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Start > > -> Erhebungsbogen für eine MAG, Probearbeit bezüglich Minijob, Formulare rechtens?

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 05.04.2017, 19:59   #1
Toni77
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Registriert seit: 05.04.2017
Beiträge: 6
Toni77
Standard Erhebungsbogen für eine MAG, Probearbeit bezüglich Minijob, Formulare rechtens?

Hallo, ich beziehe zur Zeit Hartz 4 und möchte einen Minijob anfangen.
Meiner Kenntnis nach benötigt das JC lediglich eine Anmeldung dieses und eine Einkommensbescheinigung, also Nachweis über das Gehalt.

Der Hintergrund ist, dass ich telefonisch anfragte ob ein Termin (Arbeitgebermesse) gecancelt werden kann auf Grund des Jobs und dabei hatte ich erwähnt, dass zunächst ein Tag Probearbeit ist. In der EGV steht auch etwas von "Maßnahme zur betrieblichen Erprobung vom 7.4 bis 7.4".

Nun habe ich 2 Schreiben erhalten, die vom Arbeitgeber auszufüllen sein sollen und zwar geht es dabei anscheinend nur um den einen Probearbeitstag:

1. Erhebungsbogen für eine Maßnahme bei einem Arbeitgeber

beinhaltet: Tätigkeitsbeschreibung, geplanter Beginn/Ende

2. Teilnehmerbezogener Bericht

beinhaltet: Inhalt der Maßnahme, genaue Auskunft über die Arbeitstage, Beurteilung des Teilnehmerverhaltens und der Leistung (?) etc...

Und so wie es aussieht, ist das unnötiger Aufwand wegen dem einen Tag Probearbeit. Muss ich diese Formulare ausfüllen lassen? Ich habe das Gefühl, ich hätte es gar nicht erwähnen brauchen und stattdessen den Job anmelden, wenn er offiziell beginnt.

Zudem nervt es mich sehr, dass ich mich in dieser Hinsicht erklären soll, bzw. vom Arbeitgeber beurteilt werden soll wie in der ersten Klasse, wenn ich lediglich eine Arbeit aufnehmen möchte. Geht es das Jobcenter überhaupt etwas an? Ich meine, es scheint ja auch um Versicherungsangelegenheiten zu gehen und edit: ich habe gerade erfahren, dass es ohne Anmeldung Schwarzarbeit wäre. Jedoch, was soll dieser Beurteilungsquatsch wenn ich doch derjenige bin, der gucken will ob ihm die Stelle zusagt.

Vielen Dank schonmal

Geändert von Toni77 (05.04.2017 um 21:14 Uhr)
Toni77 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.04.2017, 02:05   #2
Doppeloma
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Frage AW: Erhebungsbogen für eine MAG, Probearbeit bezüglich Minijob, Formulare rechtens?

Hallo Toni77,

Zitat:
Hallo, ich beziehe zur Zeit Hartz 4 und möchte einen Minijob anfangen.
Meiner Kenntnis nach benötigt das JC lediglich eine Anmeldung dieses und eine Einkommensbescheinigung, also Nachweis über das Gehalt.
Im Prinzip richtig gedacht aber falsch gehandelt ... denn für die geplante "Probearbeit" gibt es ja (offenbar) noch kein Gehalt, wozu bitte ohne Bezahlung arbeiten, nun auch schon für einen Minijob ... ???

Rechtlich gesehen nennt man so was "Schwarzarbeit" und wenn der Zoll dich (zufällig) dabei erwischt, dann sind auch die "Gänsefüßchen" weg, dann hast du dich nämlich strafbar gemacht.

Zitat:
Der Hintergrund ist, dass ich telefonisch anfragte ob ein Termin (Arbeitgebermesse) gecancelt werden kann auf Grund des Jobs und dabei hatte ich erwähnt, dass zunächst ein Tag Probearbeit ist. In der EGV steht auch etwas von "Maßnahme zur betrieblichen Erprobung vom 7.4 bis 7.4".
Telefonisch macht man mit dem JC GAR NICHTS, allerdings solltest du wissen, dass du Probearbeit IMMER mit dem JC absprechen musst und dass daraus IMMER eine Maßnahme (bei einem AG) gemacht wird, damit es zumindest "offiziell" keine Schwarzarbeit mehr ist, du bist ja dann "Maßnahme-Teilnehmer" bei diesem AG.

Wo kommt denn diese EGV nun plötzlich noch her, liegt sicher auch daran, dass man solche "Maßnahmen" nur "freiwillig" verordnen kann, also soll erst noch eine EGV dazu mit dir abgeschlossen werden ... richtig ???

Hattest du schon eine und die gilt noch, geht das schon mal auch nicht aber was tut man nicht alles am Gesetz vorbei, um den umliegenden AG einen kleinen Gefallen zu tun, denn der AG wird natürlich auch noch "fürstlich belohnt" dafür, da bist sicher nicht der erste "Probearbeiter" ...

Zitat:
Nun habe ich 2 Schreiben erhalten, die vom Arbeitgeber auszufüllen sein sollen und zwar geht es dabei anscheinend nur um den einen Probearbeitstag:
Natürlich geht es NUR darum, es gibt keine Rechtsgrundlagen für unbezahlte Probearbeit, es gibt im Arbeitsrecht eine bezahlte Probezeit von bis zu 6 Monaten, nirgends kann man dich schneller wieder los sein wie im Minijob, also wofür bitte soll so was gut sein ..., dass man dich dafür erst "ausprobieren" will ohne Bezahlung (jedenfalls vom AG).

