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Start > > -> eltern verweigern auskunft-kein alg2

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 25.02.2006, 12:17   #1
pepperoni->Emailproblem
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Registriert seit: 25.02.2006
Beiträge: 9
pepperoni
Standard eltern verweigern auskunft-kein alg2

hallo. ich muss alg2 beantragen. habe mich jetzt aus verschiedenen gründen bei meinen eltern angemeldet. nun verlangt das amt eine ausführliche auskunft über finanzielle angelegenheiten usw. meine eltern, beide über 70 weigern sich diese informationen rauszugeben. wer war in einer ähnlichen situation und kann mir sagen wie ich weiter vorgehen kann? ich brauche dringend eine wohnung und finanzielle unterstützung. vielen dank.
pepperoni ist offline  
Alt 25.02.2006, 13:35   #2
wolliohne
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Registriert seit: 19.08.2005
Ort: Bonndeshauptstadt
Beiträge: 14.823
wolliohne Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Bitte etwas mehr Datails

wie alt, Ausbildung etc ?

Vorsichtshalber Widerspruch einlegen und Klage vorbereiten.

Weiteres per Suchfunktion
__

"10 Jahre Unrechtsregime Bundesrepublik
Deutschland"
Im Namen der BRD-Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Nebenwirkung Tot

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.
wolliohne ist offline  
Alt 25.02.2006, 19:53   #3
pepperoni->Emailproblem
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Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 25.02.2006
Beiträge: 9
pepperoni
Standard

hi, danke für die antwort. ich bin 33 und im erziehungsurlaub. ich möchte zuhause bleiben, bis mein sohn 3 jahre alt ist-das sind noch 1 1/2 jahre. die letzten 1 1/2 jahre habe ich beim kindsvater gelebt und ausser erziehungsgeld und kindergeld nichts beansprucht, ich habe immer gearbeitet und will doch nichts was mir nicht rechtlich zusteht. klagen dauert doch sehr lange, ich muss aber recht bald hier raus. ich habe weder die zeit noch die kraft für prozsse und kenne mich auch viel zu wenig aus. das muss doch irgendwie einfacher gehen. vg
pepperoni ist offline  
Alt 25.02.2006, 20:34   #4
vagabund
Redaktion
 
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Beiträge: 4.562
vagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiertvagabund Enagagiert
Standard

hallo pepperoni

wie gestalten sich die wohnverhältnisse im moment? bist du untermieter bei deinen eltern? bekommst du unterstützung von deinen eltern?
wenn nicht, fügst du deinem antrag die widerlegung der haushaltsgemeinschaft bei ---> klick. auf jeden fall bildest du mit deinem kind eine eigene bedarfsgemeinschaft!
gegen den kindesvater besteht anspruch auf kindesunterhalt und gegebenenfalls anspruch auf unterhalt für dich. ist er nicht zahlungsfähig , kannst du unterhaltsvorschuss beim jugendamt beantragen.
dir steht eine angemessene wohnung zu. erkundige dich bei deiner gemeinde nach preis und größe (2 personen - bis 60qm).
eventuell wohnberechtigungsschein holen.
dann auf wohnungssuche gehen, hast du eine gefunden, beantragst du beim amt (ARGE) die zustimmung zur anmietung und mietgarantieübernahme,ggf. renovierungs-, umzugs- und erstausstattungskosten.
viel glück!
vg
vagabund
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Gruß
vagabund
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Die von mir gemachten Aussagen geben meine persönlichen Erfahrungen wieder bzw. stellen meine Meinung dar und keine Rechtsberatung.

