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Start > Information > ALG II -> Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?


ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II

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Alt 21.04.2017, 13:18   #1
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Erretxina Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?

Hallo ihr alle,

hab nach meinem 1. Gespräch drei Vermittlungsvorschläge bekommen. Zwei meiner Vermittlungsvorschläge sind sehr weit weg. Was nun?

Nehme an ich muss mich bewerben, aber möchte dort nicht hin. Wird die Firma verstehen, dass man sich dort nicht freiwillig bewirbt, weil man von einer Stadt weit, weit weg kommt?

Ich bekomme auch regelmäßig lokale Einladungen auf Bewerbungsgespräche und bin mir sicher, dass es hier auch bald funktioniert.

Danke,
Txina.
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Alt 21.04.2017, 13:24   #2
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DonOs DonOs
Standard AW: Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?

Zitat:
Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?
Ablage P, da unzumutbar vom Fahrtweg her. Die 6-800 Kilometer sind unter 2 1/2h nicht zu schaffen.
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Alt 21.04.2017, 13:33   #3
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Gollum1964 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?

Hallo Erretzina,

das scheint bei den Jobcentern nicht unüblich zu sein. Ich habe selber als Hamburger schon VV für ZAF in Zörbig erhalten. Ich mußte erstmal mal auf der Landkarte schauen, wo das überhaupt liegt und es war Sachsen-Anhalt in der Nähe von Bitterfeld! Für 9,23 EUR Bruttolohn bei einer ZAF mit Mitte 50 Familie zurücklassen.

Natürlich wegen zu langer Pendelzeit nicht zumutbar (maximal 2,5 Std. täglich für Vollzeit), es sei denn, mein zuständiges Jobcenter hätte mir einen superschnellen Düsenjet zur Verfügung gestellt.
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Alt 21.04.2017, 13:33   #4
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Erretxina Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?

Zitat von DonOs Beitrag anzeigen
Ablage P, da unzumutbar vom Fahrtweg her. Die 6-800 Kilometer sind unter 2 1/2h nicht zu schaffen.
Man kann nicht gezwungen werden umzuziehen?

Außerdem müsste ich jetzt einen Antwortsbogen einschicken, der besagt, wieso ich micht nicht beworben hab. Was sollte da dann rein?
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Alt 21.04.2017, 13:40   #5
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Gollum1964 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?

nein,

dazu kann dich nicht einmal das SGB2 zwingen.
Wholesaler bedankt sich.
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Alt 21.04.2017, 13:47   #6
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Erretxina Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?

Zitat von Gollum1964 Beitrag anzeigen
nein,

dazu kann dich nicht einmal das SGB2 zwingen.
Wirklich nicht zumutbar? Unter welchen Paragraphen lässt sich das finden?
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Alt 21.04.2017, 13:53   #7
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Gollum1964 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?

Fachliche Weisungen § 10 SGB II


BA-Zentrale GR 11 Seite 13 Stand: 30.03.2017
Kann der Arbeitsort sowohl mit einem Fahrzeug als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln in einer zumutbaren Pendelzeit erreicht werden, ist den Leistungsberechtigten zuzumuten, das kostengünstigere Verkehrsmittel zu nutzen. Den Leistungsberechtigten ist zuzumuten, Fahrkostenermäßigungen (z. B. Monatskarten, Schülertarife, Sonderangebote von Verkehrsverbünden etc.) in Anspruch zu nehmen, wenn sie die Arbeit rechtzeitig in einer zumutbaren Pendelzeit erreichen können. (3) Bei der Beurteilung der zumutbaren Pendelzeiten ist in der Regel die Entfernung zumutbar, die in der Region bei vergleichbaren Arbeitnehmern üblicherweise zwischen Wohnort und Arbeitsstelle anfallen. Üblich sind Pendelzeiten, wenn sie nicht nur vereinzelt, sondern in größerem Umfang anfallen. Als Vergleichswerte anzusetzen sind:
bei einer täglichen Arbeitszeit von 6 und weniger Stunden: 2 Stunden Pendelzeit täglich, • bei einer täglichen Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden: 2,5 Stunden Pendelzeit täglich. Soweit z. B. in ländlichen oder strukturschwachen Gebieten oder in Ballungsgebieten längere Pendelzeiten üblich sind, sollen diese zugrunde gelegt werden. (4) Ist tägliches Pendeln aus wirtschaftlichen Gründen unzumutbar, ist zu prüfen, ob den Leistungsberechtigten eine doppelte Haushaltsführung/ein Umzug zuzumuten ist.
3
Frank71 und Sonne11 bedanken sich.
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Alt 21.04.2017, 14:06   #8
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Erretxina Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?

