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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 03.02.2017, 08:15   #1
ichbinsdochnur
Elo-User/in
 
Registriert seit: 21.12.2016
Ort: Kreis Wesel
Beiträge: 43
ichbinsdochnur
Standard Argument Fahrgemeinschaft bei Jobaufnahme

Hallo zusammen, nachdem das Thema ZAF bei mir nun überraschenderweise friedlich beigelegt wurde, soll ich nun in den nächsten Job vermittelt werden:

Tätigkeit selber naja mittelmäßig bis ok, Schichtdienst bzw je nach Arbeitsaufkommen, zunächst auf 1 Jahr befristet, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im günstigsten Fall unter der Woche 1 Stunde 45 Minuten einfache Strecke. Je nach Uhrzeit können da auch locker 2 Stunden 30 Minuten draus werden. Von den katastrophalen Zeiten am Wochenende will ich gar nicht erst sprechen. Regulär ist das mit den öffentlichen also eigentlich nicht machbar.

Seitens Sachbearbeiter JC wird nun das Argument der Fahrgemeinschaft in den Raum geworfen. In dem Unternehmen (Betriebsgröße so ca. 30 Mitarbeiter [saisonal bedingt]) arbeitet jemand, der in einer Nachbarstadt wohnt und mich angeblich auch mitnehmen würde. Nur weiss ich mittlerweile, daß derjenige in einem anderen Bereich (also auch zu anderen Zeiten) arbeitet.

In einem persönlichen Termin versuchte ich, dem SB eben folgende Gründe darzulegen:

1) unterschiedliche Arbeitszeiten
2) Selbst wenn das mit den Zeiten irgendwie funktionieren sollte: Was ist, wenn der "Kollege" dann mal Urlaub hat oder krank ist? (Aufgrund der Betriebsgröße wird es da wohl kaum Ersatz geben)

Da wollte mein SB nichts von hören.

Wie würdet Ihr in so einem Fall mit der Sache umgehen?
ichbinsdochnur ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2017, 08:21   #2
TazD
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 12.03.2015
Beiträge: 3.259
TazD EnagagiertTazD EnagagiertTazD EnagagiertTazD EnagagiertTazD EnagagiertTazD EnagagiertTazD EnagagiertTazD EnagagiertTazD EnagagiertTazD EnagagiertTazD Enagagiert
Standard AW: Argument Fahrgemeinschaft bei Jobaufnahme

Du bist nicht verpflichtet eine Fahrgemeinschaft zu "gründen".
Wenn der SB weiterhin darauf besteht, immer schon nach den Rechtsgrundlagen fragen.

Des Weiteren würde ich die Zumutbarkeit hinsichtlich der Pendelzeiten mal prüfen und dann ergibt sich evtl. auch die Ablehnung dieser Stelle ohne Sanktion.
Vermutlich wird dein SB dann trotzdem versuchen dich zu sanktionieren, aber dann soll er dir das mit der Fahrgemeinschaft schriftlich geben.

Mal schauen, ob er dann immer noch so schlau daherschwafelt.
__

audiatur et altera pars [lat.: Man höre auch die andere Seite. ]
fiat iustitia [lat.: Es möge Gerechtigkeit geschehen. ]
TazD ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2017, 08:34   #3
ichbinsdochnur
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Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 21.12.2016
Ort: Kreis Wesel
Beiträge: 43
ichbinsdochnur
Standard AW: Argument Fahrgemeinschaft bei Jobaufnahme

Je länger ich gerade so drüber nachdenke:

In einem früheren Termin wurde mir vom SB bereits schon einmal von dem Arbeitgeber erzählt. In einem Nebensatz fiel dann die Bermerkung, daß das aber wegen der Wegstrecke nicht machbar wäre. Natürlich gibt es da nichts schriftliches zu...
ichbinsdochnur ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2017, 14:00   #4
Sonne11
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Benutzerbild von Sonne11
 
Registriert seit: 22.03.2015
Beiträge: 927
Sonne11 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Argument Fahrgemeinschaft bei Jobaufnahme

Zudem solltest Du genauer prüfen, um was für eine Stelle, die befristet ist, es geht!

