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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 17.07.2017, 01:40   #1
Nachtflug
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Nachtflug
Standard Erstantrag wird nicht bearbeitet aber schon die dritte Aufforderung zur Mitwirkung erhalten

Hallo ihr Wissenden,

ich versuch mich kurz zu fassen:
habe einen Antrag auf ALG II für 01.07.17 gestellt. Arbeite inTeilzeit mit unterschiedlichem Gehalt. Einkommensbescheinigung vom AG, Gehaltsabrechnungen, Kfz-Schein, Mietvertrag (Pauschal) und Vermieterbescheinigung liegen dem Amt vor. Kontoauszüge/Perso zur Einsicht.

Gefordert wurden noch: Meldebescheinigung, Ummeldebestätigung meine Sohnes, Kopie SozialversA, Nachweis Heizkosten, Kopie AV, Finanzstatus.
Meine Antwort: Meldebescheinigung bitte um Kostenübernahme; Ummeldebestätigung (Sohn) eingereicht (Adressdaten geschwärzt); SozialversA angeboten vorzulegen; Heizkostenabrechnung is nicht da Pauschalmiete; AV keine Kopie und keine Vorlage da nicht leistungrelevant; Finanzstatus lag bei den Auszügen bei.

Zweite Aufforderung: Ummeldebestätigung meines Sohnes ungeschwärzt, Kopie SozialversA, Nachweis Heizkosten, Kopie AV, Finanzstatus.
Meine Antwort: Ummeldebescheinigung geschwärzt eingereicht (nochmal) und Schreiben meines Sohnes, daß er einer weitergabe seiner Adressdaten nicht zustimmt, beigefügt; SozialversA angeboten vorzulegen; Heizkostenabrechnung is nicht da Pauschalmiete (immer noch); Finanzstatus Kopie beigefügt.

Dritte Aufforderung: Ummeldebestätigung meines Sohnes ungeschwärzt; ausgefüllte Einkommensbescheinigung meines AG für Jan., Feb., März und April..
Meine Antwort: noch nix und was ich mir dachte, schreib ich besser nicht...

Kann das echt sein, daß meine Chefin jetzt monatlich diese Bescheinigung ausfüllen muß? Bin nicht sicher, wie lange ich dann noch dort beschäftigt bin. Ummeldebestätigung geht nunmal nicht. Zudem wohnt Sohnemann auch nicht alleine!
Ich stehe mittlerweile etwas ratlos da und hoffe inständig, daß jemand einen Tipp für mich hat, wie ich jetzt in der Sache weiterkomme! Beratungsstelle, Kundenreaktionsmanagment, BfDI, SG??
Mein Gehalt reicht für Miete und grad so für die laufenden Rechnungen. Naja...Essen wird eh überbewertet *ironie
Ich hoffe den Sachverhalt einigermaßen verständlich beschrieben zu haben...

Grüße Nachtflug

Geändert von Nachtflug (17.07.2017 um 01:56 Uhr)
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Alt 20.07.2017, 09:36   #2
gila
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gila Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Erstantrag wird nicht bearbeitet aber schon die dritte Aufforderung zur Mitwirkung erhalten

Das scheint bei der Vielzahl neuer Themen "untergegangen" zu sein ... darum mal wieder hochgeschubst.

Ich hätte mich wohl beim Teamleiter "freundlich erkundigt", inwiefern das Verlangen nach einer ungeschwärzten Ummeldebestätigung deines Sohnes trotz seines ausdrücklichen Untersagens der Herausgabe seiner Anschrift für DICH "leistungsrelevant" ist und nach der KONKRETEN Rechtsgrundlage gefragt.

Bei Einkommen, welches monatlich in unterschiedlicher Höhe gezahlt wird, gibt es eine Vorschrift, dass dies auch alle 6 Monate geprüft werden kann und das JC inzwischen einen Durchschnitt errechnet.

Nachdem sich nun einiges geändert hat und zumeist das ALG II für 1 Jahr bewilligt wird, könnte es sein, dass sich dieser Durchschnitt auch auf 1 Jahr beziehen soll/kann/muss.

