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ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 20.09.2007, 16:10   #1
Mister_X->Emailproblem
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Registriert seit: 20.09.2007
Beiträge: 4
Mister_X
Standard 1 Euro Job Skandal ????

Ich möchte folgendes an das Jobcenter bzw meinem zuständigen Bearbeiter senden. Ist der zu kraass oder gehts das so: Der Inhalt sagt eigentlich worum es bei der Sache geht:

XXXX XXXX
XXXX Str. X
XXXXX Ort

Kundennummer: XXXXXXXXXX

Sehr geehrter Herr XXXXXXX,

am 18.09.2007 erhilet ich Ihren Brief mit der Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung. Heute war ich bei der Firma XXXX GmbH zum Vorstellungsgespräch geladen. Da Gespräch dauerte nur etwa 5 min und dann wurde mir mitgeteilt, das die Stelle schon vergeben ist.

Das ist das 2. mal das ich mich bei dieser Firma vorgestellt habe und die Stelle angeblich vergeben ist. Ich vermute das die Stelle aber gar nicht vergeben war, denn komischer Weise reagierte man auf meine Fragen wieder sehr nervös und abweisend. So fragte ich z.B. warum die GmbH keine gGmbH ist wenn sie ausschließlich gemeinnützig arbeitet. Eine genaue Antwort blieb aus. Es hieß aus internen Gründen. Eine GmbH ist eine Kapitalgesellschaft welche gewinnorientiert arbeitet. Laut Auskunf der Firma hat diese angeblich keine Einnahmen. Wie kann eine steuerpflichtige GmbH ohne Einnahmen existieren ?

Man sagte auf meine Frage hin wieviel MAE-Kräfte und wieviel festangestellte Kräfte in der Firma arbeiten ausschließlich MAE-Kräfte beschäftigt seien. Eine GmbH die ausschließlich mit MAE-Kräften arbeitet ? Welche Schlussfolgerungen man daraus ziehen kann, können Sie sich sicher vorstellen. Z.B. fragt man sich wovon die Geschäftsführer ihren Lebenunterhalt bestreiten. Hoffentlich nicht durch Gewinne die durch Arbeiten der MAE-Kräfte erzielt werden.

Das Arbeitsamt sollte einmal eine genaue Überprüfung der Strukturen, Einnahmen, der Gesellschaftform etc vornehmen um somit sicherzustellen das alle gesetzlichen Vorschriften für die Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung gegeben sind.
Auch sollte die zuständige Behörde einmal bein Finanzamt anfragen, ob von der XXX GmbH schon mal ein Antrag auf Stuerbefreiung und somit die Umwandlung in eine gGmbH gestellt wurde. Wurde dieser gestellt und abgelehnt, ist es wohl mehr als wahrscheinlich das sämtliche MAE-Kräfte dort illegal beschäftigt sind. Das natürlich schlussendlich zu beurteilen liegt nicht in meiner Macht und ich kann nur meine Vermutung äußeren. Ob diese sich bestätigt müssen die zuständigen Stellen herausfinden.
Da ich nun schon 2 mal Ausgaben hatte, wie Telefonkosten und Fahrkosten, möchte ich diese erstattet haben. Bitte teilen sie mir mit, von wem ich die Kosten erstattet bekomme. Denn mich vorzuladen obnwohl die Stelle vergeben war, ist eine Frechheit.

Im übrigen möchte ich auch darauf hinweisen, das Fahrkosten unter 6 Euro erstattet werden müssen. Die Hinweise auf den Schrieben des Jobcenters Fahrkosten unter 6 Euro sind grundsätzlich nicht erstattungsfähig sind falsch und irreführend.

Bitte bestätigen sie mir den Erhalt des Schreibens.

Mit freundlichen Grüßen
XXX
Mister_X ist offline  
Alt 20.09.2007, 16:54   #2
na
Gast
 
Beiträge: n/a
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Ich kenne mich im Gesellschaftsrecht nicht so aus. Bist du sicher, dass eine GmbH niemals eine gemeinnützige Einrichtung sein könnte? Da würde ich sehr vorsichtig sein, denn du unterstellst dem Betrieb ja Betrug.