@Gollum1964

Was du zitierst hat meiner Auffassung nach nur mit dem zumutbaren Pendeln zutun. Am Ende deines Zitates steht ja sogar: "Ist tägliches Pendeln aus wirtschaftlichen Gründen unzumutbar, ist zu prüfen, ob den Leistungsberechtigten eine doppelte Haushaltsführung/ein Umzug zuzumuten ist." Dann unterstützt das Jobcenter doppelte Haushaltsführung und Umzug.

Außerdem:

§ 121 SGB3 ABS 4: "... Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einem Arbeitslosen ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar...."

@Paolo_Pinkel (12k Beiträge) schreibt: "Natürlich bist du verpflichtet dich auch überregional zu bewerben. Und ja. Es kann auch sein, dass du dafür umziehen kannst bzw. mußt."
AsbachUralt bedankt sich.
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Alt 21.04.2017, 14:13   #9
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Standard AW: Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?

Einen Zwangsumzug kann sich das Jobcenter von der Backe putzen:

Zwangsumzug Widerspruch bei ALG 2 (Hartz 4) | Bildung 2010+

Aber so wie ich unsere Volks(ver)treter kenne, wird es nicht mehr lange dauern, bis auch das zumutbar ist.
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Alt 21.04.2017, 14:23   #10
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Gollum1964 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?

Hallo Erretzina,

es mag sein, daß auch sowas theoretisch möglich ist. Aber stell dir einfach mal vor, mit welchen zusätzlichen Kosten das für die Jobcenter und damit dem Steuerzahler verbunden wäre:

Angefangen mit den Kosten für Vorstellungsgespräche bei den auswärtigen Arbeitgebern. Kommt dann eine Zusage, muß das Jobcenter für dich eine Bleibe am jeweiligen Ort suchen und die Umzugskosten zahlen. Hat man zudem noch eine Familie am ursprünglichen Wohnort am Hacken, muß das Jobcenter sogar eine doppelte Haushaltsführung finanzieren.

Glaube mir, das das Ganze dem Steuerzahler teurer kommt, als dem Hartzer weiter am ursprünglichen Wohnort arbeitslos vegetieren zu lassen.

Und welchen Sinn hat denn das Ganze, da es fast überall schon geeignete einheimische Arbeitslose gibt, die man kostengünstiger in diese Jobs vermitteln kann als auswärtige Arbeitslose auf Staatskosten durch ganz Deutschland zu karren.
DonOs bedankt sich.
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Alt 21.04.2017, 14:31   #11
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Erretxina Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?

Zitat von Wholesaler Beitrag anzeigen
Einen Zwangsumzug kann sich das Jobcenter von der Backe putzen:

Zwangsumzug Widerspruch bei ALG 2 (Hartz 4) | Bildung 2010+

Aber so wie ich unsere Volks(ver)treter kenne, wird es nicht mehr lange dauern, bis auch das zumutbar ist.
In diesem Artikel geht es um etwas anderes.

Texter50 (Foren Moderator) sagt in diesem Thema auch, dass man sich bewerben muss: https://www.elo-forum.org/alg/163400...notwendig.html

Nun hab ich zwei User mit 7,256 und 12,313 Beiträgen gefunden, die genau das behaupten und einer ist hier sogar Moderator.
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Alt 21.04.2017, 14:36   #12
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Standard AW: Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?

@Gollum1964: Geld spielt doch gar keine Rolle. Die Arbeitslosenstatistik muss gut aussehen. Darum geht es ausschließlich. Warum wird denn so viel Kohle für Maßnahmen und Aufstockerei verbraten? Eben um Monat für Monat schöne Zahlen präsentieren zu können. Das Volk glaubt diesen Unsinn und wählt deswegen jedes Mal die Parteien, die uns diesen ganzen Agenda 2010-Mist eingebrockt haben. Darum wird sich auch nach der diesjährigen Bundestagswahl nichts für Erwerbslose verbessern. Ganz im Gegenteil: Es wird eher noch perfider.
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Alt 21.04.2017, 14:39   #13
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Standard AW: Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?