Schau mal hier, Seite 12: http://www.harald-thome.de/fa/harald...18.08.2016.pdf
__

Wer berühmt genug ist, muss nicht fürchten, zur Vernunft gebracht zu werden.
aus: "Altersglück" - Vom Segen der Vergesslichkeit
Autor: Dietmar Bittrich (Gummibärchenorakel)
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Alt 21.07.2017, 02:27   #3
Nachtflug
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Nachtflug
Standard AW: Erstantrag wird nicht bearbeitet aber schon die dritte Aufforderung zur Mitwirkung erhalten

@gila
Vielen Dank für deine Antwort!
Möglicherweise hab ich auch zu viele Infos auf einmal losgelassen...

Da ich wegen der Frist bis zum 20.07. etwas in Zugzwang war, bin zum Kundenreaktionsmanagement getapert und hab dort mein Problem schriftlich eingereicht.
Das nämlich Unterlagen in Kopie gefordert werden deren Speicherung nicht notwendig ist (AV), deren Beschaffung mit Kosten meinerseits verbunden sind oder die ich schlicht und ergreifend nicht erbringen kann (Ummeldebesch.), nebst einem Hinweis auf mündliche Entgleisungen des Sachbearbeiters.
Inwieweit das nun zur Lösung meines Problems beiträgt sei dahingestellt aber, ich wollte es doch eine Etage höher mal erwähnt haben. Anschliesend "mal wieder" eine Stellungnahme in der Leistungsabteilung abgegeben + Antrag auf Vorschuss gem. § 42 SGB I + Gehaltsabrechnungen Jan /Feb.

Jede Aufforderung gestaltet sich anders und ich fühle mich ernsthaft schikaniert. Ich vermute, weil ich den AV in Kopie verweigert habe.
Aber die Ansage "machen wir immer und bei Allen so" entbehrt nunmal jeder rechtlichen Grundlage.

Das Verlangen der Verdienstbescheinigungen hat mir einfach den Rest gegeben und ich denke, dieses hin und her soll jetzt Monate so weiter gehen.
Meine Gehaltsabrechnungen liegen von Jan bis Juni vor und da steht sogar noch ausführlicher als in der Verdienstbescheinigung geschrieben; Stundenlohn, Stundenanzahl, Freibeträge, Lohnsteuerkl., Brutto, Netto etc.
Und eine ausgefüllte Verdienstbesch. meiner Chefin liegt ja vor.

Also kann ich jetzt erst mal wieder abwarten
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Alt 21.07.2017, 20:56   #4
Doppeloma
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Frage AW: Erstantrag wird nicht bearbeitet aber schon die dritte Aufforderung zur Mitwirkung erhalten

Hallo Nachtflug,

mal so ergänzend frage ich mich in welchem Zusammenhang man überhaupt Angaben zu deinem Sohn verlangt wenn er gar nicht in deiner Wohnung / deinem Haushalt wohnt ???

Dann gehen seine persönlichen Daten und Verhältnisse das JC überhaupt NICHTS an, ER will doch dort kein Geld beantragen ...
Wenn er nicht minderjährig ist bist du gar nicht berechtigt dazu irgendwelche Auskünfte zu geben oder Unterlagen von ihm vorzulegen.

Zitat:
Da ich wegen der Frist bis zum 20.07. etwas in Zugzwang war, bin zum Kundenreaktionsmanagement getapert und hab dort mein Problem schriftlich eingereicht.
Finde ich gut, dass du dort hin geschrieben hast, es gibt wohl so Einiges was man da zu viel verlangt bei deinem JC, ich verstehe gar nicht warum man Daten von deinem Sohn haben will, wenn er NICHT mit dir zusammen wohnt ...

Zitat:
Das nämlich Unterlagen in Kopie gefordert werden deren Speicherung nicht notwendig ist (AV), deren Beschaffung mit Kosten meinerseits verbunden sind oder die ich schlicht und ergreifend nicht erbringen kann (Ummeldebesch.), nebst einem Hinweis auf mündliche Entgleisungen des Sachbearbeiters.
Inwieweit das nun zur Lösung meines Problems beiträgt sei dahingestellt aber, ich wollte es doch eine Etage höher mal erwähnt haben.
Dein Arbeitsvertrag geht das JC auch nichts an, die Lohnbescheinigung hat zu genügen, der Rest sind vertrauliche Vereinbarungen zwischen dir und deinem AG, was will man daraus noch entnehmen für deinen Anspruch auf ALGII ?

