Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum) QR-Code des ELO-Forum
Mach mit. klick mich....
Impressum Stichwortsuche Spenden Strafanzeigen Verfahrensrecht Registrieren Hilfe Interessengemeinschaften Kalender Suchen Alle Foren als gelesen markieren

Start > > -> Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


Danke Danke:  0
Thema geschlossen

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 23.01.2009, 20:44   #1
Monty->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 27.05.2008
Beiträge: 10
Monty
Frage Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Habe das Forum schon durch gesucht, aber zu meiner Frage keine Antwort gefunden! Wäre schön wenn mir jemand dazu antworten kann!

Lg Monty
__

Monty
Monty ist offline  
Alt 23.01.2009, 20:54   #2
kleindieter
 
Registriert seit: 10.01.2007
Beiträge: 4.189
kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Soviel bis kein Anspruch mehr existiert und Du frei bist von ARGE & Co KG

Stundenbegrenzungen gibt es keine im SGB.
Im AZG ist die Grenze bei 48 Wochenstunden, das sind fast 209 Stunden im Monat.
Zu guten CGB-Tarifen sind das dann min. 745 € brutto. Da bleibt Anspruch aber keine Zeit zum Behördengang.
kleindieter ist offline  
Alt 23.01.2009, 20:54   #3
Tinka
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 06.11.2007
Beiträge: 1.118
Tinka Tinka Tinka
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Also, du darfst und du sollst sogar soviel wie möglich dazu arbeiten...


Bis 100€ Verdienst pro Monat hast du keine Abzüge, wenn ich mich recht erinnere.

Beim 400€ Job kannst du 160€ für dich behalten, der Rest wird "verrechnet".

Alles was drüber liegt ebenfalls...da informiert dich die Arge sicher sehr gern.


Tinka ist offline  
Alt 24.01.2009, 01:35   #4
martman->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 06.01.2009
Ort: tief unten
Beiträge: 127
martman
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

"Bis 100€ Verdienst pro Monat hast du keine Abzüge, wenn ich mich recht erinnere."

Machen das die Chefs auch mit?-dass die Leute genau für 100€ arbeiten lassen und so entlohnen? geht das?

habe ich richtig verstanden -das beim ALG2 keine Stundenbegrenzung gibt,wie z.B. bei ALG-1, 165€ MiniJob und bis 15 Sdt.Wöchentlich


__

mach mit!
martman ist offline  
Alt 24.01.2009, 06:34   #5
Rüdiger_V
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Nein, bei ALG II gibt es keine Stundenbegrenzung.

Die ersten 100 Eu/Monat sind auch frei, vom Rest werden 20 % als Freibetrag berechnet.

Wenn du aber mehr als 20 Stunden im Monat für 100 Eus arbeitest, wird dir die Arge Fragen stellen.
 
Alt 24.01.2009, 20:26   #6
RudiRatlos
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von RudiRatlos
 
Registriert seit: 19.04.2008
Ort: Flensburg
Beiträge: 1.023
RudiRatlos RudiRatlos RudiRatlos
Cool AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Zitat:
Machen das die Chefs auch mit?-dass die Leute genau für 100€ arbeiten lassen und so entlohnen? geht das?
Ja, das mache ich zur Zeit. So eine Art- Ausbildung. Ist von der Arge genehmigt.
__

Einen ratlosen Gruß
aus dem "kühlen" Norden...


Merkel & Co... alle in einen Sack stecken und mit nem Knüppel draufhauen. Man trifft immer den Richtigen.




RudiRatlos ist offline  
Alt 24.01.2009, 20:45   #7
nrwmutter2008->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 24.01.2009
Beiträge: 16
nrwmutter2008
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Verstehe solche Diskussionen ja garnicht.

Seit doch froh, wenn ihr zum Teil aus dem Argebezug wieder rauskommt.

Einmal wieder im Arbeitsleben kann man das auch erweitern.
nrwmutter2008 ist offline  
Alt 24.01.2009, 22:02   #8
RudiRatlos
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von RudiRatlos
 
Registriert seit: 19.04.2008
Ort: Flensburg
Beiträge: 1.023
RudiRatlos RudiRatlos RudiRatlos
Cool AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Zitat von nrwmutter2008 Beitrag anzeigen
Verstehe solche Diskussionen ja garnicht.

Seit doch froh, wenn ihr zum Teil aus dem Argebezug wieder rauskommt.

Einmal wieder im Arbeitsleben kann man das auch erweitern.
Muss ich das verstehen? Wer hat was falsches geschrieben?
__

Einen ratlosen Gruß
aus dem "kühlen" Norden...


Merkel & Co... alle in einen Sack stecken und mit nem Knüppel draufhauen. Man trifft immer den Richtigen.




RudiRatlos ist offline  
Alt 24.01.2009, 22:33   #9
theota
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von theota
 
Registriert seit: 06.03.2007
Ort: RH-WD, NRW
Beiträge: 1.019
theota theota theota theota
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Zitat von nrwmutter2008 Beitrag anzeigen
Verstehe solche Diskussionen ja garnicht.

Seit doch froh, wenn ihr zum Teil aus dem Argebezug wieder rauskommt.
worüber jetzt genau?

daß man von den erarbeiteten 400 € nur 160 behalten darf?

