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Start > > -> Kind mit Einkommen, ausziehen lassen?

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 28.11.2007, 12:37   #1
schalker->Emailproblem
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Registriert seit: 29.10.2007
Beiträge: 49
schalker
Standard Kind mit Einkommen, ausziehen lassen?

Hallo,

benötige mal einen Rat.
Lebe mit meiner Frau und 21 jährigem Kind (Azubi ca. 700 Euro brutto monatlich Ausb.Beihilfe vom Lehrherr) in häuslicher Gemeinschaft.

War selbst bis vor einigen Tagen selbständig, habe jetzt das Gewerbe abgemeldet, da sich der Laden nicht mehr lohnte und nur noch Schulden provozierte.
Da wir vom Einkommen meiner Ehefrau (ca. 950 Euro netto) nicht leben können, muss ich einen Antrag stellen.
Mein Kind hatte schon seit einiger Zeit vor auszuziehen. Jetzt meine Frage:
Ist es "günstiger" meinen Sohn noch vor der Antragstellung ausziehen zu lassen? Ansonsten wird ja sein Einkommen auch uns zugerechnet, wenn er in unserer Wohnung verbleibt.

Ergänzungfrage: Ich habe noch ein Auto (Geschäftsfahrzeug) auf Leasing. Der Leasingvertrag läuft Anfang nächsten Jahres (4/2008) aus. Wollte eigentlich bis dahin noch zahlen, denn wenn ich den Wagen jetzt zurückgebe, muss ich ja auch weiterzahlen. Was sagt die Behörde dazu?

Danke besonders für schnelle Antwort, da wir uns ja jetzt kurzfristig entscheiden müssen und ich keinen Fehler machen möchte!

Schalker
schalker ist offline  
Alt 28.11.2007, 16:32   #2
Patrik
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Standard

Ein Kind das seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten kann (wie in eurem Fall) fällt aus der BG raus und wird somit nicht mehr in der Berechnung auftauchen.


Wenn das Kind ausziehen möchte darf es das jederzeit. Den er bekommt ja keine staatlichen Leistungen.

Also brauchst du den Sohn erst gar nicht zu erwähnen wie ich das sehe

Das beste ist wenn dein Sohn auszieht. Aber müssen muss er nicht. An sein Lehrlingsgehalt darf die Arge nicht ran soweit ich weiss.

Warte noch ein paar Antworten ab. War jetzt nur mein Erlebnisbericht wie ich ihn erfahren habe.

Mit dem Auto kann ich selbst nix zu sagen.

Aber mit dem Sohn und aus dem BG kommen solltest du warten bis Ludwigsburg hier antwortet.

Die kennt sich in der Sache richtig gut aus.


Bis dahin

Viel Glück
 
Alt 29.11.2007, 01:13   #3
gerda52
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Cool

Zitat von Schalker
Mein Kind hatte schon seit einiger Zeit vor auszuziehen. Jetzt meine Frage:
Ist es "günstiger" meinen Sohn noch vor der Antragstellung ausziehen zu lassen? Ansonsten wird ja sein Einkommen auch uns zugerechnet, wenn er in unserer Wohnung verbleibt.
Wie Patrik schon schrieb, kann der Sohn jederzeit ausziehen, da er wahrscheinschlich seinen eigenen Bedarf (278 € Regelsatz plus anteilige Miete) voll decken kann. Vorher ist deshalb nicht notwendig. Ggf. kann für ihn noch Wohngeld beantragt werden. Sein Einkommen wird Euch auf gar keinen Fall angerechnet.

Die Frage, ob es günstiger wäre, wenn er vor Antragstellung auszieht, hängt hier weniger vom Einkommen als von der vorhandenen Wohnung ab.

Da die jeweils anerkannten Kosten der Unterkunft nach Region unterschiedlich sind, musst Du Dich schlau machen, was bei Euch übernommen wird.

