klappt es auch mal mit lesenswerten Beiträgen verfassen"
dto.


Zitat:
An wen richtet die sich eigentlich: Schwatzt wechselweise im Plural und in der Einzahl...wirres Zeug. Erst mal Rausch ausschlafen, dann schwätzen.
dto.



Zitat:
>"Ah ja - dann sollen also noch mehr reguläre Arbeitsplätze abgebaut werden"
Ist ein Zitat von mir = meine Frage....

Ist das deine Antwort?

Zitat:
Man sollte vielleicht mal veraltete Denkstrukturen revidieren und die Unterscheidung zwischen regulären und anderen (illegalen?) Arbeitsplätzen sein lassen und im Gegenzug diejenigen, die für etwas weniger Geld arbeiten, nicht mehr als arbeitslos bezeichnen - wiee es immer getan wird, was ja auch höchst unlogisch ist.
Wenn jemand 5h/Tag mit MAE tätig ist, ist er doch nicht arbeitslos und das ist auch kein unregulärer sondern ein geförderter Arbeitsplatz.
Vorab - ich habe kein Problem mit MAE, wenn sie zusätzlich sind. Zusätzlich heißt für mich - andere Arbeitnehmer werden für meinen Einsatz nicht entlassen! Das dürfte z.B. der Fall sein bei sozialen Tätigkeiten, die die bislang dort tätigen nicht noch zusätzlich ausfüllen können. Beispiel: Vorlesen im Altenheim - anderes Beispiel: im Tierheim mit Hunden spazieren gehen - noch ein Beispiel: im Jugendheim aufpassen, das sich die Jugendlichen nicht betrinken oder ähnliches.... Laubharken = wurde bislang von städtischen Beschäftigten ausgeführt.... Hausmeistertätigkeiten in Schulen = macht der Hausmeister, schafft er es nicht allein, muss regulär eine Hilfskraft eingestellt werden und zwar zum üblichen Tarif (je nach vorhandener Ausbildung/Handwerk).

Wenn bislang ein Kleinunternehmer mit seiner Putzkolonne die Schule X saubergehalten hat und nun nicht mehr angefordert wird, weil die Schulbehörde für die Säuberung Ein-Euro-Job beschäftigen, wird der Kleinunternehmer kaum in Wettbewerb treten können = sprich er entlässt einen Teil seines Personals...

Es kann nicht sein, das dieses entlassene Personal im Umkehrschluss wiederum als Ein-Euro-Job die Schule sauberhält und noch weniger darf es sein, das der Kleinunternehmer hinter mir bei der ArGe ansteht, weil selbst bedürftig...

Diese sensiblen Zusammenhänge sollten jedem logisch denkenden Menschen einfach klar sein.

Zitat:
Als Unternehmer würde ich mir natürlich lieber solche Personen holen - vorausgesetzt, sie würden auch arbeiten wollen. Die müsste ich nämlich nicht bezahlen.
Ja - aber als Unternehmer erwartest du auch, das deine Kunden deine Waren und Leistungen noch bezahlen können - das Gefüge Löhne und Gehälter steht in direktem Zusammenhang mit der sog. Kaufkraft = das ist BWL erstes Lehrjahr übrigens... du merkst, ich bin zwar Mutter - aber nicht doof - auch wenn du meinst, es bei allen Arbeitslosen mit Faulsäcken zu tun zu haben, die nicht arbeiten wollen und nur trocken Brot fressen dürfen....

Zitat:
Und das Denkmuster, dass die reguläre Arbeitsplätze vernichten, stimmt ja nicht - denn eine MAE-Tätigkeit ist auch regulär, wird schließlich sogar gefördert.

Ach ja - die Allgemeinheit stockt auf, was die Unternehmer nicht zahlen wollen = Umsatzsteigerung = Gewinnmaximierung.... theoretisch stimmt das - praktisch versüfft uns so in den nächsten 20 Jahren der sog. Binnenmarkt. Denn die Allgemeinheit muss ja steuerlich stärker belastet werden um den Unternehmern diesen "Zuschuss" (Kombilohn) zu finanzieren - ergo schwindet die Kaufkraft auch im mittleren Segment....