Zitat von nrwmutter2008 Beitrag anzeigen
Einmal wieder im Arbeitsleben kann man das auch erweitern.
das kann auch nur von Jemandem kommen, der das Ganze noch nicht mitgemacht hat

wie ich diese Phrase, immer wieder gern genommen von ARGEn, SB's, Fallis und Maßnahmeträgern, nicht mehr hören kann!!!
__

Liebe Grüße, theota - Rechtsberatung machen Andere; ich gebe nur meine Erfahrungen und meine Meinung zu bedenken - "...denn nur, wer noch Chaos in sich trägt, kann einen tanzenden Stern gebären..." (frei nach F.Nietzsche) - Dekadent ist, ...
... wenn man meint, in einer Welt der Globalisierung auf deutschem Boden nur deutsch sprechen zu müssen... (frei nach theota)

theota ist offline  
Alt 24.01.2009, 22:43   #10
Donauwelle
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 07.01.2008
Beiträge: 1.407
Donauwelle Donauwelle
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Zitat von nrwmutter2008 Beitrag anzeigen
Verstehe solche Diskussionen ja garnicht.

Seit doch froh, wenn ihr zum Teil aus dem Argebezug wieder rauskommt.

Einmal wieder im Arbeitsleben kann man das auch erweitern.
Einen Teil bringt einem aber mal überhaupt nichts... - das kann wohl nicht das Ziel sein. Und der Arbeitgeber, der Leute auf 400-EUR-Basis einstellt um dies später in teurere Vollzeitjobs umzuwandeln, muss noch gefunden werden...
Donauwelle ist offline  
Alt 24.01.2009, 23:27   #11
Runkel
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Zitat von Donauwelle Beitrag anzeigen
Einen Teil bringt einem aber mal überhaupt nichts... - das kann wohl nicht das Ziel sein. Und der Arbeitgeber, der Leute auf 400-EUR-Basis einstellt um dies später in teurere Vollzeitjobs umzuwandeln, muss noch gefunden werden...
Das sehe ich auch so. Das Ziel des 400-Euro-Jobs ist der 400-Euro-Job. Früher gab es diese Zuverdienstmöglichkeit, wenn man sich bspw. eine zusätzliche Urlaubsreise verdienen wollte. Heute sind es "normale" Arbeitsverhältnisse, die einfach nur die Statistik schönen.

Froh sein kann man über einen Job, der so viel Geld einbringt, wie man mindestens zum Leben benötigt und der idealerweise auch ein bisschen "Luxus" erlaubt.
 
Alt 25.01.2009, 12:26   #12
ashna
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Zitat von Rüdiger_V Beitrag anzeigen
Nein, bei ALG II gibt es keine Stundenbegrenzung.

Die ersten 100 Eu/Monat sind auch frei, vom Rest werden 20 % als Freibetrag berechnet.

Wenn du aber mehr als 20 Stunden im Monat für 100 Eus arbeitest, wird dir die Arge Fragen stellen.
Wenn ich richtig gerechnet habe fragt die Arge also nach, wenn man einen Verdienst von unter 5€ hat. Ja klar, wir sollen doch die Zeit nicht arbeitsmäßig bei einem niedrig bezahlten Job verbringen, sondern in einem Ein-Euro-Job, der uns richtig in den 1. Arbeitsmarkt integriert.
 
Alt 25.01.2009, 13:01   #13
martman->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 06.01.2009
Ort: tief unten
Beiträge: 127
martman
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Zitat von nrwmutter2008 Beitrag anzeigen
Verstehe solche Diskussionen ja garnicht.

Seit doch froh, wenn ihr zum Teil aus dem Argebezug wieder rauskommt.

Einmal wieder im Arbeitsleben kann man das auch erweitern.
wir sind hier kein ARGE-Mitarbeiterforum-sondern Erwerbslosenforum.
wir wissen was wir wollen
Arge mitarbeiter müssten auch mal von HARZ4 leben und von 400€-160 € bahalten dürfen.
__

mach mit!
martman ist offline  
Alt 25.01.2009, 13:20   #14
Regensburger
Elo-User/in
 
Registriert seit: 22.09.2007
Beiträge: 200
Regensburger
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Zitat von martman Beitrag anzeigen

Arge mitarbeiter müssten auch mal von HARZ4 leben und von 400€-160 € bahalten dürfen.
Egal was man verdient, den Lohn darf man immer behalten, den nimmt einem keiner weg, auch die Arge nicht.
Die Arge zahlt in diesem Fall halt einfach weniger, weil man weniger finanzielle Hilfe benötigt. Das ist schon ein ziemlicher Unterschied!

Regensburger
Regensburger ist offline  
Alt 25.01.2009, 15:21   #15
theota
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von theota
 
Registriert seit: 06.03.2007
Ort: RH-WD, NRW
Beiträge: 1.019
theota theota theota theota
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Zitat von Regensburger Beitrag anzeigen
Egal was man verdient, den Lohn darf man immer behalten, den nimmt einem keiner weg, auch die Arge nicht.
Die Arge zahlt in diesem Fall halt einfach weniger, weil man weniger finanzielle Hilfe benötigt. Das ist schon ein ziemlicher Unterschied!