Ist nicht sofort ersichtlich, welche politischen oder sozialen Gruppen, Kräfte oder Größen bestimmte Vorschläge, Maßnahmen usw. vertreten,sollte man stets die Frage stellen: Wem nützt es?
(Wladimir Iljitsch Lenin - 1870-1924)

vagabund ist offline  
Alt 26.02.2006, 12:48   #5
pepperoni->Emailproblem
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Beiträge: 9
pepperoni
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vielen dank. schön das es menschen wie dich gibt, die sich die mühe machen. :klatsch:
pepperoni ist offline  
Alt 26.02.2006, 12:55   #6
Wellipetra->Emailproblem
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Wellipetra
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Deine Eltern sind gesetzlich verpflichtet diese Angaben zu machen. Sie können sonst gerichtlich dazu aufgefordert werden.
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Liebe Grüsse
Petra
Wellipetra ist offline  
Alt 26.02.2006, 15:02   #7
Martin Behrsing
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Zitat von Wellipetra
Deine Eltern sind gesetzlich verpflichtet diese Angaben zu machen. Sie können sonst gerichtlich dazu aufgefordert werden.
aber bitte doch nicht, wenn man das 25. Lebensjahr vollendet hat.
Der Unterhaltsvermutung durch die Eltern kann widersprochen werden und dies muss vom Amt erstmal akzeptiert werden.
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Alt 26.02.2006, 15:04   #8
Wellipetra->Emailproblem
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Beiträge: 73
Wellipetra
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Zitat von Martin Behrsing
Zitat von Wellipetra
Deine Eltern sind gesetzlich verpflichtet diese Angaben zu machen. Sie können sonst gerichtlich dazu aufgefordert werden.
aber bitte doch nicht, wenn man das 25. Lebensjahr vollendet hat.
Der Unterhaltsvermutung durch die Eltern kann widersprochen werden und dies muss vom Amt erstmal akzeptiert werden.
Danke, genau das wollte ich gerne lesen ;)
__

Liebe Grüsse
Petra
Wellipetra ist offline  
Alt 26.02.2006, 15:32   #9
Martin Behrsing
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Schlegel/Voelzke/Radüge juris Praxiskommentar SGB II
- Grundsicherung für Arbeitsuchende -
§9 Rz 76

Zitat:
Die Vermutung der Leistungsgewährung kann von dem Hilfebedürftigen widerlegt werden,
d.h. er kann das Vorliegen einer Haushaltsgemeinschaft, die finanzielle Leistungsfähigkeit
der Verwandten bzw. Verschwägerten und/oder den tatsächlichen Erhalt von
Leistungen bestreiten. Hierfür muss der Hilfebedürftige zwar nicht den vollen Gegenbeweis
führen; bloße unsubstantiierte Behauptungen genügen jedoch ebenfalls nicht.
Neben einer glaubhaften und zweifelsfreien Versicherung des Hilfebedürftigen und gegebenenfalls
seiner Haushaltsangehörigen müssen nachvollziehbare und überprüfbare
Tatsachen behauptet und glaubhaft gemacht werden, welche die Richtigkeit der gesetzlichen
Vermutung erschüttern können. Die Vermutung ist grundsätzlich auch
dann widerlegt, wenn erwiesen ist, dass der rechtlich nicht verpflichtete Angehörige die
Leistung nur erbracht hat, um eine Notlage zu beseitigen, d.h. wenn er lediglich für den
insoweit säumigen Leistungsträger eingesprungen ist.62 Dies gilt jedoch nicht, wenn den „Nothelfer“ selbst eine Unterhaltspflicht trifft, welche gegenüber der Leistungspflicht
des Leistungsträgers vorrangig ist.63
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Martin Behrsing ist offline  
Alt 26.02.2006, 18:03   #10
*Baja*->Emailproblem
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Registriert seit: 05.11.2005
Ort: NRW
Beiträge: 61
*Baja*
Standard

Zitat:
Martin Behrsing hat Folgendes geschrieben:
Wellipetra hat Folgendes geschrieben:
Deine Eltern sind gesetzlich verpflichtet diese Angaben zu machen. Sie können sonst gerichtlich dazu aufgefordert werden.


aber bitte doch nicht, wenn man das 25. Lebensjahr vollendet hat.
Der Unterhaltsvermutung durch die Eltern kann widersprochen werden und dies muss vom Amt erstmal akzeptiert werden.
Es sei denn, man ist noch in einer (z.B. Zweit-) Ausbildung, dann sind die Eltern noch bis zum 27.Lebensjahr unterhaltspflichtig.