Zum PKW:
Grundsätzlich wird pro erwerbsfähiger Person in der BG ein angemessenes Fahrzeug zugestanden. Da es sich um ein Leasingfahrzeug handelt, befindet es sich zwar in Eurem Besitz, ist aber kein Eigentum, das auf der Vermögenseite mitgezählt wird. Die Aufwendungen für die noch fälligen Leasingraten sind m.E. Euer Privatvergnügen.
gerda52 ist offline  
Alt 29.11.2007, 01:56   #4
Patrik
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Beiträge: n/a
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Wohngeld wird beantragt aber von den Eltern? Oder?

Er als Azubi hat in seiner Ausbildungzeit keinen Anspruch auf Wohngeld
 
Alt 29.11.2007, 02:14   #5
gerda52
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Cool

Zitat von Patrik
Wohngeld wird beantragt aber von den Eltern? Oder?

Richtig. Die Eltern müssen das beantragen, haben aber für sich selbst bei ALG II - Bezug keinen Anspruch.

Er als Azubi hat in seiner Ausbildungzeit keinen Anspruch auf Wohngeld
Das ist falsch. Denn ...

Zitat von Schalker
(Azubi ca. 700 Euro brutto monatlich Ausb.Beihilfe vom Lehrherr)
diese Ausbildungsvergütung ist gleichzusetzen mit einem normalen Erwerbseinkommen. Sie unterliegt sowohl der Sozialversicherungs- als auch der Steuerpflicht.
gerda52 ist offline  
Alt 29.11.2007, 03:27   #6
schalker->Emailproblem
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Beiträge: 49
schalker
Standard

Hallo,
erstmal danke f.d. Antworten!

Wenn ich das richtig verstanden habe, hat es keine Auswirkungen für unsere Ansprüche, ob der Sohn bei uns wohnt oder nicht.

Es würde sich dann so darstellen, daß er von seiner Ausbildungsvergütung einen Betrag so ca. 200,00 Euro an uns bezahlt als Kostenbeteiligung Miete und Beköstigung/Wäsche machen etc. Diesen Betrag könnte er dann bei der Wohngeldstelle geltend machen und Wohngeld beantragen.

Unsere Mietbelastung würde dann um diese 200 Euro reduziert und würde dann die Behörde entlasten, da sie ja von unserem Sohn aufgebracht werden.

Als BG zählt dann meine Frau und ich, als Kosten die Rest Miete plus Nebenkosten. Der überschießende so ermittelte Betrag, würden wir dann beanspruchen können.

Sehe ich das so richtig? Die Frage nach dem PKW ist ja beantwortet.

Grüße
schalker

Sorry, für meine dummen Fragen - aber wir sind Frischlinge, haben keinerlei Erfahrung in diesen Dingen. War mir garnicht bewusst, wie schnell man dahin kommen kann.
schalker ist offline  
Alt 29.11.2007, 03:33   #7
Sally38->Emailproblem
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Sally38
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übertragt aber noch rechtzeitig das kindergeld an eurem sohn,somit kann die arge das nicht mit eurem agl berechnen.
Sally38 ist offline  
Alt 29.11.2007, 03:58   #8
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schalker
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Das Kindergeld wird ohnehin nur noch bis Ende Dezember gezahlt, mein Sohn verdient im nächsten Jahr zuviel, die Grenze wird überschritten. Dieses Jahr ging das noch, weil er die Ausbildung erst in diesem Jahr begonnen hat nach seiner Zivizeit.

Danke totzdem für den Hinweis!

Grüße
schalker
schalker ist offline  
Alt 29.11.2007, 05:51   #9
Ludwigsburg
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Zitat von schalker Beitrag anzeigen

Wenn ich das richtig verstanden habe, hat es keine Auswirkungen für unsere Ansprüche, ob der Sohn bei uns wohnt oder nicht.

So ist es bisher geschrieben worden, aber das sehe ich etwas anders!
Auch wenn es rechtlich so ist/sein müßte: viele ARGEN sehen das leider
ganz anders.
Hier müssen viele drum kämpfen... so wie ich für meine Töchter kämpfen mußte.
DEshalb: wenn er sowieso demnächst ausziehen will, wäre das sinnvoller.

