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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 24.03.2006, 16:05   #1
rater->Emailproblem
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Registriert seit: 19.03.2006
Beiträge: 15
rater
Standard Mietkostenerstattung bei Eigenheim?

8)

Hallo, ich habe eine Frage: Wie ist das bei Harz IV mit den Wohnkosten,

wenn man im eigenen Haus eine Wohnung mit 2Personen und 80qm

Wohnfläche bewohnt.

Geht bei der Berechnung des ALGII anstelle der tatsächlichen Miete ein

Durchschnittsbetrag für eine ortsübliche 60qm Wohnung ein?

Oder ist es so, daß Hausbesitzer nur Energie-und Nebenkosten erstattet

erhalten?

:)
rater ist offline  
Alt 24.03.2006, 16:25   #2
Arco
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Beiträge: 4.272
Arco
Standard

Hi rater,

Es werden bei selbstgenutztem Wohneigentum (bei dir 2 Personen und 80 qm kein Problem) die gleichen Betriebs- und Nebenkosten berechnet wie bei einer Mietwohnung.

Anstatt der Kaltmiete kann man hier etwaige Hauskreditzinsen (ohne Tilgung) anrechnen.

Diese Kosten werden erstmal für ein halbes Jahr übernommen, anschließend könnte es dann etwas schwieriger werden wenn die Kosten für die Arge evtl. nicht in dessen angemessenen Rahmen fallen (angemessen z.B. bei 2 Personen = etwa bis 60 qm und dementsprechende angerechneten Kosten).

Und da gibt es noch keine einheitlichen Urteile der Gerichte wie weiter verfahren wird.
Arco ist offline  
Alt 26.03.2006, 10:53   #3
Pandur->Emailproblem
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Beiträge: 6
Pandur
Standard

Zitat von Arco
Hi rater,

Es werden bei selbstgenutztem Wohneigentum (bei dir 2 Personen und 80 qm kein Problem) die gleichen Betriebs- und Nebenkosten berechnet wie bei einer Mietwohnung.

Anstatt der Kaltmiete kann man hier etwaige Hauskreditzinsen (ohne Tilgung) anrechnen.

Diese Kosten werden erstmal für ein halbes Jahr übernommen, anschließend könnte es dann etwas schwieriger werden wenn die Kosten für die Arge evtl. nicht in dessen angemessenen Rahmen fallen (angemessen z.B. bei 2 Personen = etwa bis 60 qm und dementsprechende angerechneten Kosten).

Und da gibt es noch keine einheitlichen Urteile der Gerichte wie weiter verfahren wird.

Im Gegensatz zur Mietwohnung werden bei der Eigentumswohnung nicht alle Kosten übernommen. Alles was nicht auf den Miete umschlagbar ist wie Bauspar und noch einiges wird nicht bezahlt weil man es ja von der Miete steuerlich absetzen bzw. dadurch Gewinn machen kann. Nur dumm das man die Wohnung ja nicht vermietet und der Bausparer für den Erhalt der Wohnung ist. Bei mir war das halt so im Jahressplan so aufgeschlüsselt. In den ALG 2 Anträgen gibt es ja nicht mal eine Option für sowas. Bei mir wurden von 135 Euro nur 82 Euro übernommen. Es hat mal deswegen einer Versucht einer das vor Gericht durchzuklagen. Hat das aber nach einigen Instancen sein lassen, obwohl das sehr gut aussah. Schließlich liegt ja hier aus meiner Sicht eine Ungleichbehandlung vor.


Widerspruch beim Arbeitsamt machen und einfach abwarten. Ich warte da schon 1 1/2 Jahre deswegen. Wobei mich mal interessierne würde ob ich bei jedem neuen Antrag erneut Widerspruch deswegen einlegen muß oder ob der eine von damals immer noch reicht?

Achja Grundsteuer übernimt das Amt.
Pandur ist offline  
Alt 26.03.2006, 11:48   #4
Arco
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Beiträge: 4.272
Arco
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@ hi pandur

habe ich jemals was anderes geschrieben :pfeiff:

Grundsteuer gehört selbstverständlich zu den Mietkosten und das Gedöns mit den Bausparsachen etc. ist (leider) Privatsache.

Übrigens in Sachen Ungleichbehandlung, da müssen sich aber Eigenheimbesitzer gegenüber Alg2-Mietern nicht beschweren. Ich bin Mieter und sehe das gem. der Gesetzlage eher andersherum.