Frage ganz genau ob es sich um das ESF handelt! Du musst da vorsichtig sein, denn sitzt Du erst beim AG und sollst den Vertrag unterschreiben, wird man Dir auch die Unterlagen für den ESF und dessen Datenweitergabe vorlegen! Man muss auch an die erweiterte Sanktionsmöglichkeit bei Weigerung und Verhinderung (seit 2016) denken!

Du solltest auch etwas energischer gegen die völlig sinnlosen und unhaltbaren Behauptungen des SB angehen!

Du musst eigenverantwortlich den Arbeitsplatz erreichen! Es ist völlig unberechenbar so etwas versuchen zu wollen! Fahrtkosten bekommst Du auch nur legal und offiziell anteilig wegen Fahrgemeinschaft erstattet! Denn das musst Du angeben!

Zumutbarkeit regelt den Rest!
Sonne11 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2017, 14:58   #5
ichbinsdochnur
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 21.12.2016
Ort: Kreis Wesel
Beiträge: 43
ichbinsdochnur
Standard AW: Argument Fahrgemeinschaft bei Jobaufnahme

Zitat von Sonne11 Beitrag anzeigen

Frage ganz genau ob es sich um das ESF handelt! Du musst da vorsichtig sein, denn sitzt Du erst beim AG und sollst den Vertrag unterschreiben, wird man Dir auch die Unterlagen für den ESF und dessen Datenweitergabe vorlegen! Man muss auch an die erweiterte Sanktionsmöglichkeit bei Weigerung und Verhinderung (seit 2016) denken!
Ist tatsächlich ESF.
ichbinsdochnur ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2017, 15:26   #6
noillusions
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 31.10.2012
Beiträge: 1.457
noillusions Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Argument Fahrgemeinschaft bei Jobaufnahme

Überleg ob der Job und die Bedingungen (ESF) interessant sind.

Du könntest erwähnen das dir das Jc ja einen PKW bewilligen kann. Evtl. auch einen Führerschein wenn der fehlt.

Wenn dann die ESF-Sache zur Sprache kommt streichst du die erweiterten Sanktionsmöglichkeiten raus wenn dir die nicht passen.

Fahrgemeinschaft als zu unberechenbar ablehnen sehe ich auch so.
noillusions ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2017, 16:01   #7
Perapado
Elo-User/in
 
Registriert seit: 11.03.2011
Ort: Mülheim an der Ruhr
Beiträge: 57
Perapado Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Argument Fahrgemeinschaft bei Jobaufnahme

Als erstes würde ich den SB per Fax Fragen wie mit der Haftung bei Fahrgemeinschaften umzugehen ist ?
Besonders bei Unfällen, wo der Fahrzeugführer unter Alkohol oder Drogen steht? Oder wo das KFZ nicht verkehrssicher ist?
kann man ja nie wissen!
Und schön auf die Auskunftspflicht bestehen mit den entsprechenden Rechtsgrundlagen.
Perapado ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2017, 17:28   #8
Sonne11
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Benutzerbild von Sonne11
 
Registriert seit: 22.03.2015
Beiträge: 927
Sonne11 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Argument Fahrgemeinschaft bei Jobaufnahme

Zitat von ichbinsdochnur Beitrag anzeigen
Ist tatsächlich ESF.
Dann würde ich sagen:

Zitat von noillusions Beitrag anzeigen
Überleg ob der Job und die Bedingungen (ESF) interessant sind.

.
In diesem Fall ist ja sie Stelle unzumutbar und dabei würde ICH persönlich auch bleiben!

Wurdest Du denn ausführlich über alle Gegebenheiten des ESF informiert? Kontrollen, Termine, Beurteilungen, Weitergabe Deiner Daten an den ESF über den Ablauf des Projekts und der Arbeit!