Hast du mal in Nürnberg die Frage zur Gefährdung deines Arbeitsplatzes gestellt ?

Du wirst allerdings regelmäßig dein Erwerbseinkommen nachweisen müssen, das ist nun mal bei "Aufstockern" so erforderlich ... hast du mal darüber nachgedacht, ob vielelicht Wohngeld ausreichen könnte ...

Du schreibst oben, dass du die Miete und deine sonstigen Rechnungen aus deinem aktuellen Lohn bezahlen kannst ... wie groß ist denn die Lücke ?

Zitat:
Anschliesend "mal wieder" eine Stellungnahme in der Leistungsabteilung abgegeben + Antrag auf Vorschuss gem. § 42 SGB I + Gehaltsabrechnungen Jan /Feb.
Was für eine "Stellungnahme" musst du bei der Leistungsabteilung einreichen und wozu die Abrechnungen für Januar und Februar, es geht um deine Finanzen ab dem 01.07., der Rest ist doch schon aus den Auszügen ersichtlich ...

Zitat:
Jede Aufforderung gestaltet sich anders und ich fühle mich ernsthaft schikaniert. Ich vermute, weil ich den AV in Kopie verweigert habe.
Aber die Ansage "machen wir immer und bei Allen so" entbehrt nunmal jeder rechtlichen Grundlage.
Mit Vermutungen kommst du nicht weiter und was die dazu "erzählen", ob sie das bei allen so machen, bedeutet ja nicht, dass es richtig und rechtlich gedeckt ist.

Zitat:
Das Verlangen der Verdienstbescheinigungen hat mir einfach den Rest gegeben und ich denke, dieses hin und her soll jetzt Monate so weiter gehen.
Dafür gibt es aber tatsächlich Rechtsvorschriften, bei gleichbleibendem Lohn sollte es damit aber nicht viel "hin und her" geben können, bei monatlich unterschiedlichen Beträgen kann das eher kompliziert werden.

Zitat:
Meine Gehaltsabrechnungen liegen von Jan bis Juni vor und da steht sogar noch ausführlicher als in der Verdienstbescheinigung geschrieben; Stundenlohn, Stundenanzahl, Freibeträge, Lohnsteuerkl., Brutto, Netto etc.
Und eine ausgefüllte Verdienstbesch. meiner Chefin liegt ja vor.
Das JC will aber auch in der Zukunft immer wieder wissen, ob du nicht mehr bekommen hast als bisher, um das entsprechend anrechnen zu können ... dem kannst du nur entgehen wenn du bald wieder ohne "Aufstockung" aus ALGII auskommen kannst ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 22.07.2017, 01:51   #5
Nachtflug
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Nachtflug
Standard AW: Erstantrag wird nicht bearbeitet aber schon die dritte Aufforderung zur Mitwirkung erhalten

Hallo Doppeloma,

mein Sohn hat sich am 15.06. umgemeldet und ab 16.06. nicht mehr bei mir gewohnt. Was auch der Grund meiner Antragsstellung zum 01.07. ist.
Blöderweise ist mir heute beim Sichten meiner Unterlagen aufgefallen, daß ich in der Antragsbegründung angegeben habe "da mein Sohn ab 01.07.17 nicht mehr bei mir wohnt" (da war wohl der Wunsch der Vater des Gedanken und den Antrag hatte ich schon am 08.06. fertig ausgefüllt hier liegen)
Das kann natürlich für Verwirrung sorgen und ich habe noch eine Mail ans KRM hinterher geschickt. Ich hoffe zumindest der Punkt klärt sich dann.

Die Stellungnahme hab ich (zusammen mit den Gehaltsabrechnungen und dem Vorschussantrag) eingereicht um mitzuteilen, daß meine Chefin für die nächsten Wochen ortsabwesend ist. Also kann ich da schonmal - auch wenn ich wollte - nichts ausfüllen lassen.
Und habe eben nochmal darauf hingewiesen, daß mein Sohn einer Adressweitergabe nicht zustimmt.

Mein Gehalt ist nicht immer gleich und Wohngeld wären so ca. 220 €. Würde für mich allein vlt grad so reichen aber ich hab einen Hund der seine Medis und Physio braucht, Hundesteuer, Futter, GEZ und irgendwie muß ich ja zur Arbeit kommen. Ich hab es x mal durchgerechnet...

