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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 21.11.2009, 16:09   #1
Fleur2->Emailproblem
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Fleur2
Standard Schweigepflichtentbindung ja oder nein? Helft mir bitte :( Bin sehr unsicher

Hallo an alle!





Bitte helft mir, ich bin sehr verunsichert.
Ich habe nur noch 1 Woche Zeit, muss die Unterlagen beim Amt vorlegen. Also was sollte ich jetzt am besten tun? Soll ich die Schweigepflichtentbindung unterschreiben? Wenn ja, für wen, nur für meinen Hausarzt oder auch den ganzen Rest? Also Krankenkasse usw.? Der Bearbeiter vom Amt meinte, wenn ich diese Entbindung unterschreibe, spart man sich eine weitere Untersuchung durch Gesundheitsamt. Stimmt das, oder werde ich dann trotzdem untersucht? Und: Was ist in meinem Fall eigentlich besser? Ich kann es selber nicht einschätzen. Wäre es für mich besser durch das Gesundheitsamt (ich meine den ärztlichen Dienst vom Amt) untersucht zu werden oder schlechter? Ich weiß echt nicht, was ich tun soll.

Für alle die meinen Fall noch nicht kennen, hier meine Situation:

Ich habe vor 3 Monaten zum ersten Mal in meinem Leben Hartz 4 beantragt, da ich arbeitslos bin und absolut kein Geld habe. Seit fast 2 Jahren geht es mir psychisch sehr schelcht. Dies führte unter anderem dazu, dass ich mein Studium abbrechen musste (vor etwa 2 Jahren). Obwohl ich noch nie Einkommen hatte, habe ich mich immer geweigert, Hartz 4 zu beziehen, weil ich mir immer gedacht habe, ich werde bald wieder zu Kräften kommen und es alleine schaffen für mich zu sorgen und mein Geld zu verdienen. Heute sehe ich, dass dies die falsche Entscheidung war und ich lieber schon vor 2 Jahren mich bei der Arge hätte melden sollen, mir wäre vieles (viele Schulden, noch mehr Stress durch Geldmangel) erspart geblieben. Ich hatte Ersparnisse (aber nicht viel, hat gerade eben so gereicht monatlich Miete und 100 Euro zu essen zu haben) von denen ich bis vor 7 Monaten gelebt habe. Seit 7 Monaten lebe ich nur von Schulden. Nun geht es mir seit einigen Monaten psychisch noch viel schlechter (Suizidgedanken) und ich habe mich vor 3 Monaten endlich entschlossen Hartz 4 zu beantragen, damit ich endlich wieder Geld (ich habe absolut kein Geld mehr und jede Menge Schulden) und vor allem eine Krankenversicherung habe, damit ich mich behandeln lasse. Ich bin seit einem Jahr nicht krankenversichert, weil ich es nicht bezahlen konnte. Ich dachte immer, meine Depression würde von alleine vergehen, aber ich habe mich ziemlich getäuscht, es wird nur noch schlimmer. Den Bescheid, dass ich Geld bekomme, habe ich erst vor ein paar Tagen nach MEHRMALIGEM Nachfragen endlich erhalten. Erst jetzt werde ich Geld bekommen. Ich soll jetzt auch einige Formulare ausfüllen (wer der Arzt war, der mich zuletzt behandelt hat usw.) und unterschreiben, damit mein Arzt von der Schweigepflicht entbunden wird, da das Amt ihn anschreiben wird, um nachzufragen inwieweit und wie lange ich nicht arbeitsfähig bin. Dies soll wohl dazu dienen, dass man mich erst mal aus dem Programm rausnimmt, damit ich nicht ständig Jobangebote bekomme, bis es mir besser geht. So hat mir das der SB vor einer Woche erklärt. Der SB meinte, durch die Unterschrift sparen sie sich doppelte Diagnosen und müssen kein ärztliches Gutachten stellen. Außerdem würde man mir dann erst mal keine Jobangebote schicken, damit ich erst mal Ruhe habe und mich behandeln lasse. Es wäre also sozusagen für meine Gunsten. Stimmt das alles so, was er mir gesagt hat? Soll ich unterschreiben oder lieber nicht? Muss ich etwas beachten? Eins kann ich aber mit bestem Gewissen sagen, ich kann in diesem Zustand nicht arbeiten, ich bin nur am Weinen und fühle mich ständig erschöpft. Ich möchte mich erst mal endlich tiefgründig behandeln lassen, damit ich endlich wieder meine alte Kraft und Motivation und Lebensfreude zurückgewinne.

