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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 24.03.2017, 15:07   #1
Zuckerherz
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Zuckerherz
Unglücklich Einladung zur "Besprechung der in der EGV vereinbarten Aktivitäten"

Hallo,

Ich hoffe, ihr könnt mir helfen, denn meine Nerven liegen blank, ich sitze weinend zuhause und weiß nicht mehr weiter. Das JC terrorisiert mich regelmäßig und behandelt mich wie einen Menschen 2. Klasse, obwohl ich erst seit kurzem ALG II erhalte und nichts mehr möchte, als dem Bezug zu entkommen. Mittlerweile beeinträchtigt mich der Psychoterror des JC in meinem Alltag sehr stark und ich denke regelmäßig über Selbstmord nach.

Zu meiner Situation:

Ich habe im Oktober mein Studium (Biologie) beendet und bin seitdem auf Arbeitssuche. Gegen Ende meines Studiums bekam ich die Zusage, an der Uni als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig werden zu können. Leider ist diese Stelle einer Kürzung zum Opfer gefallen. Also musste ich zum 1. Januar ALG II beantragen, da meine Eltern mich nicht länger finanzieren wollten. Dummerweise war ich recht ahnungslos und habe die EGV unterschrieben, mit der Auflage, dass ich mich um eine Anstellung bemühe und jeden Monat 10 Bewerbungen schreibe. Daran habe ich mich bisher jeden Monat sehr genau gehalten, alles schriftlich dokumentiert und dem Jobcenter unaufgefordert und auf eigene Kosten zugeschickt. Diesen Monat erhielt ich zwei Vermittlungsvorschläge, auf die ich mich umgehend und auf sehr ansprechende Weise beworben habe. Leider erhielt ich in beiden Fällen eine Absage wegen Überqualifizierung. Die AG befürchteten, dass ich schnelle eine passende Stelle finde und sie sich erneut auf die Suche nach einem Mitarbeiter machen müssen.
Diese Aussage konnte ich nachvollziehen und teilte dies auch so dem Jobcenter mit.

Heute erhielt ich jedoch einen Brief von meiner Sachbearbeiterin. Sie forderte mich auf, Anfang April im JC zu erscheinen, um mit mir über die vereinbarten Aktivitäten zu sprechen. Ich fiel aus allen Wolken, denn ich habe mich an alle Auflagen gehalten und bin meinen Verpflichtungen nachgekommen. Natürlich bin ich sehr beunruhigt und befürchte, dass eine Sanktion ausgesprochen wird.

Nun meine Frage: könnt ihr euch vorstellen, was bei diesem Wortlaut in etwa auf mich zukommen könnte?

Über Ratschläge würde ich mich sehr freuen. Ich habe einige Tage vor dem Termin beim JC ein vielversprechendes Bewerbungsgespräch und würde dieses gerne mit klarem Kopf absolvieren.
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Alt 24.03.2017, 15:15   #2
schlaraffenland
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Standard AW: Einladung zur "Besprechung der in der EGV vereinbarten Aktivitäten"

Zuckerherz, vielleicht will die Arbeitsvermittlerin (AV) eine neue EGV formulieren, die Du dann unterschreiben sollst. Du solltest diesmal aber die EGV nicht sofort unterschreiben und den Inhalt der neuen EGV mit ihr aushandeln, also ihren EGV-Entwurf zur Prüfung mit nach Hause nehmen und für die Prüfung eine Dauer von 10 bis 14 Tagen einfordern. In dieser Zeit kannst Du einen Gegenvorschlag zum EGV-Entwurf der AV zukommen lassen.

10 Bewerbungen pro Monat ist nämlich schon ein bisschen viel.

Aber warum sollte eine Sanktion ausgesprochen werden, wenn Du die Pflichten, die sich aus der aktuellen EGV für Dich ergeben, stets erfüllt hast?

Vielleicht solltest Du die Einladung zu diesem Gespräch mal hier hochladen (über den Button "Anhänge verwalten"), aber bitte anonymisiere vorher das Einladungsschreiben ausreichend.
__

Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine rechtlichen Hinweise und Tipps übernehme ich keine Verantwortung.
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Alt 24.03.2017, 15:18   #3
Frank71
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Standard AW: Einladung zur "Besprechung der in der EGV vereinbarten Aktivitäten"

Gehe wenn möglich mit einem Beistand zum Termin im Jobcenter.

Du hast dich beworben und bist somit deiner Mitwirkungspflicht im vollen Umfang nachgekommen und kannst diese wie Du schon geschrieben hast auch nachweislich Belegen anhand der Anschreiben.

Einen Fehler deiner seits kann ich nicht erkennen und warum sollte deswegen eine Sanktion erfolgen.
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Alt 24.03.2017, 15:24   #4
Zuckerherz
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Zuckerherz
Standard AW: Einladung zur "Besprechung der in der EGV vereinbarten Aktivitäten"

Zitat von schlaraffenland Beitrag anzeigen
Zuckerherz, vielleicht will die Arbeitsvermittlerin (AV) eine neue EGV formulieren, die Du dann unterschreiben sollst. Du solltest diesmal aber die EGV nicht sofort unterschreiben und den Inhalt der neuen EGV mit ihr aushandeln, also ihren EGV-Entwurf zur Prüfung mit nach Hause nehmen und für die Prüfung eine Dauer von 10 bis 14 Tagen einfordern. In dieser Zeit kannst Du einen Gegenvorschlag zum EGV-Entwurf der AV zukommen lassen.

