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Start > > -> Übergang Raus aus ALG2 - Fragen zu Mieterhöhung, Steuerrückzahlung + mehr

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 13.04.2017, 12:04   #1
Energy
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Standard Übergang Raus aus ALG2 - Fragen zu Mieterhöhung, Steuerrückzahlung + mehr

Hallo werte Schwarmintelligenz,

bin/war bis diesen Monat Aufstockerin (mit ca. 140 €) da feste halbe Stelle und kann ab nun freiberuflich 6 Monate lang je 400 € in Rechnung stellen plus ggf weitere Aufträge, in diesem ersten Monat wohl noch einer von ca. 180 €. Dazu sind aber auch Anschaffungen / Ausgaben (Softwareabo, Kamera und kleineres, sowie Fahrtkosten) nötig.

Meine Miete hat sich ab letzten Monat auch um 35 € und damit ÜBER die Bemessungsgrenze erhöht. Über diese Übernahme habe ich noch nichts schriftliches. Ich habe die Befürchtung, dass mir das verweigert wird und ich das aus eigener Tasche zahlen muss. Zum Umzug können die mich doch sofort nicht zwingen, oder? DEN werde ich mir so schnell auf gar keinen Fall leisten können. Wie verhalte ich mich da am besten?

Das Jobcenter legte mir in einem persönlichen Gespräch von vier Wochen, wo ich bereits meine Pläne zusätzlich freie Aufträge anzunehmen besprach, nahe doch dann einen Wohngeldantrag zu stellen. Ich kann doch nicht jeden Monat hin und her wechseln, das sehe ich gerade auf mich zukommen?

Die Steuererklärung des letzten Jahres habe ich noch nicht gemacht, steht noch an. (320€ dürften es vielleicht sein.)

Das Jobcenter zieht mir monatlich 30% der Grundsicherung ab, da ich meine Kaution so tilge.

WANN genau falle ich denn dann aus ALG2 wirklich raus und was bedeutet das dann?

Ich melde monatlich den Gewinn dem Jobcenter - und dann? Habe ich das richtig verstanden, dass dann die positive Differenz zum erlaubten Zuverdienst auf die nächsten 6 Monate umgelegt wird? Wird das dann immer fortgerechnet, wenn im darauffolgenden Monat dann zb noch etwas darauf kommt? Bin ich dann irgendwann mal offiziell (mit Schreiben) 'raus'?

Habe ich es korrekt verstanden, dass - wenn man 'raus' ist auch eine Steuerrückzahlung behalten kann oder muss ich die ebenso wie die Nebenkostenrückzahlung (die ich erwarte und anmelde, sobald ich sie auf dem Konto habe) dann dem Jobcenter zurückzahlen? So dass ich überlege, wann der beste Zeitpunkt ist, die Erklärung zu machen. Es kann mich doch keiner zwingen, sie jetzt sofort zu machen, oder?

Darf das Jobcenter, so wenn ich rausfalle WIRKLICH den kompletten restlichen Kredit der Kaution auf einmal fordern? Habe keine 700 € übrig und keine Rücklagen. Wie geht man damit um?

Ich habe gerade die Befürchtung, dass ich dann sogar eher schlechter dastehe als vorher. Ich muss dann GEZ zahlen, möglicherweise steht dann das BaföG Amt wieder vor der Tür und mein Monatsticket wird dreimal so teuer, so dass ich letztlich kaum was davon habe, außer eben Referenzen, Kontakte und Chancen, um baldmöglichst (nur wann?) 'mehr' daraus zu machen.

Dummerweise steht bei mir im Juli eine erneute OP an, die mindestens 3, wenn nicht sogar 6 Wochen Krankschreibung bedeutet. (Das wird noch geklärt wann genau.)

Ich gehe davon aus bzw hoffe, dass ich noch so lange meine halbe Festanstellung hier habe, der Job ist nicht zu vergrößeren, im Gegenteil habe ich eher Angst, dass ich vorher gekündigt werde - die Frist ist einen Monat.

Wer hat zu dem ein oder anderen eine Antwort, Erfahrungswerte und Ideen, wie vorzugehen am besten ist so in der Zwischenwelt ALG2 und kein ALG2.

Danke sagt

Energy
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Alt 16.04.2017, 16:13   #2
Energy
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Energy Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Übergang Raus aus ALG2 - Fragen zu Mieterhöhung, Steuerrückzahlung + mehr

Hat da tatsächlich niemand hier Erfahrungen gemacht?

