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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


:  26
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Alt 22.03.2017, 17:58   #1
colonel
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colonel colonel
Standard Maßnahme antreten. Brauche Hilfe bezüglich Maßnahmevertrag und EGV

Hallo wiedermal,

folgendes zum Sachverhalt:
Bei meinem letzten Gespräch am JC schlug mir mein SB
eine Maßnahme vor. Laut dem SB geht es da um ein Coaching, also so Stärken -
Schwächenanalyse, usw. Viel näher ist er aber nicht drauf eingegangen.
SB hat gemeint, ich kann ja mal zu einem Gespräch gehen und dann entscheiden
ob ich teilnehmen will, es war also mehr oder weniger freiwillig.
Beim MT würde ich auch konkreter geschildert bekommen
was in der Maßnahme gemacht wird.
Zu diesem Zeitpunkt bestand keine EGV.
Ich habe gesagt, das ich bereit bin zu einem Erstgespräch zu gehen.
SB teilte mir dann noch mit, wenn ich die Maßnahme antreten will,
treffen wir uns nocheinmal für die neue EGV.

Bei dem Erstgespräch wurde mir dann mitgeteilt, um was es bei diesem
Coaching geht. Es findet ein Termin in der Woche statt, ca. 1,5 stunden.
Es sollen Ziele gesetzt werden.
Diese Ziele soll ich mir selbst setzen und auf diese Ziele soll hingearbeitete werden.
Außerdem sollten die Bewerbungsunterlagen überprüft und eventuell verbessert werden. Auch sollen evtl. Vorstellungsgespräche geübt und reflektiert werden.
Hin und wieder soll ein Gruppentag stattfinden.

Ich wäre ja bereit diese Maßnahme, die übrigens ein halbes Jahr dauert, zu besuchen, weil
ich ja schon bereit bin neue Dinge zu versuchen um in Arbeit zu kommen
und auch weil SB mir letztes Jahr einen 1 Euro Job aufdrängen wollte.
Besuche ich diese Maßnahme nicht, kommt vlt. wieder sowas wie ein 1 Euro Job.

Nun war ich beim zweiten Termin, welcher gleichzeitig der Maßnahmebeginn sein sollte.
Dort beim MT hat die Betreuerin, wie ich sie mal nennen will, mir plötzlich die
neue EGV vorgelegt. Da hat SB vom JC doch glatt die EGV fertig gemacht ohne
mein Beisein.
Was mich stutzig macht ist, dass SB in der EGV von Eignungsfeststellung,
Kenntnisvermittlung und Vorbereitung für eine Ausbildung spricht.
Das Thema Ausbildung war überhaupt nie ein Thema. Auch habe ich eine abgeschlossene
Ausbildung und gerade erst eine Fortbildung absolviert. Wie kommt SB also auf eine Ausbildung,
schließlich bin ich ja auch schon über 40. Verwechselt SB mich evtl.
In dem Aktivierungsgutschein, den ich bekommen habe, steht übrigens auch Coaching und nicht
Arbeitsvermittlung.
Was mich ebenfalls wundert: in der EGV steht nichts mehr von Bewerbungsbemühungen pro
Monat. Bisher stand das bei mir in der EGV immer, nun plötzlich nicht mehr.
Auch steht nichts drin bezüglich Bewerbungskostenerstattung.
Die EGV sollte ich beim MT übrigens sofort unterschreiben, da SB vom JC diese sofort wieder
haben will. Der MT sagte mir, er würde die EGV dann per Mail an SB schicken.
Ich habe mich auf Vertragsfreiheit berufen und die EGV zu Prüfung eingesteckt.

Dann ging die Betreuerin mit mir die Hausordnung durch, diese sollte ich
ebenfalls unterschreiben. Diese habe ich ebenfalls zur Überprüfung eingesteckt.
Vor allem Punkt zwei macht mich stutzig.
Ich habe gefragt was das bedeutet, kurzfristige Vorstellungstermine
wahrnehmen. Da wurde mir gesagt, dass manche Teilnehmer alles versuchen um
in Arbeit zu kommen und dass sie durchaus bereit sind, kurzfristig bei Zeitarbeitsfirmen
vorstellig zu werden.
Ich habe der Betreuerin gesagt, dass ich hier bin für ein Coaching und nicht
zur Arbeitsvermittlung. Für die Vermittlung ist das JC zuständig.
Dann bekam ich die Aktivierungsvereinbarung, die ich natürlich ebenfalls
zur Prüfung eingesteckt habe.
Als sie diese mit mir durchging, sah das immer mehr nach Arbeitsvermittlung aus,
weil ja auch davon die Rede ist jede zumutbare Arbeit anzunehemen.

Ich fragte dann noch einmal was es denn nun ist, Coaching oder Arbeitsvermittlung.
Mir wurde gesagt, das ist individuell unterschiedlich und der Vertrag ist allgemein gehalten.
Bei mir würde es explizit um die Ziele gehen die ich mir selbst setzen werde, das würde sie so unterschreiben.
Ich sagte, dass ich dann gerne einen individuellen Vertrag hätte. Das ginge nicht sagte sie. Und
im Endeffekt wurde mir mitgeteilt, dass ich, wenn ich den Vertrag nicht unterschreibe
auch nicht teilnehmen kann.

Die Fahrtkosten die sie mir erst erstattet hat, wollte sie dann auch wieder haben.
Diese würde ich beim nächsten Termin, nächste Woche, erstattet bekommen.

Grundstäztlich würde ich an einem Coaching teilnehmen. Auch bei dem MT wo ich gewesen bin.
Allerdings will ich nicht, dass mich irgendein MT in Arbeit vermitteln will. Das überlasse ich, wenn
ich das nicht selbst mache, dem JC.

Ich habe euch mal alle Relevanten Unterlagen hochgeladen (Aktivierungsgutschein, nichtunterschriebene EGV, Hausordnung, Aktivierungsvereinbarung).

Wie seht ihr denn diese ganze Sache?
Wie würdet ihr handeln?
Hoffe ihr habt gute Tipps zur weiteren Vorgehensweise.

Vielen Dank schon im Voraus.

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Aktivierungsgutschein.pdf (1,05 MB, 24x aufgerufen)
Dateityp: pdf EGV.pdf (3,57 MB, 30x aufgerufen)
Dateityp: pdf Hausordnung.pdf (864,4 KB, 31x aufgerufen)
Dateityp: pdf Aktivierungsvereinbarung.pdf (911,5 KB, 38x aufgerufen)
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Alt 22.03.2017, 21:15   #2
Hartz4Student
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Hartz4Student
Standard AW: Maßnahme antreten. Brauche Hilfe bezüglich Maßnahmevertrag und EGV

Zitat von colonel Beitrag anzeigen
Was mich stutzig macht ist, dass SB in der EGV von Eignungsfeststellung,
Kenntnisvermittlung und Vorbereitung für eine Ausbildung spricht. Das Thema Ausbildung war überhaupt nie ein Thema.
Dann sollte das auch nicht in der EGV stehen.

Zitat von colonel Beitrag anzeigen
Auch habe ich eine abgeschlossene Ausbildung und gerade erst eine Fortbildung absolviert.
Lief deine Fortbildung auch über das JC/eine Maßnahme?

Zitat von colonel Beitrag anzeigen
Was mich ebenfalls wundert: in der EGV steht nichts mehr von Bewerbungsbemühungen pro Monat. Bisher stand das bei mir in der EGV immer, nun plötzlich nicht mehr.
Auch steht nichts drin bezüglich Bewerbungskostenerstattung.
Das ist insoweit richtig, weil du ja eine EGV für eine Maßnahme bekommst. Für den Zeitraum der Maßnahme hast du dann keine Bewerbungsbemühungen zu erbrigen, ES SEI DENN, dass Bewerbungen Teil der Maßnahme sind, die wohl kaum vom MT finanziert werden. Wenn Bewerbungen also Teil der Maßnahme sind, dann ist die Kostenerstattung zu klären.