Zitat:
>"die für ihr Geld arbeiten dürfen und sogar davon leben können."
... ist wiederum ein Zitat von mir....

Zitat:
Was ist an denen verkehrt ?
Nichts - nur möchte ich von meiner Hände Arbeit leben können - eben ohne staatlichen "Zuschuss".

Zitat:
Natürlich kenne ich diejenigen, ich gehöre selber auch dazu - ohne Berührungsängste. Man kann sogar gut leben, wenn man arbeitet.
Weiß ich - ich habe vor der Geburt meines Sohnes auch gearbeitet.

Zitat:
Realistisch sind derzeit knapp 3 Mill. Arbeitslose, nicht 8 bis 10 Mill., noch nicht mal in der Tageszeitung mit den 4 Buchstaben wird von 10 Mill. gesprochen.
In der Statistik sind nicht enthalten:

Umschüler, Maßnahmeteilnehmer, Mini-Jobber, Ein-Euro-Job, RBM, ABM, Mütter mit U3-Kindern, U58-er, alle die keinen Anspruch haben, da solventer Partner und alle die aus welchen Gründen auch immer, nicht bei der BA gemeldet sind. Also bitte besser über die Statistik informieren und dann hupen!

Zitat:
Und wer eine Arbeit sucht, der findet auch eine - allerdings muss man auch mal für weniger als 12 €/Stunde arbeiten wollen.
Kein Problem - ich habe vor meinem Sohn für 6,30 Euro die Stunde gearbeitet... und ja - ich habe eine Ausbildung, eine Weiterbildung und einen Schulabschluss. Fakt ist aber von 6,30 Euro kann ich mich ernähren, nicht aber mein Kind.

Zitat:
Angebote werden ja auch abgelehnt, weil sich die potentiellen Arbeitnehmer irrwitzige Vorstellungen von der Entlohnung machen und dann enttäuscht sind, wenn statt 12 €/h für einen niedrigqualifizierten Job eben nur 4 €/h drin sind.
Da machst du es dir ein bisschen zu einfach - wer einen Job ablehnt - ob ALG II oder ALG I oder auch nur Meldepflichtig aufgrund Rentenanwartschaften ist, wird gesperrt, sanktioniert oder verliert die Anwartschaft auf späteren Rentenanspruch anteilig!

Zitat:
Und zu deinem letzten Argument:
Willst du ernsthaft behaupten, du könntest nicht arbeiten, weil du ein 3jähriges Kind hast ?
Jap - denn ohne Kindergartenplatz kann ich nicht arbeiten - mein Sohn ist übrigens noch keine 3 Jahre alt - allerdings wurde mir ein Kindergartenplatz abgelehnt, weil ich zunächst einen Job vorweisen können muss, um einen zu erhalten - und ja, mir ist klar ohne KiGa kein Job - kein Unternehmer stellt eine Wackelkandidatin mit nicht gesicherter Kindesunterbringung ein. Wenn du Lösungen hast, her damit - ich habe nämlich noch ALG I-Anspruch - aber auch den kann ich nur mit gesicherter Kindesunterbringung überhaupt erhalten...

Zitat:
Das sollte mal ein ALGII-Bezieher seinem Fallmanager erklären, wenn er ein Angebot von ihm bekommt - der hätte schneller eine 30%-Sperre eingebrummt bekommen, als er sich das je hätte träumen lassen.
Du machst dir die Welt wie sie dir gefällt - übersiehst allerdings die Realitäten - schlaumeiern kann ich - und ich denke die anderen hier denken ähnlich - auch allein - dafür brauche/n ich/wir dich nicht.
 
Alt 03.05.2007, 14:36   #52
Katze im Netz
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat von animas Beitrag anzeigen
Warum eigentlich nicht? Nachgeben und EV.
Dafür sind meine Schulden nun wieder zu gering... und ich denke nicht daran aufzugeben oder nachzugeben.

