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Start > > -> 3 Monats Sperre bei eigener Kündigung trotz ärztlichem Attest?

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 12.12.2007, 23:32   #1
influx->Emailproblem
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Registriert seit: 12.12.2007
Ort: NRW
Beiträge: 9
influx
Standard 3 Monats Sperre bei selbständiger Kündigung trotz ärztlichem Attest?

Wegen übler Nachrede und Mobbing am Arbeitsplatz war ich in ärztlicher Behandlung und wurde für 6 Wochen krank geschrieben. Mein Arzt empfahl mir nach dieser Zeit zu kündigen, da das Verhältnis zum Arbeitgeber unwiderbringlich gestört war und ein Arbeiten so nicht mehr möglich war. Ich kündigte das Arbeitsverhältnis fristgerecht und erhielt ein ärztliches Attest, welches ich zusammen mit meiner Kündigung und dem ALG II Antrag der ARGE vorlegte.
Der Arbeitsvermittler meinte dies müsse noch geprüft und entschieden werden.
-> Können die mir ne Sperre verhängen, obwohl ich aus gesundheitlichen Gründen von mir aus normal fristgerecht gekündigt habe?
-> Was bedeutet "Sperre"? Wegfall der 347 EUR oder gar Wegfall der Kosten für Miete, Heizung oder gar die Übernahme der gesetzlichen Krankenversicherung(GKV)?
influx ist offline  
Alt 12.12.2007, 23:55   #2
Ludwigsburg
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Beiträge: n/a
Standard

Zitat von influx Beitrag anzeigen
Wegen übler Nachrede und Mobbing am Arbeitsplatz war ich in ärztlicher Behandlung und wurde für 6 Wochen krank geschrieben. Mein Arzt empfahl mir nach dieser Zeit zu kündigen, da das Verhältnis zum Arbeitgeber unwiderbringlich gestört war und ein Arbeiten so nicht mehr möglich war. Ich kündigte das Arbeitsverhältnis fristgerecht und erhielt ein ärztliches Attest, welches ich zusammen mit meiner Kündigung und dem ALG II Antrag der ARGE vorlegte.
Der Arbeitsvermittler meinte dies müsse noch geprüft und entschieden werden.
-> Können die mir ne Sperre verhängen, obwohl ich aus gesundheitlichen Gründen von mir aus normal fristgerecht gekündigt habe?
-> Was bedeutet "Sperre"? Wegfall der 347 EUR oder gar Wegfall der Kosten für Miete, Heizung oder gar die Übernahme der gesetzlichen Krankenversicherung(GKV)?
Mit Attest dürfte die Sache als erledigt zu betrachten sein... falls nicht: Widerspruch und Klage.
 
Alt 13.12.2007, 04:05   #3
Rüdiger_V
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Moment, sprechen wir hier über ALG I oder ALG II?

Eine "Sperre" für drei Monate gibt es nur bei ALG I, bei ALG II wird die Leistung für drei Monate um 30 % gekürzt.

Aber, wie schon geschrieben, Widerspruch einlegen.
 
Alt 29.04.2008, 18:51   #4
ckberlin->Emailproblem
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Registriert seit: 04.03.2008
Beiträge: 11
ckberlin
Standard AW: 3 Monats Sperre bei eigener Kündigung trotz ärztlichem Attest?

Hallo,

wegen Mobbing könnt Ihr Euch meinen Bericht hier ansehen, wenn Ihr mögt:

lemonblue TV
im Archiv.

Vor eigener Kündigung wird da gewarnt, wobei der Anwalt darauf hinweist (ich weiß nicht, ob ich das in den Bericht aufgenommen habe aber er hat darauf hingewiesen), dass das zwar kaum jemand weiß, dass aber auch der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber eine Abmahnung schicken kann.

Hier könnt Ihr Feedback geben und diskutieren:
http://www.elo-forum.org/schwerbehin...tml#post245467

Viele Grüße
ckberlin ist offline  
Alt 29.04.2008, 20:54   #5
Hartziger
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: 3 Monats Sperre bei eigener Kündigung trotz ärztlichem Attest?

Ich denke mit einem "Gefälligkeitsrezept" vom Hausarzt ist gar nichts erledigt. Das wird einfach erstmal mehr oder weniger ignoriert.

Besser hätte es da ausgesehen, wenn du schon bei einen Facharzt z.B. einem Psychologen in Behandlung bist und dieser eine Kündigung empfohlen hätte. Aber auch dann nur schriftlich!

Mobbing ist schwer bis unmöglich nachzuweisen. Das Opfer ist hier leider in der Pflicht.

Selber kündigen oder einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben zieht fast immer zu 100% eine Sperre nach sich.
 
Alt 30.04.2008, 09:43   #6
ckberlin->Emailproblem
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Registriert seit: 04.03.2008
Beiträge: 11
ckberlin
Standard AW: 3 Monats Sperre bei eigener Kündigung trotz ärztlichem Attest?