Diesen Satz würde ich komplett in eine Bitte umwandeln:


"Das Arbeitsamt sollte einmal eine genaue Überprüfung der Strukturen, Einnahmen, der Gesellschaftform etc vornehmen um somit sicherzustellen das alle gesetzlichen Vorschriften für die Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung gegeben sind.
Auch sollte die zuständige Behörde einmal bein Finanzamt anfragen, ob von der XXX GmbH schon mal ein Antrag auf Stuerbefreiung und somit die Umwandlung in eine gGmbH gestellt wurde. Wurde dieser gestellt und abgelehnt, ist es wohl mehr als wahrscheinlich das sämtliche MAE-Kräfte dort illegal beschäftigt sind. Das natürlich schlussendlich zu beurteilen liegt nicht in meiner Macht und ich kann nur meine Vermutung äußeren. Ob diese sich bestätigt müssen die zuständigen Stellen herausfinden."


So z.B.: "Ich bitte Sie um sorgfältige Prüfung, ob es sich hier tatsächlich um eine gemeinnützige Einrichtung handelt und alle gesetzlichen Vorschriften für die Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung gegeben sind" usw.

Das Arbeitsamt lässt sich nämlich nicht so gerne von dir vorschreiben, was sie machen müssen. Vor allem, wenn es keine gemeinnützige Einrichtung ist, kannst du Gift drauf geben, dass das dem Arbeitsamt bekannt ist. Sehr oft steckt ein Klüngel dahinter. Da würde ich vorsichtiger sein.

Ich gebe hier mal einen Tip von Almosenempfänger wider. Es ist m.E. klüger so vorzugehen, als einen Hinweis an das Arbeitsamt zu geben. Almosenempfänger rät:

"Erkundigen Sie sich bei Ihren Kommunalvertretern, ob ein regionaler Konsens über die Einsatzfelder öffentlich geförderter Beschäftigung („öffentliches Interesse“) erzielt wurde und ob die Ihnen angetragene Arbeitsgelegenheit sich in diesem Rahmen bewegt. Lassen Sie sich das Schriftstück aushändigen. Ist letzteres nicht der Fall, geben Sie dies im Widerspruch an. Prüfen Sie, ob ein Beirat Arbeitsgemeinschaften (ARGE) besteht und ob dieser auf die Zusätzlichkeitskriterien der Arbeitsgelegenheiten achtet."

Sollte hier nämlich keine gemeinnützige Tätigkeit vorliegen, ist das m.E. ein Fall für eine Anzeige, denn da liegt ja Betrug vor. U.U. ist das Arbeitsamt auch noch bestens darüber informiert.



Nachstehende Sätze würde ich auch ein wenig anders schreiben. Das hört sich ebenfalls etwas beurteilende ("das ist eine Frechheit") an. Außerdem bekommst du die Kosten von deinem Vermittler genehmigt, der auch die Zahlung veranlasst, d.h., die Unkosten musst du bei ihm einreichen.

"Da ich nun schon 2 mal Ausgaben hatte, wie Telefonkosten und Fahrkosten, möchte ich diese erstattet haben. Bitte teilen sie mir mit, von wem ich die Kosten erstattet bekomme. Denn mich vorzuladen obnwohl die Stelle vergeben war, ist eine Frechheit.

Ersetzen durch:

"Durch die überflüssigen Bewerbungsgespräch sind mir für Telefon... Euro und Fahrten .... Euro an Kosten entstanden. Ich bitte Sie, mir diese zu erstatten".