Ich habe Angst, dass, wenn ich diese Schweigepflichtentbindung nicht unterschreibe, ich vom ärztlichen Dienst des Amts untersucht werde und da es eine psychische Sache ist, die meinen Zustand so interpretieren, wie sie es gerne hätten. Ich habe ja kein körperliches Problem (außer meine enorme Müdigkeit), was man konkret sehen kann.



Über Tipps und Informationen wäre ich sehr dankbar...


Liebe Grüße,


Fleur
Fleur2 ist offline  
Alt 23.11.2009, 14:01   #2
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Standard AW: Schweigepflichtentbindung ja oder nein? Helft mir bitte :( Bin sehr unsicher

Hallo Fleur,

zunächst: wenn Du seit einem Jahr keine Krankenversicherung mehr hast, warst Du ja auch sicher nicht beim Arzt, oder?
Wahrscheinlich schon gar nicht beim Psychiater, der am besten qualifiziert wäre die Diagnose Drepression zu stellen.

Weiter. Warum hast Du denn eine solche Angst vor einer Untersuchung? Weil man die Depression nicht sehen kann wie z. B. einen gebrochenen Arm und sie deshalb nicht diagnostiziert wird. Du glaubst der Amtsarzt sagt: Die ist gesund, das ist nur eine Simulantin?

Eher nicht, denn auch dieser Arzt hat Sorgfalts- und Fürsorgepflichten. Und das Du dpressiv bist, kann ein Arzt allein schon aus der Tatsache vermuten, dass Du es seit 2 Jahren nicht schaffst, den ALGII Antrag zu stellen und lieber Schulden aufgebaut hast. Auch Deine (relativ unbegründete) Angst vor der Untersuchung ist ein Indiz für eine recht ausgeprägte Depression, da ein wichtiges Zeichen für diese Krankheit ein eingeengtes Denken ist.

Ich an Deiner Stelle würde meinem Hausarzt von der Schweigepflicht entbinden. Diese würde ich auf die letzten 2 oder 3 Jahre (oder so) beschränken und natürlich auch auf Beschwerden, die mit Depressionen zusammenhängen können.

Für die Krankenkasse weiss ich nicht, ob das sinnvoll ist. Hier ist es eigentlich nur angeraten, wenn Du in den letzten Jahren bereits mehrfach krank geschrieben warst wegen depressiven Verstimmungen. Aber diese Infos bekommt das Amt ja alle vom Hausarzt. Auch für den Zahnarzt und andere Ärzte macht die Entbindung von der Schweigepflicht eher keinen Sinn.

Ich weiss, dass für viele hier im Forum die Amtsärzte ein rotes Tuch sind, aber auch bei denen gibt es solche und solche. Ich denke, dass bei Dir erst mal eine Behandlung im Vordergrund stehen sollte.

Was ich Dir aber noch raten muss: bitte keine ärztlichen Unterlagen bei der Hartz4 Behörde einreichen, auch nicht im verschlossenen Umschlag. Die Leute dort gehen Deine Befunde nichts an und in Deiner Akte haben sie gar nix zu suchen. Die Unterlagen gehen allein den Arzt was an. Dieser KANN nach Aktenlage entscheiden und wenn er es als notwendig betrachtet, kann es durchaus sein, dass er Dich auch sehen will.

Falls Du einen Termin zur Untersuchung erhälst, sei einfach so, wie Du sonst auch immer bist. Dass Du sehr grosse Angst hast, kann man in jeder Zeile Deines Postings spüren. Und ein erfahrener Arzt erkennt den Depressiven schon beim Hereinkommen. An der Körpersprache, an der Haltung des Kopfes, am Gang... Und erst recht beim Gepräch.

