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Start > > -> Exfrau / Kind erben - Exmann / Vater noch im ALG 2 Bezug - anrechenbar ?

ALG II Rund ums Thema Arbeitslosengeld II


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Alt 03.12.2015, 01:31   #1
Schreckse->Emailproblem
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Beiträge: 5
Schreckse
Standard Exfrau / Kind erben - Exmann / Vater noch im ALG 2 Bezug - anrechenbar ?

Hallo!

Ich hoffe, ich bin hier richtig gelandet.
Folgender Sachverhalt.
Ich bin Mutter eines minderjährigen Sohnes, lebe seit geraumer Zeit getrennt und beziehe Rente wegen voller Erwerbsminderung und Wohngeld.
Mein Sohn lebt im Wechselmodell die Hälfte der Zeit beim Vater und mir, der Vater ist im ALG 2 Bezug und bildet dadurch mit unserem gemeinsamen Kind zusammen 2 Wochen im Monat eine Bedarfsgmeinschaft.

Jetzt ist es so, daß in absehbarer Zeit wohl ein Erbe bei mir anstehen könnte (Höhe ist bisher völlig unklar) oder aber eher noch eine Schenkung (die Person, von der das potenzielle Erbe käme, lebt noch, ist jedoch sehr alt/krank und sucht grade nach dem einfachsten und besten Weg, meinem Sohn und mir evtl. sogar noch zu Lebzeiten etwas Geld zukommen zu lassen).

Daß in meinem Fall sowohl bei einer Erbschaft als auch einer Schenkung in gewisser Höhe wohl das Wohngeld geringer ausfiele oder ganz wegfiele ist klar und absolut akzeptabel für mich.
Auch, daß ich in dann leider durchaus noch für meinen Noch-Ehemann aufkommen müsste.
Um zumindest dem vorzubeugen - denn ich möchte unbedingt, daß vor allem Anderen mein Sohn später von dem Geld profitieren kann - werde ich nun endlich die Scheidung einreichen in beidseitigem Einverständnis, noch bevor ich zu Vermögen komme.
Allerdings ist nicht absehbar, daß mein Mann ( dann ja Exmann ) es bis dahin aus dem ALG 2 Bezug geschafft hat.

Sehe ich das richtig, daß durch die bestehende Bedarfsgemeinschaft / Verwandtschaft mit dem Vater ein eventuelles Vermögen meines Sohnes (durch die Minderjährigkeit vermutlich ja durch mich verwaltet...?) vom Amt komplett angerechnet werden kann bis auf den gesetzlichen Freibetrag?

Falls ja, gibt es irgendeinen Weg, das zu vermeiden?
Ich habe bereits überlegt, ob es Sinn macht, wenn nur ich als Erbe / Beschenkte eingesetzt werde und dann für meinen Sohn ein Sparbuch eröffne oder aber das Geld anderweitig anlege, bis er dafür Verwendung hat.
Es soll u.A. zur Finanzierung des Führerscheins dienen.
Aber bestünde da dann nicht sogar auch noch das Risiko, daß ich als Exfrau für den Vater aufkommen müsste?

Wäre es eventuell nicht am cleversten, wenn eine "kleinere" Schenkung von etwa 3000 Euro gemacht würde, die den Freibetrag ja nicht übersteigt, um gar nicht erst in diese ganzen Zwickmühlen zu geraten ?
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Alt 03.12.2015, 04:56   #2
Claus.
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Claus. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Exfrau / Kind erben - Exmann / Vater noch im ALG 2 Bezug - anrechenbar ?

Für kleinere Schenkungen von mehrmals etwa 3000€, oder auch eine große Schenkung /Erbschaft /Stiftungsgründung wendest du dich evtl. besser an einen zwielichtigen Steuer(vermeidungs)berater.

