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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 02.06.2017, 10:57   #1
DavyJones
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Registriert seit: 24.03.2017
Beiträge: 13
DavyJones
Standard alle 2 Wochen Termin beim SB, reine Schikane und Drohungen...

Hallo an alle,

ich habe folgendes Problem. Danke schon mal an alle die sich die Zeit nehmen den langen Text zu lesen.

Seit kurzem (seit April) habe ich mal wieder einen neuen SB bekommen. Beim ersten Termin war ich ohne Beistand (leider), da droht er mir bereits, ich soll endlich die EGV unterschreiben, da ich sie zu Hause in Ruhe lesen wollte (er hat mich beim Lesen auch ständig unterbrochen & mir unnütze Sachen erzählt). Jetzt ist er der Meinung, dass er mich alle 2 Wochen einladen muss um mit mir meine berufliche Situation zu besprechen.
Er sagte mir bei unserem 2. Treffen, dass er mich jetzt immer alle 2 Wochen einlädt für ein halbes Jahr und dass er bei MIR jetzt dran bleibt. Letzte Woche musste ich wieder zu einem Termin (der 3.) und alles was er im Endeffekt macht, ist mir Stellen auszudrucken (mittlerweile bereits 16 für diesen Monat) und mir hinterher zu telefonieren, vor allem bei privaten Arbeitsvermittlern und sich nach mir erkundigt oder mich bei denen vorstellt. Das tolle daran ist aber, dass er mir das vorher nicht sagt, er nimmt einfach den Hörer in die Hand und ruft irgendwo an. Nachdem er dann immer eine Weile am Telefon ist und sich irgendwas von den AV’s erzählen lässt, legt er auf und erzählt mir aber nicht was diese gesagt haben.
Daher meine Frage, wie kann ich das unterbinden? Ich kann mich in diesem Fall ja nicht richtig auf den Datenschutz berufen bzw. dass er mich dann als Arbeitslosen outet, da die AV’s ja eh nur mit Arbeitslosen arbeiten. Oder wie seht ihr das?

Und dann habe ich noch folgendes Problem, dass ich gesundheitliche Einschränkungen habe und meinen gelernten Beruf nicht mehr machen kann. Aber eine Umschulung kommt für ihn absolut nicht in Frage. Dadurch druckt er mir immer nur irgendwelche schlecht bezahlten Hilfsjob’s aus auf die ich mich dann bewerben muss. Hinzu kommt aber, dass ich das Gefühl habe, dass er meine gesundheitlichen Einschränkungen absolut nicht ernst nimmt (trotz Attest). Wir reden 2min vorher darüber, dass ich bestimmte Sachen nicht machen darf und dann bietet er Job’s an, bei denen ich genau das machen muss. Kann ich mich dagegen wehren? Und wie?

Was ich schon mache um irgendwie aus diesen 2 Wochen zu kommen, ist das ich immer schön Fahrtkosten beantrage und mir auch die Bewerbungen alle bezahlen lasse. Allerdings befürchte ich, dass ich bald schon über die 260 € pro Jahr komme und nicht weiß wer dann die Kosten übernehmen soll, es ist ja auch erst Ende Mai. Kann er mich eigentlich zwingen bei Bewerbungen, wo steht „Bewerbung schriftlich oder per Mail“, dass ich die per Mail abschicken muss, so dass er die nicht bezahlen muss? Mir fallen auch keine guten Argumente ein die gegen Bewerbungen per Mail sprechen, außer der Spam-Ordner und man da nicht ständig nachschaut.

Außerdem finde ich die Terminlänge immer eine ziemliche Zumutung, ich kann froh sein, wenn es „nur“ eine Stunde dauert. Kann man dagegen auch etwas unternehmen?

Ich freue mich auf eure Antworten, nächste Woche muss ich schon wieder dahin.
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Alt 02.06.2017, 11:20   #2
Solanus
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Standard AW: alle 2 Wochen Termin beim SB, reine Schikane und Drohungen...HILFE

Das Erste und Wichtigste:

Wenn der SB einlädt, muß er die Fahrtkosten tragen.

Also bei jedem Termin, nach der Begrüßung sofort den Fahrtkostenantrag auf den Tisch und abzeichnen lassen.