10 Bewerbungen pro Monat ist nämlich schon ein bisschen viel.

Aber warum sollte eine Sanktion ausgesprochen werden, wenn Du die Pflichten, die sich aus der aktuellen EGV für Dich ergeben, stets erfüllt hast?

Vielleicht solltest Du die Einladung zu diesem Gespräch mal hier hochladen (über den Button "Anhänge verwalten"), aber bitte anonymisiere vorher das Einladungsschreiben ausreichend.
Ich habe gerade Probleme mit meiner Handy-Kamera und keinen Scanner, aber es steht Folgendes im Schreiben:

"Sehr geehrte Frau XY,

bitte kommen Sie zum unten angegeben Termin in das Jobcenter XY.

Ihre Termindaten:

Datum: Montag, den 03. April
Uhrzeit: 11:30 Uhr
Raum: Zimmer 1.043

Ich möchte mit Ihnen über die mit Ihnen in der Eingliederungsvereinbarung vereinbarten Aktivitäten sprechen."


Dann folgt der Hinweis auf die rechtliche Grundlage, das kennt ihr ja sicherlich schon.

Ich kann mir das Schreiben absolut nicht erklären. Seit Januar schicke ich meiner SB jeden Monat eine ausgedruckte Liste mit meinen Eigenbemühungen. 10 sind es immer, manchmal auch mehr. Die Anschreiben, Mails und Nachweise von der Post möchte sie nicht sehen, ihr genügt diese Liste. Zusätzlich halte ich meinen Bewerbungsstatus auch online über die Website der ARGE aktuell bzw. übermittle Absagen bzw. Einladungen immer direkt an meine SB. Von Mangel an Eigeninitiative kann man bei mir also nicht sprechen.

Bisher gab es keine Probleme. Daher trifft mich diese Einladung wirklich wie ein Schlag.
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Alt 24.03.2017, 15:57   #5
arbeitsloskr
 
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Standard AW: Einladung zur "Besprechung der in der EGV vereinbarten Aktivitäten"

Hallo Zuckerherz,

ich lese aus deinem Schreiben heraus, dass SB mit dir über die "Wirksamkeit" der getroffenen Vereinbarungen sprechen möchte, ob diese bisher zielführend waren und ob es Korrekturbedarf gibt. Sofern du, wie schlaraffenland schrieb, deinen Verpflichtungen aus der EGV bisher nachgekommen bist, dann darf dir keine Sanktion drohen.

Zitat von Zuckerherz Beitrag anzeigen
Bisher gab es keine Probleme. Daher trifft mich diese Einladung wirklich wie ein Schlag.
An ggfs. häufigen Briefverkehr mit JC wirst du dich gewöhnen "müssen", insbesondere dann, wenn diese Briefe rechtskonform sind.

Alternativ hätte auch der "Klassiker" als Einladungsgrund genannt werden können, der relativ viele "Themen" im Gespräch abdeckt und der lautet: "Besprechung Ihrer beruflichen Situation".

Bist du U25?
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Alt 24.03.2017, 16:08   #6
Zuckerherz
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Zuckerherz
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Zitat von arbeitsloskr Beitrag anzeigen
Hallo Zuckerherz,

ich lese aus deinem Schreiben heraus, dass SB mit dir über die "Wirksamkeit" der getroffenen Vereinbarungen sprechen möchte, ob diese bisher zielführend waren und ob es Korrekturbedarf gibt.
Ich bekomme regelmäßig solche Briefe und Anrufe. Häufig völlig aus der Luft gegriffen. So wurde ich zB. vor einigen Wochen angerufen und gefragt, ob ich Interesse daran hätte, meinen Hauptschulabschluss nachholen. Ich musste dann vehement betonen, dass ich Abitur gemacht und studiert habe.

Und nein, ich bin gerade 27 geworden. Ich weiß aber, dass bei Menschen unter 25 sehr hartnäckig vorgegangen wird und Einladungen daher häufiger sind.

Ich muss dazu aber sagen, dass das JC mit mir sehr, sehr hart umgeht. Bei meinem Antrag wurde ich sogar gefragt, ob ich zuverlässig verhüte, da ich im Falle einer Schwangerschaft dem Arbeitsmarkt nicht mehr in vollem Umfang zur Verfügung stehe.

Geändert von Seepferdchen (24.03.2017 um 16:16 Uhr) Grund: Bitte kein Vollzitat, ein einfaches reicht völlig, Danke
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Alt 24.03.2017, 16:14   #7
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Standard AW: Einladung zur "Besprechung der in der EGV vereinbarten Aktivitäten"

Zitat von Zuckerherz Beitrag anzeigen
Ich bekomme regelmäßig solche Briefe und Anrufe.
Zunächst würde ich erstmal Ruhe bewahren. Denn nur mit Ruhe und Besonnenheit kommt man in solchen Belangen weiter.