Solange die Scheidung "noch nicht eingereicht" ist, ist nix mit Ex-Ehemann oder sonstiges; entsprechend auch nix mit "Noch-Ehemann" unterhalten. Da gelten m.M.n. die Regeln zur Zugewinngemeinschaft bzw. des Ehevertrages.
Da kann man evtl. nur von Glück reden, daß auch Scheidungsverfahren in "beiderseitigem Einverständnis" eine Zeit dauern; und grad hier schmeckt das irgendwie so nach einem erpressten Einverständnis.

Zitat:
ein eventuelles Vermögen meines Sohnes (durch die Minderjährigkeit vermutlich ja durch mich verwaltet...?)
Dann gilt immer noch die gesetzliche Erbfolge. Egal ob mittels einer Schenkung andere Erben umgehen wollen, oder die Kosten für ein Alters- oder Pflegeheim vermeiden wollen, eine Schenkung ist 10 Jahre lang rückforderbar. Das ist m.M.n. auch das gute Recht von "ungeliebten" Miterben; und m.W.n. sind "die Ämter" da zwischenzeitlich auch extremst voller Tatendrang.

Zitat:
wenn nur ich als Erbe / Beschenkte eingesetzt werde und dann für meinen Sohn ein Sparbuch eröffne ... bis er dafür Verwendung hat.
Es soll u.A. zur Finanzierung des Führerscheins dienen.
Wer soll dir das glauben? Ein Treuhänder darf sich nicht an einem fremden Sparbuch vergreifen. Und der treuhänderisch "Verwaltete" kommt erst mit Eintritt der Volljährigkeit an sein Geld. Meiner Einschätzung nach machen aber die meisten Leute heutzutage mit 16-nochwas bzw. 17-nochwas ihren Autoführerschein; eine Mofaprüfbescheinigung war ja damit hoffentlich nicht gemeint. Und wenn es ganz dumm läuft, findet dein Sohn nicht sofort eine Lehrstelle

Wenn die sehr alte /kranke Dame exakt ihrem Willen nach regeln möchte, wo ihr Vermögen nach ihrem Ableben verbleibt, dann muß sie ggf. eine 4-stellige Summe für Beratungsleistungen, Rechtsanwalts- und Notarkosten in die Hand nehmen. Das dt. Recht schützt insofern vor Miesmuscheln genauso wie davor daß jemand einfach zu gstinkig ist zum zu Lebzeiten mit der engsten Verwandtschaft zu reden.
Claus. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2015, 08:28   #3
AQA Informationsbüro
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wie alt ist das kind eigentlich? es soll ja fahrschulen geben, bei denen man gutscheine kaufen und weiterverschenken kann.

Zitat von Schreckse Beitrag anzeigen
Sehe ich das richtig, daß durch die bestehende Bedarfsgemeinschaft / Verwandtschaft mit dem Vater ein eventuelles Vermögen meines Sohnes (durch die Minderjährigkeit vermutlich ja durch mich verwaltet...?) vom Amt komplett angerechnet werden kann bis auf den gesetzlichen Freibetrag?
komplett als vermögen/einkommen angerechnet wohl kaum, denn es ist ja keine grundsicherungs-bedarfgemeinschaft mehr.

in frage kommt aber natürlich die von dir oben schon erwähnte unterhaltspflicht zwischen den getrennt lebenden erwachsenen.

Zitat:
Ich habe bereits überlegt, ob es Sinn macht, wenn nur ich als Erbe / Beschenkte eingesetzt werde
oder nur das kind.

dann fliegt das kind aus der BG - und das kind ist ja der mutter gegenüber nicht unterhaltspflichtig.

dass der vater sich nicht dauernd am vermögen des kindes bedient und weiterhin eine angemessene lebensführung pflegt, lässt sich ja notfalls leicht nachweisen.

Zitat:
Aber bestünde da dann nicht sogar auch noch das Risiko, daß ich als Exfrau für den Vater aufkommen müsste?
mit den fristen kenne ich mich nicht aus, das einzige was ich auswendig weiss ist dass das für ein sogenanntes trennungsjahr auf jeden fall noch gilt.