Hier ist der Mieter klar im Nachteil, zumindenst das erste Halbjahr.

(Beispiel: 1 BG als Mieter = Kostenübernahme und angemessen etwa 45 qm / Eigenheimbesitzer 1 BG bis ca. 110 bis 120 qm !!! - wo ist da die Gleichbehandlung ??)
Arco ist offline  
Alt 26.03.2006, 12:49   #5
rater->Emailproblem
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Beiträge: 15
rater
Standard Betrag analog Miete in einer vergleichbaren Wohnung

:?

Ihr habt meine Frage nicht richtig verstanden: Wenn ich kein Eigenheim

habe und würde in einer Wohnung für 2Personen zur Miete wohnen, so

bekomme ich doch die ortsübliche Miete erstattet, wenn diese für meinen

Haushalt angemessen ist. Wird mir bei der Berechnung von ALG II dieser

Betrag außer den Nebenkosten, sowie Energie-und Heizungskosten auch

mit eingerechnet? Wenn nicht, so wäre das für mich eine

Ungleichbehandlung, denn der Erhalt des Hauses, in dem ich ja keine

Miete bezahle, ist ja nicht für umsonst.

rater ist offline  
Alt 26.03.2006, 14:14   #6
Arco
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Arco
Standard Re: Betrag analog Miete in einer vergleichbaren Wohnung

Zitat von rater
:?
Ihr habt meine Frage nicht richtig verstanden: Wenn ich kein Eigenheim
habe und würde in einer Wohnung für 2Personen zur Miete wohnen, so
bekomme ich doch die ortsübliche Miete erstattet, wenn diese für meinen
Haushalt angemessen ist. Wird mir bei der Berechnung von ALG II dieser
Betrag außer den Nebenkosten, sowie Energie-und Heizungskosten auch
mit eingerechnet? Wenn nicht, so wäre das für mich eine

Ungleichbehandlung, denn der Erhalt des Hauses, in dem ich ja keine
Miete bezahle, ist ja nicht für umsonst.


Hallo und eine schönen Sonntag rater !

Ich habe deine Frage schon richtig verstanden und eigentlich auch soweit beantwortet.

Zitat:
Es werden bei selbstgenutztem Wohneigentum (bei dir 2 Personen und 80 qm kein Problem) die gleichen Betriebs- und Nebenkosten berechnet wie bei einer Mietwohnung.

Anstatt der Kaltmiete kann man hier etwaige Hauskreditzinsen (ohne Tilgung) anrechnen.

Diese Kosten werden erstmal für ein halbes Jahr übernommen, anschließend könnte es dann etwas schwieriger werden wenn die Kosten für die Arge evtl. nicht in dessen angemessenen Rahmen fallen (angemessen z.B. bei 2 Personen = etwa bis 60 qm und dementsprechende angerechneten Kosten).

Und da gibt es noch keine einheitlichen Urteile der Gerichte wie weiter verfahren wird.


Nochmal, wie bei einem Mietverhältnis kannst du die gleichen Betriebskosten, Nebenkosten und Heizkosten ansetzen die du hast und zahlst. Für das ganze Haus obwohl du ja eigentlich für 2 Personen 80 zu 60 qm = 20 qm "zuviel" hast.

Da du ja keine Kaltmiete bezahlst, setzt du dafür evtl. Hausdarlehnszinsen (ohne Tilgung) als Kosten ab.

Haste das Haus schon abbezahlt, haste schlechte Karten.

Kosten für Reparaturen, Renovierungen etc. sind eigentlich auch anrechenbar, müssen aber beantragt werden und hoffen das man die ohne Klage bekommt. Es gibt dort Urteile so oder so.

Dies alles (und noch mehr) gilt bei Antrag Alg2 in fast allen Fällen für ein halbes Jahr. Dann kann es passieren das du nur noch die Kosten für eine vergleichbare und angemessene Wohnung, also 2 Personen und bis 60 qm etc., erstattet bekommst. Wenn da so seien sollte, ist Widerspruch und Klage angesagt.

