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Start > > -> Freistellungsauftrag für Kapitalerträge bei HartzIV Hilfe!!!

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 17.12.2007, 16:01   #1
Mr. Smith->Emailproblem
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Beiträge: 7
Mr. Smith
Ausrufezeichen Freistellungsauftrag für Kapitalerträge bei HartzIV Hilfe!!!

Hallo, da Ihr mir vor einiger Zeit schon super geholfen habt, wende ich mich jetzt erneut im Auftrag einer Bekannten an Euch.

Sie hat Ihre Unfallversicherung mit Beitragsrückgewehr gekündigt und soll den Betrag Anfang nächsten Jahres ausgezahlt bekommen.
Das Problem ist, dass sie seit Anfang Oktober Arbeitslosengeld 2 erhält und auf dem Freistellungsauftrag für Kapitalerträge steht, dass dieser den zuständigen Finanzbehörden und Sozialleistungsträgern zu Prüfungszwecken Zur Verfügung gestellt wird.
Erfährt die Agentur für Arbeit denn etwas von der Versicherung.
Sie steckt da ein wenig in der Zwickmühle, da sie ihr Girokonto stark überzogen hatte und die Zinsen vom Alg.2 nicht bezahlen kann.
Deshalb hat ihr ein Bekannter den Betrag geliehen, der sich mit der Auszahlung der Versicherung deckt.
Muss man überhaupt den Freistellungsauftrag ausfüllen?? Dann gehen eben die Zinsen verloren!

Wäre super wenn ihr einer von Euch helfen kann!!!!

Viel Grüße, Mr. Smith
Mr. Smith ist offline  
Alt 17.12.2007, 16:21   #2
hellucifer
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1. Über die Zahl der Freistellungsaufträge, die du gestellt hast, ist auch bei der Antragsstellung auf Alg-2 Auskunft zu geben.

2. Bist du nicht verplichtet, einen Freistellungsauftrag zu stellen. Dann muss das Finanzinstitut jedoch von den erwirtschafteten Zinsen Steuern abführen. - Ich kann mir nicht vorstellen, dass sehr hohe Zinsen anfallen; liegen die Zinsen - zusammen mit anderen Einkünften - unterhalb der Bagatellgrenze von 50 Euro, dann macht es Sinn, einen Freistellungsauftrag zu stellen.

3. Die Beitragsrückgewährung ist kein Einkommen, sondern gewandeltes Vermögen. Das wird nur dann angerechnet, wenn Freibeträge überschritten werden.
hellucifer ist offline  
Alt 17.12.2007, 18:39   #3
Mr. Smith->Emailproblem
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Mr. Smith
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@ hellucifer:

Zu Punkt 3 Wie hoch ist denn der Freibetrag?

Die Auszahlungssumme beläuft sich auf 2175 Euro, wenn man den Freistellungsauftrag ausfüllt.
Mr. Smith ist offline  
Alt 18.12.2007, 18:28   #4
Mr. Smith->Emailproblem
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Beiträge: 7
Mr. Smith
Unglücklich

Hat denn keiner Antwort??
Mr. Smith ist offline  
Alt 18.12.2007, 18:38   #5
Neuerdings
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Registriert seit: 01.09.2007
Beiträge: 504
Neuerdings
Standard Ähhh, der STEUERLICHE Freibetrag

liegt bei 801,- für Ledige, 1602,-EUR für Verheiratete (gemeinschaftlich).
So weit, so google.
Was willst Du denn jetzt wissen ? Wieviel von der Auszahlung als Einkünfte angesehen, und dann von der ARGE entsprechend an den Leistungen gekürzt wird ?
Kann ich dir so per Ferndiagnose nicht sagen, weil keiner sehen kann, ob das als Schonvermögen anerkannt ist/wird, oder als verschwiegenes Vermögen (schlecht), oder als Einkommen (ganz schlecht).

Zu Finanzfragen ganz bestimmt der Hinweis, dass ich keinerlei Rechtsberatung vornehme, und nur meine Privatmeinung äußere !

Gruss,
M.
Neuerdings ist offline  
Alt 18.12.2007, 18:39   #6
fffrank
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Registriert seit: 27.02.2006
Beiträge: 335
fffrank Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Merken alles

Also im Zweifel merken die alles und das kann richtig Ärger geben.

Mir ist ein Fall bekannt, bei dem Jemand zu 6 Monaten Freiheitstrafe verurteilt wurde,
der Richter am Amtsgericht Detmold sagte in seiner Urteilsbegründung, dass " die
steuerzahlenden Bürger vor Leistungsmissbrauch geschützt werden müssten".

Ich kann nur für mich sprechen, aber diese Sache, die mich sebst nicht betraf, hat mich sehr stark beeindruckt.