Zitat:
Wäre es eventuell nicht am cleversten, wenn eine "kleinere" Schenkung von etwa 3000 Euro gemacht würde, die den Freibetrag ja nicht übersteigt
vermögensgrenzen sind nicht euer problem, sondern dass zugefallenes vermögen einkommen ist.
auch ein erbe/schenkung von nur 3000 euro würde dazu führen, dass der vater die 50% sozialgeld, die das kind über ihn in der SGB II bedarfsgemeinschaft erhält, mit ausnahme ienes freibetrages von 30 euro pro monate nicht mehr erhalten würde, weil das angerechnet wird.
sofern der vater eine halbwegs günstige wohung hat, wird das kind mit 3000 euro einmaligem einkommen allerdgins voraussichtlich aus der BG für 6 monate rausfallen, und wenn dann noch was übrig bleibt, dann gilt das dann erst als vermögen und kann wieder mit in den leistungsbezug genommen werden.

huch, erster post kommt vorm zweiten an.
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Alt 03.12.2015, 08:52   #4
webeleinstek
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Standard AW: Exfrau / Kind erben - Exmann / Vater noch im ALG 2 Bezug - anrechenbar ?

Man muss auch bedenken, solange die Scheidung noch nicht eingereicht ist, dass eine Schenkung u. U. in den Zugewinnausgleich fallen kann. Hier kommt es darauf an, in welchem Verhältnis die Schenkende zur Beschenkten stand. Ein Erbe hingegen nicht. Wenn Schenkung erfolgen soll, dann schnell Scheidung einreichen. Ist zumindest meine Meinung.

Ist hier gut erklärt.

Aber genaues kann nur ein guter Anwalt sagen.
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Alt 03.12.2015, 10:39   #5
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Schreckse
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Zuerst einmal danke!

Das Kind ist 15, der potenzielle Schenker nahe Verwandtschaft von mir und ich lebe seit fast vier Jahren getrennt.
Die Scheidung, lieber Claus, entspringt also keinem Erpressungsversuch.
Sie ist schon lange von beiden Parteien geplant, scheiterte aber bislang daran, dass ich mich bisher finanziell nicht in der Lage gesehen habe, meinen Anteil daran zu bezahlen (bei meinem Mann trägt das Amt die Kosten, ich hätte die Übernahme selbiger natürlich ebenfalls beantragen können, wollte aber möglichst wenig bürokratischen Aufwand und keine staatlichen Zuschüsse haben - denn das geht mir einfach gegen den Stolz!)
Mein Mann möchte aber ebenfalls nicht, dass das jobcenter von einem eventuellen Vermögen seines Sohnes profitiert, darin sind wir uns zumindest einig.
Daher wollen wir uns nun auch GEMEINSAM einen Anwalt nehmen.
Ich bitte also darum, von solchen Unterstellungen Abstand zu nehmen!
Ebenfalls von der, ich würde womöglich eine Schenkung verprassen, die meinen Kind zugute kommen soll.
Ich habe alles, was ich brauche, ich bin gesundheitlich schwer angeschlagen und möchte in den nächsten Jahren einzig und allein für die Zukunft meines Sohnes vorsorgen im Rahmen meiner Möglichkeiten als Mutter - so lange ich dies eben noch kann - und suche mithilfe dieses Forums lediglich nach dem besten Weg.
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Alt 03.12.2015, 10:57   #6
webeleinstek
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Standard AW: Exfrau / Kind erben - Exmann / Vater noch im ALG 2 Bezug - anrechenbar ?

Zitat von Schreckse Beitrag anzeigen
Das Kind ist 15, der potenzielle Schenker nahe Verwandtschaft von mir und ich lebe seit fast vier Jahren getrennt.
Je nachdem wie nahe die Verwandschaft ist, musst Du auch bedenken, dass bei einer Schenkung Steuern anfallen. Hier kommt es auf die Höhe des Betrages und die Nähe der Verwandschaft an.