Auch "Ich bitte Sie, mir den Eingang dieses Schreibens zu bestätigen" würde ich weglassen. Da wirst du lange auf die Bestätigung warten! Gibt das am Empfang der ARGE ab und lass dir auf einer Kopie des Schreibens den Eingangsstempel draufhauen. Das ist sicherer als ein Einschreibebrief. Und wenn du in 14 Tagen keine Rückmeldung bekommst, mahnst du das an, und lässt dir ebenfalls den Eingang bestätigen. Die nächste Anmahnung schickst du auf gleiche Weise an den Vorgesetzten und danach kommt die Beschwerde wegen Untätigkeit.
 
Alt 20.09.2007, 17:30   #3
Mister_X->Emailproblem
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Mister_X
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@ Rotkäppchen

Vielen Dank für deine Hinweise. Haben mir sehr geholfen. Ich weis von jemandem der beim Finanzamt arbeitet, das eine GmbH eine Kapitalgesellschaft ist die sogar sofern sie auf Dauer keine Gewinne erzielt und nur minus macht, vom Finanzamt geschlossen werden kann. Deshalb kommt es mir komisch vor das die Gmbh sich eben nicht zu einer gGmbh umändern lässt wo sie doch angeblich nur geimennützig mit MAE-Kräften arbeitet. Ich jedenfalls bin nicht bereit im Rahmen solch einer Tätigkeit den Lohn oder Gewinn der Geschäftsführer mit zu erwitschaften.
Mister_X ist offline  
Alt 20.09.2007, 17:31   #4
Borgi->Emailproblem
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Borgi
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@ Rotkäppchen
Die Firmierung GmbH hat nie den Sinn einer Gemeinnützigkeit. Für solche "Sonderformen" wurde extra die gGmbH ins Leben gerufen. Wahrscheinlich hatten wir schon zu viele Vereine und Stiftungen.

@ Mister_X
Das angeführte Schreiben würde ich mit ein paar Änderungen (Satzstellung, Formulierungen) auch an den Bundesrechnungshof, Bund der Steuerzahler, Zoll (Bekämfung von Schwarzarbeit) und der Bundesarbeitsagentur in Nürnberg verschicken. Die ARGE lässt solche Anfragen gerne unter den Tisch fallen, da sie eventuell von Provisionszahlungen leben. Ein separates Schreiben wegen der Fahrtkosten kannst du dir schenken, denn diese hättest du vorher beantragen müssen!

Zitat:
Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich Sie auf merkwürdige und nicht nachvollziehbare Handlung einer durch die ARGE XX geförderten GmbH aufmerksam machen.

Am 18.09.2007 erhielt ich einen Brief meiner ARGE mit einem Vorschlag zur Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung. Am XXX war ich bei der Firma XXXX GmbH zum Vorstellungsgespräch geladen. Das Gespräch dauerte nur etwa 5 Minuten. Danach wurde mir mitgeteilt, dass die Stelle schon vergeben sei.

Das ist das 2. Mal, dass ich mich bei dieser Firma vorgestellt habe und die Stelle angeblich vergeben ist. Ich vermute das die Stelle aber gar nicht vergeben war. Den Grund der Ablehnung sehe ich in der Tatsache, das ich unangenehme fragen gestellt habe. So fragte ich z.B. warum die GmbH keine gGmbH ist, wenn sie doch ausschließlich gemeinnützig arbeitet. Eine genaue Antwort blieb aus. Es hieß aus internen Gründen. Eine GmbH ist eine Kapitalgesellschaft welche gewinnorientiert arbeitet. Laut Auskunft der Firma hat diese angeblich keine Einnahmen. Wie kann eine steuerpflichtige GmbH ohne Einnahmen existieren?

Man teilte mir auf meine Frage - wie Das Verhältnis Mehraufwandsentschädigungskräfte zu Festangestellten ist – mit, dass ausschließlich Mehraufwandsentschädigungskräfte eingestellt sind. Eine GmbH die ausschließlich mit Mehraufwandsentschädigungskräften arbeitet erscheint mir mehr als fragwürdig! Aus diesen Informationen kann ich nur eine Schlussfolgerung ziehen: Es wird mit öffentlichen Geldern eine Kapitalgesellschaft subventioniert. Mit welchen Einnahmen werden die Geschäftsführer entlohnt? Hoffentlich nicht aus Gewinnen, die durch Mehraufwandsentschädigungskräfte erzielt werden.

