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Start > > -> ALGII (aufstocker) und Partner bald Sozialhilfe, wie wird Einkommen etc. berechnet ?

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 12.03.2016, 19:25   #1
simone83
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simone83 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard ALGII (aufstocker) und Partner bald Sozialhilfe, wie wird Einkommen etc. berechnet ?

Hallöchen Ihr lieben,

mein anliegen versuch ich mal kurz zu erklären:

ich habe zwei jobs und stocke mit ALGII auf. mein mann ist AU (auch laut gutachten vom JC). er hatte diese woche den ersten termin bei einem fallmanager und dieser sagte ihm, das er nun wohl in sozialhilfe rutschen wird.
was mich nun interessiert ist, wie wird dann das einkommen beim JC und sozialamt be-/angerechnet? bekommen wir zu gleichen teilen je von einem anderen amt das geld? ich gehe ja davon aus das wir eine bedarfsgemeinschaft bleiben.
und was wäre wenn ich z.b. einen der beiden jobs verliere (einer ist befristet und im anderen bin ich noch in der probezeit, man weiss ja nie). würde mein mann dann mehr sozialhilfe bekommen oder ich mehr algII?

falls sich jemand damit auskennt bin ich um hilfe sehr dankbar.

viele liebe grüße
simone
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Alt 12.03.2016, 19:31   #2
Ines2003
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Ines2003 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ALGII (aufstocker) und Partner bald Sozialhilfe, wie wird Einkommen etc. berechnet ?

So lange du im Alg 2 Bezug, egal ob mit Arbeit oder ohne bist, kann dein man nicht an das Sozialamt fallen, er bekommt dann weiterhin Leistungen vom Jobcenter, nämlich Sozialgeld, es ist das gleich wie Alg 2.
Ines2003 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.03.2016, 19:43   #3
simone83
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simone83 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ALGII (aufstocker) und Partner bald Sozialhilfe, wie wird Einkommen etc. berechnet ?

danke für deine schnelle antwort ;)

heisst also das alles gleich bleibt?
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Alt 12.03.2016, 19:54   #4
Ines2003
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Ines2003 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ALGII (aufstocker) und Partner bald Sozialhilfe, wie wird Einkommen etc. berechnet ?

Richtig, so lange du Alg 2 beziehst und dein Mann mit zu deiner BG gehört bleibt alles gleich.
Ines2003 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.03.2016, 02:14   #5
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: ALGII (aufstocker) und Partner bald Sozialhilfe, wie wird Einkommen etc. berechnet ?

Hallo simone83,

ergänze mal zum besseren Verständnis die Antworten, die du schon bekommen hast, es wäre (eigentlich) Aufgabe des SB das zu wissen und auch vernünftig zu erklären.

Zitat:
ich habe zwei jobs und stocke mit ALGII auf. mein mann ist AU (auch laut gutachten vom JC). er hatte diese woche den ersten termin bei einem fallmanager und dieser sagte ihm, das er nun wohl in sozialhilfe rutschen wird.
Es "rutscht" Niemand einfach so in die Sozial-HILFE (SGB XII) nur weil der JC - ÄD das gerne so hätte, schon gar nicht wenn er in BG mit einer Erwerbsfähigen Person lebt, die auch noch (in 2 Jobs) bereits Erwerbstätig ist.

Das ist schon gesetzlich gar nicht zulässig und ich empfinde es als Frechheit deinem Mann so etwas unbegründet an den Kopf zu werfen, direkt im ersten Gespräch ... AU kann man nur vom behandelnden Arzt sein, der ÄD des JC hat keine Berechtigung eine anerkannte Arbeits-Unfähigkeit (nach KK-Recht) zu bescheinigen, der kann nur eine (vorübergehende) Leistungsunfähigkeit für die Vermittlung in Arbeit feststellen und bescheinigen.

Alleinstehende werden dann gerne mal an das Sozial-AMT abgeschoben, richtiger wäre es ihn aufzufordern eine EM-Rente zu beantragen (schriftlich), wenn man meint, dass er auf längere Sicht nicht in Arbeit vermittelbar ist wegen Krankheit.

Wurde er denn dazu schon mal aufgefordert oder hat er selbst darüber schon mal nachgedacht ???
Dann würde nämlich die Rentenkasse (DRV) überprüfen, ob tatsächlich eine Erwerbsminderung vorliegt oder eben "nur" eine längere AU, die auch mal wieder behoben sein wird.
Vielleicht schickt man ihn auch mal in eine DRV-Reha, um seine Erwerbsfähigkeit gründlich zu prüfen, es kann ja keine Dauerlösung sein ihn von einer "Amts-Ecke" in die Nächste schieben zu wollen.