Zitat von Schreckse Beitrag anzeigen
Mein Mann möchte aber ebenfalls nicht, dass das jobcenter von einem eventuellen Vermögen seines Sohnes profitiert, darin sind wir uns zumindest einig.
Ich bin mir da nicht ganz sicher, aber soweit ich weiss, wird Euer Sohn für seinen Vater erst in Anspruch genommen, wenn der Vater Grundsicherung bezieht. Bei ALGII geht dies noch nicht. Also bestünde derzeit die Gefahr nicht, wenn die Schenkung ihm zufliessen würde. Aber hier müssen Dir andere Auskunft geben, die sich damit besser auskennen. Möglicherweise ein FA für Sozialrecht.
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Alt 03.12.2015, 11:19   #7
Berenike1810
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Berenike1810 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Exfrau / Kind erben - Exmann / Vater noch im ALG 2 Bezug - anrechenbar ?



Liebe Schreckse,

erst 'mal herzlich willkommen, hier im Forum !

sicherlich hast Du schon daran gedacht, dass es auch folgende Möglichkeit gibt:

Die schenkende Person, könnte ein Sparbuch eröffnen, auf den Namen Deines Sohnes, sie kann bestimmen, ob er mit dem Erwerb der Volljährigkeit, oder zu einem späteren Zeitpunkt, darüber verfügen kann. Das muß handschriftlich festgelegt werden.

So, nun kommt es darauf an wer bis zur Volljährigkeit, der "Vormund" des Sohnes ist; es ist nicht ungefährlich, wenn beide Elternteile dies sind;

Wie Du schreibst, ist Dein Ehemann, bis jetzt, ganz "auf Deiner Linie", das kann sich verdammt schnell ändern !

Wichtig ist auch, was ja niemand hoffen will, ob er später, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, in den Leistungsbezug fällt ? > Sparstrumpf ???

- Wie hoch soll denn der Betrag ca. ausfallen ?

- Schenken kann man auch am Wohnzimmertisch, da braucht man nicht zwingend das Finanzamt dazu.

- Wäre ich in dieser Situation, wäre mir mein Fleisch und Blut näher als Schäuble & Co.

Berenike
.
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Alt 03.12.2015, 12:36   #8
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Schreckse
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Hallo Berenike!

Also Vormund sind tatsächlich mein Mann und ich, wir teilen uns das Sorgerecht und ich hege ebenfalls die Befürchtung, dass das meinem Sohn irgendwann zum Verhängnis werden könnte (auch wenn derzeit nichts darauf hindeutet).

Wäre ein Sparbuch in dem Fall nicht ebenfalls durch die Bedarfsgemeinschaft antastbar?

Wie hoch der Betrag ausfallen wird, kann ich beim besten Willen noch nicht sagen.
Die Person, die an eine Schenkung denkt, ist vor Kurzem selbst erst an Vermögen gelangt durch Erbschaft und hat momentan noch nicht einmal selbst den konkreten Überblick über ihre Finanzen (da noch Immobilien zum Verkauf stehen, Steuern anstehen etc.)
Ich gehe aber bisher eher von einem höheren, vierstelligen Betrag aus, nicht mehr, da noch andere Verwandte bedacht werden sollen.

