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Start > > -> Wäre es sinnvoll meinen Antrag auf ALG2 zurückzuziehen...?

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 12.05.2017, 04:22   #1
Jessie43
Elo-User/in
 
Registriert seit: 11.05.2017
Beiträge: 2
Jessie43
Beitrag Wäre es sinnvoll meinen Antrag auf ALG2 zurückzuziehen...?

Hallo liebe Foris

Ich bin heute ( bzw gestern... immernoch wach ) bei vielerlei Sucherei im Net auf Euer Forum gestoßen, und habe auch schon etliche Beiträge seitdem durchforstet ( was mir auch schon bei manchen Fragen geholfen hat ).


Kurz zu meiner derzeitigen Situation, in Stichworten :

- Partner Anfang März nach langjähriger Ehe verstorben, bis dahin Hauptverdiener, ich selbst nur MiniJob mit ca 320-350€ monatlich
- zwei Kinder im Haushalt ( 20 und 17, beide noch unterhaltsberechtigt, Kindergeldantrag vor paar Tagen genehmigt - musste neu gestellt werden )
- Antrag ALG2 "blöderweise" am 29.3. abgegeben bzw zusammen mit der zuständigen Dame ergänzend ausgefüllt, allerdings nicht vollständig, da noch kein neuer Mietvertrag vorhanden
- Anträge Witwenrente / Halbwaisenrenten wurden gestellt, immernoch in Bearbeitung


Als ich am Tag meiner Antragsabgabe 29.3. nachmittags eher zufällig auf mein Konto sah, bin ich fast vom Hocker gefallen, hatte nämlich überraschend ein Plus von knapp 7.000€ drauf
Einen Tag später den Grund dafür im Briefkasten... es wurde ein betriebliches Sterbegeld in Höhe von 3 Monatslöhnen gezahlt, von dem ich allerdings vorher nichts ahnte.... und dementsprechend auch noch nicht beim Antrag angegeben hatte.

Wie ich jetzt durch die hilfreichen Texte hier im Forum weiß, wird dieses Geld als Zufluss angerechnet... hätte ich den Antrag erst 3 bzw 4 Tage später gestellt, wäre das nicht der Fall gewesen, richtig ?

Da ich evtl schon zum Monatsende Aussicht auf einen neuen Vollzeitjob habe ( entscheidet sich nächste Woche, genauer Beginn allerdings noch unklar ), überlege ich gerade, den Antrag zurückzuziehen...
Bisher habe ich keinerlei Leistungen erhalten, Antrag ist immernoch in Bearbeitung und wird wohl auch in diesem Monat nicht mehr "fertig" werden wie es aussieht.
Einzige bisher erhaltene Zahlung ist das Kindergeld für April vor ein paar Tagen, aber das steht mir ja eh zu ?

Meine Miete und alle Nebenkosten sind für April nachträglich und Mai bereits bezahlt ( von dem Sterbegeld )


Meine "Befürchtung" wäre ansonsten, dass dieses Geld natürlich auf alle kommenden Monate angerechnet wird bzw ich erstmal garkein ALG bekommen würde, sollte der Vollzeitjob wider Erwarten doch nicht klappen
Es ist nicht so, dass ich den Staat besch... will oder irgendwas bunkern.... aber ein kleiner Teil ist z.B. schon für Beerdigung ausgeben ( Sterbegeldversicherung reichte nicht für den gesamten Betrag ), und ich würde gern dem älteren Kind den FS ermöglichen, der sogar in ihrem Ausbildungsvertrag "vorgeschrieben" ist ( Verpflichtung, diesen innerhalb ihrer Ausbildungszeit auf eigene Kosten zu erwerben ).... Auto ist noch vorhanden, nur ich selbst habe keinen FS
Wenn das JC dies aber nicht akzeptiert als Ausgaben und mir die volle Summe anrechnet, steh ich dann ziemlich blöd da

Frage daher, wäre es sinnvoll, den Abtrag jetzt noch zurückzuziehen, wegen Aussicht auf Job und dadurch doch keine Hilfsbedürftigkeit ( Krankenversicherung besteht für alle über die Rentenversicherung ) ?
Wie gesagt, bisher haben wir noch keinerlei Leistungen bekommen


Würde gern Eure Meinungen dazu hören.... schonmal vielen Dank vorab
Jessie43 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.05.2017, 06:14   #2
TazD
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 12.03.2015
Beiträge: 3.255
TazD EnagagiertTazD EnagagiertTazD EnagagiertTazD EnagagiertTazD EnagagiertTazD EnagagiertTazD EnagagiertTazD EnagagiertTazD EnagagiertTazD EnagagiertTazD Enagagiert
Standard AW: Antrag ALG2 zurückziehen...?