Natürlich habe ich in meinem Beschwerdebrief auch nachgefragt, ob mal jemand genauer darüber nachgedacht hat,
daß diese Forderung für ein bestehendes Arbeitsverhältnis Konsequenzen haben könnte?!
Ich versteh das mit der Verdienstbescheinigung nicht. Es liegen 6 Gehaltsabrechnungen, die ich ja automatisch monatlich bekomme, dem JC vor. Ich reich auch gerne jeden Monat die Neue ein. Wo ist der Sinn, jetzt noch von der Arbeitgeberin ausgefüllte VerdienstB zu fordern, in denen auch nichts wesentlich anderes steht?

Ich harre der Dinge die da kommen mögen

Grüße Nachtflug (die die Zitierfunktion noch nicht kapiert hat )
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Alt 22.07.2017, 03:42   #6
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Erstantrag wird nicht bearbeitet aber schon die dritte Aufforderung zur Mitwirkung erhalten

Hallo Nachtflug,

Zitat:
mein Sohn hat sich am 15.06. umgemeldet und ab 16.06. nicht mehr bei mir gewohnt. Was auch der Grund meiner Antragsstellung zum 01.07. ist.
Dieser Grund geht das JC aber in dem Moment nichts mehr an, wo dein Sohn nicht mehr bei dir wohnt, du bist nicht mal berechtigt gewesen seinen Namen in deine JC-Akte geraten zu lassen.

Der "Grund" ist die Tstsache dass dein Geld aktuell (seit dem 01.07.) für deinen Lebensunterhalt und die Miete nicht mehr ausreicht ... MEHR Gründe braucht es dafür nicht. ...

Zitat:
Blöderweise ist mir heute beim Sichten meiner Unterlagen aufgefallen, daß ich in der Antragsbegründung angegeben habe "da mein Sohn ab 01.07.17 nicht mehr bei mir wohnt" (da war wohl der Wunsch der Vater des Gedanken und den Antrag hatte ich schon am 08.06. fertig ausgefüllt hier liegen)
Was für eine "Antragsbegründung" bitte, das scheint mal wieder unzulässiges Beiwerk des örtlichen JC zu sein, gesetzlich gesehen ist die Antragstellung (auf den amtlichen Formularen) Begründung genug.

Du stellst diesen Antrag als Einzelperson, weil es aktuell FÜR DICH ALLEINE notwendig scheint, warum du bisher nicht alleine warst und / oder dieses Geld nicht gebraucht hast, geht dieses Amt einen "feuchten Kehricht an" ...

Zitat:
Das kann natürlich für Verwirrung sorgen und ich habe noch eine Mail ans KRM hinterher geschickt. Ich hoffe zumindest der Punkt klärt sich dann.
Dein Sohn ist dem JC NICHTS schuldig an Auskünften oder Bescheinigungen zu seiner Person, aber ich kann das durchaus nachvollziehen wie schnell man sich in solche "Erklärungen" verliert ... wo sie gar nicht hingehören.

Ich musste wegen langer Krankheit in Privat-Insolvenz gehen vor vielen Jahren (ist schon alles erledigt inzwischen), die "betreuende" Treuhänderin forderte dann (durchaus berechtigt in der Situation) sehr viele Unterlagen von mir und eine ausführliche Erklärung, wie es zu meiner Verschuldung (EIN Kredit bei EINER Bank) gekommen sei.

Ich begann im "Urschleim" und erwähnte eher nebenbei, dass ich (alleinerziehend nach der Scheidung) meiner jüngeren Tochter das Studium ermöglichen wollte und sie daher (auch aus den Kreditgeldern) unterstützt habe beim Umzug an den Studien-Ort und dabei dort nicht zu große Not zu leiden in alltäglichen Dingen.

Was eine Mutter halt so macht, die möchte dass ihr Kind nicht noch zusätzlich leiden muss unter der Familien-Misere, sie war allerdings inzwischen lange fertig mit dem Studium und schon lange fest angestellt als Lehrerein ... wie sie es sich immer gewünscht hatte.