Regensburger
du suchst dir also einen 400-€-Job, um der ARGE/derStadt/derKommune/demLand/dem Staat Kosten einsparen zu helfen?



nur brav weiter so; Acke*mann, Zum*inkel & Co. wird's freuen, daß ihre finanzielle Situation auch zukünftig gesichert ist!

weil: was die BA nicht braucht, kann die Me*kel ja dann weiter froh in diverse Rettungsschirme für die Gro*kapitalisten stopfen...

__

Liebe Grüße, theota - Rechtsberatung machen Andere; ich gebe nur meine Erfahrungen und meine Meinung zu bedenken - "...denn nur, wer noch Chaos in sich trägt, kann einen tanzenden Stern gebären..." (frei nach F.Nietzsche) - Dekadent ist, ...
... wenn man meint, in einer Welt der Globalisierung auf deutschem Boden nur deutsch sprechen zu müssen... (frei nach theota)

theota ist offline  
Alt 25.01.2009, 15:56   #16
Regensburger
Elo-User/in
 
Registriert seit: 22.09.2007
Beiträge: 200
Regensburger
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Warum soll ich mir einen 400 Eurojob suchen? Es geht hier doch nicht um mich, oder um eine sonstige einzelne Person.
Es geht um den Sinn der Sache. Niemand gibt sein Geld der Arge, das ist Unsinn. Und es arbeitet auch niemand um der Arge oder dem Staat irgendwelche Kosten zu sparen. Man arbeitet, um sich zu ernähren, um zu leben halt.
Wenn man das aus eigenen Mitteln schafft, und nicht (bzw. weniger, je nach dem) von der Arge abhängig ist, dann ist das doch eine prima Sache.
Ich hab jedenfalls ein besseres Gefühl, wenn ich mir mein Geld selbst erarbeite, und nur noch einen Teil von der Arge dazubekomme.
Ist es Dir egal, wer Dich ernährt?

Regensburger
Regensburger ist offline  
Alt 25.01.2009, 16:41   #17
Rounddancer
Elo-User/in
 
Registriert seit: 30.08.2006
Ort: Stuttgart
Beiträge: 7.152
Rounddancer EnagagiertRounddancer EnagagiertRounddancer EnagagiertRounddancer EnagagiertRounddancer EnagagiertRounddancer EnagagiertRounddancer EnagagiertRounddancer EnagagiertRounddancer EnagagiertRounddancer EnagagiertRounddancer Enagagiert
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Zitat von Regensburger Beitrag anzeigen
Egal was man verdient, den Lohn darf man immer behalten, den nimmt einem keiner weg, auch die Arge nicht.
Die Arge zahlt in diesem Fall halt einfach weniger, weil man weniger finanzielle Hilfe benötigt. Das ist schon ein ziemlicher Unterschied!

Ganz genau, man kommt damit seiner selbstverständlichen Bürgerpflicht nach, seinen Hilfebedarf aus eigener Kraft größtmöglich zu verringern.

Denn Staatsknete, zurecht auch als "Stütze" bezeichnet, ist nur, soweit und solange da, wie man seine Lebenshaltungskosten nicht/nicht mehr/ noch nicht/noch nicht wieder aus eigener Kraft bestreiten kann.
Rounddancer ist offline  
Alt 25.01.2009, 16:45   #18
theota
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von theota
 
Registriert seit: 06.03.2007
Ort: RH-WD, NRW
Beiträge: 1.019
theota theota theota theota
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Zitat von theota Beitrag anzeigen
du suchst dir also einen 400-€-Job, um der ARGE/derStadt/derKommune/demLand/dem Staat Kosten einsparen zu helfen?
Zitat von Regensburger Beitrag anzeigen
Warum soll ich mir einen 400 Eurojob suchen? Es geht hier doch nicht um mich, oder um eine sonstige einzelne Person.
ich dachte mir, daß dieser Einwand von dir kommt

also gut: ersetze das "du suchst dir also" durch "man sucht sich also"

Zitat von Regensburger Beitrag anzeigen
Es geht um den Sinn der Sache. Niemand gibt sein Geld der Arge, das ist Unsinn. Und es arbeitet auch niemand um der Arge oder dem Staat irgendwelche Kosten zu sparen. Man arbeitet, um sich zu ernähren, um zu leben halt.
das wäre schön, die Fakten sprechen aber leider eine andere Sprache, siehe die posts meiner Vorgänger

weder das Hinzuverdienen bis 100 € noch die Ausübung eines € 400 Jobs helfen dem Einzelnen, sich aus eigener Arbeit zu ernähren, sondern dienen lediglich dazu, dem Amt Geld zu sparen, man investiert also seine wertvolle Arbeitskraft in etwas, wofür man im Gegenzug nichts hat, sondern darüber hinaus auch noch wertvolle Zeit verliert, um Sinnvolleres zu tun

Zitat von Regensburger Beitrag anzeigen
Wenn man das aus eigenen Mitteln schafft, und nicht (bzw. weniger, je nach dem) von der Arge abhängig ist, dann ist das doch eine prima Sache.
Ich hab jedenfalls ein besseres Gefühl, wenn ich mir mein Geld selbst erarbeite, und nur noch einen Teil von der Arge dazubekomme.
Ist es Dir egal, wer Dich ernährt?