Zitat:
wieder zu leben?????
Holla was für ein Konsumentendenken. Wem es an Werten fehlt, der geht mit der EV sicher in den Ruin.
Ähem... du hast es vielleicht überlesen - aber ich habe Verantwortung für meinen Sohn... und es ist ja auch nicht so, das ich nicht konsumiere - nur eben anders, bewusster als vor Hartz IV

Zitat:
Kredite sind ein Grund, warum es so viele Superreiche und so viele verarmte Menschen gibt. Kredite soll man vermeiden!!!
Naja - es gab auch bei mir eine Zeit vor Hartz IV, damals war ich noch "Konsument" in dem Sinne - in dem du es verstehst.


Zitat:
Berufliche Nachteile?? Nach 1 bis 2 Jahren ohne Arbeit, hast Du Dich besser auf die neue Situation der ewigen Erwerbsarbeitslosigkeit eingerichtet, oder Du gehst kaputt. Auch wenn Münte das durch Schikanen verhindern will. Er sollte lieber für Arbeitsplätze und neue hoffnung sorgen. Arbeitslos muss man aber deshalb dennoch nicht sein. Nur die Arbeiten sind eben ohne Geldzahlung und dienen dem eigenen Selbstwert.
Eine kurze Hartz IV Zeit wird es immer weniger geben. Das ist so sicher wie die Arbeitslosigkeit immer mehr zugenommen hat und nie wirklich verschwindet, außer die Überflüsigen sterben.
Das ist mir bewusst - als Alleinerziehende, die auf die 40 zugeht, mache ich mir wenig Illusionen - nur möchte ich eben dann irgendwann als Geringverdienerin meine Restschulden getilgt haben, damit uns eben mehr zum Leben bleibt. Ich habe nicht vor eine unwirtschaftliche Inso einzureichen mit 10-Jahres-Plan... solange dauert das im Endeffekt.

Zitat:
Das Unrechtsystem unserer Wirtschaft kann nur bekämpft werden, wenn Ihr Euch von "Papier" und Ämtern nicht mehr einschüchtern laßt.
Und Finger weg von Versicherungen, Lotto und bestimmten "Kleinanzeigen"!
Jetzt redest du aber nicht mehr nur mit mir, gell?

Zitat:
Schön dumm, aber nur meine Meinung, soll keine Beleidigung sein.
Mir wurde gerade bei einem Einkommen von 50€ aus drei Monaten 9,15€ gepfändet.
Wie gesagt, eine Inso würde meine Schulden noch steigern - dann bin ich 46 und bete für die Restschuldbefreiung von im Endeffekt einem geringeren Betrag als die eigentliche Inso an zusätzlichen Kosten noch verursacht - kann ich die Kosten der Inso nicht aufbringen, bibbere ich noch weitere 3 Jahre... dass mir die Kosten erlassen werden.... wer´s mag - bitteschön.... ich für mich lasse es lieber.
 
Alt 03.05.2007, 14:50   #53
Robinson
Elo-User/in
 
Registriert seit: 30.08.2006
Beiträge: 196
Robinson
Standard

Sollen aber niedrig entlohnte Tätigkeiten auch zukünftig immer zusätzlich und gemeinnützig sein ? Dass es derzeit so vom Gesetz gefordert wird, weiß ich selber.

Aber es entspricht doch nicht der Marktwirtschaft, wenn immer vom Staat regulierend eingegriffen wird.

Ein wichtiger Schritt wäre, die MAE und Kobilohnmodelle generell zu streichen und den Prozess der Entlohnung generell den Unternehmen zu überlassen.

Bezogen auf das kleine Unternehmen, z.B. die Putzkolonne, bedeutete dass, dass er der - um dein Beispiel zu verwenden - der Schule günstigere Konditionen anbieten müsste.
Um wirtschaftlich arbeiten zu können, müsste er die Entlohnung seiner Mitarbeiter möglicherweise senken und sich dabei möglicherweise an den heutigen MAE-Jobs orientieren, die es nicht mehr gäbe.