Auch wenn sich Eltern noch so weigern, Auskunft über ihr Vermögen, Einkommen etc. zu geben, sind sie dennoch dazu verpflichtet.

-> Das selbst habe ich alles schon in doppelter Dosis hinter mir ....

LG *Baja*
*Baja* ist offline  
Alt 22.07.2006, 20:25   #11
ramona34->Emailproblem
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Ort: Deutschland
Beiträge: 163
ramona34
Standard

Zitat von Wellipetra
Deine Eltern sind gesetzlich verpflichtet diese Angaben zu machen. Sie können sonst gerichtlich dazu aufgefordert werden.
Auch dann, wenn das Kind zwar U25, (Schulabschuss ja, ausbildung nein) aber einen eigenen Haushalt hat?

Vater lebt mit neuer Partnerin und deren Kinder zusammen und bildet mit denen einen BG


Gruß
ramona
ramona34 ist offline  
Alt 22.07.2006, 23:32   #12
Rote Socke->Emailproblem
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Registriert seit: 17.09.2005
Ort: Bochum
Beiträge: 1.035
Rote Socke Rote Socke
Standard

Tja uund schon wieder:
Die Eltern verklagen auf Auskunft.
Das Gericht wird zu 99,9% die Klage zu Gunsten deine Eltern entscheiden.
Das Urteil dann der Arge vorhalten... Seht ihr sie müssen nicht.

Aber Eltern verklagen?? ...nee ick wees nich

Solidarische Grüße
Rote Socke
__

1989 wurde der Sozialismus abgeschafft...nicht mehr und nicht weniger.
Rote Socke ist offline  
Alt 23.07.2006, 00:11   #13
Barney
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat von *Baja*
Zitat:
Martin Behrsing hat Folgendes geschrieben:
Wellipetra hat Folgendes geschrieben:
Deine Eltern sind gesetzlich verpflichtet diese Angaben zu machen. Sie können sonst gerichtlich dazu aufgefordert werden.


aber bitte doch nicht, wenn man das 25. Lebensjahr vollendet hat.
Der Unterhaltsvermutung durch die Eltern kann widersprochen werden und dies muss vom Amt erstmal akzeptiert werden.
Es sei denn, man ist noch in einer (z.B. Zweit-) Ausbildung, dann sind die Eltern noch bis zum 27.Lebensjahr unterhaltspflichtig.

Auch wenn sich Eltern noch so weigern, Auskunft über ihr Vermögen, Einkommen etc. zu geben, sind sie dennoch dazu verpflichtet.

-> Das selbst habe ich alles schon in doppelter Dosis hinter mir ....

LG *Baja*
Ich habe den § 60, SGB 2 Auskunftspflicht und Mitwirkungspflicht Dritter, vor und zurück gelesen, ich finde nichts, was Eltern, die nicht mehr unterhaltspflichtig sind und die auch keine Vermögensgegenstände des Kindes verwahren, dazu zwingen könnte, Auskünfte über ihr Vermögen zu machen.

Zitat:
SGB 2 § 60 Auskunftspflicht und Mitwirkungspflicht Dritter
(1) Wer jemandem, der Leistungen nach diesem Buch beantragt hat oder bezieht, Leistungen erbringt, die geeignet sind, diese Leistungen nach diesem Buch auszuschließen oder zu mindern, hat der Agentur für Arbeit auf Verlangen hierüber Auskunft zu erteilen, soweit es zur Durchführung der Aufgaben nach diesem Buch erforderlich ist.

(2) Wer jemandem, der eine Leistung nach diesem Buch beantragt hat oder bezieht, zu Leistungen verpflichtet ist, die geeignet sind, Leistungen nach diesem Buch auszuschließen oder zu mindern, oder wer für ihn Guthaben führt oder Vermögensgegenstände verwahrt, hat der Agentur für Arbeit auf Verlangen hierüber sowie über damit im Zusammenhang stehendes Einkommen oder Vermögen Auskunft zu erteilen, soweit es zur Durchführung der Aufgaben nach diesem Buch erforderlich ist. § 21 Abs. 3 Satz 4 des Zehnten Buches gilt entsprechend. Für die Feststellung einer Unterhaltsverpflichtung ist § 1605 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs anzuwenden.

