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Start > > -> Längere Krankschreibung während man im ALGII-Bezug ist / einige Fragen dazu

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 05.02.2017, 19:37   #1
swamp89
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swamp89
Standard Längere Krankschreibung während man im ALGII-Bezug ist / einige Fragen dazu

Hallo,

ich habe nun öfters gelesen und gehört, dass man aus dem ALG II - Bezug ''geworfen'' wird, wenn man z.B. monatlich - sagen wir mal - zwischen 3 und 4 Wochen krankgeschrieben wird. Wie ist das denn genau? Gibt es irgendwelche Höchstgrenzen?

Da ich zur Zeit aufgrund von Psychischen Problemen fast monatlich für bis zu 4 Wochen ( am Stück, jedoch bekomme ich keine Folgebescheinigung, sondern eine neue ausgestellt ) krankgeschrieben werde, habe ich etwas Angst, dass ich aus dem Bezug geworfen werde. Ich habe hier mal gelesen, dass es keine Probleme geben wird, wenn alles unter 6 Monaten bleibt, erst nach 6 Monaten müsse man dann einen Antrag bei der DRV stellen bzw. vorab zum Amtsarzt zur Klärung der Erwerbsfähigkeit. Ich bitte um Aufklärung zu diesem Thema.
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Alt 05.02.2017, 19:56   #2
Admin2
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Admin2 EnagagiertAdmin2 EnagagiertAdmin2 EnagagiertAdmin2 EnagagiertAdmin2 EnagagiertAdmin2 EnagagiertAdmin2 EnagagiertAdmin2 EnagagiertAdmin2 EnagagiertAdmin2 EnagagiertAdmin2 Enagagiert
Standard AW: Längere Krankschreibung während man im ALG II - Bezug ist / einige Fragen dazu

Das ist in Paragraf 8 SGBII definiert. Danach ist nur Leistungsberechtigt wer nicht auf absehbare Zeit weiger als 3Stunden am Tag einer Arbeit nachgehen kann.
§ 8 SGB II Erwerbsfähigkeit
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Alt 05.02.2017, 20:17   #3
swamp89
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Beiträge: 262
swamp89
Standard AW: Längere Krankschreibung während man im ALG II - Bezug ist / einige Fragen dazu

Die Frage ist halt: ''auf absehbare Zeit'' - heißt im Klartext?

1) Erwerbsfähig ist, wer nicht wegen Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein.

Das hilft mir leider auch nicht weiter
swamp89 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.02.2017, 20:53   #4
Anna B.
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 05.07.2011
Beiträge: 7.783
Anna B. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Längere Krankschreibung während man im ALG II - Bezug ist / einige Fragen dazu

Solange nicht rechtsverbindlich eine geminderte Erwerbsfähigkeit festgestellt wurde, kann die Leistung nicht eingestellt werden..

und rechtsverbindlich kann nur die DRV eine geminderte Erwerbsfähigkeit feststellen..

also einfach abwarten, ob und wann SB dich zum Gutachter jagt...
dann das Ergebnis abwarten...
ggf. wird SB dich zum REntenantrag auffordern..
den Antrag dann stellen und dann das Ergebnis wiederum abwarten.

Wenn dann durch die DRV Erwerbsminderung festgestellt wird und die Erwerbsminderungsrente viel zu wenig ist, dann zahlt nicht mehr das JC sondern das Sozialamt..
die nehmen deinen Antrag aber erst entgegen, wenn die DRV zweifelsfrei die Erwerbsminderung festgestellt hat..

also..ganz ruhig bleiben und weiterhin au schreiben lassen, wenn notwendig..und abwarten, was JC unternimmt..
__

Gruß
Anna

Meine Beiträge sind keine Rechtsberatung
Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.02.2017, 21:05   #5
swamp89
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Beiträge: 262
swamp89
Standard AW: Längere Krankschreibung während man im ALG II - Bezug ist / einige Fragen dazu

Diese Worte beruhigen mich. Einen Termin für einen Gutachter habe ich noch nicht bekommen, dennoch rechne ich damit.
swamp89 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.02.2017, 21:14   #6
froque
 
Registriert seit: 06.08.2016
Beiträge: 141
froque
Standard AW: Längere Krankschreibung während man im ALG II - Bezug ist / einige Fragen dazu

Hallo!

Also bei mir stand dann als ich zum Jobcenter Arzt war (weiß nicht wieder der heißt), dass ich nicht unter 6 Monate krank sein werde. Das war nur ein Kästchen wo man ein Häkchen machte.