Frage: bekommt ihr noch Kindergeld für ihn?
Falls ja: sofort bei der Kindergeldstelle eine Änderung der Bankverbindung angeben: seine Kontonummer - vor Antragstellung /ALG II

Es würde sich dann so darstellen, daß er von seiner Ausbildungsvergütung einen Betrag so ca. 200,00 Euro an uns bezahlt als Kostenbeteiligung Miete und Beköstigung/Wäsche machen etc.

Nein, so gehts nicht - das könnte problematisch werden!

Er sollte den Metanteil zahlen, der dann auch bei euch im Bescheid steht... und Beköstigung/Wäsche machen: das macht er alles selbst... er ist doch kein Kind mehr ;-)...und gehöert deshalb NICHT mehr zu eurem Haushalt...wohnt eben nur noch bei euch, z.B.
bis er eine passende Wohnung gefunden hat.

Diesen Betrag könnte er dann bei der Wohngeldstelle geltend machen und Wohngeld beantragen.

Falsch: nur der, der den Mietvertrag unterschrieben hat, kann Wohngeld
beantragen. Auch wenn er selbst ALG II bezieht - für die Leute in der Wohnung, die nicht in der BG sind.

Unsere Mietbelastung würde dann um diese 200 Euro reduziert und würde dann die Behörde entlasten, da sie ja von unserem Sohn aufgebracht werden.

Das Amt teilt die Kosten der Wohnung durch die Anzahl der Personen... du und deine Frau erhaltet dann euren Anteil... denAnteil von deinem Sohn bekommst du dann von ihm

Als BG zählt dann meine Frau und ich, als Kosten die Rest Miete plus Nebenkosten. Der überschießende so ermittelte Betrag, würden wir dann beanspruchen können.

siehe oben
Muß noch einiges hier im Thred lesen, Atworten kommen noch :-)
 
Alt 29.11.2007, 05:57   #10
Ludwigsburg
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Zitat von Patrik Beitrag anzeigen
Ein Kind das seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten kann (wie in eurem Fall) fällt aus der BG raus und wird somit nicht mehr in der Berechnung auftauchen.

..wenn der SB sich ans SGB II hält und Bescheid weiß...ist leider selten so

Wenn das Kind ausziehen möchte darf es das jederzeit. Den er bekommt ja keine staatlichen Leistungen.

Richtig - muß aber oft erst durchgekämpft werden, weil die SB auch Kinder mit ausreichendem Einkommen in die BG packen... sogar ohne das man das beantragt hat bzw obwohl man das ausdrücklich nicht beantragt hat.

Also brauchst du den Sohn erst gar nicht zu erwähnen wie ich das sehe

Ganz Falsch!
Der Sohn ist schon wegen der Berechnung der KDU zu erwähnen...er wohnt in der Wohnung... und solange muß er angegeben werden - und es ist mit Ärger zu rechnen.

Das beste ist wenn dein Sohn auszieht. Aber müssen muss er nicht.

DAS stimmt

An sein Lehrlingsgehalt darf die Arge nicht ran soweit ich weiss.

Stimmt - aber versucht wird es doch immer wieder mal
Es gibt zum Thema schon soooooooo vuiele Beiträge von mir und anderen zum Thema...

Kinder mit ausreichend eigenem Einkommen...mal in die Suche eingeben oder meine Beiträge durchlesen...
 
Alt 29.11.2007, 06:03   #11
Ludwigsburg
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Zitat von gerda52 Beitrag anzeigen
Sein Einkommen wird Euch auf gar keinen Fall angerechnet.

Gerda, das wäre schön, ist aber längst nicht sicher nach dem, was ich erlebt habe und was so manch anderer hier mitteilt...

Die Frage, ob es günstiger wäre, wenn er vor Antragstellung auszieht, hängt hier weniger vom Einkommen als von der vorhandenen Wohnung ab.

Es sollte nur davon abhängen, was der Sohn möchte...

Da die jeweils anerkannten Kosten der Unterkunft nach Region unterschiedlich sind, musst Du Dich schlau machen, was bei Euch übernommen wird.