Es ist in jedem Fall ein Fehler. Es heißt aber nicht, dass da gar nichts mehr zu machen ist, siehe Video.

Viele Grüße
ckberlin

lemonblue TV
- Archiv
- Mobbing
ckberlin ist offline  
Alt 30.04.2008, 10:16   #7
Tom_
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: 3 Monats Sperre bei eigener Kündigung trotz ärztlichem Attest?

Zitat von Hartziger Beitrag anzeigen
Ich denke mit einem "Gefälligkeitsrezept" vom Hausarzt ist gar nichts erledigt. Das wird einfach erstmal mehr oder weniger ignoriert.

Da Gefälligkeitsatteste eines Arztes strafbar sind und dem Arzt großen Ärger bereiten können, ist wohl kaum davon auszugehen, daß das Attest falsch ausgestellt wurde. Desweiteren steht es der ARGE nicht zu Atteste zu beurteilen. Haben sie Bedenken, dann können sie den amtsärztlichen Dienst beauftragen Akteneinsicht beim Arzt zu nehmen. Ignoriert werden darf das Attest nicht.

Besser hätte es da ausgesehen, wenn du schon bei einen Facharzt z.B. einem Psychologen in Behandlung bist und dieser eine Kündigung empfohlen hätte. Aber auch dann nur schriftlich!

Psychologentermine sind schwer zu bekommen. Bei guten Vertretern dieses Fachs wartet man locker 6-12 Monate. Also war die Wahl zum Psychologen zu gehen gar nicht gegeben.

Mobbing ist schwer bis unmöglich nachzuweisen. Das Opfer ist hier leider in der Pflicht.

Nein! Die gesundheitlichen Folgen von Mobbing sind derweilen schon genug als Beweis.

Selber kündigen oder einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben zieht fast immer zu 100% eine Sperre nach sich.
Nein, wenn die Kündigung begründet war und das war sie in diesem Fall. Desweiteren führt Mobbing zu Depressionen und unter dem Einfluß von Depressionen werden oft Entscheidungen getroffen deren Tragweite man wegen der Erkrankung nicht einschätzen kann. Das ist typisch für Depressionen und gehört bekannterweise zum Krankheitsbild. Schon alleine daraus läßt sich ableiten, daß eine Sanktion hier nicht erfolgen darf.
 
Alt 30.04.2008, 10:22   #8
Hartziger
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: 3 Monats Sperre bei eigener Kündigung trotz ärztlichem Attest?

@Tom_:

Wie auch immer, ich habe da meine eigenen Erfahrungen gemacht und die haben mich für mein Leben lang geprägt.
 
Alt 30.04.2008, 10:27   #9
Tom_
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: 3 Monats Sperre bei eigener Kündigung trotz ärztlichem Attest?

Ich habe auch meine Erfahrungen gemacht und auch die Fälle von diversen anderen verfolgt. Meine Erfahrungen entsprechen zu 100% dem von mir Geschriebenen. Man muß allerdings bereits sein bei Fehlentscheidungen der ARGE auch das SozG einzuschalten.
 
Alt 30.04.2008, 12:43   #10
dante
Elo-User/in
 
Registriert seit: 24.08.2006
Beiträge: 61
dante Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: 3 Monats Sperre bei eigener Kündigung trotz ärztlichem Attest?

So rein logisch betrachtet, ist an einem Attest bzw. Bescheinigung des Arztes (auch des Hausarztes) erstmal seitens der ARGE nichts zu kritisieren. Schließlich ist der Arzt Fachmann auf dem Gebiet der Gesundheit/Krankheit und nicht die ARGE.

Wenn also die ARGE negativ entscheidet, also eine Sanktion verhängt, hat sie ein Problem. Nämlich: Sie erklärt den Arzt (in dieser Sache) für inkompetent. Der Schuss geht vor jedem Gericht nach hinten los -- so hoffe ich -- da sie die Inkompetenz oder gar die Gefälligkeit des Arztes nachweisen müsste. Was bei einem gewissenhaft arbeitendem Arzt schon an Rufschädigung grenzt. Das trauen sich auch die skupellosesten ARGE-Mitarbeiter nicht.

Fazit:
Wenn man gemobbt wird ehrlich und offen dem Hausarzt seine Situation schildert und dieser daraufhin eine Kündigung empfiehlt, ist man -- zurecht!!! -- auf der sicheren Seite. Wenn die ARGE sich nicht an Recht und Gesetz hält, ist der Gang vor ein Gericht natürlich nicht ausgeschlossen.
__

Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen, Volksvertreter verkaufen das Volk.
dante ist offline  
Alt 30.04.2008, 13:05   #11
ckberlin->Emailproblem
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Registriert seit: 04.03.2008
Beiträge: 11
ckberlin
Standard AW: 3 Monats Sperre bei eigener Kündigung trotz ärztlichem Attest?