Zitat von colonel Beitrag anzeigen
Die EGV sollte ich beim MT übrigens sofort unterschreiben, da SB vom JC diese sofort wieder haben will. Der MT sagte mir, er würde die EGV dann per Mail an SB schicken.
Ich habe mich auf Vertragsfreiheit berufen und die EGV zu Prüfung eingesteckt.
Das ist das übliche Spielchen. Der pAp redet mit dem Kunden über eine Maßnahme, man könnte ja mal reinschnuppern etc. und entscheidet dann. Man lässt sich drauf ein, kommt dann am ersten Tag zum MT und wird dann mit diesen Dingen konfrontiert.
Das liegt daran, dass deine Teilnahme an der Maßnahme rechtlich korrekt/wasserdicht sein soll (auch aus versicherungstechnischen Gründen etc.) inkl. entsprechender EGV. Der MT wiederrum besteht ebenfalls auf die korrekte Einhaltung der Regularien. Der MT bekommt nur sein Geld, wenn der Aktivierungsgutschein unterschrieben ist.
Dieses hin und her ist schon so alt, wie das JC selbst. Mich wundert, dass das bis heute immer noch so läuft. Das ist quasi ein Pradoxon, das JC kann nicht agieren, solange du nicht die EGV unterschrieben hast und der MT kann auch nicht loslegen, solange du nicht den AG unterschrieben hast.
Das hätte sich der pAp aber auch alles ersparen können, wenn er es korrekt mit dir kommuniziert hätte. Dann hätte er dich genau über die Maßnahme aufgeklärt und sowohl EGV als auch AG noch in seinem Beisein von dir unterschreiben lassen.
Was im Gespräch mit deinem pAp gesagt wurde sieht nun aber beim MT ganz anders aus. Da würde ich mich auch vor Ort beim MT auch weigern etwas zu unterschreiben. Ich würde mich wieder an den pAp wenden und mal fragen, wie es kommt, dass seine Aussagen soweit von dem entfernt sind was in der EGV steht.

Zitat von colonel Beitrag anzeigen
Vor allem Punkt zwei macht mich stutzig.
Ich habe gefragt was das bedeutet, kurzfristige Vorstellungstermine
wahrnehmen. Da wurde mir gesagt, dass manche Teilnehmer alles versuchen um
in Arbeit zu kommen und dass sie durchaus bereit sind, kurzfristig bei Zeitarbeitsfirmen
vorstellig zu werden.
Sollte auch aufstoßen. Generell war ja Arbeitsaufnahme nicht Gegenstand deines Gespräches mit dem pAp. Ist der MT jetzt Arbeitsvermittler an ZAFs (mal ganz böse gedacht)? Sieht für mich schon so aus, wenn ich deine weiteren Ausführungen so lese "Als sie diese mit mir durchging, sah das immer mehr nach Arbeitsvermittlung aus, weil ja auch davon die Rede ist jede zumutbare Arbeit anzunehemen."

Es ist nachdrücklich zu klären was Ziel der Maßnahme sein soll. Normalerweise hält der MT entsprechende Broschüren bereit, die sogar beim pAp liegen sollten. Würde ich mal nachfragen.

Zitat von colonel Beitrag anzeigen
Mir wurde gesagt, das ist individuell unterschiedlich und der Vertrag ist allgemein gehalten. Bei mir würde es explizit um die Ziele gehen die ich mir selbst setzen werde, das würde sie so unterschreiben. Ich sagte, dass ich dann gerne einen individuellen Vertrag hätte. Das ginge nicht sagte sie.
Dann unterschreibst du halt auch nicht. Geht nicht, gibts nicht.

Zitat von colonel Beitrag anzeigen
Und im Endeffekt wurde mir mitgeteilt, dass ich, wenn ich den Vertrag nicht unterschreibe auch nicht teilnehmen kann."
Ja, das Paradoxon habe ich oben ja schon knapp angeschnitten.
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Alt 22.03.2017, 22:47   #3
Sonne11
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Standard AW: Maßnahme antreten. Brauche Hilfe bezüglich Maßnahmevertrag und EGV

Fordere vom MT und vom JC schriftlich den Ablaufplan/Terminplan/Maßnahmebeschreibung/Stundenplan -was auch immer! Das JC hat Dich ja bewusst an den MT abgeschoben.
Zitat:
Beim MT würde ich auch konkreter geschildert bekommen
Weil es über den AVGS geht, muss das JC so gar nichts! Es ist ja so, als hättest Du Dich informiert und für eine Maßnahme über den AVGS entschieden. Wie es abläuft, wäre Deine Sache!

Möglich wären Erprobung in Unternehmen, Begleitung zu Bewerbungsgesprächen, Vermittlungsvorschläge vom MT, Bewerbungsversand über den Träger!!

Vorher würde man Dich alles ausfragen, wirklich alles! Privates, vertrauliches, um dann in die gewünschte Richtung lenken zu können. Zeitarbeit wäre eine Möglichkeit! Und ja, telefonisch will man dann mit Dir Blitztermine vereinbaren (Aussage war: "Es könnte ja ein Arbeitgeber (ZAF) schnell einen Bewerber einstellen wollen") oder Termine absagen und etwas telefonisch besprechen, damit Du nicht kommen brauchst! (war die Aussage)

AVGS ist ja freiwillig! Und wenn man es nicht genauer erklären möchte, oder etwas verschweigen, dann nein danke!

Es gab hier auch Threads über Coachings und Erfahrungen.
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Alt 23.03.2017, 05:23   #4
Domino
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Standard AW: Maßnahme antreten. Brauche Hilfe bezüglich Maßnahmevertrag und EGV

Wie um Himmels Willen kommt Dein SB dazu, eine EGV, die ein Vertrag zwischen Jobcenter und Dir ist, einem MT vorzulegen, damit Du sie dort unterschreiben sollst?

Hattest Du im Vorfeld beim Jobcenter schon mal was unterschrieben, von wegen weiterleiten von gewissen Daten an Dritte?
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Alt 23.03.2017, 09:29   #5
DonOs
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Standard AW: Maßnahme antreten. Brauche Hilfe bezüglich Maßnahmevertrag und EGV

Das hast du sehr gut gemacht und reagiert.

Zitat von Domino Beitrag anzeigen
Wie um Himmels Willen kommt Dein SB dazu, eine EGV, die ein Vertrag zwischen Jobcenter und Dir ist, einem MT vorzulegen
Das verschlägt auch mir gerade die Sprache.

Zitat:
Dort beim MT hat die Betreuerin, wie ich sie mal nennen will, mir plötzlich die
neue EGV vorgelegt. Der MT sagte mir, er würde die EGV dann per Mail an SB schicken.
Mit Verlaub, die haben doch nicht mehr alle Tassen im Schrank. Ich für meinen Teil würde aus allen Rohren schießen. Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Bundesministerium für Datenschutz und Informationsfreiheit (BfDI) via Eingabe auffordern, daß schnellstens zu klären. Wie kommt eine private Firma an deine individuelle gestaltete Eingliederungsvereinbarung zwischen dem Jobcenter und dir? Der Träger braucht dringendst Datenschutztechnisch etwas auf dem Deckel, ich bin fassungslos. Jetzt werden die EGV bereits an Träger ausgegliedert.

