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Start > > -> sind versicherungsleistungen als einkommen zu werten?

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 29.11.2007, 09:55   #1
ofra->Emailproblem
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Registriert seit: 18.07.2006
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ofra
Standard sind versicherungsleistungen als einkommen zu werten?

folgender fall:
in einem mehrfamilienhaus tritt ein wasserschaden auf. mehrere mieter und eigentümer helfen zusammen, um das wasser aus dem keller zu beseitigen.
der schaden wird der versicherung gemeldet. nach einigen wochen zahlt die versicherung einen gewissen betrag (höhe ist nicht bekannt).
die helfer, die beim aufräumen teilgenommen haben, erhalten eine finanzielle anerkennung aus dem betrag, den die versicherung gezahlt hat.
es ist nicht ersichtlich, wie dieser betrag pro helfer ermittelt wurde. es wurden weder arbeitsstunden gemessen noch die höhe eines "stundenlohnes" vereinbart.
ist nun das geld, das der einzelne beteiligte bekommt, aus sicht des ALG-II-bezuges als einmaliges einkommen zu werten?
das geld wurde jedem betroffenen von der hausverwaltung aufs konto überwiesen.
wie erklärt man das nun bei der arge?
jeder helfer hat freiwillig geholfen, auch aus persönlichem interesse heraus, um sein eigentum vor dem wasser zu schützen. es gab keinen plan, wer hilft und wer nicht.
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Alt 29.11.2007, 10:06   #2
Martin Behrsing
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es ist einmaliges Einkommen und wird daher in die Berechnung mit einbezogen.
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Martin

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Alt 29.11.2007, 10:20   #3
Pievey->Emailproblem
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Pievey
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Guten Morgen Martin,
sehe ich das richtig? Wenn mir jemand das Auto kaputt fährt und deren Versicherung zahlt. Muss ich die Entschädigung der Arge melden diese berechnet diese als Einkommen und ich kann mein Auto nicht in Ordung bringen lassen.Kann doch nicht sein,oder?
Pievey ist offline  
Alt 29.11.2007, 11:06   #4
Martin Behrsing
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nö, hier geht es um den Arbeitseinsatz. Keiner hätte das ja machen brauchen, weil die Versicherung auch einen Handwerksbetrieb hätte bezahlen können. Es geht nicht um den Schaden an sich.
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Alt 29.11.2007, 11:15   #5
ofra->Emailproblem
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ofra
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Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
nö, hier geht es um den Arbeitseinsatz. Keiner hätte das ja machen brauchen, weil die Versicherung auch einen Handwerksbetrieb hätte bezahlen können. Es geht nicht um den Schaden an sich.
der sachverhalt stellte sich so dar: es stand ca. 2 tage ca. 15 cm hoch wasser im keller. die hausverwaltung war informiert. es wurde gesagt, ein fachbetrieb würde das erledigen. es kam aber niemand. also haben die bewohner beschlossen, selbst hand anzulegen, bevor alles durch das wasser kaputt geht.
es wurde seitens der hausverwaltung nicht offen gelegt, wieviel die versicherung genau bezahlt hat.
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ofra ist offline  
Alt 07.02.2008, 10:02   #6
Cornelia->Emailproblem
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Cornelia
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Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
nö, hier geht es um den Arbeitseinsatz. Keiner hätte das ja machen brauchen, weil die Versicherung auch einen Handwerksbetrieb hätte bezahlen können. Es geht nicht um den Schaden an sich.
Heißt das im Umkehrschluss, dass Schadenszahlungen, egal in welcher Höhe, nicht der ARGE gemeldet werden müssen?
Cornelia ist offline  
Alt 07.02.2008, 10:35   #7
Martin Behrsing
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Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Zitat von Cornelia Beitrag anzeigen
Heißt das im Umkehrschluss, dass Schadenszahlungen, egal in welcher Höhe, nicht der ARGE gemeldet werden müssen?
Grundsätzlich muss jede Einnahme gemeldet werden. Die darf nur nicht angerechnet werden. Es sei denn, man zweckentfremdet das Geld.
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Alt 07.02.2008, 10:39   #8
Donauwelle
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Donauwelle Donauwelle
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Zitat von Cornelia Beitrag anzeigen
Heißt das im Umkehrschluss, dass Schadenszahlungen, egal in welcher Höhe, nicht der ARGE gemeldet werden müssen?
Nein - heißt es nicht.

Handelt es sich um reine Wiederherstellungskosten - also Reparaturen - dann dürfte das meistens zutreffen. Wobei man auch hier differenzieren muss: Der Kraftfahrtversicherer setzt bei manchen Reparaturen auch einen Abzug neu für alt an - wenn sehr alte Teile durch neue ersetzt werden und der Geschädigte bzw. dessen Auto einen Wertgewinn durch eine Reparatur erhalten.

Sind es Entschädigungen anderer Art, kommt es darauf an, um was es sich handelt.

---------

Der Versicherer rechnet bei Eigenleistungen bzw. Tätigkeiten, die ohne Fachfirma bzw. Rechnung durchgeführt werden, fiktive Stundenzahlen mit einem Helferlohn (nagelt mich nicht fest, aber es sind ca. 10 EUR/h) ab. Es handelt sich bei der o.g. Zahlung also um eine Art Lohn, die als Einkommen zu zählen ist.
Donauwelle ist offline  
Alt 07.02.2008, 10:42   #9
Donauwelle
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Donauwelle Donauwelle
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Zitat von Martin Behrsing Beitrag anzeigen
Grundsätzlich muss jede Einnahme gemeldet werden. Die darf nur nicht angerechnet werden. Es sei denn, man zweckentfremdet das Geld.
Darüber, bzw. über die Anrechenbarkeit von Versicherungsleistungen, haben wir bereits gestern diskutiert und sind zu keinem schlüssigen Ergebnis gekommen.

http://www.elo-forum.org/allgemeine-...wendungen.html
Donauwelle ist offline  
Alt 07.02.2008, 10:43   #10
Cornelia->Emailproblem
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Beiträge: 8
Cornelia
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Danke. Und die Höhe ist egal?