Dass mein Sohn ebenfalls später in den Leistungsbezug fällt, ist eher unwahrscheinlich, da es momentan sehr stark aufs Abitur hinausläuft.
Möglich ist natürlich alles, aber ich will es nicht hoffen ;-)

Der Gedanke an ein nettes Zusammensitzen ist natürlich bei mir ebenfalls vorhanden, ich muss mich allerdings nach dem Schenker richten, der sich bisher noch gegen diese Möglichkeit sträubt.
Schreckse ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2015, 14:39   #9
hellucifer
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hellucifer Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

Siehe bitte hier:
Sie müssen nicht alles mit dem oder der Ex teilen. ... Klassischerweise sind das Erbschaften und Schenkungen. Nach § 1374 Abs. 2 BGB sind diese grundsätzlich nicht auszugleichen, solange nicht besondere Umstände vorliegen, die einen Ausgleich doch rechtfertigen würden.
Erbschaften und Schenkungen im Zugewinnausgleich | Kanzlei Hasselbach

Wird allerdings der Sohn beschenkt, der zusammen mit dem Vater in einer Bedarfsgemeinschaft lebt, so wird das Jobcenter dies in der Regel als anrechenbares Einkommen werten. Eine Ausnahme ist eine zweckbestimmte Schenkung.

Wenn der Sohn nicht zur Bedarfsgemeinschaft des Vaters zählen würde, wäre das mit der Schenkung kein Problem. Es sei denn, dies wäre relevant für den Kindergeldanspruch.

Denkbar wäre eine Aufhebung der Bedarfsgemeinschaft. Der Sohn zieht zur Mutter, und der Vater macht eine Änderungsanzeige beim Jobcenter, dass der Sohn nicht mehr zur Bedarfsgemeinschaft gehört.

Sozialrechtlich ist eine Schenkung zunächst Einkommen im Zuflussmonat. Im Folgemonat wird das Einkommen aber zum Vermögen. Und bei der Anrechnung von Vermögen gibt es Freibeträge.

Genauso wie man eine Bedarfsgemeinschaft aufheben kann, kann der Sohn natürlich auch wieder zurückkehren in die Bedarfsgemeinschaft seines Vaters.
hellucifer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2015, 15:44   #10
Schreckse->Emailproblem
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Schreckse
Standard AW: Exfrau / Kind erben - Exmann / Vater noch im ALG 2 Bezug - anrechenbar ?

Das mit der Aufhebung der Bedarfsgemeinschaft ist für den Vater leider überhaupt keine Option.
Die Finanzierung seiner Wohnung hängt ja u.A. davon ab.
Ganz abgesehen davon, daß Vater und Sohn sich gegen eine vorübergehene, räumliche Trennung vehement sträuben würden, auch wenn diese lediglich übergangsweise zugunsten des Sohnes stattfände.
Das Wechselmodell wird auf ausdrücklichen Wunsch meines Sohnes angewendet, da die emotionale Bindung sehr stark ist.
Sein Hauptwohnsitz ist allerdings bei mir und ich beziehe auch das KG und händige es monatlich zur Hälfte dem Vater aus.
Schreckse ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2015, 16:07   #11
andine
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Standard AW: Exfrau / Kind erben - Exmann / Vater noch im ALG 2 Bezug - anrechenbar ?

Ich würde in dieser Lage nur meinen Namen als Mutter als Beschenkte/Erbin einsetzen lassen, es auf meinen Namen extra anlegen und dem Sohn bei Auszug vom Vater mit 18? aushändigen oder eben bei Bedarf.
Und alles erst nach der Scheidung!
Da kommt dann niemand vom JC oder der jahrelang schon getrennte Ehemann da ran, weil der Sohn außen vor bleibt und du als Ehefrau nach dem Scheidungsurteil wahrscheinlich auch.
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Alt 03.12.2015, 16:08   #12
hellucifer
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Standard AW: Exfrau / Kind erben - Exmann / Vater noch im ALG 2 Bezug - anrechenbar ?

Zitat von Schreckse Beitrag anzeigen
Das mit der Aufhebung der Bedarfsgemeinschaft ist für den Vater leider überhaupt keine Option.
Die Finanzierung seiner Wohnung hängt ja u.A. davon ab.
Der Vater bezieht Alg-2. Wenn seine Wohnung nicht (mehr) angemessen sein sollte, weil ein Mitglied die Bedarfsgemeinschaft verlassen hat, muss das Jobcenter die Kosten der Unterkunft in vollem Umfang tragen, in der Regel jedoch längstens für sechs Monate; darauf würde das Jobcenter ihn per Kostensenkungsaufforderung hinweisen.