*Daumendrück* LG von KK
KK aus C ist offline  
Alt 23.11.2009, 16:09   #3
Fleur2->Emailproblem
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Fleur2
Standard AW: Schweigepflichtentbindung ja oder nein? Helft mir bitte :( Bin sehr unsicher

Vielen Dank für die Antwort. Es ist richtig, ich war seit einem Jahr nicht mehr beim Arzt, da nicht versichert. Bis vor einem Jahr war ich einige Male bei meinem Hausarzt und er weiß, dass mein depressiver Zustand schon damals vorhanden war und mir wurde auch eine psychotherapie vorgeschlagen, aber kurz danach verlor ich leider meine Versicherung aufgrund von fehlendem Geld.

Warum ich Angst habe vor dem Amtsarzt. Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht genau, was ich weiß ist, dass ich seit 2 Jahren vor so ziemlich allem Angst habe. Das Leben, die einfachsten Dinge fallen mir sehr sehr schwer. Vielleicht befürchte ich, dass der Amtsarzt auch so unfreundlich ist wie die Sachbearbeiter von der Arge. Ich kann mit Unfreundlichkeit derzeit überhaupt nicht umgehen, ich nehme alles viel zu persönlich, ohne es zu wollen.

Du meinst ich soll die Schweigepflichtentbindung für meinen Hausarzt unterschreiben, einige andere hier meinten vor einer Woche, ich solle es nicht tun. Ich weiß immer noch nicht, was ich tun soll. Würde es nicht reichen, dass mein Arzt schriftlich bestätigt, wie mein Zustand seit etwa 2 Jahren aussieht? Wenn ich so oder so vom Amtsarzt untersucht werde, also ob ich das mit der Entbindung unterschreibe oder nicht, warum soll ich dann überhaupt unterschreiben? Ach ich bin echt durcheinander..
Fleur2 ist offline  
Alt 23.11.2009, 23:25   #4
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Standard AW: Schweigepflichtentbindung ja oder nein? Helft mir bitte :( Bin sehr unsicher

Letzten Endes ist das allein Deine Entscheidung, Fleur. Ich an Deiner Stelle würde es tun aber mit den genannten Einschränkungen. Natürlich kannst Du noch ein paar andere Leute fragen, dann wirst Du selbstverständlich noch eine Menge anderer Meinungen bekommen. Hast Du ja bereits gesehen

Wichtig ist jetzt vor allem, dass Du in Behandlung kommst. Wenn diese depressive Phase jetzt offensichtlich schon Jahre dauert, solltest Du einen stationären Aufenthalt anstreben, weil dann die Behandlung allein mit Medis selten ausreicht. Und auf psychotherapeutische Behandlung wartest Du in Deutschland schon mal 1/2 Jahr, wobei die Kasse lediglich 20 Sitzungen a 45 Minuten bezahlt. Das ist bei einer schweren Depressiven Episode definitiv zu wenig.

Deine Angst vor dem Arzt kann ich verstehen, sie ist im Zusammenhang mit Deiner psychischen Störung nachvollziehbar. Aber auch hier gilt: Er / Sie macht seinen / ihren Job und egal, was Dir attestiert wird, er / sie hat keinen Vor- oder Nachteil davon. Meine Erfahrungen mit einem Arzt vom MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) als Gutachter waren durchaus positiv. Auch die Ärztin vom Arbeitsamt war verständnisvoll.
Ich glaube jedoch kaum, dass Du zur Begutachtung musst, wenn die Ausführungen Deines Hausarztes stichhaltig sind. Die Amtsärzte entscheiden, soweit mir bekannt ist, sehr gern nach Aktenlage und nach Durchnittsverläufen.

Und jetzt hör auf, immer die gleichen Gedanken im Kopf herumzudrehen und von allen Seiten zu betrachten. Wichtiger ist, dass Du einsiehst, dass eine schwere, aber gut behandelbare Krankheit von Dir Besitz ergriffen hat, die DRINGENDER BEHANDLUNG bedarf.

LG von KK
KK aus C ist offline  
Alt 28.02.2010, 14:27   #5
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