Maßnahme-Verträge unterschreibt man nicht. Wenn du eine Zuweisung hast, reicht das vollumfänglich aus. Ist die Teilnahme wegen der Unterschrift nicht möglich, hat sich der Träger so organisatorisch umzustellen, daß eine Teilnahme ohne Unterschrift möglich ist.

Hat man dir erläutert, daß du den Aktivierungsgutschein bei irgendeinem Maßnahme-Träger einlösen kannst, den du dir selber suchen kannst?

Zitat:
Die Kleidung ist so zu wählen, dass ein kurzfristiger Vorstellungstermin bei einem Arbeitgeber möglich ist... .
Du hast richtig reagiert, indem du erläutert hast, daß dies Aufgabe des Amtes ist. Das Amt kann die Arbeitsvermittlung nicht an Dritte auslagern. Allein wegen dem Sozialdatenschutz (Lebenslauf/Qualifizierungen/ Vermittlungshemmnisse-Gebrechen) kann der Träger dir keine Zumutbare Arbeit überhelfen, da dieser überhaupt nicht befugt ist, außer man unterschreibt natürlich die Datenschutz-Verzichtserklärung.

Hausordnung wird mündlich zur Kenntnis genommen, mit Unterschriften ist man sparsam.

Da du dir den Träger mit dem Aktivierungsgutschein selber suchen kannst, würde ich dem Träger links liegen lassen. Das der Träger deinen privaten Vertrag (EGV) in den Händen hielt und etwas von Unterschrift schwadronierte, wäre das Vertrauensverhältnis unüberbrückbar zerstört worden.

Zitat:
Ich sagte, dass ich dann gerne einen individuellen Vertrag hätte. Das ginge nicht sagte sie.
Dann kommen wir nicht ins Geschäft, Guten Tag! Wäre meine Antwort auf die verlogene Aussage, daß es keinen individuellen Vertrag geben kann. Du hast den Aktivierungsgutschein, du bist König Kunde und nicht ein Schlafschaf.

Ich kann dir nur empfehlen, dich bei der BMAS und beim BfDI gründlichst zu beschweren! Am besten heute noch.
__

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Alt 23.03.2017, 17:58   #6
colonel
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colonel colonel
Standard AW: Maßnahme antreten. Brauche Hilfe bezüglich Maßnahmevertrag und EGV

Erstmal vielen Dank für eure ausführlichen Antworten auf die ich jetzt mal eingehen will.

Zitat von Hartz4Student Beitrag anzeigen

Lief deine Fortbildung auch über das JC/eine Maßnahme?
Diese Fortbildung lief nicht über das JC. Da hab ich mich selbst drum gekümmert. Es handelte sich um
den staatllich geprüften Betriebswirt in einer 3 jährigen Fortbildung. Das war auch nie in einer EGV so festgehalten.

Zitat von Hartz4Student Beitrag anzeigen
Dann sollte das auch nicht in der EGV stehen.
Darf SB am JC überhaupt einfach so entscheiden das ich in eine Ausbildung soll?

Zitat von Hartz4Student Beitrag anzeigen
Sollte auch aufstoßen. Generell war ja Arbeitsaufnahme nicht Gegenstand deines Gespräches mit dem pAp. Ist der MT jetzt Arbeitsvermittler an ZAFs (mal ganz böse gedacht)? Sieht für mich schon so aus, wenn ich deine weiteren Ausführungen so lese "Als sie diese mit mir durchging, sah das immer mehr nach Arbeitsvermittlung aus, weil ja auch davon die Rede ist jede zumutbare Arbeit anzunehemen."
Am JC hab ich im vergangenen Jahr schonmal vorgeschlagen bekommen, mich über diese Maßnahme zu informieren. Das hab ich aber nicht getan. Beim letzten Gespräch fragte mich SB warum ich nicht einmal einen Gesprächstermin vereinbart habe. Ich habe SB mitgeteilt, dass ich im Internet über Fälle gelesen habe, wo genau in dieser Maßnahme die Teilnehmer zu Zeitarbeitsfirmen geschickt werden. Und das ist für mich nicht zielführend. SB meinte dann nur, dass es in meinem Fall lediglich ein Coaching sei und nichts anderes. Das sah beim Gespräch jetzt aber wieder ganz anders aus, auch wenn MT das nicht zugbeben wollte.

Zitat von Hartz4Student Beitrag anzeigen
Es ist nachdrücklich zu klären was Ziel der Maßnahme sein soll. Normalerweise hält der MT entsprechende Broschüren bereit, die sogar beim pAp liegen sollten. Würde ich mal nachfragen.
So Flyer habe ich auch bekommen. Ganz vorne steht auch individuelles Coaching. Im Innenteil stehen aber auch wieder einige Dinge die mich stutzig machen, z. B.: "Neue Berufe ausprobieren, Neuen Job finden, Begleitung zu wichtigen Terminen durch unseren Jobcoach."

Zitat von Sonne11 Beitrag anzeigen
Fordere vom MT und vom JC schriftlich den Ablaufplan/Terminplan/Maßnahmebeschreibung/Stundenplan -was auch immer! Das JC hat Dich ja bewusst an den MT abgeschoben.
Das ist eine gute Idee. Ich lasse mir die genauen Maßnahmeinhalte schriftlich schicken. Wäre es hier sinnvoll sich diese Liste von JC und MT unterschreiben zu lassen?

Zitat von Domino Beitrag anzeigen
Wie um Himmels Willen kommt Dein SB dazu, eine EGV, die ein Vertrag zwischen Jobcenter und Dir ist, einem MT vorzulegen, damit Du sie dort unterschreiben sollst?

Hattest Du im Vorfeld beim Jobcenter schon mal was unterschrieben, von wegen weiterleiten von gewissen Daten an Dritte?
Ich war selbst schockiert als MT mir die EGV in die Hand gedrückt hat und mir dann nicht einmal die Prüfung genehmigen wollte. Ich abe mit dem JC nichts vereinbart von wegen weiterleiten irgendwelcher Daten an Dritte. SB am JC hatte mir im letzten Gespräch gesagt, dass wir uns dann noch einmal zusammensetzen bezüglich der EGV. Das ist nicht passiert. Über die EGV wurde also auch nicht verhandelt. SB hat die einfach so fertig gemacht und an MT geschickt.

Zitat von DonOs Beitrag anzeigen
Maßnahme-Verträge unterschreibt man nicht. Wenn du eine Zuweisung hast, reicht das vollumfänglich aus. Ist die Teilnahme wegen der Unterschrift nicht möglich, hat sich der Träger so organisatorisch umzustellen, daß eine Teilnahme ohne Unterschrift möglich ist.
Eine Zuweisung habe ich nicht. SB am JC hat mir die Maßnahme ja unverbindlich vorgeschlagen. "Ich soll es mir mal anhören und dann entscheiden." Umstellen was die Aktivierungsvereinbarung anbelangt ist wohl nicht drin. MT sagte ja, dass er diese nicht ändern kann da diese für alle Standorte gleich ist. Ich hab mir das Recht vorbehalten bestimmte Passagen zu streichen. Das ginge nicht meinte sie dort.
Wie seht ihr das, kann ich Dinge im Vertrag streichen und dann unterschreiben?

Zitat von DonOs Beitrag anzeigen
Hat man dir erläutert, daß du den Aktivierungsgutschein bei irgendeinem Maßnahme-Träger einlösen kannst, den du dir selber suchen kannst?
Das hat mir SB definitiv nicht erläutert. Am JC wurde mir lediglich gesagt, dass ich 3 Monate oder so Zeit habe mit dem Aktivierungsgutschein zu diesem MT zu gehen.