@Erretxina: Du bist nicht verpflichtet, dich auf derartige Vermittlungsvorschläge zu bewerben, da es nicht zumutbar ist. Und abermals: Dich kann keiner dazu zwingen, deswegen umzuziehen.

Geändert von Wholesaler (21.04.2017 um 14:49 Uhr) Grund: Wort ersetzt
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Alt 21.04.2017, 14:41   #14
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iSlave Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?

Zitat von Gollum1964 Beitrag anzeigen
Angefangen mit den Kosten für Vorstellungsgespräche bei den auswärtigen Arbeitgebern. Kommt dann eine Zusage, muß das Jobcenter für dich eine Bleibe am jeweiligen Ort suchen und die Umzugskosten zahlen. Hat man zudem noch eine Familie am ursprünglichen Wohnort am Hacken, muß das Jobcenter sogar eine doppelte Haushaltsführung finanzieren.
Das siehst du falsch. Man rechnet einfach mit einem gut bezahlten Vollzeitjob von jetzt an bis zur Rente.
Erretxina bedankt sich.
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Alt 21.04.2017, 14:48   #15
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Erretxina Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?

Bitte nicht antworten wenn ihr damit keine Erfahrungen habt. Wenn man irgendeiner Meinung folgt, nur weil jemand persönlich meint es wäre nicht zumutbar (und den Post mit Fakten ignoriert) kann es schnell zu Sanktionen kommen.

Hier nochmal:

§ 121 SGB3 ABS 4: "... Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einem Arbeitslosen ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar...."

Wenn jemand Beweise hat, die Wiederlegen was Paolo_Pinkel (12-tausend Beiträge) und Texter_50 (Forum-Moderator; 6-tausend Beiträge) sagen, dann bitte her damit.

Vielen Dank!
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Alt 21.04.2017, 14:50   #16
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Gollum1964 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?

Hallo iSlave,

das hört sich ja auch gar nicht so schlecht an, wegen einem gutbezahlten Job noch einmal den Wohnort zu wechseln. Ich habe das wegen Studium und Beruf schon viermal hinter mir (Cuxhaven-Dortmund-Göttingen-Cuxhaven-Bremen-Hamburg). Aber mal ehrlich, daß waren etwas andere Angebote als die unter #3 genannten.
Mutter Beimer bedankt sich.
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Alt 21.04.2017, 15:13   #17
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Standard AW: Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?

Zitat:
Außerdem müsste ich jetzt einen Antwortsbogen einschicken, der besagt, wieso ich micht nicht beworben hab. Was sollte da dann rein?
Warum muß? Gar nichts mußt du. Auf den Bogen bez. VV steht, daß man bitte den Antwortbogen zurück senden soll. Ist ein frankierter Briefumschlag anbei gelegt gewesen? Auf eigene Kosten verschickt der clevere Elo das jedenfalls nicht. Wenn der SB wissen möchte, was daraus geworden ist, kann man beim nächsten Termin darüber sprechen.

Waren bei den VV eigentlich RFB anhängig?
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Alt 21.04.2017, 15:16   #18
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Zitat von Erretxina Beitrag anzeigen
Bitte nicht antworten wenn ihr damit keine Erfahrungen habt. Wenn man irgendeiner Meinung folgt, nur weil jemand persönlich meint es wäre nicht zumutbar (und den Post mit Fakten ignoriert) kann es schnell zu Sanktionen kommen.
Hallo Erretxina,

da liegst du bei mir falsch. Ich habe das schon mehrmals berufs-/ studienbedingt durch.
Du kannst dich gerne durch das Jobcenter durch ganz Deutschland treiben lassen, es ist deine Wahl.
Ich habe auf den VV aus #3 auf dem Antwortbogen die Stelle abgelehnt, da wegen überlanger Pendelzeiten nicht zumutbar. Sanktioniert wurde ich deshalb nicht.

Ich mag mir garnicht ausmalen, was auf den Jobcentern los wäre, wenn sie dieses flächendeckend für alle Hartzer durchzusetzen versuchen. Dann wäre tatsächlich Mord- und Totschlag an der Tagesordnung.
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Alt 21.04.2017, 15:38   #19
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Standard AW: Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?