Regensburger
das ist hier eben leider gar nicht erst die Frage, die sich stellt!

es ging hier m.E. explizit um das Hinzuverdienen unter ALG II, das sollte dir schon genug darüber sagen, daß es eben nicht so einfach ist, einen Job zu finden, mit dem man komplett aus ALG-II-Bezug rausfällt, denn sonst gäbe es diese Fragestellung hier im Forum erst gar nicht

meine Meinung ist, daß sich die Diskutanten durchaus - ich behaupte mal aus eigener und vermutlich sogar längerfristiger Erfahrung - darüber im Klaren sind, daß ein Vollzeitjob oder eine Beschäftigung, die so gut bezahlt wird, daß aufstockendes ALG II nicht benötigt wird, so gut wie nicht vorhanden ist z.Zt.

und da das Ganze eben nicht so einfach wie von dir dargestellt ist, da man durch z.B. einen 400-€-Job allein nicht automatisch aus dem Bezug von ALG II herausfällt, ist man u.A. weiterhin der Willkür und Verfolgungsbetreuung der ARGE(n) ausgesetzt; s. auch kleindieter's Anmerkung in post 2 dieses threads:

Zitat:
Da bleibt Anspruch aber keine Zeit zum Behördengang.
dies ist ein nicht zu verachtender Aspekt, der sich dann erst in voller Gänze dir erschließt, wenn du das Ganze schon etwas länger mitmachst/mitmachen mußtest!

um mich nicht wiederholen zu müssen, möchte ich dir gerne meine Gedankengänge aus einem anderen thread nahelegen, welchen ich der Einfachheit halber mal hierhin kopiere:

http://www.elo-forum.org/alg-ii/3459...tml#post360246

mein post 15

dies sind alles Dinge, die auch bei einer Beschäftigung bis € 100 / Monat oder Aufnahme eines €-400-Jobs weiterhin Bestand haben, so daß ich mich frage, wofür ich denn dann wohl sonst arbeiten gehe, wenn nicht, um dem Staat Kosten einzusparen?

was sowieso eine Milchmädchenrechnung ist/wäre, wenn ich schon durch einen €-400-Job auf eine Betreuung für mein Kind angewiesen wäre, was wiederum, in meinen Augen unnötige, Kosten verursacht, egal, ob die nun vom Jugendamt (Steuerzahler) oder mir selbst getragen werden müßten

wobei ich noch zusätzlich betonen möchte, daß ich mein Kind nicht in die Welt gesetzt habe, um es fremdbetreuen zu lassen, nur um dem Staat ein paar Euro einzusparen (mehr sind es nach Abzug der Nachmittagsbetreuung mit Sicherheit nicht; wenn überhaupt was übrigbleibt) und mein Kind und mich unnötigem Zeitstreß (Fahrerei, bringen, abholen, noch mehr Organisation, etc.) auszusetzen

daher nochmals meine Frage:

es war bereits unter Sozialhilfe ein full-time-job (Anträge ausfüllen, Kopien für jeden Hans-Franz, Hacken ablaufen, Hilfe zur Selbshilfe zu finden), um überhaupt einigermaßen über die Runden zu kommen

seit Einführung von Hartz-IV wird dies noch erschwert, so daß man im Hamsterrad läuft; katharin hat das sehr treffend formuliert, zu finden ebenfalls in meinem post 15 des o.g. threads, s. o.g. link

offiziell natürlich nur, um uns "zur Einsicht zu bringen, uns schnellstmöglich selber wieder eine Arbeit zu suchen"

nur, daß Keiner von denen "da oben" damit gerechnet hat, daß es einfach nicht genügend Jobs für alle gibt, die händeringend suchen

schon mal darüber nachgedacht?
__

Liebe Grüße, theota - Rechtsberatung machen Andere; ich gebe nur meine Erfahrungen und meine Meinung zu bedenken - "...denn nur, wer noch Chaos in sich trägt, kann einen tanzenden Stern gebären..." (frei nach F.Nietzsche) - Dekadent ist, ...
... wenn man meint, in einer Welt der Globalisierung auf deutschem Boden nur deutsch sprechen zu müssen... (frei nach theota)

theota ist offline  
Alt 25.01.2009, 18:36   #19
Regensburger
Elo-User/in
 
Registriert seit: 22.09.2007
Beiträge: 200
Regensburger
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Theota, ich glaube, wir werden beide nicht von unserem Standpunkt abrücken. Ich halte es aber auch für möglich, das Du mich bislang mißverstanden hast. Also versuche ich es mal anders zu formulieren:


Ich glaube nicht, das irgendwer arbeiten geht, um Staat oder Arge oder sonstwas zu entlasten. Man geht unter anderem arbeiten, um von dem Geld zu leben, sich zu ernähren, ein bißchen Spaß zu haben, eben um zu leben.
Wenn nun jemand keine Arbeit hat (warum auch immer), dann hat er hierzulande zwei Möglichkeiten:

1. Er bleibt zuhause, und sucht sich keine neue Arbeit, weil er sich eine Auszeit gönnen möchte oder schlichtweg auf Dauer keine Lust hat zu arbeiten. Dagegen hab ich nichts.