Zitat von DonOs Beitrag anzeigen
Du hast richtig reagiert, indem du erläutert hast, daß dies Aufgabe des Amtes ist. Das Amt kann die Arbeitsvermittlung nicht an Dritte auslagern. Allein wegen dem Sozialdatenschutz (Lebenslauf/Qualifizierungen/ Vermittlungshemmnisse-Gebrechen) kann der Träger dir keine Zumutbare Arbeit überhelfen, da dieser überhaupt nicht befugt ist, außer man unterschreibt natürlich die Datenschutz-Verzichtserklärung.
Die Datenschutzerklärung werde ich nicht unterschreiben. Das habe ich MT auch schon gesagt.

Zitat von DonOs Beitrag anzeigen
Da du dir den Träger mit dem Aktivierungsgutschein selber suchen kannst, würde ich dem Träger links liegen lassen. Das der Träger deinen privaten Vertrag (EGV) in den Händen hielt und etwas von Unterschrift schwadronierte, wäre das Vertrauensverhältnis unüberbrückbar zerstört worden.
Das sehe ich auch so. Ich sehe das sehr kritisch das MT meine EGV in den Händen halten und genaustens studieren konnte. Wie suche ich denn aber selbst nach einer gescheiten Maßnahme? Ich will ja auch keins dieser Bewerbungstrainigs wo ich jeden Tag von 8 bis 3 hingehen muss um im Internet zu surfen oder mit Spielen die Zeit totzuschlagen. Es sollte ja was sinnvolles sein, wovon ich tatsächlich profitieren könnte.

Zitat von DonOs Beitrag anzeigen
Ich kann dir nur empfehlen, dich bei der BMAS und beim BfDI gründlichst zu beschweren! Am besten heute noch.
Bringt das denn überhaupt was? DAS BMAS wird sich doch sicher nicht um so was kümmern. Und wie sieht es mit dem BfDI aus? Ob die sich wirklich einschalten?

SB hat ja eine EGV geschrieben, ohne mein Wissen, ohne Verhandlung. Kann er diese denn nun auch als Verwaltungsakt erlassen falls ich diese nicht unterschreiben sollte?
Was meint ihr, soll ich SB am JC um einen neuen Termin bitten, bezüglich der Verhandlung einer neuen EGV?

Wie seht ihr das, wenn ich Passagen aus dem Aktivierungsvertrag rausstreiche und dann unterschreibe, oder seid ihr der Meinung das sollte ich besser lassen?
colonel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.03.2017, 18:57   #7
DonOs
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Standard AW: Maßnahme antreten. Brauche Hilfe bezüglich Maßnahmevertrag und EGV

Zitat:
Bringt das denn überhaupt was? DAS BMAS wird sich doch sicher nicht um so was kümmern. Und wie sieht es mit dem BfDI aus? Ob die sich wirklich einschalten?
Aber sowas von. Die müssen sich sogar darum kümmern, man erhält sogar eine Antwort mit einer Danksagung, zu meist. Auf jeden Fall aber, daß man sich dem Fall angenommen hat und oder weiter leitet. Klar kann man das Jobcenter kontaktieren und sich beschweren aber wenn man Glück hat, bekommt man überhaupt eine Antwort, die einem ebenso zu meist nicht zufrieden stellt.

Eine Eingabe bei der BMAS wird von der BMAS an das Kundenreaktionsmanagement weiter geleitet, diese schreiben dann das JC an und wollen eine Stellungnahme haben. Beim BfDI ist es genauso, nur das dies nicht weiter geleitet wird, sondern man sich so drum kümmert.

Zitat:
SB hat ja eine EGV geschrieben, ohne mein Wissen, ohne Verhandlung. Kann er diese denn nun auch als Verwaltungsakt erlassen falls ich diese nicht unterschreiben sollte?
Der SB kann einen VA erlassen, dann hast du sehr gute Karten diesen zu kippen. Allein schon aus dem Grund, daß dies weder mit dir individuell gestaltet worden ist (EGV), sondern oben drein irgendeine Private Firma im Auftrag machen sollte.

Zitat:
Was meint ihr, soll ich SB am JC um einen neuen Termin bitten, bezüglich der Verhandlung einer neuen EGV?
Bloß nicht, seit wann kommt der Knochen zum Hund.

Zitat:
Wie seht ihr das, wenn ich Passagen aus dem Aktivierungsvertrag rausstreiche und dann unterschreibe, oder seid ihr der Meinung das sollte ich besser lassen?
Du hast die Wahl mit diesem Aktivierungsgutschein eine Maßnahme deiner Wahl auszusuchen, wenn ich falsch liegen sollte, berichtigt mich bitte. Das beinhaltet aber auch, daß du dir gar keinen Maßnahme-Träger aussuchen mußt. Das steht dir frei. Wenn du eine Maßnahme machen mußt erfolgt eine direkte Zuweisung vom JC an den Träger.

Wenn der Träger dir also nicht zusagt, dann soll es nicht so sein. Die bekommen einen Haufen Kohle des Steuerzahlers für sinnlose Maßnahmen.

Ich kann dir die Einschaltung des BMAS und BfDI nur empfehlen. Würden das nämlich mehr machen, würdest du das Problem gar nicht haben.
__

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Alt 23.03.2017, 21:59   #8
Hartz4Student
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Hartz4Student
Standard AW: Maßnahme antreten. Brauche Hilfe bezüglich Maßnahmevertrag und EGV

Zitat von colonel Beitrag anzeigen
Diese Fortbildung lief nicht über das JC. Da hab ich mich selbst drum gekümmert. Es handelte sich um den staatllich geprüften Betriebswirt in einer 3 jährigen Fortbildung. Das war auch nie in einer EGV so festgehalten.
Da du eine Ausbildung hast und gerade noch ein Fortbildung gemacht hast, gibt es eigentlich keinen Grund dich jetzt noch in eine Maßnahme zu schicken. Wenn du erst ein paar Monate im Bezug bist, dann sollte man dir schon die Möglichkeit einräumen dich auch im qualifizierten Beruf zu bewerben. ZAF würde ich grundsätzlich ablehnen. Für mich ist das ein Outsourcen der Arbeit, die eigentlich das JC zu erledigen hat: nämlich dich in Arbeit bringen bzw. dich dabei zu unterstützen.

Zitat von colonel Beitrag anzeigen
SB meinte dann nur, dass es in meinem Fall lediglich ein Coaching sei und nichts anderes. Das sah beim Gespräch jetzt aber wieder ganz anders aus, auch wenn MT das nicht zugbeben wollte.
Dann soll er das mit dem "Coaching" auch genau so in die EGV schreiben und das mit dem MT auch zu absprechen. Der andere Kram hat dann in der EGV nichts zu suchen. Die EGV kann genau so individuell gestaltet werden, wie die Vertrag mit dem MT. Wenn der MT das allerdings nicht macht, dann ist das das Problem des MT.

Zitat von colonel Beitrag anzeigen
So Flyer habe ich auch bekommen. Ganz vorne steht auch individuelles Coaching. Im Innenteil stehen aber auch wieder einige Dinge die mich stutzig machen, z. B.: "Neue Berufe ausprobieren, Neuen Job finden, Begleitung zu wichtigen Terminen durch unseren Jobcoach."
Mich würde das auch stutzig machen. Du kannst nichts dafür, dass der MT quasi nur eine "rundum sorglos" Maßnahme anbietet.

Zitat von colonel Beitrag anzeigen
Das ist eine gute Idee. Ich lasse mir die genauen Maßnahmeinhalte schriftlich schicken. Wäre es hier sinnvoll sich diese Liste von JC und MT unterschreiben zu lassen?
Ich würde sagen ja. Wäre schon deswegen sinnvoll um zu sehen, wie die Reaktion vom JC und MT ausfallen.

