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Start > > -> ALG 2: Schichtarbeit - 2 Stunden auf Zug warten zumutbar?

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 08.07.2017, 08:21   #1
iSlave
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Registriert seit: 13.02.2015
Beiträge: 553
iSlave Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard ALG 2: Schichtarbeit - 2 Stunden auf Zug warten zumutbar?

Habe mich selbst bei einem Arbeitgeber beworben. Dieser möchte mich voraussichtlich, trotz Antibewerbung, ab nächsten Monat einstellen. Ist ein normaler Arbeitgeber im Helferbereich (natürlich Mindestlohn). Das Problem an der Sache sind die Schichtzeiten. In der Stadt fährt nachts kein Bus. So muss ich nach Schichtende von 2 Uhr bis 4 Uhr auf den Bus warten und dann noch 1 Stunde 25 Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren. Die Arbeitszeiten lassen sich nicht ändern, das Problem ist dem Arbeitgeber bekannt und interessiert ihn nicht.
Die Wahrscheinlichkeit das das ganze mit meinem Vermittler abgesprochen wurde ist recht hoch. Er weiß von der Bewerbung, da ich diese als monatlichen Nachweis eingereicht habe. Der Arbeitgeber bekommt häufiger Bewerber per VV. Vielleicht wurde mit dem JC ein Lohnzuschuss ausgehandelt, anders kann ich mir das ganze nicht erklären....

Was tun? Ich bin familiär nicht gebunden und das JC würde wohl auf einen Umzug bestehen?
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Alt 08.07.2017, 08:42   #2
krohne444
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Registriert seit: 07.10.2016
Beiträge: 339
krohne444 krohne444 krohne444
Standard AW: ALG 2: Schichtarbeit - 2 Stunden auf Zug warten zumutbar?

hi
entweder wegen Unzumutbar Ablehnen weil 8Std Arbeitszeit + Fahr/Umsteigezeit kommst du ja in Richtung 12 Std Tag und was ist mit Ausruhen usw.

Also ablehnen und vielleicht Stress bekommen oder halt 1 Tag hin und so ein Pech ist man doch .. geworden . Und das bei so einem tollen AG der Mindestlohn zahlt und bestimmt noch Fördergelder abzieht .
krohne444 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.07.2017, 08:51   #3
en Jordi
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: ALG 2: Schichtarbeit - 2 Stunden auf Zug warten zumutbar?

Wo willst du auf den Bus warten? Willst du zwei Stunden bei Wind und Wetter draußen stehen?

Du hättest dich auf die Stelle nicht bewerben sollen, weil die Pendelzeit unzumutbar ist. Ob ein Umzug möglich und finanzierbar ist, sollte man vorher klären.

Jetzt könntest du doppelte Haushaltsführung und Unterstützung beim Umzug aus dem VB beantragen oder kannst du das alles selbst finanzieren?

p.s. So einfach zieht man aber nicht mal um.
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Alt 08.07.2017, 09:19   #4
DonOs
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Standard AW: ALG 2: Schichtarbeit - 2 Stunden auf Zug warten zumutbar?

Zitat:
Habe mich selbst bei einem Arbeitgeber beworben. Dieser möchte mich voraussichtlich, trotz Antibewerbung
Aber warum hast du dich dann überhaupt aus Eigeninitiative beworben? Der Fahrtweg stand doch bereits vorher fest.

Zitat:
Die Arbeitszeiten lassen sich nicht ändern, das Problem ist dem Arbeitgeber bekannt und interessiert ihn nicht.
Wenn du nicht hinkommst, kommst du eben nicht hin.

Bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden ist eine Pendelzeit von insgesamt mehr als 2 ½ Stunden nicht zumutbar. Bei einer geringeren Arbeitszeit gilt das bereits ab 2 Stunden. Ausnahme: In der Region sind diese Pendelzeiten üblich.

Zumutbarkeit
__

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Alt 08.07.2017, 09:43   #5
qwertz123
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Registriert seit: 19.03.2014
Beiträge: 1.031
qwertz123 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ALG 2: Schichtarbeit - 2 Stunden auf Zug warten zumutbar?

Ich weiß nicht in wieweit dass eine Sanktion nach sich ziehen könnte (ob sie vor Gericht standhält ist ne andere Frage), das war ja kein VV mit RFB.

2 Stunden auf den Bus warten ist definitiv nicht zumutbar.

Hast du den Arbeitsvertrag schon unterschrieben? Wenn nicht, dann bestehe auf Überprüfung, da ist sicher irgendwas drin was nicht passt.

Bis jetzt weißt du allerdings noch nichtmal ob das mit dem SB ausgemacht wurde sondern vermutest es nur, wäre ja auch möglich dass dem SB das garnicht bekannt ist, sondern er nur weiß dass du dich da beworben hast ohne das Ergebnis.
qwertz123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.07.2017, 23:45   #6
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: ALG 2: Schichtarbeit - 2 Stunden auf Zug warten zumutbar?

Hallo iSlave,

Zitat:
Habe mich selbst bei einem Arbeitgeber beworben. Dieser möchte mich voraussichtlich, trotz Antibewerbung, ab nächsten Monat einstellen.
Dann wird es doch Zeit die notwendigen Anträge zügig (schriftlich und nachweislich) an dein JC zu stellen, die dafür sorgen könnten, dass es dir möglich wird die Stelle anzutreten, wenn man dich tatsächlich einstellen möchte.

