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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 30.11.2007, 14:46   #1
h²oly->Emailproblem
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Registriert seit: 30.11.2007
Beiträge: 1
h²oly
Standard Bearbeitungsdauer Neuantrag nach Umzug bzw. Vorschuß

Hallo,

ich hab ein nettes Problem mit der ARGE in Dresden. Ich versuche mal das hier übersichtlich zusammenzustellen, bin im Moment aber etwas aufgeregt, seht es mir bitte nach

Ich habe in Ba-Wü ein Studium abgebrochen und mich danach arbeitslos gemeldet. Jetzt habe ich zum nächsten Lehrjahr (08/08) einen Ausbildungsplatz in Dresden.

Also kam ich auf die "tolle" Idee, jetzt schon nach Dresden umzuziehen. Da ich grad eh in Dresden war (unbezahltes Praktikum, das dann zum Ausbildungsplatz führte) gestaltete sich die Wohnungssuche recht einfach und mein Betrieb stellte mir bis Ausbildungsbeginn einen Minijob in Aussicht.

Am 27.10. habe ich meinen Ausbildungsvertrag unterschrieben, am 9.11. hab ich bei meiner alten ARGE alle nötigen Unterlagen für den Umzug eingereicht. In einem Schreiben vom 15.11. wurde mir dieser mit voller Kostenerstattung genehmigt.

Am 17.11. & 19.11. bin ich dann umgezogen (ist ja 'ne ganz schöne Strecke, das schafft man nicht an einem Tag).

Gestern, am 29.11., wollte ich meinen neuen Antrag in Dresden einreichen. Die Dame schickte mich erst mal mit allen möglichen und unmöglichen Forderungen (Hauptmietvertrag der alten Wohnung und hast Du nicht gesehen) wieder weg. Immerhin bekam ich meinen Stempel auf den Antrag, wann ich das erste mal versucht hatte ihn abzugeben.

Ich hab mich dann erst mal informiert und alles für das es keine gesetzliche Grundlage gibt (z.B. Hauptmietvertrag der alten Wohnung) wieder von der Liste gestrichen.

Heute bin ich dann zur Notfallzeit wieder bei der ARGE vorbei, diesmal landete ich direkt bei der Teamleiterin. Die hat dann widerwillig meinen Antrag angenommen. Zwei Schreiben fehlten noch (Angemessenheitsbescheinigung der neuen Wohnung von der Leistung meiner alten ARGE & der Schrieb von der Versicherung), die haben jedoch die Fax-Nummer der ARGE Dresden und mir zugesagt die Sachen heute noch zu faxen. Somit sollte mein Antrag heute noch komplett sein.

Und jetzt kommt's - die ARGE weigert sich mir Geld zukommen zu lassen. Die Dame am 28. meinte ich könne nach 6-8 Wochen (eher 8, außerdem kämen ja noch die Feiertage dazwischen) mit Geld rechnen. Mit einem Vorschuß könne ich nicht rechnen, da ich ja Schuld an meiner Lage sei, weil ich ja meinen Antrag nicht fristgerecht eingereicht habe. Dass ich vor 8 Wochen weder einen Ausbildungsvertrag, noch eine Wohnung, noch sonst irgend etwas in Dresden hatte (siehe auch Datum der Umzugsbewilligung meiner alten ARGE), hat sie dabei gar nicht interessiert.

Die Teamleiterin heute meinte dann, dass sie mir ebenfalls kein Geld zukommen lassen könne. Auf meine Frage, womit ich meine Miete bezahlen solle meinte sie (sinngemäß): "Ihr Vermieterin kann froh sein, wenn sie im Januar Miete von Ihnen sieht".
Ich schulde meiner Vermieterin, die übrigens eine Studentin und somit ähnlich mittellos ist, die Miete seit dem 15.11.
HALLO? War da nicht was mit § 543 BGB und der fristlosen außerordentlichen Kündigung, wenn ich zwei Monate in Folge meine Miete nicht bezahl?

Aber macht ja nix - es ging ja noch weiter

Ich fragte sie dann, was ich bis Februar (Aussage der Dame am Vortag), oder meinetwegen Januar (ihre Aussage wegen der Miete), essen solle. Ist sie nicht drauf eingegangen.