Zitat von DonOs Beitrag anzeigen
Waren bei den VV eigentlich RFB anhängig?
Nein. Kann es sein, dass die Vermittlungsvorschläge zu früh sind? Hab zwar dummer weiße ne EGV unterschrieben, aber mein Antrag ist noch nicht Vollständig und auch noch nicht bestätigt.

Zitat von Gollum1964 Beitrag anzeigen
Hallo Erretxina,
Hallo Gollum,

wenn du den Paragraphen den du wegen "Zumutbarkeit" zitierst weiterliest, dann kommt folgendes:

"Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einer arbeitslosen Person ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar.

Danach aber:

"Die Sätze 4 und 5 sind nicht anzuwenden, wenn dem Umzug ein wichtiger Grund entgegensteht. Ein wichtiger Grund kann sich insbesondere aus familiären Bindungen ergeben."

Du schreibst, dass du über 50 bist und Familie hast. Das ist bei dir der "wichtige Grund", die "familiäre Bindung".

Ich bin single und hab keine Familie hier in der Stadt und hab hier im Forum bereits mehrere Themen dazu gefunden und in allen steht eigentlich das selbe. Falls du also mehr weißt, sag bitte bescheid.

Danke
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Alt 21.04.2017, 16:21   #20
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Standard AW: Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?

Zitat:
Waren bei den VV eigentlich RFB anhängig?
Zitat von Erretxina Beitrag anzeigen
Nein
Dann können meiner Meinung nach die VV als Stelleninformation gewertet werden. Eine Sanktion kann bei nicht Bewerbung durch fehlende RFB nicht erlassen werden.

Zitat:
Vermittlungsvorschlag muss Rechtsfolgenbelehrung enthalten

S 29 AS 676/11

http://www.kostenlose-urteile.de/SG-....news15222.htm

https://openjur.de/u/599889.html
DoppelPleite bedankt sich.
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Alt 21.04.2017, 18:21   #21
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Zitat von Erretxina Beitrag anzeigen
... hab keine Familie hier in der Stadt...
würde das denn schon reichen nicht umziehen zu müssen?

Ich fasse das anders auf als "Familie haben".
DoppelPleite bedankt sich.
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Alt 22.04.2017, 00:15   #22
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Ähm @Gollum1964 ... du übersiehst diese Kleinigkeit:
Zitat von § 140 SGB III Abs. 4 Satz 4ff
[...] Ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist einer arbeitslosen Person zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass sie innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird. Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einer arbeitslosen Person ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar. Die Sätze 4 und 5 sind nicht anzuwenden, wenn dem Umzug ein wichtiger Grund entgegensteht. Ein wichtiger Grund kann sich insbesondere aus familiären Bindungen ergeben.
Quelle: https://www.buzer.de/s1.htm?a=140&g=sgb+iii
Aber keine Sorge! Auch für dieses Problem gibt es Lösungen: z. B. Antrag auf Übernahme der kompletten Umzugskosten, inkl. der ggf. zeitweise notwendigen Doppelten Haushaltsführung. Sobald SB mit diesen Kosten konfrontiert wird ... vergeht (meistens) das Interesse an Umzugsdrohungen
Falls SB nicht von den Umzugsfantasien abzubringen ist ~> in so einem Fall würde ich SB sogar androhen, dass meine vorhandenen Möbel nicht in die neue Wohnung passen könnten ... d. h., zusätzliche Kosten durch eine Erstausstattung.

Weil ALG2-Bezieher noch weniger Geld zur Verfügung haben als ALG1-Bezieher (der Paragraf ist aus dem SGB III für ALG1) ... wird es mit der Androhung von einem Umzug noch schwieriger für SB.

@Erretxina:
Der § 121 SGB III wurde schon vor einiger Zeit in § 140 SGB III umbenannt!

Zitat von Wholesaler
Aber so wie ich unsere Volks(ver)treter kenne, wird es nicht mehr lange dauern, bis auch das zumutbar ist.
Oh, es ist schon länger zumutbar ... für diejenigen, welche sich nicht wehren (wollen)

Zitat von Gollum1964
Aber stell dir einfach mal vor, mit welchen zusätzlichen Kosten das für die Jobcenter
Trifft aber nur bei denjenigen zu, welche die entsprechenden Anträge stellen ... der Rest (dürften so einige sein) zahlt den Umzug aus dem Regelsatz.