War mir unsicher, ob ich jede einzelne Frage in ein Thema packen sollte oder eben alles zusammen, weil es ja auch zum Thema "Übergang" zwischen ALG2 und kein ALG2 zusammengehört.
Energy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.04.2017, 17:04   #3
Kerstin_K
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Standard AW: Übergang Raus aus ALG2 - Fragen zu Mieterhöhung, Steuerrückzahlung + mehr

Ich denke wegen der Rückzahlung von Kaution oder so kann man sicher Raten vereinbaren.

Wie kommst Du denn darauf, dass, wenn Du eine Nebenkostenrückzahlung erhälst und nicht mehr im Bezug bist, dass diese dann ans JC geht? Sehe ich nicht so. Eine Nachzahlung müsstest Du ja auch alleine tragen.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.04.2017, 19:37   #4
Energy
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Standard AW: Übergang Raus aus ALG2 - Fragen zu Mieterhöhung, Steuerrückzahlung + mehr

Aber es bezieht sich ja auf einen Zeitraum, in dem ich ALG2 bekam? Nach allem, was ich vom JC und den Gesetzen weiß bin ich ziemlich sicher, dass man das auch noch viel später melden und zurückzahlen muss, oder wo kann man das nachlesen?

Leider ist DAS eh jetzt SICHER zu spät, weil mein Vermieter mir bereits JETZT schon den Betrag überwiesen hat, einfach so, OBWOHL im Schreiben stand nach Anforderung. Oh mann ... Ich wüsste dsa aber schon auch gerne, weil gleiches noch für meine zurückliegende Wohnung aussteht, da DER Vermieter auch nicht in die Pötte kommt.

Kann es sein, dass man Nachzahlungen selber zahlen muss und Rückzahlungen abgezogen bekommt, dann?

Und wie ist es denn mit Wohngeld, wenn man so wie ich dann jetzt quasi ziemlich genau bzw monatlich unterschiedlich - je nach Ausgaben für diese freiberuflichen Rechnungen - an der Grenze herumkrebst? Wenn ich nur daran denke, jeden Monat neu ALG2 Anträge im Wechsel mit Wohngeldanträgen zu stellen wird mir schlecht. Dann würde ich fast lieber nochmal einige € weniger im Monat in Kauf nehmen und mich quasi ABMELDEN von ALG2 Bezug. Geht denn DAS? Oder welche negativen Folgen oder gesetzliche Unmöglichkeiten übersähe ich dabei?
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Alt 23.04.2017, 23:43   #5
Energy
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Standard AW: Übergang Raus aus ALG2 - Fragen zu Mieterhöhung, Steuerrückzahlung + mehr

Auch wenn sich die Frage womöglich dumm anhört:
Ab WANN genau ist man denn nicht mehr 'im Bezug'?

Beispiel:
Ich wohne alleine ohne Kinder, Miete ist voll anerkannt, aber an der Höchstgrenze und habe eine Teilzeitarbeit und erhalte seit einem guten Jahr noch eine Aufstockung von 150 €.
Ich werde einen Monat eine einmalige Einnahme haben von 1200 €.
Ich habe mehrere Ausgaben - sagen wir in Höhe von 300 €, um diese Einnahme tätigen zu können, so dass mir als Gewinn 900 € verbleiben.

Erste Frage: Müssen diese Ausgaben im gleichen Monat sein, damit der Gewinn gemindert werden kann? Dürfen die auch im Monat davor schon getätigt werden? (Ich habe von meinem Fallmanager verstanden, dass das jeden Monat neu berechnet würde.)

Zweite Frage:
Wenn ich das richtig lese, wird dieser Gewinn auf die nächsten 6 Monate verteilt.
900 : 6 = 150, demnach verblieben NULL Aufstockung. Wäre ich dann RAUS? Bekäme ich dann eine schriftliche Bestätigung? Muss ich dann Wohngeld beantragen?

Dritte Frage:
JUST im gleichen Monat gibt es eine Mieterhöhung um 35 €. Damit überschreite ich die Höchstgrenze. Dazu hat sich das Amt noch nicht geäussert. Was passiert dann?

Vierte Frage:
Wenn ich im Folgemonat dann zb eine Rechnung schreiben könnte über 200 €, wird diese dann erneut auf die nächsten 6 Monate im voraus 'verteilt'? Ich habe von meinem Fallmanager das so verstanden, dass - wenn ich denn dann DOCH nochmal in dieser Phase weniger hätte als die Grundsicherung, dann eben nochmal einen ALG2-Antrag stellen muss. DAS wäre dann ein Neuantrag und da würde man sich anschauen, was ich in den letzten 6 Monaten verdient habe und weil ich vorher langzeitarbeitslos war, müsste ich das dann erst aufbrauchen bzw zurückgelegt haben. Ist das WIRKLICH so? Kann ich in so einer 'Übergangsphase' auch immer noch nicht so viel verdienen wie ich will OHNE dass ich das zurücklegen müsste?