Ich wollte einfach nur "erklären" (mich rechtfertigen ?), dass ich das ganze Geld der Bank nicht sinnlos verprasst und für irgendwelchen Luxus "aus dem Fenster geworfen" hatte ... es war mir durchaus unangenehm diesen Weg letztlich gehen zu müssen mit der PI ...

Postwendend kam von der TH die Forderung ihr die kompletten persönlichen Angaben meiner Tochter zukommen zu lassen, sie müsse überprüfen, ob da noch Unterhaltsansprüche gegeben seien ...

Das hätte ich wohl bereits innerhalb des Verfahrens angegeben, habe ich ihr dann geantwortet und meine Tochter habe kein Interesse daran in meinem PI-Verfahren aufzutauchen, sie sei bereits lange wirtschaftlich selbstständig und stehe beruflich fest auf den eigenen Beinen.

Damit war diese Anfrage dann erledigt und dein JC hat auch keine Berechtigung da weitere Forderungen an dich zu stellen, schon die Ummeldung ging das JC überhaupt NICHTS an ... du hast keinen Zugriff auf die Unterlagen "Dritter Personen" die mit deinem Antrag NICHTS zu tun haben und auch NICHTS zu tun haben wollen ...

An dieser Stelle enden deine Mitwirkungspflichten ...

Zitat:
Die Stellungnahme hab ich (zusammen mit den Gehaltsabrechnungen und dem Vorschussantrag) eingereicht um mitzuteilen, daß meine Chefin für die nächsten Wochen ortsabwesend ist. Also kann ich da schonmal - auch wenn ich wollte - nichts ausfüllen lassen.
Das wird man dann vorerst auch akzeptieren müssen, zumal es ja genug Unterlagen gibt die du dazu schon vorgelegt hast ...

Zitat:
Und habe eben nochmal darauf hingewiesen, daß mein Sohn einer Adressweitergabe nicht zustimmt.
Richtig, das entscheidet ER und nicht du, das JC braucht seine Anschrift NICHT, um deinen persönlichen Anspruch auf ALGII klären zu können ...

Zitat:
Mein Gehalt ist nicht immer gleich und Wohngeld wären so ca. 220 €.
Hast du das bei der Wohngeldstelle ausrechnen lassen ??? In der Regel ist Wohngeld vorrangig zu beantragen wenn ein Anspruch darauf bestehen könnte, dann ist das JC gar nicht zuständig für dich.

Es kann also auch noch kommen, dass man von dir den Nachweis verlangt einen Wohngeld-Anspruch nicht zu haben ... das kann man sich nur in einem sehr engen Grenzbereich "aussuchen", ob man Wohngeld nimmt oder doch ALGII ...

Zitat:
Würde für mich allein vlt grad so reichen aber ich hab einen Hund der seine Medis und Physio braucht, Hundesteuer, Futter, GEZ und irgendwie muß ich ja zur Arbeit kommen. Ich hab es x mal durchgerechnet...
Nimm es mir bitte nicht übel was ich dir jetzt dazu schreiben werde aber dein Hund und seine Versorgung sind KEIN Kriterium im Bezug von ALGII, da geht es ausschließlich, darum das Existenzminimum von Mittellosen / Hilfebedürftigen Menschen zu sichern.

Im Regelsatz des SGB II sind keine Mittel für Hundesteuer oder Hundefutter oder gar Tierarztkosten vorgesehen, da sind nicht mal Kosten für Medikamente dabei, die ein Mensch nicht mehr mit Rezept vom Arzt bekommt und selbst bezahlen muss.

Wie man zur Arbeit kommt wird (in Grenzen) bei den Absetzbeträgen aus dem Erwerbseinkommen mit berücksichtigt ... und die GEZ (17,50 €) im Monat wäre mir den Stress mit dem JC NICHT wert ...

Du darfst auch ein Auto besitzen (damit du flexibel bist für den Arbeitsmarkt) aber es müsste eigentlich mit Wasser fahren können und darf auch nicht kaputt gehen, denn solche Kosten (Benzin / Reparaturen/ TÜV / Steuern) sind im Regelsatz (von 409 €) auch nicht enthalten.