Zitat von colonel Beitrag anzeigen
Ich war selbst schockiert als MT mir die EGV in die Hand gedrückt hat und mir dann nicht einmal die Prüfung genehmigen wollte. Ich abe mit dem JC nichts vereinbart von wegen weiterleiten irgendwelcher Daten an Dritte. SB am JC hatte mir im letzten Gespräch gesagt, dass wir uns dann noch einmal zusammensetzen bezüglich der EGV. Das ist nicht passiert. Über die EGV wurde also auch nicht verhandelt. SB hat die einfach so fertig gemacht und an MT geschickt.
Das ist übrigens echt ein dicker Hund. Das habe ich total überlesen. Aber dazu wurde hier schon richtig geantwortet.

Zitat von colonel Beitrag anzeigen
Wie seht ihr das, wenn ich Passagen aus dem Aktivierungsvertrag rausstreiche und dann unterschreibe, oder seid ihr der Meinung das sollte ich besser lassen?
Du kannst bei jeder Vertragsverhandlung Passagen streichen, die dir nicht zusagen. Ist halt nur die Frage, ob der Vertrag auch so von der Gegenseite angenommen wird. Vertragsfreiheit halt.
Hartz4Student ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2017, 17:29   #9
colonel
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colonel colonel
Standard AW: Maßnahme antreten. Brauche Hilfe bezüglich Maßnahmevertrag und EGV

Zitat von DonOs Beitrag anzeigen
Aber sowas von. Die müssen sich sogar darum kümmern, man erhält sogar eine Antwort mit einer Danksagung, zu meist. Auf jeden Fall aber, daß man sich dem Fall angenommen hat und oder weiter leitet. Klar kann man das Jobcenter kontaktieren und sich beschweren aber wenn man Glück hat, bekommt man überhaupt eine Antwort, die einem ebenso zu meist nicht zufrieden stellt.

Eine Eingabe bei der BMAS wird von der BMAS an das Kundenreaktionsmanagement weiter geleitet, diese schreiben dann das JC an und wollen eine Stellungnahme haben. Beim BfDI ist es genauso, nur das dies nicht weiter geleitet wird, sondern man sich so drum kümmert.
Wenn das tatsächlich einen Effekt haben könnte, dann werde ich Beschwerden schreiben. Soll ich in der Beschwerde den Sachbearbeier auch namentlich benennen?

Zitat von DonOs Beitrag anzeigen
Du hast die Wahl mit diesem Aktivierungsgutschein eine Maßnahme deiner Wahl auszusuchen, wenn ich falsch liegen sollte, berichtigt mich bitte. Das beinhaltet aber auch, daß du dir gar keinen Maßnahme-Träger aussuchen mußt. Das steht dir frei. Wenn du eine Maßnahme machen mußt erfolgt eine direkte Zuweisung vom JC an den Träger.
SB hat mich ja nicht davon in Kenntnis gesetzt das ich mit diesem Gutschein selbst eine Maßnahme suchen kann. Ich würde ja gerne irgendetwas machen, nur sollte das auch was sein woraus ich nutzen ziehen kann. Wie findet man so etwas? Alle was vom JC kommt und sich Maßnahme nennt, ist ja sowas von nutzlos.

Zitat von Hartz4Student Beitrag anzeigen
Da du eine Ausbildung hast und gerade noch ein Fortbildung gemacht hast, gibt es eigentlich keinen Grund dich jetzt noch in eine Maßnahme zu schicken. Wenn du erst ein paar Monate im Bezug bist, dann sollte man dir schon die Möglichkeit einräumen dich auch im qualifizierten Beruf zu bewerben. ZAF würde ich grundsätzlich ablehnen. Für mich ist das ein Outsourcen der Arbeit, die eigentlich das JC zu erledigen hat: nämlich dich in Arbeit bringen bzw. dich dabei zu unterstützen.
Leider bin ich bereits ein paar Jahre im Leistungsbezug. Die Fortbildung habe ich während dem Bezug gemacht. Diese habe ich auch aus freien Stücken absolviert weil ich irgendwas machen wollte. Meine Ausbildung ist ja auch schon einige Jahre her. ZAF lehne ich grundsätzlich ab, da ich von diesem System nichts halte. Auch will ich mich von dritten nicht an ZAF verschicken lassen.

Zitat von Hartz4Student Beitrag anzeigen
Dann soll er das mit dem "Coaching" auch genau so in die EGV schreiben und das mit dem MT auch zu absprechen. Der andere Kram hat dann in der EGV nichts zu suchen. Die EGV kann genau so individuell gestaltet werden, wie die Vertrag mit dem MT. Wenn der MT das allerdings nicht macht, dann ist das das Problem des MT.
Dann werde ich nun erstmal die nichtunterzeichnete EGV in die Ablage legen. Den MT und JB SB werde ich um eine genaue Auflistung der Maßnahmeinhalte, dem Maßnahmeablaufplan und einer ausführlichen Maßnahmebeschreibung bitten, die ich gerne schriftlich und unterschrieben hätte. Begründung ist die, dass gewaltige Differenzen bestehen, bezüglich der Darstellung der Maßnahme in den Gesprächen und in der Aktivierungsvereinbarung.
Bis ich diese Dinge habe behalte ich mir eine Unterschrift der Aktivierungsvereinbarung vor. Die Datenschutz-Verzichterklärung unterschreibe ich sowieso nicht und dann würde ich, laut der Aussage des MT, sowieso nicht an der Maßnahame teilnehmen können.

Habt ihr eventuell sonst noch irgendwelche Tipps für die weitere Vorgehensweise? Nächste Woche Freitag wäre ja der nächste Termin beim MT.

Fahrtkosten habe ich ja auch noch keine erstattet bekommen. Das JC, hier habe ich die Fahrtkosten für das Erstgespräch beantragt, schreibt, der MT würde die Fahrtkosten übernehmen. Der MT wollte allerdings keine Fahrtkosten übernehmen, sondern erst, wenn ich an der Maßnahme teilnehme und die Aktivierungsvereinbarung unterschreibe. Wer muss die Fahrtkosten für die beiden Termine nun eig. zahlen?
colonel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.03.2017, 00:40   #10
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Standard AW: Maßnahme antreten. Brauche Hilfe bezüglich Maßnahmevertrag und EGV

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Wenn das tatsächlich einen Effekt haben könnte, dann werde ich Beschwerden schreiben. Soll ich in der Beschwerde den Sachbearbeier auch namentlich benennen?
Tja, schwer zu sagen. Eine Beschwerde an sich dürfte reichen. Damit weiss letztendlich auch der Chef deines pAps wer gemeint ist ohne ihn namentlich zu nennen. Ich persönlich würde noch mal das Gespräch mit dem pAp suchen und fragen, was er sich bei der Abfolge der Geschehnisse (Unterschied Gespräch und Tatsachen vor Ort beim MT, EGV liegt beim MT (Datenschutz?) etc.) eigentlich gedacht hat. Das würde ich ganz offen und massiv ansprechen, um ihm damit zwischen den Zeilen das Gefühl zu vermitteln, dass er froh sein kann, wenn du das nicht bis ins letzte mit Beschwerden verfolgst. Abhängig von seiner Antwort würde ich mir DANN überlegen eine Beschwerde - oder auch nicht - einzureichen.
Aber das kannst jetzt nur du selbst entscheiden. Als ich noch im AlgII-Bezug war, habe ich immer versucht mich mit meinem pAp auf Augenhöhe zu begegnen, und ihm klar zu machen, dass er sich da einen ganz schönen Bock geleistet hat. Wenn dein Verhältnis eigentlich ganz gut zu ihm ist und man relativ "offen" mit ihm reden kann, dann würde ich nicht sofort mit der Keule zuschlagen, ihm aber deutlich machen, dass sein Vorgehen erheblichen Vertrauensverlust mit sich gebracht hat. Irgendwo ist es alles ein Nehmen und Geben. Ich denke, wenn man das richtig anspricht, dann ist er für die Zukunft auch vorsichtiger bzw. genauer. Aber das werden hier sicherlich einige anders sehen. Das ist jetzt für Außenstehende schwer zu beurteilen, wie dein Verhältnis zu ihm normalerweise so ist.