Aktuell kann man ihn nur in den Bereich Sozial-GELD des SGB II schicken, das ist immer noch ALGII aber der Bereich in dem sonst minderjährige Kinder (bis 15 Jahre) geführt werden und eben auch "Erwerbsunfähige" Partner in einer BG die keine EM-Rente (oder andere Rente) bekommen (können).

Das sollte aber gerade auch einem "Fallmanager" nicht ganz unbekannt sein und ich frage mich gerade mal wieder wie intensiv der sich mit seinem neuen "Intensiv-Betreuungsfall" wohl beschäftigt hat in Vorbereitung dieses Termins, wenn ihm die BG-Konstellation offenbar nicht mal bekannt ist.

Zitat:
was mich nun interessiert ist, wie wird dann das einkommen beim JC und sozialamt be-/angerechnet? bekommen wir zu gleichen teilen je von einem anderen amt das geld? ich gehe ja davon aus das wir eine bedarfsgemeinschaft bleiben.
Aktuell ist das ganz sicher noch nicht der Fall, das könnte eher passieren, wenn dein Mann mal eine EM-Rente bekommen würde (aber direkt bis zur Altersrente), dann wäre aber die Grundsicherung des SGB XII uzuständig und je nach Alter deines mannes kann da noch sehr viel Zeit vergehen bis das mal soweit wäre darüber nachzudenken.

Bis dahin bleibt er in deiner SGB II-BG (im SGB XII gibt es keine BG aber man ist trotzdem für den Partner VOLL finanziell mit verantwortlich) und hat Anspruch auf seinen Partner-Regelsatz und die halbe Miete, soweit das nicht aus deinem Einkommen bereits gedeckt ist.

An den SGB II-Absetzbeträgen für dich darf sich also nichts ändern, denn ihr verbleibt ja trotzdem beide unter den Berechnungen des SGB II, wie bisher auch, seine Leistung bekommt nur eine andere Bezeichnung (Sozial-GELD) und dazu kann ich nur dringend raten mal zu EM-Rente nachzudenken.

Zitat:
und was wäre wenn ich z.b. einen der beiden jobs verliere (einer ist befristet und im anderen bin ich noch in der probezeit, man weiss ja nie). würde mein mann dann mehr sozialhilfe bekommen oder ich mehr algII?
Da dein Mann vorerst überhaupt KEINE Sozial-HILFE (SGB XII/ Kapitel 3) bekommen kann und wird, hat das für dich dann auch keine weitere Bedeutung, wenn du weniger Einkommen hast muss euer SGB II Gesamtbedarf neu berechnet werden und wenn mal beide Jobs weg sein sollten, bekommst du eben auch den Partner-Regelsatz plus 50 % KdU ... es wird natürlich das Geld fehlen, was du jetzt aus den Jobs zusätzlich behalten darfst.

Ein Erwerbsfähiger Hilfebedürftiger hat keinen Anspruch auf Sozial-HILFE aus dem SGB XII, egal ob mit oder ohne JOB kannst DU nur ALG II bekommen und dein Mann bleibt Mitglied deiner BG im SGB II ... nur eine Berentung auf Dauer (wegen EM oder Alter) würde daran vorerst was ändern können.

Ihr solltet mal das "Gutachten" direkt beim ÄD als Kopie anfordern /abholen und für weitere "Fallmanager-Märchen" bitte IMMER schriftlich die Rechtsgrundlagen einfordern ...

MfG Doppeloma
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Alt 13.03.2016, 02:57   #6
Fabiola
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Standard AW: ALGII (aufstocker) und Partner bald Sozialhilfe, wie wird Einkommen etc. berechnet ?

Zitat von simone83 Beitrag anzeigen
(...) und dieser sagte ihm, das er nun wohl in sozialhilfe rutschen wird.
Lasst Euch nicht irre machen, von dem, was ein Fallmanager so redet/sagt - ist blasser Dunst.
Wartet ab, ob Ihr dieses rechtswidrig gete Zeug schriftlich zugestellt bekommt - unter Nennung - wie Doppeloma schon schrieb - der Rechtsgrundlagen (§§).

Und durch Doppelomas Beitrag wißt Ihr ja bereits, wie der Hase zu laufen hat, falls dieser Unsinn auch noch schriftlich bei Euch eintrudeln sollte.