Das wäre minimum Reisekosten für den Arbeitsweg (zumindest für die Heimfahrten an freien Tagen) und am Besten ein Zimmer (vorerst) für die Übernachtungen an Arbeitstagen, damit du NICHT an deinen aktuellen Wohnort zurück musst und genug Schlaf bekommst für den neuen Job.

In der Regel sollen zwischen 2 Arbeitsschichten wenigstens 11 Stunden Freizeit verbleiben, die man aber nicht nur mit Warten auf Verkehrsmittel für die Heimfahrt verbringen sollte.

Zitat:
Ist ein normaler Arbeitgeber im Helferbereich (natürlich Mindestlohn). Das Problem an der Sache sind die Schichtzeiten. In der Stadt fährt nachts kein Bus. So muss ich nach Schichtende von 2 Uhr bis 4 Uhr auf den Bus warten und dann noch 1 Stunde 25 Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren.
Das ist so ganz einfach NICHT zumutbar, übersteigt die üblichen Pendelzeiten deutlich, wenn dem AG dazu nichts einfällt (zuverlässiger Fahrdienst / Unterbringungsmöglichkeit ohne Extra-Kosten für dich) dann kannst du den Job eben nicht annehmen.

Zitat:
Die Arbeitszeiten lassen sich nicht ändern, das Problem ist dem Arbeitgeber bekannt und interessiert ihn nicht.
Die Arbeitszeiten legt nun mal der AG fest, der will ja verdienen an deiner Arbeit und wie man zur Arbeit kommt und wieder nach Hause interessiert in der Regel generell KEINEN AG ... das ist auch nicht seine Angelegenheit.

Wenn man das zeitlich / wegemäßig gar nicht hinbekommen kann, dann sollte man sich darauf auch nicht einlassen (besser gar nicht erst bewerben), also unterschreibe auf keinen Fall einen Arbeitsvertrag, den du so gar nicht einhalten könntest und mach auch KEINE mündlichen Zusagen ab Tag X die Arbeit aufzunehmen.

Es sei denn das JC bewilligt dir schriftlich die notwendigen "Eingliederungshilfen" aus dem Vermittlungsbudget VOR der Zusage und verbindlichen Unterschrift auf einen Arbeitsvertrag.

Zitat:
Die Wahrscheinlichkeit das das ganze mit meinem Vermittler abgesprochen wurde ist recht hoch. Er weiß von der Bewerbung, da ich diese als monatlichen Nachweis eingereicht habe. Der Arbeitgeber bekommt häufiger Bewerber per VV.
Das sind zunächst mal bloße Vermutungen und es dürfte schwierig sein für dich das zu beweisen, Fakt ist jedenfalls, dass auch ein VV unter den beschriebenen Arbeitszeiten / Verkehrsverbindungen NICHT zumutbar wäre ... zudem ist es in deinem Falle KEIN VV also verlange (schriftlich / nachweislich) die notwendige Unterstützung oder es kann keinen Arbeitsvertrag geben.

Es ist ja nicht immer "kuschelige" Sommernacht wo man gerne mal 2 - 4 Stunden in der Bushaltestelle schlafen möchte, das darf Niemand von dir verlangen und was JC und AG da vielleicht ohne dein Wissen was "mauscheln", kann dir so was von EGAL sein, das ist doch NICHT dein Problem.

Zitat:
Vielleicht wurde mit dem JC ein Lohnzuschuss ausgehandelt, anders kann ich mir das ganze nicht erklären....
Dann "handele" mit deinem JC die dazu passende Unterstützung FÜR DICH aus, anders kannst und wirst du diese Stelle nicht antreten ...
Soll es direkt "unbefristet" sein oder mit Probezeit und / oder ansonsten befristet bis XX ???

Zitat:
Was tun? Ich bin familiär nicht gebunden und das JC würde wohl auf einen Umzug bestehen?
Dann müssen die sich aber sehr beeilen, ein Umzug bis Anfang des nächsten Monats wird sicher nicht mehr gelingen, zudem hast du auch eine Kündigungsfrist (normal 3 Monate) in deiner vorhandenen Wohnung einzuhalten.

Eine bezahlbare Wohnung am Arbeitsort müsstest du ja auch erst mal finden, es könnten also noch "Doppelmieten" auf das JC zukommen ...
Für eine Probezeit oder befristeten Vertrag (was bei Lohnzuschüssen vom Amt ja meist die Regel ist) ist es unwirtschaftlich von dir einen Umzug zu verlangen, denn den müsste das JC dann auch komplett bezahlen.

Mit der (wahrscheinlichen) Ungewissheit belastet, ob das Arbeitsverhältnis überhaupt längere Zeit Bestand haben wird, glaube ich nicht an eine Zustimmung und Übernahme der Kosten für einen Umzug.

Bei Mindestlohn ist sogar anzunehmen, dass du noch als "Aufstocker" weiter Leistungen beziehen könntest ... das ist bisher nicht zu beurteilen, hinge ja auch von der "neuen Wohnung" und den dortigen KdU ab ...

Du musst die Sache also überlegt von dieser Seite angehen, stelle Anträge ohne Ende, damit du diese Arbeit antreten könntest, mach Druck, denn die AG warten heute nicht mehr gerne auf neue Mitarbeiter.

Zahlt man dir (mit schriftlicher Zusage / Bescheid der Kostenübernahme) wenigstens ein Zimmer (am Arbeitsort), dass du dort wahlweise übernachten könntest, dann probiere es doch einfach aus ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 27.07.2017, 09:14   #7
iSlave
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iSlave Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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