2. Er sucht sich schleunigst den nächsten Job. Ob er den findet, steht auf einem anderen Blatt, aber: er sucht.

Und eben bei diesem letzten Typ wird´s interessant: Was wäre, wenn dieser nun eine Arbeit findet, deren Lohn aber noch nicht ausreicht, um ihn zu ernähren? Soll man diesem Menschen nun wirklich sagen, daß er den Job nicht antreten soll, weil er damit nur den Staat entlasten würde? Soll man ihm wirklich versuchen einzureden, das er arbeiten gehen wird, ohne einen Vorteil davon zu haben?

Ich bin ein sogenannter Aufstocker, das heißt, ich arbeite (seit kurzem wieder) in Vollzeit, und bekomme zusätzlich zu meinem Lohn noch ergänzendes Alg 2. Ich weiß nicht, ob es was mit Stolz zu tun hat, aber mich macht es froh, das ich den größeren Teil meines Lebensunterhalts selbst erarbeite. Und ich bin außerdem froh, das es dieses eränzende Alg 2 für mich gibt.
Solltest Du bis dahin meine Gedanken vielleicht noch verstehen können, ab hier mach ich´s Dir sicher schwer:

Wenn es das ergänzende Alg2 nicht geben würde, und die Arbeit mir nur dasselbe Geld bringen würde, wie vorher die Arge, dann hätte ich diese Arbeit dennoch angenommen, weil eine Arbeit schließlich noch ein paar Vorteile mehr bringt, als "nur" das Geld.

Mit dem bisher geschriebenen möchte ich hier niemandem zu nahe treten, sondern nur meine Meinung wiedergeben.
Ich finde es sehr gut, das man sich hier in diesem Forum so gut unterstützt, und das man sich hier auch ruhig mal über irgendwelche Arge-Mitarbeiter und Gesetze auskotzen kann. Aber ich für meinen Teil bin froh, das es die Arge überhaupt gibt, denn sonst hätte ich schon seit Jahren immer wieder mal hungern oder kriminell werden müssen.
Wenn ich keine Arbeit hatte, was oft genug und lange genug vorkam, war ich froh, das man in diesem Land nicht hängengelassen wird.
Da finde ich es normal, das man mit Alg2 nicht reich wird, denn das soll man auch gar nicht, dafür ist es nicht da. Alg2 ist als vorübergehende Hilfe gedacht, und nicht als Hilfe zur Erringung der ersten Million.

Bevor danach gefragt wird: Ja, ich weiß, das es nicht für jeden Arbeit gibt.

So, jetzt hab ich mir hier aber genug Feinde gemacht. ;-)

Regensburger
Regensburger ist offline  
Alt 25.01.2009, 20:08   #20
theota
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von theota
 
Registriert seit: 06.03.2007
Ort: RH-WD, NRW
Beiträge: 1.019
theota theota theota theota
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Zitat von Regensburger Beitrag anzeigen
Ich glaube nicht, das irgendwer arbeiten geht, um Staat oder Arge oder sonstwas zu entlasten. Man geht unter anderem arbeiten, um von dem Geld zu leben, sich zu ernähren, ein bißchen Spaß zu haben, eben um zu leben.
so war das mal, früher, ja, ich kann mich aus meiner berufstätigen Zeit vage erinnern

ich habe aus deinen ganzen Beiträgen entnehmen können, daß du noch nie "nur auf ALG II" angewiesen warst, daher möchte ich dir diese Illusion auch jetzt (noch) nicht nehmen, da es dir ja anscheinend (noch) besser geht und - es sei dir gegönnt

Zitat von Regensburger Beitrag anzeigen
Wenn nun jemand keine Arbeit hat (warum auch immer), dann hat er hierzulande zwei Möglichkeiten:

1. Er bleibt zuhause, und sucht sich keine neue Arbeit, weil er sich eine Auszeit gönnen möchte oder schlichtweg auf Dauer keine Lust hat zu arbeiten. Dagegen hab ich nichts.

2. Er sucht sich schleunigst den nächsten Job. Ob er den findet, steht auf einem anderen Blatt, aber: er sucht.

Und eben bei diesem letzten Typ wird´s interessant: Was wäre, wenn dieser nun eine Arbeit findet, deren Lohn aber noch nicht ausreicht, um ihn zu ernähren? Soll man diesem Menschen nun wirklich sagen, daß er den Job nicht antreten soll, weil er damit nur den Staat entlasten würde? Soll man ihm wirklich versuchen einzureden, das er arbeiten gehen wird, ohne einen Vorteil davon zu haben?
einreden soll man ihm gar nichts, ist auch nicht nötig, weil er - sobald auf "nur ALG II" abrutschend, sehr schnell erkennen wird/muß, daß in seinem zukünftigen Leben nichts mehr so sein wird wie vorher

ich kann durchaus diese Position nachvollziehen, nur sieht das, aus ALG II kommend, nun mal leider ganz anders aus als aus ALG I kommend oder als ALG-II-Aufstocker - meine Meinung

Zitat von Regensburger Beitrag anzeigen
Ich bin ein sogenannter Aufstocker, das heißt, ich arbeite (seit kurzem wieder) in Vollzeit, und bekomme zusätzlich zu meinem Lohn noch ergänzendes Alg 2. Ich weiß nicht, ob es was mit Stolz zu tun hat, aber mich macht es froh, das ich den größeren Teil meines Lebensunterhalts selbst erarbeite. Und ich bin außerdem froh, das es dieses eränzende Alg 2 für mich gibt.
Solltest Du bis dahin meine Gedanken vielleicht noch verstehen können, ab hier mach ich´s Dir sicher schwer:

Wenn es das ergänzende Alg2 nicht geben würde, und die Arbeit mir nur dasselbe Geld bringen würde, wie vorher die Arge, dann hätte ich diese Arbeit dennoch angenommen, weil eine Arbeit schließlich noch ein paar Vorteile mehr bringt, als "nur" das Geld.
auch das kann ich aus meiner Berufstätigkeit her noch nachvollziehen und dagegen habe ich auch überhaupt nichts einzuwenden, warum sollte ich auch?