Also vergesst das Ganze bitte!
Sollte da trotzdem noch was von seiten des JC schriftlich kommen, ist es ein Leichtes, das umgehend abzuschmettern - auch mit Hilfe des Forums hier.
__

Gruß Fabiola
___________

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Alt 13.03.2016, 13:25   #7
simone83
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simone83 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ALGII (aufstocker) und Partner bald Sozialhilfe, wie wird Einkommen etc. berechnet ?

danke doppeloma für deine sehr ausführliche antwort! :)

es ist tatsächlich so, das mein mann anfang 2015 bei einem gutachter vom JC war. und da sich an seinem gesundheitszustand nichts geändert hat, bekam er jetzt den termin beim fallmanager. durch diesen hat er erfahren das es eine "Amtsärztliche gutachterliche Äußerung" vom februar 2016 zu seinem befinden gibt. er hat sie auch in kopie mitbekommen. darin steht das er "voraussichtlich länger als 6 monate, aber nicht auf dauer" AU ist.

ein antrag auf EM soll auch gestellt werden. aber wie wir wissen kann das jahre dauern bis sowas durch ist. schon die terminvergaben sind sehr rar. der fallmanager wollte beim sozialamt antrag stellen ob mein mann da rein "darf". aber dann müsste das ja sowieso abgelehnt werden.

und solange sonst alles so bleibt bin ich auch erstmal beruhigt. so ein hin und her macht einen verrückt. aber dank euch bin ich jetzt gewappnet! danke euch 3en!
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Alt 13.03.2016, 17:40   #8
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: ALGII (aufstocker) und Partner bald Sozialhilfe, wie wird Einkommen etc. berechnet ?

Hallo simone83,

Zitat:
es ist tatsächlich so, das mein mann anfang 2015 bei einem gutachter vom JC war. und da sich an seinem gesundheitszustand nichts geändert hat, bekam er jetzt den termin beim fallmanager. durch diesen hat er erfahren das es eine "Amtsärztliche gutachterliche Äußerung" vom februar 2016 zu seinem befinden gibt. er hat sie auch in kopie mitbekommen. darin steht das er "voraussichtlich länger als 6 monate, aber nicht auf dauer" AU ist.
Überlege mal selber wie bedeutsam eine "gutachterliche Äußerung" sein kann, die nach reiner Aktenlage und ohne Untersuchung durch einen Arzt geschrieben wurde zum aktuellen Zustand deines Mannes ... bereits diese Verfahrensweise müsste (aus meiner Sicht) verboten werden, wie kann man über das leben und die Gesundheit eines Menschen in seiner Abwesenheit so weitreichende Entscheidungen treffen (dürfen) ...

Er kann ja weiter AU sein nach Ansicht des "ÄD vom JC" (eine AU vom behandelnden Arzt darf der aber auch nicht aufheben), das ändert ja NICHTS daran, dass er trotzdem (wenn auch aktuell nur theoretisch) für mindestens 3 Stunden (gesetzlich) als Erwerbsfähig anzusehen ist, eine AU bedeutet ja nur vorerst nicht "ARBEIS-FÄHIG" zu sein und macht keine Aussagen dazu, ob das nicht mehr zu ändern ist und zur Erwerbsminderung (nach Rentenrecht) führt.

Was der FM da hatte ist nur die Leistungseinschätzung und nicht das komplette "Gutachten", das darf der gar nicht bekommen und liegt beim ÄD, genau so wie das frühere "Gutachten", dort muss man sich das direkt einfordern (schriftlich oder persönlich), war er denn Anfang 2015 wenigstens mal zum Arzt eingeladen, oder wurde das auch "nach Aktenlage" gemacht ???

Zitat:
ein antrag auf EM soll auch gestellt werden. aber wie wir wissen kann das jahre
dauern bis sowas durch ist. schon die terminvergaben sind sehr rar.
Wie ist das jetzt zu verstehen, der Antrag "soll" gestellt werden, hat er das auch nur "gesagt" oder gibt es eine schriftliche Aufforderung dazu mit Bezug auf diese grandiosen "Gutachten" des ÄD vom JC ...
Was die erzählen ist unbedeutendes "Gewäsch", man braucht keinen Termin für einen Antrag auf EM-Rente, man "kann" sich dabei helfen lassen (von einer DRV-Beratungsstelle) aber dazu ist man nicht verpflichtet.

