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ALG II

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"Schwarze Listen" für "Querulanten"?

ALG II

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Alt 06.03.2006, 17:26   #1
Rasmus
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Rasmus
Standard "Schwarze Listen" für "Querulanten"?

Hallo und guten Tag!

Ich bin normalerweise nicht paranoid, könnte mir aber schon denken, dass man sich durch Widersprüche bei der AfA gegen ALG-II-Bescheide mit der Zeit einen Ruf als "Querulant" erwerben kann, selbst wenn diese Widersprüche inhaltlich vollkommen berechtigt sind.

Gerade habe ich meinen dritten ALG-II-Bewilligungsbescheid erhalten - und das ALG II wurde zum dritten Mal falsch berechnet! Nicht berücksichtigt wurden in allen drei Fällen eine Erhöhung der Mietnebenkostenpauschale und ein Mehrbedarf für Ernährung (ich bin Diabetiker).

Die Nachweise (Brief der Hausverwaltung resp. ärztliches Attest) hatte ich jedem Antrag erneut beigefügt; sie wurden offenbar schlicht ignoriert. Zwei Widerspruchsverfahren laufen noch, und ich muss jetzt überlegen, ob es überhaupt sinnvoll ist, einen dritten Widerspruch einzulegen.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir raten, wie ich jetzt vorgehen soll?
Rasmus ist offline  
Alt 06.03.2006, 17:50   #2
vagabund
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vagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiert
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Hallo Rasmus,

es ist durchaus möglich, dass dahinter System steckt! :motz:

Anders kann ich mir die konsequente falsche Bescheiderstellung, Amtsverfolgung und Rechtsbrüche mittlerweile auch nicht erklären.

Wie heißt es so schon? Recht haben und Recht kriegen sind zweierlei.

Es ist mir aber egal, ist der Bescheid falsch, wird Widerspruch eingelegt... bis zur letzten Konsequenz!

vg
vagabund
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Gruß
vagabund
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Die von mir gemachten Aussagen geben meine persönlichen Erfahrungen wieder bzw. stellen meine Meinung dar und keine Rechtsberatung.

Ist nicht sofort ersichtlich, welche politischen oder sozialen Gruppen, Kräfte oder Größen bestimmte Vorschläge, Maßnahmen usw. vertreten,sollte man stets die Frage stellen: Wem nützt es?
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Alt 06.03.2006, 18:47   #3
Rasmus
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Rasmus
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Hallo Vagabund,

ja, so denke ich eigentlich auch. Dann müsste ich allerdings ausserdem jetzt so konsequent sein, die Bearbeitung des ersten Widerspruches (der sich ja gerade jährt!) und auch des zweiten durch einen Anwaltsbrief anzumahnen.

Ich bekomme so ca. zweimonatlich standardisierte Schreiben der zuständigen Widerspruchsstelle, die regelmässig mit dem Textbaustein enden: "Bitte sehen Sie von weiteren Nachfragen ab.". - Lust auf einen Rechtsstreit habe ich allerdings so gar nicht.

Aber darin liegt wohl die Methode: als ich einem SB mal an den Kopf warf, dass ich, wenn ich so viele Rechnungen falsch fakturiert hätte, wie er falsche Bescheide ausstelle, meinen Job schon zehn Jahre früher los geworden wäre (und nicht erst nach der Firmenpleite), antwortete der ganz cool: "Ja, da haben Sie wohl recht.".
Rasmus ist offline  
Alt 06.03.2006, 19:04   #4
vagabund
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Na dann kannst du die Bearbeitung der Widersprüche ja mal mit einer Untätigkeitklage beschleunigen :P
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vagabund ist offline  
Alt 06.03.2006, 19:40   #5
Rasmus
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Rasmus
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Ich will nicht vor Gericht, verdammt, ich will nen Job, von dem ich leben kann! Diese Bürokraten können mich mal alle ... gerne haben. - O.k., das war jetzt wohl ein bisschen naiv, nicht wahr?

:icon_kinn:
Rasmus ist offline  
Alt 06.03.2006, 20:00   #6
Bruno1st
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Bruno1st
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Zitat von Rasmus
Ich will nicht vor Gericht, verdammt, ich will nen Job, von dem ich leben kann! Diese Bürokraten können mich mal alle ... gerne haben. - O.k., das war jetzt wohl ein bisschen naiv, nicht wahr?
Da bin ich auch deiner Meinung - aber leider dürfte die Beschäftigung mit der Arge und ALG-II die einzige Beschäftigung in absehbarer Zeit sein. Ich bin inzwischen auch schon vor dem Landessozialgericht weil der normale Menschenverstand irgendwie in der Behörde verloren gegangen ist. Aber auf jeden Fall sichern wir damit Arbegitsplätze in der Arge, den Egrichten, der Post, usw. bis hin zu Holzfällern im Regenwald für Papier.