---
>"Ja - aber als Unternehmer erwartest du auch, das deine Kunden deine Waren und Leistungen noch bezahlen können - das Gefüge Löhne und Gehälter steht in direktem Zusammenhang mit der sog. Kaufkraft = das ist BWL erstes Lehrjahr übrigens.."

Diese Logik geht aber davon aus, dass meine Angestellten auch gleichzeitig diejenigen sind, die meine Produkte/Dienstleistungen kaufen. Das erinnert mich an die Geschichte aus dem Mathematikunterricht, wo gefragt wird, wer dem Frisör die Haare schneidet...
So ist das Beispiel aus der BWL-Vorlesung (eigentlich gehört es aber in die VWL-Veranstaltung) eben nur ein vereinfachtes Modell, welches unterstellt, dass es keine Außenbeziehungen (andere Kunden) gibt.
Robinson ist offline  
Alt 03.05.2007, 14:54   #54
eAlex79->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 20.12.2006
Ort: Kleve (NRW)
Beiträge: 927
eAlex79
Standard

Der Wirkliche Denkfehler von vielen Menschen besteht doch darin dass der Markt sich selber zugunsten aller seiner Mitspieler regeln würde.

Tatsache ist aber das ein freier Markt nur ein einziges Ziel hat: Das Einkommen der Besitzer von Unternehmen auf allen Wegen zu maximieren die Denkbar sind.

Das fängt mit Lohnzurückhaltung an und hört mit Sklavenarbeit auf.

Darum muss sich der Staat unbedingt in die marktwirtschaftlichen Verhältnisse einmischen wollen wir hier normal leben.

x
x Alex.
x
__

Aegroti salus suprema lex.

Man möge sich dieses zu Herzen nehmen :)

---

Dieser Beitrag ist Copyright © 2006, 2007 eAlex79 ;) Alle Rechte vorbehalten.
eAlex79 ist offline  
Alt 03.05.2007, 14:59   #55
Hexe45
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 26.11.2006
Ort: Rhein-Neckar
Beiträge: 1.775
Hexe45 Hexe45 Hexe45 Hexe45 Hexe45 Hexe45 Hexe45
Standard

zitat von Robinson
An wen richtet die sich eigentlich: Schwatzt wechselweise im Plural und in der Einzahl...wirres Zeug. Erst mal Rausch ausschlafen, dann schwätzen.
-------------------------------------------------------------------------
an @ Robinson
Mein Gott du kleiner, armer Wicht. Dacht ichs mir doch, daß du sogar auf die primitive beleidigend wirst. Aber schön daß du dich wenigstens offensichtlich schwarz ärgerst :-))))). Sagte ja, daß traurige an dir, daß du jetzt noch denkst das du wer weiß was bist :-) So Sunnyboy und jetzt Ignore, da es absolut zwecklos ist mit Menschen zu reden. Du gehörst zu der Kategorie Menschen die weder zuhören- noch über ihren Tellerrand schauen können. Was bedauerlich ist, du entwickelst dich deshalb nicht weiter. Du hälst dich für außergewöhnlich, dabei ist daß, was du hier von dir gibst, visionsloses nachplappern, was du irgendwo aufgeschnappt hast.
Ach ja Einzahl heißt Singular, manchmal ist Halbwissen sehr lästig-gelle
Hexe45 ist offline  
Alt 03.05.2007, 15:07   #56
Katze im Netz
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat von Robinson Beitrag anzeigen
Sollen aber niedrig entlohnte Tätigkeiten auch zukünftig immer zusätzlich und gemeinnützig sein ?
Natürlich sollte das auch zukünftig so sein... mehr noch - der Ist-Zustand sollte sich auch dahin bewegen!

Zitat:
Dass es derzeit so vom Gesetz gefordert wird, weiß ich selber
Ja - gefordert wird viel - mit der Umsetzung hapert es - wie schon beschrieben - jetzt bereits. Freier Wettbewerb unterhöhlt.