Als Zweites, ab sofort für jedes Stellenangebot die Dir der SB aushändigt, sofort die Kostenerstattung beantragen. Am Besten immer mehrere Anträge gleich blanko dabei haben, nur rausholen ausfüllen und sofort gegen Abgabequittung überreichen. Je Bewerbung sind 5 EUR pauschal angemessen.
Solanus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2017, 12:11   #3
Imaginaer
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Standard AW: alle 2 Wochen Termin beim SB, reine Schikane und Drohungen...HILFE

1. Ruhe einkehren lassen.

2. EGV unterschrieben? Bitte mal anonymisiert hier hochladen.

3. Bitte Beistand besorgen, der bei den Terminen protokolliert und gegeben falls unbequeme Fragen stellt. Schriftlich mit Antrag eine Aufklärung/Beratung/Auskunft gem. § 13 - 15 SGB X beantragen, das macht ihm zusätzliche Arbeit.

4. Dem SB unbequeme Fragen stellen wieso alle 2 Wochen einladen dich besser in Arbeit bringen kann. Schriftlich geben lassen. Falls er verweigert, den Vorgesetzten bis hin zum Geschäftsstellenleiter geben lassen. Ansonsten vorgehen wie in 2. der letzte Satz.

5. Telefonnummern, E-Mail Adressen und sonstigen elektronische Kommunikation einstellen. Zudem den Widerspruch - Antrag auf Löschung bereits erhobenen, aber nicht erforderlichen Daten gemäß § 84 Abs. 2 SGB X nachweisbar (Fax mit Sendebericht oder Abgabe Empfangsbestätigung) abgeben.

6. Gucken ob die Stellenangebote als Überschrift Vermittlungsvorschlag haben. Zudem ob eine Rechtsfolgenbelehrung bei jedem dabei ist. Die EGV müsste man dazu sichten.

7. Anrufen bei Arbeitgebern muss man eine Beschwerde an die oberen Verwaltungsetagen schicken. Was macht das für einen Eindruck beim Arbeitgeber? Wird durch dieses "nachstöbern" nicht eine Arbeitsaufnahme durch den JC SB vereitelt? Natürlich alles mit Beistand der dies auch bezeugen kann.

8. Lass Dir genug Bewerbungskostenanträge ausstellen. Und Fahrtkostenanträge.

9. Sind die gesundheitlichen Einschränkungen durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen festgestellt worden? Wenn ja sind die gesundheitlichen Probleme ihm scheinbar egal. Daher wäre hier eine Beschwerde (möglichst schriftlich und nachweisbar) an die Vorgesetzten angebracht.

10. in gewissen Abständen krank werden mit AU, sofern keine WUB (die rechtlich zweifelhaft ist) verlangt wird.

Falls Du es nicht gemerkt hast, der JC/SB hat dich auf dem Kieker. Nun musst Du mit taktischen Geschick ihm seine Arbeit schwer machen.

Viel Erfolg!
__

- Nur meine persönliche Meinung, keine Rechtsberatung! -

Geändert von Imaginaer (02.06.2017 um 12:30 Uhr)
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Alt 02.06.2017, 12:37   #4
Kerstin_K
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Der MDK hat aber mit den Einschränkungen des TE nichts zu tun.

Die AfA hat einen eigen ärztlichen Dienst.
__

Viele Grüße aus Hannover
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Alt 02.06.2017, 12:37   #5
Kansteknicken
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Kansteknicken
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Zitat:
dass ich die per Mail abschicken muss, so dass er die nicht bezahlen muss?
So ein Computer kann auch mal kaputtgehen, so daß man sich leider nicht per Mail bewerben kann. Falls er Dich auffordert im JC das zu machen, wirst Du natürlich auch dafür Fahrtkosten beantragen. Wie weit ist das JC entfernt?
Kansteknicken ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2017, 15:21   #6
Orlando123
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Zitat von Kansteknicken Beitrag anzeigen
So ein Computer kann auch mal kaputtgehen, so daß man sich leider nicht per Mail bewerben kann. Falls er Dich auffordert im JC das zu machen, wirst Du natürlich auch dafür Fahrtkosten beantragen. Wie weit ist das JC entfernt?
Zudem kostet die Nutzung eines Computers ebenfalls Geld oder meinst du der lebt von Luft und Liebe? Strom und Internet brauchst du dafür schon und wenn wir ganz kleinlich sind, benötigst du eine Lizenz für ein vernünftiges Schreibprogramm (Word/Office/whatever) und das kostet allgemein Geld.