Wenn du Langweile hast, schau mal hier rein und amüssiere dich - da habe ich meine eigene ABM Maßnahme :)
www.bruno-schillinger.de/hartz4 und die Ergänzung .../hartz4/7erbrief.htm (Mümtefering)
Bruno1st ist offline  
Alt 06.03.2006, 21:08   #7
terri
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hi, ich habe auch eine schwarze Liste von Querulanten.

Mein Sb, Fallmanager, Arbeitsvermittler.
Die iListe st nach oben offen.
terri
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Alt 07.03.2006, 16:21   #8
heinbloed
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moin moin,

meine sachbearbeiterin verabschiedet sich immer mit dem satz "sie können ja wieder widerspruch einlegen"

in 10 monaten 7 bescheide

1.) 1 änderung nach antrag auf einstweilige anordnung durch anwalt
2.) 2 änderungen nach schreiben durch anwalt
3.) 1 änderung nach antrag auf einstweilige anordnung durch mich (man lernt ja schliesslich dazu)
4.) 2 widersprüche unterwegs
5.) 1 widerspruch ist grade in arbeit

diverse beteiligungen an fremdwidersprüchen (erfolgsquote bis jetzt 100%)

das müsste doch für einen top-platz in der liste der querulanten reichen.

grüsse
heinbloed ist offline  
Alt 07.03.2006, 17:21   #9
Bruno1st
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Bruno1st
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Zitat von heinbloed
das müsste doch für einen top-platz in der liste der querulanten reichen.
Ich würde die Liste eher "Co-Autoren Liste" nennen - oder auch "Größter Beibieger bei Vorschulprojekt Arge". Außerdem, wenn es eine Top Liste gibt, dann muß ja die jeweilige Arge auf der FLOP-Liste stehen :)
Bruno1st ist offline  
Alt 08.03.2006, 03:00   #10
Barney
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Rasmus, wir sind doch nicht in der Lage, auf das bißchen Geld, das uns gesetzlich zugebilligt wird, zu verzichten, oder?

Die Leistungen des Arbeitsamtes habe ich nur mit Hilfe von Gerichtsurteilen durchsetzen können. Jetzt klage ich zum dritten Mal.

Da ich teilweise nur für 2 Monate Bescheide erhalten habe, haben sich die Widersprüche überschnitten. Nur die Anwältin blickt da wohl noch durch. Sie hat sich eine Excel-Tabelle angelegt.

Es ist noch nicht ein (bzw. kein) Widerspruch seit 1.1.2005 abschließend geklärt worden. Einem Widerspruch wurde abgeholfen. Nun denkst du sicherlich, ich habe daraufhin mein Geld bekommen. :lol: Diese Abhilfe war noch falscher als der Bescheid vorher, eben nur anders falsch gerechnet. Also wieder widersprochen.

Beim letzten Bescheid war ich nach Erhalt persönlich in der Leistungsabteilung. Alles mit der Bearbeiterin detailliert durchgesprochen. Am Schreibtisch war dann auch alles richtig. Als der Bescheid kam - falsch.

Nun sage mir einer, da ist nicht Absicht dahinter.

Mit den Gerichten habe ich immer nur zu tun, wenn ich was vom Arbeitsamt bzw. jetzt Arge will. Gerne mache ich das auch nicht. Lieber wär mir schon, wenn alles gleich richtig wäre.
 
Alt 08.03.2006, 04:59   #11
heuschrecke
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heuschrecke
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Sicher gibt es mehr oder weniger geheime Vermerke auf den Akten (gab es schon vor Hartz4 beim Sozialamt) für diverse Personengruppen.
Ausserdem ist ja auch IN der Akte sofort ersichtlich, dass es da ggfs. diverse rechtliche Auseinandersetzungen gab (oder eben nicht).

Bloss wo ist die Alternative? Einen falschen Bescheid / eine Ablehnung mit den teils erheblichen finanziellen Nachteilen wieder besseren Wissens akzeptieren, damit die Leute, die die Fehlentscheidungen verbockt haben keine grimmige Miene aufsetzen und freundlich zu einem sind (sind sie sowieso nicht...)??

Kenne jemanden der sich monatlich ca. 7Eur für angebliches Warmwasser abziehen lässt, obwohl dieses über die Stromrechnung bezahlt wird.

Muss halt jeder selbst entscheiden. Bei mir wären 7Eur mtl. schon Grund genug NOTFALLS bis vor Gericht zu ziehen. Sonst glauben die noch: "Mit den doofen Arbeitslosen können wirs machen. Die haben eh keine Peilung..."
heuschrecke ist offline  
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