Zitat:
Aber es entspricht doch nicht der Marktwirtschaft, wenn immer vom Staat regulierend eingegriffen wird.
Aha - wenn du Unternehmer wärst, würdest du günstige Ein-Euro-Job einstellen, weil die ja vom Staat bezuschusst werden - aber regulieren darf der Staat ansonsten nicht?

Zitat:
Ein wichtiger Schritt wäre, die MAE und Kobilohnmodelle generell zu streichen und den Prozess der Entlohnung generell den Unternehmen zu überlassen.
ähem... es wird den Unternehmen überlassen.... oder wie kommt es das eine ostdeutsche Friseurin 2,34 Euro pro Stunde verdient?

Be
Zitat:
zogen auf das kleine Unternehmen, z.B. die Putzkolonne, bedeutete dass, dass er der - um dein Beispiel zu verwenden - der Schule günstigere Konditionen anbieten müsste.
Um wirtschaftlich arbeiten zu können, müsste er die Entlohnung seiner Mitarbeiter möglicherweise senken und sich dabei möglicherweise an den heutigen MAE-Jobs orientieren, die es nicht mehr gäbe.
Hmmm..... gedehntes Ja - vielleicht aber muss auch der Unternehmer auf Teile seines Gewinnes verzichten - die Lasten sollten schon noch gerecht verteilt werden.... du weißt ja - Eigentum verpflichtet.

Zitat:
>"Ja - aber als Unternehmer erwartest du auch, das deine Kunden deine Waren und Leistungen noch bezahlen können - das Gefüge Löhne und Gehälter steht in direktem Zusammenhang mit der sog. Kaufkraft = das ist BWL erstes Lehrjahr übrigens.."
schrieb ich....

Zitat:
Diese Logik geht aber davon aus, dass meine Angestellten auch gleichzeitig diejenigen sind, die meine Produkte/Dienstleistungen kaufen. Das erinnert mich an die Geschichte aus dem Mathematikunterricht, wo gefragt wird, wer dem Frisör die Haare schneidet...
So ist das Beispiel aus der BWL-Vorlesung (eigentlich gehört es aber in die VWL-Veranstaltung) eben nur ein vereinfachtes Modell, welches unterstellt, dass es keine Außenbeziehungen (andere Kunden) gibt.
... hast du herausgelesen....

Natürlich gibt es noch andere "Außenbeziehungen" - aber wenn alle Unternehmen ihre Angestellten nach dem Billigheimer-Prinzip entlohnen, dann kann der Angestellte aus dem Imbisswagen sich eben nicht mehr die Haare schneiden lassen und die Friseurin mit ihrem Betrieb entlässt demzufolge eine Angestellte, weil gaaaanz viele sich die Haare nicht mehr schneiden lassen.... und die Friseurangestellte wiederum kann nicht mehr an den Imbisswagen gehen... da greift ein Rädchen in´s Nächste... und irgendwann schließt eben ein Autoersatzteilzulieferbetrieb.... weil der Imbisswageninhaber und die Friseurgeschäftsinhaberin ihre Ersatzteile über E*ay kaufen und in der Selbsthilfewerkstatt selbst einbauen.... und mit ihm geht die Infrastruktur eines ganzen Stadtteils baden - sehen wir doch zum Teil jetzt schon, geh doch mal mit offenen Augen durch deine Stadt.

... und bitte - versuche doch nicht permanent aus meinen Beiträgen etwas herauszulesen, was es da gar nicht steht...
 
Alt 03.05.2007, 15:47   #57
Robinson
Elo-User/in
 
Registriert seit: 30.08.2006
Beiträge: 196
Robinson
Standard

>Aha - wenn du Unternehmer wärst, würdest du günstige Ein-Euro-Job einstellen, weil die ja vom Staat bezuschusst werden - aber regulieren darf der Staat ansonsten nicht?

Als Unternehmer hätte ich schon was dagegen, wenn die Politiker immer neue Schwierigkeiten machen. Würde es die freie Marktwirtschaft geben, gäbe es keine Ein-Euro-Job mehr und der Unternehmer könnte die Löhne festlegen.
Das Modell ist übrigens nicht neu, es funktionierte nämlich bereits im 18./19. Jahrhundert.


