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Start > > -> Arztbesuch in Bezug auf ALG II und der daraus resultierenden Krankenversicherung

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 03.08.2017, 11:45   #1
Dor Benny :)
Elo-User/in
 
Registriert seit: 03.08.2017
Beiträge: 1
Dor Benny :)
Standard Arztbesuch in Bezug auf ALG II und der daraus resultierenden Krankenversicherung

Hallo und guten Tag,

Ich bin neu hier in diesem Forum und meine mehrstündige Suche unter Benutzung der Suchfunktion hat mir keine Ergebnisse geliefert, denn selbst die Macht von Google war dieses Mal nicht auf meiner Seite =) . Wenn es schon einen entsprechenden Thread zu diesem Thema gibt, dann soll meine Anfrage bitte dahin verschoben werden oder einfach der entsprechende Link dazu eingestellt werden.


Am 13.07.17 lief nach einer einjährigen erfolglosen Arbeitssuche mein Anspruch auf ALG-1 aus, und somit war ich gezwungen einen Antrag auf ALG-2 zu stellen, damit der Rubel weiter rollt. Der Antrag auf ALG-2 erfolgte auch nur deswegen da ich eine eigenständige Bezahlung der Krankenkassenbeiträge nicht bewerkstelligen kann und ich auch kein Interesse daran habe, das mir eine Pfändung seitens der Krankenkasse ins Haus steht.

Wie bereits erwähnt am 13.07.17 lief der Anspruch auf ALG-1 aus, am 17.07.17 habe ich einen Antrag auf ALG-2 gestellt und am 20.07.17 habe ich den Antrag für ALG-2 im Jobcenter mit allen erforderlichen Papieren eingereicht.

Nun zu der Thematik mit der Krankenversicherung und wie sich das in Bezug auf ALG-2 verhält?

Das Jobcenter hat mir dazu keine Auskunft geben können oder hat kein Interesse daran gehabt, und die Krankenkasse hat mir ein bisschen geholfen aber auch nicht großartig.

Die Dame von der Krankenkasse meinte zu mir folgendes: "Mit der Antragstellung auf ALG-2 wäre ich zwar krankenversichert dürfte aber keine Leistungen in Anspruch nehmen, bis das ALG-2 bewilligt worden ist" Was das im Klartext bedeutet konnte sie mir nicht erklären oder ich habe wieder einmal genuschelt und sie hat meine Folgefrage nicht verstanden ;) .


Ich interpretiere das mal so: Wenn ich einen Arztbesuch beim Hausarzt habe und er mich entsprechend behandelt gibt er mir im Anschluss eine Rechnung mit über seine entstandenen Kosten?

Ich hoffe meiner Verwirrung kann geholfen werden :)
Dor Benny :) ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.08.2017, 16:01   #2
gbgb
Elo-User/in
 
Registriert seit: 14.07.2017
Beiträge: 64
gbgb
Standard AW: Arztbesuch in Bezug auf ALG II und der daraus resultierenden Krankenversicherung

Der Hausarzt wird dir nur dann eine Rechnung schreiben, wenn du keine Chipkarte der KK vorlegen kannst bzw. die KK dem Arzt mitgeteilt hat, dass kein Leistungsanspruch mehr besteht oder du ausdrücklich um eine Rechnung bittest.

Wenn man ALG II beantragt, führt die Antragstellung selbst zwar noch nicht dazu, dass man über das Amt krankenversichert ist. Erst die Gewährung von ALG II führt dazu, ggf. rückwirkend, wie auch die Geldzahlung.

Aber selbst, wenn dein ALG II-Antrag nicht positiv beschieden würde, wärst du ja trotzdem noch in deiner KK krankenversichert. "Nur", dass die Beiträge nicht vom Amt bezahlt würden, sondern dann von dir als sog. "freiwillige Versicherung" (und zwar solange, bis du dir ggf. eine andere KV gesucht hast) zu tragen wären. Erst wenn sich Betragrückstände von 2 Monaten gebildet haben sollten und du entsprechend gemahnt wurdest (s.a. § 16 Abs. 3a SGB V), würde der Anspruch auf Leistungen ruhen.
gbgb ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2017, 01:36   #3
Claus.
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 18.11.2010
Ort: Bayern
Beiträge: 1.851
Claus. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Arztbesuch in Bezug auf ALG II und der daraus resultierenden Krankenversicherung

Wenn die AlgII-Antragsbearbeitung voraussichtlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, und derweil planmäßig oder auch außerplanmäßig ein Besuch beim Doc anstehen sollte, dann wäre ein Schreiben an die KK sinnvoll (per Fax, persönlich auf den Tisch geworfen, ...).
Ein nicht gerade kleiner Teil der KK-SB´s labert nämlich leider am Telefon und im direkten Gespräch einen Schrott daß alles aus ist. Aber sobald man die zu einer schriftlichen Antwort nötigt, schaut es urplötzlich gaaanz anderst aus.

Die KK-Chipkarte ist ein unsinniges System hoch 3; das fällt nur anscheinend nicht auf so lange alles "normal" läuft. In "unnormalen" Fällen bringt dieses System dagegen nur Ärger und Probleme - für alle Seiten.
Eines dieser Problem - "Features" ist der Online-Stammdatenabgleich. Alle kassenärztlich zugelassenen Ärzte sind dazu verpflichtet den durchzuführen - dafür muß die Praxis sogar glatt zwangsweise mit einem Internetanschluss ausgestattet sein.
Der Onlineabgleich läuft los sobald beim Doc die Karte ins Lesegerät geschoben wird (Adressabgleich Karte - Gematik-Server, ..., aktueller Versicherungsstatus).