Richtig - aber das grundsätzlich, nicht wegen dem Sohn

Zum PKW:
Grundsätzlich wird pro erwerbsfähiger Person in der BG ein angemessenes Fahrzeug zugestanden. Da es sich um ein Leasingfahrzeug handelt, befindet es sich zwar in Eurem Besitz, ist aber kein Eigentum, das auf der Vermögenseite mitgezählt wird. Die Aufwendungen für die noch fälligen Leasingraten sind m.E. Euer Privatvergnügen.
Was das Auto angeht: richtig
 
Alt 29.11.2007, 06:05   #12
Ludwigsburg
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Zitat von schalker Beitrag anzeigen
Das Kindergeld wird ohnehin nur noch bis Ende Dezember gezahlt, mein Sohn verdient im nächsten Jahr zuviel, die Grenze wird überschritten. Dieses Jahr ging das noch, weil er die Ausbildung erst in diesem Jahr begonnen hat nach seiner Zivizeit.
Bist du da ganz sicher? Hat er keine Werbungskosten, die er angeben kann?
 
Alt 29.11.2007, 11:58   #13
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schalker
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@ Kindergeld:

Er verdient monatlich 730,00 brutto ab 1.1.08. Ab 1.10.08 bekommt er 790,00 brutto dazu 660 Euro Weihnachtsgeld plus 250 Euro Urlaubsgeld. Als Werbungskosten kann er nur die Paschale geltend machen. Meiner Rechnung nach überschreitet er damit die Grenze ab 2008. Oder liege ich da falsch?
Da wir ja entsprechende Möglichkeiten bzgl. unseres Sohnes haben, ihn weiterhin bei uns wohnen zu lassen oder er zieht noch vor Antragstellung zu einem Freund wäre es für wichtig, welche "Lösung" für uns am günstigsten wäre. Könnten dann entsprechend reagieren, wobei ich verstanden habe, daß wenn er weiter wohnen bleibt, er sich nur an den Mietkosten beteiligt, den "Rest" macht er in Eigenverantwortung.

Grüße
schalker
schalker ist offline  
Alt 29.11.2007, 12:44   #14
gerda52
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Blinzeln

...
Zitat:
Gerda52: Sein Einkommen wird Euch auf gar keinen Fall angerechnet.

Ludwigsburg: Gerda, das wäre schön, ist aber längst nicht sicher nach dem, was ich erlebt habe und was so manch anderer hier mitteilt...

Die Frage von Schalker bezog sich auf die Azubivergütung. Und die ist nun mal nicht von einem U25 auf den Bedarf der Eltern anzurechnen. Was manche SBs denken oder tun, interessiert doch erst mal weniger. Wenn man sich als HE auskennt, nutzt denen dieses Denken gar nichts. Wichtig ist doch, den Bescheid hinterher auf die Gesetzeslage hin genau zu prüfen. Wird fehlerhaft gerechnet, muss eben widersprochen werden.


Gerda52: Die Frage, ob es günstiger wäre, wenn er vor Antragstellung auszieht, hängt hier weniger vom Einkommen als von der vorhandenen Wohnung ab.

Ludwigsburg: Es sollte nur davon abhängen, was der Sohn möchte...

Die Frage stand nicht im Raum. Es ging um den Antrag auf ALGII und vor- oder nachher. Mit genügend eigenem Einkommen braucht der Sohn keine Auszugsgenehmigung.


Gerda52: Da die jeweils anerkannten Kosten der Unterkunft nach Region unterschiedlich sind, musst Du Dich schlau machen, was bei Euch übernommen wird.