(3) Wer jemanden, der
1. Leistungen nach diesem Buch beantragt hat oder bezieht oder dessen Partner oder
2. nach Absatz 2 zur Auskunft verpflichtet ist, beschäftigt, hat der Agentur für Arbeit auf Verlangen über die Beschäftigung, insbesondere über das Arbeitsentgelt, Auskunft zu erteilen, soweit es zur Durchführung der Aufgaben nach diesem Buch erforderlich ist.

(4) Sind Einkommen oder Vermögen des Partners zu berücksichtigen, haben
1. dieser Partner,
2. Dritte, die für diesen Partner Guthaben führen oder Vermögensgegenstände verwahren,

der Agentur für Arbeit auf Verlangen hierüber Auskunft zu erteilen, soweit es zur Durchführung der Aufgaben nach diesem Buch erforderlich ist. § 21 Abs. 3 Satz 4 des Zehnten Buches gilt entsprechend.

(5) Wer jemanden, der Leistungen nach diesem Buch beantragt hat, bezieht oder bezogen hat, beschäftigt oder ihm gegen Vergütung eine selbständige Tätigkeit überträgt, hat der Agentur für Arbeit auf Verlangen Einsicht in Geschäftsbücher, Geschäftsunterlagen und Belege sowie in Listen, Entgeltverzeichnisse und Entgeltbelege für Heimarbeiter zu gewähren, soweit es zur Durchführung der Aufgaben nach diesem Buch erforderlich ist.
Zur Komplettierung auch noch den o.g. § 21 Abs 3 SGB X:

Zitat:
Erstattung von Gutachten, wenn sie durch Rechtsvorschrift vorgesehen ist. Eine solche Pflicht besteht auch dann, wenn die Aussage oder die Erstattung von Gutachten im Rahmen von § 407 der Zivilprozeßordnung zur Entscheidung über die Entstehung, Erbringung, Fortsetzung, das Ruhen, die Entziehung oder den Wegfall einer Sozialleistung sowie deren Höhe unabweisbar ist. Die Vorschriften der Zivilprozeßordnung über das Recht, ein Zeugnis oder ein Gutachten zu verweigern, über die Ablehnung von Sachverständigen sowie über die Vernehmung von Angehörigen des
öffentlichen Dienstes als Zeugen oder Sachverständige gelten entsprechend. Falls die Behörde Zeugen, Sachverständige und Dritte herangezogen hat, erhalten sie auf Antrag in entsprechender Anwendung des Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetzes eine Entschädigung oder Vergütung; mit Sachverständigen kann die Behörde eine Vergütung
vereinbaren.
Auch hier finde ich nichts, was Eltern, die nicht mehr unterhaltspflichtig sind, zu Auskünften verpflichten könnte.

Ich würde die Unterhaltsvermutung widerlegen. Vorlage dazu findet man in Download der Portalseite. Damit ist die Mitwirkungspflicht m.E. erschöpft.
 
Alt 23.07.2006, 10:36   #14
aufgemerkt
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Da steht es doch

@ barney § 60 (2)

Wer jemanden...zu Leistungen verpflichtet ist, die geeignet sind, Leistungen nach diesen Buch...auszuschließen oder zu mindern.........hat der AfA auf Verlangen hierrüber.....Auskunft zu erteilen.

Verwandte 1 Grades sind zunächst einmal grundsätzlich gegeneinander Unterhaltspflichtig

Das Geld darf aber meiner Meinung nach trotzdem nicht verwärt werden, wenn er seiner Mitwirkungspflicht nachgekommen ist und alles für ihn mögliche getan hat, um seine Eltern zu der Abgabe zu bewegen.
 
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