Ich möchte Sie höflichst bitten, eine genaue Überprüfung dieser Umstände vorzunehmen. Ich möchte sichergestellt wissen, dass alle gesetzlichen Vorschriften für die Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung eingehalten werden.
Auch könnte es nicht schaden, wenn beim zuständigen Finanzamt anfragt wird, ob von der XXX GmbH schon mal ein Antrag auf Steuerbefreiung gestellt wurde, um die Umwandlung zu einer gGmbh zu erreichen. Sollte ein derartiger Antrag abgelehnt worden sein, ist eine illegale Beschäftigung von Mehraufwandsentschädigungskräften höchst wahrscheinlich. Ich bin kein Jurist, der eine genaue Beurteilung machen könnte, aber dennoch wollte ich Ihnen meine Vermutung unterbreiten.

Über eine Eingangsbestätigung meines Schreibens werde ich mich freuen.
In der Hoffnung, dass Sie meinem Schreiben die angemessene Beachtung schenken, verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen.
Ich würde mich über mehr Informationen und erzielten Ergebnisse durch dieses Schreiben sehr freuen!
__

Ein Aufsichtsratposten ist das höchste Parteiamt, das die Wirtschaft ihren Politikern verleiht.
(aus "Der Privatdemokrat" ©Elmar Kupke)

Von mir kann man garantiert keine Rechtsberatung erwarten!
Borgi ist offline  
Alt 20.09.2007, 17:42   #5
Nimschö
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Nimschö Nimschö Nimschö Nimschö Nimschö Nimschö Nimschö Nimschö
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Nebenbei:
Der eventuelle Straftatbestand( man muß ja mit Anschuldigungen vorsichtig sein), der da vorliegen könnte schimpft sich im Amtsdeutsch "Subventionsbetrug"...
__

Folgende Punkte gelten für ALLE meine Aussagen in diesem Forum:
-ich gebe hier grundsätzlich nur meine durchs Grundgesetz geschützte Meinung preis.
-ich biete keinerlei Rechtsberatung, sondern nur meine gewährfreien Erfahrungen und Meinungen.
-ich lasse mir von NIEMANDEM den Mund verbieten, bin aber gerne bereit mit jedem über meine Aussagen offen und ehrlich zu diskutieren.
Nimschö ist offline  
Alt 20.09.2007, 17:43   #6
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Borgi
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Zitat von Nimschö Beitrag anzeigen
Nebenbei:
Der eventuelle Straftatbestand( man muß ja mit Anschuldigungen vorsichtig sein), der da vorliegen könnte schimpft sich im Amtsdeutsch "Subventionsbetrug"...
Ich habe mich bemüht die Formulierungen sehr vorsichtig zu halten. Man kann ja nie wissen, oder?
__

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Alt 20.09.2007, 17:49   #7
Nimschö
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Zitat von Borgi Beitrag anzeigen
Ich habe mich bemüht die Formulierungen sehr vorsichtig zu halten. Man kann ja nie wissen, oder?
Ja, ich kenn das... Ich versuch mittlerweile auch mich so zu äußern, daß ich möglichst wenig rechtlich (an-)greifbar bin.

Aber das tut grad nix zur Sache... ;)

Ich kann an dieser Stelle nur meine Meinung wiederholen:
Die ganze 1-EUR-Job-Zumselei ist nach meiner Erfahrung und persönlichen Sicht der Dinge nichts anderes als ein Geldverschieben aus öffentlichen Kassen in die Taschen einer kleinen Gruppe von Profitierenden. Die Ein-Euro-Jobler selber haben da mal garnichts von.
OK, 160 EUR, aber wenn man sich mitm Hut in die Innenstadt setzt kriegt man die im Monat auch zusammen...
__

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Nimschö ist offline  
Alt 20.09.2007, 17:52   #8
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mostes
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Auch eine gGmbH darf sich wirtschaftlich betätigen; allerdings muß der gemeinützige Aspekt bei der Tätigkeit überwiegen, um in den Genuss von Steuerbefreiungen und Spenden zu kommen.