Zitat von Regensburger Beitrag anzeigen
Mit dem bisher geschriebenen möchte ich hier niemandem zu nahe treten, sondern nur meine Meinung wiedergeben.
Ich finde es sehr gut, das man sich hier in diesem Forum so gut unterstützt, und das man sich hier auch ruhig mal über irgendwelche Arge-Mitarbeiter und Gesetze auskotzen kann. Aber ich für meinen Teil bin froh, das es die Arge überhaupt gibt, denn sonst hätte ich schon seit Jahren immer wieder mal hungern oder kriminell werden müssen.
Wenn ich keine Arbeit hatte, was oft genug und lange genug vorkam, war ich froh, das man in diesem Land nicht hängengelassen wird.
Da finde ich es normal, das man mit Alg2 nicht reich wird, denn das soll man auch gar nicht, dafür ist es nicht da. Alg2 ist als vorübergehende Hilfe gedacht, und nicht als Hilfe zur Erringung der ersten Million.

Bevor danach gefragt wird: Ja, ich weiß, das es nicht für jeden Arbeit gibt.

So, jetzt hab ich mir hier aber genug Feinde gemacht. ;-)

Regensburger
ich fühle mich nicht auf den Schlips getreten, nur ist es wohl anscheinend so, daß du, soweit ich das aus deinen bisherigen Beiträgen hier entnehmen kann, von der Verfolgungsbetreuung und Behördenwillkür der ARGEn bisher verschont geblieben bist - was ich dir ebenfalls gönne! - aber dir damit gleichzeitig ein realer Einblick in unseren Alltag verwehrt bleibt

es ist leider eben nicht so wie von dir beschrieben, wenn man "voll auf ALG II ist"

die Behörden tun eben nichts, um diese Situation zu verändern/zu verbessern, sondern legen Einem noch unnötig Steine in den Weg, obwohl das Leben mit ALG II schon schwer genug ist

es werden einem Beratungen und Rechte vorenthalten, und zwar nicht aus Unwissenheit seitens der Behörden, sondern aus voller Absicht

man muß sich das Schwarze unter dem Fingernagel schwer erkämpfen, ob das jetzt für "Außenstehende" glaubwürdig ist oder nicht

ich wünsche dir daher, daß dir all diese negativ Erfahrungen, die wir Betroffenen hier tagtäglich zuhauf erleben müssen, auch zukünftig erspart bleiben!
__

Liebe Grüße, theota - Rechtsberatung machen Andere; ich gebe nur meine Erfahrungen und meine Meinung zu bedenken - "...denn nur, wer noch Chaos in sich trägt, kann einen tanzenden Stern gebären..." (frei nach F.Nietzsche) - Dekadent ist, ...
... wenn man meint, in einer Welt der Globalisierung auf deutschem Boden nur deutsch sprechen zu müssen... (frei nach theota)

theota ist offline  
Alt 25.01.2009, 23:16   #21
Tinka
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 06.11.2007
Beiträge: 1.118
Tinka Tinka Tinka
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Zitat von Regensburger Beitrag anzeigen
Ich bin ein sogenannter Aufstocker, das heißt, ich arbeite (seit kurzem wieder) in Vollzeit, und bekomme zusätzlich zu meinem Lohn noch ergänzendes Alg 2. Ich weiß nicht, ob es was mit Stolz zu tun hat, aber mich macht es froh, das ich den größeren Teil meines Lebensunterhalts selbst erarbeite. Und ich bin außerdem froh, das es dieses eränzende Alg 2 für mich gibt.

Das hört sich für mich sehr nach einem Forentroll an...


Für mich z.B. wäre es völlig absurd und entwürdigend, irgendwo Vollzeit zu arbeiten und dennoch meinen zu geringen Lohn mit öffentl. Mitteln aufstocken zu lassen, um dann nach wie vor sehr wenig für meinen Einsatz zu erhalten und obendrein weiterhin dem Arge-Terror & Kontrolle ausgesetzt zu sein.



Ich könnte auch einem AG, der meine Arbeit & Energie als so gering und wertlos einstuft, dass er mich nicht angemessen bezahlt, sondern sich lieber am Sozialfond bedient um ordentlich für sich selbst abzuzocken, nicht als angemessenen Vorgesetzten betrachten bzw. ertragen und wäre nicht imstande mich Tag für Tag für so einen Typen abzurackern.



Edit: Gerade habe ich eine hübsche Statistik zu Aufstockern gefunden.
Wie man auf so einen Skandal noch stolz sein kann @Regensburger, ist mir schleierhaft...

Zitat:
Wenn der Lohn nicht reicht: Zahl der Aufstocker im Norden wächst.