Für die Maßgeblich sind nur die Briefe des Jobcenters, da diese rechtsverbindlich sind. Sind halt Verwaltungsakte denen rechtliche Prozesse vorangehen.

Was du nicht machen brauchst, ist auf Anrufe zu reagieren. Anrufe sind natürlich für die Jobcenter ein gefundens Fressen, dir den Garaus zu machen und dich in eine Art "Angstzustand" zu versetzen. Plötzlich klingelt es und irgend so ein **** will was von dir.

Telefonnummern sind jedoch eine "freiwillige" Angabe beim Jobcenter und du hast das Recht: Telefonnummern und EMail-Adressen löschen zu lassen. Es sind freiwillige Daten und weder vermittlungs- noch leistungsrelevant. Was zählt sind nur schriftliche Briefe.

In Zukunft merkst du dir die Telefonnummern deines Jobcenters (Achtung: Die ändern sich sehr häufig: Auch eine Masche) und gehst dann bei solchen Anrufen nie wieder ans Telefon. Auf Zuruf geht ja mal garnichts.

Versuch auch Druck aus der Situation herauszunehmen. Du bist mit der Arbeitslosigkeit - trotz akademischen Abschluss - in sehr guter Gesellschaft hier... Das wissen die beim Jobcenter übrigens auch.
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"Eines Tages, möglicherweise jedoch nie, werde ich dich um eine kleine Gefälligkeit bitten."
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Alt 24.03.2017, 16:21   #8
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@HartzVerdient/Zuckerherz:

Ein Sozialdatum wie die eigene Telefonnummer kann man bei der Behörde auch löschen lassen. Hierzu dem Jobcenter eine entsprechende schriftliche Aufforderung gemäß § 84 Abs. 2 SGB X zukommen lassen und darin eine Frist für die Löschung der Telefonnummer setzen.

Zitat:
(2) Sozialdaten sind zu löschen, wenn ihre Speicherung unzulässig ist. Sie sind auch zu löschen, wenn ihre Kenntnis für die verantwortliche Stelle zur rechtmäßigen Erfüllung der in ihrer Zuständigkeit liegenden Aufgaben nicht mehr erforderlich ist und kein Grund zu der Annahme besteht, dass durch die Löschung schutzwürdige Interessen des Betroffenen beeinträchtigt werden.
Das Sozialdatum Telefonnummer ist für das Jobcenter nicht notwendig, weil es die Leistungsbezieher ja per Briefpost erreichen kann.
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Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine rechtlichen Hinweise und Tipps übernehme ich keine Verantwortung.
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Alt 24.03.2017, 16:22   #9
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Zitat von Zuckerherz Beitrag anzeigen
Ich bekomme regelmäßig solche Briefe und Anrufe.
Hallo Zuckerherz,

an rechtskonforme Briefe seitens JC wirst du dich leider gewöhnen müssen. Ich denke, du solltest in dem Punkt selbstbewusster werden. Wenn du deinen Verpflichtungen nachkommst, dann kann dir das JC nichts. Diese Haltung solltest du auch ausstrahlen. Also Kopf hoch und nach vorn geschaut ;)

Die Anrufe kannst du unterbinden, indem du umgehend JC zur Löschung deiner Telefonnummer (und E-Mail-Adresse) aufforderst, denn diese beiden Angaben sind nicht leistungsrelevant und nicht notwendig. Du brauchst nur postalisch für das JC erreichbar sein. Vorlagen zur Löschung findest du, neben weiteren interessanten Vorlagen, im Unterforum "Vorlagen".

Zitat von Zuckerherz Beitrag anzeigen
Bei meinem Antrag wurde ich sogar gefragt, ob ich zuverlässig verhüte, da ich im Falle einer Schwangerschaft dem Arbeitsmarkt nicht mehr in vollem Umfang zur Verfügung stehe.
Gibt es dafür Zeugen? Eigentlich müsste man als "Mann" auch diese Frage gestellt bekommen, denn schließlich darf auch "Mann" die ersten 3 Jahre zu Hause bleiben ;)
Selbst wenn diese Frage gestellt würde, müsste eigentlich beim JC auch die gleiche Regelung gelten, wie in Vorstellungsgesprächen, dass man keine "ehrliche" Antwort auf diese Frage geben kann. Davon abgesehen, was wäre, wenn du bereits vor Antragsstellung schwanger wärst? Sofern du Beweise für solche und andere unpassende Aussagen von SB hast, kannst du über mögliche rechtliche Schritte nachdenken.

Alternativ schalte einfach auf "Durchzug" bei solchen Sachen, zum einen Ohr rein, zum anderen Ohr wieder raus. Das machen eigentlich viele so, ist auch viel stressfreier, als sich über sowas aufzuregen ;)
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Alt 24.03.2017, 16:30   #10
Zuckerherz
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Zuckerherz
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Zitat von arbeitsloskr Beitrag anzeigen
Hallo Zuckerherz,
Ich denke, du solltest in dem Punkt selbstbewusster werden. Wenn du deinen Verpflichtungen nachkommst, dann kann dir das JC nichts. Diese Haltung solltest du auch ausstrahlen. Also Kopf hoch und nach vorn geschaut ;)
Da stimme ich dir zu. Ich bin eigentlich sehr selbstbewusst, kommunikativ und habe kein Problem damit, für meine Rechte einzustehen. Gegenüber meines SB bin ich jedoch ängstlich, verunsichert und schüchtern. Das liegt in erster Linie daran, dass ich mich schäme, Gelder vom Staat zu beziehen und mit dieser Situation absolut nicht glücklich bin. Ich habe einen guten Abschluss und würde für mein Geld lieber arbeiten - natürlich bevorzugt in einem Job, der meinen Fähigkeiten entspricht.