Allgemein machen Online-Bewerbungen aber heutzutage mehr Sinn, denn viele Arbeitgeber kicken die Bewerbungsmappen direkt in die Tonne, weil sie die nicht mehr haben wollen, weil es nur mehr Müll/Arbeit ist.

Ich weiß leider nicht in wiefern die Kosten für Online-Bewerbungen gesetzlich oder überhaupt geregelt sind, allerdings kann ich dir sagen, dass ich pro Online-Bewerbung 2,00 Euro bekomme.
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Alt 02.06.2017, 15:24   #7
Imaginaer
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Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Der MDK hat aber mit den Einschränkungen des TE nichts zu tun.

Die AfA hat einen eigen ärztlichen Dienst.
Das ist der interne ärztliche Dienst der Arbeitsagentur. Die schreiben einen gesunden gerne krank und Kranke gerne gesund. Die schreiben Gutachten FÜR das Jobcenter und sind nicht objektiv!

Mit dem MDK lag ich falsch, der kann eingeschaltet werden wenn Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit besteht.

Bei mir macht es das Kreisgesundheitsamt im Auftrag der Behörde (hier Jobcenter). Hatte als Beistand auch mal mit denen zu tun. Waren eigentlich sehr gründlich, da bei Fehldiagnosen diese rechtlich dafür zur Verantwortung gezogen werden!? Haben die betreffende Person dann lieber zum Sozialamt (SGB 12) geschickt.

Der Threadsteller schrieb was von "Attest". Aber nicht wer genau dieses ausgestellt hat. Eventuell nur der Hausarzt!? Das reicht nun einmal nicht.

Zitat von Orlando123 Beitrag anzeigen
Allgemein machen Online-Bewerbungen aber heutzutage mehr Sinn, denn viele Arbeitgeber kicken die Bewerbungsmappen direkt in die Tonne, weil sie die nicht mehr haben wollen, weil es nur mehr Müll/Arbeit ist.

Ich weiß leider nicht in wiefern die Kosten für Online-Bewerbungen gesetzlich oder überhaupt geregelt sind, allerdings kann ich dir sagen, dass ich pro Online-Bewerbung 2,00 Euro bekomme.
Die E-Mail Postfächer haben auch (virtuelle) Papierkörbe. Nur Kosten die nichts bei Entsorgung der Bewerbungen, klick und weg.!

Meinst Du wie viele Bewerber (nicht nur ELO´s) diesen Weg wählen. Bei einem mittelständischen Unternehmen rechne ich mit 250 -300 Bewerbungen im Monat bei einer ausgeschriebenen Stelle.

Der guckt sich die doch nicht alle einzeln an, sondern nimmt die ersten 10 und der Rest landet im virtuellen Papierkorb nachdem ein geeigneter Mitarbeiter gefunden wurde.
__

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Alt 02.06.2017, 16:19   #8
Sonne11
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https://www.elo-forum.org/technische...egen-mehr.html

Geändert von TazD (02.06.2017 um 22:54 Uhr)
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Alt 03.06.2017, 04:24   #9
Domino
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Zitat von plot Beitrag anzeigen
Ist doch auch nicht Sinn xxxxxxxxxxxx
Und wo sind Deine sinnvollen Tipps?


@ TE
Du warst scheinbar noch nicht beim ärztlichen Dienst.
Ich würde einen schriftlichen Antrag stellen, zum einschalten des ärztlichen Dienst stellen, um Deine gesundheitlichen Einschränkungen festzulegen.
Daran hat sich Dein SB dann ohne wenn und aber zu halten.
Dann kannst Du auch unzumutbare VV ohne ablehnen.

Geändert von Seepferdchen (03.06.2017 um 12:51 Uhr) Grund: Das muß man nicht noch vervielfältigen,daher Satz gelöscht
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Alt 04.06.2017, 08:41   #10
DavyJones
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DavyJones
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Zitat von Solanus Beitrag anzeigen
Das Erste und Wichtigste:

Wenn der SB einlädt, muß er die Fahrtkosten tragen.

Also bei jedem Termin, nach der Begrüßung sofort den Fahrtkostenantrag auf den Tisch und abzeichnen lassen.
Das mache ich schon. Bislang hat er auch alle Termine bezahlt. Die Frage ist nur, ob er das auch weiterhin macht.

Zitat von Imaginaer
2. EGV unterschrieben?
ja habe ich.