Den Antrag gibt es im Internet und den kann man selber ausfüllen (sogar direkt am PC), alle notwendigen Unterlagen beifügen und (per Übergabe-Einschreiben) an die DRV senden, schon ist der Antrag gestellt und muss bearbeitet werden.

Deutsche Rentenversicherung - Rente

Wenn die noch Rückfragen haben und/oder weitere Unterlagen brauchen, dann melden die sich schon.

Die DRV wird dann auch alle notwendigen Untersuchungen selbst veranlassen / eine Reha empfehlen oder Gutachter beauftragen, wichtige Arzt- und Klinikberichte sollte man dem Antrag am Besten schon beifügen und wenn die DRV vernünftig arbeitet fordern die auch selbst noch Unterlagen bei den behandelnden Ärzten an.

Diese "Pseudo-Gutachten" vom JC kann man mitschicken (natürlich von Allem nur Kopien), man kann es aber auch ebenso bleiben lassen, denn das wird man nicht wirklich ernst nehmen bei der DRV um zu einer EM-Rente zu entscheiden machen die sich lieber ein eigenes Bild.

Zitat:
der fallmanager wollte beim sozialamt antrag stellen ob mein mann da rein
"darf". aber dann müsste das ja sowieso abgelehnt werden.
Der Fallmanager hat gar keinen rechtlichen Hintergrund dafür "ersatzweise" deinen Mann an das Sozial-AMT abschieben zu wollen, natürlich werden die das ablehnen (müssen) in der aktuellen Konstellation mit dir in einer SGB II-BG, dem würde ich den "ARS**" aufreißen ...

Ist das ein BA-JC oder eine Optionskommune, vielleicht sollte man mal eine Beschwerde an höherer Stelle in Erwägung ziehen ???

Wenn der da mal so einen Antrag für deinen Mann an das Sozial-AMT stellen will, da käme dein Mann alleine auch nicht hin, solange er mit dir verheiratet ist und es keine Entscheidungen dazu von der Rentenkasse gibt, dass er wirklich (dann aber auf Dauer) Erwerbsgemindert ist und nicht mehr arbeiten kann.

Diese Entscheidung zur EM-Rente kann tatsächlich auch länger dauern aber wenn man den Antrag gar nicht erst stellt, wird man das wohl nie erfahren (können) ob es bei deinem Mann tatsächlich auch so sein wird und was bitte hat er denn dabei zu verlieren, er könnte doch höchstens (irgendwann) die rechtlich verbindlichen Bestätigungen zu seiner Erwerbsfähigkeit bekommen, an denen dann auch das JC (zumindest vorerst) nicht mehr vorbei kommen würde ...

§ 44a SGB II Feststellung von Erwerbsfähigkeit und Hilfebedürftigkeit

An diese Entscheidung der DRV hat sich dann nämlich auch das JC zu halten und während die DRV das prüft (im Rahmen des EM-Renten-Antrages) gibt es in der Regel auch keinen Grund mehr für erneute "Begutachtungen" vom JC oder Abschiebeversuche an das Sozial-AMT, die wollen dann alle erst mal wissen was die DRV wohl dazu beschließen wird und so muss auch das JC (und der FM) die Füße stille halten bis es soweit ist ... lass es doch dauern, je länger habt ihr eure Ruhe ...

Oder es gibt eine Überraschung und dein Mann bekommt die EM-Rente bewilligt, was ja vielleicht auch dazu führen könnte vom JC mal wieder ganz weg zu kommen, das hängt natürlich vom konkreten Betrag ab aber möglich ist alles, wenn man einfach mal den Anfang macht ...

MfG Doppeloma
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Alt 29.03.2016, 09:58   #9
simone83
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Hallo doppeloma,

tut mir leid das ich jetzt erst zum antworten komme... das ganze ist etwas viel für mich.

also tatsache ist, das mein mann absolut nicht arbeitsfähig ist. nichtmal theoretisch. deshalb ist diese AU im grunde genommen auch nicht wirklich schlimm und kommt uns erstmal eher entgegen. und es steht ja in dieser äusserung drin das sie es als vorübergehend einstufen.

das is ja mal wieder toll das uns das nicht gesagt wurde mit den gutachten. dann muss ich mich da wohl dahinter klemmen das wir die noch bekommen.

wie ich schon geschrieben habe war mein mann anfang 2015 bei einem gutachter, also nicht nach aktenlage.