Leider wird mir seit meines Antrags in jedem 2. Atemzug mit Sanktionen gedroht, was mich verunsichert und daran hindert, den Mitarbeitern des JC selbstbewusst und bestimmt gegenüberzutreten.

Das mit der Telefonnummer werde ich versuchen. Bisher hatte ich Angst, bei einer Löschung noch viel schlimmerer Schikane ausgesetzt zu werden.
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Alt 24.03.2017, 16:33   #11
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Zitat von schlaraffenland Beitrag anzeigen
Ein Sozialdatum wie die eigene Telefonnummer kann man bei der Behörde auch löschen lassen. Hierzu dem Jobcenter eine entsprechende schriftliche Aufforderung gemäß § 84 Abs. 2 SGB X zukommen lassen und darin eine Frist für die Löschung der Telefonnummer setzen.
Theoretisch richtig! Praktisch kaum haltbar. Ich habe nun den 9ten oder 10ten Fallmanager in meiner Zeit als ALG2 Bezieher. Kaum wurden die Daten gelöscht, kam schon der neue Fallmanager und trug diese wieder ins System ein (Lebenslauf).

Neue Masche, nach der Frage woher man die Telefonnummer hat: "Wir haben Ihre Telefonnummer (oder die Ihrer Eltern) gerade aus dem Telefonbuch ermittelt und Sie daher angerufen".

Also: Am Besten garnicht erst ans Telefon gehen!

Zitat von Zuckerherz Beitrag anzeigen
Leider wird mir seit meines Antrags in jedem 2. Atemzug mit Sanktionen gedroht, was mich verunsichert und daran hindert, den Mitarbeitern des JC selbstbewusst und bestimmt gegenüberzutreten.
Die Liste der Sanktionsmöglichkeiten ist unter § 31 SGB2 geregelt... Nur darauf kann man sich bei Sanktionen beziehen und auch nur dann, wenn man irgendwelche Vereinbarungen gebrochen hat.

Wenn die wieder mit "Wir sanktionieren Sie" kommen, dann frage nach der Rechtsgrundlage!

Du bist jung... Die versuchen bei dir eine Drohkulisse aufrecht zu erhalten...
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Alt 24.03.2017, 16:39   #12
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Zitat von Zuckerherz Beitrag anzeigen
Gegenüber meines SB bin ich jedoch ängstlich, verunsichert und schüchtern. Das liegt in erster Linie daran, dass ich mich schäme, Gelder vom Staat zu beziehen und mit dieser Situation absolut nicht glücklich bin.
Das muss dir nicht peinlich sein und daher besteht auch kein Schamgefühl. Ich sage mir immer, wenn der Staat Mrd an Steuergeldern sinnlos verpulvern kann, dann brauche ich mich nicht zu schämen, wenn ich meine mir zustehenden Sozialleistungen beanspruche.

Wie hieß es gestern bei einer Mitteilung des Bundes der Steuerzahler, dass der Staat rund 22 Mrd EUR hätte einsparen können?

Zitat von Zuckerherz Beitrag anzeigen
Ich habe einen guten Abschluss und würde für mein Geld lieber arbeiten - natürlich bevorzugt in einem Job, der meinen Fähigkeiten entspricht.
Auch wenn es hart klingt und ich deinen Anspruch verstehen kann, aber du solltest dich realistischer einschätzen, was die Lage auf dem Arbeitsmarkt betrifft. Nicht jeder arbeitet in dem Beruf, den er mal gelernt oder studiert hat. Aber auch hier musst du dich nicht verstecken. Wenn du keinen Job findest, dann ist das halt so und das JC hat das zu akzeptieren.

Zitat von Zuckerherz Beitrag anzeigen
Leider wird mir seit meines Antrags in jedem 2. Atemzug mit Sanktionen gedroht, was mich verunsichert und daran hindert, den Mitarbeitern des JC selbstbewusst und bestimmt gegenüberzutreten.
Diese "Androhungen" sind seitens JC ihre Verpflichtungen dich über die Folgen zu informieren und zu belehren. Davon solltest du dich nicht beeindrucken lassen, denn wie schon oben geschrieben, solange du deinen Verpflichtungen nachkommst, kann dir das JC gar nichts. Es ist eine Übungssache und das kannst du schaffen, vorallem, wenn außerhalb vom JC selbstbewusst bist ;)

Zitat von Zuckerherz Beitrag anzeigen
Das mit der Telefonnummer werde ich versuchen. Bisher hatte ich Angst, bei einer Löschung noch viel schlimmerer Schikane ausgesetzt zu werden.
Nicht versuchen, sondern machen ;)