Besser ehrlich, sollte die Devise sein.
fffrank ist offline  
Alt 18.12.2007, 18:42   #7
fffrank
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Registriert seit: 27.02.2006
Beiträge: 335
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Standard Zinsen = Einnahmen

Also die Zinsen gelten jedenfalls als Einnahmen und nicht als Vermögen.l

Alles über dem Freibetrag wird also abgezogen vom Regelsatz.
fffrank ist offline  
Alt 19.12.2007, 11:27   #8
egjowe->Emailproblem
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Beiträge: 565
egjowe
Standard

Zitat von fffrank Beitrag anzeigen
Also die Zinsen gelten jedenfalls als Einnahmen und nicht als Vermögen.l

Alles über dem Freibetrag wird also abgezogen vom Regelsatz.
von welchem freibetrag redest du??
__

************************************

Die einen wollen FRIEDEN ,
die anderen KEINEN KRIEG .
Soetwas erzeugt natürlich Spannungen.
************************************

alles geschriebene gibt lediglich meine meinung bzw. meinen heutigen kenntnisstand wieder.
es stellt keine beratung dar und darf auch so nicht verstanden werden.
egjowe ist offline  
Alt 19.12.2007, 11:32   #9
egjowe->Emailproblem
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Beiträge: 565
egjowe
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Zitat von Mr. Smith Beitrag anzeigen
@ hellucifer:

Zu Punkt 3 Wie hoch ist denn der Freibetrag?

Die Auszahlungssumme beläuft sich auf 2175 Euro, wenn man den Freistellungsauftrag ausfüllt.
wieviel zinsanteil ist denn in den 2175 euro enthalten?
__

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Die einen wollen FRIEDEN ,
die anderen KEINEN KRIEG .
Soetwas erzeugt natürlich Spannungen.
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alles geschriebene gibt lediglich meine meinung bzw. meinen heutigen kenntnisstand wieder.
es stellt keine beratung dar und darf auch so nicht verstanden werden.
egjowe ist offline  
Alt 19.12.2007, 13:25   #10
hellucifer
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Zitat von Mr. Smith Beitrag anzeigen
@ hellucifer:

Zu Punkt 3 Wie hoch ist denn der Freibetrag?

Die Auszahlungssumme beläuft sich auf 2175 Euro, wenn man den Freistellungsauftrag ausfüllt.
Der Vermögensfreibetrag (Grundfreibetrag) liegt für volljährige Hilfebedürftige bei mindestens 3100 Euro plus 750 Euro für notwendige Anschaffungen. Je nach Alter kann der Grundfreibetrag aber auch höher liegen. Formel: Lebensjahre multipliziert mit 150 Euro. Beispiel: Alter 40 Jahre = Grundfreibetrag 6000 Euro. Plus 750 Euro. Vermögensfreibetrag insgesamt: 6750 Euro.

Wie eine Unfallversicherung funktioniert bzw. die Beitragsrückgewährung gewertet wird, weiß ich nicht.

Du hast in der Vergangenheit von deinem Einkommen (Lohn bzw. Arbeitslosengeld) monatlich oder jährlich deinen Beitrag gezahlt. Jetzt willst du die Unfallversicherung kündigen und schröpfen. Zumindest die eingezahlten Beiträge sind als Vermögen anzusehen, was darüber liegt wird als Einkommen angerechnet werden. Wenn du in die Unfallversicherung 2175 Euro eingezahlt hast und du deinen Vermögensfreibetrag nicht überschreitest, dann brauchst du nicht mit einer Anrechnung und Kürzung des Arbeitslosengeldes zu rechnen.

Um den Leistungsträger nicht auf dumme Gedanken zu bringen, würde ich ihm die Beitragsrückgewährung erst gar nicht mitteilen. Erst im Rahmen der Antragstellung auf Arbeitslosengeld (Fortzahlungsantrag) würde ich meine veränderte Vermögenslage mitteilen, soweit ich die Vermögensfreibetragsgrenze überschreite! (Es reicht nämlich die Auskunft, dass die Vermögensfreibetragsgrenze von 3850 Euro nicht überschritten wird.)
hellucifer ist offline  
Alt 19.12.2007, 13:33   #11
hellucifer
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Zitat von Mr. Smith Beitrag anzeigen
...
Deshalb hat ihr ein Bekannter den Betrag geliehen, der sich mit der Auszahlung der Versicherung deckt. ...

Viel Grüße, Mr. Smith
Am ratsamsten ist es, deine Freundin tritt ihren Anspruch an den Gläubiger ab. Das ist bei Privatperonen zulässig, solange der Gläubiger (privater Darlehensgeber) Abtretungen nicht geschäftsmäßig betreibt. Da deiner Freundin das Einkommen dann erst gar nicht zufließt (wenn die Beitragsrückgewährung überhaupt als solche gewertet wird), steht sie ihr auch gar nicht zur Verfügung und kann auch nicht angerechnet werden. (Ein Darlehensvertrag mit üblichen Bedingungen sollte allerdings schon bestehen!)
hellucifer ist offline  
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freistellungsauftrag, hartziv, hilfe, kapitalertraege, kapitalerträge

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