Das Projekt über de ESF ist freiwillig! Wurde dies Dir gesagt? Du hast ja Sachen unterschrieben (Datenweitergabe)

Aus dem Projekt kannst Du auch meiner Meinung nach problemlos aussteigen, indem Du schreibst das Du dieses Projekt und die Betreuung nicht möchtest und die Datenweitergabe an Arbeitgeber, den ESF und insgesamt bezüglich des ESF untersagst!! Fertig! Man wird auf Dich einreden, aber man kann sich ja die Ohren zu halten!

Frage: wurde Dir eine ganz konkrete Arbeits- /Tätigkeitsbeschreibung für die Stelle mit der "Fahrgemeinschaft" genannt? Oder nur so allgemeine Tätigkeiten? Dir muss klar sein, dass man Dich bei vielen unliebsamen Tätigkeiten einsetzen wird???

Bitte beantworten!

Infos:
https://www.elo-forum.org/weiterbild...beitslose.html
Sonne11 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2017, 20:11   #9
ichbinsdochnur
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Registriert seit: 21.12.2016
Ort: Kreis Wesel
Beiträge: 43
ichbinsdochnur
Standard AW: Argument Fahrgemeinschaft bei Jobaufnahme

Zitat von Sonne11 Beitrag anzeigen

In diesem Fall ist ja sie Stelle unzumutbar und dabei würde ICH persönlich auch bleiben!
Meine Tendenz geht auch immer mehr in die Richtung :)

Zitat von Sonne11 Beitrag anzeigen
Wurdest Du denn ausführlich über alle Gegebenheiten des ESF informiert? Kontrollen, Termine, Beurteilungen, Weitergabe Deiner Daten an den ESF über den Ablauf des Projekts und der Arbeit!
Blöderweise habe ich mich da echt überrumpeln lassen, hat sich ja grundsätzlich im Gespräch mit der ersten SB so schlecht nicht angehört. Vertrag über 2 Jahre, Förderung durch das ESF... Das war es damals erstmal.

Über den Ablauf der Arbeit selber wurde ich beim Vorstellungsgespräch vom Arbeitgeber informiert, vom SB nur grob. Die Tätigkeit selber wäre machbar, auch wenn ich aus einem ganz anderen Bereich komme. Was mich immer mehr abschreckt, sind die "Bedingungen": stark saisonal bedingte Arbeitszeiten, über Monate hinweg sehr viel zu tun (glaube ich auch), daraus folgen dann Überstunden, die in der Zeit ohne viel Aufkommen abgefeiert werden sollen. Dazu kommt dann eben noch das Problem mit der Mobilität. Im günstigsten Fall 1h 45 mit den Öffentlichen, können gerne locker 2h 30 werden...

Zitat von Sonne11 Beitrag anzeigen

Das Projekt über de ESF ist freiwillig! Wurde dies Dir gesagt? Du hast ja Sachen unterschrieben (Datenweitergabe)
Ausdrücklich wurde mir das heute gesagt, so nebenbei wurde sowas beim Vorstellungsgespräch angedeutet.

Zitat von Sonne11 Beitrag anzeigen

Aus dem Projekt kannst Du auch meiner Meinung nach problemlos aussteigen, indem Du schreibst das Du dieses Projekt und die Betreuung nicht möchtest und die Datenweitergabe an Arbeitgeber, den ESF und insgesamt bezüglich des ESF untersagst!! Fertig! Man wird auf Dich einreden, aber man kann sich ja die Ohren zu halten!
Das werde ich mir definitiv auch genauso durch den Kopf gehen lassen.

Zitat von Sonne11 Beitrag anzeigen

Frage: wurde Dir eine ganz konkrete Arbeits- /Tätigkeitsbeschreibung für die Stelle mit der "Fahrgemeinschaft" genannt? Oder nur so allgemeine Tätigkeiten? Dir muss klar sein, dass man Dich bei vielen unliebsamen Tätigkeiten einsetzen wird???
Siehe oben. So eine "lose" Beschreibung vom SB, genauer wurde es dann beim Vorstellungsgespräch.
ichbinsdochnur ist offline   Mit Zitat antworten
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