Beispiel: Durch einen Wasserschaden im eigenen Haus bezahlt die Versicherung 20.000 EUR aus.
Cornelia ist offline  
Alt 07.02.2008, 12:00   #11
Donauwelle
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Beiträge: 1.406
Donauwelle Donauwelle
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Die Versicherungsgesellschaft sendet hierzu eigentlich immer eine Aufstellung über die geleisteten Zahlungen.

Meist wird hier aufgrund vorhandener Rechnung reguliert, die man beim Versicherer einreicht.

Erstattet werden bei einem Leitungswasserschaden z.B. folgende Kosten:

- Kosten der Trocknung
- Freilegung des beschädigten Rohres
- Wiederherstellungskosten
- Reparaturen an Immobilienteilen, d.h. am Mauerwerk selbst und allem, was fest mit diesem verbunden ist, wie z.B. der Laminatfußboden, Türen etc.

Eigentlich sind das alles Wiederherstellungskosten. Sonderfall ist, wie oben bereits geschildert, eine Zahlung von Löhnen für Eigenleistungen bzw. Nachbarschaftshilfen.

-------------

Bezieht sich deine Frage noch auf den geschilderten Fall oder stellst du ihn fiktiv?
Donauwelle ist offline  
Alt 07.02.2008, 12:18   #12
Cornelia->Emailproblem
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Beiträge: 8
Cornelia
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Zitat von Donauwelle Beitrag anzeigen

Meist wird hier aufgrund vorhandener Rechnung reguliert, die man beim Versicherer einreicht.
Es wird die geschätzte Summe des Gutachter überwiesen (exkl. MwSt), die MwSt. erhält man dann nach einreichen der Handwerker-Rechnungen.

Gilt gleichen auch, wenn es um eine Versicherungsleistung wegen einem Wasserschaden in der Gartenlaube handelt?
Cornelia ist offline  
Alt 07.02.2008, 12:58   #13
kleindieter
 
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kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter
Standard Wohl

Was für ein Schaden reguliert wird, ist erst einmal egal. Wenn man den "Wiederaufbau" in Eigenregie durchführt und die tatsächliche Ersparnis mit dem bereits vorhandenen Vermögen die Grenzen überschreitet, freut sich das Amt. Vorher kann nichts angerechnet werden.

Kann aber kaum passieren. Die Versicherer geizen und die Ausgaben bestimmt man selbst.
kleindieter ist offline  
Alt 07.02.2008, 13:00   #14
Donauwelle
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Donauwelle Donauwelle
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Zitat von Cornelia Beitrag anzeigen
Es wird die geschätzte Summe des Gutachter überwiesen (exkl. MwSt), die MwSt. erhält man dann nach einreichen der Handwerker-Rechnungen.

Gilt gleichen auch, wenn es um eine Versicherungsleistung wegen einem Wasserschaden in der Gartenlaube handelt?
Nach meinem Gefühl, müsste man gegenüber der ARGE dann wirklich auch nachweisen, dass das Geld zweckgebunden verwendet wurde. Der Teil der zweckgebunden verwendet wurde, sollte auf jeden Fall anrechnungsfrei sein.

Hat man Sachen nicht repariert bzw. günstiger als Handwerksfirmen durch Eigenleistungen repariert, entsteht ja ein Guthaben und man stellt sich wieder besser als vorher und hat einen Vermögenszuwachs bzw. ein Einkommen.

-----------

Das Gartenhaus gehört zum selbst genutzten Objekt dazu. Warum sollten für dieses andere Regeln gelten?

Nachzuprüfen ist aber der Versicherungsschutz - gerade in älteren Policen müssen Nebengebäude etc. häufig extra mit eingeschlossen werden oder wurden gerne mal vergessen mitzuversichern.
Donauwelle ist offline  
Alt 07.02.2008, 13:04   #15
Donauwelle
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Donauwelle Donauwelle
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Zitat von kleindieter Beitrag anzeigen
Was für ein Schaden reguliert wird, ist erst einmal egal. Wenn man den "Wiederaufbau" in Eigenregie durchführt und die tatsächliche Ersparnis mit dem bereits vorhandenen Vermögen die Grenzen überschreitet, freut sich das Amt. Vorher kann nichts angerechnet werden.

Kann aber kaum passieren. Die Versicherer geizen und die Ausgaben bestimmt man selbst.
Nun ja - die Versicherer geizen hier eigentlich nicht. Man kann ja selbst wählen, ob man den teuren Weg mit Handwerkern geht oder eben den Kostenvoranschlag so nimmt, wie er einem geboten wird. Macht man die Sache in Eigenregie (mal abgesehen von HartzIV) kann man recht gut darauf Vorteile ziehen. Wenn nicht, dann bekommt man ja die tatsächlichen Kosten erstattet.

Wenn der Typ vom Amt sich auskennt, prüft er die Rechnungen genau und wird bemerken, ob man statt Standardfliesen nun ein neues Marmorbad eingebaut hat ;)
Donauwelle ist offline  
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