Zitat von Imaginaer
3. Bitte Beistand besorgen, der bei den Terminen protokolliert
habe ich. Mein Beistand war jetzt auch immer dabei, außer beim ersten Termin.

Zitat von Imaginaer
4. Dem SB unbequeme Fragen stellen wieso alle 2 Wochen einladen dich besser in Arbeit bringen kann. Schriftlich geben lassen.
Das habe ich beim letzten Termin gefragt, daraufhin meinte er das würden Sie im Moment mit einigen machen. Das ist jetzt so üblich.

Zitat von Imaginaer
5. Telefonnummern, E-Mail Adressen und sonstigen elektronische Kommunikation einstellen.
Ich telefoniere nicht mit ihm und meine E-Mail Adresse hat er auch nicht.

Zitat von Imaginaer
6. Gucken ob die Stellenangebote als Überschrift Vermittlungsvorschlag haben. Zudem ob eine Rechtsfolgenbelehrung bei jedem dabei ist. Die EGV müsste man dazu sichten.
Auf den Stellenangeboten steht immer Vermittlungsvorschlag, allerdings sind diese stets ohne RFB.

Zitat von Imaginaer
7. Anrufen bei Arbeitgebern muss man eine Beschwerde an die oberen Verwaltungsetagen schicken.
Das sehe ich auch so, aber meistens ruft er bei privaten Arbeitsvermittlungen an und ich finde da kann man schlecht argumentieren, da diese ja fast ausschließlich mit Arbeitslosen zusammen arbeiten.

Zitat von Imaginaer
9. Sind die gesundheitlichen Einschränkungen durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen festgestellt worden?
Nein, ich war noch nicht beim medizinischen Dienst. Ich möchte meine Ärzte auch nicht von ihrer Schweigepflicht entbinden. Meistens liest man ja leider auch, dass die Leute alle für gesund erklärt werden.

Zitat von Kansteknicken
Wie weit ist das JC entfernt?
Hin und Zurück sind es 26 km mit dem PKW. Mit Bus je Fahrt 1h.
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Alt 04.06.2017, 09:19   #11
DavyJones
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DavyJones
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Zitat von Imaginaer Beitrag anzeigen
2. EGV unterschrieben? Bitte mal anonymisiert hier hochladen.
Hier noch die EGV.

Miniaturansicht angehängter Grafiken (Klicken = große Ansicht)
egv-.jpg   egv-.jpg   egv-.jpg   egv-.jpg   egv-.jpg  
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Alt 04.06.2017, 09:33   #12
wolf77
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wolf77 wolf77 wolf77 wolf77
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Das Ding hat ja ein echtes Genie erstellt!

Unterstützung durch das Jobcenter:

- Für 6 Bewerbungen (pro Tag, Monat, Jahr?! Aus den Verpflichtungen zu 6 Bewerbungen Monatlich kann man Schlüsse ziehen, aber ist dennoch wieder mal zusammengefrickelter Mist) Kostenerstattung; aber nur wenn die Kosten nachgewiesen werden, also nix Pauschal

etwas weiter unten:
- 260 Euro, 5 Euro Pauschal pro Bewerbung
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Alt 04.06.2017, 10:42   #13
Makale
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Diese EGV hat schon was. Bewerbungskostenregelung in 3-facher Ausführung. Alle haben einen Haken: Es muss zuvor ein gesonderter Antrag gestellt werden. 2x steht sogar der ständig sozialgerichtlich kassierte "Ermessenstextbaustein" drin.

Ferner mangelt es an einem ausgearbeiteten Integrationskonzept (§ 15 Abs. 1 SGB II), welches zwingende Grundlager einer EGV ist (§ 15 Abs. 2 Satz 1 SGB II).

Meines Erachtens ist die EGV nichtig, also unwirksam.
Makale ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.06.2017, 11:29   #14
en Jordi
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Zitat von DavyJones Beitrag anzeigen
Und dann habe ich noch folgendes Problem, dass ich gesundheitliche Einschränkungen habe und meinen gelernten Beruf nicht mehr machen kann. Aber eine Umschulung kommt für ihn absolut nicht in Frage.
Hallo Davy,

das ist eigentlich ein Fall für Leistungen zur Teilhabe. Über eine
Ausbildung entscheidet dann nicht dein 0815-SB sondern die zuständige Rehastelle. Die Frage ist jetzt, was vorliegt. Warst du längere Zeit in einer Klinik oder ambulant in Behandlung, hast du einen GdB?