Die Rechtsform der "normalen" GmbH sagt nichts darüber aus, ob dort angebotene Arbeitsgelegenheiten gemeinnützig sind oder nicht. Das hängt nur von der Art der Tätigkeit und nicht von der Rechtsform des Anbieters der Arbeitsgelegenheit ab.

Ich finde viel problematischer, dass gGmbHs gegründet werden, um eine Steuerbefreiung zu erlangen, sich gleichzeitig aber die Geschäftsführer - die oft auch die Gesellschafter sind - hohe Gehälter bewilligen, die sich aus dem steuerbefreiten Ertägen speisen.

Viele der angeblich gemeinnützigen GmbHs entstehen gerade im Bereich 1 € Jobs wie wild und geben sich noch den Anstrich sozialer Betätigung; dabei steht das Eigeninteresse der Gesellschafter/ Geschäftsführer an der Geschäftemacherei mit 1 € Jobs im Vordergrund.

Da !!! muss mal angestzt werden.
mostes ist offline  
Alt 20.09.2007, 17:56   #9
Borgi->Emailproblem
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Borgi
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@mostes
da gebe ich dir völlig Recht.

Ein Großteil dieser gGmbHs sind nur zur Abzocke gegründet worden. Mich würde es nicht einmal verwundern, wenn ARGE-Mitarbeiter persönlich davon profitieren oder gar Gesellschafter sind.
__

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Alt 20.09.2007, 18:12   #10
larifari33->Emailproblem
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larifari33
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Zitat von Rotkäppchen Beitrag anzeigen
Ich kenne mich im Gesellschaftsrecht nicht so aus. Bist du sicher, dass eine GmbH niemals eine gemeinnützige Einrichtung sein könnte? Da würde ich sehr vorsichtig sein, denn du unterstellst dem Betrieb ja Betrug.

Diesen Satz würde ich komplett in eine Bitte umwandeln:


"Das Arbeitsamt sollte einmal eine genaue Überprüfung der Strukturen, Einnahmen, der Gesellschaftform etc vornehmen um somit sicherzustellen das alle gesetzlichen Vorschriften für die Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung gegeben sind.
Auch sollte die zuständige Behörde einmal bein Finanzamt anfragen, ob von der XXX GmbH schon mal ein Antrag auf Stuerbefreiung und somit die Umwandlung in eine gGmbH gestellt wurde. Wurde dieser gestellt und abgelehnt, ist es wohl mehr als wahrscheinlich das sämtliche MAE-Kräfte dort illegal beschäftigt sind. Das natürlich schlussendlich zu beurteilen liegt nicht in meiner Macht und ich kann nur meine Vermutung äußeren. Ob diese sich bestätigt müssen die zuständigen Stellen herausfinden."


So z.B.: "Ich bitte Sie um sorgfältige Prüfung, ob es sich hier tatsächlich um eine gemeinnützige Einrichtung handelt und alle gesetzlichen Vorschriften für die Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung gegeben sind" usw.

Das Arbeitsamt lässt sich nämlich nicht so gerne von dir vorschreiben, was sie machen müssen. Vor allem, wenn es keine gemeinnützige Einrichtung ist, kannst du Gift drauf geben, dass das dem Arbeitsamt bekannt ist. Sehr oft steckt ein Klüngel dahinter. Da würde ich vorsichtiger sein.