Immer mehr Menschen im Norden können von ihrem Lohn nicht leben.“, so heute der DGB Nord-Vorsitzende Peter Deutschland. Er verwies darauf, dass von 2006 bis 2008 die Zahl der so genannten Aufstocker in allen drei Ländern stark angestiegen sei: in Schleswig-Holstein um 11.181 auf 45.419 (+32,7 %), in Hamburg um 7.053 auf 31.058 (+29,4%) und in Mecklenburg-Vorpommern um 9.420 auf 52.854 (+21,7%).


Deutschland: „Es gibt nicht wenige Unternehmen, die gerade deshalb Dumpinglöhne zahlen, weil es die Hartz IV-Zuzahlungen gibt und erzeugen so zusätzlichen Druck auf das gesamte Lohngefüge.

Unser Land ist mittlerweile eines der größten Niedriglohnländer in Europa geworden, was für uns ein Armutszeugnis darstellt. Das verträgt sich nicht mit der immer weiter um sich greifenden Erkenntnis, dass die Binnennachfrage gestärkt werden muss.“

Deutschland bekräftigte erneut die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn, an dieser Notwendigkeit änderten auch die jüngsten Entscheidungen zu weiteren Branchenmindestlöhnen nichts. Deutschland: „Mindestlöhne entlasten den Staat finanziell und schaffen dadurch neue Handlungsspielräume. Das ist gerade in der Rezession wichtig.“

DGB Nord - » Article
Wobei mir das Gequake um Mindest-Lohn nicht besonders gefällt, denn ich will für meine Arbeit kein "Mindestes" sondern einen guten, angemessenen Lohn & Sozialleistungen, der es mir ermöglicht gut und würdevoll von meiner Energie & Arbeit zu leben.
Nicht mehr, aber auch keineswegs weniger!
Tinka ist offline  
Alt 25.01.2009, 23:27   #22
Donauwelle
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 07.01.2008
Beiträge: 1.407
Donauwelle Donauwelle
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Zitat von Tinka Beitrag anzeigen
Für mich z.B. wäre es völlig absurd und entwürdigend, irgendwo Vollzeit zu arbeiten und dennoch meinen zu geringen Lohn mit öffentl. Mitteln aufstocken zu lassen, um dann nach wie vor sehr wenig für meinen Einsatz zu erhalten und obendrein weiterhin dem Arge-Terror & Kontrolle ausgesetzt zu sein.



Ich könnte auch einem AG, der meine Arbeit & Energie als so gering und wertlos einstuft, dass er mich nicht angemessen bezahlt, sondern sich lieber am Sozialfond bedient um ordentlich für sich selbst abzuzocken, nicht als angemessenen Vorgesetzten betrachten bzw. ertragen und wäre nicht imstande mich Tag für Tag für so einen Typen abzurackern.

Ja - egal wie - meine Arbeitskraft ist weit mehr als HartzIV wert! Ich fand es schon bei meinem Abstecher in die 1-EUR-Jobs nervig, dass man da nicht normal arbeiten konnte - ich hasse nichts mehr, als irgendwas zu arbeiten und dann blöde rumzuhocken und zu warten oder extra noch langsam zu machen - das kann ich zuhause, wenn ich Lust dazu habe - reine Zeitverschwendung.

Und ich hätte auch Probleme für jemanden zu arbeiten, der mich so wenig schätzt, dass er mir nur einen Hungerlohn zahlen würde...
Donauwelle ist offline  
Alt 26.01.2009, 07:32   #23
Regensburger
Elo-User/in
 
Registriert seit: 22.09.2007
Beiträge: 200
Regensburger
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Zitat von Tinka Beitrag anzeigen
Für mich z.B. wäre es völlig absurd und entwürdigend, irgendwo Vollzeit zu arbeiten und dennoch meinen zu geringen Lohn mit öffentl. Mitteln aufstocken zu lassen, um dann nach wie vor sehr wenig für meinen Einsatz zu erhalten und obendrein weiterhin dem Arge-Terror & Kontrolle ausgesetzt zu sein.
Was genau soll ich dann Deiner Meinung nach tun? Soll ich auf das ergänzende Alg2 verzichten, weil der Empfang dessen so "absurd und entwürdigend" ist?
Oder soll ich lieber die Arbeit aufgeben, weil sie nicht gut genug bezahlt wird, und mich zuhause hinsetzen und mcih fragen, warum ich bloß keine Arbeit finde?
Denk doch bitte erstmal darüber nach, was Du damit anrichten würdest, bevor Du Ratschläge verteilst!

Es gibt eine Menge Leute, die sich nicht nur über ihre viele Freizeit freuen wie Du, sondern sehr gern einer Arbeit nachgehen möchten. Dieses Forum ist voll davon, brauchst Dich nur umsehen.
Und dann kommst Du daher, und meckerst rum, weil ein Arbeitsplatz, den einer hat, Deiner Meinung nach nicht gut genug bezahlt wird, und vermutlich alle Arbeitgeber sowieso nur miese Abzocker sind.
Nein, meine beste, nur weil Du Dir zu fein zum arbeiten bist, muß es anderen nicht auch so gehen.

Aber wie ich gestern schon schrieb - ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn jemand keine Lust zum arbeiten hat, und lieber zuhause bleibt.
Aber ich möchte dann bitteschön von demjenigen nicht überzeugt werden das gleiche zu tun!

