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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 22.06.2018, 20:37   #1
Hans Hall
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Hans Hall
Beitrag Einladung zum Gespräch über Vermittlungsvorschlag

Ich hatte meinen letzten Termin bei meiner SB am 02.05.. Dort habe ich 5 Vermittlungsvorschläge bekommen, auf die ich mich am gleichen Tag beworben habe.
Jetzt habe ich eine neue Einladung für den 02.07. bekommen mit der Mitteilung "Ich möchte mit Ihnen einen Vermittlungsvorschlag besprechen".

Auf meinem JobbörsenKonto steht unter Termine: "berufliche Situartion / Coaching erforderlich (was sonst nie da steht)
Vermittlung
Folgegespräch".

Offensichtlich hat es eine Rückmeldung von einem AG des Vermittlungsvorschlages gegeben, denn es steht "Vermittlung erledigt". Dies muss meine SB eingetragen haben. Bei allen anderen 4 VV steht "VV liegt vor".

Kann das sein, dass der AG etwas an meiner Bewerbung bemängelt hat und ich deswegen zu dem Gespräch eingeladen werde und ich ein Coaching machen soll?
Oder gibt es neuen VV, der mit einem Coaching verbunden wäre - was ja unsinnig klingt.
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Alt 22.06.2018, 21:48   #2
Gewerkschafter
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Beiträge: 190
Gewerkschafter
Standard AW: Einladung zum Gespräch über Vermittlungsvorschlag

Zitat von Hans Hall Beitrag anzeigen
Auf meinem JobbörsenKonto steht unter Termine: "berufliche Situartion / Coaching erforderlich (was sonst nie da steht)
Oder gibt es neuen VV, der mit einem Coaching verbunden wäre
Die Beurteilung deines Falles ist schwer möglich. Nach deinen gegebenen Informationen könnte ich folgendes mutmaßen:
Es kann sich in deinem Falle möglicherweise tatsächlich um eine Einladung zu einem Training handeln. Das war bei mir nach Ostern, Anfang April der Fall. Ende April hatte ich dann eine Beschäftigung aus der ich dann Anfang Juni entfernt wurde. Wie schon gesagt, es ist nur eine Mutmaßung. Maßnahmen werden in der Regel immer durch eine Eingliederungsvereinbarung vereinbart. Deshalb die EGV nie ohne Bedacht unterschreiben, im Zweifelsfalle den Verwaltungsakt abwarten. Solltest du tatsächlich in solch einer hochwertigen und anspruchsvollen Maßnahme zu landen und hast du Fragen zur PAV oder der Zeitarbeit, so stelle weitere Fragen. Ich bin mir sicher wir haben hier genug Kolleginnen und Kollegen die diesbezüglich weitere Fragen beantworten können. An deiner Stelle würde ich einfach Tee trinken und abwarten. Es gibt schlimmeres als das freundliche JC.
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Alt 23.06.2018, 08:44   #3
Hans Hall
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Beiträge: 3
Hans Hall
Standard AW: Einladung zum Gespräch über Vermittlungsvorschlag

Meine Bewerbungsunterlagen wurden durch zwei Coachings optimiert und von meiner SB als gut bezeichnet. Daher halte ich ein weiteres Coaching für überflüssig. Wenn ich aber doch dazu gezwungen werden sollte, dann lieber ein Einzelcoaching als bei einer dubiosen und sinnlosen Maßnahme. Habe ich eine Möglichkeit/Anspruch, dies zu beeinflussen? Bisher bin ich mit meiner SB immer gut ausgekommen.

Die weitere Frage ist, wenn meine Bewerbungen formal in Ordnung waren (und eine inhaltliche oder qualitative Bewertung durch den AG ist nach meinem jetzigen Kenntnisstand nicht zulässig) ist dann die Zuweisung zu einer Coaching Maßnahme überhaupt gerechtfertigt, bzw. kann ich dagegen Rechtsmittel einlegen?

Geändert von Hans Hall (23.06.2018 um 09:00 Uhr)
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Alt 23.06.2018, 09:14   #4
Querulant
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Querulant
Standard AW: Einladung zum Gespräch über Vermittlungsvorschlag

Zitat von Hans Hall Beitrag anzeigen
Meine Bewerbungsunterlagen wurden durch zwei Coachings optimiert und von meiner SB als gut bezeichnet. Daher halte ich ein weiteres Coaching für überflüssig. Wenn ich aber doch dazu gezwungen werden sollte, dann lieber ein Einzelcoaching als bei einer dubiosen und sinnlosen Maßnahme. Habe ich eine Möglichkeit/Anspruch, dies zu beeinflussen? Bisher bin ich mit meiner SB immer gut ausgekommen.
Wenn die bereits absolvierten Coachings zielführend waren und die Bewerbung als positiv bescheinigt wurde halte ich eine weitere "Schulung" für nicht erforderlich.

Gegen eine Zuweisung zu einer Maßnahme kann man sich immer zur Wehr setzen insb. wenn sie nicht zielführend oder bereits mehrmals erfolgreich absolviert wurde.

Zitat:
Wenn ein Angestellter und sein Team gute Quoten in der Arbeits- und Maßnahmenvermittlung vorweisen können, winken Beförderungen, Festanstellungen und Geldprämien.
Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/artic...ter-Druck.html

Vielleicht macht es aber auch Sinn eigene Vorschläge zu machen zb. eine berufliche Weiterbildung oder Qualifizierung um die Chancen auf dem 1. Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Ich persönlich halte von Maßnahmen des JC nichts, die Erfolgsquoten sind überschaubar und ändern m.M.n. an der Hilfsbedürftigkeit der Teilnehmer/Kunden nichts.