Vor Abschluss einer EGV muss die Erwerbsfähigkeit geprüft werden.
Da müsste eine neue vereinbart werden, da dies nicht erfolgt ist. Schweigepflichtsentbindung ist nicht nötig, du kannst die Mitwirkung auch auf einen Gutachtertermin beschränken.

Du könntest auch direkt einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben stellen. Dazu müsstest du wissen, wer Kostenträger (RV oder BA) ist. Wenn deine Einschränkungen erstmal anerkannt sind, sollte es ruhiger werden.

Jetzt hast du erstmal einiges zu klären, denke ich. Alles Gute!
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Alt 04.06.2017, 13:02   #15
Imaginaer
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Zitat von DavyJones Beitrag anzeigen
Das mache ich schon. Bislang hat er auch alle Termine bezahlt. Die Frage ist nur, ob er das auch weiterhin macht.
Muss er bei Meldeaufforderungen.

Zitat von DavyJones Beitrag anzeigen
ja habe ich.
EGV zu unterschreiben war nicht so gut. Zwar rechtswidrig wie hier schon zu lesen war, aber das muss man erst einmal so durchboxen.

Zitat von DavyJones Beitrag anzeigen
habe ich. Mein Beistand war jetzt auch immer dabei, außer beim ersten Termin.
Gut und soll immer mit protokollieren.

Zitat von DavyJones Beitrag anzeigen
Das habe ich beim letzten Termin gefragt, daraufhin meinte er das würden Sie im Moment mit einigen machen. Das ist jetzt so üblich.
Lässt Du dich im Leben immer mit solchen Allgemein Phrasen abspeisen?. Schriftlich anfordern!

Zitat von DavyJones Beitrag anzeigen
Ich telefoniere nicht mit ihm und meine E-Mail Adresse hat er auch nicht.
Gut so! Beibehalten egal was kommt.

Zitat von DavyJones Beitrag anzeigen
Auf den Stellenangeboten steht immer Vermittlungsvorschlag, allerdings sind diese stets ohne RFB.
In der EGV sehe ich nicht bezüglich bewerben auf Vermittlungsvorschläge. Ansonsten ist ohne RFB keine Rechtsfolgen möglich. Müsste jemand anderen noch was zu sagen.

Zitat von DavyJones Beitrag anzeigen
Das sehe ich auch so, aber meistens ruft er bei privaten Arbeitsvermittlungen an und ich finde da kann man schlecht argumentieren, da diese ja fast ausschließlich mit Arbeitslosen zusammen arbeiten.
Dazu muss jemand anderes was sagen. Aber dies externe Dritte mit denen Du kein Rechtsverhältnis hast.

Zitat von DavyJones Beitrag anzeigen
Nein, ich war noch nicht beim medizinischen Dienst. Ich möchte meine Ärzte auch nicht von ihrer Schweigepflicht entbinden. Meistens liest man ja leider auch, dass die Leute alle für gesund erklärt werden.
Das ist aber sehr wichtig, da Du bisher als gesund giltst beim JC/SB. Schweigepflichtsentbindungen der Ärzte musst Du nicht geben. Dann sollen die vom medizinischen Dienst mal arbeiten.

Allgemein bist Du noch zu zaghaft. Der JC/SB drückt Dir einen nach dem anderen rein und du machst brav mit.
__

- Nur meine persönliche Meinung, keine Rechtsberatung! -

Geändert von TazD (04.06.2017 um 21:38 Uhr) Grund: Mit Rücksicht auf die überwiegenden Smartphone-Nutzer ein paar Absätze entfernt.
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Alt 04.06.2017, 16:53   #16
DavyJones
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DavyJones
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Zitat von wolf77 Beitrag anzeigen
etwas weiter unten:
- 260 Euro, 5 Euro Pauschal pro Bewerbung
Da ist aber auch mein Problem, ich habe jetzt diese Jahr bereits 200 € für Bewerbungen erhalten und wir haben jetzt erst Juni und er gibt mir immer mind. 8 Stellen pro Termin mit.

Zitat von Makale
Ferner mangelt es an einem ausgearbeiteten Integrationskonzept (§ 15 Abs. 1 SGB II), welches zwingende Grundlager einer EGV ist (§ 15 Abs. 2 Satz 1 SGB II).

Meines Erachtens ist die EGV nichtig, also unwirksam.
Dagegen kann ich mich aber nur noch gerichtlich wehren oder?