WARUM gibst du dich dafür überhaupt her, wer mich nicht bezahlen will, für den arbeite ich auch nicht "probeweise" ...

Bezahlen soll nun das JC und dafür muss das "legalisiert" werden, sonst stehst du der Vermittlung nicht zur Verfügung am Tag X und das JC braucht dir kein Geld zu zahlen ...

Zitat:
1. Erhebungsbogen für eine Maßnahme bei einem Arbeitgeber
beinhaltet: Tätigkeitsbeschreibung, geplanter Beginn/Ende
2. Teilnehmerbezogener Bericht
Das sind die erforderlichen Unterlagen dafür, ich denke mal das wird dem AG nicht unbekannt sein, wie das so läuft beim örtlichen JC für die "Probearbeiter" ...

Wenn du regulär auch dein Geld verlangt hättest ab Tag 1 der Arbeits-Aufnahme, dann gäbe es jetzt keine "Maßnahme" und vermutlich auch keine Aussichten auf einen Minijob ... wobei ich da noch meine Zweifel habe, ob du den "Probetag" bestehen wirst ... es gibt ja noch mehr Arbeitslose, die man sich mal einen Tag ausleihen könnte ...

Ich finde das ziemlich dreist, dass diese Methoden nun schon bis in die Minijobs "schwappen" ... wo noch nicht mal ein bedeutsames Einkommen zu erwarten ist, das dich vielleicht aus dem Leistungsbezug bringen könnte ...

Zitat:
beinhaltet: Inhalt der Maßnahme, genaue Auskunft über die Arbeitstage, Beurteilung des Teilnehmerverhaltens und der Leistung (?) etc...
Und wenn der dich anschließend nicht haben will schreibt er vielleicht noch was "nettes" rein womit dein SB dich dann sanktionieren könnte wegen "Vereitelung einer Einstellung" ... und das alles für einen schnöden Minijob ...

Zitat:
Und so wie es aussieht, ist das unnötiger Aufwand wegen dem einen Tag Probearbeit. Muss ich diese Formulare ausfüllen lassen? Ich habe das Gefühl, ich hätte es gar nicht erwähnen brauchen und stattdessen den Job anmelden, wenn er offiziell beginnt.
Klar, wenn du gerne schwarz arbeitest ohne Versicherung falls was passiert dabei, dann hättest du das auch so machen können, Arbeit ist aber ab dem ERSTEN Tag zu bezahlen, rechtlich beginnt der Job mit der vereinbarten Arbeitsaufnahme, "umsonst arbeiten" ist im Gesetz nicht vorgesehen.

Zitat:
Zudem nervt es mich sehr, dass ich mich in dieser Hinsicht erklären soll, bzw. vom Arbeitgeber beurteilt werden soll wie in der ersten Klasse, wenn ich lediglich eine Arbeit aufnehmen möchte. Geht es das Jobcenter überhaupt etwas an?
Ob dich das gerade "nervt" ist irrelevant, vielleicht hättest du vorher mal etwas darüber nachdenken sollen wie "normal" so was sein könnte dich (erst mal) ohne Bezahlung arbeiten zu lassen für einen Minijob ... das ist eben (noch) keine echte Arbeitsaufnahme.

Immerhin zahlt aktuell noch das JC deinen Lebensunterhalt und deine Versicherungen, also denke ich schon, dass die das was "angeht", warum habe ich ja oben schon beschrieben.

Zitat:
Ich meine, es scheint ja auch um Versicherungsangelegenheiten zu gehen und edit: ich habe gerade erfahren, dass es ohne Anmeldung Schwarzarbeit wäre. Jedoch, was soll dieser Beurteilungsquatsch wenn ich doch derjenige bin, der gucken will ob ihm die Stelle zusagt.
Meinst du das ändert nun irgendwas an der Rechtslage, weil es DEIN Wunsch war / ist dort mal zu probieren ob es dir überhaupt "zusagt" ... dir hat JEDE zumutbare Arbeit aktuell zuzusagen, das bestimmt schon § 10 SGB II, weil du verpflichtet bist deine Hilfebedürftigkeit so schnell wie möglich zu beenden oder wenigstens zu verringern.

§ 10 SGB II Zumutbarkeit

Ein "Maßnahmeträger" muss eben auch beurteilen, wie du dich so angestellt hast ... das JC muss das ja auch irgendwie dokumentieren und belegen können was da gerade abgeht für dich ...
Da die nun Bescheid wissen und deinen "Probetag" unterstützen hast du (vermutlich) keine Möglichkeit mehr das ohne Sanktion abzulehnen weil es dir nun doch nicht mehr "zusagt" ... sofern der AG dich nun mit Bezahlung einstellen würde.

MfG Doppeloma

Ergänzung ...

Zitat:
Hallo, ich bin neu hier. Ich hatte bereits einen ähnlichen Beitrag verfasst, aber mir geht es konkret um diesen Punkt.Vielleicht kann mir jemand weiter helfen.
Das ist völlig überflüssig, dazu auch noch 2 Themen (innerhalb kurzer Zeit) zu eröffnen, daher wird das andere gelöscht.
Zudem gibt es dazu bereits genug Beiträge, die du über die Suche finden kannst.
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!

Geändert von Doppeloma (06.04.2017 um 02:21 Uhr)
Doppeloma ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 06.04.2017, 12:56   #3
Toni77
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Beiträge: 6
Toni77
Standard AW: Erhebungsbogen für eine MAG, Probearbeit bezüglich Minijob, Formulare rechtens?

Ok, danke IHNEN
Toni77 ist offline   Mit Zitat antworten
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