den antrag auf EM sollen wir stellen. das haben wir schriftlich vom JC bekommen. wir sind da grade dabei alles zusammen zu suchen. nur hat die frau von der DRV am telefon gesagt dass das nur mit termin geht. allerdings steht auf der terminbestätigung die wir per post bekommen haben das es ein "beratungstermin" ist. was mich jetzt wieder ganz verunsichert. sollten wir den antrag einfach so abgeben ohne termin?

ich bin grad alles so durchgegangen was wir in den letzten wochen an post bekommen haben und da ist sogar ein antrag bei. den müssen wir bis zum 06.04.16 abgeben. ist der das für die sozialhilfe?
"Antrag auf Gewährung von Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII)" steht als betreff und kommt vom "amt für soziale dienste - sozialzentrum/wirtschaftliche hilfen".

ohje das hat sich wohl so gelesen das wir den EM antrag nicht stellen wollen!? so war das nicht gemeint. wir haben nur einen bekannten der eine ähnliche krankheitsgeschichte hat wie mein mann und der kämpft nun schon seit eineinhalb jahren um die EM und diese wurde nun abgelehnt... deswgen machen wir uns was das angeht keine großen hoffnungen, werden den antrag aber selbstverständlich abegeben ;)
es wäre zu toll endlich mal vom JC weg zu sein...

liebe grüße
simone
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Alt 29.03.2016, 13:47   #10
alchemilla
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Hallo simone83, Ich wiederhole mal, was die Vorschreiber schon ausgeführt haben:

wenn du ALG II beziehst, also erwerbsfähig bist, bekommt dein Mann, auch wenn er nun arbeitsfähig ohne Rente ist, Sozialgeld vom Jobcenter. Die Leistung für beide wird hälftig aufgeteilt. Jeder bekommt die Hälfte von KDU usw.. Ihr bildet weiterhin eine BG.


Du kannst es hier nachlesen: SGB 2 - Einzelnorm

unter Punkt (3) Nr. 3. ..Zur Bedarfsgemeinschaft gehören....

Hier auf der Seite des Sozialamtes Nürnberg ist es ebenfalls gut erklärt.

https://www.nuernberg.de/internet/so...unterhalt.html

Zitat aus dem Text:

Ausnahme:
Wenn Sie zwar selbst vorübergehend erwerbsunfähig sind, aber mit einer Partnerin oder einem Partner oder einem Kind ab 15. Jahren zusammenleben, die / der einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II beim Jobcenter Nürnberg-Stadt hat, entfällt der Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt beim Sozialamt.

In diesem Fall besteht ein Anspruch auf Sozialgeld nach dem SGB II beim Jobcenter Nürnberg-Stadt.




Bei einem Partner in Altersrente mit Bezug von Grundsicherung im Alter verhält es sich anders, das betrifft euch aber nicht.

Also - keine Sozialhilfe vom Sozialamt, sondern Sozialgeld vom Jobcenter. Vom wem wurde der Antrag für Sozialhilfe geschickt?

Liebe Grüße, Alchemilla
alchemilla ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2016, 10:28   #11
simone83
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Hallo alchemilla,

soweit hab ich es glaube ich jetzt schon verstanden ;)

der antrag ("antrag auf gewährung von leistungen der grundsicherung im alter und bei erwerbsminderung nach dem sozialgesetzbuch zwölftes buch (SGB XII) ) kam vom "amt für soziale dienste - sozialzentrum/wirtschaftliche hilfen". ist das denn der antrag für sozialgeld?

liebe grüße
simone
simone83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2016, 13:08   #12
gelibeh
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Sobald Du der rentenversicherung klar gemacht hast, dass Du(Dein Mann) Rente beziehen wollt, dann ist der Antrag gestellt, wenn Du das nachweisen kannst. Ich habe damals die Formulare per Fax angefordert und das war dann das Datum der Antragsstellung. Bei den Terminen bei der DRV werden nur noch gewisse Dinge wie der Versicherungsverlauf geklärt.
Zitat:
der antrag ("antrag auf gewährung von leistungen der grundsicherung im alter und bei erwerbsminderung nach dem sozialgesetzbuch zwölftes buch (SGB XII) ) kam vom "amt für soziale dienste - sozialzentrum/wirtschaftliche hilfen". ist das denn der antrag für sozialgeld?
Nein, ist es nicht und das dürfte auch Blödsinn sein, denn Grundsicherung bekommt man nur, wenn man dauerhaft voll erwerbsgemindert ist. Sogar der Gutachter hat ja von nicht dauerhaft gesprochen.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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