Zitat von en Jordi
das ist eigentlich ein Fall für Leistungen zur Teilhabe. Über eine Ausbildung entscheidet dann nicht dein 0815-SB sondern die zuständige Rehastelle. Die Frage ist jetzt, was vorliegt. Warst du längere Zeit in einer Klinik oder ambulant in Behandlung, hast du einen GdB?
Ich bin in ambulanter Behandlung, habe auch bedenken, dass die Ärzte beim MD meine Krankheit nicht kennen.

Zitat von Imaginaer
Zitat von DavyJones Beitrag anzeigen
Das habe ich beim letzten Termin gefragt, daraufhin meinte er das würden Sie im Moment mit einigen machen. Das ist jetzt so üblich.
Lässt Du dich im Leben immer mit solchen Allgemein Phrasen abspeisen?. Schriftlich anfordern!
Ok, werd ich machen. Reicht es dabei mich auf § 13-15 SGB X zu beziehen?

Zitat von Imaginaer
Zitat von DavyJones Beitrag anzeigen
Das sehe ich auch so, aber meistens ruft er bei privaten Arbeitsvermittlungen an und ich finde da kann man schlecht argumentieren, da diese ja fast ausschließlich mit Arbeitslosen zusammen arbeiten.
Dazu muss jemand anderes was sagen. Aber dies externe Dritte mit denen Du kein Rechtsverhältnis hast.
Leider glaube ich, dass er sich damit nicht abspeisen lässt.

Zitat von Imaginaer
Das ist aber sehr wichtig, da Du bisher als gesund giltst beim JC/SB. Schweigepflichtsentbindungen der Ärzte musst Du nicht geben. Dann sollen die vom medizinischen Dienst mal arbeiten.
Soll mich selber um einen Termin bemühen?

Außerdem habe ich noch eine andere Frage: Ich habe das Gefühl, dass er mir gerne Stellenvorschläge von privaten Arbeitsvermittlern gibt, wo er die zuständigen Leute selber sehr gut kennt, um noch mehr über mich zu erfahren. Kann ich mich dagegen wehren? Bei einem privaten AV habe ich selber schon mitbekommen, dass mir mein SB hinterher telefoniert hat und nachfragt ob ich weitere Termine ausmache und wahrnehme.
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Alt 04.06.2017, 17:06   #17
0zymandias
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BTW: Die Paragrafen für Aufklärung, Beratung und Auskunft sind die §§ 13 - 15 SGB I, nicht SGB X.
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Alt 04.06.2017, 20:42   #18
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Zitat von DavyJones Beitrag anzeigen
Ich bin in ambulanter Behandlung, habe auch bedenken, dass die Ärzte beim MD meine Krankheit nicht kennen.
Dann werden sie sich einlesen müssen. Die schreiben oft nur aus den vorliegenden Akten ab und verwursten das Bekannte zu einer arbeitsmedizinischen Stellungnahme.

Wenn du keine Befunde beibringt oder deine Fachärzte nicht von der Schweigepflicht entbinden willst, musst du auch damit rechnen zu einem fachärztlichen Gutachten geladen zu werden.
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Alt 05.06.2017, 01:03   #19
Imaginaer
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@DavyJones Ich meinte natürlich § 13-15 SGB 1.

Private Arbeitsvermittler arbeiten nicht umsonst. Musst Du nicht für jeden privaten Arbeitsvermittler einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) vorlegen? Diese sind meist 2000 Euro wert, also so hab ich es mal gehabt.

Guck mal anhand der bisherigen VV/RFB wie viele private Arbeitsvermittler dieses Jahr schon waren.

Die Beauftragung des medizinischen Dienst (nicht der von der BA) sollte der JC/SB veranlassen. Kannst ihn aber schriftlich dazu auffordern. Die Kosten dafür muss das JC zahlen. Auch die Fahrtkosten von Dir, sofern sie entstehen.
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Alt 05.06.2017, 05:19   #20
iSlave
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10. in gewissen Abständen krank werden mit AU, sofern keine WUB (die rechtlich zweifelhaft ist) verlangt wird.
Kranke elos fallen für den ganzen Monat aus der Statistik. Ein Arbeitsloser weniger
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Alt 05.06.2017, 07:48   #21
DavyJones
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Zitat von Imaginaer Beitrag anzeigen
@DavyJones Ich meinte natürlich § 13-15 SGB 1.