Es gibt keine Sanktionsgrundlage gegen dich, nur weil du deine Telefonnummer löschen lässt.
Sieh es mal von der Seite, wer verpflichtet dich überhaupt einen Telefonanschluss dauerhaft betriebsbereit zu halten?
Antwort: Keiner, denn es gibt keine Rechtsgrundlage dafür.
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Alt 24.03.2017, 16:40   #13
schlaraffenland
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Zitat von Zuckerherz Beitrag anzeigen
Gegenüber meines SB bin ich jedoch ängstlich, verunsichert und schüchtern. Das liegt in erster Linie daran, dass ich mich schäme, Gelder vom Staat zu beziehen und mit dieser Situation absolut nicht glücklich bin.
Ich habe nach meinem Studium (Geisteswissenschaften) auch Sozialleistungen beziehen müssen, allerdings nicht sofort. Aber das war vor Hartz IV, und damals wurde ich nicht gegängelt, wie es heutzutage nicht nur Studienabsolventen im Jobcenter erleben müssen.

Dass ich damals Sozialleistungen bezogen habe, dafür habe ich mich nicht geschämt. Die Bundesanstalt für Arbeit (gibt es nicht mehr, RIP) hat mir damals sogar eine einjährige Qualifizierung im Multimedia-Bereich finanziert, die sogar gut war. Über diese Qualifizierung habe ich dann den Einstieg in den IT-Bereich geschafft und in ihm 13 Jahre lang gearbeitet.

Also, mach Dir nix draus, dass Du derzeit ALG II beziehen musst. Du wirst wahrscheinlich das Geld, was Du derzeit vom Jobcenter kriegst, im Laufe Deines zukünftigen Berufslebens x-fach an den Staat zurückbezahlen. Betrachte Dein ALG II als ein von der Gesellschaft finanziertes Darlehen.

Nachtrag:

@HartzVerdient: Meine Telefonnummer steht nicht im Telefonbuch. Deswegen sollte man sich vor einer Telefonnummerlöschaufforderung gegenüber dem Jobcenter eine neue Telefonnummer besorgen, die nicht im Telefonbuch steht. Was aber leider Geld kostet.
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Alt 24.03.2017, 16:45   #14
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Zitat von schlaraffenland Beitrag anzeigen
@HartzVerdient: Meine Telefonnummer steht nicht im Telefonbuch.
Meine Telefonnummer steht auch nicht im Telefonbuch :)

Nur die Telefonnummer meiner Eltern, wo ich halt wohne, steht im Telefonbuch.
Und die wünschen das nicht ändern zu wollen.
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Alt 24.03.2017, 16:45   #15
Zuckerherz
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Zitat von arbeitsloskr Beitrag anzeigen
Auch wenn es hart klingt und ich deinen Anspruch verstehen kann, aber du solltest dich realistischer einschätzen, was die Lage auf dem Arbeitsmarkt betrifft. Nicht jeder arbeitet in dem Beruf, den er mal gelernt oder studiert hat.
Ich bin ja nicht mal anspruchsvoll. Mein Studium habe ich mit 1,3 abgeschlossen, ich spreche 4 Sprachen fließend, besitze ausgezeichnete EDV-Kenntnisse und bin erfahren im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Auf Basis dieser Grundlage würde ich mir wenigstens einen Bürojob oder eine pädagogische Tätigkeit wünschen.

Das JC hingegen bietet mir fast nur Putzstellen an. Die einzige Ausnahme, auf die ich mich auch beworben habe, scheiterte daran, dass ich nicht türkisch spreche und keinen LKW-Führerschein besitze. Ich bin ja bereit, meine Kompetenzen zu erweitern, aber irgendwann muss doch auch mal Schluss sein.
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Alt 24.03.2017, 16:50   #16
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Zitat von Zuckerherz Beitrag anzeigen
Ich bin ja nicht mal anspruchsvoll. Mein Studium habe ich mit 1,3 abgeschlossen, ich spreche 4 Sprachen fließend, besitze ausgezeichnete EDV-Kenntnisse und bin erfahren im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Auf Basis dieser Grundlage würde ich mir wenigstens einen Bürojob oder eine pädagogische Tätigkeit wünschen.
Für die heutige Arbeitswelt und die damit verbundenen Aufgaben, zählt eigentlich nur "günstige Arbeitskraft". Sehen wir in der IT doch auch! Fast jede Stellenausschreibung wünscht einen "Junior" irgendwas. Die sind formbar, billig, austauschbar, unerfahren, produktiv, arbeitseifrig usw.

Die gutbezahlten Jobs bekommt man nur mit Netzwerken und Beziehungen. Auch die meißten gutbezahlten Manager, Projektleiter usw. sind keine Spezis... Sie kamen an die Jobs, weil sie gute "Connections" hatten. Wir hatten damals einen Abteilungsleiter, der war so dumm wie Toast. Kassierte aber das 2.5x Fache von dem, was ich als sein Untergebener bekam.