Ich hab in meinen Versicherungsstatus-Verlauf mal Einblick genommen /nehmen müssen ... eine einzigste Katastrophe. Abmeldung, Anmeldung, nicht versichert, ungeklärt, Abmeldung, Anmeldung, ... alles in einem extrem kurzen Zeitraum mit null Änderungen in den persönlichen Verhältnissen.
Tja, unsere lieben Doc´s sind nur leider so frei und behandeln erst gar nicht sobald ein irgendwie seltsamer Versicherungsstatus auftaucht.

Solltest du also während dieser AlgII-Antragsbearbeitungsphase zum Doc müssen, wäre über ein ausweichen auf das Papier-Ersatzverfahren nachzudenken.
An das kommt man als normalsterblicher Nicht-Heilberufsangehöriger überwiegend nur über einen schriftlichen Antrag bei der KK (geht aber sogar innerhalb von wenigsten Minuten bis max. 3 Tagen). Mündlich kommt dagegen immer Mist; sei es ´gibt es nicht mehr´, ´haben keine Formulare mehr´, ´dürfen wir nicht machen´, blablabla ... .

Das Ersatzverfahren läuft entweder via Ausstellung einer kassenärztlichen Versicherungsbestätigung plus einer kassenzahnärztlichen Versicherungsbestätigung - funktioniert, aber ist lästig.
Oder via Abrechnungsschein - das ist sinnvoller, auf dem ist nämlich (im Gegensatz zu ersterem) ein gültig von - bis aufgedruckt (und der kann sehr wohl für das komplette Quartal ausgestellt werden).
Es gibt sogar noch ein drittes Ersatzverfahren in Form einer "eGK-Ersatzbescheinigung" (scheint den KK-Leuten am geläufigsten zu sein) - ist eher ein Erpressungsversuch mit jew. lediglich 10 - 14 Tagen Gültigkeit.

Bevor die Frage aufkommt ´warum es das noch gibt´, gleich: das Ersatzverfahren ist weiterhin regelmäßig notwendig bei eGK-Verlust, eGK-Verweigerern^^, plötzlichen Erkrankungen /Unfällen (und eGK grad nicht dabei), teilw. bei ärztlichen Hausbesuchen (wenn kein Umts-Netz verfügbar ), und genauso bei Heli-Einsätzen (die Helis haben kein Internet an Board weil luftfahrtrechtlich untersagt).

Den bzw. die Zettel kopiert man ein paar mal, und gibt dann bei jedem Doc eine (s/w-) Kopie ab (man sagt aber am besten -nicht- daß das eine Kopie ist ... die wollen sonst -völlig unnötigerweise- das Original haben).
Und ja, die Arztpraxen können die Daten auch ohne Vorliegen einer eGK in den PC eingeben und abrechnen (das Ersatzverfahren taugt hervorragend um herauszufinden ob die Leute was taugen oder ob man sich mit Deppen und Nichtsnutzen abgibt ... gibt da so Spezialisten die ihre KBV-Anweisungen nicht lesen und dafür zum Ausgleich laut werden).

"Mit der Antragstellung auf ALG-2 wäre ich zwar krankenversichert dürfte aber keine Leistungen in Anspruch nehmen, bis das ALG-2 bewilligt worden ist"
bedeutet im Klartext ´im mündlichen Gespräch interessiert mich die geltende Rechtslage einen Piep´.

Denn wir haben in D schon seit etlichen Jahren eine KK-Versicherungspflicht. Diese Versicherungspflicht ist nicht "irgendwo", sondern bei der KK bei der man als letztes versichert war. Die KK kann sich also nicht einfach ihres evtl. nun unlieb gewordenen Kunden entledigen.
Jetzt ist aber die Versicherungspflicht unsauber eingeführt worden, und auch danach nie das Flickwerk beseitigt worden. Die KK hat nach neuem Recht nun Anspruch auf die Versicherungsbeiträge; die muß entweder das JC oder der Kunde nachzahlen. Gleichzeitig wollen die KK´s aber keine Leistungen erbringen solange ihre Kohle noch nicht da ist ist aber nicht. "Zumindest" die Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzzuständen muß weiterhin gewährleistet sein; m.M.n. müsste nach neuem Recht aber sogar eher Tutti Kompletti übernommen werden.
Vgl. speziell zur Situation ´Übergang ins AlgII´ auch BSG, Urteil v. 08.03.2016, Az.: B 1 KR 31/15 R http://juris.bundessozialgericht.de/...rt=en&nr=14239
Claus. ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2017, 06:11   #4
Dark Vampire
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Standard AW: Arztbesuch in Bezug auf ALG II und der daraus resultierenden Krankenversicherung

Mein damaliger ALGII Antrag dauerte 8 Wochen (Geld bekam ich trotzdem als Vorschuß) die KK schrieb 2 Briefe wegen den Beiträgen, ich kreuzte jeweils an dass ein Antrag beim Amt lieg wegen ALGII, damit hatte es sich dann auch. Und ja ich war in der zeit auch beim Arzt, mehrfach und keine Probleme.Ich wusste ja dass ALGII bewilligt wurde und die Beiträge wurden ja dann durchs Amt nachbezahlt.

Würde mir daher nicht soviele Gedanken machen.
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