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SB hat mich ja nicht davon in Kenntnis gesetzt das ich mit diesem Gutschein selbst eine Maßnahme suchen kann. Ich würde ja gerne irgendetwas machen, nur sollte das auch was sein woraus ich nutzen ziehen kann. Wie findet man so etwas? Alle was vom JC kommt und sich Maßnahme nennt, ist ja sowas von nutzlos.
Das ist ja auch das Problem. Wenn man selbst gerade nicht der dümmste bzw. unqualifizierteste AlgII-Bezieher ist und man grundsätzlich auch in der Lage ist eine Bewerbung zu schreiben, dann bieten die Maßnahmen nichts für Menschen wie dich. Vielleicht gibts noch eine Maßnahme, wo man ein Assessment Center durchspielen kann. Das wars dann auch schon. Aber das größte Problem der Bewerber ist heute eigentlich, dass ihre Bewerbung gar keine Berücksichtigung finden. Zum AC kommt man gar nicht erst...

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Leider bin ich bereits ein paar Jahre im Leistungsbezug. Die Fortbildung habe ich während dem Bezug gemacht. Diese habe ich auch aus freien Stücken absolviert weil ich irgendwas machen wollte. Meine Ausbildung ist ja auch schon einige Jahre her. ZAF lehne ich grundsätzlich ab, da ich von diesem System nichts halte. Auch will ich mich von dritten nicht an ZAF verschicken lassen.
Wie gesagt: ZAF würde ich auch immer ablehnen. Wenn ich dich richtig verstanden haben, dann hast du deine Fortbildung aber gerade erst gemacht. Dann solltest du dich auf solche Jobs bewerben, die die Quali erfordern und dein pAp soll dich dabei mit Eingliederungszuschüssen beim Arbeitgeber ins Spiel bringen. Das wäre sinnvoll.

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Dann werde ich nun erstmal die nichtunterzeichnete EGV in die Ablage legen. Den MT und JB SB werde ich um eine genaue Auflistung der Maßnahmeinhalte, dem Maßnahmeablaufplan und einer ausführlichen Maßnahmebeschreibung bitten, die ich gerne schriftlich und unterschrieben hätte. Begründung ist die, dass gewaltige Differenzen bestehen, bezüglich der Darstellung der Maßnahme in den Gesprächen und in der Aktivierungsvereinbarung.
Bis ich diese Dinge habe behalte ich mir eine Unterschrift der Aktivierungsvereinbarung vor. Die Datenschutz-Verzichterklärung unterschreibe ich sowieso nicht und dann würde ich, laut der Aussage des MT, sowieso nicht an der Maßnahame teilnehmen können.
Ich denke, dass das angesichts der Abfolge bisher die richtige weitere Vorgehensweise für dich wäre.

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Fahrtkosten habe ich ja auch noch keine erstattet bekommen. Das JC, hier habe ich die Fahrtkosten für das Erstgespräch beantragt, schreibt, der MT würde die Fahrtkosten übernehmen. Der MT wollte allerdings keine Fahrtkosten übernehmen, sondern erst, wenn ich an der Maßnahme teilnehme und die Aktivierungsvereinbarung unterschreibe. Wer muss die Fahrtkosten für die beiden Termine nun eig. zahlen?
Also nach meinem Rechtsverständnis müsste das JC die Kosten übernehmen. Du hast den Antrag schließlich auch beim JC gestellt. Da kann das JC den Antrag nicht einfach an den MT "verlagern". Ganz unabhängig davon, wie das JC und der MT das intern für sich geregelt haben. Das ist nicht dein Problem. Aber da du einen Antrag gestellt hast, wirst du ja einen Bescheid bekommen. Und wenn das JC sich weigert die Kosten zu tragen, dann würde ich in Widerspruch gehen.
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Alt 26.03.2017, 10:01   #11
colonel
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Standard AW: Maßnahme antreten. Brauche Hilfe bezüglich Maßnahmevertrag und EGV

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Wenn dein Verhältnis eigentlich ganz gut zu ihm ist und man relativ "offen" mit ihm reden kann, dann würde ich nicht sofort mit der Keule zuschlagen, ihm aber deutlich machen, dass sein Vorgehen erheblichen Vertrauensverlust mit sich gebracht hat. Irgendwo ist es alles ein Nehmen und Geben. Ich denke, wenn man das richtig anspricht, dann ist er für die Zukunft auch vorsichtiger bzw. genauer. Aber das werden hier sicherlich einige anders sehen. Das ist jetzt für Außenstehende schwer zu beurteilen, wie dein Verhältnis zu ihm normalerweise so ist.
Also grundsätzlich würde ich nicht behaupten dass unser Verhältnis gut ist. Bei den Gesprächen scheint das vlt. so zu wirken, allerdings hat SB, diesen habe ich im August letzten Jahres neu zugeteilt bekommen, innerhalb von 4 Monaten eine 30 % Sanktion angedroht, die ich glücklicherweise abwehren konnte und eine 30 % Sanktion verhängt die allerdings noch streitig ist. Außerdem liegt der Verdacht vor, dass SB meinen Hausarzt angerufen, sich als Mitarbeiter meiner KK ausgegeben und nach meinem Gesundheitszustand angefragt hat - hierfür sprechen unterschiedliche Indizien (leider nicht beweisbar). Das sollte schon einiges über das Vertrauensverhältnis aussagen

Zitat von Hartz4Student Beitrag anzeigen
Das ist ja auch das Problem. Wenn man selbst gerade nicht der dümmste bzw. unqualifizierteste AlgII-Bezieher ist und man grundsätzlich auch in der Lage ist eine Bewerbung zu schreiben, dann bieten die Maßnahmen nichts für Menschen wie dich. Vielleicht gibts noch eine Maßnahme, wo man ein Assessment Center durchspielen kann. Das wars dann auch schon. Aber das größ[QUOte Problem der Bewerber ist heute eigentlich, dass ihre Bewerbung gar keine Berücksichtigung finden. Zum AC kommt man gar nicht erst.
Würde denn die Möglichkeit bestehen den SB nach einer anderen Maßnahme zu fragen? Was hat man sonst noch für Möglichkeiten mit solch einem Aktivierungsgutschein? Irgendetwas würde ich ja schon machen wollen.

Zitat von Hartz4Student Beitrag anzeigen
]Wie gesagt: ZAF würde ich auch immer ablehnen. Wenn ich dich richtig verstanden haben, dann hast du deine Fortbildung aber gerade erst gemacht. Dann solltest du dich auf solche Jobs bewerben, die die Quali erfordern und dein pAp soll dich dabei mit Eingliederungszuschüssen beim Arbeitgeber ins Spiel bringen. Das wäre sinnvoll.
Die Fortbildung habe ich im August letzten Jahres beendet. Über die Eingliederungszuschüsse hat SB mich dahingehend informiert, dass ich bei Vorstellungsgesprächen dieses Thema gegenüber den AG ruhig ansprechen soll.