Das war halt nur einer, der zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und in die Position seines ehemaligen Abteilungsleiters (der kündigte) gerutscht ist.
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Alt 24.03.2017, 16:54   #17
Zuckerherz
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Zitat von HartzVerdient Beitrag anzeigen
Die gutbezahlten Jobs bekommt man nur mit Netzwerken und Beziehungen.
Sehr richtig. Und aus diesem Grund verlasse ich mich auch nicht auf das Jobcenter, sondern werde selbst aktiv und höre mich um. Mit Erfolg: über einen Bekannten wurde ich auf eine attraktive Stelle in meiner Umgebung aufmerksam und habe dort demnächst ein Vorstellungsgespräch. Wenn das klappt, verabschiede ich mich mit wehenden Fahnen von meinem SB.

Auf jeden Fall ein großes DANKE für die bisherigen Posts. Ich bin mittlerweile etwas beruhigter und die Panik hat sich gelegt.
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Alt 24.03.2017, 16:58   #18
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Die 10 Bewerbungen pro Monat sind zwar etwas viel, aber dass man nach ca. 3-4 Monaten zu einem kurzen Gespräch eingeladen wird ist nichts außergewöhnliches. Deine Angst vor einer Sanktion ist etwas unbegründet.

Du bist hochqualifizert und ohne Vermittlungshemnisse (Alkoholsucht, Schulden,....) woran scheitert die Jobsuche nach 30 Bewerbungen deiner Meinung nach?
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Alt 24.03.2017, 17:02   #19
Zuckerherz
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Zitat von Ozymandias1 Beitrag anzeigen
Die 10 Bewerbungen pro Monat sind zwar etwas viel, aber dass man nach ca. 3-4 Monaten zu einem kurzen Gespräch eingeladen wird ist nichts außergewöhnliches. Deine Angst vor einer Sanktion ist etwas unbegründet.

Du bist hochqualifizert und ohne Vermittlungshemnisse (Alkoholsucht, Schulden,....) woran scheitert die Jobsuche nach 30 Bewerbungen deiner Meinung nach?
Die Stellen, die mir das JC bisher vorgeschlagen hat, entsprachen nicht mal ansatzweise meinen Qualifikationen. Wenn ich überhaupt Rückmeldung bekam, dann wurde mir gesagt, dass man mich nicht dauerhaft halten könne.

Ich tippe darauf, dass es an einer Lücke im Lebenslauf liegt. Nach meinem Abitur erkrankte ich an Krebs, bin mittlerweile aber vollständig genesen und aufgrund vorbildlicher Lebensführung mit besten Prognosen. Natürlich sehen potentielle AG diese Lücke nicht gerne. Die Erklärung dafür kommt aber bei einem Unternehmen, was im Idealfall langfristige Anstellung wünscht, ebenfalls nicht gut an.
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Alt 24.03.2017, 17:11   #20
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Zitat von Zuckerherz Beitrag anzeigen
Ich tippe darauf, dass es an einer Lücke im Lebenslauf liegt.
Lücken im Lebenslauf sind keine Schande mehr. Du musst sie nur wahrheitsgemäß begründen können. Davon abgesehen, die sogenannten "Chefs" haben alle durch die Bank auch irgendwelche Lücken im Lebenslauf. Manche von denen können noch nicht einmal einen Lebenslauf schreiben, wenn es sie denn mal treffen könnte.

Also keinen Kopf darum machen, was für Lücken du hast... Der Typ im Vorstellungsgespräch auf der anderen Seite vom Tisch, hat selbst genug Lücken...
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Alt 24.03.2017, 17:15   #21
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Zitat von Zuckerherz Beitrag anzeigen
Wenn ich überhaupt Rückmeldung bekam, dann wurde mir gesagt, dass man mich nicht dauerhaft halten könne.
Wie wurde das seitens der AG begründet, etwa mit dem, was du bereits weiter oben schriebst, dass AG "Angst" hat, dich zu verlieren, wenn du was besseres findest?

Zitat von Zuckerherz Beitrag anzeigen
Ich tippe darauf, dass es an einer Lücke im Lebenslauf liegt.
Wie groß ist diese zeitliche Lücke zwischen Abi und Studiumsbeginn?

Wenn diese nicht zu groß ist, würde ich dir empfehlen diese Lücke zukünftig damit zu erklären, dass du auf der Suche nach einer Uni mit einem für dich passendem Studienplatz gewesen bist und du daher etwas "Zeitverzögerung" an dieser Stelle hast.

Da du "erst" 27 bist und damit rund 40 Jahre Arbeitsleben vor dir hast, solltest du generell keine Angst vor Lücken in deinem LL haben, denn die gradlinigen unterbrechungsfreien Erwerbsbiographien gibt es, in einigen Gegenden, seit Jahrzehnten nicht mehr. Das wissen auch die AG, von daher solltest du auch jetzt schon anfangen, diese Lücke möglichst "neutral" zu verpacken. Ein Beispiel wäre eben die Suche nach einem passenden Studienplatz, oder, dass du nach dem Abi erstmal die Welt sehen wolltest (was einige Abiturienten/innen machen).
Sofern deine Krebserkrankung dein zukünftiges Arbeitsleben, vorallem in naher Zukunft, nicht beeinträchtigt, dann würde ich diese jetzt auch erstmal nicht mehr erwähnen. Was später passiert, kann keiner vorhersagen.
arbeitsloskr ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2017, 17:28   #22
Zuckerherz
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Zuckerherz
Standard AW: Einladung zur "Besprechung der in der EGV vereinbarten Aktivitäten"

Zitat von arbeitsloskr Beitrag anzeigen
Wie wurde das seitens der AG begründet, etwa mit dem, was du bereits weiter oben schriebst, dass AG "Angst" hat, dich zu verlieren, wenn du was besseres findest?