>es wird den Unternehmen überlassen.... oder wie kommt es das eine ostdeutsche Friseurin 2,34 Euro pro Stunde verdient?

Wenn ich dagegenhalte, dass ich für eine Viertelstunde rumschnippeln 15€ also 60€/Stunde bezahlen muss, halte ich das für unrealistisch.
Friseusen werden außerordentlich gut bezahlt, ich kann meinen Kunden nicht 60€/h in Rechnung stellen. Beim Frisör bezahlt das jeder selbstverständlich.

Über das Beispiel habe ich übrigens schon öfter nachgedacht - warum ein Frisör so gut verdient und ein Programmierer/EDV-Techniker nur max. 25€/h verlangen kann.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Unternehmer sich die restlichen 57,66 € (abzgl. der Betriebskosten natürlich) als Mehrwert in die Tasche steckt.

@ Alex

Das ist eben Kapitalismus.

In einigen Teilen Deutschlands, wo es keine Arbeitslosigkeit gab, sind die Menschen 1989 dafür auf die Straße gegangen - und jetzt demonstrieren sie wieder, weil das eingetreten ist, wofür sie demonstriert haben.
Robinson ist offline  
Alt 03.05.2007, 15:51   #58
eAlex79->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 20.12.2006
Ort: Kleve (NRW)
Beiträge: 927
eAlex79
Standard

Das was jetzt passiert wollten die mit Sicherheit nicht haben. Man hat ihnen Gold und Flüsse aus Milch und fliegende Brathähnchen versprochen um anschliessend die gesamte Volkswirtschaft zu verkaufen, abzureissen, Inhaber durch Ichwilldasschnellegeldverdienen Monster zu ersetzen (Ausnahmen bestätigen die Regel) und die Pechhaber in Hartz IV zu drängen. Super.

x
x Alex.
x
__

Aegroti salus suprema lex.

Man möge sich dieses zu Herzen nehmen :)

---

Dieser Beitrag ist Copyright © 2006, 2007 eAlex79 ;) Alle Rechte vorbehalten.
eAlex79 ist offline  
Alt 03.05.2007, 16:16   #59
Robinson
Elo-User/in
 
Registriert seit: 30.08.2006
Beiträge: 196
Robinson
Standard

Es hat niemand das Schlaraffenland aus Grimms Märchenbuch versprochen und wers dennoch erwartet hat, dem ist nicht zu helfen.

Die blühenden Landschaften allerdings sind wahr geworden:

Unsere Industrie 2007
- das hat Kohl 1989 ja versprochen, da sind sie, die "blühenden Landschaften". Jetzt sehen wir, was er gemeint hat.

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/ca...isplay/8737754 ;-)


http://www.fotocommunity.de/pc/pc/ca...isplay/8696450
Robinson ist offline  
Alt 03.05.2007, 17:49   #60
Katze im Netz
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat von Robinson Beitrag anzeigen
Zitat von Katze im Netz
>Aha - wenn du Unternehmer wärst, würdest du günstige Ein-Euro-Job einstellen, weil die ja vom Staat bezuschusst werden - aber regulieren darf der Staat ansonsten nicht?
Als Unternehmer hätte ich schon was dagegen, wenn die Politiker immer neue Schwierigkeiten machen. Würde es die freie Marktwirtschaft geben, gäbe es keine Ein-Euro-Job mehr und der Unternehmer könnte die Löhne festlegen.
Das Modell ist übrigens nicht neu, es funktionierte nämlich bereits im 18./19. Jahrhundert.
Stimmt - da hatten die Menschen auch zuwenig zum Leben... da gab es sogar noch Kinderarbeit, weil es sonst nicht zum Überleben gereicht hätte... und du möchtest diese Zeiten gern retoure, ja?

Zitat:
>es wird den Unternehmen überlassen.... oder wie kommt es das eine ostdeutsche Friseurin 2,34 Euro pro Stunde verdient?
... schrieb ich (und meinte es auch so) = bitte die Tarife selbst eruieren...