Ein Hintergrund deiner Frage, fällt mir gerade ein, könnte ja auch sein dass deine Kosten niedriger sind als die in deinem Gebiet angemessene "Pauschale" für Miete und KdU. Ob du dann schon vorher diese Kosten beanspruchen könntest, kann ich so nicht sagen, habe daran noch nicht gedacht.
Wäre bei einem Haus mit "nur" 80 qm und evtl. abbezahlt und relativ geringen Fixkosten durchaus möglich ???

Also wenn noch Fragen, her damit.......
Arco ist offline  
Alt 26.03.2006, 15:50   #7
Barney
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Ich zähle einfach mal auf, was erstattet wird:

Ein selbstbewohntes Eigenheim bis max. 130 m²
Grundstück bei Reihenhaus max. ? und Bei 1-Familienhaus max. ?
(gibt es max.-Größen, die mir aber nicht vorliegen.)

Hypothekenzinsen
Erbbauzins
Grundsteuer
Gas Heizung
Strom Heizung (Pumpe für Gasheizung nicht vergessen)
Wasser/Abwasser
Gebäudeversicherung
Müllentsorgung
Schornsteinfeger,
Wartung Gastherme bzw. Heizungsanlage
Kanalgebühren
gesetzlich vorgeschr. Rücklage für Instandhaltung*


_____________________________________

* hierfür klage ich gerade

Wenn im EH Räume/Wohnungen vermietet sind, werden die Einnahmen dem Grundbedarf gegengerechnet., bereinigt um die Kosten für die Vermietung. Interne Vorschriften der AfA erlauben da wohl max. 11 % der Einnahmen.

Ob nun einige Optionskommunen da ihr eigenes Süppchen kochen und Pauschalen, angeglichen an die ortsüblichen Mieten zahlen möchten, weiß ich nicht.

Auch von einer maximalen Zahlungsdauer ähnlich den Mietkosten ist mir nichts bekannt.

Schwierig wird es für die EH-Besitzer, die fast ihr Hypothekendarlehen abgezahlt haben und die Tilung den Betrag der Grundsicherung mittlerweile überschreitet. Ich halte das für ein Problem, dass noch nicht endgültig gelöst ist. Vermutlich wird das die nächste Auszugswelle sein, verbunden mit dem Verkauf des Eigenheimes und der Anhäufung von Schulden und Privatinsolvenz.
 
Alt 27.03.2006, 16:10   #8
Barney
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Heute war ich aufm Amt. Dort habe ich ein Formular bekommen, auf dem die anzuerkennenden Kosten für Eigenheime in unserer Arge aufgelistet werden müssen. Da dort alle anzuerkennenden KdUs noch einmal aufgelistet sind, habe ich es kurzerhand hier eingestellt.

Im Falle von Eigentümergemeinschaften kommt noch hinzu, dass diese Gemeinschaften gem. § 21 Abs. 5 Nr. 4 WEG verpflichtet sind, Instandhaltungsrücklagen zu bilden.

Die Wohnungseigentümer beschließen mit Stimmenmehrheit, in welcher Höhe eine Instandhaltungsrückstellung gebildet wird, wenn dies nicht bereits in der Gemeinschaftsordnung geregelt ist.

Diese Instandhaltungsrücklage wurde bei mir nicht anerkannt. Da sie jedoch gesetzlich vorgeschrieben und von mir die Zahlung oder Nichtzahlung nicht beeinflußt werden kann, bin ich der Meinung, sie muß wie alle anderen Kosten der Unterkunft übernommen werden. In der Grundsicherung ist sie jedenfalls auch nicht enthalten. Inzwischen habe ich hierzu Klage eingereicht. (Unter dem Stichwort Instandhaltungsrücklage findet man bei Google dazu Erläuterungen).
 
Alt 27.03.2006, 16:28   #9
Arco
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Arco
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@ hallo barney !!!!

mir ist das gestern schon bei deiner Aufstellung aufgefallen:


Zitat:
Im Falle von Eigentümergemeinschaften kommt noch hinzu, dass diese Gemeinschaften gem. § 21 Abs. 5 Nr. 4 WEG verpflichtet sind, Instandhaltungsrücklagen zu bilden.

Die Wohnungseigentümer beschließen mit Stimmenmehrheit, in welcher Höhe eine Instandhaltungsrückstellung gebildet wird, wenn dies nicht bereits in der Gemeinschaftsordnung geregelt ist.