Wie groß ist diese zeitliche Lücke zwischen Abi und Studiumsbeginn?

Wenn diese nicht zu groß ist, würde ich dir empfehlen diese Lücke zukünftig damit zu erklären, dass du auf der Suche nach einer Uni mit einem für dich passendem Studienplatz gewesen bist und du daher etwas "Zeitverzögerung" an dieser Stelle hast.
Bei der Lücke handelt es sich um 2 Jahre.

Ich habe die Sorge gehabt, dass ich bei einer "Ausrede" wie deiner gefragt werde, warum ich in der Zeit denn nichts anderes gemacht habe, zB. Nebenjobs, Praktika und so weiter. Da wäre mir dann vermutlich nicht mehr wirklich etwas eingefallen. Insofern war ich bisher immer ehrlich und habe sehr kritische Blicke geerntet.

Und ja, die AG, deren angebotene Stellen nicht gänzlich zu meinen Qualifikationen passten, argumentierten meist genau so. Man äußerte die Befürchtung, dass ich bei einer passenden Stelle sofort weg bin und man sich dann wieder auf die Suche machen müsste. Teilweise sagte man mir auch, dass man aus Kostengründen lieber zwei weniger qualifizierte TZ-Kräfte anstellt.

Bei Bewerbungen für Stellen, die mir gut gefallen haben, läuft teilweise noch das Auswahlverfahren oder ich habe erst noch Vorstellungsgespräche. In diesen Fällen dauerte es teilweise Monate, bis ich eine Rückmeldung bzw. Einladung bekommen habe. Aber ich bleibe dran. Bleibt zu hoffen, dass das JC mir vor Antritt einer passenden Stelle keine andere Tätigkeit aufzwingt.
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Alt 24.03.2017, 17:43   #23
arbeitsloskr
 
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Standard AW: Einladung zur "Besprechung der in der EGV vereinbarten Aktivitäten"

Zitat von Zuckerherz Beitrag anzeigen
Bei der Lücke handelt es sich um 2 Jahre.
Also 2 Jahre kann man durchaus dahingehend "verkaufen", dass du eben unbedingt dieses Studienfach studieren wolltest und daher solange nach einem passenden Studienplatz gesucht hast. Reisen sind ja auch eine mögliche Erklärung. Es gibt also genügend Möglichkeiten, du musst nur die passende für dich finden ;)

Zitat von Zuckerherz Beitrag anzeigen
Ich habe die Sorge gehabt, dass ich bei einer "Ausrede" wie deiner gefragt werde, warum ich in der Zeit denn nichts anderes gemacht habe, zB. Nebenjobs, Praktika und so weiter. Da wäre mir dann vermutlich nicht mehr wirklich etwas eingefallen. Insofern war ich bisher immer ehrlich und habe sehr kritische Blicke geerntet.
Du wirst dich dein ganzes Erwerbsleben für deine Erwerbsbiographie "rechtfertigen" müssen, warum dieses oder jenes getan oder nicht getan hast. Betrachte es daher einfach als "Übung" für später mal.

Zitat von Zuckerherz Beitrag anzeigen
Und ja, die AG, deren angebotene Stellen nicht gänzlich zu meinen Qualifikationen passten, argumentierten meist genau so. Man äußerte die Befürchtung, dass ich bei einer passenden Stelle sofort weg bin und man sich dann wieder auf die Suche machen müsste. Teilweise sagte man mir auch, dass man aus Kostengrünen lieber zwei weniger qualifizierte TZ-Kräfte anstellt.
Ach, ich dachte wir haben einen Mangel an Fachkräften ;) Also wenn ich in BWL und HBL nicht ganz gepennt habe, dann muss der Nachfrager eines in mangelnder Quantität vorhandenen Produktes oder Dienstleistung (Arbeitskraft ist in dem Sinne eine Dienstleistung) grundsätzlich bereit sein, mehr dafür auszugeben. Aber es geht ja nicht um einen Mangel an Fachkräften, sondern um einen Mangel an Arbeitskräften, die wie Fachkräften qualifiziert sind und arbeiten, sich aber mit einem Hilfsarbeiterlohn zufrieden geben.

Diese Aussage jenes AG dir gegenüber ist das beste Beispiel für den "verdrehten" und "kaputten" Zustand des deutschen Arbeitsmarktes.

Zitat von Zuckerherz Beitrag anzeigen
Aber ich bleibe dran. Bleibt zu hoffen, dass das JC mir vor Antritt einer passenden Stelle keine andere Tätigkeit aufzwingt.
Solange du zu jenem Zeitpunkt keiner anderen Erwerbstätigkeit nachgehst, kann dich das JC "verpflichten" auch andere Jobs anzunehmen, sofern diese dir gesundheitlich, qualifikationsmäßig (d.h. du erfüllst die Mindestansprüche an den gewünschten Kenntnisstand) und vom Pendelweg her zumutbar sind. Solltest du dabei jedoch mit der Zeit einen für dich passenderen Job bekommen, dann steht es dir selbstverständlich frei, entsprechend den Job (unter Berücksichtigung der Kündigungsfristen) zu wechseln.