Ich gebe hier mal einen Tip von Almosenempfänger wider. Es ist m.E. klüger so vorzugehen, als einen Hinweis an das Arbeitsamt zu geben. Almosenempfänger rät:

"Erkundigen Sie sich bei Ihren Kommunalvertretern, ob ein regionaler Konsens über die Einsatzfelder öffentlich geförderter Beschäftigung („öffentliches Interesse“) erzielt wurde und ob die Ihnen angetragene Arbeitsgelegenheit sich in diesem Rahmen bewegt. Lassen Sie sich das Schriftstück aushändigen. Ist letzteres nicht der Fall, geben Sie dies im Widerspruch an. Prüfen Sie, ob ein Beirat Arbeitsgemeinschaften (ARGE) besteht und ob dieser auf die Zusätzlichkeitskriterien der Arbeitsgelegenheiten achtet."

Sollte hier nämlich keine gemeinnützige Tätigkeit vorliegen, ist das m.E. ein Fall für eine Anzeige, denn da liegt ja Betrug vor. U.U. ist das Arbeitsamt auch noch bestens darüber informiert.



Nachstehende Sätze würde ich auch ein wenig anders schreiben. Das hört sich ebenfalls etwas beurteilende ("das ist eine Frechheit") an. Außerdem bekommst du die Kosten von deinem Vermittler genehmigt, der auch die Zahlung veranlasst, d.h., die Unkosten musst du bei ihm einreichen.

"Da ich nun schon 2 mal Ausgaben hatte, wie Telefonkosten und Fahrkosten, möchte ich diese erstattet haben. Bitte teilen sie mir mit, von wem ich die Kosten erstattet bekomme. Denn mich vorzuladen obnwohl die Stelle vergeben war, ist eine Frechheit.

Ersetzen durch:

"Durch die überflüssigen Bewerbungsgespräch sind mir für Telefon... Euro und Fahrten .... Euro an Kosten entstanden. Ich bitte Sie, mir diese zu erstatten".

Auch "Ich bitte Sie, mir den Eingang dieses Schreibens zu bestätigen" würde ich weglassen. Da wirst du lange auf die Bestätigung warten! Gibt das am Empfang der ARGE ab und lass dir auf einer Kopie des Schreibens den Eingangsstempel draufhauen. Das ist sicherer als ein Einschreibebrief. Und wenn du in 14 Tagen keine Rückmeldung bekommst, mahnst du das an, und lässt dir ebenfalls den Eingang bestätigen. Die nächste Anmahnung schickst du auf gleiche Weise an den Vorgesetzten und danach kommt die Beschwerde wegen Untätigkeit.


Selbstverständlich kann eine GmbH auch gemeinnützig sein ! GmbH bedeutet nur das die Haftung beschränkt ist . Bei dieser Firma müßte man herrausbekommen ob sie Gewinn macht ( wenn ausschlieslich MAW ler beschäftigt sind ,wäre das ungesetzlich )


Grüße aus München
larifari33 ist offline  
Alt 20.09.2007, 18:16   #11
mostes->Emailproblem
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mostes
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Borgi,

du brauchst dich nicht wundern. Sowas in der Art gibt es. Allerdings nicht die FMs als Gesellschafter, sondern deren Bosse.

Eine Lizenz zum Gelddrucken!
mostes ist offline  
Alt 20.09.2007, 18:30   #12
mostes->Emailproblem
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mostes
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@ larifari 33

Warum sollten die keinen Gewinn machen ? Reine Liebhaberei wird das nicht sein. Die haben ja wohl auch eine Stammbelegschaft, die was verdienen wird.

Außerdem - wo steht, dass eine GmbH Gewinn machen muss ? Die schwarze Null genügt doch ! Es gibt auch genug GmbHs, die ständig Verluste machen und diese werden von den Gesellschaftern mit Gewinnen aus anderer Quelle verrechnet, um die Steuerlast zu senken.

Etwas anderes ist es, wenn ständig Vorsteuerabzug geltend gemacht wird und eine tragende wirtschaftliche Tätigkeit nicht vorliegt.

Beispiel: Jemand kauft sich auf "Firmenkosten" eine Yacht und einen Porsche und läßt sich vom Finanzamt die Umsatzsteuer erstatten - eine wirtschaftliche Betätigung liegt aber überhaupt nicht vor.

