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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 15.05.2018, 12:09   #1
Nikki84
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Nikki84
Standard Trennung,Arbeit,Umzug was tun ?

Hallo zusammen,

Ich bin 33 Jahre und Mama von 2 Kindern (7 und 14 Jahre alt). Ich wohne noch in der Nähe von Neumünster , mit einem Mann von dem ich mich nun nach knapp 3 Jahren trennen möchte.
Ich arbeite 5 Tage die Woche a 3,5 std am Tag. Wir wohnen hier noch zusammen in einem Haus und müsste aufstocken wenn ich ausziehe. Hier im Umkreis finde ich aber keine Wohnung (suche schon längere Zeit). Jetzt wollte ich mit meinen Kindern nach Hamburg ziehen um 1. einen besseren Job zu bekommen , 2. Von meinem eifersüchtigen Exfreund weiter weg zu kommen und 3. Wohnt in Hamburg auch der Papa von den Kindern.Da er die Kinder sehr selten sieht/holen kann wegen Entfernung und Job wäre es für die Kinder schöner wieder mehr vom Papa zu haben und Papa und Mama könnten sich was Kinder betrifft besser kümmern und unterstützen.
Vorrangig ist für mich auch das ich wieder mehr arbeiten kann,was hier leider schwer ist .

Ich weiss im Moment nicht weiter ,was ich wie und wo tun kann um vorran zu kommen ,bzw wohin ich mich wenden muss,wie ich es irgendwie ins Rollen bringen kann.

Hat jemand Erfahrung ob es machbar ist?Denn ich wäre dann kurze Zeit ganz auf Harz4 angewiesen bis ich neuen Job habe.(Wäre ich wenn ich hier endlich was finden würde als Aufstockerin). Ich möchte aber nicht ewig hier rumkrebsen und aufstocken und mich von meinem Exfreund fertig machen lassen ....

Hat vielleicht jemand Ratschläge wie Ich es angehen kann? Wohin ich mich wenden kann und muss?

Liebe Grüße
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Alt 15.05.2018, 12:41   #2
schlaraffenland
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Standard AW: Trennung,Arbeit,Umzug was tun ?

Hi Nikki84,

ich nehme an, dass Du in HH nicht in die Wohnung des Vaters Deiner Kinder ziehen willst/kannst, richtig?

Falls ja, gehe wie folgt vor (Achtung, der "Vorsicht!"-Hinweis kommt hierbei weiter unten):

1. Suche Dir einen Job in HH, achte hierbei auf die Kündigungsfrist Deines bestehenden Arbeitsverhältnisses. Die Miete der zukünftigen Wohnung sollte nicht mehr als 30% Deines Nettolohns in Anspruch nehmen (auch nach diesem Kriterium scheinen Vermieter ihre Mieter auszuwählen, und zwar wahrscheinlich dann, wenn sie keine Kinder haben; wer Kinder hat, der müsste aus Sicht der Vermieter wahrscheinlich netto entsprechend mehr verdienen).

2. Sobald Du den Arbeitsvertrag für den neuen Job in HH unterschrieben hast, kündige Dein bestehendes Arbeitsverhältnis und suche eine Wohnung in HH.

Jetzt der Knackpunkt bei der ganzen Sache:

Selbst wenn Du einen für Vermieter ausreichend vergüteten Job in HH findest, so schnell wirst Du wahrscheinlich keine Wohnung in HH finden. Der Wohnungsmarkt ist auch in HH überlaufen mit Wohnungssuchenden, die Meitpreise sind auch dort in den letzten Jahren stark gestiegen.

Wenn ich jetzt sagen würde "Berücksichtige mindestens 1 Monat Zeit für die Wohnungssuche und den Umzug nach HH, bis der neue Job in HH anfängt", dann ist dieser Zeitraum für die Wohnungssuche wahrscheinlich viel zu kurz. Auch ein Zeitraum von 2 Monaten ist wahrscheinlich auch zu kurz für die Wohnungssuche + Umzug, vielleicht sind selbst 3 Monate zu kurz dafür.

Als Arbeitslose hast Du nicht nur in HH noch weniger Chancen eine Wohnung zu finden. Vermieter ziehen gut verdienende Berufstätige Arbeitslosen und Geringverdienern vor.

Kündige auf keinen Fall Deinen aktuellen Job, ohne den Arbeitsvertrag für einen neuen Job unterschrieben zu haben, denn ansonsten bekommst Du von der Agentur für Arbeit eine Sperrzeit bzw. vom Jobcenter eine Sanktion aufgedrückt. Also eine Geldkürzung.