Zitat:
Die weitere Frage ist, wenn meine Bewerbungen formal in Ordnung waren (und eine inhaltliche oder qualitative Bewertung durch den AG ist nach meinem jetzigen Kenntnisstand nicht zulässig) ist dann die Zuweisung zu einer Coaching Maßnahme überhaupt gerechtfertigt, bzw. kann ich dagegen Rechtsmittel einlegen?
Eine Bewerbung, welche durch mehrere Schulungen, und durch entsprechende Stellen positiv bescheinigt wurde sollte kein Grund zur Besorgnis sein. Inhaltlich kann, je nach Formulierung, eine Bewerbung auch als Negativbewerbung ausgelegt werden.

Geändert von Querulant (23.06.2018 um 09:27 Uhr)
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Alt 23.06.2018, 09:54   #5
Frank71
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Standard AW: Einladung zum Gespräch über Vermittlungsvorschlag

Gehe wenn möglich mit einem Beistand zum Termin ins Jobcenter.

Beistand muss zugelassen werden Paragraph 13 SGB X.

Für den Fall das dir seitens des SB ein neues couching angeboten wird würde ich an deiner Stelle den klaren Standpunkt vertreten und dem SB klar machen das Du kein weiteres couching benötigst da deine Unterlagen top sind und somit auf den neuesten Stand.
Frank71 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.06.2018, 13:35   #6
Hans Hall
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Hans Hall
Standard AW: Einladung zum Gespräch über Vermittlungsvorschlag

Jetzt noch eine Frage zu den Bewerbungen. Es waren Zeugnisse gefordert. Ich habe aber keine Zeugnisse, da ich mein ganzes Leben selbstständiger Musiker war, bis ich mich arbeitslos gemeldet habe und daher keine Arbeitszeugnisse etc. besitze.

In den letzten 4 Jahren habe ich 4 Weiterbildungen gemacht, über die ich alle eine Teilnahmebestätigung bekommen habe.
Diese füge ich aber meinen Bewerbungen nicht bei, da dies eigentlich nicht notwendig, bzw. sogar ungünstig ankommen könnte. Ich habe dies recherchiert und der Tenor war: nicht unbedingt notwendig, bzw. ratsam.
Dieses Vorgehen wurde bisher noch nie beanstandet.

Ist mein Vorgehen hier akzeptabel, sinnvoll und auch im Nachhinein gegenüber meiner SB vertretbar?

Mein Anschreiben ist standardisiert und bezieht sich im Wesentlichen auf meine Qualifikation als Fundraiser. Auf manche VV passt das nicht unbedingt.
Aber extra ein neues Anschreiben entwerfen ist mir zu viel, zumal ich als chronischer Schmerzpatient auch manchmal (auch wegen der Medikamente) nicht wirklich konzentrations- und leistungsfähig bin.

Auch hier die Frage, ob mir daraus Nachteile erwachsen können?

Was mir aber am meisten suspekt ist, ist die Möglichkeit, dass sich ein AG über eine Bewerbung beim Jobcenter negativ äussert und einem das Leben unnötig noch schwerer macht, als es ohnehin schon ist. Falls dem wirklich so sein sollte, erwäge ich eine Beschwerde beim Datenschutzbeauftragten.
Würdet ihr mir dazu raten?

Geändert von Hans Hall (23.06.2018 um 13:58 Uhr)
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Alt 23.06.2018, 14:32   #7
FrankM
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Standard AW: Einladung zum Gespräch über Vermittlungsvorschlag

Zitat von Hans Hall Beitrag anzeigen
Es waren Zeugnisse gefordert. Ich habe aber keine Zeugnisse, ...

In den letzten 4 Jahren habe ich 4 Weiterbildungen gemacht, über die ich alle eine Teilnahmebestätigung bekommen habe.
Diese füge ich aber meinen Bewerbungen nicht bei, da dies eigentlich nicht notwendig, bzw. sogar ungünstig ankommen könnte.

Mein Anschreiben ist standardisiert und bezieht sich im Wesentlichen auf meine Qualifikation als Fundraiser. Auf manche VV passt das nicht unbedingt.
Aber extra ein neues Anschreiben entwerfen ist mir zu viel,[...]
Zu den Arbeitszeugnissen:
Der Arbeitgeber hat zwar die Pflicht, einem Arbeitnehmer ein Arbeitszeugnis auszustellen, wenn der AN eines fordert.
Der AN hat aber keine Pflicht, sich ein Arbeitszeugnis vom AG ausstellen zu lassen, wenn der AN vom AG weggeht.
Wenn man keine Arbeitszeugnisse hat, dann hat man eben keine und kann keine vorlegen
Als Selbstständiger hat man für die Zeit der Selbstständigkeit sowieso keine.

zu den Weiterbildungen:
Teilnahmebescheinigungen würde ich nur bei Bewerbungen dabei legen, wenn diese Weiterbildungen zu der Stelle passen, auf die ich mich bewerben würde. Stellenfremde Weiterbildungen würde ich nicht erwähnen.

zu den Anschreiben:
Das Anschreiben sollte schon zu der Stelle, auf die man sich bewirbt passen. Ansonsten könnte behauptet werden, dass man sich nicht mit dem notwendigen Ernst auf die Stelle beworben hat und Konsequenzen drohen.
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