Private Arbeitsvermittler arbeiten nicht umsonst. Musst Du nicht für jeden privaten Arbeitsvermittler einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) vorlegen? Diese sind meist 2000 Euro wert, also so hab ich es mal gehabt.

Guck mal anhand der bisherigen VV/RFB wie viele private Arbeitsvermittler dieses Jahr schon waren.
Bislang 10 Stück. Die bekommen das Geld doch aber nur, wenn sie mich auch in Arbeit vermitteln und ich mind. 6 Monate dort arbeite.

Zitat von Imaginaer Beitrag anzeigen
Die Beauftragung des medizinischen Dienst (nicht der von der BA) sollte der JC/SB veranlassen. Kannst ihn aber schriftlich dazu auffordern. Die Kosten dafür muss das JC zahlen. Auch die Fahrtkosten von Dir, sofern sie entstehen.
Reicht dabei ein formloses Anschreiben? Schicken die einen nicht immer zum MD vom Jobcenter ?
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Alt 05.06.2017, 09:40   #22
harzerbrandenburg
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harzerbrandenburg
Standard AW: alle 2 Wochen Termin beim SB, reine Schikane und Drohungen...HILFE

etwas weiter unten:
- 260 Euro, 5 Euro Pauschal pro Bewerbung[/QUOTE]

Ja pro Bewerbungsmappe--
bei uns sind es 2,50€ für normale Briefe
harzerbrandenburg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2017, 11:59   #23
Imaginaer
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Standard AW: alle 2 Wochen Termin beim SB, reine Schikane und Drohungen...HILFE

Wie kommunizierst Du mit den privaten Arbeitsvermittlern?

Ja, es kann sein das die dich zum MDK des Jobcenters schicken. Ich sagte auch nicht das es eine Garantie dafür gibt, das die dich nicht dort hinschicken. Aber Versuch macht klug.

Es geht in erster Linie um deine Atteste die nichts wert sind! Jetzt verstanden?
__

- Nur meine persönliche Meinung, keine Rechtsberatung! -
Imaginaer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2017, 12:53   #24
noillusions
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Beiträge: 1.468
noillusions Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: alle 2 Wochen Termin beim SB, reine Schikane und Drohungen...HILFE

Gibt es denn eine Verpflichtung sich auf so eine PAV-"Stelle" zu bewerben? Das ist ja eher wie eine Bewerbung auf eine Bewerbung.

Wenn ja gilt da halt das Gleiche: Keine Telefonnummer und keine email-Adresse.

Und wenn man einen AVGS dafür braucht und den kriegt, überlegt man sich ob man den für den PAV einlöst. Vielleicht passt einem an dem Vertrag/der Vereinbarung des PAV etwas nicht, so dass man ablehnen kann.

Bei dem Hinterhertelefonieren, was willst du da machen? Vielleicht kann man Verlangen, dass keine Daten von einem Weitergegeben werden, aber selbst das könnte erlaubt sein. Es ist ja die Aufgabe der JC und bei VV tun die das ja auch, nur halt schriftlich.

Bei den Terminen machst du am Besten nicht den Eindruck dass du genervt bist, denn dann weiß der Typ dass die Masche bei dir zieht.
Du kannst versuchen den Verlauf des Gesprächs ein bisschen zu erahnen und dann dir eine Strategie zurechtlegen.

Wenn dir etwas nachteilig vorkommt was du machen sollst odr was er macht, kannst du überlegen ob du das verhindern kannst oder einen Antrag auf Auskunft und Beratung stellst.
noillusions ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2017, 13:04   #25
en Jordi
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Zitat von DavyJones Beitrag anzeigen
Schicken die einen nicht immer zum MD vom Jobcenter ?
Zum ärztlichen Dienst der AfA meist, manchmal auch zum Gesundheitsamt. Das kommt ganz auf die Aktenlage an. Wenn du eine Ausbildung machen möchtest, wird meist auch der psychologische Dienst beteiligt mit Gespräch und umfangreicher Testung.

Man kann es schon etwas steuern, wenn man den Gesundheitsfragebogen gründlich ausfüllt. Das war zumindest meine Erfahrung. Wenn so ein Gutachten mal in die Hose geht, ist das auch nicht so schlimm. Meist werden die recht schlampig ausgeführt und dann hat man relativ viele Ansatzpunkte zur Kritik.
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