Dass der Sohn die BG des Vaters verlässt, schließt nicht aus, dass er seinen Vater besucht und sogar bei ihm übernachtet.

Mir würden da einige Gründe einfallen, so etwas zu machen, z.B. ein längerer Urlaub oder umfangreiche Renovierungsarbeiten oder beides.
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Alt 03.12.2015, 17:06   #13
Berenike1810
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Standard AW: Exfrau / Kind erben - Exmann / Vater noch im ALG 2 Bezug - anrechenbar ?


@Schreckse,

Dein Sohn wird voraussichtlich Abi absolvieren; möglicherweise möchte er studieren;

da läge es doch nicht so fern, ihn für diese Zeit abzusichern ! Dafür gibt es extra Versicherungen, die dann auch Zweckgebunden sind. Ich kann das jetzt nicht aktuell dokumentieren aber:

hier in diesem Forum sind so viele Leute,unterwegs, die Dir da garantiert Tipps aufzeigen können.

>>> Ob ich es dem Vater überhaupt mitteilen würde, mit dem Geld, .... ??? ....: , nach absoluter Trennung, eines Paares, ändert sich "der Wind".

Vielleicht kann hier jemand mitteilen, ob man den *erziehungsberechtigten Vater (also *Fifti/Fifti), von dieser Unterrichtung, rein rechtlich ausgrenzen kann, oder was es für vertragsrechtliche Möglichkeiten, zu Gunsten Des Sohnes, gibt ?


>> Was die möglicherweise schenkende Person betrifft:

....könnte man evtl. diese einmal über die Rechtslage im Leistungsbezug aufklären.

Berenike
.








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Alt 03.12.2015, 21:49   #14
AQA Informationsbüro
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Zitat von webeleinstek Beitrag anzeigen
Ich bin mir da nicht ganz sicher, aber soweit ich weiss, wird Euer Sohn für seinen Vater erst in Anspruch genommen, wenn der Vater Grundsicherung bezieht. Bei ALGII geht dies noch nicht. Also bestünde derzeit die Gefahr nicht, wenn die Schenkung ihm zufliessen würde. Aber hier müssen Dir andere Auskunft geben, die sich damit besser auskennen. Möglicherweise ein FA für Sozialrecht.
es kommt einzig darauf an, ob der sohn in der BG ist oder nicht.

bei einem schüler kommt es eher selten vor, dass er 320 euro regelberaf und hier vermutlich 25% der KdU des vaters selbst finanzieren kann - wahrscheinlicher ist, dass das kindergeld sein einziges einkommen ist.

insofern müssen wir hier eine kleine unterscheidung treffen... du hast nämlich recht, dass es nicht den vater treffen wird ... aber dem sohn wird sein einkommen angerechnet, und dann ist es auch futsch. :)
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Alt 04.12.2015, 01:20   #15
hellucifer
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Wie ich bereits oben kurzgefasst habe:

§ 11a SGB II Nicht zu berücksichtigendes Einkommen

Nicht zu berücksichtigendes Einkommen:

Zuwendungen, die ein anderer erbringt, ohne hierzu eine rechtliche oder sittliche Pflicht zu haben, sind nicht als Einkommen zu berücksichtigen, soweit

1. ihre Berücksichtigung für die Leistungsberechtigten grob unbillig wäre oder
2. sie die Lage der Leistungsberechtigten nicht so günstig beeinflussen, dass daneben Leistungen nach diesem Buch nicht gerechtfertigt wären.