Zitat von Hartz4Student Beitrag anzeigen
Also nach meinem Rechtsverständnis müsste das JC die Kosten übernehmen. Du hast den Antrag schließlich auch beim JC gestellt. Da kann das JC den Antrag nicht einfach an den MT "verlagern". Ganz unabhängig davon, wie das JC und der MT das intern für sich geregelt haben. Das ist nicht dein Problem. Aber da du einen Antrag gestellt hast, wirst du ja einen Bescheid bekommen. Und wenn das JC sich weigert die Kosten zu tragen, dann würde ich in Widerspruch gehen.
In dem Schreiben was ich, bezüglich der Ablehnung auf Übernahme der Fahrtkosten, bekommen habe, steht nichts davon, dass man gegen dieses Widerspruch einlegen kann. Kann man diesem trotzdem widersprechen? Kann ja nicht sein dass ich nun bei zwei Terminen beim MT erschienen bin und ich auf den Fahrtkosten sitzen bleibe.
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Alt 26.03.2017, 19:33   #12
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Standard AW: Maßnahme antreten. Brauche Hilfe bezüglich Maßnahmevertrag und EGV

Zitat von colonel
Ich habe gesagt, das ich bereit bin zu einem Erstgespräch zu gehen.
Grober FEHLER ... zu einem Gespräch geht man nur, wenn eine korrekte Einladung zum Meldetermin oder Zuweisung zum MT vorhanden ist!
Durch diese Zusage hat dein/e SB die Möglichkeit dich unter (moralischen) Druck zu setzen.

Zitat von colonel
Besuche ich diese Maßnahme nicht, kommt vlt. wieder sowas wie ein 1 Euro Job.
Informiere dich, WELCHE Personen in einen 1EUR-Job gesteckt werden dürfen.
Bei dir habe ich so meine Zweifel, weil z. B. deine Bewerbungsunterlagen überprüft werden sollen ... d. h., es besteht die Möglichkeit auf eine Stelle im 1ten Arbeitsmarkt.

Zitat von colonel
Bisher stand das bei mir in der EGV immer, nun plötzlich nicht mehr.
Will SB damit - für das SG - den Eindruck erwecken, dass du keine Chance mehr auf dem 1ten Arbeitsmarkt hast

Zitat von colonel
Die EGV sollte ich beim MT übrigens sofort unterschreiben, da SB vom JC diese sofort wieder haben will. Der MT sagte mir, er würde die EGV dann per Mail an SB schicken.
Ob SB schon etwas vom Sozialgeheimnis gehört hat?
So einfach deine EGV dem MT schicken, damit du dort unterschreibst ... äh, sowas von und doppelbäh!

Zitat von colonel
Ich habe der Betreuerin gesagt, dass ich hier bin für ein Coaching und nicht zur Arbeitsvermittlung.
Gut und richtig geantwortet!!!

Zitat von Hartz4Student
Ist der MT jetzt Arbeitsvermittler an ZAFs (mal ganz böse gedacht)?
Wohl eher ... im Nebenberuf ein PAV.

Zitat von Sonne11
Das JC hat Dich ja bewusst an den MT abgeschoben.
Nö, da wurde nur versucht ein konkludentes Handeln zu konstruieren.
Geh mal (freiwillig) hin und schau es dir an.
Wenn es dir gefällt regeln wir (SB und eLB) das.
eLB unterschreibt beim MT die Verträge ... und Schwups ... eLB wollte es und SB kann dann die EGV einfordern.

Zitat von Sonne11
"Es könnte ja ein Arbeitgeber (ZAF) schnell einen Bewerber einstellen wollen"
Deshalb auch die Kleiderordnung in der Hausordnung ... is‘ klar, ich gehe so gekleidet zum Bewerbungstraining, damit ich ALLE möglichen VG passend gekleidet und sofort machen kann ... und wo bleibt meine Zeit, damit ich mich auf dieses (ZAF-Helfer-)Stellen-VG vorbereiten kann?

Zitat von DonOs
Der Träger braucht dringendst Datenschutztechnisch etwas auf dem Deckel
Nicht der MT (wegen Träger. Oder meintest du; Leistungsträger?) sondern JC-SB.

Zitat von DonOs
Jetzt werden die EGV bereits an Träger ausgegliedert.
[... anderer Beitrag] sondern oben drein irgendeine Private Firma im Auftrag machen sollte.
Wurde doch - hoffentlich - nicht.
Die EGV hat SB eigenmächtig erstellt und nur wegen der Unterschrift von @colonel über den MT verschickt ... war wohl zu feige, die EGV im Termin @colonel vorzulegen (~> wollte nicht vorab auf die echten Inhalte der Maßnahme aufmerksam machen aka schlafende Hunde wecken).

Zitat von DonOs
außer man unterschreibt natürlich die Datenschutz-Verzichtserklärung.
Auch eine unterschriebene DVE gibt dem MT nicht das Recht unter Sanktionsgefahr stehende Vorschläge unterbreiten zu dürfen (da könnte man Amtsanmaßung vermuten) ~> das darf ausschließlich die BA.
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Alt 27.03.2017, 12:02   #13
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Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen
Informiere dich, WELCHE Personen in einen 1EUR-Job gesteckt werden dürfen.
Bei dir habe ich so meine Zweifel, weil z. B. deine Bewerbungsunterlagen überprüft werden sollen ... d. h., es besteht die Möglichkeit auf eine Stelle im 1ten Arbeitsmarkt.
Das sehe ich ja auch so, allerdings wollte mich SB ja Ende letzten Jahres in einen 1 Euro Job vermitteln, ganz ohne gültige EGV bzw. ohne Zuweisung. Weil ich nicht hin bin, wurde sanktioniert, das ganze läuft derzeit über einen Anwalt. Also mein SB interessiert das nicht wer in einen 1 Euro Job sollte und wer nicht.

Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen
Die EGV hat SB eigenmächtig erstellt und nur wegen der Unterschrift von @colonel über den MT verschickt ... war wohl zu feige, die EGV im Termin @colonel vorzulegen (~> wollte nicht vorab auf die echten Inhalte der Maßnahme aufmerksam machen aka schlafende Hunde wecken).
SB hat ja in dem Gespräch zur Maßnahme nicht viel gesagt, lediglich das es ein Coaching ist von welchem ich profitieren könnte. Dann hat er mich auf ein Erstgespräch beim MT verwiesen wo ich mehr erfahren sollte. In dem Aktivierungsgutschein selbst stand ja auch: Coaching von Bedarfsgemeinschaften und Einzelpersonen mit dem Ziel, Heranführung an den ersten Arbeitsmarkt. In der EGV dann plötzlich was ganz anderes: Eignungsfeststellung, Kenntnisvermittlung und Vorbereitung auf eine Ausbildung.

Ich schreibe ja heute noch den MT an, bezüglich eines genauen Maßnahmeablaufplans. Würde es Sinn machen, sich schriftlich bestätigen zu lassen, dass, wie mir in den Gesprächen versichert wurde, in meinem Fall keine Vermittlung erfolgen wird, sondern lediglich ein Coaching?

Und wie seht ihr das mit den mir entstanden Fahrtkosten? Wer muss mir die nun erstatten?
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Alt 27.03.2017, 12:37   #14
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Nicht der MT (wegen Träger. Oder meintest du; Leistungsträger?) sondern JC-SB.