Ludwigsburg: Richtig - aber das grundsätzlich, nicht wegen dem Sohn

Keine Einwände.
gerda52 ist offline  
Alt 29.11.2007, 13:22   #15
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Blinzeln Stichwort Kindergeld

Zitat:
@ Kindergeld:

Er verdient monatlich 730,00 brutto ab 1.1.08. Ab 1.10.08 bekommt er 790,00 brutto dazu 660 Euro Weihnachtsgeld plus 250 Euro Urlaubsgeld. Als Werbungskosten kann er nur die Paschale geltend machen. Meiner Rechnung nach überschreitet er damit die Grenze ab 2008. Oder liege ich da falsch?
Da wir ja entsprechende Möglichkeiten bzgl. unseres Sohnes haben, ihn weiterhin bei uns wohnen zu lassen oder er zieht noch vor Antragstellung zu einem Freund wäre es für wichtig, welche "Lösung" für uns am günstigsten wäre. Könnten dann entsprechend reagieren, wobei ich verstanden habe, daß wenn er weiter wohnen bleibt, er sich nur an den Mietkosten beteiligt, den "Rest" macht er in Eigenverantwortung.

Grüße
schalker
M.E. beträgt der Einsatz bei Verbleiben in der Wohnung maximal die 154 Euro Kindergeld zuzügl. anteilige KdU, ab Januar dann nur noch KdU. Für den Sohn stellt sich die Frage, ob er zu dem Preis eine eigene Wohnung finanzieren kann. Die will ja auch noch eingerichtet sein.
gerda52 ist offline  
Alt 29.11.2007, 17:41   #16
catwoman666666
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Zitat von schalker Beitrag anzeigen
@ Kindergeld:

Er verdient monatlich 730,00 brutto ab 1.1.08. Ab 1.10.08 bekommt er 790,00 brutto dazu 660 Euro Weihnachtsgeld plus 250 Euro Urlaubsgeld. Als Werbungskosten kann er nur die Paschale geltend machen. Meiner Rechnung nach überschreitet er damit die Grenze ab 2008. Oder liege ich da falsch?
Da wir ja entsprechende Möglichkeiten bzgl. unseres Sohnes haben, ihn weiterhin bei uns wohnen zu lassen oder er zieht noch vor Antragstellung zu einem Freund wäre es für wichtig, welche "Lösung" für uns am günstigsten wäre. Könnten dann entsprechend reagieren, wobei ich verstanden habe, daß wenn er weiter wohnen bleibt, er sich nur an den Mietkosten beteiligt, den "Rest" macht er in Eigenverantwortung.

Grüße
schalker
Auch die Sozialversicherungsbeträge sind abzuziehen, da diese kein verfügbares Einkommen sind. Dazu gab es vor wenigen Jahren ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes. Ob dieses Urteil bis zu den Kindergeldstellen vorgedrungen ist, kann ich nicht sagen. Also auf jeden Fall aufpassen.
catwoman666666 ist offline  
Alt 30.11.2007, 01:08   #17
schalker->Emailproblem
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schalker
Standard

@catwoman,
danke f.d. sehr hilfreiche Antwort. Wenn wir die SV Beiträge - fast 20 % seines Azubilohnes abziehen - verbleibt er unter der Grenze und KG müsste gezahlt werden.
Das ist das Perfide an unserem System, in dem uns überreichten Merkblatt steht da keine Silbe von drin, obwohl das Urteil schon von 2005 ist. Sch... Behörden!

Wenn wir jetzt davon ausgehen, daß er weiterhin KG erhält, wie machen wir das jetzt am besten? Soll das Kindergeld an ihn ausgezahlt werden? Unser Sohn verdient ja fast soviel wie meine Frau, von deren Einkommen und evtl. Zahlungen der Arge müssen wir ja demnächst leben!

Konkret, was soll ich in den Formularwust eintragen, blicke da ehrlich gesagt nicht mehr durch, was sich für uns am besten darstellt. Bin deshalb für jeden Hinweis dankbar!