Tut mir leid, dass ich Dir nichts Positiveres schreiben kann.
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Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine Handlungsempfehlungen und Rechtsauslegungen übernehme ich keine Haftung. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.
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Alt 15.05.2018, 12:57   #3
Nikki84
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Nikki84
Standard AW: Trennung,Arbeit,Umzug was tun ?

Hey,

Danke für die Antwort. Nein ich möchte und kann nicht zu meinem Expartner in die Wohnung ziehen. Ich möchte weiterhin auf eigenen Beinen stehen und auch wieder arbeiten gehen . Meinen Job hier von jetzt auf gleich zu kündigen hätte ich nicht im Sinn .
Ich weiss nur nicht wie ich es genau anstellen soll. Ich müsste mich ja bei Trennung hier bei der Arge melden,da ich wenn ich mal eine Wohnung finden würde aufstocken müsste. (Habe im Monat knapp um die 600€) Davon kann ich natürlich nicht Leben und Wohnung bezahlen. Wenn es nach mir ginge hätte ich einen besseren Job, aber die wachsen bekanntlich nicht auf Bäumen und alleinerziehende Mütter sind oft nicht gern gesehen (eigene Erfahrung).
Sollte ich mich bei der Arge melden und sagen das ich getrennt bin, im Moment einen ich nenne es mal geringfügigen Job habe ,aber aus besagten Gründen wie bessere Arbeit, Vater der Kinder nach HH ziehen möchte? Wäre dies nicht eine Möglichkeit?
Zum Amt muss ich so oder so,wegen Aufstockung. Habe aber nicht vor ewig aufgestockt zu werden oder harz4 zu beziehen, sondern endlich auch einen besseren Job zu bekommen um nicht ganz unten zu landen
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Alt 15.05.2018, 19:16   #4
schlaraffenland
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Standard AW: Trennung,Arbeit,Umzug was tun ?

Zitat von Nikki84 Beitrag anzeigen
Ich weiss nur nicht wie ich es genau anstellen soll. Ich müsste mich ja bei Trennung hier bei der Arge melden,da ich wenn ich mal eine Wohnung finden würde aufstocken müsste. (Habe im Monat knapp um die 600€) Davon kann ich natürlich nicht Leben und Wohnung bezahlen.
Wenn Dein Ex-Freund und Du schriftlich belegt, dass Ihr Euch getrennt habt und für Euch gegenseitig nicht aufkommt, also nicht mehr gemeinsam wirtschaftet, dann darf Dir das Jobcenter ALG II ("Hartz IV") nicht verweigern, falls Du weiterhin (vorerst, bis auf Weiteres) bei Deinem Ex-Freund wohnen bleibst. Dann müsste Dir das Jobcenter genau so viel Geld geben als wenn Du mit Deinen Kindern alleine in dem aktuellen Haus wohnst. Dann würdest Du mit Deinen Kindern als eigenständige so genannte Bedarfsgemeinschaft vom Jobcenter gewertet werden. Wobei Dein Ex-Freund eben nicht Bestandteil dieser Bedarfsgemeinschaft wäre.

Es stellt sich allerdings die Frage, wie Du mit Deinem Ex-Freund in dem gemeinsamen Haus wohnst: Zur Miete, oder ist das Haus Eigentum Deines Ex-Freundes?

Zitat:
Sollte ich mich bei der Arge melden und sagen das ich getrennt bin, im Moment einen ich nenne es mal geringfügigen Job habe ,aber aus besagten Gründen wie bessere Arbeit, Vater der Kinder nach HH ziehen möchte? Wäre dies nicht eine Möglichkeit?
Die Sache mit dem Umziehen nach HH ist erst einmal unwichtig, denn das Jobcenter an Deinem aktuellen Wohnort ist nicht zuständig für die Erteilung einer Umzugserlaubnis nach Hamburg. Sondern das Jobcenter in Hamburg müsste Dir die Erlaubnis erteilen, dass Du aus dem ALG-II-Bezug heraus nach HH umziehen darfst. Für so eine Umzugserlaubnis musst Du allerdings ein Wohnungsangebot in HH vorweisen können, das den Mietrichtlinien einer angemessen teuren Wohnung in Hamburg entspricht.