Es war ja zuerst bei mir die Überlegung, dass ich Förderung zur Selbständigkeit beantrage, was für mich wirklich Quatsch ist - aber wenn ich das NICHT beantrage und eben doch die ein oder anderen freien Auftrag auf Rechnung mache - wird das dann seitens des Jobcenters genau so begutachtet als ob ich das machen würde? Also MUSS ich so oder so für 6 Monate im Voraus meinen Gewinn schätzen und dann rechnet das Amt?

Ich habe Angst, dass ich nachher letztlich trotz dessen, dass ich mich nahezu zerreisse, finanziell schlechter dastehe als jetzt ...

Ich weiß, das beste wäre natürlich für mich einen besser bezahlten Basisjob zu suchen - aber das ist schwierig - und in Anbetrachts eines nötigen Klinikaufenthaltes in drei Monaten ziemlich riskant, so dass ich das noch so lange machen will, vorausgesetzt wich werde eh nicht gekündigt ...

Tja - was tun? WIE genau geht in so einer Zwischensituation das Amt denn vor? Und was wäre das Idealste für mich?
Energy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.04.2017, 02:44   #6
Doppeloma
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Frage AW: Übergang Raus aus ALG2 - Fragen zu Mieterhöhung, Steuerrückzahlung + mehr

Hallo Energy,

dass du kaum Antworten bekommst liegt vermutlich daran, dass du mit sehr viel "Energy" und ziemlich verwirrend alles mögliche durcheinander schreibst ...

Habe echt gerade versucht irgendeinen "roten Faden" in deinen bisherigen Beiträgen zu finden aber es gelingt mir nur begrenzt und das will schon was heißen ...

Zitat:
Auch wenn sich die Frage womöglich dumm anhört:
Ab WANN genau ist man denn nicht mehr 'im Bezug'?
Du bist nicht mehr im Bezug wenn du vom JC KEINE Leistungen mehr bekommst, weil du dich wieder selbst ernähren und deine Krankenversicherung zahlen kannst (die läuft ja offenbar über deinen Teilzeitjob) ...

Das sollte allerdings für wenigstens 3 Monate (durchgehend) der Fall sein, eine einmalige (höhere) Einnahme genügt dafür in der Regel noch nicht, wenn danach direkt wieder "Ebbe" in der Kasse herrscht.

Dafür gibt es keine konkrete Rechtsgrundlage, es ist eher eine "lockere Regel" ...

Zitat:
Beispiel:
Ich wohne alleine ohne Kinder, Miete ist voll anerkannt, aber an der Höchstgrenze und habe eine Teilzeitarbeit und erhalte seit einem guten Jahr noch eine Aufstockung von 150 €.
Ob deine Miete aktuell an der "Höchstgrenze" ist oder nicht ist zunächst mal unwichtig so lange das JC die übernimmt, wenn das JC daran was (für die Zukunft) auszusetzen hat muss man dir das zunächst mal schriftlich mitteilen.

Das nennt sich wohl "Kosten-Senkungs-Aufforderung" und darin hat dann auch zu stehen, was du bis wann zu tun hast, um das zu erreichen ... bis dahin hat das JC deine KdU weiter VOLL zu übernehmen.

Nicht immer ist es sinnvoll direkt einen Umzug zu verlangen weil die Miete erhöht wird, es muss auch "wirtschaftlich" sein (für das JC) denn man muss ja dann auch die notwendigen Umzugskosten tragen.

Zitat:
Ich werde einen Monat eine einmalige Einnahme haben von 1200 €.
Ich habe mehrere Ausgaben - sagen wir in Höhe von 300 €, um diese Einnahme tätigen zu können, so dass mir als Gewinn 900 € verbleiben.
Wenn es um Einnahmen aus einer selbsständigen Tätigkeit geht kenne ich mich nur sehr begrenzt aus, da ist NIX mit "Schätzwerten" zu machen, das ist mit dem JC zu besprechen und Ausgaben für diese Einkünfte sind (meiner Kenntnis nach) auch nachzuweisen.