Zitat von Gollum1964
welchen Sinn hat denn das Ganze, da es fast überall schon geeignete einheimische Arbeitslose gibt,
Vielleicht die Hoffnung, dass man mehr Arbeitslose abschieben kann, als von anderen JCs zugeschoben werden?
Ist auch eine Möglichkeit den eigenen Geldbeutel zu schonen.

Zitat von Erretxina
Bitte nicht antworten wenn ihr damit keine Erfahrungen habt.
Ich denke, dass ich dir genug Informationen geliefert habe, damit du eine Entscheidung treffen kannst?

Btw aus meinem Erfahrungsschatz:
Stelle in 45 Min. einfacher Entfernung ... als im VG die Rede war, dass bei Auftragsspitzen die TZ-Damen auch samstags für 3 bis 5 Stunden anrücken (inkl. dem Abteilungsleiter, welcher einen Steinwurf von der Firma entfernt wohnt) ... habe ich laut nachgedacht: samstags eineinhalb Stunden Fahrtzeit bei drei Stunden Rufbereitschaft ... falls eine der Maschinen ein elektrisches Problem hat und ich es beheben soll (Betriebselektriker).
Leider habe ich eine Absage bekommen ... obwohl ich doch soooo gerne in deren Partyzelt ... äh ... übergangsweisen Werkhalle gearbeitet hätte.
Andy1971, DonOs, Der Auflehnende und 2 andere bedanken sich.
AnonNemo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.04.2017, 13:25   #23
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Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen

Trifft aber nur bei denjenigen zu, welche die entsprechenden Anträge stellen ... der Rest (dürften so einige sein) zahlt den Umzug aus dem Regelsatz.
Hallo Anton,

dieser Personenkreis müßte sich dann wohl gleichzeitig mit dem Umzug um eine gute Schuldnerberatung kümmern. Aber so schlimm ist das ganze dann auch wieder nicht. Wenn es dann mit dem Job nicht klappt, hat sein SB sicherlich eine geignete Maßnahme parat, um dem neuen Vermittlungshemmnis auf die Pelle zu rücken.
Gollum1964 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2017, 16:12   #24
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Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen
Ähm @Gollum1964 ... du übersiehst diese Kleinigkeit:

Aber keine Sorge! Auch für dieses Problem gibt es Lösungen: z. B. Antrag auf Übernahme der kompletten Umzugskosten, inkl. der ggf. zeitweise notwendigen Doppelten Haushaltsführung. Sobald SB mit diesen Kosten konfrontiert wird ... vergeht (meistens) das Interesse an Umzugsdrohungen
Falls SB nicht von den Umzugsfantasien abzubringen ist ~> in so einem Fall würde ich SB sogar androhen, dass meine vorhandenen Möbel nicht in die neue Wohnung passen könnten ... d. h., zusätzliche Kosten durch eine Erstausstattung.
Damit kann man nicht "drohen".

Nach meiner Erfahrung sind die dort heil froh dich los zu haben und geben alles dafür. Egal wo hin. Umzugskosten, doppelte Haushaltsführung und sogar Einstiegsgeld wurde mir bei andern JCs schon mehrmals angeboten.

Außerdem hab ich die Dinge auch alle schon bekommen. Problemlos. Und sogar nach Tipp vom JC. Selbst bei kapp 3000€ dann z.B noch 6 Monate das Einstiegsgeld von 200€/Monat als Ansporn, dass man die Stelle annimmt und behält.

Auch sonst gibt es für alles mögliche einfach sehr einfach Geld und Zuschüsse, wenn es nur heißt dass sie dich damit los werden.
Erretxina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2017, 16:50   #25
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samuraji
Standard AW: Vermittlungsvorschläge 600km & 800km weit weg! Wie geht ihr damit um?

Bald sind Wahlen, da werden alle möglichen Hebel in Bewegung gesetzt, damit die Zahlen alsbald schön präsentiert werden können.

Momentan ist der finanzielle Spielraum recht locker gehalten, also ausnutzen, könnte schon bald wieder kein Geld für sinnvolle Wieterbildungen vorhanden sein.
Wholesaler bedankt sich.
samuraji ist offline   Mit Zitat antworten
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