Hier die Mietrichtlinien der Hansestadt Hamburg:

http://www.hamburg.de/leistungen-hil...nterkunft.html
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Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine Handlungsempfehlungen und Rechtsauslegungen übernehme ich keine Haftung. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.
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Alt 15.05.2018, 21:52   #5
Nikki84
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Nikki84
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Hallo Schlarafenland,

noch mal Danke für deine Antwort. Wir leben hier zur Miete und stehen auch beide im Mietvertrag. Ich schlafe getrennt von ihm, koche und kaufe nur für mich und die Kinder ein, Wäsche wasche ich nur die von mir und meinen Kindern usw. Wir haben und machen alles getrennt.
Ich höre aber zum ersten Mal das die Arge zahlen muss wenn sie es schriftlich bekommen das wir getrennt sind und nicht mehr für einander aufkommen. Es würde mir etwas Hoffnung geben wenn dies stimmt und das Leben etwas einfacher machen. Ich habe aber das Gefühl, bzw ich denke dass das Jobcenter sich versucht zu drücken und nicht zahlen will. Sie müssen ja nicht komplett für alles aufkommen, habe ja immerhin einen Minijob.Mein Ziel ist es ja auch dann hier so flott es geht aus zu ziehen und endlich wieder mit meinen Kindern in Ruhe zu leben ohne den Stress mit besserer Arbeit und eingeben Heim.
Da wir uns ja gegenseitig los werden wollen, würde er mir auch ohne Probleme solch ein schreiben unterschreiben.
Falls das Jobcenter sich dennoch weigert, mit dem Schieb / Formular mir zu helfen...gibt es da irgendwo etwas schriftliches worauf ich dann verweisen kann oder mich drauf berufen kann ?

LG und Danke für deine Geduld
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Alt 16.05.2018, 08:16   #6
schlaraffenland
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Standard AW: Trennung,Arbeit,Umzug was tun ?

Guten Morgen Nikki84,

Zitat von Nikki84 Beitrag anzeigen
Wir leben hier zur Miete und stehen auch beide im Mietvertrag.
Dann vermute ich, dass Dein Jobcenter die Hälfte der Gesamtkosten der Miete für Dich und Deine Kinder übernimmt. Dein Ex-Freund müsste dann die andere Hälfte der Miete eigenständig finanzieren.

Kann das vielleicht ein anderer User bestätigen, der sich mit folgender Konstellation auskennt?

a) Person 1 (Mann) ist nicht mehr Partner von Person 2 (Frau) und kommt für sie nicht mehr auf
b) Person 2 (Frau) mit 2 eigenen Kinder bildet deswegen eine Bedarfsgemeinschaft ohne Person 1 (Mann)
c) Person 1, Person 2 und die Kinder wohnen in einem gemeinsamen Haushalt.
d) Die Kinder sind nicht die Kinder von Person 1

Hinweis für Nikki84: Liegt eine Bedarfsgemeinschaft vor (diese kann übrigens auch nur aus einer einzigen Person bestehen, das ist der Fall bei einer alleinstehenden) Person, dann ermittelt das Jobcenter den Bedarf der Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft. Mit "Bedarf" ist gemeint, wieviel Geld der Bedarfsgemeinschaft zusteht. Grob gesagt berechnet sich der Bedarf einer Bedarfsgemeinschaft aus

(anteilige) Mietkosten (Bruttowarmmiete)
+
Regelbedarfe bzw umgangssprachlich "Regelsätze" für die Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft
+
Mehrbedarfe

Das hier sind die aktuellen Regelbedarfsstufen:

https://www.bundesregierung.de/Conte...rung-2018.html

=> Du würdest also einen Regelsatz entsprechend der Regelbedarfsstufe 1 bekommen
=> Deine Kinder bekommen einen Regelsatz entsprechend der jeweiligen Regelbedarfsstufe entsprechend ihres jeweiligen Alters
=> als Mehrbedarf kommt in der Regel ein prozentualer Zuschlag von 0,8% bis 2,3% auf den jeweiligen Regelbedarf für jedes Mitglied in der Bedarfsgemeinschaft dazu, wenn in Eurer Wohnung Warmwasser erzeugt wird, wie über einen Durchlauferhitzer oder Gasboiler. So etwas nennt der Gesetzgeber "dezentrale Warmwasserzeugung", siehe § 21 Abs. 7 SGB II

Wenn Du regelmäßiges Einkommen aus Erwerbsarbeit hast, dann darfst Du einen Teil Deines Lohns behalten. Du hast hierbei einen Freibetrag von 100 € Deines Lohns; vom Lohn, der höher ist als dieser Freibetrag, darfst Du 20% bis zu einem Lohn in Höhe von 1.000 € behalten, siehe § 11b Abs. 2 Satz 1 SGB II und § 11b Abs. 3 SGB II.