Zitat:
Erste Frage: Müssen diese Ausgaben im gleichen Monat sein, damit der Gewinn gemindert werden kann? Dürfen die auch im Monat davor schon getätigt werden? (Ich habe von meinem Fallmanager verstanden, dass das jeden Monat neu berechnet würde.)
Das kommt ja vermutlich auf die konkrete Art der Tätigkeit an wann diese Ausgaben anfallen, das kann dir hier vermutlich Niemand beantworten, genau dafür ist ja dein FM zuständig ...

Zitat:
Zweite Frage:
Wenn ich das richtig lese, wird dieser Gewinn auf die nächsten 6 Monate verteilt.
900 : 6 = 150, demnach verblieben NULL Aufstockung. Wäre ich dann RAUS? Bekäme ich dann eine schriftliche Bestätigung? Muss ich dann Wohngeld beantragen?
Wenn du dauerhaft (oder auf längere Sicht) Einnahmen (mindestens diese 150 € aktuelle Aufstockung) aus dieser Tätigkeit haben wirst, dann wird da gar nichts aufgeteilt, dann bist du direkt RAUS aus dem Leistungsbezug nach Zufluss dieser Einmalzahlung.

Ob deine Einnahmen dann zukünftig auch mal schwanken werden, dürfte das JC wenig interessieren, so was nennt man wohl "unternehmerisches Risiko", das müssen andere Selbstständige auch eigenständig "ausgleichen" ...

Ob du dann eventuell Wohngeld bekommen kannst musst du mit der Wohngeldstelle klären, auch dort wird dein gesamtes Einkommen berücksichtigt und es gibt Grenzen bei der Höhe der Gesamt-Miete.
Mit ca. 900 € Einkommen zusätzlich zu deinem Teilzeit-Einkommen wirst du wohl kaum Wohngeld bekommen.

Zitat:
JUST im gleichen Monat gibt es eine Mieterhöhung um 35 €. Damit überschreite ich die Höchstgrenze. Dazu hat sich das Amt noch nicht geäussert. Was passiert dann?
NIX, wenn du gar nicht mehr im Leistungsbezug bist, dann ist dem JC deine Miethöhe völlig EGAL ... und bist du noch im Bezug, gilt was ich oben dazu geschrieben habe.
Es kommt auch mit darauf an woraus sich diese Mieterhöhung ergeben wird, wenn bestimmte Nebenkosten allgemein angestiegen sind, ist das JC noch lange nicht berechtigt das nicht zu übernehmen.

Zitat:
Wenn ich im Folgemonat dann zb eine Rechnung schreiben könnte über 200 €, wird diese dann erneut auf die nächsten 6 Monate im voraus 'verteilt'? Ich habe von meinem Fallmanager das so verstanden, dass - wenn ich denn dann DOCH nochmal in dieser Phase weniger hätte als die Grundsicherung, dann eben nochmal einen ALG2-Antrag stellen muss. DAS wäre dann ein Neuantrag und da würde man sich anschauen, was ich in den letzten 6 Monaten verdient habe und weil ich vorher langzeitarbeitslos war, müsste ich das dann erst aufbrauchen bzw zurückgelegt haben. Ist das WIRKLICH so? Kann ich in so einer 'Übergangsphase' auch immer noch nicht so viel verdienen wie ich will OHNE dass ich das zurücklegen müsste?
Dazu habe ich keine Kenntnisse aber der normale Menschenverstand sagt mir, dass man wohl immer "für schlechte Zeiten" vorsorgen sollte wenn es mal bessere Zeiten gibt, das dürfte besonders wichtig sein, wenn man eine selbstständige Tätigkeit ausübt, da ist wohl immer auch mal mit "schlechteren Zeiten" zu rechnen.

Natürlich darfst du verdienen so viel du willst (dann bitte auch an das Finanzamt denken), aber du solltest doch auch selber daran interessiert sein, aus diesem Einkommen dann so für dich (vor) zu sorgen, dass dir der erneute Gang zum JC möglichst erspart bleibt ...

Wenn es sich (leider) so ergibt, dass du doch wieder "bedürftig" wirst, ist es immer ein Neu-Antrag und in der Regel muss man auch IMMER die Auszüge / Einkünfte der letzten 3 - 6 Monate nachweisen.
Wie man deine Einkünfte und deinen Umgang damit (Ausgaben höherer Beträge) dann einschätzen möchte, wird sicher dann von den SB abhängen mit denen du dann zu tun haben wirst.