Zitat:
Natürlich habe ich in meinem Beschwerdebrief auch nachgefragt, ob mal jemand genauer darüber nachgedacht hat,
daß diese Forderung für ein bestehendes Arbeitsverhältnis Konsequenzen haben könnte?!
Du wirst auch ansonsten keine Ruhe bekommen mit deiner Teilzeit-Beschäftigung, denn du sollst ja möglichst schnell wieder genug verdienen, um kein ALGII mehr zu benötigen.

Man wird dich also immer wieder einladen und dich dazu "beraten" wie du es anstellen sollst mehr Geld zu verdienen und ob nicht bei deinem AG mehr Stunden drin sind usw., ich glaube du ahnst im Moment nur begrenzt was dich dort erwartet wenn man dir erst Leistungen bewilligt hat.

Die Anfänge bei deinem JC lassen mich da nicht viel Gutes erwarten ... da würde ich lieber versuchen mit Wohngeld dazu so lange hin zu kommen, bis sich wirklich irgendwie mehr verdienen lässt.

Zitat:
Ich harre der Dinge die da kommen mögen
Ich wünsche dir echt von Herzen ALLES GUTE und drücke dir die Daumen, dass dein Verbleib im SGB II von möglichst kurzer Dauer sein wird.

MfG Doppeloma
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Alt 22.07.2017, 22:31   #7
Nachtflug
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Nachtflug
Standard AW: Erstantrag wird nicht bearbeitet aber schon die dritte Aufforderung zur Mitwirkung erhalten

Hallöle,

Zitat:
du bist nicht mal berechtigt gewesen seinen Namen in deine JC-Akte geraten zu lassen.
Der Namen muß er aus einem lang vergangenen Leistungsbezug meinerseits haben. Ich hatte den Namen jedensfalls nirgens erwähnt. Weshalb ich auch schon schriftlich große Zweifel am Jobcenter´schen Datenschutz angemeldet habe. Ich denke, ich werde mal gem. § 83 SGB X "Auskunft an den Betroffenen" einen entsprechenden Antrag stellen.

Zitat:
Was für eine "Antragsbegründung" bitte, das scheint mal wieder unzulässiges Beiwerk des örtlichen JC zu sein, gesetzlich gesehen ist die Antragstellung (auf den amtlichen Formularen) Begründung genug.
Gibt es vermutlich nicht überall. Ich dachte ehrlich wärt am längsten und ich hab ja auch nichts zu verbergen

Zitat:
Hast du das bei der Wohngeldstelle ausrechnen lassen ???
Unverb. Wohngeldberechnung hab ich mit ALG II Antrag zusammen abgegeben. Bei der Wohngeldstelle hatte ich auch gefragt, ob ich die Wahl hätte ob nun WG oder ALG2? Man sagte mir, ich wäre unter dem Regelsatz und muß ALG2 beantragen.

Zitat:
Nimm es mir bitte nicht übel was ich dir jetzt dazu schreiben werde aber dein Hund und seine Versorgung sind KEIN Kriterium im Bezug von ALGII
Das weis ich doch. Ich werd das schon mit dem Regelsatz hinbekommen, nur mit WG alleine eben nicht. Auf keinen Fall werde ich mich von meiner Fellnase trennen! War mir in 14 Jahren ein besserer Freund, als so mancher Mensch in meinem Leben.

Zitat:
Man wird dich also immer wieder einladen und dich dazu "beraten" wie du es anstellen sollst mehr Geld zu verdienen und ob nicht bei deinem AG mehr Stunden drin sind usw., ich glaube du ahnst im Moment nur begrenzt was dich dort erwartet wenn man dir erst Leistungen bewilligt hat.
Eine "Beratung" hatte ich schon, als ich meine EGV bekam. War ein anderer SB und der meinte ich solle jetzt erstmal sehen, daß es nicht weniger Stunden werden und ansonsten machen wir erst mal ein halbes bis dreiviertel Jahr noch nichts. Mal schauen wie ernst das gemeint war.
Was mir jetzt wichtig ist, daß mein Antrag bearbeitet und nicht unendlich verschleppt wird. Den Eindruck hab ich nämlich durch diese ständigen Aufforderungen.

Zitat:
Ich wünsche dir echt von Herzen ALLES GUTE und drücke dir die Daumen, dass dein Verbleib im SGB II von möglichst kurzer Dauer sein wird.
Danke

Grüße Nachtflug

Geändert von Nachtflug (22.07.2017 um 22:45 Uhr)
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