Sofern noch Unterlagen zu deinem Antrag fehlen und du noch ein bisschen Zeit schinden kannst, bis die Sache mit dem Vollzeitjob geklärt ist, dann würde ich auch auf Zeit spielen und hier quasi auf eine Ablehnung des Antrags "hinarbeiten".

Selbstverständlich kannst du den Antrag auch zurücknehmen, denn im Prinzip ist ja noch nichts passiert. Du hast noch keine Bewilligung und noch keine Leistungen erhalten, aber auch damit würde ich warten, bis das mit dem Job geklärt ist.

Sollte das nichts werden, dann musst du wohl oder übel in den sauren Apfel beißen und das Sterbegeld wird dir angerechnet.
__

audiatur et altera pars [lat.: Man höre auch die andere Seite. ]
fiat iustitia [lat.: Es möge Gerechtigkeit geschehen. ]
TazD ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2017, 11:03   #3
RoxyMusic
Elo-User/in
 
Registriert seit: 18.10.2016
Beiträge: 470
RoxyMusic RoxyMusic RoxyMusic
Standard

Guten Morgen @Jessie43,

kannst du abschätzen, wie hoch die Witwen- und die Halbwaisenrente für euch ausfallen werden und hätte dein Kind vllt. Anspruch auf BAföG bzw. Berufsausbildungsbeihilfe?

Evtl. könntet ihr Wohngeld und Kinderzuschlag beantragen, diese Leistungen sind auch vorrangig vor dem Alg2 in Anspruch zu nehmen (Beispielrechner gibt es online).

Den Antrag auf Alg2 könntest du mit einer formlosen Verzichtserklärung zurückziehen.
RoxyMusic ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2017, 15:41   #4
Helga40
Elo-User/in
 
Benutzerbild von Helga40
 
Registriert seit: 30.12.2010
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Standard AW: Wäre es sinnvoll meinen Antrag auf ALG2 zurückzuziehen...?

Verzichten kann man jederzeit. Aber wenn das nur gemacht wird um der Anrechnung der 7000 Euro in den nächsten 6 Monaten zu entgehen, wird das nichts:

Zitat:
Ein nach dem SGB 2 Leistungsberechtigter ist nicht befugt durch Antragsrücknahme oder Beschränkung des Antrags einseitig in die materiell-rechtliche Rechtslage einzugreifen, um nach der Antragstellung zugeflossenes Einkommen in Vermögen zu wandeln.
http://juris.bundessozialgericht.de/...rt=en&nr=13916

Wenn der Antrag zurück gezogen wird, kann also erst nach 6 Monaten wieder beantragt werden oder aber, die 7000 Euro : 6 Monate werden für die Restzeit trotzdem noch angerechnet.
__

"Rules and responsibilities. These are the ties that bind us. If we did otherwise, we would not be ourselves. I will do what I have to, and I will do what I must. The only announcement is, that there is no announcement... quote the Raven, nevermore." - RAVEN
Helga40 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.05.2017, 09:29   #5
Jessie43
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 11.05.2017
Beiträge: 2
Jessie43
Standard AW: Wäre es sinnvoll meinen Antrag auf ALG2 zurückzuziehen...?

Hallo Ihr Lieben

Erstmal noch ein Danke für die weiteren Antworten, ich war leider in der letzten Zeit viel unterwegs und konnte nicht wirklich schauen....

Ich habe gestern endlich mal den Rentenbescheid für mich und meine Kids bekommen, und daraufhin gerade eben Rücksprache mit meiner Sachbearbeiterin gehalten, die für meinen Erstantrag zuständig ist.
Ich habe sie auch über die Zahlung der 7.000€ informiert, Infos über die Rente lagen bei ihr auch schon vor ( schneller als bei mir ^^ ).
Sie selbst hat mir geraten, auf den Antrag vorerst zu verzichten, da ich dann wohl eh in den nächsten 6 Monaten keine Zahlungen erhalten würde.
( 2 Kids Rente jeweils ~250€ + Kindergeld, 1 Kind eigenes Einkommen 200€, meine Rente knapp 800€ + 300€ Minijob.... und Anrechnung der 7000€ ).
Laut vorläufiger Berechnung hätten wir Anspruch auf ~1.600€, und die sind damit ja allemal erreicht für die nächste Zeit, denn auch das Geld der Kids wird ja komplett mitgerechnet.
Macht also nicht wirklich Sinn, den Antrag weiterlaufen zu lassen, es würde eh eine Ablehnung geben.

Meine eigene "Rente" geht dann schon allein für die Miete und sämtliche Nebenkosten/Versicherungen/etc drauf, mal schauen wie wir dann mit allem hinkommen, aber zum Glück steht ja immernoch ein Vollzeitjob in Aussicht.


Danke nochmal allen, die hier geantwortet haben
Jessie43 ist offline   Mit Zitat antworten
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