Übersetzt in Normalsprech heißt das: Ob eine (zweckbestimmte) Zuwendung berücksichtigt wird, hängt von der Höhe der Zuwendung ab. - Dies ist so unbestimmt, dass es den Sozialgerichten obliegt, hierüber zu entscheiden. Zur Orientierung sollte man sich deshalb im Internet oder in der Entscheidungsdatenbank der Sozialgerichtsbarkeit schlau machen, oder einen Rechtsanwalt fragen. Manchmal hilft auch die Suche in diesem Forum.
hellucifer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.12.2015, 14:58   #16
webeleinstek
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Zitat von AQA Informationsbüro Beitrag anzeigen
es kommt einzig darauf an, ob der sohn in der BG ist oder nicht.

bei einem schüler kommt es eher selten vor, dass er 320 euro regelberaf und hier vermutlich 25% der KdU des vaters selbst finanzieren kann - wahrscheinlicher ist, dass das kindergeld sein einziges einkommen ist.

insofern müssen wir hier eine kleine unterscheidung treffen... du hast nämlich recht, dass es nicht den vater treffen wird ... aber dem sohn wird sein einkommen angerechnet, und dann ist es auch futsch. :)
Stimmt, das habe ich nicht bedacht. Ich bin habe übersehen, dass Vater und Sohn eine BG bilden. Irgendwie war ich in dem Gedanken dass dem nicht so ist und davon ausgegangen, dass der Sohn dann eben nicht vom JC in Anspruch genommen werden kann.
Wenn er Teil der BG ist, dann ist es natürlich Einkommen des Sohnes.

Möglicherweise kann der/die Schenkende ein Sparbuch auf den Sohn anlegen mit der Bedinung, dass dies zur Finanzierung des Studiums ist und nicht eher daran gegangen werden darf oder in sonst irgendeiner Weise zweckgebunden. Aber ob das geht, dafür bin ich kein Fachmann.
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Alt 04.12.2015, 19:04   #17
hellucifer
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Standard AW: Exfrau / Kind erben - Exmann / Vater noch im ALG 2 Bezug - anrechenbar ?

Informiere dich mal zum Beispiel mit den folgenden Stichworten im Internet:

Bausparen: Bausparvertrag als Geldanlage für Studenten und Abiturienten
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Alt 04.12.2015, 20:00   #18
Martin Behrsing
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Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Exfrau / Kind erben - Exmann / Vater noch im ALG 2 Bezug - anrechenbar ?

Zitat:
Jetzt ist es so, daß in absehbarer Zeit wohl ein Erbe bei mir anstehen könnte (Höhe ist bisher völlig unklar) oder aber eher noch eine Schenkung (die Person, von der das potenzielle Erbe käme, lebt noch, ist jedoch sehr alt/krank und sucht grade nach dem einfachsten und besten Weg, meinem Sohn und mir evtl. sogar noch zu Lebzeiten etwas Geld zukommen zu lassen).
Die Erbschaft bekommst ja nun Du und erstmal nicht dein Sohn?

Zitat:
Daß in meinem Fall sowohl bei einer Erbschaft als auch einer Schenkung in gewisser Höhe wohl das Wohngeld geringer ausfiele oder ganz wegfiele ist klar und absolut akzeptabel für mich.
Eine Erbschaft fällt nicht unter das Einkommenssteuergesetz und beim Wohngeld darf man Vermögen haben. Die Zinsen aus der Erbschaft würden in die Einkommensberechnung einfließen. Bis 60.000 Euro ist eine Erbschaft beim Wohngeld kein Problem.
Zitat:
Auch, daß ich in dann leider durchaus noch für meinen Noch-Ehemann aufkommen müsste.
Um zumindest dem vorzubeugen - denn ich möchte unbedingt, daß vor allem Anderen mein Sohn später von dem Geld profitieren kann - werde ich nun endlich die Scheidung einreichen in beidseitigem Einverständnis, noch bevor ich zu Vermögen komm
e.Das ist eine gute Idee
Allerdings ist nicht absehbar, daß mein Mann ( dann ja Exmann ) es bis dahin aus dem ALG 2 Bezug geschafft hat.