Es wäre ab jetzt wichtig, das Mobbing nachzuweisen und den Arzt auch ggfalls wegen Körperverletzung zu verklagen.

Es ist leider schon vorgekommen, dass in Mobbing-Situationen Betroffene zum Medizinischen Dienst geschickt worden sind, dessen Ärzte dann zum Teil nach Aktenlage entscheiden und den Betroffenen gesund schreiben. Deshalb ist es ganz wichtig, wenn man beim Med. Dienst vorgeladen wird, die eigene Akte mitzubringen oder überhaupt darauf zu achten, dass der MD auch die komplette Aktenlage vorliegen hat. Dem MD ist nicht unbedingt zu trauen, die sind froh über alles, was sie nicht in den Akten haben, umso leichter fällt ihnen die Gesundschreibung. Es ist so schon vorgekommen, dass eine Richterin nur die Gutachten des MD anerkannt hat und einfach rundweg alle Gutachten von mehreren anderen Ärzten frei heraus als "Gefälligkeitsgutachten" bezeichnet hat. So etwas gibt es, leider.

Da Du selbst gekündigt hast, ist die Lage sehr viel komplizierter, als sie sein müsste aber, wie gesagt, nicht hoffnungslos. Ich würde auf alle Fälle einen Anwalt einschalten, der sich mit Mobbing auskennt.

Viel Glück und viele Grüße
ckberlin
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lemonblue TV
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-Mobbing
ckberlin ist offline  
Alt 30.04.2008, 14:21   #12
Tom_
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Beiträge: n/a
Standard AW: 3 Monats Sperre bei eigener Kündigung trotz ärztlichem Attest?

Gegen teilweise recht wüste Gutachten des MdK Nürnberg bin ich mit Hilfe des Sozialministerium Bayern vorgegangen. Der MdK entschied damals auf Aktenlage und hatte dazu angeblich die Unterlagen meiner Ärzte angefordert. Hatte er nicht, wie meine Ärzte bestätigten. Und damit war klar, daß der MdK gelogen hat. Es gab ein heftiges Donnerwetter. Seither habe ich vor dem Verein Ruhe.

Erzähle mir keiner, als Einzelner könne man nichts erreichen. Ich kann diverse Beispiele aus dem eigenen Erleben aufführen, wo das Gegenteil der Fall war.
 
Alt 30.04.2008, 15:13   #13
sun2007->Emailproblem
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Beiträge: 938
sun2007
Daumen hoch AW: 3 Monats Sperre bei eigener Kündigung trotz ärztlichem Attest?

Das ist ja interessant - kannst Du mehr darüber berichten?

Was glaubst Du, war der Grund für Deinen Erfolg? (Vielleicht gehört das auch in "Erfolgreiche Gegenwehr" - vielleicht hast Du das ja auch dort schon geschildert, falls ja, kannst Du ja vielleicht den Link setzen, falls nein, kannst Du vielleicht jetzt mehr dazu schreiben).

Glückwunsch jedenfalls und das freut mich total, dass da mal einer Erfolg hatte :icon_klarsch:

Viele Grüße

Sun
__

Alles, was ich schreibe, gibt meine persönliche Meinung wieder. Für Beratung bitte zum Rechtsanwalt, Steuerberater, Arzt, Architekten, Statiker, etc. etc. gehen.
sun2007 ist offline  
Alt 30.04.2008, 15:16   #14
Tom_
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: 3 Monats Sperre bei eigener Kündigung trotz ärztlichem Attest?

Der Grund für den Erfolg ist eigentlich einfach und real doch schwer: Recht haben und nicht nachgeben. Wenn eine Stelle stur ist gucken wer über denen steht und dort Hilfe suchen. Fakten sammeln und verwenden. Auch nicht davor zurückschrecken Ministerien einzuschalten oder Presse zu nutzen. Bei letzterem sollte man allerdings besser jemanden mit Pressekontakten kennen, weil sonst die Fakten teilweise heftigst verdreht werden könnten.

Und besonders wichtig: Erfahrungen anderer ansehen und hilfreiches Entnehmen. Das Rad muß nicht ständig neu erfunden werden.

Beim MdK sollte man nie vergessen den begutachtenden Arzt nach seiner Fachrichtung zu fragen und nicht davor zurückschrecken diesen gegebenenfalls abzulehnen, wenn man merkt, daß er keine Ahnung hat oder die falsche Fachrichtung. Das ist möglich, egal was der Arzt einem erzählt. Ich hatte bei einem neurologischen Problem als Gutachter einen Orthopäden. Das ist als würde man mit Fußproblemen zum Zahnarzt gehen.
 
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aerztlichem, attest, eigener, kuendigung, kündigung, monats, sperre, trotz, ärztlichem

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