Wie man sich "erfolgreich" auf "ungewollte" Jobs bewirbt, kannst du hier im ZAF-Forum nachlesen. Die Anwendung dieser Tipps erfolgt jedoch auf eigene Gefahr, denn du müsstest im Fall des Falles die Sanktionen tragen, bzw. jene Sanktionen, unter Zuhilfenahme des Forums, abwehren.
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Alt 24.03.2017, 18:01   #24
Pixelschieberin
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Standard AW: Einladung zur "Besprechung der in der EGV vereinbarten Aktivitäten"

"Nicht Bange machen lassen" ist leichter gesagt als getan.
Hier ein Faden, der sich damit befaßt, wie man mit dummen Sprüchen von SBs umgeht.

Meine Telefonnummer wurde immer wieder mal vom Monitor abgelesen.
Trotz schriftlich bestätigter Löschung.
Das Lied hatte ich daraufhin mit einem Abweisen-Eintrag eingehender Anrufe im Router gestoppt.
Ozymandias empfahl, einen ganzen Rufnummernblock ***** zu wählen, dann können sich die Nummern "hintendran" ändern wie sie wollen.
Somit ist eine möglicherweise notwendige Fax-Kommunikation mit dem JC zur Einbahnstraße gemacht.

Schriftlich hat nicht nur den Vorteil, daß du nicht völlig kalt erwischt werden kannst.
Anders als beim Telefonat kannst du länger überlegen und/oder Rat einholen, inwiefern du dich äußern wirst.

Viel wichtiger ist die Beweisbarkeit.
Besonders im Zusammenhang mit Behörden und bei Geschäftspartnern, wo Unstimmigkeiten ins Haus stehen, die möglicherweise vor Gericht gehen, achte ich auf ausschließlich schriftliche Kommunikation.
Auch wenn es zunächst nach unnötiger Mehrarbeit riecht, macht sich diese Vorsichtsmaßnahme sofort bezahlt, sollte ein Gericht bemüht werden müssen.

Nachteil bei Telefonaten:
Im Streitfall wäre all das, was am Telefon vereinbart wurde, NICHT beweisbar.
a) Sie dürfen nicht ohne Einverständnis des Gegenübers aufgezeichnet werden.
b) Der Angerufene denkt womöglich gar nicht an dies Option, weil SB ihn bereits mit irgendwas aus dem Tritt gebracht hat.

Emails bergen den Nachteil, am elektronischen Nasenring durch jedwede Arena gezerrt werden zu können, vorzugsweise durch die der SB-Amigos. Das sind die Nutznießer deiner Situation, die Geld vom Staat abfasse.
Für Leistungen, die sich nur auf dem Papier schön lesen.

Den Job, den du dir nicht selber findest, findet der SB schon lange nicht.
Dem ist deine Bildung, Selbstverwirklichung und Arbeits-Zufriedenheit eher ein Dorn im Auge, sitzt er doch auf einem Zeitvertrags-Schleudersitz - mit geringem Spaßfaktor.

JC-SBs sind darauf trainiert, jedwedem Hilfeempfänger (HE) das Leben "kompliziert" zu machen.
Warum soll es dir mit "Hartz4 - und der Tage gehört dir" besser gehen als deinem SB?!

Ziel:
HE SOLLEN entnervt abspringen.
Wie auch immer - von denen aus kannst du auch bei voller Fahrt vom JC-Zug springen.
Hauptsache WEG aus Aktenberg und Statistik.
M. E. wird Suizid schon deshalb in Kauf genommen, da letztendlich keiner konkret "angefaßt" werden kann, wenn ein HE die Nerven verliert.
Schon um denen sie Suppe zu versalzen, solltest du Abstand von solchen selbstzerstörerischen gedanken nehmen.
Bring dich lieber hier ein!
Kluge Köpfe werden gerade in Foren wie diesem gebraucht.

Was wissen wir aus dem Philosophie-Unterricht?
Der Staat ist kalt.
Also wappne dich, indem du dir klar machst, was bei User P123 in der Signatur steht:
Zitat:
von 0zymandias:
"Faktisch sind die SBs nicht sehr anders erwerbslos als ihre Verwaltungsobjekte, aber sie sind finanziell besser gehartzt, weil sie als Trennschicht nach oben hin durch Druck nach unten eine gewisse Nützlichkeit haben und eine fadenscheinige Basis für Statistik-Kosmetik liefern."
Ebenfalls von Ozymandias wurde dieser Artikel gefunden:
Die meisten Menschen sind für die Wirtschaft überflüssig
Befaß dich lieber mit sowas als mit sträflich dummen Gedanken wie im Eingagspost geschildert.
__

Mostly harmless...
„Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“ (A. Lincoln)
„Der Elo geht so lange zum JC, bis er bricht." (Aus unveröffentlichten Werken des Ozymandias)
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