Zitat:
Sehe ich das richtig, daß durch die bestehende Bedarfsgemeinschaft / Verwandtschaft mit dem Vater ein eventuelles Vermögen meines Sohnes (durch die Minderjährigkeit vermutlich ja durch mich verwaltet...?) vom Amt komplett angerechnet werden kann bis auf den gesetzlichen Freibetrag?
Du solltest schauen, dass dein Sohn erstmal kein Vermögen bekommt


Zitat:
Ich habe bereits überlegt, ob es Sinn macht, wenn nur ich als Erbe / Beschenkte eingesetzt werde und dann für meinen Sohn ein Sparbuch eröffne oder aber das Geld anderweitig anlege, bis er dafür Verwendung hat.
Es soll u.A. zur Finanzierung des Führerscheins dienen.
Aber bestünde da dann nicht sogar auch noch das Risiko, daß ich aDie Erbschaft steht erstmal dir zu und du kannst ja ein Sparbuch oder sonst etwas anlegen und es ihm dann später überschreiben, wenn er mit ALG II nichts mehr zu tun hatls Exfrau für den Vater aufkommen müsste?
Zitat:
Wäre es eventuell nicht am cleversten, wenn eine "kleinere" Schenkung von etwa 3000 Euro gemacht würde, die den Freibetrag ja nicht übersteigt, um gar nicht erst in diese ganzen Zwickmühlen zu geraten ?
sie oben

Ich denke, wir sollten hier im Forum noch ein Unterforum Wohngeld aufmachen, da dort leider auch immer sehr viel Unkenntnis herrscht udn die Wohngeldstellen kaum Aufklärung anbieten.
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Alt 06.12.2015, 11:20   #19
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Schreckse
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Erst einmal vielen Dank für eure Antworten.
Einiges hat mir sehr geholfen!

Jetzt habe ich etwas, bin dem ich zumindest etwas "arbeiten" kann und werde mich demnächst mit besagter Person zusammensetzen und alles in der Theorie mal durchgehen.
Sie wird zusätzlich auch mit ihrem Notar sprechen und ihn nach ihren Möglichkeiten fragen.

Was mir außerdem noch in den Sinn kam, da bei mir nächstes Jahr wohl ein Umzug ansteht, der schon seit Längerem nötig wäre, war , das geplante Geldgeschenk einfach anteilig dafür anzulegen.
Indem ich mir nämlich zum Beispiel eine Kaution finanzieren lasse.
Eine höhere Kaution zu zahlen war bislang immer ein großes Problem für mich, weshalb ich einen Umzug immer ganz hintenan gestellt habe.
Das sind bei den hiesigen Mietpreisen nämlich durchaus tausend bis zu anderthalbtausend Euro, die dann aber zumindest schon mal gut angelegt und unantastbar wären.

Dann werde ich mich wegen des zweckgebundenen Sparbuchs für meinen Sohn schlau machen.
Führerschein und Ausbildung müssen schließlich irgendwann in absehbarer Zeit finanziert werden.
Bislang habe ich dafür zwar jeden Monat immer einen kleinen Betrag von meiner Rente beiseite gelegt, aber wenn solche Kosten bereits im Vorfeld abgedeckt sind, kann ich diesen Betrag auch für die Lebenshaltung nutzen und vielleicht sogar eine etwas teurere Wohnung anmieten statt nach den extrem günstigen Ausschau zu halten, die meist nur zwei Zimmer haben und bei denen ich auf ein Schlafzimmer verzichten müsste , damit mein Sohn sein eigenes Zimmer behalten kann.

Das würde meine jetzige Lage enorm verbessern und einiges der Anspannung nehmen ,die automatisch entsteht, wenn man jeden Cent umdrehen muss.

Zuerst einmal steht jetzt dann aber wohl vorrangig die Scheidung an.
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