Zitat:
Ich schlafe getrennt von ihm, koche und kaufe nur für mich und die Kinder ein, Wäsche wasche ich nur die von mir und meinen Kindern usw. Wir haben und machen alles getrennt.
Das ist gut im Sinne dahingehend, dass Dein Jobcenter Deinen Ex-Freund nicht in die Bedarfsgemeinschaft nehmen dürfte/sollte. Ich erläutere das gleich weiter unten.

Ich kenne übrigens eine Person, die mir mitgeteilt hat, dass ihr Jobcenter so verfahren hat wie es in Deinem Fall auch tun sollte: Diese Person lebte mit ihrem Partner in einem gemeinsamen Haushalt. Ab einem gewissen Zeitpunkt waren beide kein Paar mehr. Nachdem die Person und ihr Ex-Partner dem JC mitgeteilt hatten, dass ihre Partnerschaft nicht mehr besteht und beide nicht mehr füreinander aufkommen, hat das Jobcenter die Person als eigenständige Einperson-Bedarfsgemeinschaft eingestuft, obwohl die Person weiter in der gemeinsamen Wohnung mit ihrem Ex-Partner lebte. Der Ex-Partner wurde also mit seinem Einkommen nicht in diese Einpersonen-Bedarfsgemeinschaft vom Jobcenter hineingerechnet, weswegen die Person volle Leistungen vom Jobcenter erhielt.

Das wurde mir mündlich von der Person mitgeteilt.

Zitat:
Ich höre aber zum ersten Mal das die Arge zahlen muss wenn sie es schriftlich bekommen das wir getrennt sind und nicht mehr für einander aufkommen. Es würde mir etwas Hoffnung geben wenn dies stimmt und das Leben etwas einfacher machen. Ich habe aber das Gefühl, bzw ich denke dass das Jobcenter sich versucht zu drücken und nicht zahlen will.
Was steht in § 7 Abs. 3 SGB II?

Zitat:
(3) Zur Bedarfsgemeinschaft gehören

1. die erwerbsfähigen Leistungsberechtigten,

2. die im Haushalt lebenden Eltern oder der im Haushalt lebende Elternteil eines unverheirateten erwerbsfähigen Kindes, welches das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, und die im Haushalt lebende Partnerin oder der im Haushalt lebende Partner dieses Elternteils,

3. als Partnerin oder Partner der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten

a) die nicht dauernd getrennt lebende Ehegattin oder der nicht dauernd getrennt lebende Ehegatte,

b) die nicht dauernd getrennt lebende Lebenspartnerin oder der nicht dauernd getrennt lebende Lebenspartner,

c) eine Person, die mit der erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person in einem gemeinsamen Haushalt so zusammenlebt, dass nach verständiger Würdigung der wechselseitige Wille anzunehmen ist, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen.

4. die dem Haushalt angehörenden unverheirateten Kinder der in den Nummern 1 bis 3 genannten Personen, wenn sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, soweit sie die Leistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhalts nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen beschaffen können.
Zur zweiten von mir im Zitat in fetter Schrift hervorgehobenen Textstelle: Im Umkehrschluss ergibt sich aus dieser Textstelle, dass Dein Ex-Freund nicht zur Bedarfsgemeinschaft gehört, wenn Ihr Beide dem Jobcenter schriftlich mitteilt, dass Ihr keinen "wechselseitigen Willen" habt, "Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen". Ich würde aber dem Jobcenter dazu noch schriftlich mitteilen, dass Dein Auszug in eine eigene Wohnung aufgrund der bisher vergeblichen Wohnungssuche zur Zeit nicht möglich ist.

Zitat:
Falls das Jobcenter sich dennoch weigert, mit dem Schieb / Formular mir zu helfen...gibt es da irgendwo etwas schriftliches worauf ich dann verweisen kann oder mich drauf berufen kann ?
Ich kann zur Zeit nur auf die Arbeitsanweisung der Bundesagentur für Arbeit über die Umsetzung des § 7 Abs. 3 und Abs. 3a SGB II verweisen, da steht das aber nicht drin, was ich geschrieben habe (Widerlegung einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft durch schriftliche Bekundung), aber Du kannst dort ja mal reinschauen:

https://con.arbeitsagentur.de/prod/a...k_ba015897.pdf
__

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schlaraffenland ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 16.05.2018, 10:50   #7
Nikki84
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Nikki84
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Hallo Scharaffenland,

nochmals vielen lieben Dank. Ich werde versuchen es auf dem Weg zu klären . Es gibt mir auch wieder etwas Hoffnung,endlich wieder vorran zu kommen.

Ein dickes DANKE .

Ich werde aber noch weiter reinschauen,vielleicht gibt es ja noch mehr Tips
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