Zitat:
Es war ja zuerst bei mir die Überlegung, dass ich Förderung zur Selbständigkeit beantrage, was für mich wirklich Quatsch ist - aber wenn ich das NICHT beantrage und eben doch die ein oder anderen freien Auftrag auf Rechnung mache - wird das dann seitens des Jobcenters genau so begutachtet als ob ich das machen würde? Also MUSS ich so oder so für 6 Monate im Voraus meinen Gewinn schätzen und dann rechnet das Amt?
Weiß ich nicht, wenn du ohne Förderung auskommen kannst wirst du (wahrscheinlich) auch keine bekommen, bist aber auch freier in deinen eigenen Entscheidungen denke ich mal.

Zitat:
Ich habe Angst, dass ich nachher letztlich trotz dessen, dass ich mich nahezu zerreisse, finanziell schlechter dastehe als jetzt ... -
Das dürfte das Los vieler Selbsständiger sein, deren Geschäfts-Idee vielleicht auf sehr wackeligen Füßen steht, aber ich kann das nicht beurteilen, ich war nie Selbsständig und weiß ja auch nicht was genau du da aufbauen willst und wie Zukunftsträchtig das überhaupt sein kann.

Zitat:
Tja - was tun? WIE genau geht in so einer Zwischensituation das Amt denn vor? Und was wäre das Idealste für mich?
Beim Amt gibt es keine "Zwischensituation", entweder bist du "bedürftig" und bekommst Aufstockung oder du bist es nicht und hast keinen Anspruch auf Geld vom JC ... eigentlich "ganz einfach".

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 24.04.2017, 14:07   #7
Energy
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Standard AW: Übergang Raus aus ALG2 - Fragen zu Mieterhöhung, Steuerrückzahlung + mehr

Hallo 'Doppeloma' - erst mal danke und ich weiß, das IST komplex bei mir, ich wünschte es wäre einfacher.

Das Wort 'Übergangs-/Zwischenstadium'" fiel tatsächlich seitens meines Fallmanagers und das oben erwähnte auch. Und auch bei einer Einzelberatung zum Thema Selbständigkeit im Jobcenter. Eben deshalb BIN ich ja so irritiert! Und unsicher, ob mein Fallmanager da überhaupt wirklich Ahnung hat, das ist es ja!

In der Gruppen Erst-Beratung zum Thema Selbständigkeit sagte man tatsächlich GANZ klar, dass es so liefe, dass man den Gewinn für die ersten 6 Monate schätzen müsse - in der GUV und der Liquiditätsplanung. Und man dies monatlich ändern könne, wenn absehbar ist, dass es abweicht. DAS bedeute konkret eine gründliche Planung der dann nachzuweisenden Ein- und Ausgaben, weil wenn man in einem Monat zb MEHR Ausgaben hat als Einnahmen kann das keinesfalls in den nächsten Monat übertragen werden. (Das wird jetzt vermutlich zu konkret für diesen Thread und ja, das hängt leider alles zusammen und ist sehr komplex.)

Und - es ist eben wohl DOCH nicht SO klar, wann man 'raus' ist. Mein Fallmanager redete von 6 Monaten. Du schreibst jetzt 3 ... hm ... Und wenn ich dann nach 6 wieder beantragen würde und man sieht, ich hätte ja (beliebige) Einnahmen gehabt - müsste ich dann ALLES was darüber hinaus geht zurücklegen, weil ich KÖNNTE ja dann rückwirkend alles DOCH angerechnet bekommen? Wirklich? 'Lockere Regel' ... hm. Schwierig damit selber vorauszuplanen.

Und die erwähnten 900 € Gewinn, das ist keineswegs monatlich zu verstehen - ach was wäre das schön - sondern nur erst mal EINMAL! Ich habe EINEN Auftrag erhalten - und es kommen /vielleicht/ noch zwei, drei kleinere, wenn das klappt. Sie sind mir erst mal zugetragen worden.

Eigentlich wollte ich mich eben nicht noch ein drittes Mal mit allem Drum und Dran selbständig machen, weil ich schon zwei mal auf die Schnautze gefallen bin und nicht 100% gesund. Aber diesen Auftrag hätte ich kaum ablehnen können. Im Grunde dient der mir eher dem Kontakte knüpfen, um ggf eine feste VOLLE oder wenigstens besser bezahlte halbe Stelle zu finden.

Wahrscheinlich ist es einfach nicht möglich, das zu planen, man muss es tun - mit dem Risiko danach mit WENIGER dazustehen als mit ALG2. DAS finde ich allerdings wenig motivierend, um nicht zu sagen frustrierend - wenn ich ehrlich bin. (Und ja, selbstverständlich bemühe ich mich um lukrativere Berufsfelder, da bin ich dran ...)
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