Diese Instandhaltungsrücklage wurde bei mir nicht anerkannt. Da sie jedoch gesetzlich vorgeschrieben und von mir die Zahlung oder Nichtzahlung nicht beeinflußt werden kann, bin ich der Meinung, sie muß wie alle anderen Kosten der Unterkunft übernommen werden.
Ich gebe nur mal zu bedenken das so eine Instandhaltungsrücklage bei einem Mieter (z.B. dieser Eigentumswohnung) nicht als anrechenbare Betriebs- und Nebenkosten angerechnet werden darf !!
Ich gönne dir jede müde Mark, eh Euro, aber nur so ein Gedankengang.
Arco ist offline  
Alt 27.03.2006, 16:40   #10
Barney
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Und bitte, Arco, was hat das damit zu tun, dass ich im selbstbewohnten Eigenheim, diese Instandhaltungsrücklage in die Gemeinschaftskasse einzahlen muß?

Hier geht es um die Kosten, die der Besitzer des Eigenheimes hat.

Bitte jetzt nicht Äpfel mit Birnen aufrechnen.
 
Alt 27.03.2006, 16:47   #11
Arco
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Arco
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Zitat von Barney
Und bitte, Arco, was hat das damit zu tun, dass ich im selbstbewohnten Eigenheim, diese Instandhaltungsrücklage in die Gemeinschaftskasse einzahlen muß?

Hier geht es um die Kosten, die der Besitzer des Eigenheimes hat.

Bitte jetzt nicht Äpfel mit Birnen aufrechnen.
@ barney

habe doch nur mal so gedanklich eine Variante durchgespielt, auch wegen der Gleichbehandlung Mieter und Eigentümer.

Habe da durch meinen ehem. Beruf und Tätigkeit etwas mit dieser Thematik zu tun gehabt. Aber vielleicht gibt dir das Gericht ja Recht.
Ich wünsche dir`s :hug: :hug:

(können ja an anderer Stelle weiter diskutieren - OK)
Arco ist offline  
Alt 27.03.2006, 17:22   #12
Rote Socke->Emailproblem
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Rote Socke Rote Socke
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Ich denke ich verstehe rater.
Er meint:
Ein Vermieter setzt einen Großen Teil seiner Mieteinnamen für die Instandhaltung des Hauses ein. (sollte so sein)
Neue Fenster, Anstriche, Bepflanzung, Reparaturen an Heizung, Wasser,
Elektrik. Kosten, Reparaturen die durch Randale und durch Mietnormaden anfallen
Diese Kostem muß der Vermieter aus den Mieteinnahmen ansparen.

Das alles zahlt die Arge dem Vermieter indirekt über den Mieter.
Der kleine Eigentümer und ALGII-Bezieher geht meist leer aus.

Die Lösung wäre, wenn es ginge, er macht einen Mietvertrag mit sich selbst. :x :laber:

Solidarische Grüße
Rote Socke
__

1989 wurde der Sozialismus abgeschafft...nicht mehr und nicht weniger.
Rote Socke ist offline  
Alt 27.03.2006, 20:12   #13
Arco
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Arco
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Zitat von Rote Socke
Ich denke ich verstehe rater.
Er meint:
Ein Vermieter setzt einen Großen Teil seiner Mieteinnamen für die Instandhaltung des Hauses ein. (sollte so sein)
Neue Fenster, Anstriche, Bepflanzung, Reparaturen an Heizung, Wasser,
Elektrik. Kosten, Reparaturen die durch Randale und durch Mietnormaden anfallen
Diese Kostem muß der Vermieter aus den Mieteinnahmen ansparen.

Das alles zahlt die Arge dem Vermieter indirekt über den Mieter.
Der kleine Eigentümer und ALGII-Bezieher geht meist leer aus.

Die Lösung wäre, wenn es ginge, er macht einen Mietvertrag mit sich selbst. :x :laber:

Solidarische Grüße
Rote Socke


Na du rote Socke,

tschuldigung - ich muß dir leider heute zum 2. Mal sagen (anderer Beitrag hier im Forum) das deine Logig wieder so nicht ganz richtig ist.

Fast alle, bis evtl. die Bepflanzug oder Fenster in Einzelfällen, von dir oben angegebenen Punkte sind Reparaturen und Instandhaltungen die nicht vom Vermieter auf den Mieter in den Nebenkosten umgelegt werden können.