Theota: Dann hatte ich doch beinahe recht gehabt mit meiner Vermutung. Wir hatten uns wohl ziemlich mißverstanden, weil wir das ganze im Grunde nur aus zwei verschiedenen Blickwinkeln gesehen haben.
Du magst wirklich recht haben, das die Situation, wenn man nur Alg2 bezieht, nicht gerade rosig aussieht, gelinde ausgedrückt.
Deshalb macht mich ja der Beitrag von Tinka so sauer. Ich bin eben froh, das ich nicht mehr nur meinen Regelsatz plus KdU usw. habe, sondern um einiges mehr. Eben dadurch hab ich vor der Arge meine Ruhe, bis auf die Sache, das ich halt jeden Monat meine Verdienstbescheinigung abgeben muß. Aber das bringt mich nicht gerade um.
Mir kann die Arge nicht mehr viel. Anderen schon, das seh ich ein.

Regensburger
Regensburger ist offline  
Alt 26.01.2009, 09:53   #24
Tinka
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 06.11.2007
Beiträge: 1.118
Tinka Tinka Tinka
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Don`t feed the troll...


Aber nochmal zum Mitschreiben:

Zitat:
Immer mehr Menschen im Norden können von ihrem Lohn nicht leben.“, so heute der DGB Nord-Vorsitzende Peter Deutschland. Er verwies darauf, dass von 2006 bis 2008 die Zahl der so genannten Aufstocker in allen drei Ländern stark angestiegen sei: in Schleswig-Holstein um 11.181 auf 45.419 (+32,7 %), in Hamburg um 7.053 auf 31.058 (+29,4%) und in Mecklenburg-Vorpommern um 9.420 auf 52.854 (+21,7%).


Deutschland: „Es gibt nicht wenige Unternehmen, die gerade deshalb Dumpinglöhne zahlen, weil es die Hartz IV-Zuzahlungen gibt und erzeugen so zusätzlichen Druck auf das gesamte Lohngefüge.

Unser Land ist mittlerweile eines der größten Niedriglohnländer in Europa geworden, was für uns ein Armutszeugnis darstellt.
Tinka ist offline  
Alt 26.01.2009, 10:29   #25
Regensburger
Elo-User/in
 
Registriert seit: 22.09.2007
Beiträge: 200
Regensburger
Standard AW: Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

Zitat von Tinka Beitrag anzeigen
Don`t feed the troll...
Wen soll ich nicht füttern?

Zitat von Tinka Beitrag anzeigen
Es gibt nicht wenige Unternehmen, die gerade deshalb Dumpinglöhne zahlen, weil es die Hartz IV-Zuzahlungen gibt und erzeugen so zusätzlichen Druck auf das gesamte Lohngefüge.
Ich arbeite wieder für ein Zeitarbeitsunternehmen, genau wie früher. Im Moment bekomme ich 8 Euro pro Stunde, plus Zulagen natürlich. Früher, als es noch kein Hartz4 gab, bekam ich bei einem anderen Zeitarbeitsunternehmen 14 DM pro Stunde. Die Löhne waren bei solchen Firmen früher schon so niedrig, nicht erst seit Hartz4.
Willst Du mir sonst noch was erzählen?

Sei froh, daß es die Hartz4-Zahlungen gibt. Wovon würdest Du denn sonst leben? Wenn manch einer hier so seine Probleme mit der Arge oder deren Mitarbeitern hat, dann ist das verständlich. Manches stinkt ja auch zum Himmel. Und wenn jemand der Meinung ist, daß das Geld von der Arge ihm nicht zum leben reicht, dann versteh ich das auch noch.
Aber ich verstehe nicht, wenn jemand wie Du kommt, der einerseits nicht arbeiten will, andererseits aber sich darüber beschwert, das die Arge Gelder an Hilfsbedürftige zahlt.
Es ist für mich ok, daß Du zuhause bleiben willst. Aber warum bist Du dann gegen die Hartz4-Zahlungen? Wovon willst Du denn sonst leben?

Zitat von Tinka Beitrag anzeigen
Unser Land ist mittlerweile eines der größten Niedriglohnländer in Europa geworden, was für uns ein Armutszeugnis darstellt.
Wir sind beide keine Politiker, oder? Also erzähl das jemandem, der sich mit sowas befaßt.

Regensburger
Regensburger ist offline  
Thema geschlossen

Stichwortsuche
arbeiten, verdienen or std, wieviel

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen

Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Wieviel darf man denn nun hinzu zum Hartz 4 verdienen ? kasele Ein Euro Job / Mini Job 1 23.07.2007 20:29
EU- RENTE wieviel darf ich dazu verdienen? al2710 Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege 8 31.05.2007 17:10
Wieviel darf ich zu Hartz IV dazu verdienen? Mortanius U 25 20 18.05.2007 06:25
Wieviel darf mein Freund verdienen, damit ich Anpsruch auf ALGII hab? SarahS ALG II 6 05.04.2007 16:24
Ich glaube die Erwerbslosen sollen nicht dazu verdienen terri Allgemeine Fragen 2 29.04.2006 07:21


Es ist jetzt 22:02 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.
Template-Modifikationen durch TMS
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
ELO-Forum by Erwerbslosenforum Deutschland