Naja, bei mir ging das Prozedere zur Erwerbsminderungsrente recht schnell.

Wo liegt denn dein Problem oder Angst? Ich weiß, das gehört nicht hierher, aber mich interessiert das schon.

Lieber Gruß!
froque
froque ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2017, 19:16   #7
swamp89
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Beiträge: 262
swamp89
Standard AW: Längere Krankschreibung während man im ALG II - Bezug ist / einige Fragen dazu

Die Angst/- und Panikattacken hatte ich schon vor dem ALG II - Bezug, jedoch waren sie recht milde. Ich kann mir das nur so erklären, dass dieser Zustand sich extrem verschlimmert hat mit Beginn des sanktionswahns seitens des Jc.

Damals, bei Antragstellung wurde auch über mich gelacht ( hatte ich erst Stunden später realisiert ) im Büro des Sb - in dem insgesamt noch zwei weitere Sb waren - das heißt, dass ich mich damals ( März 2016 ) völlig überfordert und eingeschüchtert gefühlt habe. Ich bekam innerhalb von wenigen Sekunden Zettel vor die Nase gelegt mit der ''Bitte'' diese zu unterschreiben.

Beim täglichen öffnen des Briefkastens bekomme ich Herzrasen sobald ich den Briefumschlag des Jc sehe. Klingt alles extrem ungesund, ist mir auch klar, deshalb bin ich ja in Behandlung.
swamp89 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2017, 00:13   #8
froque
 
Registriert seit: 06.08.2016
Beiträge: 141
froque
Standard AW: Längere Krankschreibung während man im ALG II - Bezug ist / einige Fragen dazu

Ah danke, ich verstehe!

froque
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Alt 07.02.2017, 00:24   #9
koloss
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Registriert seit: 21.08.2011
Beiträge: 846
koloss koloss koloss koloss
Standard AW: Längere Krankschreibung während man im ALG II - Bezug ist / einige Fragen dazu

Zitat von swamp89 Beitrag anzeigen
Damals, bei Antragstellung wurde auch über mich gelacht ( hatte ich erst Stunden später realisiert ) im Büro des Sb - in dem insgesamt noch zwei weitere Sb waren - das heißt, dass ich mich damals ( März 2016 ) völlig überfordert und eingeschüchtert gefühlt habe. Ich bekam innerhalb von wenigen Sekunden Zettel vor die Nase gelegt mit der ''Bitte'' diese zu unterschreiben.

Beim täglichen öffnen des Briefkastens bekomme ich Herzrasen sobald ich den Briefumschlag des Jc sehe. Klingt alles extrem ungesund, ist mir auch klar, deshalb bin ich ja in Behandlung.
Das mit dem Herzrasen hatte ich damals auch gehabt, als ich zum ersten mal auf das JC angewiesen war.
Diese hat sich auch sehr spät gelegt gehabt, erst dann, als ich immer mehr Sicherheit gewonnen habe aufgrund von Erfahrungsberichten und eigenem Willen, mich durch zu setzen.
Was ja dann auch sehr gut geklappt hat, was mein Selbstbewusstsein sehr gestärkt hat.
Sobald man sich über seine Rechte im klaren geworden ist, hat man ein ganz anderes Selbstbewusstsein.
Klar, das gelingt einem nicht über Nacht, das bedarf schon eine gewisse Zeit und viel Mut.

Du hast ja schon über 120 Beiträge, da sollteet Du dir schon einiges durchgelesen haben, was dir also Vorteile bringen sollte.
Mir ist auch bewusst, das nicht jeder Stark sein kann, egal wie sehr man sich das vor nimmt und wieviel Wissen man auch hat, gelingt es vielen nicht Ihre Angst zu kontrolieren. ;-)
Stück für Stück musst Du dich heranarbeiten und dich nicht im voraus verrückt machen lassen, erst wenn es eine Angelegenheit sich durch Post ergibt, dann hier im Forum um Rat fragen oder nach bestehenden Erfahrungen suchen.
Scheue dich nicht einmal mehr zu fragen, dafür ist das Forum hier!
Nicht jeder Erfahrungsbericht passt auch zu der jeweiligen Situation die man gerade hat und daher sollte man immer um Hilfe fragen, wenn man nicht weiter weiß.