Zitat:
Wenn ich dagegenhalte, dass ich für eine Viertelstunde rumschnippeln 15€ also 60€/Stunde bezahlen muss, halte ich das für unrealistisch.
Ja? Ladenmiete, Ausstattung, Kredite, Wareneinsatz, Strom, Ausbildungskosten, Wasser, Heizung, Steuern, Versicherungen - um nur einige Positionen zu nennen die du mit deinen 15 Euro ebenfalls mitträgst... dann kommen die Löhne, die Lohnnebenkosten, Berufsgenossenschaft, Handwerkskammerbeiträge und dann bleibt der Unternehmerlohn... also das, was die Geschäftsinhaberin sich selbst als Gehalt zubilligt...

Wenn du dir die Positionen/Betriebskosten so anschaust, wirst du feststellen, dass quasi nur an den Gehältern wirksam gespart werden kann (damit die Friseurin ihren Betrieb eben nicht ganz dichtmachen muss, weil ihr weniger bleibt, als ihren Angestellten). Ergo wird auch an den Gehältern gespart... so einfach ist das.

Zitat:
Friseusen werden außerordentlich gut bezahlt, ich kann meinen Kunden nicht 60€/h in Rechnung stellen. Beim Frisör bezahlt das jeder selbstverständlich.
Das wäre mir neu, übrigens, ich lasse meine Haare wachsen und schneide die Spitzen selbst, Friseur ist eben nicht mehr drin.

Zitat:
Über das Beispiel habe ich übrigens schon öfter nachgedacht - warum ein Frisör so gut verdient und ein Programmierer/EDV-Techniker nur max. 25€/h verlangen kann.
Du solltest Umsatz von Gewinn unterscheiden - dann unterhalten wir uns weiter....

Zitat:
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Unternehmer sich die restlichen 57,66 € (abzgl. der Betriebskosten natürlich) als Mehrwert in die Tasche steckt.
Sicherlich nicht - aber rechne doch mal aus, wieviele Menschen in einem Friseursalon jeweils welche Leistungen abnehmen müssen auf den Monat gerechnet um sowohl Betrieb mit sämtlichen Nebenkosten, das Gehalt einer oder zweier Friseurinnen abzudecken und auch noch das Überleben der Ladeninhaberin zu gewährleisten...

Vielleicht ist der Friseursalon auch ein falsch gewähltes Beispiel von mir - das ist Mittelstand und seit Mitte der 90-er ist der nachweislich auf dem absteigenden Ast...

Zitat:
@ Alex

Das ist eben Kapitalismus.

In einigen Teilen Deutschlands, wo es keine Arbeitslosigkeit gab, sind die Menschen 1989 dafür auf die Straße gegangen - und jetzt demonstrieren sie wieder, weil das eingetreten ist, wofür sie demonstriert haben.
Die Menschen in der ehemaligen DDR sind nicht für den Otto-Katalog und die zeitgleich schnell verteilte DM auf die Straßen gegangen und auch nicht für die Lügen die unsere Politiker ihnen schlussendlich aufgetischt haben - sie sind für ihre Freiheit auf die Straße gegangen - kleiner, aber feiner Unterschied!
 
Thema geschlossen

Stichwortsuche
5000, gewinn, kein, alg, hilfe

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen

Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Bin Ladin hat 5000 Menschen getötet, Bush mehrere hunderttausend.“ wolliohne Archiv - News Diskussionen Tagespresse 1 25.03.2008 09:05
Fast 5000 Kindergartengruppen ausgelöscht ofra Bedarfs- / Haushalts- u. Wohngemeinschaften / Familie 4 08.03.2008 13:59
Kein Bafög + Kein KDU ...was nun?! Hilfe yayo U 25 8 14.12.2007 08:00
Gründungsdarlehen 5000 EUR - Rückzahlungsmodalitäten ? klaus1233 Existenzgründung und Selbstständigkeit 2 19.04.2007 00:32


Es ist jetzt 03:48 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.
Template-Modifikationen durch TMS
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
ELO-Forum by Erwerbslosenforum Deutschland