Grüße
schalker
schalker ist offline  
Alt 30.11.2007, 06:22   #18
Ludwigsburg
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Zitat von schalker Beitrag anzeigen

Wenn wir jetzt davon ausgehen, daß er weiterhin KG erhält, wie machen wir das jetzt am besten? Soll das Kindergeld an ihn ausgezahlt werden?
Siehe Beitrag 9: ich wiederhole...sofort bei der Kindergeldstelle eine Änderung der Bankverbindung angeben: seine Kontonummer
 
Alt 30.11.2007, 06:58   #19
Ludwigsburg
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Zitat von gerda52 Beitrag anzeigen
M.E. beträgt der Einsatz bei Verbleiben in der Wohnung maximal die 154 Euro Kindergeld zuzügl. anteilige KdU, ab Januar dann nur noch KdU.
Gerda, ich kann dir mal wieder nicht folgen... wie meinst du das?

Es wird das Gesamteinkommen des U 25 zusammen gerechnet: Ausbildungsvergütung + Kindergeld, davon wird der Bedarf abgezogen, also - Regelsatz, minus KDU Anteil minus Freibetrag für Auszubildende...wenn da nicht 0 rauskommt könnte Kindergeld übertragen werden, was man durch Auflisten nicht im Regelsatz enthaltene Aufwendungen abwenden kann. Dazu muß das Kindergeld aber direkt ans Kind ausgezahlt werden...(was man der ARGE gegenüber damit begründen kann daß man so seiner Unterhaltspflicht nachkommt)
 
Alt 30.11.2007, 10:49   #20
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Zitat von Ludwigsburg
Gerda, ich kann dir mal wieder nicht folgen... wie meinst du das?

Ich gehe davon aus, dass der Sohn mit seinem Einkommen aus der BG rausfällt. Dessen ungeachtet muss er daraus aber seinen Mietanteil bestreiten. Es ist auch bekannt, dass die Argen sich gerne das Kindergeld krallen, wenn eine Überdeckung besteht. Deshalb habe ich das in die Kalkulation einbezogen und mit dem Zusatz 'maximal' ausgedrückt, dass es weniger sein kann. Da kommt es selbstverständlich auf den errechneten Bedarf des Sohnes an.

Es wird das Gesamteinkommen des U 25 zusammen gerechnet: Ausbildungsvergütung + Kindergeld, davon wird der Bedarf abgezogen, also - Regelsatz, minus KDU Anteil minus Freibetrag für Auszubildende...wenn da nicht 0 rauskommt könnte Kindergeld übertragen werden, was man durch Auflisten nicht im Regelsatz enthaltene Aufwendungen abwenden kann. Dazu muß das Kindergeld aber direkt ans Kind ausgezahlt werden...(was man der ARGE gegenüber damit begründen kann daß man so seiner Unterhaltspflicht nachkommt)
Ich verstehe Deinen Beitrag jetzt als optimale Ergänzung.

Aber verrate mir mal, was Du unter dem Freibetrag für Auszubildende verstehst, bitte auch mit Hinweisen auf entsprechende Quellen.
gerda52 ist offline  
Alt 30.11.2007, 11:59   #21
Ludwigsburg
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Zitat von gerda52 Beitrag anzeigen
Aber verrate mir mal, was Du unter dem Freibetrag für Auszubildende verstehst, bitte auch mit Hinweisen auf entsprechende Quellen.
Mit Quellen kann ich leider nicht dienen, dazu müßte ich ein Urteil suchen, wozu ich gerade keine Zeit habe.

Jedenfalls hatte mein SB den erwähnt, und auch der Familienrichter.
 
Alt 30.11.2007, 12:05   #22
Ludwigsburg
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Zitat von gerda52 Beitrag anzeigen
Ich gehe davon aus, dass der Sohn mit seinem Einkommen aus der BG rausfällt. Dessen ungeachtet muss er daraus aber seinen Mietanteil bestreiten. Es ist auch bekannt, dass die Argen sich gerne das Kindergeld krallen, wenn eine Überdeckung besteht. Deshalb habe ich das in die Kalkulation einbezogen

ach so... halte ich aber für sinnvoller darauf hinzuweisen, wie man das verhindern kann

und mit dem Zusatz 'maximal' ausgedrückt, dass es weniger sein kann.

Da kommt es selbstverständlich auf den errechneten Bedarf des Sohnes an.
Oder man stellt zwei Rechnungen auf...dann wärs verständlicher.
 
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