Was mir sehr geholfen hat, war mir folgende Grundsätze zu verinnerlichen, die ich jedem nur anraten kann:
-Du musst nichts unterschreiben und brauchst auch keine Angst haben deswegen.
-Alles nur schriftlich / am besten per Fax
-nie sofort nein sagen und darauf bestehen, das man sich das alles noch mal überlegen wird...sobald ich aus der Tür war, habe ich alles vergessen und mich nie wieder darum gekümmert.
-SBchen immer mit Gegenfragen verunsichern und niemals alles glauben was die sagen...viele (nicht alle...) Lügen einen was vor nur um eine Unterschrift zu erzwingen oder eben zu täuschen..da ist wirklich vorsicht angeraten.
-man muss nichts von sich preisgeben und nur SBchen reden lassen...nur kurz und knackig zurück antworten.
-Es gibt für alles eine Lösung, die im ersten Moment nicht in greifbarer nähe ist und man übersieht es...immer eine Nacht drüber schlafen oder mal Spazierengehen, dann kommen einem Automatisch andere Gedanken!

Auch deine Situtation lässt sich mit Sicherheit auf vernünftige und Sachlichen Ebene klären, die Du momentan noch nicht siehst und durchschaut hast.
Lass dir also Zeit und arbeite dich Stück für Stück an dieses Thema heran, dann wird dir auch alles andere in Zukunft gelingen.
Mach dich nicht verrückt, das geht nur auf die Psyche und davon kommt das unbewusste Herzrasen.

Ich und andere stehen dir gerne zur Seite, da gibt es genug Leute die ein "Ohr" und Schultern zum anlehnen haben, nur Mut.
Schliesslich sind wir alle hier, weil wir helfen wollen und die Hilfe anderer, die wir erhalten haben mit anderen teilen!

Denk nicht zuviel nach, sondern Suche nach einer endgültigen Möglichkeit das zu klären.
Je mehr Angst Du hast um so mehr läufst Du davon und das geht auch auf die Gesundheit.

Tut mir Leid, ist etwas mehr geworden als ich mir vorgenommen habe, aber ich hoffe sehr, das dir das etwas bringt...klitzekleines bisschen wenigstens.

Gruß
koloss ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2017, 14:28   #10
swamp89
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Registriert seit: 19.03.2016
Beiträge: 262
swamp89
Standard AW: Längere Krankschreibung während man im ALGII-Bezug ist / einige Fragen dazu

Hallo koloss,

ich danke dir für diesen Text, er hat mir zumindest etwas geholfen. Das mit dieser typischen Angst bzw. dem Herzrasen fing mit dem Sanktionswahn seitens des Jc an. Zum Glück steht mir meine Hausärztin zur Seite und auch sie kann über so manche Vorgehensweise des Jc nur den Kopf schütteln.

Sie darf zwar nicht über andere Patienten reden, hat mir aber gesagt, dass ihr solche Fälle nicht unbekannt sind und daher hat sie Verständnis wenn ich mit diesen Problemen zu ihr komme. Vor ihr war ich bei einer anderen Hausärztin und diese hatte nur anfangs - wenn auch wenig - Verständnis für meine Probleme. Ich bekam Sprüche wie ''Stellen Sie sich mal nicht so an, wenn Sie klagen wollen, dann kann ich Ihnen sagen, dass es eh sinnlos sein wird. '' Dieser Spruch kam nach meiner Aussage, dass ich auf jeden Fall gegen die Sanktion klagen werde vor dem Sozialgericht. Das war auch mein letzter Besuch bei ihr, da sie mir indirekt klar gemacht hat, dass ich hier nicht mehr erwünscht bin.

Vor dem ALG II - Bezug war sie komplett anders und erst nachdem sie das erfahren hat von mir ( dass ich nun ALG II beziehe ) hat sich ihr Charakter meiner Ansicht nach extrem ins negative gesteigert. Diese Praxis werde ich nie wieder aufsuchen. Bei meiner jetzigen Ärztin ist alles wunderbar, sie hört zu und steht hinter mir. Solche Ärzte gibt es nur noch selten.


Zu meinen Beiträgen hier: das stimmt, ich habe schon über 120 Stück, bin mir aber immer wieder unsicher wenn es um solche Themen geht. Durch dieses Forum habe ich aber gelernt, dass man z.B. niemals ( wenn möglich ) alleine zum Jc gehen sollte, immer mit Beistand. Ich hoffe sehr, dass ich die Klage gegen die 60 % Sanktion ( geht immerhin um über 700 Euro ) ''gewinnen'' werde, noch ist alles offen.

Ich danke dir nochmals für deinen Beitrag.
swamp89 ist offline   Mit Zitat antworten
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