Somit zahlt die Arge dem Vermieter nicht indirekt durch den Mieter diese Kosten !!! Also mal wieder falsch gedacht.

Gut das ändert jetzt nichts an der Problematik für den Alg2-Eigenheimbesitzer die ich auch sehe.
Arco ist offline  
Alt 27.03.2006, 22:17   #14
Barney
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Zitat:
Fast alle, bis evtl. die Bepflanzug oder Fenster in Einzelfällen, von dir oben angegebenen Punkte sind Reparaturen und Instandhaltungen die nicht vom Vermieter auf den Mieter in den Nebenkosten umgelegt werden können
Na ja, Arco, so ist es aber auch nicht ganz richtig.

Der Vermieter oder Hausbesitzer vereinbart einen Mietpreis. Darin sind nicht nur die Zinsen und Tilgung seines eventuell noch zu begleichenden Darlehens, sondern je nach Lage des Objektes und der Nachfrage, mehr oder weniger Gewinn enthalten. Dieser Gewinn wird geschmälert durch die Ausgaben, wie z.B. die Instandhaltung oder auch Verbesserungen, um das Mietobjekt evtl. noch besser (sprich: höhere Miete - Stichwort Luxussanierung) vermieten zu können. Trotzdem behält der Vermieter noch was über. Die städtischen Wohnungsgesellschaften führen diesen Gewinn an die Stadt ab, die ja Eigentümer sind. Oder der Private darf es behalten.

Dies wird dem Mieter mit der Grund- oder Kaltmiete erstattet, weil es Teil des Mietzinses ist. Der kleine Eigenheimbesitzer oder Eigentumswohnungsabstotterer bekommt jedoch nur die Zinsen erstattet.

Spätestens wenn die Tilgung, die ja nicht erstattet wird (, die 500-€-Grenze überschritten hat, kann der Eigenheimbesitzer die Raten nicht mehr an die Bank bezahlen.

Auch Rote Sockes Vorschlag, dann einen Mietvertrag mit sich selbst zu machen, löst das Problem nicht. Die selbstgenutzten Eigentumswohnungen oder Eigenheime sind fast ausschließlich größer als die zulässige Wohnungsgröße der bewilligten Mietwohnungen, den Häuschen mit 45 oder 60 m² Wohnfläche sind wohl eher selten.
 
Alt 28.03.2006, 00:35   #15
Rote Socke->Emailproblem
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Rote Socke Rote Socke
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Hi Barney,
Ich hatte ja auch geschrieben:
"wenn es ginge" ;)

@Arco,

Man kann Vermieter als Unternehmer oder Selbstständige sehen.
Die haben Einnahmen (Miete) Ausgaben (Instandhaltung).
Was dann noch übrig bleibt ist dann der Gewinn.
Das kann aber nur klappen, wenn die Auftragsbücher voll sind (Wohnungen alle vermietet und die Mieter zahlen die Miete)

Solidarische Gruß
Rote Socke
__

1989 wurde der Sozialismus abgeschafft...nicht mehr und nicht weniger.
Rote Socke ist offline  
Alt 28.03.2006, 10:34   #16
Arco
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Arco
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@ an Barney und Rote Socke

"mea culpa, mea maxima culpa"

oder anders ausgedrückt, ihr habt mich (fast) überzeugt :daumen:

Nach einer Nacht mit "Alpträumen" habe ich meine Meinung zu 99 % revidiert.

Barney du hast RECHT das diese Kostenstellen normalerweise in den Kaltmieten eingerechnet sind, bzw. werden müßten.

Somit bei den Mietern, dann auch von den Argen, indirekt gezahlt wird.

Dies wird und das ist wieder richtig, von den Wohnungsgesellschaften in der Kaltmiete oder als Extraposten in der Kalkulation kalkuliert und berechnet.

Meine Intension, und das war mein Denkfehler, ging mehr zu den privaten Vermietern, die oftmals diese Posten versuchen in den Nebenkostenabrechnungen (in diesem Fall doppelt) zu verstecken. Und das ist ja nicht erlaubt !!! Übrigens kenne ich auch viele Fälle wo dies Wohnungsgesellschaften so auch versuchen.

Also nochmals :cry: :cry: :shock: :shock:

Friede ???????

(ob allerdings die Argen und die Gerichte auch meine Eingebung haben, halte ich trotzdem für zweifelfhaft)
Arco ist offline  
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