Hier liegt aber eine wirtschaftliche Tätigkeit vor - auf Gewinn kommt es da formal nicht an.
mostes ist offline  
Alt 20.09.2007, 18:38   #13
Billibubu->Emailproblem
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Billibubu
Standard 1 Euro Job bei GmbH

Hallo Mr. X,

bist Du sicher, dass es sich nicht um eine gGmbH handelt ? also eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung ? Diese Gesellschaftsform gibt es mittlerweile zur Genüge und sie sind, solange Hartz IV existiert, wie Pilze aus dem Boden geschossen.
Diese Herrschaften verdienen ihr Geld mit 1-Euro-Jobbern
Billibubu ist offline  
Alt 20.09.2007, 19:19   #14
Arania->Emailproblem
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
Standard

das sollte auch erstmal geklärt werden


Zitat:
Die Verwendung des kleinen Buchstabens „g“ vor der Bezeichnung „GmbH“ ist eine firmenrechtliche Besonderheit, mit der auf eine gemeinnützige Betätigung der GmbH hingewiesen werden soll, zur Unterscheidung von der auf Gewinn zielenden, unternehmerischen Betätigung der GmbH. Nach einer Entscheidung des OLG München aus dem Jahr 2006 soll der Zusatz "gGmbH" firmenrechtlich nicht (mehr) zulässig sein (Beschluss vom 13. Dezember 2006, Az.: 31 Wx 84/06). In der Fachliteratur ist diese Ansicht jedoch umstritten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinn%C3%BCtzige_GmbH
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 20.09.2007, 21:00   #15
gerda52
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Cool

Zitat von mostes
Ich finde viel problematischer, dass gGmbHs gegründet werden, um eine Steuerbefreiung zu erlangen, sich gleichzeitig aber die Geschäftsführer - die oft auch die Gesellschafter sind - hohe Gehälter bewilligen, die sich aus dem steuerbefreiten Ertägen speisen.
Ob die Gehälter sich nun aus steuerbefreiten Erträgen speisen oder einen evtl. steuerpflichtigen Gewinn mindern spielt doch eigentlich keine Rolle.

Aufgrund der Einkommensteuerpflicht, der diese Geschäftsführer auch unterworfen sind, fließt ja wenigstens ein kleiner Teil wieder an die 'Staatskasse' zurück.

Mich würde allerdings mal interessieren, wieviel sich diese Geier mit dem Geschäftsführerposten so selbst zuschustern können.
gerda52 ist offline  
Alt 20.09.2007, 22:05   #16
mostes->Emailproblem
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mostes
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Also, wenn sowohl Körperschafts- als auch Gewerbesteuer entfallen erhöht das den für Geschäftsführergehälter zur Verfügung stehende Betrag wohl ganz erheblich.

Im übrigen werden die Gf. - Gehälter auch bei der gGmbH durch die Gesellschafterversammlung beschlossen.

Was da bei Personenidentität zwischen Gesellschaftter und Geschäftsführer rauskommt, kann mal sich wohl denken.

Für mich ist das Abzocke auf höchstem Niveau. Solche Sklavenhalterfirmen sind auch nie die Adressaten für die Steuerbefreiung gewesen. Das hatte andere Gründe und wird nur ausgenutzt; beim FA und beim Erwerbslosen.
mostes ist offline  
Alt 20.09.2007, 23:32   #17
gerda52
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gerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiert
Rotes Gesicht

Da erhält das Unwort 'Humankapital' doch gleich noch eine Doppelbedeutung.
gerda52 ist offline  
Alt 21.09.2007, 11:41   #18
Mister_X->Emailproblem
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Mister_X
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Zitat von Billibubu Beitrag anzeigen
Hallo Mr. X,

bist Du sicher, dass es sich nicht um eine gGmbH handelt ? also eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung ?..
Ja da bin ich sicher, denn ich hatte doch wie man meinem ersten Posting entnehmen kann genau danach gefragt warum sie denn keine gGmbH sind.
Mister_X ist offline  
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