Stimmt, indem Fall müßte es die Träger heißen. Maßnahme-Träger das der bei sowas mitmacht und der Leistungsträger. Beide bedürfen einer Sensibilisierung im Umgang mit dem Datenschutz.
__

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Alt 27.03.2017, 20:10   #15
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Zitat von colonel Beitrag anzeigen
Also grundsätzlich würde ich nicht behaupten dass unser Verhältnis gut ist. Bei den Gesprächen scheint das vlt. so zu wirken, allerdings hat SB, diesen habe ich im August letzten Jahres neu zugeteilt bekommen, innerhalb von 4 Monaten eine 30 % Sanktion angedroht, die ich glücklicherweise abwehren konnte und eine 30 % Sanktion verhängt die allerdings noch streitig ist. Außerdem liegt der Verdacht vor, dass SB meinen Hausarzt angerufen, sich als Mitarbeiter meiner KK ausgegeben und nach meinem Gesundheitszustand angefragt hat - hierfür sprechen unterschiedliche Indizien (leider nicht beweisbar). Das sollte schon einiges über das Vertrauensverhältnis aussagen
Ok, dann hast du genügend Gründe vorsichtig zu sein. Im Speziellen jetzt bei dieser MT-Geschichte. Da ist dein kein Platz für schwammige EGVs etc.. Entweder die formulieren es aus wie besprochen oder die können dich mal (meine Meinung).

Zitat von colonel Beitrag anzeigen
Würde denn die Möglichkeit bestehen den SB nach einer anderen Maßnahme zu fragen? Was hat man sonst noch für Möglichkeiten mit solch einem Aktivierungsgutschein? Irgendetwas würde ich ja schon machen wollen.
Suchen kannste dir natürlich immer selbst etwas. Ob das dann mit 'nem Aktivierungsgutschein abgedeckt ist, mußte dann beim pAp erfragen.

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Die Fortbildung habe ich im August letzten Jahres beendet. Über die Eingliederungszuschüsse hat SB mich dahingehend informiert, dass ich bei Vorstellungsgesprächen dieses Thema gegenüber den AG ruhig ansprechen soll.
Aber nur wenn du das Gefühl hast, dass der AG nicht wirklich von dir überzeugt ist.


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In dem Schreiben was ich, bezüglich der Ablehnung auf Übernahme der Fahrtkosten, bekommen habe, steht nichts davon, dass man gegen dieses Widerspruch einlegen kann. Kann man diesem trotzdem widersprechen? Kann ja nicht sein dass ich nun bei zwei Terminen beim MT erschienen bin und ich auf den Fahrtkosten sitzen bleibe.
Hast du jetzt schon einen Antrag für Fahrtkostenübernahme gestellt oder nicht?
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Alt 29.03.2017, 13:30   #16
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Hast du jetzt schon einen Antrag für Fahrtkostenübernahme gestellt oder nicht?
Den Antrag auf Fahrtkosten für das Erstgespräch hab ich beim JC gestellt. Der MT selbst hat auch gesagt, dass das JC aufjedenfall die Kosten für das Erstgespräch zu tragen hat, da noch keine Abtretungsvereinbarung unterschrieben war.
JC hat auf meinen Antrag hin nur geschrieben das der MT die Kosten übernimmt.
Für den zweiten Termin wollte mir der MT ja keine Fahrtkosten erstatten, sondern erst wenn ich die Aktivierungsvereinbarung unterschreibe.

Ich habe ja den MT angeschrieben und um einen detaillierten Maßnahmeplan gebeten.
Antwort kam nun.
Ich kopiere die mal hier rein.

Guten Morgen XY,

da es sich hierbei um ein individuelles Coaching handelt, gibt es keinen vorgegebenen Maßnahmeablaufplan. Das große Endziel ist immer, dass der Teilnehmer für den ersten Arbeitsmarkt fit gemacht wird und bestenfalls im Laufe der Maßnahme in Arbeit geht. Das heißt auch, dass die Kenntnisse und Fertigkeiten, die vermittelt werden sollen, sich an die Bedürfnisse des Teilnehmers richten. Konkret bedeutet dies, der Teilnehmer äußert seine Ziele, beschreibt, wie er in der Vergangenheit versucht hat seine Ziele zu erreichen und gemeinsam analysiert man, warum die individuellen Ziele noch nicht erreicht worden sind bzw. erreicht werden konnten. Anhand dessen werden neue Problemlösestrategien eingeübt und umgesetzt. Hierbei ist von allen beiden Seiten ein hohes Maß an Reflexion und Kritikfähigkeit gefordert. Dies ist wichtig, um objektiv die jeweilige Situation einzuschätzen und um den Lösungsvorgang anzustoßen. Anders kann ich Ihnen, das glaube ich, nicht erklären.

XY da Sie noch sehr mit sich hadern, bin ich der Ansicht, dass das Coaching derzeit nicht das Richtige für Sie ist. Ich würde Ihren Platz daher wieder frei geben.
Sollte für Sie das Coaching zu einem späteren Zeitpunkt doch noch in Frage kommen, freue ich mich natürlich von Ihnen zu hören.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles gute und viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen


So, wie würdet ihr denn nun in meiner Situation weiter vorgehen? EGV ist nicht unterschrieben und MT will mich offensichtlich nicht - aber ich hadere ja nicht mit mir, wie MT schreibt, sondern mit der Maßnahme selbst und dass ja nur aufgrund der Differenzen der Aussagen und dem was in der Aktivierungsvereinbarung steht.

Habt ihr Tipps zur weiteren Vorgehensweise, auch wie ich meine Fahrtkosten bekommen kann?
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Alt 29.03.2017, 13:43   #17
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Standard AW: Maßnahme antreten. Brauche Hilfe bezüglich Maßnahmevertrag und EGV

...der Teilnehmer äußert seine Ziele (Arbeit), beschreibt, wie er in der Vergangenheit versucht hat seine Ziele zu erreichen (Bewerbung) und gemeinsam analysiert man, warum die individuellen Ziele noch nicht erreicht worden sind bzw. erreicht werden konnten. (gewollte 5mio Arbeitslose, größte Niedriglohnsektor in EU) Anhand dessen werden neue Problemlösestrategien eingeübt und umgesetzt. (ZAF-Klitsche/Personalvermittlung)


Dafür bedarf es wahrlich keinen Träger. Irgendeinen Maßnahme Plan/ Module muß es ja geben. Es wird doch eher so aussehen, daß man die Bewerbungsunterlagen "auf Vordermann" bringt um sich dann bei ZAF-Klitschen und andere Blutaussauger bewerben zu müssen, Nachbetreuung inklusive.

Zitat:
Habt ihr Tipps zur weiteren Vorgehensweise, auch wie ich meine Fahrtkosten bekommen kann?
Fahrtkostenantrag stellen, vielleicht hilft dir der im Anhang:

Bei Punkt 3 könnte rein: § 309 Abs. 4 SGB III i.V.m. § 59 SGB II
Bei Punkt 5 Kreuzchen bei nein machen, man verzichtet nicht auf einen schriftlichen Bescheid.

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Formular-Fahrtkosten leer.pdf (884,8 KB, 7x aufgerufen)
__

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Alt 29.03.2017, 20:16   #18
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Den Antrag auf Fahrtkosten für das Erstgespräch hab ich beim JC gestellt. Der MT selbst hat auch gesagt, dass das JC aufjedenfall die Kosten für das Erstgespräch zu tragen hat, da noch keine Abtretungsvereinbarung unterschrieben war.
JC hat auf meinen Antrag hin nur geschrieben das der MT die Kosten übernimmt.
Für den zweiten Termin wollte mir der MT ja keine Fahrtkosten erstatten, sondern erst wenn ich die Aktivierungsvereinbarung unterschreibe.
Gut, dann würde ich das JC noch mal an meinen Antrag wg. Fahrtkostenübernahme erinnern, da diesbezüglich noch eine Entscheidung aussteht (Annahme oder Ablehnung). Eine Ablehnung erfolgt mit Rechtsmittelbelehrung. Der Ablehnung widersprechen und auf Kostenübernahme bestehen.

Dem was DONOS geschrieben hast ist nichts weiter hinzuzufügen.
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