Ich also darauf beharrt, dass ich dringend Geld brauche. Miete, Essen, ob ich im Dezeber wenn meine Seife alle sei meine Körperhygiene einstellen solle...

"Anfang dieser Woche war der Herr von der Heilsarmee da - es gibt diesen Winter wieder eine Suppenküche."

Ich glaub mein Schwein pfeift! Wobei - das Ganze entbehrt ja nicht einer gewissen Logik - bei meinen neuen Kumpels kann ich mich dann immerhin schlau machen, in welchem Asyl sich am besten pennen lässt, nachdem ich aus der WG wieder rausgeflogen bin :icon_klarsch:

Unterm Strich kam also folgendes raus:
  • Antragsbeareitung dauert 6-8 Wochen, weil die ARGE Dresden "hoffnungslos überarbeitet" ist.
  • Wenn ich einen Vorschuß erhalte, dann frühestens 15 Tage nach Eingang des kompletten Antrages. Grund: Das macht man so in Dresden.
  • Wahrscheinlicher ist jedoch, dass ich frühestens(!) im Januar mein erstes Geld seh, vllt. auch Februar.
  • Es ist nicht einzusehen, dass mir in irgend einer Art und Weise entgegenzukommen sei. Schließlich ist mein Antrag nicht fristgerecht eingegangen.
  • Wie ich die nächsten Monate(!) überbrücke sei allein mein Problem. Ich solle mir mein Geld von Freunden (bitte WAS? abgesehen davon sind meine Freunde alle Studenten und können mir kaum mal eben die Monatsmiete vorschießen) oder Verwandten (erfahrungsgemäß zeigt sich mein Vater ohne Gerichtsbeschluß eher unwillig, Geld für meinen Unterhalt beizusteuern) zusammenleihen.
Klar, ich weiß, ich hätte den Antrag gleich in der Woche des Umzugs abgeben sollen. Aber ich hab in unter drei Wochen den kompletten Umzug, von der Unterzeichnung des Ausbildungsvertrages über Wohnungssuche, über Nachmietersuche, über Behördengänge usw. usf. durchgezogen. Ich war ziemlich fertig, ich sitze immernoch in Kisten, erst hab ich 2 volle Tage damit verbracht meinen Rechner neu aufzusetzen (der hatte wohl das Gerüttel vom Umzug nicht vertragen), dann wollte das Internet nicht, mit meiner Vermieterin musste ich mich auch noch absprechen, ich bin schlicht nicht dazu gekommen den Mietvertrag vor Dienstag fertig zu machen. Vor dem Umzug durfte ich den ja gar nicht unterschreiben, da die Bewilligung meiner alten ARGE erst am 15. kam! Und last but not least bin ich schlicht nicht auf die Idee gekommen, dass das ganze sich so ziehen könnte, meine alte ARGE benötigt für den selben Antrag gerade mal 1-2 Wochen.

Meine Mutter hat mir jetzt tatsächlich erst mal die Miete für Dezember vorgeschossen. D.h. ich schulde nach wie vor die halbe Novembermiete. Ich schulde meiner alten WG meinen Anteil der Nebenkosten. Ich hab vllt. noch Essen für 4 Tage im Haus. Und das mit der halbleeren Seife war kein Witz. Verdammt, ich kann mich ja nicht mal bei irgendwem zum Essen einladen, meine Freunde und Verwandten sind ja alle in Ba-Wü.

Bleibt mir wirklich nichts anderes übrig als auf Knien zu meinem Vater zu rutschen? Oder die Jungs von der Heilsarmee? (Ich kann immer noch nicht glauben, dass die mir das ernsthaft vorgeschlagen hat!). Und ich seh's schon kommen, wie die ARGE-Ladys dann die nächsten Kontoauszüge bestellen und mir dann die Leistungen wegen Unterhalts durch meine Eltern wieder streichen.

Es kann doch nicht sein, dass ich nach einem "Umzugs zwecks Arbeitsaufnahme", wie es so schön heißt, von der hiesigen ARGE für Monate ohne Geld stehen gelassen werde.

Gruß
h²oly ist offline  
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bearbeitungsdauer, bzw, neuantrag, umzug, vorschuss, vorschuß

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